[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Fenster, eine Türe oder dergl. mit vorzugsweise
schräg eingesetzten Pfosten, Kämpfern, Sprossen usw., die unter variablen Winkeln,
beispielsweise zwischen 45° und 90°, mit dem Rahmenprofil über Verbinder verbunden
sind.
[0002] Es sind Fenster, Türen etc., deren Rahmenstrukturen, Kämpfer, Pfosten, Sprossen usw.
meist aus versteiften Hohlkammerprofilen bestehen, allgemein bekannt. Als Werkstoffe
finden dabei vorzugsweise Kunststoffe und Metall, aber auch Verbundwerkstoffe, wie
z.B. Holz-Kunststoff, Kunststoff-Metall usw. Anwendung.
[0003] Zur Verbindung der Rahmenprofile mit beispielsweise Kämpferprofilen dienen bekannte
Verschraubungen zwischen dem Rahmenprofil und einem Versteifungsprofil in einer der
Hohlkammern des Kämpferprofiles. Ähnliche Verbindungen werden auch für an ein Rahmenprofil
schräg angesetzte Kämpfer, Pfosten usw. gewählt. Dabei wird zunächst ein Fenster-
oder Türflügel unter Beachtung des erforderlichen Winkels abgelängt, dann ein in die
Hohlkammer des Profiles einzusetzender sogen. Verbinder aus Vollmaterial im gleichen
Winkel wie der Pfosten geschnitten und in die Hohlkammer bündig eingesetzt, anschließend
gefräst, justiert und gegen Verdrehung gesichert, vorgebohrt und mittels zweier Schrauben
mit dem Gegenprofil verbunden. Es sind auch unterschiedlich geformte Winkelstücke
bekannt geworden, die dann auf dem Kämpfer und Rahmenprofil verschraubt werden.
[0004] Es ist leicht einzusehen, daß solche Verbindungen zwar ihren Zweck erfüllen, aber
umständlich und arbeitsaufwendig herzustellen sind. Außerdem erfordern sie eine aufwendige
Vorfertigung und Bearbeitung auf der Baustelle. Um diese Nachteile zu beseitigen wurde
mit der Lehre des DE-GM 295 01 410 U1 vorgeschlagen, den Verbinder mit schwenkbar
gelagerten Spannmitteln auszurüsten, das in jeder Winkellage der zu befestigenden
Pfosten etc. verspannt werden kann, wobei die Spannmittel die Hohlkammerwand der Profilleiste
hintergreifen, so daß die Profilleiste an den Pfosten verspannend gedrückt wird. Auch
ein solcher Pfosten- etc. -Verbinder ist, wegen vieler Einzelteile, aufwendig und
teuer in der Herstellung.
[0005] Der Erfindung wie sie in den Ansprüchen beschrieben ist, liegt daher die Aufgabe
zugrunde, ein Fenster, Türe oder dergl. zu schaffen, die für an das Rahmenprofil unter
unterschiedlichen Winkeln angesetzte Pfosten, Kämpfer etc. eine einfach zu montierende
und einfach und preisgünstig herzustellende Verbindung beinhaltet.
[0006] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen insbesondere in der präzisen, aber
einfachen Montage der Verbindung zwischen dem Kämpfer-, Pfosten- etc. -Profil und
dem Rahmenprofil unter verschiedenen Winkeln, wobei auch die Herstellung des Verbindungsteiles
sich einfach gestaltet. Außerdem ist bei dem erfindungsgemäßen Fenster oder dergl.
von Vorteil, daß das Verbindungsglied einteilig ausgebildet ist und gleichzeitig der
Verschraubung der Aussteifung des Hohlkammerprofiles dient.
[0007] Die Erfindung ist nachstehend anhand eines in den Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
Es zeigt:
- Fig. 1
- zwei Schnitte durch das Verbindungsprofil und
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Pfosten-Rahmenverbindung
[0008] Das Rahmenprofil 7 eines Fensters, einer Türe etc. ist, wie in Fig. 1 dargestellt,
mit einem Pfostenprofil 4 oder dergl., verbunden, indem eine oder mehrere Schrauben
6 durch das Rahmenprofil und das darin enthaltene Aussteilfungsprofil 5 gesteckt und
über das Verbindungsglied 1 in der Hohlkammer des Pfostenprofiles 4 mit diesem verschraubt
ist.
[0009] Das Verbindungsglied 1 ist auf der einen Seite mit dem Rahmenprofil 7 und auf der
anderen Seite mit dem Schraubkanal 2a der Aussteifung 2, die sich in der Hohlkammer
des Pfostenprofiles 4 befindet, verschraubt, wobei eine Schraube 3 durch eine Öffnung
im Steg 1a gesteckt ist, diesen und damit das Verbindungsglied 1 beim Verschrauben
fest an das Aussteifungsprofil 2 zieht. Das Verbindungsglied 1 ist in seiner Form
an die Abmessungen der Hohlkammer angepaßt, wobei die dem Aussteifungsprofil 2 zugewandte
Seite eben ausgebildet ist, während das dem Rahmenprofil zugewandte eine Bogenform
aufweist. Das bereits im Winkel geschnittene Pfostenprofil 4 wird sodann mit dem an
dessen Aussteifung 2 geschraubte Verbindungsglied 1 auf das Rahmenprofil 7 aufgesetzt
und mittels einer oder mehrerer Schrauben 6 mit diesem verbunden. Die Winkelstellung
beider Profile 4 und 7 zueinander ist in einem vorausbestimmten Verhältnis frei wählbar.
Üblicherweise werden Winkel zwischen 45° bis 90° für solche Verbindungen gewählt und
folglich das Verbindungsglied 1 dafür vorgesehen. Es können aber auch andere größere
Winkelvarianten eingeplant werden.
[0010] Das Verbindungsglied 1 besteht vorzugsweise aus einem geeignetem Kunststoff oder
Metall. Das Verbindungsglied 1 ist an seinem unteren, dem Rahmenprofil 7 zugewandten
Ende bogenförmig ausgebildet, wobei der Verlauf der Bogenform der Abrollkurve des
Verbindungsgliedes zwischen den Eckwinkeln entspricht, beispielsweise entspricht der
linke Eckwinkel der 90° Stellung des Pfostenprofiles 4 auf dem Rahmenprofil 7, während
der rechte Eckwinkel der 45° Stellung entspricht. Es sind somit sämtliche Zwischenstellungen,
im dargestellten Falle 45° bis 90°, möglich und fixierbar. Im Inneren des Verbindungsgliedes
1 ist mindestens ein, besser jedoch zwei, flache Schraubkanäle 1b mit einer Riefenstruktur
für den Eingriff der Schraube 6 vorgesehen, ferner ein quer verlaufender Steg 1a mit
einer zentralen Durchtrittsöffnung für die Schraube 3. Das Verbindungsglied 1 wird
somit einerseits mittels der Schraube 3 im Schraubkanal 2a mit dem Aussteifungsprofil
2 des Pfostenprofils 4 und andererseits mittels der Schraube 6 im flachen Schraubkanal
1b mit dem Rahmenprofil 7 verbunden, wobei es sich auf dem Rahmenprofil zusätzlich
abstützt. Der Winkel, unter dem die Schraube 6 in den flachen Schraubkanal 1b des
Verbindungsgliedes eindringt, ist dabei abhängig von demjenigen Winkel, unter dem
das Pfostenprofil 4 mit dem Rahmenprofil 7 zu verbinden ist.
[0011] Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die Verbindung Rahmen- und Pfostenprofil
einer Türe, Fenster oder dergl. beschränkt, sondern kann ebenso bei Flügel-, Kämpfer-,
Sprossenprofilen oder dergl. angewandt werden.
[0012] Anstelle einer Riefenstruktur 1b mit parallelen Riefen, wie in den Abbildungen dargestellt,
können auch andere Strukturen und andere Riefenmuster mit Oberflächenvorteil vorgesehen
werden.
1. Fenster, Türe oder dergl. mit unter unterschiedlichen Winkeln, beispielsweise zwischen
45° und 90° angesetzten Pfosten, Kämpfern, Sprossen usw., die mit dem Rahmenprofil
über sogen. Verbinder verbunden und vorzugsweise verschraubt sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verbindungsglied (1) dessen, der Verbindungsstelle zugewandtes Ende, mit
einer der Abrollfläche zwischen den Grenzwinkeln entsprechenden Bogenform im Hohlkammerprofil
(4) unterhalb des darin befindlichen Aussteifungsprofiles (2) zwischen diesem und
dem Ende des Hohlkammerprofiles (4) eingesetzt und mit diesem mittels einer Schraube
(3) verbunden ist, im Inneren des Verbindungsgliedes mindestens ein flacher Schraubkanal
(1b) vorgesehen ist, dessen zwei sich gegenüberliegende Innenwände eine Riefenstruktur
für den Eingriff einer Befestigungsschraube (6) unter unterschiedlichen Winkeln aufweisen
und ein senkrecht zu den Innenwänden, mit einer Öffnung für den Durchtritt der Verbindungsschraube
(3) versehener, Steg (1a) angeordnet ist, wobei sich das bogenförmige Ende des Verbindungsgliedes
(1) auf dem Rahmenprofil (7) abstützt und die Befestigungsschraube (6) das Rahmenprofil
(7) und das Aussteifungsprofil (5) gegenüber dieser Auflage des Verbindungsgliedes
(1) durchdringt.
2. Fenster, Türe oder dergl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Verbindungsglied (1) zwei Kanäle (1b) für Befestigungsschrauben (6) vorgesehen
sind.