| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 824 929 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
29.10.2003 Patentblatt 2003/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.08.1997 |
|
|
| (54) |
Katheter für die perkutane enterale Ernährung
Percutaneous eneteral feeding catheter
Cathéter percutané d'alimentation entérale
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE ES FR GR IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
23.08.1996 DE 19634116
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
25.02.1998 Patentblatt 1998/09 |
| (73) |
Patentinhaber: Fresenius AG |
|
61352 Bad Homburg v.d.H. (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Resch,Judith
66589 Merchweiler (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Luderschmidt, Schüler & Partner GbR |
|
Patentanwälte,
John-F.-Kennedy-Strasse 4 65189 Wiesbaden 65189 Wiesbaden (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 108 595 US-A- 4 393 873 US-A- 5 073 166
|
US-A- 3 397 699 US-A- 4 834 712 US-A- 5 112 310
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Katheter für die perkutane enterale Ernährung mit einem
Sondenschlauch zum Zuführen einer Nährlösung, der in das Magenlumen einführbar ist
und einem Halteteil, das von außen auf die Bauchdecke auflegbar ist.
[0002] Es sind Gastrostomie-Sonden zur enteralen Ernährung bekannt, die mittels eines Ballons
oder einer flexiblen Manschette gegen Herausrutschen gesichert sind. Nach Einführung
des Katheters durch das Stoma in den Magen wird der Ballon von außen über ein Ventil
mit einer Flüssigkeit gefüllt bzw. die Manschette entspannt. Beim Befüllen weitet
sich der Ballon auf bzw. entfaltet die Manschette ihre endgültige Form und das ausgebildete
Rückhalteglied fixiert das System distal. Eine bewegbare Haltevorrichtung, die mit
dem Sondenschlauch verbunden ist oder auf den Sondenschlauch aufgezogen wird, stützt
den Katheter von außen an der Bauchdecke ab.
[0003] Die bekannten Katheter zur perkutanen enteralen Ernährung sind insofern nachteilig,
als die Länge des Sondenschlauchs der Länge des Stomakanals entsprechen muß. So werden
für unterschiedlich lange Stomakanäle eine Vielzahl von Sonden in diskreten Längen
angeboten. Nachteilig ist auch, daß es erforderlich ist, vor dem Einführen der Sonde
die Länge des Stomakanals zu messen. Darüber hinaus ist nachteilig, daß zum Befüllen
des Ballons sowie zum Strecken der Manschette weitere Hilfsmittel, z.B. eine Spritze,
ein Obturator oder dgl. benötigt werden. Im übrigen besteht das Risiko, daß ein Ballon
bei Undichtigkeiten desselben durch Verlust des Volumens aus dem Stomakanal herausgleitet.
[0004] Die US-A-4,666,433 beschreibt einen Katheter für die perkutane enterale Ernährung
mit einem Sondenschlauch zum Zuführen einer Nährlösung, der in das Magenlumen einführbar
ist, und einem Halteteil, das von außen auf die Bauchdecke auflegbar ist. Am distalen
Ende des Sondenschlauches befindet sich ein Rückhalteglied. Das Rückhalteglied besteht
aus einem Schlauchstück, das mit mehreren umfangsmäßig verteilt angeordneten Längsschlitzen
versehen ist. Zum Einführen des Sondenschlauchs wird das Rückhalteglied mittels eines
Stiletts in den Sondenschlauch zurückgezogen. Anschließend wird das Rückhalteglied
wieder vorgeschoben, so daß sich dieses aufspreizt. Nachteilig ist, daß hierzu ein
separates Instrument erforderlich ist.
[0005] Aus der US-A-3,108,595 ist ein Katheter bekannt, dessen Sondenschlauch von einem
flexiblen Außenschlauch umschlossen ist, der an seinem distalen Ende mit mehreren
umfangsmäßig verteilt angeordneten Längsschlitzen versehen ist. Sondenschlauch und
Außenschlauch sind an ihrem distalen Ende miteinander verbunden und axial gegeneinander
verschiebbar und in einer vorgeschobenen und zurückgezogenen Position arretierbar,
so daß der Außenschlauch unter Bildung von mehreren vorspringenden Stegen aufgespreizt
werden kann. Nachteilig ist, daß Magensäure und andere Flüssigkeiten durch die Längsschlitze
in die Schlauchanordnung eindringen können.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen einfach zu handhabenden Katheter
für die perkutane enterale Ernährung zu schaffen, der sicher distal und proximal fixiert
werden kann, eine Anpassung an unterschiedliche Stomalängen erlaubt und gegen das
Eindringen von Magensäure und anderen Flüssigkeiten geschützt ist.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1, 2 bzw. 3.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Katheter für die perkutane enterale Ernährung ist der Sondenschlauch
in einem Außenschlauch geführt, wobei Sonden- und Außenschlauch an ihren distalen
Enden miteinander verbunden und axial unter Aufweitung des Außenschlauchs relativ
zueinander verschiebbar sind. Die Aufweitung des mit mehreren umfangsmäßig verteilt
angeordneten Schlitzen oder Schwächungszonen versehenen Außenschlauchs erfolgt durch
eine Linearbewegung von Sonden- und Außenschlauch. Der sich aufweitende Außenschlauch
bildet ein Rückhalteglied, mit dem sich der Katheter an der Wandung des Magens abstützen
kann. Das Plazieren und Entfernen der Sonde sind einfache Handgriffe, die ohne weitere
Hilfsmittel durchgeführt werden können. Die Verschiebung von Sondenschlauch oder Außenschlauch
führt nicht nur zur Ausbildung eines Rückhaltegliedes, sondern ermöglicht es auch,
die wirksame Länge des Sondenschlauchs zu variieren. Der Katheter kann somit an unterschiedliche
Stomalängen individuell angepaßt werden.
[0009] Bei einer Ausführungsform ist der Außenschlauch zur Bildung einer ballonartigen Fläche
von einer flexiblen Umhüllung umschlossen, die mit dem distalen Ende des Außenschlauchs
verbunden ist. Die Umhüllung dient gleichsam zum Schutz der gegeneinander beweglichen
Schläuche und verhindert ein Eindringen von Magensäure und anderen Flüssigkeiten durch
die Längsschlitze in die Schlauchanordnung. Bei einer alternativen Ausfuhrungsform
ist der Ringspalt zwischen den Schläuchen mit einem ringförmigen Richtungselement
abgedichtet. Bei einer weiteren Ausführungsform ist der Außenschlauch distal derart
ausgebildet, daß die oben beschriebene Umhüllung als dünne Haut zwischen den Stegen
durch Ausbildung einer lokal geringeren Wandstärke entsteht.
[0010] Der erfindungsgemäße Katheter kann für die perkutane endoskopisch kontrollierte Gastrostomie
oder auch als Austauschsonde für ein bestehendes Magen-Stoma eingesetzt werden.
[0011] Vorzugsweise ist der Außenschlauch vierfach geschlitzt. Wenn Außen- und Sondenschlauch
gegeneinander axial verschoben werden, spreizen sich die geschlitzten Bereiche des
Außenschlauchs nach Art eines Spreizdübels auf, so daß ein sicherer Halt gewährleistet
ist. Das Material des Außenschlauchs und/oder dessen Wandstärke ist derart zu bemessen,
daß sich die geschlitzten Bereiche einerseits leicht aufspreizen lassen und andererseits
eine genügende Festigkeit haben, um einen sicheren Halt zu gewährleisten.
[0012] In Abhängigkeit von den verwendeten Schlauchmaterialien kann auf die Reibflächen,
d.h. auf die Innenwand des Außenschlauchs bzw. die Außenwand des Sondenschlauchs ein
Gleitmittel, z.B. Silikon- oder MCT-Öl aufgebracht werden.
[0013] Das Verstellen und Arretieren von Sonden- und Außenschlauch erfolgt vorteilhafterweise
an dem Halteteil des Katheters, das auf der Bauchdecke des Patienten aufliegt. Das
Halteteil weist zweckmäßigerweise ein mit dem proximalen Ende des Sondenschlauchs
verbundenes Anschlußteil, vorzugsweise ein Luerl-Lock-Anschluß, auf, das mit dem Anschlußteil
der bekannten Überleitungsschläuche verbunden werden kann. Um ein Austreten von Flüssigkeit
aus dem Magen zu verhindern, kann in den Sondenschlauch oder in den Luer-Lock Anschluß
ein Rückschlagventil eingesetzt sein.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Außenschlauch an einem Verstellelement
befestigt, das in dem Halteteil linear verschiebbar geführt ist, während das Anschlußteil
des Sondenschlauchs mit dem Halteteil fest verbunden ist. Das Verstellelement ist
vorzugsweise einrastend an dem Halteteil festgelegt. Es ist aber auch möglich, das
Verstellelement derart federnd vorzuspannen, daß der Außenschlauch unter Ausbildung
des Rückhaltegliedes verformt ist.
[0015] In einer alternativen bevorzugten Ausführungsform ist das Anschlußstück des Sondenschlauchs
in dem Halteteil linear verschiebbar geführt, während der Außenschlauch fest mit dem
Halteteil verbunden ist.
[0016] Ein langer Verschiebeweg auf möglichst kleinem Raum kann dadurch erzielt werden,
daß sowohl das Anschlußteil des Sondenschlauchs als auch der Außenschlauch verschoben
werden.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Halteteil einen Drehteller
auf, an dem das Anschlußteil des Sondenschlauchs außerhalb der Drehachse befestigt
ist. Durch Drehen des Drehtellers kann die Länge des Sondenschafts variiert und der
Katheter an der Wandung des Magens fixiert werden.
[0018] Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere Ausführungsformen
der Erfindung näher erläutert.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Prinzipskizze eines Katheters, bei dem der Außenschlauch gegenüber dem Sondenschlauch
verschiebbar ist,
- Fig. 1a
- das distale Endstück des geschlitzten Außenschlauchs und des Sondenschlauchs in perspektivischer
Darstellung,
- Fig. 2
- das Halteteil des Katheters gemäß Fig. 1 in der Draufsicht,
- Fig. 3
- das distale Endstück des geschlitzten Außenschlauchs in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 4
- eine Prinzipskizze eines weiteren Katheters, bei dem der Außenschlauch gegenüber dem
Sondenschlauch verschiebbar ist,
- Fig. 5
- das Halteteil des Katheters gemäß Fig. 4 in der Draufsicht,
- Fig. 6
- eine Prinzipskizze eines Katheters, bei dem der Sondenschlauch gegenüber dem Außenschlauch
verschiebbar ist,
- Fig. 7
- das Halteteil des Katheters gemäß Fig. 6 in der Draufsicht,
- Fig. 8
- eine Prinzipskizze eines weiteren Katheters, bei dem der Sondenschlauch gegenüber
dem Außenschlauch verschiebbar ist,
- Fig. 9
- das Halteteil des Katheters gemäß Fig. 8 in der Draufsicht,
- Fig. 10
- einen Schnitt durch das distale Endstück des Sondenschlauchs und des Außenschlauchs
einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Katheters, bei der Sonden- und Außenschlauch
von einer flexiblen Umhüllung umschlossen sind und
- Fig. 11
- eine perspektivische Darstellung des distalen Endstücks des Sondenschlauchs und des
Außenschlauchs einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Katheters, bei der die
Umhüllung einstückiger Bestandteil des Außenschlauchs ist.
[0020] Der Katheter weist einen Halteteil 1 in Form eines langgestreckten Kunststoffgehäuses
auf, das mit seiner Unterseite 2 auf die Bauchdecke des Patienten aufgelegt wird.
Zur besseren Belüftung sind an der Unterseite des auf der Bauchdecke aufliegenden
Halteteils 1 Stege oder Noppen 2a vorgesehen. Das Halteteil ist an einer seiner Stirnseiten
mit einem Luer-Lock-Anschlußteil 3 versehen, an dem der Luerlock-Anschlußteil der
bekannten Überleitungsschläuche zum Zuführen einer Nährlösung angeschlossen wird.
Der Luer-Lock-Anschlußteil 3 des Halteteils 1 ist mit einem flexiblen Sondenschlauch
4 verbunden, der sich zwischen den Seitenwänden 5 des Gehäuses erstreckt und durch
eine Ausnehmung 6 im Gehäuseboden aus dem Gehäuse herausgeführt ist. Der Sondenschlauch
4 wird von einem flexiblen Außenschlauch 7 umschlossen, dessen Durchmesser geringfügig
größer als der Durchmesser des Sondenschlauchs ist. Der Außenschlauch 7 ist an seinem
distalen Ende mit dem distalen Ende des Sondenschlauchs 4 verbunden (z.B. verklebt,
verklemmt, verschweißt). Der Außenschlauch 7 erstreckt sich durch die bodenseitige
Gehäuseausnehmung 6 in das Gehäuse. Das proximale Ende des Außenschlauchs 7 ist mit
einem Verstellelement 8 verbunden, das in dem Halteteil 1 längsverschiebbar z.B. auf
einer Zahnstange 9 geführt ist. Das Verstellelement 8 weist ein federnd vorgespanntes
Arretierungselement 10 auf, das mit der Zahnung der Zahnstange in Eingriff ist und
das Verstellelement 8 einrastend an dem Halteteil 1 festlegt. Alternativ kann das
Arretierungselement aber auch in die Löcher eines in dem Gehäuse vorgesehenen Lochrasters
eingreifen, so daß der Außenschlauch in unterschiedlichen Stellungen arretierbar ist.
[0021] Das distale Endstück des Außenschlauchs 7 ist mit vier umfangsmäßig verteilt angeordneten
Längsschlitzen 11 versehen, die sich über einen Teil der Länge des Außenschlauchs
erstrecken und jeweils einen Winkel von 90° einschließen. Fig. 3 zeigt das geschlitzte
Endstück des Außenschlauchs in der Ausgangsstellung. Wenn das Arretierungselement
10 entgegen der Federspannung mit der Zahnung der Zahnstange 9 außer Eingriff gebracht
und das Verstellelement 8 in die in den Figuren 1 und 2 gezeigte vordere Stellung
verschoben wird, spreizen sich die geschlitzten Bereiche 12 des Außenschlauchs 7 radial
nach außen, so daß ein Rückhalteglied 13 mit vier radial abstehenden Schlaufen gebildet
wird, an dem sich der Katheter an der Wandung des Magens von innen abstützen kann
(Fig. 1a). Zur Verbesserung der Gleiteigenschaften kann zwischen der Außenwand des
Sondenschlauchs 4 und der Innenwand des Außenschlauchs 7 ein Gleitmittel eingebracht
werden. Oberhalb der Längsschlitze 11 ist der Außenschlauch 7 gegenüber dem Innenschlauch
4 durch ein ringförmiges Dichtungselement 14 abgedichtet, das den Ringspalt zwischen
den Schläuchen 4, 7 verschließt und ein Eindringen von Magensäure oder anderen Flüssigkeiten
verhindert.
[0022] Die Figuren 5 bis 10 zeigen weitere Ausführungsformen des Katheters, wobei die Teile,
die den Teilen des unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 3 beschriebenen Ausführungsbeispiels
entsprechen, mit den gleichen Bezugsziffern versehen sind.
[0023] Die Ausführungsform gemäß der Figuren 4 und 5 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel
gemäß der Figuren 1 bis 3 dadurch, daß der Anschlußteil 3' für den Überleitungsschlauch
an der Gehäuseoberseite angeordnet ist, wodurch dessen Zugänglichkeit verbessert wird.
[0024] Die Figuren 6 und 7 zeigen ein Ausführungsbeispiel mit oben liegendem Anschlußteil
3', bei dem der Außenschlauch 7 fest mit dem Halteteil 1 verbunden und der Sondenschlauch
4 gegenüber dem Außenschlauch 7 axial verschiebbar ist. Der Anschlußteil 3' ist in
einem Längsschlitz 15 des Gehäusedeckels verschiebbar geführt und mit dem proximalen
Ende des Sondenschlauchs 4 verbunden. Durch Verschieben des Anschlußteils 3' können
die geschlitzten Bereiche 12 des Außenschlauchs 7 aufgespreizt und die wirksame Länge
des Sondenschlauchs 4 verändert werden.
[0025] Die Figuren 8 und 9 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel des Katheters mit oben
liegendem Anschlußteil 3' für den Überleitungsschlauch. Das Halteteil 1 weist ein
Gehäuse mit einer ovalen Bodenplatte 16 und einem drehbar gelagerten runden Deckel
17 auf. Die Bodenplatte 16 ist an ihrer Unterseite mit Stegen oder Noppen 16a zur
besseren Belüftung versehen. Das Anschlußteil 3, das als Luer-Lock-Anschluß oder auch
als Trichteranschluß ausgebildet sein kann, ist an dem Deckel 17 in dessen äußeren
Umfangsbereich angeordnet. Mit dem Anschlußteil 3' ist das proximale Ende des in dem
Gehäuse entlang eines kreisbogenförmigen Kanals 17a geführten Sondenschlauchs 4 verbunden,
während das proximale Ende des Außenschlauchs 7 mit dem Halteteil 1 fest verbunden
ist. Bei dieser Ausführungsform werden die geschlitzten Bereiche 12 des Außenschlauchs
7 durch Drehen des Deckels 17 aufgespreizt.
[0026] Fig. 10 zeigt einen Schnitt durch das distale Endstück des Sondenschlauchs 4 und
des Außenschlauchs 7 eines Ausführungsbeispiels des Katheters gemäß der Erfindung,
bei dem Sonden- und Außenschlauch von einer flexiblen Umhüllung 18 in Form eines flexiblen
Kunststoffschlauchs umschlossen sind. Die flexible Umhüllung 18 ist mit dem distalen
Ende des Außenschlauchs 7 verbunden und erstreckt sich über das Halteteil. Es ist
aber auch möglich, daß die flexible Umhüllung nur über die geschlitzten Bereiche 12
des Außenschlauchs 7 gezogen ist. Beim Aufspreizen der geschlitzten Bereiche des Außenschlauchs
7 dehnt sich die flexible Umhüllung ballonartig, ähnlich einer abgeplatteten Kugel,
aus, so daß ein sicherer Rückhalt gewährleistet ist.
[0027] Fig. 11 zeigt eine perspektivische Darstellung des distalen Endstücks des Sondenund
Außenschlauchs einer Ausführungsform des Katheters gemäß der Erfindung, bei der die
Umhüllung 19 einstückiger Bestandteil des Außenschlauchs 20 ist. Bei diesem Auführungsbeispiel
ist das distale Endstück des Außenschlauchs 20 mit mehreren umfängsmäßig verteilt
angeordneten und sich in axialer Richtung erstreckenden Schwächungszonen 21 versehen.
Beim Verschieben von Sondenund Außenschlauch verbleibt zwischen den sich abspreizenden
Stegen als Umhüllung 19 eine dünne Haut, die beim Abspreizen der Stege 22 ballonartig
ausgedehnt wird. Die nicht durchgehenden Schlitze zur Schwächung des Materials können
beispielsweise mit einem Laser in die Wand des Außenschlauchs eingebracht werden.
Die Umhüllung 19, die einstückiger Bestandteil des Außenschlauchs 20 ist, verhindert
ein Eindringen von Magensäure oder anderen Flüssigkeiten.
1. Katheter für die perkutane enterale Ernährung mit einem Sondenschlauch (4) zum Zuführen
einer Nährlösung, der in das Magenlumen einführbar ist, und einem Halteteil (1), das
von außen auf die Bauchdecke auflegbar ist, wobei am distalen Ende des Sondenschlauchs
eine Rückhalteglied (13) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sondenschlauch (4) von einem flexiblen Außenschlauch (7) umschlossen ist und
daß Sondenschlauch (4) und Außenschlauch (7) an ihrem distalen Ende miteinander verbunden
und axial gegeneinander verschiebbar und in unterschiedlichen Stellungen arretierbar
sind,
daß der Außenschlauch (7) zur Bildung des Rückhaltegliedes (13) mit umfangsmäßig verteilt
angeordneten Längsschlitzen (11) versehen ist, so daß dieser beim Verschieben von
Sondenschlauch und Außenschlauch aufspreizbar ist, und
daß zumindest der geschlitzte Bereich (12) des Außenschlauchs von einer flexiblen Umhüllung
(18) umschlossen ist.
2. Katheter für die perkutane enterale Ernährung mit einem Sondenschlauch (4) zum Zuführen
einer Nährlösung, der in das Magenlumen einführbar ist, und einem Halteteil (1), das
von außen auf die Bauchdecke auflegbar ist, wobei am distalen Ende des Sondenschlauchs
ein Rückhalteglied (13) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Sondenschlauch (4) von einem flexiblen Außenschlauch (7) umschlossen ist, daß
Sondenschlauch (4) und Außenschlauch (7) an ihrem distalen Ende miteinander verbunden
und axial gegeneinander verschiebbar und in unterschiedlichen Stellungen arretierbar
sind und daß der Außenschlauch (7) zur Bildung des Rückhaltegliedes (13) mit umfangsmäßig
verteilt angeordneten und sich in axialer Richtung erstreckenden Schwächungszonen
(21) derart versehen ist, daß beim Verschieben von Sondenschlauch und Außenschlauch
zwischen den sich abspreizenden Stegen (22) als Umhüllung (19) eine dünne Haut verbleibt.
3. Katheter für die perkutane enterale Ernährung mit einem Sondenschlauch (4) zum Zuführen
einer Nährlösung, der in das Magenlumen einführbar ist, und einem Halteteil (1), das
von außen auf die Bauchdecke auflegbar ist, wobei am distalen Ende des Sondenschlauchs
eine Rückhalteglied (13) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sondenschlauch (4) von einem flexiblen Außenschlauch (7) umschlossen ist und
daß Sondenschlauch (4) und Außenschlauch (7) an ihrem distalen Ende miteinander verbunden
und axial gegeneinander verschiebbar und in unterschiedlichen Stellungen arretierbar
sind,
daß der Außenschlauch (7) zur Bildung des Rückhaltegliedes (13) mit umfangsmäßig verteilt
angeordneten Längsschlitzen (11) versehen ist, so daß dieser beim Verschieben von
Sondenschlauch und Außenschlauch aufspreizbar ist, und daß oberhalb der Längsschlitze
(11) der Außenschlauch (7) gegenüber dem Innenschlauch (4) durch ein ringförmiges
Dichtungselement (14) abgedichtet ist, das den Ringspalt zwischen den Schläuchen verschließt.
4. Katheter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenschlauch (7) vierfach geschlitzt ist.
5. Katheter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß vier Schwächungszonen (21) in dem Außenschlauch (7) vorgesehen sind.
6. Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Außenwand des Sondenschlauchs (4) und der Innenwand des Außenschlauchs
(7) ein Gleitmittel eingebracht ist.
7. Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (1) ein mit dem proximalen Ende des Sondenschlauchs verbundenes Anschlußteil
(3, 3') aufweist, an dem das Anschlußteil eines Überleitungsschlauchs anschließbar
ist.
8. Katheter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenschlauch (7) an einem Verstellelement (8) befestigt ist, das in dem Halteteil
(1) linear verschiebbar geführt ist, wobei der Anschlußteil (3) des Sondenschlauchs
(4) mit dem Halteteil (1) fest verbunden ist.
9. Katheter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlußteil (3') des Sondenschlauchs (4) in dem Halteteil (1) linear verschiebbar
geführt ist, wobei der Außenschlauch (7) fest mit dem Halteteil (1) verbunden ist.
10. Katheter nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellelement (8) bzw. der Anschlußteil (3') einrastend an dem Halteteil (1)
festgelegt ist.
11. Katheter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (1) einen Drehteller (17) aufweist, an dem der Anschlußteil (3') des
Sondenschlauchs (4) außerhalb der Drehachse befestigt ist.
1. Percutaneous enteral feeding catheter with a probe tube (4) to supply a nutrient solution,
it being possible to insert said tube in the stomach lumen, and with a support part
(I) which can be applied from outside onto the abdominal wall, whereby at the distal
end of the probe tube a retaining member (13) is provided
characterised by the fact:
that the probe tube (4) is enclosed in a flexible outer tube (7) and that probe tube
(4) and outer tube (7) are connected at their distal end and can be moved towards
each other axially and locked in different positions.
that the outer tube (7) has slots (11) arranged around its circumference to form the
retaining member (13) so that it can be splayed when the probe tube and outer tube
are moved, and
that at least the slotted area (12) of the outer tube is enclosed in a flexible covering
(18).
2. Percutaneous enteral feeding catheter with a probe tube (4) to supply a nutrient solution,
it being possible to insert said tube in the stomach lumen, and with a support part
(1) which can be applied from outside onto the abdominal wall, whereby at the distal
end of the probe tube a retaining member (13) is provided characterised by the fact that the probe tube (4) is enclosed in a flexible outer tube (7), that the
probe tube (4) and outer tube (7) are connected to each other at their distal end
and can be moved towards each other axially and locked in different positions and
that the outer tube (7) has weakened zones (21) distributed around its circumference
and extending in an axial direction, such that when the probe tube and outer tube
are moved a thin skin remains between the bracing fins (22) as a covering (19).
3. Percutaneous enteral feeding catheter with a probe tube (4) to supply a nutrient solution,
it being possible to insert said tube in the stomach lumen, and with a support part
(1) which can be applied from outside onto the abdominal wall, whereby at the distal
end of the probe tube a retaining member (13) is provided
characterised by the fact:
that the probe tube (4) is enclosed in a flexible outer tube (7) and that probe tube
(4) and outer tube (7) are connected to each other at their distal end and can be
moved towards each other axially and locked in different positions,
that the outer tube (7) has slots (11) arranged around its circumference to form the
retaining member (13) so that it can be splayed when the probe tube and outer tube
are moved, and that above the slot (11) the outer tube (7) is pushed tight against
the inner tube (4) by a circular seal (14) which closes the annular gap between the
tubes.
4. Catheter according to claim 1 characterised in that the outer tube (7) has four slots.
5. Catheter according to claim 2 characterised in that four weakened zones (21) are made in the outer tube (7).
6. Catheter according to any of claims 1 to 5 characterised in that a slip agent is inserted between the outer wall of the probe tube (4) and the inner
wall of the outer tube (7).
7. Catheter according to any of claims 1 to 6 characterised in that the support part (1) has a connecting part (3, 3') joined to the proximal end of
the probe tube, and the connecting part of a transfer tube can be connected to this
connecting part.
8. Catheter according to claim 7 characterised in that the outer tube (7) is attached to an adjusting element (8) which is fed in the support
so that it can be moved in a linear direction, whereby the connecting part (3) of
the probe tube (4) is firmly attached to the support part (1).
9. Catheter according to claim 7 characterised in that the connecting part (3') of probe tube (4) is fed into the support part (1) so that
it can be moved in a linear direction, whereby the outer tube (7) is firmly attached
to the support part (1).
10. Catheter according to any of claims 7 to 9 characterised in that the adjusting element (8) or the connecting part (3') is engaged on the support part
(1).
11. Catheter according to any of claims 1 to 10 characterised in that the support part (1) has a rotating plate (17) on which the connecting part (3')
of the probe tube (4) is fixed outside the axis of rotation.
1. Cathéter pour l'alimentation entérale percutanée avec un tuyau sonde (4) pour introduction
d'une solution alimentaire, qui peut être inséré dans la lumière de l'estomac, et
un élément de maintien (1) qui peut être placé de l'extérieur sur la paroi intestinale,
dans lequel, à l'extrémité distale du tuyau sonde, est fourni un élément de rétention
(13), caractérisé en ce que le tuyau sonde (4) est entouré d'un tuyau externe flexible (7) et en ce que le tuyau sonde (4) et le tuyau externe (7), à leur extrémité distale, sont liés et
coulissent l'un contre l'autre et peuvent être arrêtés en des positions différentes,
en ce que le tuyau externe (7) est doté de fentes longitudinales (11) réparties en circonférence
pour former l'élément de rétention (13), de sorte que celui-ci puisse être déployé
lors du coulissement du tuyau sonde et du tuyau externe et en ce qu'au moins la zone fendue (12) du tuyau externe est entourée d'une enveloppe flexible
(18).
2. Cathéter pour l'alimentation entérale percutanée avec un tuyau sonde (4) pour introduction
d'une solution alimentaire, qui peut être introduit dans la lumière de l'estomac,
et un élément de maintien (1) qui peut être placé de l'extérieur sur la paroi intestinale,
dans lequel, à l'extrémité distale du tuyau sonde, est fourni un élément de rétention
(13), caractérisé en ce que le tuyau sonde (4) est entouré d'un tuyau externe flexible (7) et en ce que le tuyau sonde (4) et le tuyau externe (7), à leur extrémité distale, sont liés et
coulissent l'un contre l'autre et peuvent être arrêtés en des positions différentes,
et en ce que le tuyau externe (7) est doté, pour former l'élément de rétention (13), de zones
d'atténuation (21) réparties en circonférence et s'étendant en direction axiale, de
sorte que lors du coulissement du tuyau sonde et du tuyau externe entre les talons
s'écartant (22) il reste une peau fine comme enveloppe (19).
3. Cathéter pour l'alimentation entérale percutanée avec un tuyau sonde (4) pour introduction
d'une solution alimentaire, qui peut être inséré dans la lumière de l'estomac, et
un élément de maintien (1) qui peut être placé de l'extérieur sur la paroi intestinale,
dans lequel, à l'extrémité distale du tuyau sonde, est fourni un élément de rétention
(13), caractérisé en ce que le tuyau sonde (4) est entouré d'un tuyau externe flexible (7) et en ce que le tuyau sonde (4) et le tuyau externe (7), à leur extrémité distale, sont liés et
coulissent l'un contre l'autre et peuvent être arrêtés en des positions différentes,
en ce que le tuyau externe (7) est doté de fentes longitudinales (11) réparties en circonférence
pour former l'élément de rétention (13), de sorte que celui-ci puisse être déployé
lors du coulissement du tuyau sonde et du tuyau externe et en ce qu'au-dessus des entailles longitudinales (11) le tube externe (7) est étanché contre
le tuyau interne (4) par un élément de joint annulaire (14), qui ferme une fente annulaire
entre les tubes.
4. Cathéter selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tuyau externe (7) est fendu quatre fois.
5. Cathéter selon la revendication 2, caractérisé en ce que quatre zones d'atténuation (21) sont fournies dans le tube externe (7).
6. Cathéter selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'entre la paroi externe du tuyau sonde (4) et la paroi interne du tuyau externe (7)
un lubrifiant est appliqué.
7. Cathéter selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément de maintien (1) présente une pièce de raccordement (3, 3') reliée à l'extrémité
proximale du tuyau sonde, à laquelle la pièce de raccordement d'un tuyau de conduite
peut être raccordée.
8. Cathéter selon la revendication 7, caractérisé en ce que le tuyau externe (7) est fixé à un élément de réglage (8) qui est introduit dans
l'élément de maintien (1) de manière à pouvoir coulisser linéairement, la pièce de
raccordement (3) du tuyau sonde (4) étant solidement reliée à l'élément de maintien
(1).
9. Cathéter selon la revendication 7, caractérisé en ce que la pièce de raccordement (3') du tuyau sonde (4) est introduite de manière à pouvoir
coulisser linéairement dans l'élément de maintien (1), le tuyau externe (7) étant
solidement relié à l'élément de maintien (1).
10. Cathéter selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que l'élément de réglage (8) ou la pièce de raccordement (3') est fixé par enclenchement
à l'élément de maintien (1).
11. Cathéter selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'élément de maintien (1) présente un plateau tournant (17) sur lequel la pièce de
raccordement (3') du tuyau sonde (4) est fixée en dehors de l'axe de rotation.

