[0001] Die Erfindung betrifft eine Pressenanordnung einer Papier- oder Kartonmaschine zur
Behandlung einer Faserstoffbahn in einem in Laufrichtung der Faserstoffbahn verlängerten
Preßspalt, der zwischen zwei Preßflächen vorgesehen ist, von denen wenigstens eine
durch einen flexiblen, über wenigstens einen Preßschuh geführten Preßmantel gebildet
ist, der durch den Preßschuh unter Ausbildung eines Fluidkissens zwischen Preßschuh
und Preßmantel gegen die gegenüberliegende Preßfläche preßbar ist, wobei der Preßschuh
derart beaufschlagbar ist, daß insbesondere bei einer zumindest im wesentlichen gleich
bleibenden durchschnittlichen Gesamtbelastung des Preßschuhs der sich ergebende Kraftschwerpunkt
relativ zum Preßschuh in Laufrichtung der Faserstoffbahn verstellbar und damit das
sich in Laufrichtung der Faserstoffbahn im Preßspalt einstellende Druckprofil entsprechend
beinflußbar ist, und wobei zusammen mit der zu behandelnden Faserstoffbahn wenigstens
ein Entwässerungsfilz durch den Preßspalt geführt wird.
[0002] Bei einer derartigen Pressenanordnung ist das sich in Laufrichtung der Faserstoffbahn
im Preßspalt einstellende Druckprofil insbesondere durch die im Vergleich zur gegenüberliegenden
Preßfläche gegebene relative Form des Preßschuhs und/oder geeignete hydraulische Vorkehrungen
bestimmt.
[0003] Das sich im Preßspalt einstellende Druckprofil kann nun aber auch durch Filzeigenschaften
beeinflußt werden, wozu beispielsweise die Filzelastizität, die Filzdicke, die Filzverschmutzung,
die Wasser- und/oder Luftdurchlässigkeit des betreffenden Entwässerungsfilzes, der
in x-, y- und z-Richtung gegebene Vlieswiderstand des Filzes und/oder innere Strukturen
und Schichtungen des Filzes zählen. Zudem kann das Druckprofil auch von Einflußgrößen
abhängig sein, die nicht direkt dem Filz zugeordnet werden können. Hierzu zählen beispielsweise
die Betriebsgeschwindigkeit, das Wasserangebot durch die Faserstoffbahn, der Füllstoffgehalt
des Preßwassers sowie das Dickenquerprofil der Faserstoffbahn, bei der es sich insbesondere
um eine Papier- oder Kartonbahn handeln kann. Diese Einflußgrößen sowie deren Auswirkung
können von Filz zu Filz sowie von Produktion zu Produktion verschieden sein und sich
insbesondere im Verlauf der Lebensdauer des Filzes ändern.
[0004] Ziel der Erfindung ist es, eine Pressenanordnung der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei der trotz der Vielzahl unterschiedlicher, insbesondere auf sich ändernde Filzeigenschaften,
ein sich änderndes Verhalten des Filzes und/oder dergleichen zurückgehender Störeinflüsse
auf einfache und zuverlässige Weise stets ein optimaler Betrieb gewährleistet ist.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß wenigstens eine Einrichtung
zur Steuerung und/oder Regelung des Druckprofils vorgesehen ist, durch die die jeweilige
Lage des relativ zum Preßschuh in Laufrichtung der Faserstoffbahn verstellbaren Kraftschwerpunkts
in Abhängigkeit von wenigstens einer Eingangsgröße einstellbar ist, die für die Beschaffenheit
und/oder das Verhalten des Entwässerungsfilzes während des Betriebs repräsentativ
ist, so daß die relative Lage des Kraftschwerpunkts bei sich während des Betriebs
und im Verlauf der Lebensdauer des Entwässerungsfilzes ergebenden Änderungen der Beschaffenheit
bzw. des Verhaltens dieses Entwässerungsfilzes entsprechend verstellbar ist.
[0006] Zur Steuerung und/oder Regelung des Druckprofils werden somit eine oder mehrere Ersatzgrößen
herangezogen, die insbesondere auch bei laufender Produktion problemlos gemessen werden
können. Mit diesen Ersatzgrößen kann eine Vielzahl von unterschiedlichen Störfaktoren
berücksichtigt und schließlich kompensiert werden, die getrennt nur schwer erfaßbar
wären. Es ist somit stets ein im Hinblick auf die jeweiligen technologischen Vorgaben
optimales Druckprofil gewährleistet. Das hierzu ggf. erforderliche Verstellen des
Kraftschwerpunkts erfolgt beispielsweise durch eine entsprechende Schuhbelastung.
[0007] Bei einer in der Praxis vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pressenanordnung
sind der Steuer- und/oder Regeleinrichtung Mittel zur direkten oder indirekten Messung
des sich nach einem Durchlauf durch den Preßspalt ergebenden durchschnittlichen Trockengehalts
der Faserstoffbahn zugeordnet, um der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung eine entsprechende
Eingangsgröße zu liefern. Die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung kann dann so ausgelegt
sein, daß die Einstellung der Lage des Kraftschwerpunktes relativ zum Preßschuh stets
im Hinblick auf die Erzielung eines möglichst hohen Trockengehalts der Faserstoffbahn
erfolgt. Zur Ermittlung der optimalen Lage des Kraftschwerpunkts können die nach einem
Durchlauf der Faserstoffbahn durch den Preßspalt erhaltenen Meßwerte für den Trockengehalt
herangezogen werden. Die im Hinblick auf einen maximalen Trockengehalt der Faserstoffbahn
optimale Lage des Kraftschwerpunkts ist unabhängig von eventuell auftretenden Störeinflüssen
gewährleistet, nachdem diese insbesondere durch ein entsprechendes Nachstellen des
Kraftschwerpunktes entsprechend kompensiert werden.
[0008] Alternativ oder zusätzlich können der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung auch
Mittel zur Messung des Trockengehalts wenigstens eines zusammen mit der zu behandelnden
Faserstoffbahn durch den Preßspalt geführten Entwässerungsfilzes zugeordnet sein,
um der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung eine entsprechende Eingangsgröße zu liefern.
Hierbei können die Mittel zur Messung des Trockengehalts wenigstens eines Entwässerungsfilzes
insbesondere zur indirekten Messung des Trockengehalts der Faserstoffbahn vorgesehen
sein, um der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung eine für den Trockengehalt der
Faserstoffbahn repräsentative Einheitsgröße zu liefern. In diesem Fall dient die betreffende
Eingangsgröße bzw. der entsprechende Meßwert somit als Indikator für den in erster
Linie interessierenden Trockengehalt der zu behandelnden Faserstoffbahn.
[0009] Bei einer praktisch zweckmäßigen Ausführungsform sind der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
Mittel zur Messung des Unterdrucks in zumindest einem der Filzreinigung dienenden
Rohrsauger für wenigstens einen zusammen mit der Faserstoffbahn durch den Preßspalt
geführten Entwässerungsfilz zugeordnet, um der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
eine entsprechende Eingangsgröße zu liefern.
[0010] Der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung können vorteilhafterweise auch Mittel zur
Messung der Filzdicke zugeordnet sein, um der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
eine entsprechende Eingangsgröße zu liefern. Hierbei wird die Filzdicke vorzugsweise
unter den aktuellen Betriebsbedingungen gemessen, so daß die betreffende, der Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung zugeführte Eingangsgröße repräsentativ für diese aktuellen
Betriebsbedingungen ist.
[0011] Zur Messung der Filzdicke sind vorzugsweise Mittel zur Bestimmung des Abstandes zwischen
dem Preßschuh und der gegenüberliegenden Preßfläche vorgesehen. Dieser Abstand kann
mittels bekannter geeigneter Meßmethoden bestimmt werden. So kann diese Bestimmung
des Abstands zwischen dem Preßschuh und der gegenüberliegenden Preßfläche in an sich
bekannter Weise beispielsweise mittels Echolot, mittels einer induktiven Abstandsmessung
und/oder dergleichen erfolgen.
[0012] Erfolgen Messungen an mehreren Stellen über die sich quer zur Laufrichtung der Faserstoffbahn
erstreckende Breite der Pressenanordnung, so ist der Kraftschwerpunkt vorzugsweise
in Abhängigkeit vom Mittelwert der Meßwerte der verschiedenen Messungen verstellbar,
wobei entsprechend eine gleichartige Verstellung des Kraftschwerpunkts über die Breite
der Pressenanordnung erfolgt. Die Meßwerte der verschiedenen Messungen können jedoch
auch individuell zur zonalen Verstellung des Kraftschwerpunktes über die Breite der
Pressenanordnung herangezogen werden.
[0013] Bei einer besonders vorteilhaften praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Pressenanordnung umfaßt die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung wenigstens einen
Regelkreis für eine im Hinblick auf die Erzielung eines möglichst hohen Trockengehalts
der Faserstoffbahn erfolgende vollautomatische Optimierung der insbesondere durch
eine entsprechende Preßschuhbelastung bewirkbaren Einstellung der jeweiligen Lage
des Kraftschwerpunkts relativ zum Preßschuh.
[0014] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher beschrieben; in dieser zeigt die einzige Figur eine rein schematische,
teilweise geschnittene Teildarstellung einer Pressenanordnung einer Papier- oder Kartonmaschine.
[0015] Die rein schematisch dargestellte, zu einer Papier- oder Kartonmaschine gehörende
Pressenanordnung 10 dient zur Behandlung einer Faserstoffbahn 12, hier einer Papier-
oder Kartonbahn, in einem in Laufrichtung L der Faserstoffbahn 12 verlängerten Preßspalt
14. Dieser ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch eine untere und eine obere
Preßfläche begrenzt. Hierbei ist die den Preßspalt 14 nach unten begrenzende Preßfläche
durch einen über wenigstens einen Preßschuh 16 geführten flexiblen Preßmantel 18 einer
unteren Preßwalze 20 gebildet. Gegenüber dieser ist zur Bildung der oberen Preßfläche
eine zylindrische Gegenwalze 22 angeordnet, die beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
einen starren Walzenmantel besitzt. Grundsätzlich kann jedoch auch auf dieser Seite
des Preßspaltes 14 ein über wenigstens einen Preßschuh oder dergleichen geführter
flexibler Preßmantel vorgesehen sein.
[0016] Der flexible Preßmantel 18 der unteren Preßwalze 20 ist durch den Preßschuh 16 unter
Ausbildung eines Fluidkissens zwischen Preßschuh 16 und Preßmantel 18 gegen die gegenüberliegende,
durch die Gegenwalze 22 gebildete Preßfläche preßbar. Dabei ist der Preßschuh 16 mittels
einer Mehrzahl von jeweils durch eine Zylinder/Kolbeneinheit 24 gebildeten Hydraulikelementen
gegen die Gegenwalze 22 anpreßbar, die sich an einem darunterliegenden stationären
Träger 26 abstützen, um den der flexible Preßmantel 18 umläuft.
[0017] Der Preßschuh 16 ist derart beaufschlagbar, daß insbesondere auch bei einer zumindest
im wesentlichen gleichbleibenden durchschnittlichen Gesamtbelastung des Preßschuhs
16 der sich ergebende Kraftschwerpunkt relativ zum Preßschuh 16 in Laufrichtung L
der Fasterstoffbahn 12 verstellbar und damit das sich in Laufrichtung L der Faserstoffbahn
12 im Preßspalt 14 einstellende Druckprofil entsprechend beeinflußbar ist.
[0018] Zusammen mit der zu behandelnden Faserstoffbahn 12 ist ein Entwässerungsfilz 28 durch
den Preßspalt 14 geführt, der im vorliegenden Fall zwischen der Preßwalze 20 und der
zu behandelnden Faserstoffbahn 12 angeordnet ist. Grundsätzlich können auch mehrere
Entwässerungsfilze vorgesehen sein, wobei diese insbesondere auch auf verschiedenen
Seiten der zu behandelnden Faserstoffbahn 12 liegen können.
[0019] Die Pressenanordnung 10 umfaßt ferner eine Einrichtung 30 zur Steuerung und/oder
Regelung des Druckprofils, durch die die jeweilige Lage des relativ zum Preßschuh
16 in Laufrichtung L der Faserstoffbahn 12 verstellbaren Kraftschwerpunkts in Abhängigkeit
von wenigstens einer Eingangsgröße E
i einstellbar ist. Wenigstens eine solche Eingangsgröße E
i ist für die Beschaffenheit und/oder das Verhalten des Entwässerungsfilzes 28 während
des Betriebs repräsentativ, so daß insbesondere in Abhängigkeit von wenigstens einem
entsprechenden Ausgangssignal S der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 30 und insbesondere
durch eine entsprechende Belastung des Preßschuhes 16 die relative Lage des Kraftschwerpunkts
bei sich während des Betriebs und im Verlauf der Lebensdauer des Entwässerungsfilzes
28 ergebenden Änderungen der Beschaffenheit bzw. des Verhaltens dieses Entwässerungsfilzes
28 entsprechend verstellbar ist.
[0020] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
30 Mittel 32 zur direkten oder indirekten Messung des sich nach einem Durchlauf durch
den Preßspalt 14 ergebenden durchschnittlichen Trockengehalts der Faserstoffbahn 12
zugeordnet, die der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 30 eine entsprechende Eingangsgröße
E
i liefern. Hierbei ist die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 30 so ausgelegt, daß
die Einstellung der Lage des Kraftschwerpunkts relativ zum Preßschuh 16 stets im Hinblick
auf die Erzielung eines möglichst hohen Trockengehalts der Faserstoffbahn 12 erfolgt.
[0021] Alternativ oder zusätzlich können der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 30 auch
Mittel zur Messung des Trockengehalts des zusammen mit der zu behandelnden Faserstoffbahn
12 durch den Preßspalt 14 geführten Entwässerungsfilzes 28 zugeordnet sein. Diese
Mittel zur Messung des Trockengehalts des Entwässerungsfilzes 28 können somit insbesondere
zur indirekten Messung des Trockengehalts der zu entwässernden Faserstoffbahn 12 dienen.
Die betreffende, der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 30 zugeführte Eingangsgröße
kann dann als Indikator für den Trockengehalt der zu behandelnden Faserstoffbahn 12
berücksichtigt werden.
[0022] Alternativ oder zusätzlich können der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 30 beispielsweise
auch Mittel zur Messung des Unterdrucks in einem der Reinigung des Entwässerungsfilzes
28 dienenden Rohrsauger zugeordnet sein, um dieser Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
30 eine entsprechende Eingangsgröße E
i zu liefern. Alternativ oder zusätzlich können auch Mittel zur Messung der Filzdicke
vorgesehen sein. Diese wird dann vorzugsweise unter den aktuellen Betriebsbedingungen
gemessen, um der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 30 eine entsprechende Eingangsgröße
zu liefern, die für den aktuellen Betriebszustand repräsentativ ist. Zur Messung der
Filzdicke können Mittel zur Bestimmung des Abstands zwischen dem Preßschuh 16 und
der gegenüberliegenden, durch die Gegenwalze 22 gebildeten Preßfläche vorgesehen sein.
Die Bestimmung des Abstandes zwischen dem Preßschuh 16 und der gegenüberliegenden
Preßfläche kann in an sich bekannter Weise mittels Echolot, mittels einer induktiven
Abstandsmessung und/oder dergleichen erfolgen. Zudem werden vorzugsweise Messungen
an mehreren Stellungen über die sich quer zur Laufrichtung der Faserstoffbahn 12 erstreckende
Breite der Pressenanordnung 10 vorgenommen. Hierbei kann der Kraftschwerpunkt in Abhängigkeit
vom Mittelwert der Meßwerte der verschiedenen Messungen verstellbar sein und entsprechend
eine gleichartige Verstellung des Kraftschwerpunkts über die Breite der Pressenanordnung
10 erfolgen. Alternativ können die Meßwerte der verschiedenen Messungen auch individuell
zur zonalen Verstellung des Kraftschwerpunkts über die Breite der Pressenanordnung
herangezogen werden.
[0023] Zudem umfaßt die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung 30 wenigstens einen Regelkreis
für eine im Hinblick auf die Erzielung eines möglichst hohen Trockengehalts der Faserstoffbahn
12 erfolgende vollautomatische Optimierung der insbesondere durch eine entsprechende
Preßschuhbelastung bewirkbaren Einstellung der jeweiligen Lage des Kraftschwerpunkts
relativ zum Preßschuh 16.
Bezugszeichenliste
[0024]
- 10
- Pressenanordnung
- 12
- Faserstoffbahn
- 14
- Preßspalt
- 16
- Preßschuh
- 18
- Preßmantel
- 20
- Preßwalze
- 22
- Gegenwalze
- 24
- Zylinder/Kolben-Einheit
- 26
- Träger
- 28
- Entwässerungsfilz
- 30
- Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
- 32
- Mittel zur Messung des Trockengehalts
- Ei
- Eingangsgröße
- S
- Ausgangssignal
1. Pressenanordnung (10) einer Papier- oder Kartonmaschine zur Behandlung einer Faserstoffbahn
(12) in einem in Laufrichtung (L) der Faserstoffbahn (12) verlängerten Preßspalt (14),
der zwischen zwei Preßflächen vorgesehen ist, von denen wenigstens eine durch einen
flexiblen, über wenigstens einen Preßschuh (16) geführten Preßmantel (18) gebildet
ist, der durch den Preßschuh (16) unter Ausbildung eines Fluidkissens zwischen Preßschuh
(16) und Preßmantel (18) gegen die gegenüberliegende Preßfläche preßbar ist, wobei
der Preßschuh (16) derart beaufschlagbar ist, daß insbesondere bei einer zumindest
im wesentlichen gleich bleibenden durchschnittlichen Gesamtbelastung des Preßschuhs
(16) der sich ergebende Kraftschwerpunkt relativ zum Preßschuh (16) in Laufrichtung
(L) der Faserstoffbahn (12) verstellbar und damit das sich in Laufrichtung (L) der
Faserstoffbahn (12) im Preßspalt (14) einstellende Druckprofil entsprechend beinflußbar
ist, und wobei zusammen mit der zu behandelnden Faserstoffbahn (16) wenigstens ein
Entwässerungsfilz (28) durch den Preßspalt (14) geführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine Einrichtung (30) zur Steuerung und/oder Regelung des Druckprofils
vorgesehen ist, durch die die jeweilige Lage des relativ zum Preßschuh (16) in Laufrichtung
(L) der Faserstoffbahn (12) verstellbaren Kraftschwerpunkts in Abhängigkeit von wenigstens
einer Eingangsgröße (Ei) einstellbar ist, die für die Beschaffenheit und/oder das Verhalten des Entwässerungsfilzes
(28) während des Betriebs repräsentativ ist, so daß die relative Lage des Kraftschwerpunkts
bei sich während des Betriebs und im Verlauf der Lebensdauer des Entwässerungsfilzes
(28) ergebenden Änderungen der Beschaffenheit bzw. des Verhaltens dieses Entwässerungsfilzes
(28) entsprechend verstellbar ist.
2. Pressenanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung (30) Mittel (32) zur direkten oder indirekten
Messung des sich nach einem Durchlauf durch den Preßspalt (14) ergebenden durchschnittlichen
Trockengehalts der Faserstoffbahn (12) zugeordnet sind, um der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
(30) eine entsprechende Eingangsgröße (Ei) zu liefern, wobei die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung (30) vorzugsweise so
ausgelegt ist, daß die Einstellung der Lage des Kraftschwerpunkts relativ zum Preßschuh
(16) stets im Hinblick auf die Erzielung eines möglichst hohen Trockengehalts der
Faserstoffbahn (12) erfolgt.
3. Pressenanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung (30) Mittel zur Messung des Trockengehalts
wenigstens eines zusammen mit der zu behandelnden Faserstoffbahn (12) durch den Preßspalt
(14) geführten Entwässerungsfilzes (28) zugeordnet sind, um der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung
(30) eine entsprechende Eingangsgröße (Ei) zu liefern.
4. Pressenanordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zur Messung des Trockengehalts wenigstens eines Entwässerungsfilzes
(28) zur indirekten Messung des Trockengehalts der Faserstoffbahn (12) vorgesehen
sind, um der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung (30) eine für den Trockengehalt
der Faserstoffbahn (12) repräsentative Eingangsgröße (Ei) zu liefern.
5. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung (30) Mittel zur Messung des Unterdrucks
in zumindest einem der Filzreinigung dienenden Rohrsauger für wenigstens einen zusammen
mit der Faserstoffbahn (12) durch den Preßspalt (14) geführten Entwässerungsfilz (28)
zugeordnet sind, um der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung (30) eine entsprechende
Eingangsgröße (Ei) zu liefern.
6. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung (30) Mittel zur Messung der Filzdicke
zugeordnet sind, um der Steuer- und/oder Regelungseinrichtung (30) eine entsprechende
Eingangsgröße (Ei) zu liefern.
7. Pressenanordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Filzdicke unter den aktuellen Betriebsbedingungen gemessen und der Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung (30) eine entsprechende Eingangsgröße (Ei) geliefert wird.
8. Pressenanordnung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zur Messung der Filzdicke Mittel zur Bestimmung des Abstandes zwischen
dem Preßschuh (16) und der gegenüberliegenden Preßfläche umfassen, um der Steuer-
und/oder Regelungseinrichtung (30) die entsprechende Eingangsgröße (Ei) zu liefern.
9. Pressenanordnung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bestimmung des Abstandes zwischen dem Preßschuh (16) und der gegenüberliegenden
Preßfläche in an sich bekannter Weise mittels Echolot, mittels einer induktiven Abstandsmessung
und/oder dergleichen erfolgt.
10. Pressenanordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß Messungen an mehreren Stellen über die sich quer zur Laufrichtung (L) der Faserstoffbahn
(12) erstreckende Breite der Pressenanordnung (10) erfolgen.
11. Pressenanordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kraftschwerpunkt in Abhängigkeit vom Mittelwert der Meßwerte der verschiedenen
Messungen verstellbar ist und entsprechend eine gleichartige Verstellung des Kraftschwerpunkts
über die Breite der Pressenanordnung (10) erfolgt.
12. Pressenanordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßwerte der verschiedenen Messungen individuell zur zonalen Verstellung des
Kraftschwerpunkts über die Breite der Pressenanordnung (10) herangezogen werden.
13. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuer- und/oder Regelungseinrichtung (30) wenigstens einen Regelkreis für
eine im Hinblick auf die Erzielung eines möglichst hohen Trockengehalts der Faserstoffbahn
(12) erfolgende vollautomatische Optimierung der insbesondere durch eine entsprechende
Preßschuhbelastung bewirkbaren Einstellung der jeweiligen Lage des Kraftschwerpunkts
relativ zum Preßschuh (16) umfaßt.