(19)
(11) EP 0 825 310 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.02.1998  Patentblatt  1998/09

(21) Anmeldenummer: 97114265.8

(22) Anmeldetag:  19.08.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E04C 5/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV RO SI

(30) Priorität: 22.08.1996 DE 29614577 U

(71) Anmelder: Bernhard Lütkenhaus Hochbau- Stahlbetonbau GmbH
48249 Dülmen (DE)

(72) Erfinder:
  • Lütkenhaus, Ulrich
    48249 Dülman (DE)

(74) Vertreter: Habbel, Hans-Georg, Dipl.-Ing. 
Habbel & Habbel, Patentanwälte, Am Kanonengraben 11
48151 Münster
48151 Münster (DE)

   


(54) Distanzhalter für Betonhohlraumelemente


(57) Die Erfindung bezieht sich auf einen Distanzhalter (1) für Betonhohlraumelemente, bestehend aus einem der Außenstärke des Betonhohlraumelementes in seiner Länge entsprechenden Distanzstab (2), der an seinem unteren Ende eine Aufnahmenut zum Anschluß an die Bewehrung aufweist und an seinem oberen Ende punktförmig zulaufend ausgebildet ist, wobei der Distanzstab an seinem unteren Ende vier Stützelemente (4,5,6,7) aufweist, deren äußere unteren Enden als Füße dienen und in einem Stützelement eine oben offene Aufnahmenut (9) vorgesehen ist, deren Nuttiefstes der Lage der Unterkante der Tragbewehrung (10) entspricht und in einem anderen Stützelement eine nach oben offene Aufnahmenut (8) vorgesehen ist, deren Nuttiefstes der Lage der Unterkante der Verteilerbewehrung (11) entspricht.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Distanzhalter gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches.

[0002] Bei der Herstellung von Betonhohlraumelementen werden die Bewehrungen auf einer Formplatte ausgelegt, wobei die in einer Ebene parallel zur Formplatte befindlichen Bewehrungen aus Tragbewehrung und Verteilerbewehrung besteht. An diese Bewehrungselemente werden Distanzhalter angeschlossen, die der Höhe der maximalen Stärke des herzustellenden Betonhohlraumelementes entsprechen, und um eine korrekte Lage dieser Distanzhalter zu sichern, werden diese in die Tragbewehrung oder Verteilerbewehrung eingeklinkt. Dieses Einklinken erfolgt von Hand, und hierbei ist nicht sichergestellt, daß die Distanzhalter auch genau lotrecht zur Formplatte ausgerichtet sind.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Distanzhalter zu schaffen, der so in die Bewehrung eingeklinkt werden kann, daß seine korrekte lotrechte Lage gesichert ist, ohne daß zusätzliche Hilfsmittel notwendig sind und trotzdem das Einklinken schnell von Hand durchgeführt werden kann.

[0004] Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Lehre des Hauptanspruches gelöst.

[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen erläutert.

[0006] Mit anderen Worten ausgedrückt wird vorgeschlagen, daß der eigentliche Distanzhalter an seinem unteren Ende mit Stützelementen ausgerüstet ist, und zwar vorzugsweise vier Stützelementen, so daß ein sicheres Aufstehen in lotrechter Stellung gewährleistet ist. In diese Stützelemente sind Aufnahmenuten eingebracht, wovon die eine Aufnahmenut der Höhe der Unterkante der Tragbewehrung entspricht und die andere Aufnahmenut eine Tiefe aufweist, die der Höhe der Unterkante der Verteilerbewehrung entspricht, wobei vorzugsweise diese beiden Aufnahmenuten in den Stützelementen um 90° versetzt angeordnet sind. Hierbei sind vorzugsweise die Stützelemente als Flächenelemente ausgebildet, so daß eine leichte Einarbeitung dieser Aufnahmenuten möglich ist.

[0007] Hieraus ist erkennbar, daß es nunmehr möglich ist, den eigentlichen Distanzstab durch eine einfache Einhängbewegung hinter die Tragbewehrung und die Verteilerbewehrung anzuschließen, wobei normalerweise die eine Aufnahmenut hinter die Verteilerbewehrung greift und die andere Aufnahmenut hinter die Tragbewehrung. Sollte durch Nachlässigkeit beim Anhängen des Distanzstabes die Nuten für die Bewehrungen verwechselt werden, so ist dies auch nicht schlimm und trotzdem wird der Distanzstab sicher in den beiden sich kreuzenden Bewehrungen gehalten und durch seine Vierpunktaufstellung auf der eigentlichen Formplatte sicher nach oben ausgerichtet.

[0008] Der Distanzstab ist dabei vorzugsweise aus zwei sich kreuzenden lotrechten Scheiben hergestellt, die durch absatzweise über die Höhe verteilt angeordnete Winkelplatten stabilisiert werden. Das obere Ende des Distanzstabes ist punktförmig gestaltet.

[0009] Nachdem die Distanzstäbe an den Bewehrungen verankert sind, kann die eine Betonschicht gegossen werden, wodurch die Distanzstäbe sicher in diesem Beton verankert sind und senkrecht gegenüber der Ebene des Betons nach oben vorstehen. Nach Aushärten des Betons kann nunmehr dieses Bauteil in die noch flüssige andere Betonschicht in an sich bekannter Weise eingepreßt werden und nunmehr garantieren die Distanzstäbe die korrekte Abstandshalterung zwischen den beiden Außenflächen der das Hohlraumelement bildenden Betonschichten.

[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert.

[0011] In der Zeichnung ist schaubildlich ein Distanzhalter 1 dargestellt, der aus einem Stab 2 besteht, der wiederum selbst vorzugsweise aus zwei plattenförmigen Elementen 12 und 14 gebildet ist, die senkrecht aufeinanderstehen und sich durchsetzen. Zur Stabilisierung der Scheiben 12 und 14 sind Winkelplatten 15 vorgesehen, die im Abstand voneinander übereinander angeordnet sind. An seinem unteren Ende ist der Stab 2 mit vier Stützelementen ausgerüstet, die die Bezugszeichen 4, 5, 6 und 7 tragen und als Flächenelemente ausgebildet sind, so daß dadurch ein gutes Aufstehen des Stabes 2 gewährleistet ist. In dem Flächenelement 5 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine Aufnahmenut 8 vorgesehen, die zur Aufnahme der Verteilerbewehrung 11 dient, so daß die Unterkante oder das Nuttiefste der Nut 8 der üblicherweise vorgesehenen Höhe der Verteilerbewehrung 11 entspricht.

[0012] In dem Flächenelement 6 ist eine Nut 9 vorgesehen, die zur Aufnahme der Tragbewehrung dient, so daß das Nuttiefste der Nut 9 der Unterkante der Tragbewehrung 10 angepaßt ist. Die beiden Bewehrungen kreuzen sich rechtwinklig und liegen durch die bestimmte Gestaltung der Nuten 8 und 9 übereinander.

[0013] Der eigentliche Stab kann im Spritzguß hergestellt werden und läuft an seinem oberen Ende punktförmig zu, so daß dadurch der Abstand des herzustellenden Hohlraumelementes dadurch bestimmt wird, daß diese punktförmige Zuspitzung 3 an die den Stützflächen 4 bis 7 gegenüberliegende Formwand angedrückt wird.


Ansprüche

1. Distanzhalter (1) für Betonhohlraumelemente, bestehend aus einem der Außenstärke des Betonhohlraumelementes in seiner Länge entsprechenden Distanzstab (2), der an seinem unteren Ende eine Aufnahmenut zum Anschluß an die Bewehrung aufweist und an seinem oberen Ende punktförmig zulaufend ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Distanzstab (2) an seinem unteren Ende vier Stützelemente (4, 5, 6, 7) aufweist, deren äußere unteren Enden als Füße dienen und in einem Stützelement eine oben offene Aufnahmenut (9) vorgesehen ist, deren Nuttiefstes der Lage der Unterkante der Tragbewehrung (10) entspricht und in einem anderen Stützelement eine nach oben offene Aufnahmenut (8) vorgesehen ist, deren Nuttiefstes der Lage der Unterkante der Verteilerbewehrung (11) entspricht.
 
2. Distanzhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stützelemente mit den unterschiedlich hohen Aufnahmenuten (8, 9) um 90° gegeneinander versetzt sind.
 
3. Distanzhalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützelemente (4 - 7) als Flächenelemente ausgebildet sind.
 
4. Distanzhalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Distanzhalter (1) aus zwei sich kreuzenden lotrechten Scheiben (12, 14) besteht, die durch absatzweise über die Höhe angeordnete Winkelplatten (15) verstärkt sind.
 




Zeichnung