[0001] Die Erfindung betrifft ein Verdichteraggregat, das folgende Merkmale aufweist,
a) einen mit seinem Ansaugstutzen an eine Ansaugleitung und mit seinem Auslaßstutzen
an einen Flüssigkeitsabscheidebehälter angeschlossenen Flüssigkeitsringverdichter,
dessen Auslaßstutzen mit einer Abluftleitung verbunden ist,
b) mindestens eine einen Primär- und einen Sekundärkreis aufweisende Nachkühleinrichtung,
die mit ihrem Primärkreis in die Ansaugleitung geschaltet ist und mit ihrem Sekundärkreis
im Zuge der Abluftleitung liegt,
c) das durch die Nachkühlung anfallende Kondonsat wird in den Betriebsflüssigkeitskreislauf
zurückgeführt.
Ein solches Verdichteraggregat ist durch die EP-A-0 716 232 bekannt. Bei diesem bekannten
Verdichteraggregat wird zur Verminderung des Verbrauches an Betriebsflüssigkeit eine
Nachkühlung der von dem Flüssigkeitsringverdichter ausgestoßenen Abluft vorgenommen.
Hierdurch wird der in der Abluft enthaltenen Wasserdampf zumindest teilweise kondensiert.
Das anfallende Kondensat wird in den Betriebsflüssigkeitskreislauf zurückgeführt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das beim Nachkühlen der Abluft des Flüssigkeitsringverdichters
anfallende Kondensat so in den Betriebsflüssigkeitskreislauf rückzufuhren, daß durch
die Rückführung keine Beeinträchtigung des Betriebsverhaltens des Verdichteraggregates
erfolgt.
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch folgende weitere Merkmale,
d) eine einen Auslaß aufweisende Kondensatsammelkammer,
e) ein eine Einlaß- und eine Auslaßöffnung aufweisendes Schwimmerventil, das mit seiner
Einlaßöffnung an den Auslaß der Kondensatsammelkammer und mit seiner Auslaßöffnung
an die Ansaugseite des Flüssigkeitringverdichters angeschlossen ist,
f) der Schwimmer des Schwimmerventiles dient als Verschlußelement für die Auslaßöffnung
des Schwimmerventi les.
[0002] Bei einer solchen Ausbildung des Verdichteraggregates wird sichergestellt, daß keine
das Saugvermögen des Flüssigkeitsringverdichters vermindernde Falschluft eingesaugt
wird. Solange kein Kondensat in dem Schwimmerventil vorhanden ist, wird dessen Auslaßöffnung
durch den Schwimmer verschlossen. Fällt Kondensat an, dann erfährt der Schwimmer einen
Auftrieb und wird entsprechend angehoben und gibt die Auslaßöffnung des Schwimmerventiles
zum Absaugen des Kondensates frei. Da die Kondensatmenge sehr klein ist und die Absaugung
ohne einen Zusatz von Luft erfolgt, ergibt sich keine Verminderung des Saugvermögens
des Flüssigkeitsringverdichters.
[0003] Eine zuverlässige Abdichtung der Auslaßöffnung ergibt sich gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung dadurch, daß das Schwimmerventil einen allseitig im Gehäuse des Ventiles
geführten Schwimmer aufweist, der in seiner Ruhestellung auf der Auslaßöffnung des
Schwimmerventiles aufruht.
[0004] Ein vom konstruktiven Aufbau her sehr einfaches Schwimmerventil ergibt sich dadurch,
daß dieses ein Gehäuse mit quadratischen Querschnitt aufweist und als Schwimmer eine
Hohlkugel in dem Gehäuse angeordnet ist. Eine zuverlässige Abdichtung der Austrittsöffnung
durch die Hohlkugel ist dann gewährleistet, wenn die Austrittsöffnung des Schwimmerventiles
als rundes Bohrloch ausgebildet ist. Die Hohlkugel liegt dann satt am Rande dieses
Bohrloches an und dichtet dieses damit einwandfrei ab.
[0005] Die Funktionssicherheit des Schwimmerventiles wird dadurch gewährleistet, daß die
Größe des Querschnittes des Bohrloches entsprechend dem an der Auslaßöffnung herrschenden
Ansaugdruck und der maximalen Auftriebskraft des Schwimmers bemessen ist.
[0006] Zur Funktionssicherheit des Ventiles trägt ferner bei, daß im Bereich der Einlaßöffnung
des Schwimmerventiles eine Entlüftungsbohrung vorgesehen ist. Durch eine solche Entlüftungsbohrung
wird sichergestellt, daß im Gehäuse des Schwimmerventiles Umgebungsdruck herrscht
und somit die Hohlkugel mit Sicherheit auf das Bohrloch gedrückt wird.
[0007] Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung
nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
- FIG 1
- eine schematische Darstellung eines Verdichteraggregates,
- FIG 2
- ein Schwimmerventil in seiner Sperrstellung,
- FIG 3
- ein zum Teil mit Kondensat gefülltes Schwimmerventil.
[0008] Mit 1 ist ein Flüssigkeitsringverdichter bezeichnet, der einen Ansaugstutzen 2 und
einen Auslaßstutzen 3 besitzt. An den Ansaugstutzen 2 ist eine Ansaugleitung 4 angeschlossen.
Eine einen Primär- und einen Sekundärkreis aufweisende Nachkühleinrichtung 5 ist mit
ihrem Primärkreis in die Ansaugleitung 4 geschaltet. Unter Primärkreis ist jeweils
der vom kühlenden Medium und unter Sekundärkreis jeweils der vom zu kühlenden Medium
beaufschlagte Kreis der Kühleinheit zu verstehen.
[0009] Der Auslaßstutzen 3 ist über eine entsprechende Rohrleitung 6 mit einem dem Flüssigkeitsringverdichter
1 zugeordneten Flüssigkeitsabscheidebehälter 7 verbunden. Der Flüssigkeitsabscheidebehälter
7 weist eine Abluftöffnung 8 auf, die über eine Abluftleitung 9 an den einen Anschluß
10 des Sekundärkreises der Nachkühleinrichtung 5 angeschlossen ist. Der andere Anschluß
11 des Sekundärkreises ist mit einer Auslaßleitung 12 verbunden, in deren Zug eine
Kondensatsammelkammer 13 angeordnet ist.
[0010] An den Flüssigkeitsabscheidebehälter 7 ist ferner eine Rückführleitung 14 zum Rückführen
von Betriebsflüssigkeit zu dem Flüssigkeitsringverdichter 5 angeschlossen. Die Rückführung
der Betriebsflüssigkeit erfolgt außerdem noch über einen Wasserkühler 15.
[0011] In der FIG 1 ist durch Pfeile 16 der Weg der Ansaugluft, durch Pfeile 17 der Weg
der Abluft, und durch Pfeile 18 der Rückführweg der Betriebsflüssigkeit angedeutet.
[0012] An die Kondensatsammelkammer 13 ist ein Schwimmerventil 19 mit seiner Einlaßöffnung
20 angeschlossen. Die Auslaßöffnung 21 ist über eine Verbindungsleitung 22 mit der
Ansaugleitung 4 und somit mit der Ansaugseite des Flüssigkeitsringverdichters 1 verbunden.
[0013] Wie aus den Figuren 2 und 3 ferner zu ersehen ist, besitzt das Schwimmerventil 19
eine Hohlkugel 23 als Schwimmer. Als Hohlkugel kann beispielsweise ein Tischtennisball
verwendet werden. Die Ein- und Auslaßöffnung 20 und 21 des Schwimmerventiles 19 werden
jeweils durch ein kleines Rohrstück 24 bzw. 25 gebildet. Damit ergibt sich als Auslaßöffnung
ein rundes Bohrloch 28, auf dem die Hohlkugel 23 aufliegt, wenn kein oder nur wenig
Kondensat 26 im Ventilgehäuse 27 des Schwimmerventiles 19 vorhanden ist. Infolge des
auf die Hohlkugel 23 wirkenden Druckunterschiedes liegt diese satt auf dem Bohrloch
28 auf und verschließt dieses, so daß über die Verbindungsleitung 22 keine das Ansaugvolumen
des Flüssigkeitsringverdichters 1 vermindernde Falschluft angesaugt werden kann.
[0014] Fällt in der Kondensatsammelkammer 13 Kondensat an, so fließt dieses über die Einlaßöffnung
20 in das Ventilgehäuse 27. Der Kondensatspiegel steigt im Ventilgehäuse 27 so weit
an, bis die auf die Hohlkugel 23 wirkende Auftriebskraft die von dem saugseitigen
Vakuum auf die Hohlkugel 23 ausgeübte Ansaugkraft übersteigt. Die Hohlkugel 23 hebt
daraufhin von dem runden Bohrloch 28 ab, so daß nunmehr das in dem Ventilgehäuse 27
vorhandene Kondensat 26 über die Verbindungsleitung 22 in den Flüssigkeitsringverdichter
1 eingesaugt wird. Ist das Kondensat 26 abgesaugt, verschließt die Hohlkugel 23 wieder
das Bohrloch 28 und verhindert ein Ansaugen von Falschluft.
[0015] Somit kann das Kondensat 26 ohne die Leistungsdaten des Flüssigkeitsringverdichters
1 zu beeinflussen wieder in den Betriebskreislauf des Flüssigkeitsringverdichters
1 zurückgeführt werden.
[0016] In der oberen Deckelplatte 29 des Ventilgehäuses 27 ist ferner noch eine Entlüftungsbohrung
30 vorgesehen. Durch diese Entlüftungsbohrung 30 wird sichergestellt, daß im Ventilgehäuse
27 stets Umgebungsdruck herrscht und somit die Hohlkugel 23 bei fehlendem Kondensat
26 mit Sicherheit auf das Bohrloch 28 gedrückt wird.
1. Verdichteraggregat, das folgende Merkmale aufweist,
a) einen mit seinem Ansaugstutzen (2) an eine Ansaugleitung (4) und mit seinem Auslaßstutzen
(3) an einen Flüssigkeitsabscheidebehälter (7) angeschlossenen Flüssigkeitsringverdichter
(1), dessen Auslaßstutzen (3) mit einer Abluftleitung (9) verbunden ist,
b) eine einen Primär- und einen Sekundärkreis aufweisende Nachkühleinrichtung (5),
die mit ihrem Primärkreis in die Ansaugleitung (4) geschaltet ist und mit ihrem Sekundärkreis
im Zuge der Abluftleitung (9) liegt,
c) das durch die Nachkühlung anfallende Kondensat (26) wird in den Betriebsflüssigkeitskreislauf
zurückgeführt,
gekennzeichnet durch folgende weitere Merkmale,
d) eine einen Auslaß aufweisende Kondensatsammelkammer (13),
e) ein eine Einlaß- und eine Auslaßöffnung (20) und (21) aufweisendes Schwimmerventil,
das mit seiner Einlaßöffnung (20) an den Auslaß der Kondensatsammelkammer (13) und
mit seiner Auslaßöffnung (21) an die Ansaugseite des Flüssigkeitsringverdichters (1)
angeschlossen ist,
f) der Schwimmer (23) des Schwimmerventiles (19) dient als Verschlußelement für die
Auslaßöffnung (21) des Schwimmerventiles (19).
2. Verdichteraggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwimmerventil (19) einen allseitig im Gehäuse (27) des Ventiles (19) geführten
Schwimmer (23) aufweist, der in seiner Ruhestellung auf der Auslaßöffnung (21) des
Schwimmerventiles (19) aufruht.
3. Verdichteraggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwimmerventil (19) ein Gehäuse mit quadratischem Querschnitt aufweist und
als Schwimmer eine Hohlkugel (23) in dem Gehäuse (27) angeordnet ist.
4. Verdichteraggregat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßöffnung (21) des Schwimmerventiles (19) als rundes Bohrloch (28) ausgebildet
ist.
5. Verdichteraggregat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe des Querschnittes des Bohrloches (28) entsprechend dem an der Auslaßöffnung
(21) herrschenden Ansaugdruck und der maximalen Auftriebskraft des Schwimmers (23)
bemessen ist.
6. Verdichteraggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Einlaßöffnung (20) des Schwimmerventiles (19) eine Entlüftungsbohrung
(30) vorgesehen ist.