| (19) |
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(11) |
EP 0 823 754 A1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
| (88) |
Veröffentlichungstag A3: |
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11.02.1998 Patentblatt 1998/07 |
| (43) |
Veröffentlichungstag: |
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11.02.1998 Patentblatt 1998/07 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.07.1997 |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV RO SI |
| (30) |
Priorität: |
08.08.1996 DE 29613738 U
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| (71) |
Anmelder: Weidmüller Interface GmbH & Co. |
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D-32760 Detmold (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Wilmes, Manfred
32760 Detmold (DE)
- Murray, Peter
32760 Detmold (DE)
- Huiskamp, Gerhard
32791 Lage (DE)
- Schulze, Rainer
32760 Detmold (DE)
- Schröder, Volker
32756 Lemgo (DE)
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| (74) |
Vertreter: Stracke, Alexander, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Dipl.-Ing. Loesenbeck
Dipl.-Ing. Stracke
Jöllenbecker Strasse 164
Postfach 10 18 82 33518 Bielefeld 33518 Bielefeld (DE) |
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| (54) |
Stromschiene für Reihenklemmen, Klemmverbinder und dergleichen |
(57) Bei dieser Stromschiene für Reihenklemmen, Klemmverbinder und dergleichen, die mindestens
einen Leiteranschluß (2, 3) und einen Stiftkontakt (4) aufweist, ist der Stiftkontakt
(4) einstückig mit der Stromschiene ausgebildet und er ist beidseitig eines Materialeinschnittes
mit gegensinnigen Ausprägungen (7) versehen, die eine gegenüber der Stromschienendicke
im übrigen verbreiterte Kontaktzone (5) bilden. Die Stromschiene kann somit denkbar
einfach zusammen mit dem Stiftkontakt hergestellt werden. Letzterer ist trotz der
relativ geringen Dicke des üblichen Stromschienenmateriales aufgrund der Kontaktzonenverbreiterung
zum zuverlässigen Zusammenwirken mit den üblichen Buchsenkontakten geeignet.
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Stromschiene für Reihenklemmen, Klemmverbinder
und dergleichen mit mindestens einem Leiteranschluß und einem Stiftkontakt. In der
modernen Verbindungstechnik werden zunehmend Reihenklemmen und Klemmverbinder eingesetzt,
bei denen die Stromschienen zwischen einem Anschluß für einen ankommenden Leiter und
einem Anschluß für einen abgehenden Leiter zwecks weiterer Potentialverteilung eines
ankommenden oder abgehenden Potentials noch einen Stiftkontakt aufweisen. Bei Klemmverbindern
gibt es Stromschienenstücke, die neben einem Anschluß für einen ankommenden Leiter
oder einen abgehenden Leiter zwecks Potentialverteilung ebenfalls einen Stiftkontakt
aufweisen. Da aus zwingenden elektrotechnischen Gründen die Dicke der Stromschiene
nicht zu groß werden darf und beispielsweise in zahlreichen Anwendungsfällen 0,6 mm
beträgt, andererseits aber die mit tulpenförmigen Buchsenkontakten zusammenwirkenden
Stiftkontakte aus ebenfalls zwingenden elektrotechnischen Gründen etwa 1 mm breit
sein müssen, hat man bislang in passender Breite gefertigte Stiftkontakte an die Stromschienen
angeschweißt. Eine solche Herstellungsweise ist teuer und darüber hinaus bezüglich
der galvanischen Oberflächenbehandlung derartiger Bauteile problematisch.
[0002] Der vorliegenden Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, eine Stromschiene
der gattungsgemäßen Art mit Stiftkontakt zu schaffen, die besonders einfach und preisgünstig
herzustellen ist.
[0003] Die erfindungsgemäße Lösung besteht im wesentlichen darin, daß der Stiftkontakt einstückig
mit der Stromschiene ausgebildet ist und er beidseitig eines Materialschnittes gegensinnige
Ausprägungen aufweist, die eine gegenüber der Stromschienendicke verbreiterte Kontaktzone
bilden.
[0004] Die einstückige Ausbildung des Stiftkontaktes mit der Stromschiene im übrigen aus
einem Blechzuschnitt ist fertigungstechnisch sehr problemlos durchzuführen. Auch die
Einbringung eines Materialschnittes in die spätere Kontaktzone des Stiftkontaktes
und das gegensinnige Ausprägen des Materiales zu beiden Seiten dieses Schnittes sind
fertigungstechnisch problemlos, wobei die gegensinnigen Ausprägungen ohne weiteres
so zu bemessen sind, daß der Stiftkontakt in seiner Kontaktzone, also derjenigen Zone,
die mit dem tulpenförmigen Buchsenkontakt zusammenwirkt, gegenüber der Stromschienendicke
im übrigen auf 1 mm verbreitert ist.
[0005] Das Einschneiden des Materiales und die Bildung der Ausprägungen beeinflussen eine
etwaige galvanische Behandlung des Blechzuschnittes nicht, so daß auch jedwede galvanische
Nachbehandlung der fertiggestellten Stromschiene mit dem angeformten Stiftkontakt
entfällt.
[0006] Weitere Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0007] Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Stromschienen werden nachstehend unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher beschrieben.
[0008] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Stromschiene mit zwei Leiteranschlüssen und einem Stiftkontakt für eine Reihenklemme
in Seitenansicht,
- Figur 2
- die Stromschiene nach Figur 1 in Draufsicht,
- Figur 3
- eine weitere Stromschiene für einen Klemmverbinder in Seitenansicht,
- Figur 4
- den Stiftkontakt der Stromschiene nach Figur 3 in Einzelansicht.
[0009] Die in Figur 1 dargestellte Stromschiene für eine Reihenklemme weist an einem Blechzuschnitt
1 zwei davon abgewinkelte Leiteranschlußstege 2 auf, auf die beispielsweise zur Bildung
von Leiteranschlüssen Käfigzugfedern 3 aufgesetzt werden können. Ferner ist von dem
Blechzuschnitt 1 ein Stiftkontakt 4 abgewinkelt. Dieser Stiftkontakt 4 hat im Bereich
seiner Kontaktzone 5, also in derjenigen Zone, in der er mit einem tulpenförmigen
Buchsenkontakt zusammenwirkt, einen Materialschnitt 6, der von einer Seitenfläche
des Stiftkontaktmateriales zur anderen durchgeht. Die Materialbereiche zu beiden Seiten
des Materialschnittes 6 sind gegensinnig ausgeprägt, so daß die so gebildeten gegensinnigen
Ausprägungen 7 in der Kontaktzone 5 zusammen gegenüber der Stiftkontaktdicke im übrigen
eine Verbreiterung bilden. Hat beispielsweise das Blechzuschnittmaterial, aus dem
die Stromschiene und der Stiftkontakt 4 gebildet sind, eine Materialdicke von a =
0,6 mm, bewirken die beiden gegensinnigen Ausprägungen 7 zusammen eine Kontaktzonenbreite
b von 1 mm.
[0010] Da die Kontaktflächen der Kontaktzone 5 von den Seitenflächen der Ausprägungen 7
gebildet werden, nicht aber von den Schnittflächen, kann ein galvanisch fertig behandelter
Blechzuschnitt zur Bildung der Stromschiene genommen werden, ohne daß es einer galvanischen
Nachbehandlung etwa der Kontaktzone bedarf.
[0011] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind von dem Blechzuschnitt 1 der Stromschiene
noch Haltestege 8 abgewinkelt, die zwecks Festsetzung der Stromschiene in einem Reihenklemmengehäuse
in entsprechende Gehäuseausnehmungen eingesetzt werden können.
[0012] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine Stromschiene für einen Klemmverbinder mit einem Blechzuschnitt
1', von dem an seinem einen Ende ein Leiteranschlußsteg 2' hochgewinkelt ist, auf
den wieder eine der in Figur 1 dargestellten Käfigzugfedern aufgesetzt werden kann,
um den Leiteranschluß zu bilden. Am anderen Ende ist von dem Zuschnitt 1' ein Stiftkontakt
4' hochgewinkelt. Die Einzelansicht des Stiftkontaktes 4', gesehen auf seine eine
Seitenfläche, zeigt insbesondere den Materialschnitt 6 im Bereich der Kontaktzone
5 des Stiftkontaktes 4' deutlich. Zu beiden Seiten des Materialschnittes 6 befinden
sich die gegensinnigen Ausprägungen 7.
1. Stromschiene für Reihenklemmen, Klemmverbinder und dergleichen, mit mindestens einem
Leiteranschluß (2, 2', 3) und einem Stiftkontakt (4, 4'), dadurch gekennzeichnet, daß der Stiftkontakt (4, 4') einstückig mit der Stromschiene ausgebildet ist und er beidseitig
eines Materialschnittes (6) gegensinnige Ausprägungen (7) aufweist, die eine gegenüber
der Stromschienendicke verbreiterte Kontaktzone (5) bilden.
2. Stromschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktflächen in der Kontaktzone (5) des Stiftkontaktes (4, 4') von den aus
der ursprünglichen Materialebene herausgeprägten Seitenflächen der Ausprägungen (7)
gebildet sind.
3. Stromschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von ihrem Blechzuschnitt (1) zwei Leiteranschlußstege (2) sowie der Stiftkontakt
(4) abgewinkelt sind.
4. Stromschiene nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Zuschnitt (1) Haltestege (8) abgewinkelt sind.
5. Stromschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von ihrem Zuschnitt (1') ein Leiteranschlußsteg (2') sowie der Stiftkontakt (4')
abgewinkelt sind.

