(19)
(11) EP 0 825 321 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.02.1998  Patentblatt  1998/09

(21) Anmeldenummer: 97890117.1

(22) Anmeldetag:  02.07.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E06B 3/48
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 23.08.1996 AT 491/96 U

(71) Anmelder: Guttmann, Herbert
7540 Güssing (AT)

(72) Erfinder:
  • Guttmann, Herbert
    7540 Güssing (AT)

(74) Vertreter: Rippel, Andreas, Dipl.-Ing. 
Patentanwalt Dipl.-Ing. Rippel Kommandit-Partnerschaft Maxingstrasse 34
1130 Wien
1130 Wien (AT)

   


(54) Sektionaltorblatt


(57) Ein Sektionaltorblatt besteht aus Paneelen, die mittels Scharnieren (8) gelenkig miteinander verbunden sind und deren jedes aus einem wenigstens einseitig beplankten Rahmen mit einem ersten (1) und einem zweiten (2) Endprofil besteht. Das erste Endprofil (1) eines Paneels wirkt dabei mit dem zweiten Endprofil (2) des anschließenden Paneels zusammen.
Zur Vereinfachung der Herstellung bzw. Lagerhaltung ist das erste (1) und das zweite (2) Endprofil gleich ausgebildet.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Sektionaltorblatt, bestehend aus Paneelen, die mittels Scharnieren gelenkig miteinander verbunden sind und deren jedes aus einem wenigstens einseitig beplankten Rahmen mit einem ersten und einem zweiten Endprofil besteht, wobei das erste Endprofil eines Paneels mit dem zweiten Endprofil des anschließenden Paneels zusammenwirkt.

[0002] Derartige Sektionaltorblätter bzw. Sektionaltore mit solchen Blättern sind schon in verschiedenen Ausführungen bekannt geworden, und zwar sowohl Überkopf-Sektionaltore als auch als Seiten-Sektionaltore. Sie haben den Vorteil, daß durch verschiedenartige Beplankung ein verschiedenes Aussehen erreicht bzw. auch ein anderer Zweck erfüllt werden kann. So kann die Beplankung aus Holz, aus Metallblech, aber auch als Gitter ausgebildet sein.

[0003] Um zu vermeiden, daß bei der gegenseitigen Schwenkbewegung benachbarter Paneele Finger des Benützers eingequetscht werden können, werden auch schon verschiedene Profilierungen der Endprofile verwendet, durch die bei der Bewegung der Paneele der entstehende Spalt so klein bleibt, daß die Gefahr eines Einquetschens von Fingern nicht mehr besteht.

[0004] Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Sektionaltorblatt der eingangs genannten Art zu schaffen, das einfacher als bisher herzustellen ist, für das insbesondere weniger verschiedenartige Einzelteile erforderlich sind. Erreicht wird das auf überraschend einfache Weise dadurch, daß das erste und das zweite Endprofil gleich ausgebildet sind.

[0005] Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß es möglich ist, ein Endprofil so zu profilieren, daß eine Seite, die Vorderseite, mit dem in Bewegungsrichtung vorderen Endprofil des nächsten Paneels zusammenwirken kann, die andere Seite aber der Hinterseite des nächsten Paneels entspricht. Damit ist die Verwendung des gleichen Endprofils sowohl als erstes als auch als zweites Endprofil möglich.

[0006] Um auch einen Fingerschutz zu erreichen, weisen nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Endprofile an einer Seite einen insbesondere bogenförmig begrenzten Vorsprung und an der gegenüber liegenden Seite eine zur Aufnahme eines solchen Vorsprunges ausgebildete Ausnehmung auf.

[0007] Bei einer besonders rationell herzustellenden Ausführungsform der Erfindung sind die Endprofile aus Blech gebogene Kastenprofile.

[0008] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Endprofil für Verwendung bei einem Sektionaltorblatt der oben angegebenen erfindungsgemäßen Art.

[0009] Nachstehend ist die Erfindung anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Dabei stellt Fig. 1 in perspektivischer Ansicht einen Teil des Rahmens eines erfindungsgemäßen Paneeles dar und Fig. 2 zeigt den Querschnitt eines mit Endprofilen nach der Erfindung ausgestatteten Sektionaltorblattes, wobei zwei verschiedenartige Beplankungen angedeutet sind. Fig. 3 gibt den Querschnitt eines mit anderen Endprofilen ausgestatteten Rahmens eines Sektionaltorblattes wieder.

[0010] Gemäß Fig. 1 besteht der Rahmen eines Paneels für ein Sektionaltorblatt aus zwei Endprofilen 1 und 2, die durch Querstreben 3 miteinander verbunden sind. Die dem Betrachter zugewendete Seite des Rahmens ist dabei zur Erhöhung der Deutlichkeit der Zeichnung, insbesondere der Profilierung der beiden Endprofile 1 und 2, ohne Querstrebe 3 gezeichnet.

[0011] Die Fig. 2 zeigt noch deutlicher die Profilierung der Endprofile 1 und 2. Demgemäß sind die beiden Endprofile 1 und 2 gleich ausgebildet und bestehen aus einem Kastenprofil, das an einer Seite einen teilweise bogenförmig begrenzten Vorsprung 4 und auf der anderen Seite eine Ausnehmung 5 aufweist. Diese Ausnehmung 5 ist dabei zur Aufnahme des Vorsprunges 4 des nächsten Endprofiles ausgebildet. Zwei durch die Streben 3 verbundene Endprofile 1 und 2 sind überdies durch eine Beplankung verbunden, die z.B. aus Holz 6 oder einem Blech 7 bestehen kann.

[0012] Zur Verbindung zweier aneinander anschließender Paneele sind Scharniere 8 angeordnet. Zur Abdichtung sind Dichtungen 9 vorgesehen.

[0013] Das Kastenprofil der Endprofile 1,2 ist durch Biegen eines Bleches hergestellt, dessen beide Enden bei 10 durch Verpressen miteinander verbunden sind.

[0014] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 bestehen die gleich ausgebildeten Endprofile 1' und 2' aus insbesondere stranggepreßten Profilen, die wieder durch Querstreben 3' miteinander verbunden sind, so daß ein Rahmen zur Bildung eines Paneels entsteht.

[0015] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. Insbesondere kann die Profilform der Endprofile mannigfaltig variiert werden, sofern deren eine Seite mit der anderen Seite des gleich geformten Profiles des nächsten Paneels zusammenwirken kann. Auch das Material der Endprofile und die verwendete Beplankung kann gegenüber den gezeigten Ausführungsbeispielen verändert werden.


Ansprüche

1. Sektionaltorblatt, bestehend aus Paneelen, die mittels Scharnieren (8) gelenkig miteinander verbunden sind und deren jedes aus einem wenigstens einseitig beplankten Rahmen mit einem ersten (1) und einem zweiten (2) Endprofil besteht, wobei das erste Endprofil (1) eines Paneels mit dem zweiten Endprofil (2) des anschließenden Paneels zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das erste (1) und das zweite (2) Endprofil gleich ausgebildet sind.
 
2. Sektionaltorblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endprofile (1,2) an einer Seite einen insbesondere bogenförmig begrenzten Vorsprung (4) und an der gegenüber liegenden Seite eine zur Aufnahme eines solchen Vorsprunges (4) ausgebildete Ausnehmung (5) aufweisen.
 
3. Sektionaltorblatt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Endprofile (1,2) aus Blech gebogene Kastenprofile sind.
 
4. Endprofil für ein Sektionaltorblatt nach einem der vorstehenden Ansprüche.
 




Zeichnung