[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verpackungen für Obst, Südfrüchte und
dergleichen, wie im Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 beschrieben.
[0002] Ein bekanntes Problem beim Transport von Obst über lange Strecken, insbesondere beim
Transport von Bananen, sind die Wärme- und Kälteempfindlichkeit des transportierten
Gutes, d.h. der Bananen, deren Druckempfindlichkeit, der Feuchtigkeitsverlust sowie
die geringe Permeabilität der normalerweise eingesetzten Transportmittel gegenüber
den von dem transportierten Gut entwickelten Gasen. So entwickeln beispielsweise Bananen
während des Transportes Ethylen, das bei den herkömmlichen Transportmöglichkeiten
nicht entsprechend abgeführt werden kann, ohne daß gleichzeitig den Bananen zu viel
Feuchtigkeit entzogen wird.
[0003] Die obengenannten Probleme treten insbesondere dann auf, wenn die bis dato eingesetzten
Kartonverpackungen für den Transport von Obst, Südfrüchten oder dergleichen durch
wesentlich umweltfreundlichere Mehrwegbehälter aus Kunststoff oder einem anderen geeigneten
Material ersetzt werden, einer Maßnahme, die aufgrund des deutlich geringeren Müllvolumens
in immer größerem Maße Anwendung findet. Beispielsweise beim Transport von Bananen
auf Überseeschiffen werden die Früchte in Kunststoffsäcke verpackt und dann in die
entsprechenden Kunststoffbehälter verstaut, wobei es aufgrund der großen Stabilität
der Kunststoffbehälter, aber auch aufgrund der Folienverpackungen um die Bananen selbst
zu den obenbeschriebenen Nachteilen kommen kann.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Verpackung für Obst, Südfrüchte
und dergleichen, insbesondere aber für Bananen, vorzusehen, die einen möglichst beschädigungsfreien
und damit verlustfreien Transport des Gutes über lange Strecken zuläßt, die gleichzeitig
aber einfach zu handhaben ist und sich einfach herstellen läßt.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Schutzanspruches 1 gelöst,
wobei zweckmäßige Ausführungsformen durch die Merkmale der Unteransprüche gekennzeichnet
sind.
[0006] Nach Maßgabe der Erfindung ist ein Luftpolsterfoliensack zur Aufnahme des zu transportierenden
Gutes, d.h. der Bananen, vorgesehen, wobei der Luftpolsterfoliensack mit Perforationen
versehen ist. Die Größe, Anzahl und Verteilung der Perforationen kann dabei je nach
Einsatzsituation variieren. Vorzugsweise sind vier Perforationen vorgesehen, die zweckmäßigerweise
einen Durchmesser von ca. 10 mm aufweisen und bevorzugt, jedoch nicht notwendigerweise
im oberen Drittel des Luftpolsterfoliensackes angeordnet sind.
[0007] Der Luftpolsterfoliensack an sich ist in einer vorteilhaften Ausführungsform aus
herkömmlicher Luftpolsterfolie, die bevorzugt aus HDPE besteht, geschweißt. Andere
Materialien und Herstellungsweisen sind jedoch ebenso denkbar.
[0008] Durch den erfindungsgemäßen Luftpolsterfoliensack mit den Perforationen ergeben sich
auf erstaunlich einfache Art und Weise Möglichkeiten, die Probleme des bekannten Standes
der Technik zu umgehen. So entsteht durch die Verpackung von Bananen in dem erfindungsgemäßen
Luftpolsterfoliensack mit Perforationen die Möglichkeit, innerhalb der Folienverpackung,
d.h. unmittelbar zwischen den Früchten, eine Luftzirkulation aufzubauen, mit der sowohl
eine effektive Kühlung als auch eine Erwärmung des Transportgutes erfolgen kann. Die
Abkühlungs- bzw. Erwärmungsrate kann dabei durch ein entsprechendes Gebläse in vorteilhafter
Weise beeinflußt werden, so daß auch plötzliche Temperaturschwankungen in der Transportumgebung
effektiv und schnell ausgeglichen werden können. Die Luftpolsterfolie mit den Perforationen
macht es darüber hinaus auf einfache Weise möglich das durch die Bananen während des
Transportes in der Verpackung produzierte Ethylen oder andere durch das Transportgut
erzeugte Gase effektiv abzuführen. Der Luftpolsterfoliensack an sich sorgt dabei gleichzeitig
für eine Kälte- bzw. Wärmeisolation des Transportgutes sowie für eine Polsterung desselben
gegen Druckschäden, so daß eine Beschädigung des Transportgutes, d.h. der Bananen,
vermieden werden kann.
[0009] Die Eigenschaften der Erfindung ergeben sich auch aus der folgenden Beschreibung
der beigefügten Zeichnungen, darin zeigt:
- Fig. 1
- die Draufsicht auf einen Luftpolstenfoliensack mit Perforationen in flachgelegtem
Zustand;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch den Luftfolienpolstersack mit Perforationen nach Fig. 1; und
- Fig. 3
- den Luftpolsterfoliensack mit Perforationen nach Fig. 1 in Einsatzsituation.
[0010] In der Fig. 1 ist ein Luftpolsterfoliensack 1 mit Perforationen 2 dargestellt, von
denen in diesem Ausführungsbeispiel zwei auf jeder Seite des Luftpolsterfoliensackes
1 vorhanden sind. Wie sich aus der Fig. 1 weiterhin ergibt, sind die Perforationen
2 unabhängig von der Anordnung der Luftpolster 3 des Luftpolstenfoliensackes 1 angeordnet.
Die Anordnung der Perforationen 2 sowie deren Größe, die im dargestellten Ausführungsbeispiel
ca. 10 mm beträgt, richtet sich ausschließlich nach dem jeweiligen Einsatzzweck. Der
Luftpolsterfoliensack 1 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel aus einer herkömmlichen
Luftpolsterfolie hergestellt. Die Luftpolsterfolie hat hier eine Breite von 2 m und
ist 80 cm lang, wobei natürlich auch andere Abmessungen denkbar sind. Der Luftpolsterfoliensack
1 an sich ist aus dieser Folie durch die Schweißnähte 4 gebildet. Möglich ist aber
auch ein Vernähen, Verkleben oder andere Verbindungstechniken.
[0011] Die Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch den Luftpolsterfoliensack 1 nach Fig. 1,
wobei im wesentlichen die gleichen Elemente dargestellt sind.
[0012] In der Fig. 3 schließlich ist die Verwendungssituation eines Luftpolsterfoliensacks
1 nach Fig. 1 dargestellt. Zu erkennen ist, wie die Bananen 5 in dem Luftpolsterfoliensack
1 eingebettet sind, so daß es auch zwischen den einzelnen Früchten nicht zu Beschädigungen
kommen kann. Der Luftpolsterfoliensack 1 mit den darin aufgenommenen Bananen 5 ist
innerhalb eines Behälters 6 plaziert, wobei es sich im dargestellten Ausführungsbeispiel
um einen Mehrwegbehälter mit den Abmessungen 60 x 40 x 20 handelt, der aus Kunststoff
hergestellt ist. Aus der Fig. 3 ergibt sich darüber hinaus noch einmal deutlich die
Polsterfunktion, die durch die Luftpolster 3 in dem Luftpolsterfoliensack erfüllt
wird.
1. Verpackung für Obst, Gemüse und/oder Südfrüchte, insbesondere Bananen, zum Transport
und zur Lagerung der Ware in Kartons, Mehrwegbehältern oder dergleichen, gekennzeichnet durch einen in einen Transportbehälter (6) einsetzbaren, mit zumindest einer Perforation
(2) versehenen, aus Luftpolsterfolien hergestellten Sack (1).
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Perforationen (2) im oberen Drittel des Luftpolsterfoliensackes (1) angeordnet
sind.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Perforationen (2) einen Durchmesser von ca. 10 mm aufweisen.
4. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mit den Perforationen (2) versehene Luftpolsterfoliensack (1) durch Verschweißen
herkömmlicher Luftpolsterfolien hergestellt ist.