[0001] Die Erfindung betrifft eine Fangvorrichtung für eine Kabine und/oder ein Gegengewicht
von Aufzugsanlagen mit einer Bremseinrichtung für Aufwärts- und einer Bremseinrichtung
für Abwärtsfahrt, wobei jede Bremseinrichtung wenigstens ein mit der Kabine und/oder
mit dem Gegengewicht stets gekoppelt bewegtes Widerlagerelement sowie wenigstens ein
damit zusammenwirkendes und mittels eines Geschwindigkeitsbegrenzers auslösbares Bremselement
aufweist und das (die) ausgelöste(n) Bremselement(e) sowie das (jeweils) zugeordnete
Widerlagerelement jeder Bremseinrichtung in einer in Längsrichtung einer sich in Fahrtrichtung
der Kabine und/oder des Gegengewichts erstreckenden Bremsschiene, Vorzugsweise einer
Führungsschiene der Kabine und/oder des Gegengewichts, verlaufenden Bewegungsebene
relativ zueinander bewegbar sind und das (die) Bremselement(e) durch diese Relativbewegung
an der Bremsschiene anlegbar ist (sind).
[0002] Bei derartigen Vorrichtungen handelt es sich um Sicherheitseinrichtungen, mittels
derer unkontrollierte Auf- und Abwärtsbewegungen von Aufzugskabinen bzw. deren Gegengewichten
verhindert werden und die dafür sorgen, daß im Falle von Fehlfunktionen und/oder Beschädigungen
von Aufzugsanlagen weder beförderte Personen zu Schaden kommen noch transportierte
Güter in Mitleidenschaft gezogen werden.
[0003] Bekanntermaßen werden zu diesem Zweck gattungsgemäße Fangvorrichtungen verwendet,
welche sich zweier Bremselemente in Form von in Fahrtrichtung der Aufzugskabine übereinanderliegenden
Bremskeilen bedienen. Jedem der Bremskeile ist als Widerlagerelement ein keilförmig
abgeschrägter Arm einer eine Führungsschiene der Aufzugskabine umgreifenden Widerlagerzange
zugeordnet. Auch die als Widerlagerelemente für die Bremskeile dienenden Zangenarme
liegen in Aufzugsfahrtrichtung übereinander.
[0004] Bedingt durch den beschriebenen Aufbau benötigt die vorbekannte Fangvorrichtung einen
verhältnismäßig großen Einbauraum.
[0005] Die Schaffung einer kleinbauenden, kompakten Fangvorrichtung ist Aufgabe der vorliegenden
Erfindung.
[0006] Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß an einer Fangvorrichtung der
eingangs genannten Art die Bremseinrichtung für Aufwärts- und die Bremseinrichtung
für Abwärtsfahrt wenigstens ein gemeinsames Brems- sowie wenigstens ein gemeinsames
Widerlagerelement aufweisen und das (die) ausgelöste(n) Bremselement(e) über einen
in Abwärtsfahrtrichtung an dem (jeweiligen) Bremselement und/oder an einem kabinenfesten
oder an einem gegengewichtsfesten Auflager gehaltenen Steuerzwischenkörper an dem
(jeweils) zugeordneten Widerlagerelement abgestützt ist (sind), wobei das (die) Bremselement(e)
relativ zu dem (den) Steuerzwischenkörper(n) und der (die) Steuerzwischenkörper relativ
zu dem (den) Widerlagerelement(en) jeweils in einer in Längsrichtung der Bremsschiene
verlaufenden Bewegungsebene bewegbar ist (sind) und wobei das (die) Bremselement(e)
und/oder der (die) Steuerzwischenkörper eine quer zu der Ebene ihrer Relativbewegung
verlaufende und sich in Aufwärtsfahrtrichtung von der Bremsschiene entfernende Steuerfläche
aufweist (aufweisen), über welche sich Bremselement(e) und Steuerzwischenkörper relativ
zueinander bewegbar aneinander abstützen und der (die) Steuerzwischenkörper und/oder
das (die) Widerlagerelement(e) eine quer zu der Ebene ihrer Relativbewegung verlaufende
und sich in Abwärtsfahrtrichtung von der Bremsschiene entfernende Steuerfläche aufweist
(aufweisen), über welche sich Steuerzwischenkörper und Widerlagerelement(e) relativ
zueinander bewegbar aneinander abstützen. Im Falle einer derartigen Vorrichtung lassen
sich die Fangfunktionen in Aufwärts- und in Abwärtsfahrtrichtung mit einem einzigen
Bremselement sowie einem einzigen Widerlagerelement verwirklichen. Auch unter Einbeziehung
des benötigten Steuerzwischenkörpers ergibt sich eine wenige Bauteile umfassende Vorichtung,
die schon aufgrund der geringen Bauteilanzahl klein und kompakt baut. Eine geringe
Bauhöhe der erfindungsgemäßen Fangvorrichtung wird zudem dadurch bedingt, daß sich
die wesentlichen Komponenten der Bremseinrichtungen für Aufwärts- und für Abwärtsfahrt,
nämlich das (die) Bremselement(e), der (die) Steuerzwischenkörper sowie das (die)
Widerlagerelement(e), in den Bewegungsebenen der Relativbewegungen quer zu der Brems-
bzw. Führungsschiene der Aufzugsanlage nebeneinanderliegend anordnen lassen. Mit der
Bauteilreduzierung schließlich ist eine Gewichtsersparnis verbunden, die sich in mehrerlei
Hinsicht vorteilhaft auswirkt. So vermindert sich mit der Bauteilreduzierung beispielsweise
die von dem Aufzugsantrieb zu bewältigende Totlast. Die etwa in Notfällen abzubremsende
Masse wird ebenfalls minimiert.
[0007] Für die funktionsgerechte Ausbildung der Steuerflächen zwischen Bremselement(en),
Steuerzwischenkörper(n) und/oder Widerlagerelement(en) bieten sich erfindungsgemäß
mehrere Möglichkeiten. Im Interesse einer einfachen Fertigung wird allerdings eine
Variante bevorzugt, im Falle derer die Steuerfläche(n) an dem (den) Bremselement(en)
und/oder an dem (den) Steuerzwischenkörper(n) und/oder an dem (den) Widerlagerelement(en)
als ebene Keilfläche(n) ausgebildet ist (sind).
[0008] Alternativ zu ebenen Keilflächen kann (können) die Steuerfläche(n), entlang derer
das (die) Bremselement(e) und das (die) Widerlagerelement(e) und/oder der (die) Steuerzwischenkörper
relativ zueinander bewegbar sind, eine in Richtung der Relativbewegung wirksame Führungseinrichtung
aufweisen. Möglich ist in diesem Zusammenhang, daß eine von zwei aneinander entlang
bewegten Flächen mit einer Führungsnut und die zugeordnete Fläche mit einem in die
Führungsnut eingreifenden Führungsvorsprung versehen ist.
[0009] Die zwischen den relativ zueinander bewegten Bauteilen auftretende Reibung kann im
Sinne der Erfindung dadurch vermindert werden, daß das (die) Bremselement(e) und der
(die) Steuerzwischenkörper und/oder der (die) Steuerzwischenkörper und das (die) Widerlagerelement(e)
über in Richtung der jeweiligen Relativbewegung abrollende Wälzkörper aneinander abgestützt
sind. Alternativ läßt sich zwischen den relativ zueinander bewegten Bauteilen auch
eine Gleitführung vorsehen.
[0010] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß für
das (die) Bremselement(e) (jeweils) ein in Aufwärtsfahrtrichtung wirksamer, vorzugsweise
in Fahrtrichtung der Kabine oder des Gegegengewichts einstellbarer, kabinen- oder
gegengewichtsfester Anschlag und/oder (jeweils) ein entsprechender in Abwärtsfahrtrichtung
wirksamer Anschlag vorgesehen ist. Auf die beschriebene Art und Weise lassen sich
die erzielbaren Bremskräfte in Aufwärts- sowie in Abwärtsfahrtrichtung der Aufzugsanlage
einstellen.
[0011] Als Bremselemente können an erfindungsgemäßen Fangvorrichtungen konstruktiv unterschiedlich
gestaltete Bauteile Verwendung finden. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß als Bremselement(e) wenigstens eine, um eine quer
zu der Bewegungsebene der Relativbewegung von Bremselement(en) und Steuerzwischenkörper(n)
bzw. Widerlagerelement(en) verlaufende Achse drehbare Bremsrolle vorgesehen ist (sind).
[0012] In Weiterbildung der Erfindung sind wenigstens zwei Bremselemente vorgesehen, die
in Querrichtung der Ebene der Relativbewegung der Bremselemente sowie des (der) Steuerzwischenkörper(s)
und/oder des (der) Widerlagerelemente(s) nebeneinanderliegend angeordnet und lösbar
miteinander verbunden sind. Durch die beschriebene Nebeneinanderanordnung der einzelnen
Bremselemente ergibt sich eine verhältnismäßig geringe Bauhöhe der Gesamtvorrichtung,
die den beengten Raumverhältnissen in einem Aufzugschacht besonders gerecht wird.
Durch die lösbare Verbindung der einzelnen Bremselemente untereinander wird die Möglichkeit
eröffnet, beispielsweise im Rahmen von Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten Bremselemente
einzeln auszutauschen. Darüber hinaus läßt sich die gesamte Fangvorrichtung aufgrund
des modularen Aufbaus der Bremselemente-Einheit mit geringstem Aufwand an wechselnde
Einsatzverhältnisse anpassen. So können beispielsweise Bremselemente problemlos bereits
vorhandenen Bremselementen hinzugefügt werden, wenn eine vergrößerte Bremsfläche bereitzustellen
ist. Auf entsprechende Art und Weise läßt sich die Fangvorrichtung auf Anwendungsfälle
abstimmen, in denen eine lediglich verhältnismäßig kleine Bremsfläche benötigt wird.
[0013] Im Interesse einer Bauhöhenminimierung sind die wenigstens zwei Bremselemente im
Falle einer bevorzugten Variante der erfindungsgemäßen Fangvorrichtung miteinander
fluchtend nebeneinander angeordnet.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung ist schließlich auch vorgesehen, daß die Bremseinrichtung
für Aufwärts- und die Bremseinrichtung für Abwärtsfahrt beidseits der Bremsschiene
jeweils wenigstens ein gemeinsames Bremselement, jeweils wenigstens ein gemeinsames
Widerlagerelement sowie jeweils wenigstens einen Steuerzwischenkörper aufweisen, wobei
die beidseits der Bremsschiene angeordneten Bremselemente, Widerlagerelemente und
Steuerzwischenkörper bezüglich einer senkrecht zu der Ebene ihrer Relativbewegung
verlaufenden Ebene jeweils zueinander spiegelbildlich angeordnet sind. Dieses Merkmal
erfindungsgemäßer Fangvorrichtungen eröffnet die Möglichkeit, an zwei einander gegenüberliegenden
Seiten der Bremsschiene eine die Bewegung der Kabine bzw. des Gegengewichtes verzögernde
Reibungskraft zu erzeugen, ohne daß zu diesem Zweck ein Gehäuse, in welchem die Fangvorrichtung
untergebracht ist, gegenüber der Kabine bzw. dem Gegengewicht beweglich sein müßte.
[0015] Idealerweise werden die auf beiden Seiten der Bremsschiene angeordneten Bremselemente
gleichzeitig ausgelöst.
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand schematischer Darstellungen zu Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fign. 1a bis 1c
- eine erste Ausführungsform einer Aufzugsfangvorrichtung in drei verschiedenen Betriebszuständen,
- Fig. 2
- eine zweite Ausführungsform einer Aufzugsfangvorrichtung in Ausgangslage und
- Fig. 3
- eine dritte Ausführungsform einer Aufzugsfangvorrichtung in Ausgangslage.
[0017] Gemäß den Fign. 1a bis 1c umfaßt eine Fangvorrichtung 17 zur Verhinderung einer unkontrollierten
Aufwärts- bzw. Abwärtsfahrt einer Kabine 18 eines Aufzuges ein mit der Kabine 18 in
einer durch einen Doppelpfeil 11 angedeuteten Fahrtrichtung fest verbundenes Vorrichtungsgehäuse
19, welches in vertikaler Richtung von einer Bremsschiene 22 in Form einer Führungsschiene
der Kabine 18 durchsetzt wird. Auf der in den Abbildungen linken Seite der Bremsschiene
22 ist eine Bremsbacke 27 angeordnet, welche sich über stellbare Tellerfederpakete
33, 34, 35 an dem Vorrichtungsgehäuse 19 abstützt. Quer zu der Fahrtrichtung 11 ist
das Vorrichtungsgehäuse 19 an der Kabine 18 beweglich gehalten. Denkbar ist aber auch
eine quer zu der Fahrtrichtung 11 starre Lagerung des Vorrichtungsgehäuses 19 an der
Kabine 18.
[0018] Auf der gegenüberliegenden Seite der Bremsschiene 22 sind ein mit dem Vorrichtungsgehäuse
19 fest verbundenes Widerlagerelement 1, ein relativ zu diesem verschiebbarer Steuerzwischenkörper
36 sowie ein relativ zu dem Steuerzwischenkörper 36 und dem Widerlagerelement 1 verschiebbares
keilartiges Bremselement 2 angeordnet. Das Widerlagerelement 1, der Steuerzwischenkörper
36 und das Bremselement 2 liegen mit geringer Bauhöhe quer zu der Bremsschiene 22
nebeneinander.
[0019] Das Widerlagerelement 1, das Bremselement 2 und der Steuerzwischenkörper 36 sind
gleichzeitig wesentliche Bestandteile einer Bremseinrichtung für Aufwärts- und einer
Bremseinrichtung für Abwärtsfahrt der Kabine 18. Zu diesem Zweck ist das Bremselement
2 in einer in der Darstellungsebene verlaufenden Bewegungsebene relativ zu dem Steuerzwischenkörper
36 und dieser in einer entsprechenden Ebene relativ zu dem Widerlagerelement 1 verschiebbar.
Die genannten Elemente sind über Gleitlagerungen aneinander abgestützt. Abweichend
von dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist auch eine Rollenlagerung möglich.
[0020] Die Richtungen der Relativbewegungen von Bremselement 2, Steuerzwischenkörper 36
und Widerlagerelement 1 werden bestimmt durch eine Steuerfläche 37 an dem Widerlagerelement
1, eine der Steuerfläche 37 gegenüberliegende Steuerfläche 38 an dem Steuerzwischenkörper
36, eine Steuerfläche 39 an der dem Bremselement 2 zugewandten Seite des Steuerzwischenkörpers
36 sowie eine der Steuerfläche 39 gegenüberliegende Steuerfläche 40 an dem Bremselement
2. Die Steuerflächen 37, 38 verlaufen quer zu der mit der Zeichenebene übereinstimmenden
Bewegungsebene der Relativbewegung von Widerlagerelement 1 und Steuerzwischenkörper
36 und entfernen sich dabei in Abwärtsfahrtrichtung der Kabine 18 von der Bremsschiene
22.
[0021] Die Steuerflächen 39, 40 erstrecken sich in Querrichtung der mit der Zeichenebene
übereinstimmenden Bewegungsebene der Relativbewegung von Steuerzwischenkörper 36 und
Bremselement 2, entfernen sich dabei aber in Aufwärtsfahrtrichtung der Kabine 18 von
der Bremsschiene 22.
[0022] Eine der Bremsschiene 22 gegenüberliegende und parallel zu dieser verlaufende Stirnfläche
43 des Bremselementes 2 dient als Bremsfläche. Über einen vorkragenden Stützansatz
41 stützt sich der Steuerzwischenkörper 36 in Abwärtsfahrtrichtung an dem Bremselement
2 ab. Als ein in Abwärtsfahrtrichtung wirksames kabinenfestes Auflager für den Steuerzwischenkörper
36 dient eine Bodenplatte 42 des Vorrichtungsgehäuses 19. In der Bodenplatte 42 des
Vorrichtungsgehäuses 19 wird ein kabinenfester Anschlag 31 in Form einer Stellschraube
gehalten, welche in Fahrtrichtung 11 der Kabine 18 einstellbar ist. Eine entsprechende
an der gegenüberliegenden Seite des Vorrichtungsgehäuses 19 vorgesehene Stellschraube
bildet einen weiteren kabinenfesten Anschlag 32. Über ein gestrichelt angedeutetes
Begrenzerseil 28, das unterhalb der Kabine 18 am Grund des Aufzugsschachtes über eine
Umlenkrolle geführt wird, ist eine Verbindung zwischen dem Bremselement 2 und einem
herkömmlichen Geschwindigkeitsbegrenzer 29 hergestellt. An letzterem lassen sich sowohl
für die Aufwärts- als auch für die Abwärtsfahrt der Kabine 18 Grenzgeschwindigkeiten
vorgeben.
[0023] In Fig. 1a ist die Fangvorrichtung 17 in ihrer Ausgangslage bei regulärem Fahrbetrieb
der Kabine 18 gezeigt, in welcher das Bremselement 2 seine Mittelstellung einnimmt.
[0024] Stellt sich bei Aufwärtsfahrt der Kabine 18 beispielsweise aufgrund einer Fehlfunktion
des Antriebs der Aufzugsanlage ein irregulärer Betriebszustand ein, der mit einer
Beschleunigung der Kabine 18 über einen an dem Geschwindigkeitsbegrenzer 29 eingestellten
Geschwindigkeitsgrenzwert hinaus verbunden ist, so wird das Begrenzerseil 28, welches
zuvor bei regulärem Aufzugs-Fahrbetrieb mit der Kabine 18 mitgelaufen ist, mittels
des Geschwindigkeitsbegrenzers 29 angehalten. Das Bremselement 2 wird dadurch ausgelöst
und verharrt in seiner bei Ansprechen des Geschwindigkeitsbegrenzers 29 eingenommenen
Position. In der Folge kommt es zu einer Relativbewegung zwischen dem Bremselement
2 und dem mit der Kabine 18 bewegten Steuerzwischenkörper 36 bzw. dem kabinenfesten
Widerlagerelement 1. Im Laufe dieser Relativbewegung gleitet das Bremselement 2 mit
seiner Steuerfläche 40 ausgehend von der in Fig. 1 gezeigten Lage an der zugeordneten
Steuerfläche 39 des Steuerzwischenkörpers 36 entlang und zwar in Richtung auf die
Bodenplatte 42 des Vorrichtungsgehäuses 19 (Fig. 1b). Mit dieser Bewegung verbunden
ist eine zu der Bremsschiene 22 hin gerichtete Querbewegung des Bremselementes 2,
in deren Verlauf letzteres mit seiner Stirnfläche 43 an der Bremsschiene 22 zur Anlage
kommt. Über den Steuerzwischenkörper 36 und das Widerlagerelement 1 an dem Vorrichtungsgehäuse
19 abgestützt, übt das Bremselement 2 auf die Bremsschiene 22 eine Normalkraft aus,
aufgrund derer sich eine zwischen dem Bremselement 2 und der Bremsschiene 22 wirksame
und die Kabine 18 abbremsende Reibkraft einstellt. Bei der Beaufschlagung der Bremsschiene
22 durch das Bremselement 2 in Normalenrichtung ergibt sich eine Reaktionskraft zu
der von dem Bremselement 2 auf die Bremsschiene 22 ausgeübten Normalkraft, die auf
den Steuerzwischenkörper 36 und über diesen auf das Widerlagerelement 1 und das Vorrichtungsgehäuse
19 wirkt. Aufgrund dieser Reaktionskraft wird das Vorrichtungsgehäuse 19 ausgehend
von seiner Position gemäß Figur 1a nach rechts verlagert. Folglich kommt die Bremsbacke
27 an der dem Bremselement 2 gegenüberliegenden Seite der Bremsschiene 22 mit dieser
in Kontakt. An der Berührungsfläche der Bremsbacke 27 und der Bremsschiene 22 wird
dadurch ebenfalls eine der Aufwärtsbewegung der Kabine 18 entgegengerichtete Bremskraft
erzeugt. In Längsrichtung der Bremsschiene 22 begrenzt wird der Verschiebeweg des
Bremselements 2 gegenüber dem Steuerzwischenkörper 36 und dem Widerlagerelement 1
durch den kabinenfesten Anschlag 31 in der Bodenplatte 42 des Vorrichtungsgehäuses
19. Durch Einstellen des Überstandes des kabinenfesten Anschlags 31 gegenüber der
Bodenplatte 42 in Fahrtrichtung 11 der Kabine 18 kann das Ausmaß der maximal möglichen
Relativverschiebung von Bremselement 2 und Steuerzwischenkörper 36 bzw. Widerlagerelement
1 in Längsrichtung der Bremsschiene 22 variiert werden. Damit einher geht eine Veränderung
des Betrags der Relativverschiebung der Stirn- bzw. Bremsfläche 43 des Bremselements
2 gegenüber dem Steuerzwischenkörper 36 bzw. dem Widerlagerelement 1 quer zu der Bremsschiene
22 und damit eine Veränderung der auf die Bremsschiene 22 ausgeübten und den Betrag
der auftretenden Reibkraft bestimmenden Normalkraft. Der Bremskraftregelung dienen
die auf die Bremsbacke 27 wirkenden und an ihrer von der Bremsschiene 22 abliegenden
Seite an dem Vorrichtungsgehäuse 19 abgestützten Tellerfederpakete 33, 34, 35, deren
Härte über Stellschrauben variiert werden kann.
[0025] In seiner unteren Endstellung ist das Bremselement 2 in Fig. 1b gezeigt.
[0026] In Fig. 1c nimmt das Bremselement 2 gegenüber dem Widerlagerelement 1 seine obere
Endstellung ein. Zuvor hatte sich an der in Abwärtsrichtung bewegten Kabine 18 eine
unzulässige und einen vorgegebenen Grenzwert übersteigende Fahrgeschwindigkeit eingestellt.
Infolgedessen war das Bremselement 2 von dem Geschwindigkeitsbegrenzer 29 über das
Begrenzerseil 28 ausgelöst worden. Gemeinsam mit dem daran abgestützten Steuerzwischenkörper
36 hatte sich das Bremselement 2 in der Folge relativ zu dem Widerlagerelement 1 verschoben.
Die Richtung dieser Relativverschiebung war durch die Steuerfläche 38 des Steuerzwischenkörpers
36 sowie die mit dieser zusammenwirkende Steuerfläche 37 des Widerlagerelements 1
vorgegeben worden. Mit der Relativbewegung der aus dem Bremselement 2 und dem Steuerzwischenkörper
36 bestehenden Einheit und des Widerlagerelements 1 war eine gemeinschaftliche Bewegung
von Bremselement 2 und Steuerzwischenkörper 36 in Richtung auf die Bremsschiene 22
verbunden gewesen. Analog zu den vorstehend beschriebenen Abläufen erfolgte die Abbremsung
der Kabine 18 durch die deren Bewegung entgegengesetzten Reibungskräfte, die einerseits
zwischen der Stirnfläche 43 des Bremselementes 2 und der Bremsschiene 22 und andererseits
zwischen der Bremsbacke 27 und der Bremsschiene 22 wirksam waren. Der Begrenzung der
Relativbewegung der Einheit aus Bremselement 2 und Steuerzwischenkörper 36 einerseits
und des Widerlagerelements 1 andererseits und somit einer Begrenzung der wirksamen
Bremskraft diente der kabinenfeste Anschlag 32 an der oberen Begrenzung des Vorrichtungsgehäuses
19. Durch Verstellen des kabinenfesten Anschlags 32 in Fahrtrichtung 11 der Kabine
18 kann die bei unkontrollierter Abwärtsfahrt der Kabine 18 maximal wirksame Bremskraft
reguliert werden. Auch die Bremskraft bei Abwärtsfahrt der Kabine 18 wird über die
einstellbaren Tellerfederpakete 33, 34, 35 geregelt.
[0027] Eine Fangvorrichtung 117 gemäß Figur 2 unterscheidet sich von der in den Figuren
1a bis 1c gezeigten Variante in der Ausbildung des Bremselementes. Mit einem Widerlagerelement
101 wirkt zum Abbremsen einer in Fahrtrichtung 111 bewegten Kabine 118 eines Aufzuges
ein Bremselement 102 in Form einer Bremsrolle zusammen. Zwischen Bremselement 102
und Widerlagerelement 101 ist ein Steuerzwischenkörper 136 angeordnet. Eine achsparallele
Mantelfläche 140 des Bremselementes bzw. der Bremsrolle 102 dient zum einen als Steuerfläche,
über welche sich das Bremselement 102 an einer Steuerfläche 139 des Steuerzwischenkörpers
136 abstützt. Zum anderen übernimmt die achsparallele Mantelfläche 140 die Funktion
einer Bremsfläche, mit welcher das Bremselement 102 nach dem Auslösen der Fangvorrichtung
an einer Brems- bzw. Führungsschiene 122 zur Anlage kommt. Über ein Begrenzerseil
128 steht das Bremselement 102 mit einem herkömmlichen Geschwindigkeitsbegrenzer 129
in Verbindung.
[0028] Bei unkontrollierter Aufwärtsfahrt der Kabine 118 wird das Bremselement 102 von dem
Geschwindigkeitsbegrenzer 129 über das Begrenzerseil 128 ausgelöst und rollt dann
mit seiner achsparallelen Mantelfläche 140 auf der Steuerfläche 139 des Steuerzwischenkörpers
136 in Figur 2 nach unten hin ab. Die Abrollbewegung des Bremselementes 102 endet
spätestens, wenn es auf einen kabinenfesten Anschlag 131 an einer als Auflager für
den Steuerzwischenkörper 136 dienenden Bodenplatte 142 eines Vorrichtungsgehäuses
119 trifft. Mit der beschriebenen Verlagerung des Bremselementes 102 verbunden ist
eine Verschiebung des Vorrichtungsgehäuses 119 in Figur 2 nach rechts, bis eine Bremsbacke
127 an der dem Bremselement 102 gegenüberliegenden Seite der Bremsschiene 122 an letzterer
unter Erzeugung einer Bremskraft zur Anlage kommt. Zur Regelung der von der Fangvorrichtung
117 ausgeübten Fangkraft dienen Tellerfederpakete 133, 134, 135, welche die Bremsbacke
127 beaufschlagen und in ihrer Härte mittels Stellschrauben einstellbar sind.
[0029] Bei unkontrollierter Abwärtsfahrt der Kabine 118 und überschreiten der an dem Geschwindigkeitsbegrenzer
129 eingestellten Grenzgeschwindigkeit wird das Bremselement 102 ebenfalls über das
Begrenzerseil 128 ausgelöst und dann in seiner Abwärtsbewegung angehalten. Gemeinsam
mit dem an ihm über einen Stützansatz 141 gelagerten Steuerzwischenkörper 136 bewegt
sich das Bremselement 102 anschließend relativ zu dem Widerlagerelement 101 in Figur
2 nach oben. Dabei gleitet der Steuerzwischenkörper 136 mit einer Steuerfläche 138
an einer dieser gegenüberliegenden Steuerfläche 137 des Widerlagerelementes 101 entlang.
Begrenzt wird die gemeinschaftliche Verschiebung von Bremselement 102 und Steuerzwischenkörper
136 gegenüber dem Widerlagerelement 101 durch einen kabinenfesten Anschlag 132.
[0030] Auch die bei Abwärtsfahrt der Kabine 118 erzielbare maximale Fangkraft läßt sich
variieren. Zu diesem Zweck ist der kabinenfeste Anschlag 132 in Fahrtrichtung 111
einstellbar. Die bei Abwärtsfahrt wirksame Brems- bzw. Fangkraft wird ebenfalls mittels
der einstellbaren Tellerfederpakete 133, 134, 135 geregelt. In Ergänzung der gegebenen
Konstruktions- und Funktionsbeschreibung der Fangvorrichtung 117 gemäß Figur 2 kann
auf die vorstehenden Ausführungen zu der in den Figuren 1a bis 1c gezeigten Fangvorrichtung
17 verwiesen werden.
[0031] Eine Fangvorrichtung 217, wie sie in Figur 3 dargestellt ist, besteht aus zwei identisch
aufgebauten Vorrichtungshälften, die beidseits einer Bremsschiene 222 angeordnet sind.
Dabei umfaßt jede Vorrichtungshälfte ein Widerlagerelement 201, ein Bremselement 202
sowie einen zwischen dem Bremselement 202 und dem Widerlagerelement 201 vorgesehenen
Steuerzwischenkörper 236. Die genannten Bauteile der beiden Hälften der Fangvorrichtung
217 sind zueinander spiegelbildlich an einander gegenüberliegenden Seiten der Bremsschiene
222 angeordnet. Die Symmetrieebene fällt mit der senkrecht zu der Ebene der Relativbewegungen
von Widerlagerelementen 201, Bremselementen 202 und Steuerzwischenkörpern 236, d.h.
senkrecht zu der Zeichenebene, verlaufenden Mittelebene der Bremsschiene 222 zusammen.
[0032] Beide Widerlagerelemente 201 sind über stellbare Tellerfederpakete 233, 234, 235
an einer Wand eines Vorrichtungsgehäuses 219 abgestützt, das seinerseits an einer
Kabine 218 der Aufzugsanlage angebracht ist. Die beiden Bremselemente 202 beidseits
der Bremsschiene 222 sind über einen nicht dargestellten Zangenarm miteinander verbunden,
welcher die Bremsschiene 222 unter Kopplung der beiden Bremselemente 202 umgreift
und zwischen den Bremselementen 202 eine Verbindung herstellt, die in Querrichtung
der Bremsschiene 222, nicht aber in deren Längsrichtung eine Relativbewegung der Bremselemente
202 zuläßt.
[0033] Die Funktionsweise der Fangvorrichtung 217 entspricht der vorstehend zu den Figuren
1a bis 1c ausführlich beschriebenen Funktionsweise der Fangvorrichtung 17.
[0034] Bei unkontrollierter Bewegung der Kabine 218 in einer der beiden Richtungen eines
Doppelpfeils 211 werden die beiden Bremselemente 202 von einem herkömmlichen Geschwindigkeitsbegrenzer
229 über ein Begrenzerseil 228 ausgelöst, d.h. in ihrer jeweiligen Bewegung angehalten.
Das Begrenzerseil 228 ist lediglich mit einem der beiden Bremselemente 202, nämlich
mit dem in Figur 3 rechten, verbunden. Aufgrund der über den Zangenarm hergestellten
Verbindung des in Figur 3 rechten Bremselementes 202 mit dem in Figur 3 linken Bremselement
202 werden beide Bremselemente 202 gleichzeitig ausgelöst.
[0035] Entsprechend der vorstehenden Funktionsbeschreibung verlagern sich die bei unkontrollierter
Aufwärtsfahrt der Kabine 218 ausgelösten Bremselemente 202 gegenüber dem jeweils zugeordneten
Steuerzwischenkörper 236 bzw. dem jeweils zugeordneten Widerlagerelement 201 in der
Abbildung nach unten. Die Bremselemente 202 gleiten dabei jeweils mit einer Steuerfläche
240 an einer dieser gegenüberliegenden Steuerfläche 239 des betreffenden, auf einer
als Auflager dienenden Bodenplatte 242 aufstehenden Steuerzwischenkörpers 236 entlang.
Nachdem der Zangenarm, über welchen die beiden Bremselemente 202 miteinander verbunden
sind, eine Relativbewegung der Bremselemente 202 in Querrichtung der Bremsschiene
222 zuläßt, verschieben sich die beiden Bremselemente 202 bei ihrer Bewegung in Längsrichtung
der Bremsschiene 222 gleichzeitig in deren Querrichtung aufeinander zu, bis sie jeweils
mit einer Stirn- bzw. Bremsfläche 243 an der Bremsschiene 222 zur Anlage kommen und
dabei die Bewegung der Kabine 218 bis zu deren Stillstand verzögernde Bremskräfte
erzeugen.
[0036] Mit der Beaufschlagung der ausgelösten Bremselemente 202 gegen die Bremsschiene 222
verbunden ist eine durch Reaktionskräfte bedingte Verlagerung der von den Bremselementen
202 beaufschlagten Steuerzwischenkörper 236 sowie der von letzteren beaufschlagten
Widerlagerelemente 201 in Figur 3 nach außen. Die Tellerfederpakete 233, 234, 235
auf beiden Seiten der Bremsschiene 222 werden dabei komprimiert und sorgen für eine
Regelung der aufgebrachten Fangkraft.
[0037] Nachdem die an einander gegenüberliegenden Seiten der Bremsschiene 222 angeordneten
Bremselemente 202 beide an der Bremsschiene 222 zur Anlage kommen können, ohne daß
hierzu eine Verlagerung des Vorrichtungsgehäuses 219 gegenüber der Kabine 218 erforderlich
wäre, ist die Verbindung zwischen dem Vorrichtungsgehäuse 219 und der Kabine 218 nicht
nur in Längs- sondern auch in Querrichtung der Bremsschiene 222 starr.
[0038] An der Bodenplatte 242 des Vorrichtungsgehäuses 219 vorgesehene kabinenfeste Anschläge
in Form von Stellschrauben 231 sorgen für eine variable Festlegung des maximalen Verschiebeweges
der Bremselemente 202 gegenüber dem jeweils zugeordneten Steuerzwischenkörper 236
bzw. dem jeweils zugeordneten Widerlagerelement 201.
[0039] Stellen sich bei Abwärtsfahrt der Kabine 218 irreguläre Geschwindigkeiten der Kabine
218 ein, so verlagern sich die an beiden Seiten der Bremsschiene 222 angeordneten
Bremselemente 202 und Steuerzwischenkörper 236 nach dem Auslösen der Bremselemente
202 in der vorstehend beschriebenen Art und Weise gegenüber dem jeweils zugeordneten
Widerlagerelement 201 in Figur 3 nach oben. Dabei sind die Steuerzwischenkörper 236
jeweils über einen Stützansatz 241 an dem zugehörigen Bremselement 202 abgestützt.
Eine Steuerfläche 238 der Steuerzwischenkörper 236 bewirkt im Zusammenspiel mit einer
ihr gegenüberliegenden Steuerfläche 237 des jeweiligen Widerlagerelements 201 eine
mit der Relativbewegung der Bremselemente 202 und der Widerlagerelemente 201 in Längsrichtung
der Bremsschiene 222 gekoppelte Verlagerung der Bremselemente 202 in Querrichtung
der Bremsschiene 222, infolge derer die beiden Bremselemente 202 mit ihren Stirn-
bzw. Bremsflächen 243 von einander gegenüberliegenden Seiten her an der Bremsschiene
222 zur Anlage kommen und die Kabine 218 bis zum Stillstand abbremsen. Auch beim Fangen
der sich abwärts bewegenden Kabine 218 erfolgt eine Regelung der wirksamen Fangkraft
mittels der stellbaren Tellerfederpakete 233, 234, 235, die von den sich nach außen
verlagernden Widerlagerelementen 201 beaufschlagt werden. Der Begrenzung des maximalen
Verschiebeweges der Einheiten aus Bremselementen 202 und Steuerzwischenkörpern 236
gegenüber dem jeweils zugeordneten Widerlagerelement 201 dienen als Stellschrauben
ausgebildete kabinenfeste Anschläge 232 an der oberen Begrenzung des Vorrichtungsgehäuses
219.
1. Fangvorrichtung für eine Kabine (18, 118, 218) und/oder ein Gegengewicht von Aufzugsanlagen
mit einer Bremseinrichtung für Aufwärts- und einer Bremseinrichtung für Abwärtsfahrt,
wobei jede Bremseinrichtung wenigstens ein mit der Kabine (18, 118, 218) und/oder
mit dem Gegengewicht stets gekoppelt bewegtes Widerlagerelement (1, 101, 201) sowie
wenigstens ein damit zusammenwirkendes und mittels eines Geschwindigkeitsbegrenzers
(29, 129, 229) auslösbares Bremselement (2, 102, 202) aufweist und das (die) ausgelöste(n)
Bremselement(e) (2, 102, 202) sowie das (jeweils) zugeordnete Widerlagerelement (1,
101, 201) jeder Bremseinrichtung in einer in Längsrichtung einer sich in Fahrtrichtung
der Kabine (18, 118, 218) und/oder des Gegengewichts erstreckenden Bremsschiene (22,
122. 222), vorzugsweise einer Führungsschiene der Kabine (18, 118, 218) und/oder des
Gegengewichts, verlaufenden Bewegungsebene relativ zueinander bewegbar sind und das
(die) Bremselement(e) (2, 102, 202) durch diese Relativbewegung an der Bremsschiene
(22, 122, 222) anlegbar ist (sind), dadurch gekennzeichnet, daß die Bremseinrichtung
für Aufwärts- und die Bremseinrichtung für Abwärtsfahrt wenigstens ein gemeinsames
Brems- (2, 102, 202) sowie wenigstens ein gemeinsames Widerlagerelement (1, 101, 201)
aufweisen und das (die) ausgelöste(n) Bremselement(e) (2, 102,202) über einen in Abwärtsfahrtrichtung
an dem (jeweiligen) Bremselement (2, 102, 202) und/oder an einem kabinenfesten oder
an einem gegengewichtsfesten Auflager (42, 142, 242) gehaltenen Steuerzwischenkörper
(36, 136, 236) an dem (jeweils) zugeordneten Widerlagerelement (1, 101, 201) abgestützt
ist (sind), wobei das (die) Bremselement(e) (2, 102, 202) relativ zu dem (den) Steuerzwischenkörper(n)
(36, 136, 236) und der (die) Steuerzwischenkörper (36, 136, 236) relativ zu dem (den)
Widerlagerelement(en) (1, 101, 201) jeweils in einer in Längsrichtung der Bremsschiene
(22, 122, 222) verlaufenden Bewegungsebene bewegbar ist (sind) und wobei das (die)
Bremselement(e) (2, 102, 202) und/oder der (die) Steuerzwischenkörper (36, 136, 236)
eine quer zu der Ebene ihrer Relativbewegung verlaufende und sich in Aufwärtsfahrtrichtung
von der Bremsschiene (22, 122, 222) entfernende Steuerfläche (39, 40; 139; 239, 240)
aufweist (aufweisen), über welche sich Bremselement(e) (2, 102, 202) und Steuerzwischenkörper
(36, 136, 236) relativ zueinander bewegbar aneinander abstützen und der (die) Steuerzwischenkörper
(36, 136, 236) und/oder das (die) Widerlagerelement(e) (1, 101, 201) eine quer zu
der Ebene ihrer Relativbewegung verlaufende und sich in Abwärtsfahrtrichtung von der
Bremsschiene (22, 122, 222) entfernende Steuerfläche (37, 38; 137, 138; 237, 238)
aufweist (aufweisen), über welche sich Steuerzwischenkörper (36, 136, 236) und Widerlagerelement
(1, 101, 201) relativ zueinander bewegbar aneinander abstützen.
2. Fangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerfläche(n) (37,
38, 39, 40; 137, 138, 139; 237, 238, 239, 240) an dem (den) Bremselement(en) (2, 102,
202) und/oder an dem (den) Steuerzwischenkörper(n) (36, 136, 236) und/oder an dem
(den) Widerlagerelement(en) (1, 101, 201) als ebene Keilfläche(n) ausgebildet ist
(sind).
3. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerfläche(n), entlang derer das (die) Bremselement(e) (2, 102, 202) und das
(die) Widerlagerelement(e) (1, 101, 201) und/oder der (die) Steuerzwischenkörper (36,
136, 236) relativ zueinander bewegbar sind, eine in Richtung der Relativbewegung wirksame
Führungseinrichtung aufweist (aufweisen).
4. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das (die) Bremselement(e) (2, 102, 202) und der (die) Steuerzwischenkörper (36, 136,
236) und/oder der (die) Steuerzwischenkörper (36, 136, 236) und das (die) Widerlagerelement(e)
(1, 101, 201) über in Richtung der jeweiligen Relativbewegung abrollende Wälzkörper
aneinander abgestützt sind.
5. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
für das (die) Bremselement(e) (2, 102, 202) (jeweils) ein in Aufwärtsfahrtrichtung
wirksamer, vorzugsweise in Fahrtrichtung (11, 111, 211) der Kabine (18, 118, 218)
oder des Gegengewichts einstellbarer, kabinen- oder gegengewichtsfester Anschlag (32,
132, 232) und/oder (jeweils) ein entsprechender in Abwärtsfahrtrichtung wirksamer
Anschlag (31, 131, 231) vorgesehen ist.
6. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
als Bremselement(e) wenigstens eine, um eine quer zu der Bewegungsebene der Relativbewegung
von Bremselement(en) und Steuerzwischenkörper(n) (136) bzw. Widerlagerelement(en)
(101) verlaufende Achse drehbare Bremsrolle (102) vorgesehen ist.
7. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens zwei Bremselemente (2, 102, 202) vorgesehen sind, die in Querrichtung der
Ebene der Relativbewegung der Bremselemente (2, 102, 202) sowie des (der) Steuerzwischenkörper(s)
(36, 136, 236) und/oder des (der) Widerlagerelemente(s) (1, 101, 201) nebeneinanderliegend
angeordnet und lösbar miteinander verbunden sind.
8. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die wenigstens zwei Bremselemente (2, 102, 202) miteinander fluchtend nebeneinander
angeordnet sind.
9. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bremseinrichtung für Aufwärts- und die Bremseinrichtung für Abwärtsfahrt beidseits
der Bremsschiene (222) jeweils wenigstens ein gemeinsames Bremselement (202), jeweils
wenigstens ein gemeinsames Widerlagerelement (201) sowie jeweils wenigstens einen
Steuerzwischenkörper (236) aufweisen, wobei die beidseits der Bremsschiene (222) angeordneten
Bremselemente (202), Widerlagerelemente (201) und Steuerzwischenkörper (236) bezüglich
einer senkrecht zu der Ebene ihrer Relativbewegung verlaufenden Ebene jeweils zueinander
spiegelbildlich angeordnet sind.