[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmetauscher für einen Heizkessel, insbesondere eine
wandhängende Gastherme, gemäß dein Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Ein derartiger Wärmetauscher ist allgemein bekannt. Beispielhaft wird verwiesen auf
die DE 43 09 598 A1. Dementsprechend umfassen derartige Wärmetauscher ein zu einem
hohlzylindrischen Rohrkörper wendelförmig gebogenes Rohr, insbesondere Rippenrohr
mit Vor- und Rücklauf, welches konzentrisch um einen Brenner bzw. dessen Flamme herum
angeordnet wird. Über Vor- und Rücklauf erfolgt die Einfügung dieses Wärmetauschers
in einen Wasserkreislauf, z. B. Heizwasser-Kreislauf.
[0003] In der Praxis läßt sich eine Verschmutzung des Rohr-Wärmetauschers nicht vermeiden.
Dies gilt insbesondere für einen Wärmetauscher aus einem schrauben- oder wendelförmig
gebogenen Rippenrohr. Bei bestimmten Betriebsbedingungen kann die Verschmutzung aufgrund
von Anbackungen sehr hart sein. Dies bedeutet, daß eine Reinigung nur mit Hilfe einer
Bürste möglich ist. Zu diesem Zweck muß der Wärmetauscher möglichst allseitig zugänglich
sein. Dementsprechend ist es erforderlich, zum Zwecke der Reinigung den Wärmetauscher
auszubauen. Da bei den herkömmlichen Konstruktionen der Wärmetauscher innerhalb eines
zylindrischen Gehäuses eingeschweißt oder eingeklebt ist, ist eine Demontage zum Zwecke
einer Reinigung mit Bürste nicht oder nur teilweise (Teilreinigung) möglich.
[0004] Des weiteren sind beim Stand der Technik die Brennkammergehäuse, innerhalb denen
der erwähnte Wärmetauscher plazierbar ist, meist aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung
gegossen. Diese Gußkonstruktionen sind sehr aufwendig, großvolumig und schwer. Die
Herstellung ist entsprechend teuer. Aufgrund der Tatsache, daß die oben erwähnten
Rohrkörper kostengünstig nur mit relativ großen Durchmessertoleranzen hergestellt
werden können, lassen sich im montierten Zustand zwischen Rohrkörper und Brennkammerwand
mehr oder weniger große Spalte nicht vermeiden. Derartige Spalte wirken sich nachteilig
auf Leistung, Abgastemperatur, Kondensatmenge und Nutzungsgrad aus. Eine Kompensation
durch speziell geformte Brennkammerwände ist aufwendig und teuer.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wärmetauscher der eingangs
genannten Art zu schaffen, der zum Zwecke der Reinigung leicht montierbar bzw. demontierbar
ist, und der sich darüberhinaus durch eine im Vergleich zum Stand der Technik einfachere
Konstruktion auszeichnet, die gleichzeitig auch größere Toleranzen kompensieren kann.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 gelöst. Deinentsprechend ist Kern der vorliegenden Erfindung ein Brennkammergehäuse,
welches durch einen zylindrischen Blechmantel bestehend aus zwei voneinander trennbaren
Mantelhälften gebildet ist, innerhalb den bzw. denen mit geringem Abstand, insbesondere
unter enger Anlage daran das zu einem hohlzylindrischen Körper gebogene Rohr, insbesondere
Rippenrohr plazierbar ist. Dementsprechend braucht zur Montage oder Demontage des
Rohrkörpers lediglich eine Mantelhälfte entfernt zu werden. Bei Zuordnung von Vor-
und Rücklauf zu der anderen Mantelhälfte ist es möglich, den Anschluß von Vor- und
Rücklauf außerhalb dieser Mantelhälfte anzuordnen. Wird dieser Anschluß gelöst, läßt
sich der Rohrkörper seitlich insbesondere nach vorne aus der noch verbliebenen und
mit einem Gehäuse des Heizkessels oder dergleichen verbundenen Blechmantelhälfte herausziehen.
Wird dieses Herausziehen durch ein Kippen des Rohrkörpers überlagert, ist es nicht
erforderlich, den in den Rohrkörper hineinragenden Brennerabschnitt zu demontieren.
Die Montage und Demontage des erfindungsgemäßen Wärmetauschers ist also im Vergleich
zum Stand der Technik erheblich einfacher.
[0007] Die beiden Mantelhälften erlauben auch eine Vorspannung in radialer Richtung und
damit eine enge Anlage an den Rohrkörper, wobei der Anpreßdruck vorzugsweise einstellbar
ist. Damit lassen sich Fertigungstoleranzen und Wärmespannungen kompensieren. Die
Wärmeübertragung von Rauchgas zum Wasser, welches durch den Rohrkörper strömt, bleibt
gleichbleibend hoch.
[0008] Der aus den beiden Mantelhälften bestehende Blechmantel besteht vorzugsweise aus
dünnwandigem Aluminiumblech oder einem Blech aus einer geeigneten Aluminiumlegierung.
Damit läßt sich das Gesamtgewicht des Wärmetauschers samt Brennkaminer erheblich reduzieren.
[0009] Das zur Ausbildung des Rohrkörpers vorzugsweise verwendete Rippenrohr besteht ebenfalls
in der Regel aus Aluminium.
[0010] Der erfindungsgemäße Wärmetauscher ist vorzugsweise für kleinere Leistungen bis ca.
30 kW ausgelegt. Die erfindungsgemäße Konstruktion ist jedoch auf diese Leistungen
nicht beschränkt.
[0011] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist der durch den Rohrköprer definierte Hohlraum
an einer Stirnseite durch ein scheibenförmiges Abschlußblech, durch das sich der Brenner
hindurcherstreckt, und an der gegenüberliegenden Stirnseite durch einen in den Hohlraum
hineinragenden topfförmigen Einsatz begrenzt. Zwischen diesem topfförmigen Einsatz
und dem äußeren Blechmantel wird ein durch das wendelförmig gebogene Rohr, insbesondere
Rippenrohr ausgefüllter Ringraum definiert, der in einen Rauchgassammler mündet.
[0012] Diese Konstruktion führt zu einem hohen primären Wärmeübergang durch Strahlung sowie
hohen sekundären Wärmeübergang durch Strömung von heißen Rauchgasen durch das wendelförmig
gebogene Rippenrohr des Rohrkörpers hindurch, wobei bei aufrechter Anordnung des Rohrkörpers
die Rauchgase vorzugsweise von oben nach unten strömen. Die Führung des Wassers im
Rippenrohr erfolgt im Gegenstrom zur Rauchgasströmung, d. h. bei letzgenannter Anordnung
von unten nach oben.
[0013] Wie bereits oben erwähnt, ist die eine Blechmantelhälfte am Gehäuse des Heizkessels
oder dergleichen Gerätes befestigt, wobei sich im montierten Zustand durch diese Mantelhälfte
Vor- und Rücklauf des wendelförmig gebogenen Rohres hindurch und in mit dem Wasserkreislauf
in Verbindung stehende Aufnahmeöffnungen hineinerstrecken, innerhalb denen Vor- und
Rücklauf mit Dichtsitz verankerbar sind. Diese Ausführungsform begünstigt die Montage
und Demontage des wendelförmig gebogenen Wärmetauscherrohres bzw. Rohrkörpers.
[0014] Der topfartige Einsatz liegt ähnlich wie der äußere Blechmantel an der Außenseite
eng an der Innenseite des Rohrkörpers an, und zwar derart, daß bei Bedarf der topfartige
Einsatz relativ zum Rohrkörper axial verschiebbar ist. Damit läßt sich die Brennkammerlänge
in einfacher Weise optimal einstellen.
[0015] Wie ebenfalls bereits oben angedeutet, ist es bei der erfindungsgemäßen Konstruktion
möglich, den äußeren Blechmantel radial vorzuspannen, d. h. unter radialer Vorspannung
an der Außenseite des Rohrkörpers anzulegen. Zu diesem Zweck sind dein äußeren Blechmantel
gesonderte Spannmittel zugeordnet, die vorzugsweise Einrichtungen zur Einstellung
der radialen Vorspannung aufweisen. Es kann sich bei den Spannmitteln um Schnallenverschlüsse
entsprechend den Schnallenverschlüssen von Skistiefeln oder dergleichen handeln. Alternativ
können als Spannmittel auch Spannbänder mit Kniehebelverschlüssen verwendet werden,
die nach Art einer Rohrschelle um den gesamten Umfang des Blechmantels herumgelegt
werden.
[0016] Die beiden Blechmantelhälften sind im montierten Zustand vorzugsweise in Axialrichtung
sich tangential überlappend ausgebildet, wobei im Überlappungsbereich der beiden Blechmantelhälften
jeweils ein Dichtstreifen, insbesondere aus Silikon oder dergleichen wärmebeständigem
Material angeordnet ist. Alternativ ist eine sogenannte Labyrinth-Abdichtung ohne
gesonderten Dichtstreifen möglich.
[0017] Die Befestigung der einen Blechmantelhälfte am Gehäuse des Heizkessel oder dergleichen
Gerätes erfolgt bei einer bevorzugten Ausführungsform über Blockelemente, insbesondere
L-förmig ausgebildete Blockelemente, die jeweils eine der Wölbung der Blechmantelhälfte
entsprechende Anlagefläche aufweisen. Die Anlageflächen der dem Vor- und Rücklauf
zugeordneten Blockelemente umfassen jeweils noch eine Aufnahmeöffnung, insbesondere
Aufnahmebohrung für den Vor- und Rücklauf des Rohrkörpers bzw. für die dem Vor- und
Rücklauf zugeordneten Rohrstutzen. Über die erwähnten Aufnahmeöffnungen ist eine Verbindung
zwischen Rohrkörper und Wasserkreislauf herstellbar. Die Blockelemente dienen also
zur Befestigung des hinteren Blechmantels sowie zur Aufnahme des Wärmetauschers.
[0018] Bezüglich konstruktiver Details der erwähnten Aufnahmebohrungen sowie der Fixierung
von Vor- und Rücklauf in diesen wird auf die Ansprüche 12 bis 13 verwiesen.
[0019] Die erwähnten Blockelemente sind vorzugsweise aus Aluminium hergestellt und weisen
eine L-förmige Grundform auf.
[0020] Nachstehend wird eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wärmetauschers
anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Heizkessel mit einem erfindungsgemäß ausgebildeten Heizwasser-Wärmetauscher
in perspektivischer Ansicht, wobei die vordere Abdeckung von Heizkessel und Wärmetauscher
abgenommen sind;
- Figur 2
- den erfindungsgemäß ausgebildeten Wärmetauscher in perspektivischer Ansicht;
- Figur 3
- den Wärmetauscher gemäß Figur 1 bzw. Figur 2 im schematischen Längsschnitt;
- Figur 4
- einen Teil des erfindungsgemäß ausgebildeten Wärmetauschers in Seitenansicht (Rippenrohr);
- Figur 5
- ein Blockelement zur Befestigung des Wärmetauschers am Gehäuse des Heizkessels im
Längsschnitt;
- Figur 6
- das Blockelement gemäß Figur 5 in Draufsicht.
[0021] In Figur 1 ist in schematischer Perspektivansicht ein Gasheizgerät nach dem Kondensationsprinzip,
nämlich eine sogenannte wandhängende Gasbrennwerttherme 10 mit einem Gehäuse 11, von
dein nur die Rückwand und die Seitenwände dargestellt sind sowie einem Wärmetauscher
12 in perspektivischer Ansicht gezeigt. Der Wärmetauscher 12 umfaßt ein zu einem hohlzylindrischen
Rohrkörper 13 wendelförmig gebogenes Rohr, nämlich Rippenrohr 14 mit in Figur 2 näher
dargestelltem Vorlauf 15 und Rücklauf 16, über die der Rohrkörper 13 in einen in den
Figuren nicht näher dargestellten Wasserkreislauf einfügbar ist. Ein Teil des Wasserkreislaufes
ist in Figur 1 gezeigt mit dem Rücklaufrohr 17 und einer im Rücklaufrohr integrierten
Heizwasserpumpe 18.
[0022] Der hohlzylindrische Rohrkörper ist konzentrisch um einen in Figur 3 schematisch
dargestellten Gasbrenner 19 bzw. dessen Flamme herum angeordnet. In Figur 1 ist der
obere Teil des Brenners 19 noch erkennbar. Der Brenner 19 erstreckt sich also bei
der in den Figuren dargestellten Gastherme von oben her konzentrisch in den hohlzylindrischen
Rohrkörper 13 hinein. Dem Brenner 19 ist ein Gebläse 20 vorgeordnet, welches ein Brenngas-Luft-Gemisch
zum Brenner 19 fördert, und zwar durch eine Brenngas-Luft-Leitung 21 hindurch. In
das Gebläse 20 mündet eine Gaszufuhrleitung 22. Die Luftbeimischung aus der Umgebung
ist in Figur 1 mit dem Pfeil 23 angedeutet. Der Rohrkörper 13 ist innerhalb eines
zylindrischen Blechmantels bestehend aus zwei voneinander trennbaren Mantelhälften
24, 25 (siehe Figur 2) unter dichter Anlage an der Innenseite dieser beiden Mantelhälften
plaziert. Die beiden Mantelhälften 24, 25 definieren im montierten Zustand einen zylindrischen
Blechmantel 26, der Teil eines dem Brenner 19 und als Wärmetauscher dienenden Rohrkörper
13 einschließenden Brennkammergehäuses ist. Im übrigen wird dieses Gehäuse an der
oberen Stirnseite durch ein scheibenförmiges Abschlußblech 27, durch das sich der
Brenner 19 hindurcherstreckt, und an der unteren bzw. gegenüberliegenden Stirnseite
durch einen in den durch den Rohrkörper 13 definierten Hohlraum 28 hineinragenden
topfförmigen Einsatz 29 mit Ringflansch 30 zum dichten Anschluß der erwähnten Blechmantelhälften
24, 25. Unterhalb des topfförmigen Einsatzes 29 ist ein Abgassammler 31 angeordnet,
der mit einem Abgasrohr 32 in Verbindung steht. Im Abgassammler 31 wird etwaiges Kondensat
aufgefangen und abgeführt. Die entsprechende Einrichtung (Syphon) ist in Figur 1 mit
der Bezugsziffer 33 dargestellt. Da es sich hierbei um eine an sich bekannte Konstruktion
handelt, erübrigt sich hier eine nähere Beschreibung derselben.
[0023] Wie insbesondere Figur 3 sehr gut erkennen läßt, ist zwischen dem topfförmigen Einsatz
29 und dem äußeren Blechmantel 26 ein durch das wendelförmig gebogene Rippenrohr 14
ausgefüllter Ringraum 34 definiert, der in den Rauchgassammler 31 mündet. Die entsprechende
Rauchgasströmung ist in Figur 3 mit den Pfeilen 35 angedeutet.
[0024] Der topfförmige Einsatz 29 liegt eng an der Innenseite des Rohrkörpers 13 an, und
zwar derart, daß er bei Bedarf relativ zu diesem axial verschiebbar ist. Auf diese
Weise läßt sich die Länge der Brennkammer 36 bei Bedarf einstellen. Darüberhinaus
ist diese axiale Verschiebbarkeit natürlich erforderlich zum Zwecke der Montage und
Demontage für den Fall einer Revision oder Reinigung des Rohrkörpers 13.
[0025] Zur Erhöhung des Wirkungsgrades sind Vorkehrungen getroffen, um den äußeren Blechmantel
26 bzw. die beiden Blechmantelhälten 24, 25 unter radialer Vorspannung an der Außenseite
des Rohrkörpers 13 anzulegen. Zu diesem Zweck ist der äußere Blechmantel 26 mittels
gesonderter und hier nicht näher dargestellter Spannmittel radial gegen den Rohrkörper
13 drückbar. Die Spannmittel weisen vorzugsweise noch Einrichtungen zur Einstellung
der radialen Vorspannung auf. Vorzugsweise dienen als Spannmittel Schnallenverschlüsse,
wie sie zum Beispiel bei Skischuhen verwendet werden. Auch sind Spannbänder denkbar,
die nach Art einer Rohrschelle um den Blechmantel 26 herumgelegt und festgezogen werden.
Auf diese Weise lassen sich auch Fertigungstoleranzen und Wärmespannungen des Rohrkörpers
13 kompensieren. Es wird ein gleichmäßiges Anliegen des Rohrkörpers 13 an dem die
Brennkammerwand definierenden Blechmantel 26 gewährleistet.
[0026] Die eine Blechmantelhälfte, nämlich hier die Blechmantelhälfte 24, ist am Gehäuse
11 des Heizkessels bzw. der Gastherme 10, und zwar konkret an deren Rückwand befestigt,
wobei sich im montierten Zustand durch diese Mantelhälfte Vor- und Rücklauf des wendelförmig
gebogenen Rippenrohrs 14 hindurch und in mit dem Wasserkreislauf in Verbindung stehende
Aufnahmeöffnungen hineinerstrecken, innerhalb denen Vor- und Rücklauf mit Dichtsitz
verankerbar sind. Die entsprechenden Durchgangsstutzen für Vor- und Rücklauf des Rohrkörpers
13 in der Blechmantelhälfte 24 sind in Figur 2 mit den Bezugsziffern 37 und 38 gekennzeichnet.
Vor- und Rücklauf des Rohrkörpers 13 sind durch entsprechende Rohrstutzen definiert,
die sich im montierten Zustand durch die Durchgangsstutzen 37, 38 der Blechmantelhälfte
24 hindurcherstrecken. Die den Vor- und Rücklauf definierenden Rohrstutzen erstrecken
sich im montierten Zustand des Rohrkörpers 13 etwa senkrecht zur Rückwand des Gehäuses
11 der Gastherine 10. Dadurch ist es möglich, nach Entfernung der vorderen Blechmantelhälfte
25 den Rohrkörper 13 nach vorne abzuziehen. Bei dieser Gelegenheit werden die den
Vor- und Rücklauf definierenden Rohrstutzen aus den zugeordneten Aufnahmeöffnungen
zum Anschluß an den Wasserkreislauf herausgezogen. Die Montage des Rohrkörpers 13
erfolgt in umgekehrter Richtung.
[0027] Bei der Ausführungsform nach Figur 2 weisen die beiden Blechmantelhälften jeweils
radial wegstehende Axialstege 39, 40 auf. Diese Axialstege dienen zur Verbindung der
beiden Blechmantelhälften 24, 25. Bei dieser Konstruktion ist es nur bedingt möglich,
die beiden Blechmantelhälften an die Außenseite des Rohrkörpers 13 zu drücken. Zu
diesem Zweck müßte ein relativ dicker Dichtstreifen aus elastischem Dichtmaterial,
insbesondere Silikon, zwischen den aneinanderliegenden Axialstegen 39, 40 der beiden
Blechmantelhälften angeordnet werden. Nur so ließen sich die beiden Blechmantelhälften
radial vorspannen unter entsprechend dichter Anlage an der Außenseite des Robrkörpers
13.
[0028] Eleganter ist in dieser Beziehung eine Lösung, bei der die beiden Blechmantelhälften
24, 25 im montierten Zustand in Axialrichtung sich tangential überlappend ausgebildet
sind. Die dann im Überlappungsbereich angeordnete Dichtung kann relativ dünn ausgebildet
sein, zum Beispiel in Form eines dünnen Silikon-Dichtstreifens. Alternativ bilden
die jeweils einander zugeordneten Längsränder der beiden Blechmantelhälften eine Labyrinth-Dichtung
ohne gesonderten Dichtstreifen. Zu diesem Zweck ist der eine Längsrand zu einer V-förmigen
Längsnut verformt, in die der gegenüberliegende Längsrand eingepaßt wird.
[0029] Wie bereits oben dargelegt, ist die eine Blechmantelhälfte 24 am Gehäuse der Gastherme,
nämlich an der Rückwand derselben befestigt, und zwar vorzugsweise über Blockelemente
41, die jeweils eine der Wölbung der Blechtmantelhälfte 24 entsprechende Anlagefläche
42 aufweisen. Im vorliegenden Fall dienen zur Befestigung der Blechmantelhälfte 24
nur zwei relativ zu dieser diagonal angeordnete Blockelemente 41, die dem Vor- und
Rücklauf 15, 16 des Rohrkörpers 13 zugeordnet sind. In den Anlageflächen 42 dieser
beiden Blockelemente 41 sind Aufnahmeöffnungen, insbesondere Aufnahmebohrungen 43
für den Vor- und Rücklauf 15, 16 bzw. die entsprechenden Rohrstutzen ausgebildet,
über die eine Verbindung zwischen Rohrkörper 13 und dem Wasserkreislauf herstellbar
ist. Die erwähnten Aufnahmebohrungen 43 für den Vor- und/oder Rücklauf bzw. die entsprechenden
Rohrstutzen weisen jeweils eine Ringnut 44 zur Plazierung eines die erwähnten Rohrstutzen
dicht umschließenden Dichtrings, insbesondere O-Rings auf. In Figur 5 ist die linke
Hälfte eines derartigen O-Rings 45 dargestellt. Die dem Vor- und/oder Rücklauf zugeordneten
Rohrstutzen sind innerhalb der Aufnahmebohrungen 43 durch einen sich tangential durch
den Kontaktbereich zwischen Rohrstutzen und Aufnahmebohrung hindurcherstreckenden
Stift 46 oder dergleichen innerhalb der Aufnahmebohrung 43 gehalten. Vorzugsweise
ist der Stift 46 Teil einer Klammer, die nach Art einer Haarspange ausgebildet ist.
Der eine Schenkel dieser Klammer definiert den erwähnten Haltestift 46, während der
andere Schenkel an der Außenfläche des Blockelements 41 anliegt derart, daß der Haltestift
46 gesichert wird.
[0030] Die Aufnahmebohrung 43 für den dem Vor- oder Rücklauf zugeordneten Rohrstutzen mündet
in eine innerhalb des zugeordneten Blockelements 41 ausgebildete Anschlußbohrung 47
für den Wasserkreislauf. Die Anschlußbohrung 47 ist Teil eines Anschluß-Rohrstutzens
48. Dieser Anschluß-Rohrstutzen 48 ist integraler Teil des Blockelements 41. Die Aufnahmebohrung
43 und Anschlußbohrung 47 schneiden sich innerhalb des L-förmigen Blockelements 41
im rechten Winkel.
[0031] Die Befestigung des Blockelements 41 erfolgt durch eine Befestigungsschraube, die
sich durch eine zugeordnete Schraubbohrung 49 im Blockelement 41 hindurcherstreckt.
Diese Schraube dient gleichzeitig zur Befestigung der an der Anlagefläche 42 abgestützten
Blechmantelhälfte 24, die in Figur 5 mit unterbrochener Linie angedeutet ist.
[0032] Es versteht sich von selbst, daß auch im Anschlußbereich zwischen zylindrischen Blechmantel
26 und den stirnseitigen Abdeckelementen der Brennkammer 36 Dichtelemente, insbesondere
ringförmige Dichtstreifen aus Silikon oder dergleichen hitzebeständigem Material angeordnet
sind. Damit wird ein hermetisch abgedichtetes Brennkaminergehäuse geschaffen.
[0033] Der Gasbrenner 19 ermöglicht vorzugsweise eine modulierend geregelte Leistungsanpassung
durch entsprechende Ansteuerung des oben erwähnten Gebläses 20.
[0034] Die beschriebene Konstruktion eignet sich besonders gut für Wärmetauscher-Rohrkörper
13 mit einem Außendurchmesser von bis zu etwa 200 mm.
[0035] Es ist auch denkbar, die vordere Blechmantelhälfte 25 über ein Scharnier an der mit
dein Gehäuse 11 der Gastherme verbundenen Blechmantelhälfte anzulenken, so daß die
vordere Blechmantelhälfte 25 zum Zwecke der Montage und Demontage des Rohrkörpers
13 lediglich nach vorne und zur Seite weggeklappt werden muß. Die Scharnierachse erstreckt
sich längs einer Axialline des Blechmanteis.
[0036] Der Blechmantel hat eine Wandstärke von etwa 0,5 bis 1,5 , insbesondere etwa 1,0
mm und besteht aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung. Es handelt sich hier um
eine ausgeprägte Leichtbaukonstruktion, was für wandhängende Gasthermen von Bedeutung
ist.
[0037] Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich
beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 10
- Gastherme
- 11
- Gehäuse
- 12
- Wärmetauscher
- 13
- Rohrkörper
- 14
- Rippenrohr
- 15
- Vorlauf
- 16
- Rücklauf
- 17
- Rücklaufrohr
- 18
- Heizwasserpumpe
- 19
- Gasbrenner
- 20
- Gebläse
- 21
- Gas-Luft-Leitung
- 22
- Gaszufuhrleitung
- 23
- Pfeil (Luftzufuhr)
- 24
- Blechmantelhälfte
- 25
- Blechmantelhälfte
- 26
- Blechmantel
- 27
- Abschlußblech
- 28
- Hohlraum (= Brennkammer)
- 29
- topfartiger Einsatz
- 30
- Ringflansch
- 31
- Abgassammler
- 32
- Abgasrohr
- 33
- Kondensat-Abführeinrichtung (Syphon)
- 34
- Ringraum
- 35
- Pfeil (Abgasführung)
- 36
- Brennkammer
- 37
- Durchgangsstutzen
- 38
- Durchgangsstutzen
- 39
- Axialsteg
- 40
- Axialsteg
- 41
- Blockelement
- 42
- Anlagefläche
- 43
- Aufnahmebohrung
- 44
- Ringnut
- 45
- O-Ring
- 46
- Haltestift
- 47
- Anschlußbohrung
- 48
- Anschlußrohrstutzen
- 49
- Schraubbohrung
1. Wärmetauscher (12) für einen Heizkessel, insbesondere eine wandhängende Gastherme
(10), der zur konzentrischen Anordnung um einen Brenner (19) bzw. dessen Flamme herum
ein zu einem hohlzylindrischen Rohrkörper (13) wendelförmig gebogenes Rohr, insbesondere
Rippenrohr (14) mit Vor- (15) und Rücklauf (16) umfaßt, über die der Rohrkörper (13)
in einen Wasserkreislauf einfügbar ist,
gekennzeichnet, durch
einen zylindrischen Blechmantel (26) bestehend aus zwei voneinander trennbaren Mantelhälften
(24, 25), innerhalb dem bzw. denen mit geringem Abstand, insbesondere unter enger
Anlage daran der Rohrkörper (13) plazierbar ist.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der durch den Rohrkörper (13) definierte Hohlraum (28) an der einen Stirnseite durch
ein scheibenförmiges Abschlußblech (27), durch das sich der Brenner (19) hindurcherstreckt,
und an der gegenüberliegenden Stirnseite durch einen in den Hohlraum (28) hineinragenden
topfartigen Einsatz (29) begrenzt ist.
3. Wärmetauscher nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem topfartigen Einsatz (29) und äußeren Blechmantel (26) ein durch das wendelförmig
gebogene Rohr, insbesondere Rippenrohr (14) ausgefüllter Ringraum (34) definiert ist,
der in einen Rauchgassammler (31) mündet.
4. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die eine Blechmantelhälfte (24) am Gehäuse (11) der Gastherme (10) oder dergleichen
befestigt ist, wobei sich im montierten Zustand durch diese Mantelhälfte (24) Vor-(15)
und Rücklauf (16) bzw. die entsprechenden Rohrstutzen des wendelförmig gebogenen Rohres,
insbesondere Rippenrohres (14) hindurch und in mit dem Wasserkreislauf in Verbindung
stehende Aufnahmeöffnungen hineinerstrecken, innerhalb denen Vor- und Rücklauf bzw.
die entsprechenden Rohrstutzen mit Dichtsitz verankerbar sind.
5. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der topfartige Einsatz (29) eng an der Innenseite des Rohrkörpers (13) anliegt derart,
daß er bei Bedarf relativ zu diesem axial verschiebbar ist.
6. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der äußere Blechmantel (26) unter radialer Vorspannung an der Außenseite des Rohrkörpers
(13) anlegbar ist.
7. Wärmetauscher nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der äußere Blechmantel (26) mittels gesonderter, insbesondere tangential angreifender
Spannmittel radial gegen den Rohrkörper (13) drückbar ist.
8. Wärmetauscher nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Spannmittel Einrichtungen zur Einstellung der radialen Vorspannung aufweisen.
9. Wärmetauscher nach einein der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Blechmantelhälften (24, 25) im montierten Zustand in Axialrichtung sich
tangential überlappend ausgebildet sind.
10. Wärmetauscher nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
im Überlappungsbereich der beiden Blechmantelhälften (24, 25) jeweils eine Dichtung,
insbesondere ein Silikon-Dichtstreifen angeordnet ist.
11. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Befestigung der einen Blechmantelhälfte (24) am Gehäuse (11) der Gastherme (10)
oder dergleichen über Blockelemente (41) erfolgt, die jeweils eine der Wölbung der
Blechmantelhälfte (24) entsprechende Anlagefläche (42) aufweisen, wobei die Anlageflächen
(42) der dem Vor- (15) und Rücklauf (16) zugeordneten Blockelemente jeweils eine Aufnahmeöffnung,
insbesondere Aufnahrmebohrung (43) für den Vor- (15) bzw. Rücklauf (16) des Rohrkörpers
(13) bzw. die entsprechenden Rohrstutzen von Vor- und Rücklauf umfassen, über die
eine Verbindung zwischen Rohrkörper (13) und Wasserkreislauf herstellbar ist.
12. Wärmetauscher nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Aufnahmebohrungen (43) für den Vor- (15) und Rücklauf (16) bzw. die entsprechenden
Rohrstutzen jeweils eine Ringnut (44) zur Plazierung eines diese dicht umschließenden
Dichtrings, insbesondere O-Rings (45) aufweisen.
13. Wärmetauscher nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
die dem Vor- (15) und Rücklauf (16) zugeordneten Rohrstutzen innerhalb der Aufnahmebohrungen
(43) der jeweils zugeordneten Blockelemente (41) durch einen sich tangential durch
den Kontaktbereich zwischen Rohrstutzen und Aufnahmebohrung hindurcherstreckenden
Stift (46) oder dergleichen innerhalb der Aufnahmebohrungen (43) gehalten sind.
14. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
in die Aufnahmebohrung (43) für den dem Vor- (15) oder Rücklauf (16) zugeordneten
Rohrstutzen in eine innerhalb des zugeordneten Blockelements (41) ausgebildete Anschlußbohrung
(47) für den Wasserkreislauf mündet.