[0001] Die Erfindung betrifft einen Spanntisch mit zwei von einem Tragrahmen getragenen
Spannbacken, von denen mindestens eine an zwei vom Tragrahmen ausgebildeten, seitlichen
Holmen verschieblich ist, mit zwei Paaren spitzwinklig zueinander stehenden Standbeinen,
deren Füße eine rechtwinklige Standfläche aufspannen, mit je einem etwa in Holmmitte
mit dem Holm fest verbundenen Tragkopf, an welchem die Beine mittels Klemmverbindung
zusammenklappbar angelenkt sind, wobei der Tragrahmen in seiner Horizontallage klemmfixiert
ist und um einen, beabstandet zum Klemmpunkt liegenden Gelenkpunkt aus der Horizontallage
verschwenkbar ist.
[0002] Derartige Spanntische sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt und sind vornehmlich
für den Heimwerker bestimmt. So ist bspw. in der US 4,909,491 ein Spanntisch beschrieben,
welcher einen Tragrahmen aus zwei parallel zueinander ausgerichteten Holmen besitzt.
Auf diesen sind zwei Spannbacken gelagert, wobei eine Spannbacke auf den Holmen vermittels
eines Kurbelantriebes verschiebbar ist. An jedem Holm ist etwa mittig zu seiner Lägserstreckung
ein Tragkopf befestigt, welcher sich von dem Holm ausgehend nach unten erstreckt und
zur Aulenkung eines Paares spitzwinklig zueinander stehender Standbeine zwei parallel
zueinander ausgerichtete Vertikalschlitze zum Durchtritt von Gelenkbolzen aufweist.
Diese Gelenkbolzen durchsetzen den Tragkopf und die oberen Endbereiche der Standbeine,
wobei eine Fixierung der Standbeine in der Arbeitsstellung durch Klemmung beider Glenkbolzen
erfolgt. Weiter weist jeder Tragkopf einen Bogenschlitz auf zur Zusammenwirkung mit
einem der Gelenkbolzen. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, durch Lösen jeweils
beider Klemverbindungen den Tragrahmen entsprechend der Läge des Bogenschlitzes zu
verschwenken. Hierbei dient der in die Bogenschlitzführung eingreifende, klemmbare
Gelenkbolzen zur Fixierung der gewünschten Verschwenkstellung. Der auf derselben horizontalen
Ebene zu diesen Gelenkbolzen liegende Bolzen des anderen Standbeines bildet hierbei
den Gelenkpunkt des Tragrahmens. Der Verschwenkbereich des Tragrahmens ist durch Auschlagen
desselben an die Standbeine begrenzt. Der Verschwenkwinkel beträgt hierbei ca. 75°.
Zum Verschwenken des Tragrahmens müssen alle die Arretierung der Standbeine bewirkenden
Klemmverbindungen gelöst werden. Der gesamte Spanntisch ist somit während des Verschwenkens
des Tragrahmens instabil.
[0003] Im Hinblick auf den vorbeschriebenen Stand der Technik wird eine technische Problematik
der Erfindung darin gesehen, einen Spanntisch der in Rede stehenden Art anzugeben,
bei welchem die Verwendbarkeit unter gleichzeitiger Erhöhung der Standfestigkeit verbessert
ist.
[0004] Diese Problematik ist zunächst und im wesentlichen beim Gegenstand des Anspruches
1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, daß jeder Tragkopf als Gelenk ausgebildet ist,
mit zwei um den Gelenkpunkt schwenkbaren Gelenkteilen, wobei ein erstes Gelenkteil
fest mit dem Holm und ein zweites Gelenkteil mittels der lösbaren Klemmverbindung
an den Beinen befestigt ist derart, daß bei gelöster Klemmfixierung des Tragrahmens
die Winkelstellung der Beine arretiert bleibt, und wobei der Gelenkpunkt mit einem
Abstand unterhalb des Holmes liegt derart, daß der Tragrahmen in eine Vertikallage
bringbar ist, in welcher die Spannbacken oberhalb der Vertikalprojektion der Standfläche
liegen. Die Ausbildung des Tragkopfes als ein, aus um den Gelenkpunkt schwenkbaren
Teilen gebildetes Gelenk bietet die vorteilhafte Möglichkeit, die Klemmfixierung des
Tragrahmens zum Verschwenken desselben zu lösen, ohne hierbei die Arretierung der
Standbeine in der aufgestellten Winkelstellung aufzuheben. Bezüglich der Arretierung
der Standbeine wird bevorzugt eine Ausbildung gewählt, wie sie aus der DE-PS 44 18
687 bekannt ist. Der Inhalt dieser Patentschrift wird hiermit vollinhaltlich in die
Offenbarung vorliegender Erfindung miteinbezogen, auch zu dem Zwecke, Merkmale dieses
Patentes in Ausprüche vorliegender Erfindung mit einzubeziehen. So ist vorgesehen,
daß am oberen Endbereich jeweils eines Standbeines eines Paar Standbeinen eine mit
einer Einrastschwelle versehene Rastmulde ausgebildet ist, in die ein in dem Tragkopf
bzw. in dem zweiten Gelenkteil fest angeordneter Arretierungsbolzen bei aufgeklapptem
Spanntisch einrastet, wozu ein solches Bein an seiner Anlenkstelle um eine Strecke,
die mindestens gleich der Höhe der Rastschwelle ist, längsverschieblich gelagert ist.
Dieses Bein ist mittels einer lösbaren, tragkopf- bzw. gelenkteilseitigen Klemmeinrichtung,
z. B. mittels eines Klemmhebels, arretierbar, so daß bei gelöster Klemmeinrichtung
erst durch gezieltes Anheben des Tragrahmens die Verrastung lösbar ist. Die beiden
Standbeine eines Paares sind durch eine Koppelstange miteinander verbunden. Demnach
erfolgt die Klemmung zur Sicherung der aufgeklappten Stellung lediglich, bezogen auf
einen Tragkopf, im Bereich eines Standbeines, wobei ein diesbezüglicher Klemmbolzen
zugleich die Schwenkachse des diesem zugeordneten Standbeines bildet. Das diesem Standbein
gegenüberliegende, an demselben Tragkopf bzw. Gelenkteil angeordnete Standbein ist
lediglich über einen Zapfen an dem Tragkopf bzw. zweiten Gelenkteil gelenkig angebunden.
Dieser Gelenkzapfen bildet zugleich den Gelenkpunkt des Tragrahmens. Dies hat den
vorteilhaften Effekt einer Bauteileminimierung, da in einer derart bevorzugten Ausbildung
des zweite, nicht über eine Klemmeinrichtung arretierbare Standbein und das erste,
fest mit dem Holm bzw. mit dem Tragrahmen verbundene Gelenkteil des Tragkopfes um
denselben Gelenkbolzen verschwenkbar sind. Die Klemmfixierung des Tragrahmens kann
hierbei im Bereich des mit diesem fest verbundenen ersten Gelenkteiles vermittels
der selben Klemmeinrichtung wie zur Festlegung des ersten Standbeines erfolgen. Bei
dieser Lösung bleibt bei gelöster Klemmfixierung des Tragrahmens die Winkelstellung
der Beine arretiert, dies bedingt dadurch, daß unabhängig von einer Aufhebung der
Klemmfixierung weiterhin die Verrastung zwischen tragkopfseitigem Arretierungsbolzen
und standbeinseitiger Einraststelle gegeben ist. Die Standfestigkeit bei einem Verschwenken
des Tragrahmens ist hierdurch erhöht. Die Verwendbarkeit des Spanntisches ist dahingehend
verbessert, daß bedingt durch den mit Abstand unterhalb des Holmes liegenden Gelenkpunkt
ein größerer Verschwenkweg des Tragrahmens gegeben ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
daß der Tragrahmen in eine Vertikallage bringbar ist, wobei der Abstand zwischen Gelenkpunkt
und Holm so gewählt ist, daß in der Vertikallage die Spannbacken oberhalb, in einer
Vertikalprojektion innerhalb der Standfläche liegen. Hieraus ergibt sich der wesentliche
Vorteil, daß bei einem Einspannen von kleineren Werkstücken zwischen den von dem Tragrahmen
getragenen Spannbacken kein Kippmoment erzeugt wird. Weiter wird eine Ausbildung des
Tragrahmens bevorzugt, bei welcher die Projektionsfläche des in der Horizontallage
arretierten Tragrahmens gleichfalls innerhalb der zwischen den Füßen rechtwinklig
aufgespannten Standfläche liegt. Es ist somit ein Spanntisch angegeben, welcher in
jeder Stellung des Tragrahmens auch bei Lösung der Klemmfixierung zum Verschwenken
des Tragrahmens eine hohe Standfestigkeit aufweist. In einer vorteilhaften Weiterbildung
des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, daß zur Klemmfixierung oberhalb des Anlenkpunktes
ein Klemmglied in eine Bogenschlitzführung eingreift. Durch die Anordnung der Klemmfixierung
oberhalb des Anlenkpunktes, d. h. zwischen Anlenkpunkt und Tragrahmen ist ein kompakter
Aufbau gegeben. Die Klemmfixierung erfolgt hierbei in einem Überlappungsbereich der
beiden Gelenkteile. Wie bereits erwähnt, greift ein Klemmglied zur Fixierung des Tragrahmens
in der Horizontallage bzw. in der Verschwenktlage, bevorzugt in der Vertikallage,
in eine Bogenschlitzführung ein, welche entsprechend dem Verschwenkweg des Tragrahmens
ausgebildet ist. Entsprechend der Anordnung der Klemmfixierung ist auch der Bogenschlitz
im wesentlichen, insbesondere in der Horizontallage, oberhalb des Anlenkpunktes des
als Gelenk ausgebildeten Tragkopfes ausgebildet. Es wird weiterhin vorgeschlagen,
daß das Klemmglied beabstandet und getrennt zur Klemmverbindung angeordnet ist. Im
Gegensatz zum erwähnten Stand der Technik werden bevorzugt zur Arretierung der Standbeine
in der aufgeklappten Stellung und zur Arretierung des Tragrahmens in der gewünschten
Lage zwei getrennte Klemmverbindungen vorgesehen. Dies hat den vorteilhaften Effekt,
daß bei einer Aufhebung der Klemmfixierung des Tragrahmens die Standbeine nicht nur
in der aufgeklappten Winkelstellung durch den tragkopf- bzw. gelenkteilseitigen Arretierungsbolzen
gesichert sind, sondern weiterhin in dieser Lage auch klemmfixiert bleiben. Dies führt
zu einer weiteren Erhöhung der Stabilität des Spanntisches bei Verschwenken des Tragrahmens.
Die Klemmfixierung des Tragrahmens kann bspw. mittels eines üblichen Klemmhebels erfolgen,
wobei bei der Klemmfixierung die beiden Gelenkteile wie ein einteiliger, starrer Tragkopf
wirken. Es ist hierbei auch von Vorteil, daß bei einem Lösen der Klemmverbindung der
Standbeine zum Zusammenklappen des Spanntisches die Klemmfixierung des Tragrahmens
weiterhin bestehenbleibt, so daß letzterer in der zusammengeklappten Stellung in einer
vordefinierten Lage, bevorzugt in einer parallel zu den Standbeinen ausgerichteten
Lage, verbleibt. Die Standsicherheit des Spanntisches ist weiterhin dadurch erhöht,
daß bei gelöster Klemmverbindung die Beine erst durch ihre Längsverlagerung aus der
Arretierstellung bringbar sind. Im Zuge dieser Längsverlagerung zumindest eines Beines
verläßt die in diesem Bein endseitig ausgebildete Einrastschwelle den tragkopf- bzw.
gelenkteilseitigen Arretierungsbolzen, wonach eine Verschwenkung der Standbeine in
die zusammengeklappte Stellung des Spanntisches erfolgen kann. Hierzu weist das die
Einrastschwelle aufweisende Bein ein von dem als weiteres Klemmglied ausgebildeten
Gelenkbolzen durchsetztes Langloch auf, welches eine Längsverschiebung des Beines
um eine Strecke, die mindestens gleich der Rasthöhe der Einrastschwelle ist, ermöglicht.
In einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, daß
sich der Bogenschlitz über eine Länge von 135° erstreckt. Hierzu wird weiter vorgeschlagen,
daß der Bogenschlitz dem zweiten Gelenkteil zugeordnet ist. Dies bedeutet konkret,
daß der Bogenschlitz in aufgeklappter und klemmgesicherter Stellung des Spanntisches
in dem an den Beinen befestigten und somit feststehenden Gelenkteil ausgebildet ist.
Das erste, mit dem Tragrahmen fest verbundene Gelenkteil schwenkt um den in dem ersten
Gelenkteil ausgebildeten Gelenkpunkt, wobei stets das in dem ersten Gelenkteil gehalterte
Klemmglied in den Bogenschlitz eingreift, womit der Tragrahmen im Zuge der Verschwenkung
sicher geführt ist. Hierzu ist der Bogenschlitz kreisabschnittförmig, koaxial zum
Gelenkpunkt ausgebildet. Der Bogenschlitz ist bevorzugt in den beiden Endbereichen
geschlossen. Mittels des in dem ersten Gelenkteil angeordneten Klemmgliedes kann eine
Klemmfixierung des Tragrahmens in jeder gewünschten Stellung innerhalb des durch den
Bogenschlitz vorgegebenen maximalen Verschwenkbereiches fixiert werden, wozu bspw.
in dem zweiten, relativ zu dem ersten Gelenkteil feststehenden Gelenkteil eine grafische
Winkelgradeinteilung vorgesehen sein kann. Hierzu wird weiter vorgeschlagen, daß der
Tragrahmen in beide Richtungen aus der Horizontallage verschwenkbar ist. So wird bevorzugt
eine Ausbildung gewählt, bei welcher der Tragrammen, ausgehend von der Horizontallage,
in die eine Richtung um 90° in die Vertikallage und in die andere Richtung um 45°
verschwenkt werden kann. Um die Horizontallage des Tragrahmens sicher aufzufinden,
ist eine im Bogenschlitz vorgesehene Rastausnehmung zum Eintritt des Klemmgliedes
in der Horizontallage ausgebildet. Der Tragrahmen wird somit in der Horizontallage
nicht nur vermittels des Klemmgliedes klemmfixiert, sondern auch durch Eingriff des
Klemmgliedes in die Rastausnehmung des Bogenschlitzes verrastet, womit eine Verschwenkung
des Tragrahmens aus der Horizontallage heraus nur willensbetont unter Aufhebung der
Verrastung möglich ist. So wird auch nicht bei einer starken Beanspruchung des Tragrahmens,
bspw. bei einer Bearbeitung von großen/schweren, zwischen den Spannbacken eingespannten
Werkstücken, die Horizontallage verlassen, da der durch den Eingriff des Klemmgliedes
in die Rastausnehmung des Bogenschlitzes gebildete Formschluß eine solche Verlagerung
nicht zuläßt. Die Rastausnehmung weist bevorzugt in Richtung auf den Anlenkpunkt,
d. h. bevorzugt in Vertikalrichtung. Das Klemmglied liegt in der Horizontallage des
Tragrahmens in dieser Rastausnehmung ein, welche Rastausnehmung bevorzugt eine Öffnungsbreite
aufweist, welche etwa dem Durchmesser des Klemmbolzens entspricht. Um aus der Horizontallage
in eine Verschwenktlage zu gelangen, muß zunächst der Tragrahmen nach Aufhebung der
Klemmfixierung vertikal nach oben in den Bereich des Bogenschlitzes gehoben werden,
wonach die Verschwenkung in die gewünschte Stellung erfolgen kann. Es ist weiterhin
vorgesehen, daß der Tragrahmen in einer Schwenkendstellung durch Anschlag eines Klemmbolzens
an das Schlitzende fixiert ist. Es ist hierzu auch denkbar, beide Schwenkendstellungen
durch Anschlag des Klemmgliedes an das Bogenschlitzende zu definieren. Somit sind
bei einer bevorzugten Ausführungsform bei einer Erstreckung des Bogenschlitzes über
135° alle drei zumindest im Heimwerkerbereich bevorzugten Stellungen (Vertikal-, Horizontal-
und 45°-Stellung) anschlagbegrenzt fixierbar. Es besteht zudem in einfachster Weise
die Möglichkeit, den Tragrahmen aus der Vertikallage direkt unter Überlaufen der Horizontallage
in die entgegengerichtete 45°-Lage zu verschwenken. Es ist zur Erzielung dieser bevorzugten
Tragrahmenstellungen kein umständliches Ablesen von einer grafischen Winkelgradeinteilung
nötig. In einer bevorzugten Ausbildung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen,
daß die Beine in der Vertikallage des Tragrahmens von Endabschnitten der Holme beaufschlagt
werden. Diese Abstützung der Holme auf den Beinen kann zusätzlich zur Schwenkendstellungs-Fixierung
im Bereich des Bogenschlitzendes erfolgen. Bevorzugt wird jedoch eine Ausgestaltung,
bei welcher die Vertikallage lediglich durch die Abstützung der Holme auf den Beinen
anschlagbegrenzt ist. Hierdurch ergibt sich der weitere Vorteil, daß die in Vertikalrichtung
wirkenden Kräfte aus dem Tragrahmen direkt in die Standbeine eingeleitet werden, was
zu einer weiteren Erhöhung der Standfestigkeit in der Vertikallage des Tragrahmens
führt. In einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist ein Freischnitt
in dem ersten Gelenkteil vorgesehen zum Eintritt des Befestigungskopfes eines Arretierungsbolzens
in einer Verschwenkstellung. Dieser Arretierungsbolzen dient, wie bereits erwähnt,
der Arretierung jeweils eines Beines der beiden Beinpaare, indem der Arretierungsbolzen
in eine Einrastschwelle dieses Beines eingreift. Da das an dem Tragrahmen befestigte
erste Gelenkteil im Zuge einer Verschwenkung des Tragrahmens in den Bereich dieses
Arretierungsbolzens bzw. seines Befestigungskopfes eintaucht, ist das erste Gelenkteil
mit einem entsprechend ausgeformten Freischnitt versehen. Es ist weiterhin vorgesehen,
daß das zweite Gelenkteil eine U-förmige Aufnahmetasche für die Endabschnitte der
Beine ausbildet. Das zweite Gelenkteil bildet somit zwei parallel zueinander angeordnete,
gleich ausgebildete Montageplatten aus, in welchen jeweils ein, wie beschrieben, ausgebildeter
Bogenschlitz ausgebildet ist. Zwischen den Montageplatten sind die Endabschnitte der
Standbeine aufgenommen, wobei der Gelenkbolzen des einen Beines, der eine Schwenkachse
bildende Klemmbolzen des arretierbaren anderen Beines und der die Arretierung bewirkende
Arretierungsbolzen in den beiden Montageplatten gehaltert sind unter Durchsetzung
der Aufnahmetasche und der darin aufgenommenen Endabschnitte der Beine. Weiterhin
ist vorgesehen, daß das erste Gelenkteil U-förmig ausgebildet ist und das zweite Gelenkteil
mit den U-Schenkeln überfängt. Der Klemmbolzen zur Fixierung des Tragrahmens ist hierbei
in den beiden U-Schenkeln des ersten Gelenkteiles gehaltert und durchsetzt das zweite
Gelenkteil im Bereich seiner Bogenschlitze. Durch diese Ausgestaltung ist eine kompakte,
stabile Bauform des erfindungsgemäß zweigeteilten Tragkopfes gegeben. In einer vorteilhaften
Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes wird vorgeschlagen, daß der Gelenkbolzen
der Gelenkverbindung den Endabschnitt eines Beines durchsetzt, um welchen Gelenkbolzen
das zweite Gelenkteil beim Zusammenklappen schwenkt. Schließlich ist vorgesehen, daß
der Gelenkbolzen ein Langloch des ersten Gelenkteiles durchsetzt. Dieses bevorzugt
in der aufgeklappten Stellung des Spanntisches vertikal ausgerichtete Langloch gibt
die Möglichkeit zur Vertikalverlagerung des Tragrahmens nach Lösung der Klemmfixierung
um das Klemmglied aus der Rastausnehmung zur Fixierung der Horizontallage in den Bereich
des Bogenschlitzes zu bewegen. Hiernach kann eine Verschwenkung des Tragrahmens durchgeführt
werden.
[0005] Die Erfindung ist desweiteren anhand der beigefügten Zeichnung, die jedoch lediglich
ein Ausführungsbeispiel darstellt, erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Spanntisch in einer Seitenansicht mit einem Tragrahmen in
einer Horizontallage;
- Fig. 2
- den Spanntisch in einer Vorderansicht gemäß Pfeil II in Fig. 1;
- Fig. 3
- in einem Teillängsschnitt den Bereich eines als Gelenk ausgebildeten Tragkopfes zur
Anlenkung eines Beinpaares und zur Anlenkung des Tragrahmens, in einer aufgeklappten
und klemmgesicherten Stellung des Spanntisches, bei klemmfixierter Lagerung des Tragrahmens
in der Horizontallage;
- Fig. 4
- eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung, jedoch nach einem Lösen der Klemmfixierung
des Tragrahmens und einer nachfolgenden Vertikalverlagerung desselben in eine, eine
Verschwenkung zulassende Stellung;
- Fig. 5
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, jedoch nach Verschwenkung des Tragrahmens
in eine Vertikallage;
- Fig. 6
- eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung, jedoch die Stellung gemäß Fig. 5 betreffend,
wobei weiter ein Bereich eines Standbeines in einer Schnittdarstellung gezeigt ist,
welcher in der Vertikalstellung des Tragrahmens von diesem beaufschlagt ist;
- Fig. 7
- eine weitere der Fig. 1 entsprechende Darstellung, jedoch eine 45°-Lage des Tragrahmens
darstellend;
- Fig. 8
- eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung, jedoch die Lage des Tragrahmens gemäß Fig.
7 betreffend;
- Fig. 9
- eine teilweise geschnittene Darstellung des Gelenkbereiches in einer fixierten Horizontallage
des Tragrahmens, zur Verdeutlichung der Anlenkung der Standbeine an einem zweiten
Gelenkteil;
- Fig. 10
- eine der Fig. 9 entsprechende Darstellung, jedoch nach Aufhebung der Arretierstellung
eines Standbeines;
- Fig. 11
- den Spanntisch in einer zusammengeklappten Stellung.
[0006] Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu Fig. 1 ein Spanntisch 1 mit
zwei von einem Tragrahmen 2 getragenen Spannbacken 3, 4, von denen die Spannbacke
3 in bekannter Weise über zwei durch Handkurbeln 5 betätigbare Spindelantriebe entlang,
vom Tragrahmen 2 ausgebildeten, seitlichen Holmen 6 und 7 verschiebbar ist. Die beiden
Holme 6 und 7 sind an ihren, den Handkurbeln 5 gegenüberliegenden Enden durch einen
L-förmigen Querholm 8 miteinander verbunden.
[0007] Die beiden Längsholme 6 und 7 weisen ein nach unten offenes U-Profil auf mit einem
Rückenschenkel 9. Im Bereich der Längsmitte ist unterhalb jedes Holmes 6, 7 ein als
Gelenk 10 ausgebildeter Tragkopf 11 angeordnet. Jedes, einen Tragkopf 11 bildende
Gelenk 10 setzt sich aus zwei Gelenkteilen zusammen, wobei ein Gelenkteil 12 dem jeweiligen
Holm 6 bzw. 7 zugeordnet und fest mit diesem verbunden ist. Hierzu ist das erste Gelenkteil
12 U- förmig ausgebildet und mit seinem Rückenschenkel 13 an den Rückenschenkel 9
des jeweiligen Holmes 6 oder 7 angeschraubt.
[0008] Die beiden von den Holmen 6, 7 nach unten weisenden U-Schenkel 14 des ersten Gelenkteiles
12 weisen im wesentlichen, mit Bezug zu Fig. 1, zumindest in dem aus den Holmen 6,
7 herauskragenden Bereich, eine Dreieckform auf, mit einer senkrecht nach unten weisenden,
verrundeten Spitze 15. Im Bereich dieser Spitze 15 ist ein, in der aufgeklappten Arbeitsstellung
des Spanntisches 1 gemäß Fig. 1 vertikal ausgerichtetes Langloch 16 ausgebildet.
[0009] Das zweite Gelenkteil 17 setzt sich zusammen aus zwei deckungsgleichen Montageplatten
18, welche durch die U-Schenkel 14 des ersten Gelenkteiles 12 überfangen werden, dies
bei paralleler Ausrichtung von Montageplatten 18 und U-Schenkeln 14.
[0010] Zur Bildung des Gelenkes 10 sind die beiden Gelenkteile 12 und 17 um einen Gelenkpunkt
19 verschwenkbar. Hierzu ist ein Gelenkbolzen 20 in Bohrungen 21 der Montageplatten
18 gehaltert, wobei Endabschnitte des Gelenkbolzens 20 durch die Langlöcher 16 des
ersten Gelenkteiles 12 treten und austrittsseitig bspw. mit einer Kontermutter zur
axialen Sicherung des Gelenkbolzens 20 versehen sind.
[0011] Die beiden Montageplatten 18 des zweiten Gelenkteiles 12 bilden eine im wesentlichen
U-förmige Aufnahmetasche 22 aus, in welcher die oberen Enden von zwei in der aufgeklappten
Stellung gemäß Fig. 1 spitzwinklig zueinander stehenden Standbeinen 23, 24 eingeschlossen
sind. Der Spanntisch 1 weist zugeordnet jedem Holm 6 und 7 jeweils ein Paar mit dem
jeweiligen Gelenk 10 verbundene Standbeine 23, 24 auf, wobei die Füße 25, 26 eine
rechtwinklige Standfläche aufspannen.
[0012] Das Bein 23 ist an seinem oberen Ende im Bereich des zweiten Gelenkteiles 17 um den
Gelenkbolzen 20 schwenkbar gelagert, zur Bildung einer Anlenkstelle 35. Dieser Gelenkbolzen
20 bildet somit die Schwenkachse sowohl für das Bein 23 als auch für das erste Gelenkteil
12.
[0013] Das Bein 24 ist an einer der Anlenkstelle 35 des Beins 23 tieferliegenden Anlenkstelle
36 um einen zweiten Gelenkbolzen 27 schwenkbar gelagert.
[0014] Die Beine 23, 24 weisen jeweils ein U-Profil auf und liegen sich mit der offenen
Seite ihres U-Profiles gegenüber. Die Gelenkbolzen 20, 27 durchsetzen jeweils beide
Seitenschenkel der Beine 23, 24, wobei der Gelenkbolzen 20 von einer angepaßten, runden
Lagerbohrung 28 des Beines 23 aufgenommen ist, während der zweite Gelenkbolzen 27
von einem Langloch 29 des Beines 24 aufgenommen ist, wobei sich die Längsachse des
Langloches 29 in Längsrichtung des Beines 24 erstreckt. Beide Beine 23, 24 weisen
eine über die jeweilige Anlenkstelle hinausragende Verlängerung 30 auf, an deren oberem
Ende eine mit einer Einrastschwelle 31 versehene Rastmulde 32 ausgebildet ist. In
dem gezeigten Ausführungsbeispiel kommt jedoch lediglich die Rastmulde 32 des Beines
24 zur Wirkung. Bei voll aufgeklapptem Spanntisch 1 gemaß Fig. 1 tritt ein Arretierungsbolzen
33 in die Rastmulde 32 rastend ein, welcher Arretierungsbolzen 33 in den beiden Montageplatten
18 starr abgestützt ist.
[0015] Wie aus den Figuren ersichtlich ist, sind beide Beine 23, 24 aus Rationalisierungsgründen
jeweils identisch ausgebildet, wobei jedoch die Lagerbohrung 20 des Beines 24 und
das Langloch 29, die Rastmulde 32 und die Einrastschwelle 31 des Beines 23 nicht genutzt
sind.
[0016] Die beiden Beine 23, 24 sind über eine an Anlenkstellen 37 und 38 angebundene Koppelstange
34 miteinander verbunden, wobei die vier zwischen den Anlenkstellen 35 bis 38 liegenden
Teile bzw. Beinabschnitte ein Gelenkviereck darstellen, das jedoch aufgrund des Langloches
29 einen zusätzlichen Bewegungs-/Freiheitsgrad besitzt. Dieses Langloch 29 ermöglicht
eine Längsverschiebung des Beines 24 um eine Strecke, die mindestens gleich der Rasthöhe
der Einrastschwelle 31 entspricht (vergl. hierzu die Fig. 9 und 10).
[0017] Auf dem zweiten Gelenkbolzen 27 ist ein Klemmhebel 39 gelagert, der bspw. mit einer
nicht dargestellten Auflauframpe in der aufgeklappten Stellung gemäß Fig. 1 auf die
Außenseite der äußeren Montageplatte 18 aufgeschwenkt ist. Hierbei werden die beiden,
das zweite Gelenkteil 17 bildenden Montageplatten 18 unter strammer Einspannung des
Beines 24 zusammengezogen und damit das Bein 24 und folglich das gesamte Gelenkviereck
in der aufgeklappten Stellung arretiert. Derartige Klemmhebel 39 sind Stand der Technik
und werden demzufolge hier nicht näher erläutert. Anstelle eines solchen Klemmhebels
39 kann auch eine als Drehgriff ausgebildete Spannmutter vorgesehen sein, welche auf
ein mit Gewinde versehenes Ende des Gelenkbolzens 27 aufgeschraubt ist.
[0018] Das zweite Gelenkteil 17 weist eine im wesentlichen oberhalb des Gelenkpunktes 19
bzw. des Gelenkbolzens 20 angeordnete Bogenschlitzführung 40 auf. Diese ist gebildet
durch in beiden Montageplatten 18 vorgesehene Bogenschlitze 41, deren geometrischer
Mittelpunkt koaxial zum Gelenkpunkt 19 angeordnet ist. Die die Bogenschlitzführung
40 bildenden Bogenschlitze 41 erstrecken sich kreisabschnittförmig über einen Winkel
Alpha von 135°, wobei die Ausrichtung so gewählt ist, daß ausgehend von einer senkrecht
über dem Gelenkpunkt 19 gebildeten Mittenstellung jeder Bogenschlitz in Richtung auf
die arretierbare Anlenkstelle 36 zwischen Bein 24 und zweitem Gelenkteil 17 sich über
einen Winkel Alpha' von 45° und in entgegengesetzter Richtung, von dieser Mittenstellung
aus sich über einen Winkel Alpha'' von 90° erstreckt (vergl. Fig. 3).
[0019] Die Bogenschlitze 41 sind endseitig geschlossen. Die Schlitzenden sind mit den Bezugszeichen
42 und 43 versehen.
[0020] Die radiale Öffnungsweite der Bogenschlitze 41 ist dem Durchmesser eines bolzenartigen
Klemmgliedes 44 angepaßt, welches in den U-Schenkeln 14 des ersten Gelenkteiles 12
endseitig gelagert ist. Dieses Klemmglied 44 durchsetzt das zweite Gelenkteil 17 im
Bereich der montageplattenseitigen Bogenschlitze 41. Auch auf diesem Klemmglied 44
ist ein Klemmhebel 47 gelagert, der auch bspw. mit einer nicht dargestellten Auflauframpe
auf die Außenseite des inneren U-Schenkels 14 aufgeschwenkt ist und dabei die beiden
U-Schenkel 14 des ersten Gelenkteiles 12 unter strammer Einspannung der Montageplatten
18 zusammenzieht. Hierdurch ist eine Klemmfixierung des um den Gelenkbolzen 20 mit
dem ersten Gelenkteil 12 verbundenen Tragrahmens 2 gegeben. Um die Klemmwirkung zu
erhöhen, ist zwischen den Montageplatten 18 ein rollenförmiger, das Klemmglied 44
umgreifender Abstandshalter 45 eingesetzt.
[0021] Der Radius der Bogenschlitzführung 40, gemessen vom Gelenkpunkt 19 bis zu einer konzentrisch
zu diesem verlaufenden Bogenachse x, entspricht im wesentlichen dem Abstand zwischen
Gelenkpunkt 19 und dem Arretierungsbolzen 33, womit letzterer in einer gedachten Verlängerung
der Bogenschlitze 41 in den Montageplatten 18 gehaltert ist. Weiter ist die Anordnung
so gewählt, daß eine Körperachse y des Beines 24 in einer Verlängerung über die Beinverlängerung
30 hinaus tangential an eine gleichfalls über das Schlitzende 42 hinweg verlängerte
Bogenachse x anschließt.
[0022] Zur rastenden Sicherung der bereits erwähnten Mittenlage, welche der Horizontallage
des Tragarmes 2 gemäß den Fig. 1 bis 4 entspricht, ist in den Bogenschlitzen 41 jeweils
eine Rastausnehmung 46 vorgesehen, zugeordnet dem in Radialrichtung inneren Rand des
jeweiligen Bogenschlitzes 41. Diese Rastausnehmungen 46 sind, bezogen auf die aufgeklappte
Stellung des Spanntisches 1 gemäß Fig. 1, im Scheitelpunkt der Bogenschlitzführung
40 angeordnet, d. h. mit Abstand senkrecht zu dem Gelenkpunkt 19. In diese Rastausnehmungen
46 tritt das bolzenartige Klemmglied 44 in der Horizontallage des Tragrahmens 2 ein.
Der Tragrahmen 2 ist über das das Klemmglied 44 tragende erste Gelenkteil 12 aus dieser
Stellung heraus nicht verschwenkbar, da das bolzenartige Klemmglied 44 formschlüssig
in den Rastausnehmungen 46 der Bogenschlitzführung 40 einliegt (vergl. Fig. 3).
[0023] Um diese Verrastung aufzuheben, muß zunächst nach Lösung der Klemmfixierung vermittels
Klemmglied 44 und auf diesem gelagerten Klemmhebel 47 der Tragrahmen 2 in Pfeilrichtung
a angehoben werden, bis der bolzenartige Abschnitt des Klemmgliedes 44 in den Kurvenbereich
der Bogenschlitzführung 40 eintritt (vergl. hierzu Fig. 4). Diese, bezogen auf den
Gelenkbolzen 20, radiale Verlagerung des Tragrahmens 2 ist durch die Ausbildung des
den Gelenkbolzen 20 umfassenden Langloches 16 ermöglicht.
[0024] Bedingt durch die zuvor beschriebenen Ausgestaltungen ist in einfachster Weise ein
Verschwenken des die Spannbacken 3 und 4 tragenden Tragrahmens 2 gegeben, dies unter
Beibehaltung der guten Standfestigkeit des gesamten Spanntisches 1. Die Aufhebung
der Klemmfixierung des Tragrahmens 2 im Bereich des Klemmgliedes 44 hat keinen Einfluß
auf die Arretierung der Standbeine 23 und 24, da diese Arretierung über eine gesonderte
Klemmvorrichtung vorgenommen wird. Das Klemmglied 44 ist beabstandet und getrennt
zur Klemmverbindung des Beines 24 mit dem zweiten Gelenkteil 17.
[0025] Die Verschwenkung des Tragrahmens 2 kann in der einen, in Richtung auf das Standbein
23 weisenden Richtung um bis zu 90° erfolgen, wobei die Endstellung, d. h. die Vertikalstellung
gemäß den Fig. 5 und 6, durch eine Anschlagbegrenzung vordefiniert ist. Diese Anschlagbegrenzung
kann durch das Schlitzende 43 der Bogenschlitzführung 40 gegeben sein. In dem gezeigten
Ausführungsbeispiel werden jedoch die Beine 23 in dieser Vertikalstellung von, dem
Querholm 8 zugewandten Endabschnitten der Holme 6 und 7 beaufschlagt (vergl. Fig.
6). Demzufolge stützt sich der Tragrahmen 2 in dieser 90°-Stellung auf den Beinen
23 ab, womit die auf den Tragrahmen 2 einwirkenden Kräfte direkt und in einfachster
Weise in die Beine 23 eingeleitet und über diese abgeleitet werden. Weiter ist insbesondere
aus Fig. 5 zu erkennen, daß in der Vertikallage des Tragrahmens dieser und die von
diesem getragenen Spannbacken 3 und 4 oberhalb der Vertikalprojektion der zwischen
den Füßen 25, 26 aufgespannten Standfläche liegen, womit eine hohe Standfestigkeit
des Spanntisches 1 in dieser Lage des Tragrahmens 2 weiterhin gegeben ist.
[0026] Bei einer Verschwenkung des Tragrahmens 2 in die andere, in Richtung auf die Arretiervorrichtung
des Standbeines 24 weisende Richtung stellt sich eine anschlagbegrenzte Verschwenkstellung
des Tragrahmens 2 von 45° ein. Die vorgegebene Endstellung ist hierbei durch Anschlag
des Klemmgliedes 44 an das hier ausgebildete Schlitzende 43 gegeben. Die über das
Klemmglied 44 eingeleiteten Kräfte werden in einfachster Weise über das im wesentlichen
tangential zur Bogenschlitzführung 40 angeordnete Standbein 24 abgetragen. Weiter
sind auch in dieser 45°-Stellung wie auch in der zuvor beschriebenen Vertikal-Stellung
der Tragrahmen 2 und die von diesem getragenen Spannbacken 3 und 4 oberhalb der Vertikalprojektion
der Standfläche Positioniert.
[0027] Im Zuge der Verschwenkung in die 45°-Stellung des Tragrahmens 2 überlaufen Teilabschnitte
der U-Schenkel 14 des ersten Gelenkteils 12 den Bereich des Arretierungsbolzens 33.
Um die außenwandig über die Montageplatten 18 des zweiten Gelenkteils 17 stehenden
Befestigungsköpfe 49 des Arretierungsbolzens 33 aufzunehmen, sind die U-Schenkel 14
in den, dem Arretierungsbolzen 33 zugewandten Bereichen jeweils mit einem Freischnitt
48 versehen.
[0028] Es sind somit drei Stellungen des Tragrahmens 2 vordefiniert. Sowohl die Vertikal-
als auch die 45°-Lage sind anschlagbegrenzt, wobei werkseitig die Anschlagbegrenzungen
so gewählt sind, daß diese häufig genutzten Stellungen exakt ohne Anlesen einer grafischen
Winkelgradeinteilung oder dergleichen gefunden werden. Zudem ist die Horizontallage
gleichfalls rastgesichert, dies durch Eintritt des Klemmgliedes 44 in die Rastausnehmung
46 der Bogenschlitzführung 40. Diese drei vordefinierten Stellungen können vermittels
des Klemmgliedes 44 und des auf diesem gelagerten Klemmhebels 47 klemmfixiert werden.
Weiter ist auch jede Zwischenstellung klemmsicherbar.
[0029] Unabhängig von der Winkelstellung des Tragrahmens 2 ist stets eine hohe Standfestigkeit
des gesamten Spanntisches 1 gegeben, dies bedingt dadurch, daß der Tragrahmen 2 und
die auf diesem gelagerten Spannbacken 3 und 4 stets oberhalb der Vertikalprojektion
der Standfläche liegen. Weiterhin ist bei einem Verschwenken des Tragrahmens 2 das
zwischen den Anlenkstellen 35 bis 38 gebildete Gelenkviereck stets stabil, da zur
Verschwenkung die Arretiervorrichtung des Beines 24 unangetastet bleibt.
[0030] Zum Zusammenklappen des Spanntisches 1 wird bevorzugt zunächst der Tragrahmen 2 in
die Horizontallage gemäß Fig. 1 gebracht und nach Eintritt der Klemmglieder 44 in
die Rastausnehmungen 46 vermittels der Klemmhebel 47 fixiert. Hiernach werden die
beiden Klemmhebel 39 um etwa 90° in eine Lösestellung geschwenkt, womit die Arretierung
aufgehoben ist. Anschließend wird der Tragrahmen 2 an seinem, die Klemmhebel 39 aufweisenden
Ende angehoben, womit die Arretierungsbolzen 33 aus den Rastmulden 32 der Beine 24
herausgehoben werden (vergl. Fig. 10). Bei einem weiteren Anheben des Tragrahmens
2 stellt sich dieser senkrecht unter Mitnahme des durch das Klemmglied 44 gesperrten
Gelenkes 10 bzw. Tragkopfes 11, wobei im Zuge dieses Abkippens sich die Beine 23 und
24 in eine parallele Ausrichtung zu dem Tragrahmen 2 legen (vergl. Fig. 11). Diese
zusammengeklappte Stellung kann schließlich über den Klemmhebel 39 fixiert werden.
[0031] Zum Aufklappen des Spanntisches 1 wird der Tragrahmen 2 an seinem unteren Ende, d.
h. an dem den Querholm 8 aufweisenden Ende, angehoben und aufwärts geschwenkt, bis
die Arretierungsbolzen 33 in die Rastmulden 32 wieder einrasten, womit die aufgeklappte
Position bereits vorfixiert ist. Durch Zurückschwenken der Klemmhebel 39 wird der
aufgeklappte Spanntisch 1 endgültig arretiert.
[0032] Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung
wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen
(Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale
dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
1. Spanntisch (1) mit zwei von einem Tragrahmen (2) getragenen Spannbacken (3, 4), von
denen mindestens eine an zwei vom Tragrahmen (2) ausgebildeten, seitlichen Holmen
(6, 7) verschieblich ist, mit zwei Paaren spitzwinklig zueinander stehenden Standbeinen
(23, 24), deren Füße (25, 26) eine rechtwinklige Standfläche aufspannen, mit je einem
etwa in Holmmitte mit dem Holm (6, 7) fest verbundenen Tragkopf (11), an welchem die
Beine (23, 24) mittels Klemmverbindung zusammenklappbar angelenkt sind, wobei der
Tragrammen (2) in seiner Horizontallage klemmfixiert ist und um einen, beabstandet
zum Klemmpunkt liegenden Gelenkpunkt (19) aus der Horizontallage verschwenkbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Tragkopf (11) als Gelenk (10) ausgebildet ist, mit
zwei um den Gelenkpunkt (19) schwenkbaren Gelenkteilen (12, 17), wobei ein erstes
Gelenkteil (12) fest mit dem Holm (6, 7) und ein zweites Gelenkteil (17) mittels der
lösbaren Klemmverbindung an den Beinen (23, 24) befestigt ist derart, daß bei gelöster
Klemmfixierung des Tragrahmens (2) die Winkelstellung der Beine (23, 24) arretiert
bleibt, und wobei der Gelenkpunkt (19) mit einem Abstand unterhalb des Holmes (23,
24) liegt derart, daß der Tragrahmen (2) in eine Vertikallage bringbar ist, in welcher
die Spannbacken (3, 4) oberhalb der Vertikalprojektion der Standfläche liegen.
2. Spanntisch nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Klemmfixierung oberhalb des Anlenkpunktes (19) ein Klemmglied (44) in eine Bogenschlitzführung
(40) eingreift.
3. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmglied (44) beabstandet und getrennt zur
Klemmverbindung angeordnet ist.
4. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß bei gelöster Klemmverbindung die Beine (24) erst
durch ihre Längsverlagerung aus der Arretierstellung bringbar sind.
5. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Bogenschlitz (41) über eine Länge von
135° erstreckt.
6. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Bogenschlitz (41) dem zweiten Gelenkteil (17)
zugeordnet ist.
7. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (2) in beide Richtungen aus der
Horizontallage verschwenkbar ist.
8. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, gekennzeichnet durch eine im Bogenschlitz (41) vorgesehene Rastausnehmung
(46) zum Eintritt des Klemmgliedes (44) in der Horizontallage.
9. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (2) in einer Schwenk-Endstellung
durch Anschlag eines Klemmgliedes (44) an das Schlitzende (42, 43) fixiert ist.
10. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Beine (23) in der Vertikal-Stellung des Tragrahmens
(2) von Endabschnitten der Holme (6, 7) beaufschlagt werden.
11. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, gekennzeichnet durch einen Freischnitt (48) in dem ersten Gelenkteil (12)
zum Eintritt des Befestigungskopfes (49) eines Arretierungsbolzens (33) in einer Verschwenkstellung.
12. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Gelenkteil (17) eine U-förmige Aufnahmetasche
(22) für die Endabschnitte der Beine (23, 24) ausbildet.
13. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Gelenkteil (12) U-förmig ausgebildet
ist und das zweite Gelenkteil (17) mit den U-Schenkeln (14) überfängt.
14. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkbolzen (20) der Gelenkverbindung den
Endabschnitt eines Beines (23) durchsetzt, um welchen Gelenkbolzen (20) das zweite
Gelenkteil (17) beim Zusammenklappen schwenkt.
15. Spanntisch nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkbolzen (20) ein Langloch (16) des ersten
Gelenkteiles (12) durchsetzt.