[0001] Die Erfindung betrifft einen Innenschuh. insbesondere für Skischuhe. Bergschuhe oder
dergleichen. mit einem thermoplastischen Kunststoff und einer elektrischen Heizung.
sowie ein Verfahren zur Anpassung eines solchen Innenschuhs an die Fußform des Trägers
eines solchen Innenschuhs.
[0002] Es sind seit einiger Zeit Innenschuhe. insbesondere für Skischuhe bekannt, welche
zur Anpassung an die Fußform zur Vermeidung von Druckstellen unter Hitzeanwendung
verformbar sind. Die Innenschuhe bestehen zu diesem Zweck aus einem besonderen Kunststoffmaterial,
das bei einer gewissen Temperatur gute Verformbarkeit besitzt. Diese Temperatur liegt
dabei deutlich oberhalb der während des Tragens im Schuh auftretenden Temperaturen.
damit eine nachträgliche Verformung unterbunden wird und der Innenschuh dem Fuß einen
entsprechenden Halt bietet. Normalerweise wird der Innenschuh zum Zweck des Anpassens
an die Fußform zuerst aus der Schale des Schuhs entnommen, über die für eine leichte
Verformung notwendige Temperatur erwärmt und danach wieder in die Schale des eingebracht.
Der Träger des Schuhs zieht diesen in erwärmtem Zustand an, wobei sich der Innenschuh
an die Fußform anpaßt. Der Vorgang zur Anpassung des Innenschuhs an die Fußform ist
dabei sehr aufwendig. da der Innenschuh zuerst aus der Schale entnommen. dann zum
Beispiel in einem Ofen oder dergleichen erwärmt und dann wieder in die Schale des
Schuhs eingebracht werden muß bevor die Anpassung des Innenschuhs an die Fußform erfolgen
kann. Dauert das Einbringen des Innenschuhs in die Schale des Schuhs zu lange. kann
auch vorkommen daß die Temperatur des Innenschuhs unter die für optimale Verformung
notwendige Temperatur sinkt und somit keine ausreichende Anpassung an die Fußform
erfolgen kann.
[0003] Aus der FR 2 553 029 A1 ist ein unter Wärme verformbarer Gegenstand bekannt, der
aus einer elektrischen Widerstandsheizung besteht über den ein Schaumstoff aus Polyolefin.
insbesondere Polyäthylen, aufgeheizt wird, der dadurch unter Druck verformt werden
kann. Als Anwendungsbeispiel wird eine Sohle für Sportschuhe erwähnt. Beispiele elektrischer
Heizungen in Schuhen nur zum Zueck der Erwärmung des Fußes sind der US 4 782 602 A,
EP 084 789 A1, DE 25 49 375 A1 oder der US 2 298 299 A zu entnehmen. Nicht bekannt
sind Innenschuhe. welche eine Anpassung des Schuhs an die Fußform der Person, welche
den Schuh trägt. zuläßt.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher in der Schaffung eines Innenschuhs,
insbesondere für einen Skischuh. Bergschuh oder dergleichen, mit dem in einfacher
Weise eine Anpassung an die Fußform jener Person, welche den Schuh trägt. Die oben
erwähnten Nachteile bekannter Systeme sollen dabei vermieden oder zumindest reduziert
werden.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist der erfindungsgemäße Innenschuh dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrische Heizung durch mindestens eine im Innenschuh angeordnete heizbare
Folie gebildet ist, mit Hilfe welcher der thermoplastische Kunststoff des Innenschuhs
zur Anpassung an die Fußform des Trägers des Innenschuhs erwärmbar ist. Durch den
erfindungsgemäß mit einer oder mehreren heizbaren Folien ausgestatteten Innenschuh
muß dieser zur Anpassung an die Fußform nicht aus der Schale entnommen werden, wodurch
der Aufwand drastisch reduziert wird. Da durch entsprechende Anordnung der heizbaren
Folie die Wärme gezielt auf den thermoplastischen Kunststoff gerichtet werden kann,
wird die zur Verformung notwendige Temperatur sehr rasch erzielt, wodurch die zur
Anpassung des Innenschuhs an die Fußform des Trägers notwendige Zeit ebenfalls deutlich
herabgesetzt wird. Durch geeignete Gestaltung und Anordnung der oder jeder heizbaren
Folie im Innenschuh. kann eine optimale Anpassung an den jeweiligen Anwendungsfall
erreicht werden.
[0006] Vorteilhafterweise besteht die oder jede heizbare Folie aus einer flexiblen Kunststoffschicht,
auf der zumindest eine Widerstandsschicht angeordnet ist, deren Enden mit zumindest
einer, nach außen führenden Anschlußleitung verbunden sind. Dadurch kann die erfindungsgemäße
heizbare Folie in ähnlicher Weise, wie flexible gedruckte Schaltungen billig hergestellt
werden und nachträglich entsprechend der Form des Innenschuhs bzw. Fußes gebogen werden.
Die Anordnung mehrerer Widerstandszonen ermöglicht eine selektive Erwärmung des thermoplastischen
Kunststoffs im Innenschuh. Die Widerstandsschicht kann aus beliebigen elektrisch leitfähigen
Materialien bestehen. Auch Gewebe aus beispielsweise Kohlefasern sind denkbar.
[0007] Wenn die oder jede Anschlußleitung in einem Stecker endet, kann der Schuh leicht
und sicher an eine entsprechende Spannungsquelle zur Versorgung der oder jeder heizbaren
Folie mit elektrischer Energie angeschlossen werden kann.
[0008] Gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal ist die oder jeder Widerstandsschicht mäanderförmig
angeordnet. Eine solche Anordnung bietet eine optimale Platzausnützung und ist darüberhinaus
leicht herstellbar.
[0009] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist die oder jede Widerstandsschicht der
oder jeder heizbaren Folie an empfindlichen Stellen des Fußes, wie zum Beispiel im
Bereich des Knöchels oder der Ferse ausgenommen. Dadurch wird verhindert, daß die
genannten Regionen des Fußes einer zu großen Wärmebelastung unterworfen werden. Damit
werden empfindliche Stellen des Fußes besonders berücksichtigt.
[0010] Zusätzlich kann vorgesehen sein, daß an den empfindlichen Stellen des Fußes, an denen
die oder jede Widerstandsschicht der oder jeder beheizbaren Folie ausgenommen ist,
eine Aluminiumfolie oder dergleichen angeordnet ist. Mit dieser Maßnahme wird ein
noch größerer Wärmeschutz empfindlicher Regionen des Fußes erzielt, da über die Metallfläche
die Wärme leichter abgeführt werden kann.
[0011] Wenn die oder jede heizbare Folie an empfindlichen Stellen des Fußes, wie zum Beispiel
im Bereich des Knöchels oder der Ferse Einschnitte. Perforationen oder dergleichen
aufweist, ist eine höhere Flexibilität der Folie geben, wodurch ein höherer Tragekomfort
und eine bessere Anpaßbarkeit des Innenschuhs an die Fußform erzielt werden kann.
[0012] Natürlich kann auch die oder jede heizbaren Folie selbst an empfindlichen Stellen
des Fußes, wie zum Beispiel im Bereich des Knöchels oder der Ferse ausgenommen sein.
Dadurch werden ebenfalls die oben erwähnten Vorteile erzielt. Darüberhinaus wird durch
eine entsprechende Gestaltung die Anordnung der Folie im Innenschuh erleichtert. Anstelle
von Ausnehmungen können natürlich auch mehrere Folien angeordnet werden, die über
entsprechende Leitungen elektrisch miteinander verbunden werden können.
[0013] Wenn in der oder jeder heizbaren Folie oder im Innenschuh zumindest ein Sensor zur
Messung der Temperatur vorgesehen ist kann das von dem Sensor herrührende Signal beziehungsweise
können die von den Sensoren herrührenden Signale zur Regelung der Temperatur verwendet
werden. Durch Messung der Temperatur im Inneren des Schuhs kann einerseits ein Überschreiten
eines bestimmten oberen Temperaturgrenzwerts verhindert und andererseits das Erreichen
der für eine optimale Verformbarkeit des thermoplastischen Kunststoffs des Innenschuhs
notwendigen Temperatur sichergestellt werden.
[0014] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung eines Verfahrens zur
Anpassung eines Innenschuhs der oben beschriebenen Art an die Fußform des Trägers
eines solchen Innenschuhs.
[0015] Diese Aufgabe wird durch die folgenden Verfahrensschritte gelöst:
Einbringen des Fußes des Trägers in den Innenschuh,
Verbindung der oder jeder heizbaren Folie des Innenschuhs mit einer elektrischen Spannungsquelle,
Trennung der oder jeder heizbaren Folie des Innenschuhs von der elektrischen Spannungsquelle,
nach Erreichen der für eine gute Verformbarkeit des thermoplastischen Kunststoffs
des Innenschuhs notwendigen Temperatur,
Belassen des Fußes im Innenschuh, bis die zur Verformbarkeit des thermoplastischen
Kunststoffs des Innenschuhs notwendige Temperatur unterschritten ist, und
gegebenenfalls Wiederholung der Schritte b bis d.
Dies stellt eine einfache Verfahrensvariante zur Anpassung der Fußform an einen Innenschuh
dar.
[0016] Alternativ dazu kann die Aufgabe auch durch zeitliche Aufeinanderfolge der folgenden
Verfahrensschritte gelöst werden:
Verbindung der oder jeder heizbaren Folie des Innenschuhs mit einer elektrischen Spannungsquelle.
Trennung der oder jeder heizbaren Folie des Innenschuhs von der elektrischen Spannungsquelle
nach Erreichen der für eine gute Verformbarkeit des thermoplastischen Kunststoffs
des Innenschuhs notwendigen Temperatur,
Einbringen des Fußes des Trägers in den Innenschuh,
Belassen des Fußes im Innenschuh, bis die zur Verformbarkeit des thermoplastischen
Kunststoffs des Innenschuhs notwendige Temperatur unterschritten ist, und
gegebenenfalls Wiederholung der Schritte a bis d.
[0017] Diese Variante hat den Vorteil. daß mit einem normal temperierten Fuß in den Schuh
eingestiegen wird, wodurch sich dieser in seinem normalen Zustand befindet. Demgegenüber
kann sich bei dem zuvor genannten Verfahren der Fuß aufgrund der zu starken Erwärmung
ausdehnen, wodurch keine optimale Anpassung der Fußform möglich ist. Auch kann die
zu starke Erwärmung unangenehm empfunden werden.
[0018] Vorteilhafterweise wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Temperatur im Innenschuh
gemessen und die oder jede heizbaren Folie des Innenschuhs automatisch von der elektrischen
Spannungsquelle getrennt, nachdem die für eine gute Verformbarkeit des thermoplastischen
Kunststoffs des Innenschuhs notwendige Temperatur erreicht wurde. Somit wird der Fuß
und der Innenschuh vor Überhitzung geschützt und andererseits sichergestellt, daß
die für eine gute Verformbarkeit des thermoplastischen Kunststoffs des Innenschuhs
notwendige Temperatur erreicht wird.
[0019] Alternativ dazu kann die zur Erwärmung des thermoplastischen Kunststoffs des Innenschuhs
auf die für gute Verformbarkeit notwendige Temperatur erforderliche zeit ermittelt
werden und die automatischen Trennung der oder jeder heizbaren Folie des Innenschuhs
von der elektrischen Spannungsquelle nach einer vorgegebenen Zeitspanne getrennt werden.
Dies stellt eine einfachere und billigere, wenngleich eine nicht so sichere und genaue
Alternative zur Verwendung von Temperatursensoren dar.
[0020] Die entsprechenden Verfahrensmerkmale können konstruktiv leicht in einem entsprechenden
Netzteil zur Versorgung der oder jeder heizbaren Folie des Innenschuhs realisiert
werden.
[0021] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Abbildungen, welche Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Heizfolie und deren Anordnung im Innenschuh zeigen, näher erläutert.
[0022] Darin zeigen
- Fig. 1
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Heizfolie für einen Innenschuh in aufgeklapptem
Zustand,
- Fig. 2a bis 2d
- schematische Ansichten von Ausführungsvarianten der Heizfolie für einen Innenschuh
in ebener Darstellung,
- Fig. 3a und 3b
- zwei Beispiele für die Lage einer erfindungsgemäßen heizbaren Folie in Bezug auf den
Fuß, und
- Fig. 4a bis 4c
- Beispiele für den Aufbau eines Innenschuhs im Querschnitt zur Veranschaulichung der
Lage der heizbaren Folie im Innenschuh.
[0023] Fig. 1 zeigt ein Beispiel einer heizbaren Folie 1 in aufgeklapptem Zustand. Im Innenschuh
werden die seitlichen spitz zulaufenden Enden der Folie 1 in Richtung der Zehen des
Fußes zusammengeklappt. Zur Aussparung der Ferse ist die Folie im unteren, mittleren
Bereich ausgenommen. Die Folie 1 besteht aus einem flexiblen Kunststoffmaterial, auf
dem ein Widerstandsbelag 2 vorzugsweise mäanderförmig aufgebracht ist. Natürlich sind
auch andere Ausführungen der elektrischen Widerstandsheizung möglich. Beispielsweise
könnte auch auf oder in der Folie 1 das Widerstandsmaterial in Art eines Gewebes aus
beispielsweise Kohlefasern angeordnet sein (nicht dargestellt). Die Enden 7, 8 des
Widerstandsbelags 2 sind mit einer Anschlußleitung 3 verbunden, über welche die heizbare
Folie 1 mit elektrischer Energie versorgt werden kann. Zu diesem Zweck ist an der
Anschlußleitung 3 vorteilhafterweise ein Stecker 4 vorgesehen. Durch den resultierenden
Stromfluß in der Widerstandsschicht 2 wird Verlustwärme erzeugt und somit die Folie
1 bzw. der mit der Folie 1 ausgestattete Innenschuh gleichmäßig erwärmt. Bei üblichen
thermoplastischen Kunststoffen wird eine gute Verformbarkeit ab Temperaturen oberhalb
von 70°C erzielt. Um optimale Verformbarkeit zu erzielen. wird das Material des Innenschuhs
auf etwa 110°C aufgeheizt. Dies kann durch Einstellung der Zeit, welche die heizbare
Folie 1 mit der Spannungsquelle verbunden ist oder durch Messung der Temperatur mit
einem auf der Folie 1 oder im Innenschuh angeordneten Temperatursensor (nicht dargestellt)
kontrolliert werden. Nach Erreichen der für die Verformung des Kunststoffmaterials
notwendigen Temperatur wird die Heizfolie automatisch oder manuell von der Spannungsversorgung
getrennt. Der Innenschuh ist bei dieser Temperatur verformbar und paßt sich daher
an die Fußform an. Der Fuß bleibt so lange im Schuh. bis der Innenschuh abgekühlt
und nicht mehr verformbar ist. Somit hat sich der Innenschuh optimal an die Form des
Fußes angepaßt. Voraussetzung dafür ist, daß die den Widerstandsbelag 2 aufweisende
Folie 1 leicht verformbar ist. Andernfalls würden sich unregelmäßige Temperaturverteilungen
im Material des Innenschuhs ergeben, wodurch die Verformbarkeit des Innenschuhs unterschiedlich
und eine optimale Anpassung an die Fußform nicht möglich wäre. Zu diesem Zweck befinden
sich gemäß diesem Ausführungsbeispiel an empfindlichen Stellen des Fußes wie zum Beispiel
im Bereich der Knöchel oder der Ferse Einschnitte 6. Perforationen oder dgl. in der
Folie 1, die eine leichtere Verformung derselben zulassen. Zum Schutz dieser empfindlichen
Regionen des Fußes vor Überhitzung durch die beheizte Folie 1. kann an diesen Stellen
eine Aluminiumfolie 5 oder dergleichen zur Wärmeableitung angeordnet sein. Natürlich
ist auch möglich, daß die Folie 1 an den empfindlichen Stellen des Fußes vollständig
ausgenommen ist.
[0024] In den Fig. 2a bis 2d werden weitere Ausführungsvarianten für heizbare Folien zur
Anwendung in einem Innenschuh in ebener Darstellung gezeigt. Fig. 2a zeigt eine Foliel
mit dem darauf angeordneten Widerstandsbelag 2 mit beiderseits drei fingerförmigen
Fortsätzen. Der Widerstandsbelag 2 ist auf den Abbildungen nur schematisch gezeigt
und kann auch mäanderförmig oder in Form eines Gewebes auf der Folie 1 angeordnet
sein. Der Widerstandsbelag 2 ist über eine Anschlußleitung 3 mit dem Stecker 4 verbunden.
Die fingerförmigen Fortsätze werden von der Ferse um den Fuß geklappt oder von oben
über den Vorderfuß geklappt (siehe Fig. 3a und 3b). Empfindliche Stellen des Fußes,
wie zum Beispiel Knöchel werden nicht von der Folie 1 umgeben. Die Gestaltung gemäß
Fig. 2a ist durch ihre Flexibilität bei der Anordnung auf dem Fuß und ihre leichte
Verformbarkeit gekennzeichnet. Fig. 2b zeigt eine gegenüber der Folie 1 aus Fig. 2a
erweiterte Ausführüngsvariante, bei der zusätzlich ein in der Mitte angeordneter Fortsatz
der Folie 1 vorgesehen ist, der zur Erwärmung des Innenschuhs im Bereich der vorderen
Fußsohle dient. Fig. 2c zeigt eine Variante einer heizbaren Folie 1 für einen Innenschuh,
bei dem gegenüber Fig. 2a zwei Widerstandsbeläge 2' und 2" für die beiden Seiten der
Folie 1 vorgesehen sind. Die Widerstandsbeläge 2' und 2" enden in verschiedenen Anschlußleitungen
3' und 3" und Steckern 4' und 4". Dadurch ist eine selektive Beheizung des Innenschuhs
zur selektiven Anpassung des Innenschuhs an die Fußform möglich. Wenn der Träger des
Schuhs der Ansicht ist. daß die Anpassung an die Fußform am Außenfuß optimal ist,
während die Anpassung am Innenfuß noch nicht ideal ist, braucht nur der entsprechende
Teil der Folie, welche den Innenfuß umgibt, erneut erwärmt werden um auch dort eine
optimale Anpassung zu erreichen. Die Anzahl und Gestalt der Widerstandszonen kann
beliebig und entsprechend dem jeweiligen Anwendungsfall ausgeführt werden. In Fig.
2d ist ein Beispiel einer heizbaren Folie 1 mit drei Widerstandsbelägen 2', 2" und
2"' mit drei Anschlußleitungen 3', 3" und 3'" sowie drei Steckern 4', 4" und 4"' dargestellt.
Der Widerstandsbelag 2" im mittleren Bereich der Folie dient dabei zur Erwärmung des
Innenschuhs an der Fußsohle im Zehenbereich. Selbstverständlich kann anstelle der
einzelnen Anschlußleitungen 3', 3" und 3'" bzw. anstelle der einzelnen Stecker 4',
4" und 4"' auch nur eine entsprechend mehradrige Anschlußleitung bzw. ein entsprechend
mehrpoliger Stecker vorgesehen sein.
[0025] In Fig. 3a und 3b sind zwei Beispiele für die Lage einer erfindungsgemäßen heizbaren
Folie in Bezug auf den Fuß dargestellt. Je nach Gestalt der Folie 1 mit dem Widerstandsbelag
2 und der Anschlußleitung 3 kann diese vom Fersenbereich um den Fuß 9 geklappt werden,
wie aus Fig. 3a ersichtlich. Ebenso ist eine Anordnung entsprechend Fig. 3b möglich,
bei der der Fuß 9 von oben mit der Folie 1 versehen wird. Wichtig dabei ist, daß empfindliche
Stellen des Fußes von keiner Folie 1 bedeckt sind, bzw. an solchen Stellen entsprechende
Einschnitte, Perforationen oder dergleichen an der Folie 1 angeordnet sind. Die Anordnung
der Folie 1 im Innenschuh in Bezug auf den Fuß kann auch je nach Anwendungsfall unterschiedlich
erfolgen. Beispielsweise sind die Problemzonen des Fußes auch von der Sportart abhängig,
und werden sich zum Beispiel beim Skifahren und Bergsteigens sicherlich unterscheiden.
[0026] Fig. 4a bis 4c zeigen noch Beispiele für die Anordnung der heizbaren Folie 1 in einem
Innenschuh. Fig. 4a zeigt den Schichtaufbau eines Innenschuhs, beispielsweise für
einen Skischuh im Querschnitt. Auf die Außenschicht 10 des Innenschuhs folgt eine
Isolierschicht 11, welche dazu dient. daß nicht zuviel Wärme der heizbaren Folie 1
nach außen verlorengeht. Zwischen der Isolierschicht 11 und einer Schicht des thermoplastischen
Kunststoffs 12 ist die heizbare Folie 1 angeordnet. durch welche der thermoplastische
Kunststoff auf die zur Verformung geeigneten Temperatur aufheizbar ist. Gemäß Fig.
4b ist zwischen der Isolierschicht 11 und der heizbaren Folie 1 eine weitere Schicht
thermoplastischen Kunststoffs 12 angeordnet. Durch Wahl des Materials und der Schichtdicke
des thermoplastischen Kunststoffs 12 kann eine Optimierung des Innenschuhs in Bezug
auf die Anpaßbarkeit an die Fußform des Trägers erreicht werden. Fig. 4c zeigt eine
Variante eines Schichtaufbaus eines Innenschuhs. bei dem nach der Isolierschicht 11
eine Schicht des thermoplastischen Kunststoffs 12, danach die heizbare Folie 1 und
abschließend ein Futter zur Auskleidung der Inneren Oberfläche des Innenschuhs angeordnet
ist.
[0027] Die Gestaltung der Folie sowie deren Anordnung im Innenschuh ist nicht auf die dargestellten
Beispiele beschränkt, sondern kann im Rahmen der Erfindung beliebig verändert werden.
Natürlich kann die Folie im Innenschuh auch aus mehreren Teilen bestehen.
1. Innenschuh, insbesondere für Skischuhe, Bergschuhe oder dergleichen, mit einem thermoplastischen
Kunststoff und einer elektrischen Heizung. dadurch gekennzeichnet. daß die elektrische
Heizung durch mindestens eine im Innenschuh angeordnete heizbare Folie (1) gebildet
ist, mit Hilfe welcher der thermoplastische Kunststoff des Innenschuhs zur Anpassung
an die Fußform des Trägers des Innenschuhs erwärmbar ist.
2. Innenschuh nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die oder jede heizbare Folie
(1) aus einer flexiblen Kunststoffschicht besteht, auf der zumindest eine Widerstandsschicht
(2, 2', 2", 2"') angeordnet ist, deren Enden (7. 8) mit zumindest einer. nach außen
führenden Anschlußleitung (3, 3', 3'', 3"') verbunden sind.
3. Innenschuh nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet. daß die oder jede Anschlußleitung
(3, 3', 3", 3"') in mindestens einem Stecker (4, 4', 4'', 4'") endet.
4. Innenschuh nach Anspruch 2 oder 3. dadurch gekennzeichnet, daß die oder jede Widerstandsschicht
(2, 2', 2", 2"') mäanderförmig angeordnet ist.
5. Innenschuh nach Anspruch 2 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß die oder jede Widerstandsschicht
(2, 2', 2", 2"') der oder jeder heizbaren Folie (1) an empfindlichen Stellen des Fußes.
wie zum Beispiel im Bereich des Knöchels oder der Ferse ausgenommen ist.
6. Innenschuh nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet. daß an den Stellen, an denen die
oder jede Widerstandsschicht (2, 2', 2", 2"') der oder jeder heizbaren Folie (1) ausgenommen
ist eine Aluminiumfolie (5) oder dergleichen angeordnet ist.
7. Innenschuh nach Anspruch 1 bis 6. dadurch gekennzeichnet, daß die oder jede heizbare
Folie (1) an empfindlichen Stellen des Fußes. wie zum Beispiel im Bereich des Knöchels
oder der Ferse Einschnitte (6). Perforationen oder dergleichen aufweist.
8. Innenschuh nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die oder jede heizbaren
Folie (1) an empfindlichen Stellen des Fußes, wie zum Beispiel im Bereich des Knöchels
oder der Ferse ausgenommen ist.
9. Innenschuh nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der oder jeder heizbaren
Folie (1) oder im Innenschuh zumindest ein Sensor zur Messung der Temperatur vorgesehen
ist.
10. Verfahren zur Anpassung eines Innenschuhs nach Anspruch 1 bis 9 an die Fußform des
Trägers eines solchen Innenschuhs, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte
a) Einbringen des Fußes des Trägers in den Innenschuh,
b) Verbindung der heizbaren Folie des Innenschuhs mit einer elektrischen Spannungsquelle.
c) Trennung der heizbaren Folie des Innenschuhs von der elektrischen Spannungsquelle,
nach Erreichen der für eine gute Verformbarkeit des thermoplastischen Kunststoffs
des Innenschuhs notwendigen Temperatur.
d) Belassen des Fußes im Innenschuh, bis die zur Verformbarkeit des therrnoplastischen
Kunststoffs des Innenschuhs notwendige Temperatur unterschritten ist, und
e) gegebenenfalls Wiederholung der Schritte b bis d.
11. Verfahren zur Anpassung eines Innenschuhs nach Anspruch 1 bis 9 an die Fußform des
Trägers eines solchen Innenschuhs, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte
a) Verbindung der heizbaren Folie des Innenschuhs mit einer elektrischen Spannungsquelle.
b) Trennung der heizbaren Folie des Innenschuhs von der elektrischen Spannungsquelle
nach Erreichen der für eine gute Verformbarkeit des thermoplastischen Kunststoffs
des Innenschuhs notwendigen Temperatur.
c) Einbringen des Fußes des Trägers in den Innenschuh,
d) Belassen des Fußes im Innenschuh, bis die zur Verformbarkeit des thermoplastischen
Kunststoffs des Innenschuhs notwendige Temperatur unterschritten ist, und
e) gegebenenfalls Wiederholung der Schritte a bis d.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, gekennzeichnet durch die Messung der Temperatur
im Innenschuh, und der automatischen Trennung der heizbaren Folie des Innenschuhs
von der elektrischen Spannungsquelle. nach Erreichen der für eine gute Verformbarkeit
des thermoplastischen Kunststoffs des Innenschuhs notwendigen Temperatur.
13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, gekennzeichnet durch die automatischen Trennung
der heizbaren Folie des Innenschuhs von der elektrischen Spannungsquelle nach einer
vorgegebenen Zeitspanne.