Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem gasbeheizten Wassererhitzer nach der Gattung des
Hauptanspruchs. Bei einem bekannten Wassererhitzer dieser Gattung (EP A2 0 213 792)
ist der als Gußteil ausgebildete Wärmeübertrager auf die Brennkammer aufgesetzt, die
als eigenständige Baugruppe in Blechkonstruktion ausgeführt ist.
Vorteile der Erfindung
[0002] Die erfindungsgemäße Anordnung mit den Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil,
daß das Gußteil des Wärmeübertragers und die Brennkammer in einem Arbeitsgang in einem
Druckgußwerkzeug weitgehend automatisiert in kurzer Taktzeit gefertigt werden können.
Arbeitsgänge zum Verbinden des Wärmeübertragers mit der Brennkammer entfallen und
auch bei einer Blechkonstruktion ggf. erforderlichen Stützelemente werden nicht benötigt,
weil die Gußlösung selbsttragend ist.
[0003] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Merkmale sind vorteilhafte Ausgestaltungen
der Anordnung nach dem Hauptanspruch möglich.
[0004] Eine fertigungsgerechte Ausführung ergibt sich, wenn das Gußteil des Wärmeübertragers
an den Ein- und Ausgängen der Wasserrohre je eine die Wasserrohre verbindende Wandplatte
hat, die zur Bildung von Wasserkammern mit Wandstegen und mit Mitteln zum Befestigen
eines die Wasserkammern dicht abschließenden Deckels versehen sind.
[0005] Ein die Brennkammer kühlender Effekt wird erreicht, wenn jede Seitenwand der Brennkammer
mit Wandstegen zur Bildung eines Kanals versehen ist welcher eine der Kammern mit
einem Anschluß für eine externe Zu- bzw. Ableitung verbindet.
[0006] Die Rohrdurchgänge und die die Wasserkammern bildenden Ausnehmungen zwischen den
Wandstegen der Wandplatten werden durch rückziehbare, seitliche Schieber des Druckgußwerkzeugs
realisiert. Die die Wasserkammern abschließenden Deckel können als einfache Abdeckbleche
ausgebildet und unter Zwischenlage von Dichtungen an die Wandplatten bzw. die Wandstege
anschraubbar sein.
[0007] Durch eine entsprechende Kanalstruktur an bzw. in der vorderen und hinteren Brennkammerwand
kann auch eine gekühlte Ausführung der Brennkammer hergestellt bzw. der an den Seitenwänden
der Brennkammer bewirkte Kühleffekt noch unterstützt werden.
Zeichnung
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 einen Längsschnitt durch
ein den Lamellenblock eines Wärmeübertragers und eine Brennkammer bildendes Gußteil,
Figur 2 einen Schnitt durch das Gußteil entlang der Linie II-II Figur 1, Figur 3 eine
Seitenansicht des Gußteils in Richtung des Pfeiles A in Figur 1 gesehen und Figur
4 die andere Seitenansicht des Gußteils nach Figur 1.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0009] Ein Gußteil 10 hat in einem Wärmeübertragungsbereich 12 drei parallel nebeneinander
angeordnete Wasserrohre 14, 16, 18, die mit einstückig angeformten Rippen 20 versehen
sind. Die Wasserrohre 14, 16, 18 sind an ihren Ein- bzw. Ausgängen durch Wandplatten
22, 24 miteinander einstückig verbunden, an denen nachstehend noch naher beschriebene,
zur Wasserführung dienende Wandstege vorgesehen sind. Die Wandplatten 22, 24 sind
über den Wärmeübertragungsbereich 12 hinaus nach unten verlängert, wo sie Seitenwände
26, 28 einer Brennkammer 30 bilden. Die Seitenwände 26, 28 sind mit einer Rückwand
32 und einer Vorderwand 34 der Brennkammer 30 verbunden, die ihrerseits bis in den
Wärmeübertragungsbereich 12 hochgezogen und dort an die Rippen 20 angeformt sind.
[0010] An die Wandplatte 22 sind zwei Wandstege 36, 38 angeformt, die zusammen mit einer
nicht dargestellten Deckelplatte eine die beiden Wasserrohre 14, 16 verbindende Kammer
40, sowie eine weitere Kammer 42 begrenzen, in die das Wasserrohr 18 mündet. An die
Seitenwand 26 der Brennkammer 30 sind zwei Wandstege 44, 46 angeformt, die im Abstand
parallel zueinander angeordnet sind und einen Kanal 48 begrenzen. Dieser verbindet
die Kammer 42 bzw. das Wasserrohr 18 mit einem Anschluß 50 für eine Zu- oder Ableitung
des die Wasserrohre durchströhmenden Heizungswassers.
[0011] An verschiedenen Stellen der Wandplatte 22 sind Gewindelöcher 52 für Schrauben zum
Befestigen der Deckelplatte vorgesehen.
[0012] An die Wandplatte 24 sind zwei Wandstege 54, 56 angeformt, die zusammen mit einer
nicht dargestellten Deckelplatte eine die beiden Wasserrohr 16, 18 verbindende Kammer
58, sowie eine weitere Kammer 60 begrenzen, in die das Wasserrohr 14 mündet. An die
Seitenwand 28 der Brennkammer 30 sind zwei Wandstege 62, 64 im Abstand parallel zueinander
angeformt, die einen Kanal 66 begrenzen, der die Kammer 60 mit einem Anschluß 68 für
eine Zu- oder Ableitung verbindet. Die Wandplatte 24 ist ebenfalls mit Gewindelöchern
70 für Schrauben zum Befestigen der zugehörigen Deckelplatte versehen.
[0013] Die Rohrdurchgänge und die zwischen den Wandstegen an den Wandplatten 22, 24 und
den Seitenwänden 26, 28 der Brennkammer 30 sich befindenden Ausnehmungen entstehen
durch rückziehbare Schieber, die von den Seiten her in den Arbeitsraum des Druckgußwerkzeugs
ragen. Die Schieber sind entsprechend den fertigungstechnischen Anforderungen leicht
konisch ausgeführt, so daß die Wasserrohre 14, 16, 18 von den Stirnseiten zur Mitte
hin eine sich geringfügig vergrößernde Wandstärke haben. Die Rippen 20 der Wasserrohre
werden durch eine entsprechende Struktur eines oberen und eines unteren Druckgußwerkzeugteils
realisiert. Die Rückwand 32 der Brennkammer 30 und deren Vorderwand 34 ragen oben
über die Rippen 20 etwas hinaus, wo sie eine Aufnahme für eine Strömungssicherung
bilden.
1. Gasbeheizter Wassererhitzer, mit einer Brennkammer und einem Wärmeübertrager, der
nebeneinander angeordnete Wasserrohre mit am Außenumfang angeformten Rippen, die miteinander
und mit zur Wasserführung an den Ein- und Ausgängen vorgesehenen Wandelementen als
ein einstückiges Gußteil ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß an das die
Wasserrohre (14, 16, 18) bildende Gußteil (10) des Wärmeübertragers (12) auch mindestens
die Rückwand (32) und die Seitenwände (26, 28) der Brennkammer (30) einstückig angeformt
sind.
2. Wassererhitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gußteil (10) des Wärmeübertragers
(12) an den Ein- und Ausgängen der Wasserrohre (14, 16, 18) je eine die Wasserrohre
verbindende Wandplatte (22, 24) hat, die zur Bildung von Wasserkammern (40, 42 bzw.
58, 60) mit Wandstegen (36, 38 bzw. 54, 56) und mit Mitteln (52 bzw. 70) zum Befestigen
eines die Wasserkammer dicht abschließenden Deckels versehen sind.
3. Wassererhitzer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Seitenwand (26, 28)
der Brennkammer (30) mit Wandstegen (44, 46 bzw. 62, 64) zur Bildung eines Kanals
(48 bzw. 66) versehen ist, welcher eine der Kammern (42 bzw. 60) mit einem Anschluß
(50 bzw. 68) für eine externe Zu- bzw. Ableitung verbindet.