[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Öffnen eines Bindekamms zur Aufnahme
von gelochten Blättern, der ein Rückenteil und eine Vielzahl von nebeneinander auf
Lücke angeordneten Ringelementen aufweist, wobei die freien Enden der Ringelemente
sich im geschlossenen Zustand federnd an den Bindekamm anlegen.
[0002] Aus der DE-OS 23 62 440 ist bereits eine Vorrichtung zum Öffnen eines Bindekamms
bekannt geworden. Diese Vorrichtung besteht aus einem flach ausgebildeten Element,
dessen Länge größer ist als die Länge des Bindekamms und dessen Breite größer ist
als der Durchmesser der Ringelemente im geschlossenen Zustand. Um das Einbringen der
Vorrichtung in den Bindekamm zu erleichtern, verjüngt sich die Vorrichtung in Einschieberichtung.
Infolge der oben beschriebenen Dimensionierung der Vorrichtung sind die Ringelemente
des Bindekamms nach dem Einbringen der Vorrichtung in den Bindekamm aufgebogen - und
haben im Querschnitt die Form einer oben geöffneten Ellipse. Nunmehr werden die gelochten
Bereiche eines Blattstapels auf die freien Enden der Ringelemente aufgezogen. Da die
Ringelemente selbst federnd ausgebildet sind, kehren sie in ihre Ausgangslage zurück,
sobald die Vorrichtung aus dem Bindekamm herausgezogen wird. Die einzelnen Blätter
des Blattstapels sind über den Bindekamm miteinander verbunden.
[0003] Eine weitere Ausführungsform eines Werkzeugs zum Öffnen eines Bindekamms ist in der
EP 0 395 873 B1 offenbart. Das Werkzeug ist gleichfalls flach ausgebildet und weist
einen führenden Abschnitt auf, der zumindest die Länge des zu öffnenden Bindekamms
hat, wobei die Breite des führenden Abschnitts geringer ist als der Durchmesser der
geschlossenen Ringelemente des Bindekamms. Entgegen der Einschieberichtung schließt
sich an den führenden Abschnitt ein nachfolgender Abschnitt an, dessen Länge wiederum
mindestens gleich der Länge des zu öffnenden Bindekamms ist, dessen Breite jedoch
größer ist als der Durchmesser der Ringelemente im geschlossenen Zustand. Zwischen
den beiden Abschnitten ist ein weiterer Abschnitt vorgesehen, der in Einschieberichtung
die Breite des führenden Abschnitts aufweist und sich entgegen der Einschieberichtung
stetig verbreitert, bis er die Breite des nachfolgenden Abschnitts erreicht hat. Zum
Öffnen bzw. Schließen des Bindekamms wird das Werkzeug axial durch die Ringelemente
des Bindekamms hindurchgezogen.
[0004] Ein Nachteil beider bekannter Lösungen ist darin zu sehen, daß ein flach ausgebildetes
Werkzeug innerhalb des geöffneten, ellipsenförmigen Bindekamms automatisch in der
Ebene der großen Hauptachse der Ellipse zu liegen kommt. Als Folge hiervon sind die
freien Enden der Ringelemente in ihrer Länge auf den oberhalb der Hauptachse liegenden
Abschnitt beschränkt. Das Werkzeug ist daher bei gegebenem Format des Bindekamms nur
zum Binden relativ dünner gelochter Blattstapel geeignet.
[0005] Das in der EP 0 395 873 beschriebene Werkzeug ist infolge seiner Dimensionierung
- zumindest doppelte Länge des verwendeten Bindekamms - darüber hinaus sehr unhandlich.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Öffnen eines Bindekamms
vorzuschlagen, die kostengünstig ist und darüber hinaus eine optimale Öffnung eines
Bindekamms sicherstellt.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch einen vorderen Bereich und einen hinteren Bereich,
welcher zumindest die Länge des Binderückens aufweist und derart dimensioniert ist,
daß die Ringelemente bei Einschieben der Vorrichtung in den Binderücken nacheinander
mit den Außenbereichen des hinteren Bereichs in Kontakt kommen und daß die freien
Enden der Ringelemente zumindest bis zu einem gewissen Abstand von dem Rückenteil
beabstandet sind; weiterhin ist zumindest im hinteren Bereich ein gekrümmter Flächenbereich
vorgesehen, an den sich die Innenflächen der Ringelemente teilweise anlegen.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen,
daß sowohl der vordere Teil als auch der hintere Teil flach ausgebildet sind; die
dem Rückenteil zugewandte Kante des flachen Elementes verläuft im wesentlichen gerade,
während die den freien Enden des Binderückens zugewandte Seite des vorderen Bereichs
sich in Einschieberichtung verjüngt; weiterhin ist der gekrümmte Flächenbereich oberhalb
der gerade verlaufenden Kante des hinteren Teils und eventuell des vorderen Teils
angeordnet ist.
[0009] Bereits im Zusammenhang mit dem Stand der Technik ist dargelegt worden, daß der Hauptnachteil
eines flach ausgebildeten Einschiebe-Elements darin besteht, daß sein Anwendungsbereich
bei fest vorgegebenem Format des Bindekamms auf relativ dünne Blattstapel beschränkt
ist. Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung, insbesondere durch den oberhalb der
gerade verlaufenden Kante des flachen Elements angeordneten gekrümmten Bereich, läßt
sich der Anwendungsbereich erheblich erweitern. Die flach ausgebildete Teil der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird automatisch in einer Ebene positioniert, die parallel und unterhalb
der Ebene angesiedelt ist, in der die große Hauptachse der Ellipse liegt. Hierdurch
wird es möglich, wesentlich dickere Blattstapel mit kleinformatigen Bindekämmen zu
binden.
[0010] Mit Bezug auf das Zuvorgesagte ist es leicht verständlich, wenn eine vorteilhafte
Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorschlägt, dem gekrümmten Flächenbereich
die Krümmung einer Ellipse im Bereich der großen Hauptachse zu geben. Durch diese
Maßnahme wird erreicht, daß sich die entsprechenden Innenflächen der Ringelemente
gänzlich an die gekrümmte Fläche anlegen. Dies stellt wiederum sicher, daß sich die
erfindungsgemäße Vorrichtung ohne weiteres Zutun bei Einschieben in den Bindekamm
in der gewünschten Position ausrichtet.
[0011] Zwecks Optimierung der Vorrichtung ist desweiteren vorgesehen, daß an der freien
Kante des gekrümmten Bereiches eine Anstoßleiste angebracht ist, die im wesentlichen
parallel zu dem flachen Element verläuft.
[0012] Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn sich an die entgegengesetzte
freie Kante des flachen Elements ein zweiter gekrümmter Flächenbereich anschließt.
Hierdurch wird folgendes erreicht: Wird von unten auf den geöffneten Bindekamm nach
Einschieben der Vorrichtung eine Kraft ausgeübt, so schmiegen sich die entsprechenden
Innenflächen der Ringelemente an den gekrümmten zweiten Flächenbereich an, wodurch
die freien Ende der Ringelemente noch vergrößert werden, was das Binden noch dickerer
Blattstapel mit kleinformatigen Bindekämmen ermöglicht.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird vorgeschlagen,
daß die freie Kante des flachen Elements bzw. des zweiten gekrümmten Flächenbereichs,
die den freien Enden der Ringelemente zugewandt ist, Ausbuchtungen zur Ausrichtung
der Ringelemente aufweist. Hierdurch wird das Einfügen des gelochten Blattstapels
in die Ringelemente des Bindekamms erheblich erleichtert.
[0014] Um den Anwendungsbereich der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf alle gängigen Formate
von Bindekämmen auszudehnen, sind gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung mehrere
erste gekrümmte Bereiche vorgesehen, die in unterschiedlichen Abständen von der geraden
Kante des flachen Elements angeordnet sind.
[0015] Eine alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, daß
der gekrümmte Flächenbereich zylindrisch ausgebildet ist und einen Öffnungswinkel
von mindestens 180 Grad aufweist.
[0016] Um die Vorrichtung für die unterschiedlichsten Formate von Bindekämmen nutzen zu
können, sind auf der Außenseite des zylindrischen Flächenbereichs parallel zueinander
verlaufende Nuten vorgesehen sind, die im wesentlichen senkrecht zum Radius des zylindrischen
Flächenbereichs verlaufen. Diese Nuten nehmen in Abhängigkeit von dem jeweiligen Format
des Bindekamms die freie Kante des Rückenteils auf. Insbesondere ist der Abstand der
Nuten so bemessen, daß die Vorrichtung für die gängigen Formate von Binderücken optimal
verwendbar ist.
[0017] Eine alternative Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung schlägt folgendes
vor: sowohl der vordere Bereich als auch der hintere Bereich weisen im wesentlichen
die gleiche Krümmung auf - das flach ausgebildete Element fehlt also in dieser Ausgestaltung.
Die Vorrichtung wird in den Bindekamm derart eingeschoben, wobei die freien Ende des
Bindekamms nur geringfügig von dem Binderücken abgehoben werden. Die eigentliche Öffnung
des Bindekamms erfolgt dann durch Drehung der Vorrichtung innerhalb des Bindekamms.
[0018] In diesem Zusammenhang hat es sich als äußerst günstig herausgestellt, wenn auf der
Innenseite des gekrümmten Bereichs Stege angeordnet sind, die zueinander parallel
verlaufen und im wesentlichen senkrecht zum Krümmungsradius ausgerichtet sind. Diese
Stege dienen dazu, die freie Kante des Rückenteils des Bindekamms in Abhängigkeit
von dem Format des Bindekamms während der Drehung der Vorrichtung abzustützen.
[0019] Die erfindungsemäße Vorrichtung läßt sich vorteilhafterweise mit einem Gerät zum
Lochen von Blattstapeln kombinieren. Besonders günstig ist die Ausgestaltung, wenn
die erfindungsgemäße Vorrichtung mittels federnd gelagerter Elemente an dem Gerät
zum Lochen von Blattstapeln angebracht ist. Hierdurch läßt sich die erfindungsgemäße
Vorrichtung samt Bindekamm 1 in einfacher Weise gegen eine feste Unterlage - z.B.
die Oberfläche des Gerätes zum Lochen - andrücken, was - wie an vorhergehender Stelle
bereits dargelegt - zu einer Vergrößerung der Länge der freien Enden 4 der Ringelemente
3 des Bindekamms 1 führt.
[0020] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1: eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 2: eine perspektivische Ansicht einer vorteilhaften Ausgestaltung der ersten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 3: einen schematischen Querschnitt eines geöffneten Bindekamms mit integrierter
erfindungsgemäßer Vorrichtung,
Fig. 4a: einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 4b: eine perspektivische Ansicht von erfindungsgemäßen Vorrichtungen gemäß Fig.
4a,
Fig. 5a: eine perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung vor dem Einbringen in den Bindekamm,
Fig. 5b: eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gemäß Fig. 5a nach dem Einbringen in den Bindekamm,
Fig. 5c: eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gemäß Fig. 5a nach vollständiger Öffnung des Bindekamms und
Fig. 5d: einen Querschnitt durch die in den Fig. 5a, Fig. 5b und Fig. 5c dargestellte
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0021] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung. Die Vorrichtung zum Öffnen des Bindekamms 1 besteht aus einem flachen
Element 12 mit einem vorderen Bereich 5 und einem hinteren Bereich 6, wobei der vordere
Bereich 5 sich in Einschieberichtung der Vorrichtung in den Bindekamm 1 verjüngt.
Die Einschieberichtung ist in der Fig. 1 durch einen Pfeil gekennzeichnet.
[0022] Im Bereich der gerade verlaufenden Kante des flachen Elements 12 ist ein gekrümmter
Bereich 7 vorgesehen, dessen freie Kante von einer Anstoßleiste 11 (Option) begrenzt
wird. Die freie Kante 10 des flachen Elements 12 weist Einbuchtungen 13 auf, deren
Abstand im wesentlichen dem Abstand der auf Lücke angeordneten Ringelemente 3 des
Bindekamms 1 entspricht.
[0023] In Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht einer vorteilhaften Ausgestaltung der
ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt, welche für eine
Vielzahl unterschiedlichster Formate von Bindekämmen 1 einsetzbar ist. An eine Kante
des flachen Elements 12 schließen sich hintereinander angeordnete, gekrümmte Flächen
7 an. Die gekrümmten Flächen 7 sind über die Anstoßleiste 11 miteinander verbunden.
[0024] An die der ersten Kante des flachen Elements 12 gegenüber liegende Kante schließt
sich eine zweite gekrümmte Fläche 17 an. Während die hintereinander angeordneten,
gekrümmten Flächen 7 dazu dienen, unterschiedliche Formate von Bindekämmen 1 aufzunehmen,
unterstützt die zweite gekrümmte Fläche 17 die Ringelemente 3, wenn sie durch eine
von unten wirkende Kraft F weiter aufgebogen werden.
[0025] Der in Fig. 3 dargestellte schematischen Querschnitt eines geöffneten Bindekamms
1 mit integrierter erfindungsgemäßer Vorrichtung verdeutlicht die Wirkungsweise der
vorliegenden Erfindung. Wird - wie im Stand der Technik beschrieben - lediglich ein
flaches Teil in den Bindekamm 1 eingeschoben, so ist dieses entlang der großen Hauptachse
9 der Ellipse 8 ausgerichtet, was der Form des geöffneten Bindekamms 1 im Querschnitt
entspricht. Die freien Enden 4 der Ringelemente 3, in die nachfolgend der gelochte
Blattstapel eingefügt wird, sind relativ kurz, was zwangsläufig entweder die Anzahl
der zu bindenden Blätter auf geringe Dicken festlegt oder aber die Verwendung großformatiger
Bindekämme 1 erforderlich macht.
[0026] Die erfindungsgemäße Vorrichtung vermeidet diesen Nachteil, indem sie das flache
-eventuell leicht gekrümmte- Element 12 mittels des gekrümmten Bereichs 7 in eine
Ebene drückt, die unterhalb und im wesentlichen parallel zur Ebene liegt, in der sich
die große Hauptachse 9 der Ellipse 8 befindet. Wie aus der Fig. 3 zu ersehen ist,
wird hierdurch die Länge der freien Enden 4 der Ringelemente 3 des Bindekamms 1 erheblich
vergrößert.
[0027] Fig. 4a zeigt einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung; in Fig. 4b ist eine perspektivische Ansicht von erfindungsgemäßen Vorrichtungen
gemäß Fig. 4a dargestellt. An eine Kante des flachen Bereichs 12 schließt sich in
dieser Ausgestaltung eine vorzugsweise zylindrische Fläche mit einem Öffnungswinkel
von ca. 180°an. Auf der Außenfläche der zylindrischen Fläche sind Nuten 14 vorgesehen,
die zum Einrasten der freien Kante des Rückenteils 2 des Bindekamms 1 dienen. Die
Wahl der Größe der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie die Wahl einer bestimmten Nut
14 einer ausgewählten Vorrichtung richtet sich nach dem jeweiligen Format des Bindekamms
1.
[0028] Die Figuren 5 zeigen perspektivische Ansichten einer letzten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung in verschiedenen Anwendungsstadien. In Fig. 5a ist die
Vorrichtung vor dem Einbringen in den Bindekamm 1 zu sehen. Die Vorrichtung besteht
aus einem rohrförmigen Körper mit unterbrochener Oberfläche. Der vordere und der hintere
Bereich sind bei dieser Ausgestaltung übrigens gleich ausgestaltet. Selbstverständlich
kann der vordere Bereich hier wiederum derart optimiert sein, daß er sich möglichst
problemlos in den Bindekamm 1 einschieben läßt.
[0029] Der Pfeil deutet übrigens auch hier wiederum die Richtung an, längs welcher die erfindungsgemäße
Vorrichtung in den Bindekamm 1 eingeschoben wird. Während des Einschiebevorganges
werden die einzelnen freien Enden 4 der Ringelemente 3 geringfügig von dem Rückenteil
2 abgehoben, an dem sie im geschlossenen Zustand federnd anliegen. Fig. 5b zeigt eine
perspektivische Ansicht der in Fig. 5a dargestellten Vorrichtung, sobald diese vollständig
in den Bindekamm 1 eingebracht ist.
[0030] Wie aus Fig. 5b und Fig. 5c ersichtlich, erfolgt das eigentliche Öffnen des Bindekamms
1 nunmehr durch Drehen der rohrförmigen Vorrichtung innerhalb des Bindekamms 1.
[0031] Vorteilhaft ist es hierbei, wenn sich die freie Kante des Rückenteils 2 des Bindekamms
1 an einer Anstoßleiste 11, die an der äußeren Kante der Vorrichtung vorgesehen ist
(die Anstoßleiste 11 ist in den Figuren 5 nicht gesondert dargestellt), abstützen
kann.
[0032] Um diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung gleichfalls für unterschiedliche
Formate von Bindekämmen 1 einsetzen zu können, sind auf der Außenseite der Vorrichtung
parallel verlaufende Stege 15 vorgesehen. Wie bereits im Zusammenhang mit der zuvor
beschriebenen Ausführungsform dargelegt, dienen sie als Rastaufnahmen für die freien
Kanten der Rückenteile 2 von Bindekämmen 1 mit unterschiedlichen Formaten.
_Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Bindekamm
- 2
- Rückenteil
- 3
- Ringelement
- 4
- freies Ende
- 5
- vorderer Bereich
- 6
- hinterer Bereich
- 7
- gekrümmter Flächenbereich
- 8
- Ellipse
- 9
- Hauptachse
- 10
- freie Kante
- 11
- Anstoßleiste
- 12
- flaches Element
- 13
- Einbuchtung
- 14
- Nut
- 15
- Steg
- 16
- Krümmungsradius
- 17
- zweiter gekrümmter Bereich
1. Vorrichtung zum Öffnen eines Binderückens (1) zur Aufnahme von gelochten Blättern,
der ein Rückenteil (2) und eine Vielzahl von nebeneinander auf Lücke angeordneten
Ringelementen (3) aufweist, wobei die freien Enden (4) der Ringelemente (3) sich im
geschlossenen Zustand federnd an den Binderücken (1) anlegen,
gekennzeichnet durch
einen vorderen Bereich (5),
einen hinteren Bereich (6), welcher zumindest die Länge des Binderückens (1) aufweist
und derart dimensioniert ist, daß die Ringelemente (3) bei Einschieben der Vorrichtung
in den Binderücken (1) nacheinander mit den Außenbereichen des hinteren Bereichs (6)
in Kontakt kommen und daß die freien Enden (4) der Ringelemente (3) zumindest bis
zu einem gewissen Abstand von dem Rückenteil (2) beabstandet sind, und
einem gekrümmten Flächenbereich (7), der zumindest im hinteren Bereich (6) vorgesehen
ist und an den sich die Innenflächen der Ringelemente (3) teilweise anlegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl der vordere Teil (5) als auch der hintere Teil (6) als flaches Element
(12) ausgebildet sind,
daß die dem Rückenteil (2) zugewandte Kante des flachen Elementes (12) gerade ausgebildet
ist, daß die den freien Enden (4) des Binderückens (1) zugewandte Seite des vorderen
Bereichs (5) sich in Einschieberichtung verjüngt, und
daß der gekrümmte Flächenbereich (7) oberhalb der gerade verlaufenden Kante des hinteren
Teils (6) und eventuell des vorderen Teils (5) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der gekrümmte Flächenbereich (7) die Krümmung einer Ellipse (8) im Bereich der
großen Hauptachse (9) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der freien Kante (10) des gekrümmten Bereiches (7) eine Anstoßleiste (11) angebracht
ist, die im Grenzfall parallel zu dem flachen Element (12) verläuft.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich an das flache Element (12) ein zweiter gekrümmter Flächenbereich (17) anschließt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die freie Kante des flachen Elementes (12) bzw. des zweiten gekrümmten Flächenbereichs
(17), die den freien Enden (4) der Ringelemente (3) zugewandt ist, Ausbuchtungen (13)
zur Ausrichtung der Ringelemente (3) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der gekrümmte Flächenbereich (7) zylindrisch ausgebildet ist und einen Öffnungswinkel
von mindestens 180 Grad aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Außenseite des zylindrischen Flächenbereichs (7) parallel zueinander verlaufende
Nuten (14) vorgesehen sind, die im wesentlichen senkrecht zum Radius des zylindrischen
Flächenbereichs (7) verlaufen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand der Nuten (14) so bemessen ist, daß die Vorrichtung für unterschiedliche
Formate von Binderücken (1) verwendbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 2, 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere gekrümmte Bereiche (7) vorgesehen sind, die in unterschiedlichen Abständen
von der geraden Kante des flachen vorderen Bereichs (5) bzw. des hinteren Bereichs
(6) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl der vordere Bereich (5) als auch der hintere Bereich (6) im wesentlichen
die gleiche Krümmung aufweisen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Innenseite des gekrümmten Bereichs (7) zumindest des hinteren Bereichs
(6) Stege (15) angeordnet sind, die zueinander parallel verlaufen und im wesentlichen
senkrecht zum Krümmungsradius ausgerichtet sind.