[0001] Die Erfindung betrifft einen Verkaufsstand mit Plazierungssäulen. Derartige Verkaufsstände
werden häufig in Supermärkten oder auch bei großen Food-Messen verwendet, um die Produkte
augenfällig zu präsentieren, damit sich die Aufmerksamkeit der Käufer auf sie richtet.
[0002] Klapp- und zusammenlegbare Einzelsäulen sind bekannt. Diese Säulen dienen als Werbeträger
und werden in der Regel hinsichtlich ihrer Höhe so ausgebildet, daß sie die durchschnittliche
Größe eines Menschen um ca. 1 m oder mehr überragen. Auf diese Weise sind derartige
Säulen bereits von weitem in Supermärkten auch dann zu erkennen, wenn viele Käufer
den Blick auf Regale verstellen. Regale lassen jedoch das Anbringen von derartigen
Säulen nicht zu, so daß Käufer nur bei Kenntnis der jeweiligen Örtlichkeit eines Supermarktes
leicht die gewünschte Ware finden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verkaufsstand anzugeben, der bei
einfacher und kostengünstiger Herstellung sowohl die Aufmerksamkeit auf sich lenkt
als auch eine unkomplizierte Darbietung der Waren ermöglicht.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens ein Auflagesockel
zur Aufnahme der Waren oder Verkaufsprodukte zwischen mindestens zwei Plazierungssäulen
angeordnet ist, wobei angepaßte Flächen des Auflagesockels an entsprechend angepaßten
Flächen der Plazierungssäule anliegen.
[0005] Üblicherweise handelt es sich bei diesen angepaßten Flächen um senkrechte ebene Flächen,
die im unteren Bereich einer Plazierungssäule an einer entsprechenden Nachbarfläche
anliegen. Dabei sind die Plazierungssäulen so hoch ausgebildet, daß sie die Sockel
mit den darauf aufgestapelten Waren deutlich, d.h. übermannshoch überragen.
[0006] In ihren Breitenabmessungen sind die einander zugeordneten Kantenabstände der aneinanderliegenden
Flächen vorzugsweise so ausgewählt, daß die Seitenwände der Plazierungssäulen bündig
an die entsprechenden Flächen des Sockels anschließen bzw. in diese übergehen. Dabei
entsteht im Fall von dreieckigen oder fünf- und mehreckigen Säulen im Übergangsbereich
ein Knick, wohingegen bei einer viereckigen Säule die Seitenfläche eines Sockels im
wesentlichen knickfrei und stufenfrei in eine Seitenfläche einer Säule übergeht. Von
besonderem Vorteil ist dabei, daß der Querschnitt eines Sockels im wesentlichen einer
Auflagefläche einer 1/4 Euro-Transportpalette entspricht, so daß nach Entfernung einer
Transport-Schutzverpackung die komplette Palette mit Sockel und den darauf gestapelten
Waren an den Verkaufsplatz gefahren werden kann. Dort werden die Säulen in entsprechender
Weise seitlich an den Flächen angeordnet, so daß der Verkaufsstand mit wenigen Handgriffen
als Selbstbedienungsstand einsatzbereit ist. Hierzu können die Plazierungssäulen mittels
Drahtklammern oder anderer geeigneter Befestigungsmittel an dem Sockel befestigt werden,
damit die Einheit Plazierungssäule/Auflagesäule nicht unvorhergesehener Weise voneinander
getrennt wird.
[0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine Verkaufsstand-Anordnung bestehend aus zwei Säulen und zwischen beiden Säulen
angeordnet zwei nebeneinander stehende Auflagesockel.
- Fig. 2a-d
- zeigen eine auseinandergefaltete Säule bestehend aus im wesentlichen sechs Flächengebilden,
die an jeweils einander benachbarten Randkanten faltbar miteinander verbunden sind
und den schrittweisen Ablauf ihres Aufbaues.
- Fig. 3
- zeigt eine Sonderform eines Verkaufsstands mit nur einer Säule und sternförmig hierzu
angeordneten Verkaufssockeln.
- Fig. 4
- zeigt einen Verkaufsstand vergleichbar demjenigen in Fig. 1 mit einem weiteren Sockel
mittig vor den beiden Verbindungssockeln angeordnet.
- Fig. 5
- zeigt eine Anordnung mit drei im wesentlichen zu einem gleichschenkeligen Dreieck
angeordneten Plazierungssäulen mit den gleichen Schenkeln ausfüllenden Auflagesockeln.
- Fig. 6
- zeigt einen Verkaufsstand mit fünf Plazierungssäulen, die im wesentlichen zu einem
Pentagon angeordnet sind mit zwischen den Säulen angeordneten Auflagesockeln.
- Fig. 7
- zeigt einen Verkaufsstand mit vier im Zickzack angeordneten Plazierungssäulen, die
jeweils über Auflagesockeln miteinander verbunden sind.
- Fig. 8
- zeigt in schematischer Darstellung in Draufsicht fünf Beispiele von Verkaufsständen
mit jeweils einreihiger Anordnung der Auflagesockel.
- Fig. 9
- zeigt vier weitere Beispiele entsprechend denjenigen in Fig. 8, jedoch mit doppelreihiger
Anordnung der Auflagesockel entsprechend einer vollständigen Euro-Transportpalette.
[0008] Es wird Bezug genommen auf Fig. 1. Darin ist eine Verkaufsstand-Anordnung 1 dargestellt,
die aus zwei Säulen 2 und zwei zwischen beiden Säulen 2 angeordneten nebeneinander
stehenden Auflagesockeln 3 besteht.
[0009] Auf den Auflagesockeln 3 sind die Verkaufsprodukte 4 aufgestapelt, und zwar derart,
daß sie den freien Luftraum oberhalb der Sockel, der beidseitig von den Säulen 2 begrenzt
wird, ausfüllen.
[0010] Dabei überragen die Säulen 2 die Oberkante des Produktstapels derart, daß auch im
gefüllten Zustand der Verkaufsstand quasi als Turmkonstruktion erkannt wird, bei der
die Türme die durchschnittliche Haupteshöhe wesentlich überragen. Die Säulen 2 liegen
mit zugeordneten angepaßten Flächen 6 an den angepaßten Flächen 5 der Auflagesockel
3.
[0011] Der Querschnitt der Plazierungssäulen 2 besteht bevorzugt aus einer im wesentlichen
drei- oder mehreckigen Fläche. Diese Säulen werden aus klappbaren Flächengebilden
7 zusammengestellt, wobei der Aufbau einer derartigen Säule in den Figuren 2a bis
2d erläutert wird. Ein im wesentlichen rechteckiges Gesamtflächengebilde, vorzugsweise
aus einem Kartonaufbau, weist zwei Faltlinien in Längsrichtung dergestalt auf, daß
das Flächengebilde in drei im wesentlichen gleich breite Streifen unterteilt ist,
die an ihren einander gegenüberliegenden Seitenrändern gelenkartig umgeklappt werden
können. Im rechten Winkel zu diesen Faltlinien ist das Gesamtflächengebilde von einer
Mittellinie geteilt, die ebenfalls als eine Faltlinie ausgebildet ist. Zum Transport
faltet man dieses Flächengebilde zunächst um die Mittellinie, dann jeweils um die
Falzlinie der Seitenränder zu Gelenkstreifen. Auf diese Weise erhält man eine leicht
transportable Kartonkonstruktion, die nach dem Auseinanderfalten und Zusammenstellen
in der Reihenfolge der Fig. 2a bis 2d eine dreiseitige Säule ergibt. Diese dreiseitige
Säule wird auf einen Säulensockel 13 mit einer Vertiefung 14 aufgesetzt und an den
freien Seitenrändern mittels Klammern 10 oder anderer geeigneter Befestigungsmittel
fixiert.
[0012] Der Auflagesockel 3 ist bei allen Ausführungsformen gemäß der Fig. 1 und 3 bis 9
mit einer Querschnittsabmessung einer 1/4 Euro-Transportpalette 8 ausgestattet. Zwischen
dem Auflagesockel 3 und der Palette ist eine Befestigungseinrichtung 9 angeordnet,
mittels welcher der Auflagesockel 3 an der Transportpalette 8 fixiert ist. Diese Maßnahme
hat den Vorteil, daß auch bei entfernter Umverpackung oder bei vollständig abgeräumtem
Auflagesockel dieser sich nicht auf der Transportpalette 8 verschiebt.
[0013] Im folgenden werden die verschiedenen Konfigurationen der Verkaufsstände beschrieben,
wobei, falls zutreffend, auf die Grundrißdarstellungen in den Fig. 8 und 9 Bezug genommen
wird.
[0014] Fig. 3 zeigt eine sternförmige Anordnung eines Verkaufsstandes entsprechend Fig.
8, Beispiel 4, mit einer einzelnen Säule in der Mitte und sternförmig an den Seitenflächen
angeordneten Transportpaletten und darauf gestellten Auflagesockeln mit gestapelten
Produkten.
[0015] Fig. 4 zeigt einen Verkaufsstand mit im Abstand von zwei längs hintereinander angeordneten
Transportpaletten aufgestellten Säulen, zwischen denen die genannten längs hintereinander
angeordneten Transportpaletten mit den Auflagesockeln eingestellt sind. Versetzt dazu
sind vor und hinter der Berührlinie der beiden hintereinander angeordneten Auflagesockel
jeweils ein weiterer Auflagesockel vorgesehen, so daß sich in der Draufsicht gemäß
Beispiel 1, Fig. 8, die dargestellte kreuzförmige Anordnung ergibt.
[0016] Fig. 5 zeigt einen Verkaufsstand, bei dem drei Plazierungssäulen im wesentlichen
an den Eckpunkten eines gleichschenkeligen Dreiecks aufgestellt sind, wobei entlang
zweier der genannten Schenkel jeweils zwei Transportpaletten mit Auflagesockel hintereinander
gestellt zwischen den Plazierungssäulen angeordnet sind.
[0017] Fig. 6 zeigt einen Verkaufsstand gemäß Beispiel 2, Fig. 8, gemäß welchem die Plazierungssäulen
im wesentlichen in einem gleichen Abstand auf einen Umkreis angeordnet sind. Zwischen
den einzelnen Plazierungssäulen sind längs hintereinander gestellt die Transportpaletten
mit den darauf gesetzten Auflagesockeln eingeschoben. Auf diese Weise ergibt sich
ein Innenraum mit einem Zugang.
[0018] Schließlich zeigt Fig. 7 ein nächstes Ausführungsbeispiel entsprechend Beispiel 3
in Fig. 8. Hier sind vier Plazierungssäulen auf einer Zickzack-Linie angeordnet und
der Zwischenraum zwischen den Plazierungssäulen mit längs hintereinander angeordneten
Transportpaletten mit Auflagesockeln gefüllt.
[0019] In Fig. 8 ist darüber hinaus ein weiteres Ausführungsbeispiel 5 gezeigt, bei dem
vier Plazierungssäulen zum Einsatz kommen, wobei im Grundriß der Verkaufsstand eine
I-Gestalt besitzt, worin die Querbalken jeweils an den Enden etwas nach oben abgewinkelt
sind.
[0020] In Fig. 9 sind Ausführungsbeispiele von Verkaufsstandanordnungen dargestellt, bei
denen die 1/4 Euro-Transportpaletten durch eine 1/1 Euro-Transportpalette ersetzt
ist, die Verkaufssockel jedoch die 1/4-Grundfläche aufweisen. Statt einer 1/1 Euro-Transportpalette
kann diese Anordnung auch so gewonnen werden, daß jeweils vier der 1/4 Euro-Transportpaletten
zu einem Rechteck zusammengestellt sind.
[0021] Die Neuerung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt, sondern umfaßt weitere Ausgestaltungen, soweit diese im Schutzbereich
der Offenbarung liegen.
1. Verkaufsstand (1) mit Plazierungssäulen (2), dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Auflagesockel (3) zur Aufnahme von Verkaufsprodukten (4) zwischen
mindestens zwei Plazierungssäulen angeordnet ist und angepaßte Flächen (5) aufweist,
die an zugeordneten angepaßten Flächen (6) der Plazierungssäulen anliegen.
2. Verkaufsstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die angepaßten Flächen
(5, 6) senkrechte, ebene Flächen sind und daß die Plazierungssäulen (2) die Auflagesockel
(3) mit den darauf aufgestapelten Produkten (4) überragen.
3. Verkaufsstand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Plazierungssäulen
(2) in ihrem Querschnitt im wesentlichen drei- oder mehreckig ausgebildet sind und
aus klappbaren, zusammengeordneten Flächengebilden (7) bestehen.
4. Verkaufsstand nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Auflagesockel (3) die Querschnittsabmessung einer 1/4 Euro-Transport-Palette
(8) aufweist.
5. Verkaufsstand nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Auflagesockel (3) und Palette (8) eine Befestigungseinrichtung (9) angeordnet
ist, mittels der der Sockel auf der Palette festgelegt ist.
6. Verkaufsstand nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Plazierungssäulen (2) mit den Auflagesockeln (3) über eine Befestigungseinrichtung
(10) verbunden sind.
7. Verkaufsstand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung
aus Drahtklammern besteht.
8. Verkaufsstand nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung
(11) ein Klebeband ist.