[0001] Die Erfindung betrifft eine Einbauschaltuhr mit einem Mikroprozessor mit einem zugehörigen
Steuerprogramm, einem Zeittaktgeber mit Eingabetasten zu einer Programmauswahl, zu
einer Einstellung von programmierten Zählern sowie einer jeweiligen Wahlbestätigung
und mit einer Anzeigevorrichtung zu einer Programm- und Betriebsdatenanzeige sowie
mit mindestens einem Meßsignaleingang, dessen Meßsignal in einem Analog-Digitalwandler
digitalisiert und dann programmgemäß verarbeitet wird, sowie mit mindestens einem
ausgangsseitig angeschlossen gesteuerten Schalter, wobei Steuerprogramm ein tastensteuerbares
Menueprogramm mit einem Hauptmenue und Untermenues und Zähler-Einstellmenuepunkten
der programmierten Zähler sowie ein Menueanzeigeprogrammteil und Zählerdarstellungsprogrammteilen
umfaßt.
[0002] Eine derartige Einbauschaltuhr ist aus "Elektronic Welt '96", Katalog von Conrad
Electronic, 92240 Hirschau, gültig ab August '95, S. 71 - 73, 990, 1065 bekannt, wo
unter "Dialog Z" UP Zeitschaltuhr eine programmierte Vorrichtung beschrieben ist,
die verschiedene Gerätetypen umfaßt, wie Zeitschalter, Dämmerungsschalter, Zufallsschalter
u.a., die durch eine Programmselektion zu aktivieren sind und zu denen die zugehörigen
Einstellmöglichkeiten nacheinander zur Ausführung angeboten werden. Die numerische
Anzeige ermöglicht nur eine beschränkte Programmwahl und Funktionsdarstellung.
[0003] Weiterhin sind dort genormte Reihen-Einbauschaltuhren in verschiedenen Ausführungen
als "2-Kanal Digitale Wochenschaltuhr" und als "Elektronische Wochenzeitschaltuhr"
mit nur 35 mm Breite und numerischer LCD-Anzeige beschrieben. Jeder Gerätetyp ist
dabei individuell ausgestaltet. Es werden jeweils ausführliche Bedienungsanleitungen
zu allen vorgenannten Schaltgeräten benötigt.
[0004] Weiterhin ist in der DE 42 10 874 A1 eine elektronische Zeitschaltuhr beschrieben,
die einen Mikroprozessor aufweist, der ein festes Einstellprogramm und ein Betriebsprogramm
enthält. Die Bedienfunktionen und die Betriebsfunktionen sind jeweils auf bestimmten
Spezialfeldern der Anzeigevorrichtung visualisiert. Dies bedeutet, daß die Anzeigevorrichtung
passend zu den Zeitschaltuhr-Funktionen ausgebildet und die gesamte Schaltvorrichtung
nur so einsetzbar ist. Die Einstellung neuer Schaltvorgabezeiten und einer neuen Uhrzeit
und Datumangabe erfordert eine genaue Kenntnis der Einstell-Bedienfunktionen, die
i.a. jeder Schaltvorrichtung als umfangreiche gedruckte Bedienanleitung in einer Vielzahl
von Sprachen beizufügen ist.
Die Einstellung der gewünschten Schaltzeiten, die sogenannte Programmierung, erfolgt
programmgesteuert jeweils bei Tastenbetätigungen, indem Zählerstände verändert werden
und nach Betätigung einer Betätigungstaste in einem Speicher abgespeichert werden,
auf den das Betriebssteuerprogramm zugreift.
[0005] Weiterhin ist es aus der "Datenbank für PC-Netz" in: Computer persönlich, Ausgabe
23 vom 29.10.1996, S. 82, bekannt, sogenannte Personalcomputer, mit einem Menuesteuerprogramm
auszustatten, wobei die jeweils auszuwählenden Funktionen als Textblöcke auf dem Bildschirm
neben- und/oder untereinander dargestellt werden und jeweils aktivierte oder aktivierbare
Funktionen auf dem Bildschirm durch Negativdarstellung, Fettschrift, Blinkfunktionen
und/oder Cursor gekennzeichnet sind. Eine Schaltuhr, die nur wenige Zentimeter breit
und hoch sein darf, um in genormten Einbausystemen verwendbar zu sein, bietet keinen
Platz für die üblich gebotene Informationsfülle eines Menues mit Untermenues.
[0006] Weiterhin ist aus der US 5 477 508 eine digitale Armbanduhr mit einer 6-zeiligen
X-numerischen LCD-Anzeige bekannt, die eine Menuesteuerung für die Funktionseinstellungen
aufweist, wobei das Hauptmenue verschiedene Betriebsarten, wie Wecker, Stoppuhr und
Rechner sowie Zeiteinstellungen auswählen läßt und in den zugehörigen Untermenues
die Einstellfunktionen auszuführen sind, wobei entsprechende digitale Zeitdarstellungen
oder Zahlenfelddarstellungen zur Anzeige kommen.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, ausgehend von der eingangs genannten Schaltvorrichtung,
eine universell, insbesondere auch als Schaltuhr, verwendbare elektronische Schaltvorrichtung
zu schaffen, die auch ohne Bedienungshandbuch von Angehörigen verschiedener Sprachkreise
einfach einzurichten und einzustellen ist.
[0008] Die Lösung der Aufgabe besteht darin, daß das Programm ein Leitmenue umfaßt, welches
über eine Sondertaste oder über eine codierte Schalterkombination auszuwählen ist
und mit dem jeweils einem aus verschiedenen darstellbaren Schaltgerätetypen, wie Schaltuhr,
Thermostatschaltuhr, Alarmuhr, Dämmerungsschalter und Impulsuhr, ausgewählten Schaltgerätetyp
jeweils eine geeignete Auswahl von Hauptmenuepunkten zugeordnet werden kann, und daß
das Menueprogramm ein Sprachenauswahlmenü umfaßt, in dem verschiedenen Sprachangaben
jeweils eine Menuetexttabelle in der entsprechenden Sprache zugeordnet ist, die jeweils
menueauswahlgemäß zur Anzeige zu bringen sind, wozu die Anzeigevorrichtung eine mehrzeilig
alphanumerisch ansteuerbare Punktmatrix ist, und daß das Menueanzeigeprogrammteil
abhängig von einem jeweils angewählten Menuepunkt, falls dieser ein Hauptmenuepunkt
ist, den Tabellentext von diesem und mehreren folgenden Hauptmenuepunkten zur Anzeige
bringt oder falls dieser ein Untermenuepunkt ist, den Tabellentext von diesem und
mindestens dem zugehörigen Hauptmenuepunkt, und ggf. mind. eine zugehörige Zählerdarstellung
auf der Anzeigevorrichtung zur Darstellung bringt.
[0009] Die Unteransprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen an.
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung erbringt die Möglichkeit, mit einem einzigen Gerät
zahlreiche bisher unterschiedliche Gerätetypen, wie Schaltuhr, Thermostatschaltuhr,
Alarmuhr, Dämmerungsschalter und/oder Impulsuhr, zu ersetzen. Etliche solcher Gerätetypen
haben Teilfunktionen in gleicher Weise. So haben alle Uhrenarten das Einstellen der
Uhrzeit und ggf. der Wochentage und eines Datums gemeinsam. Weiterhin sind Vergleichszeiten
für Einschaltzeitpunkte, Ausschaltzeitpunkte oder Schaltzeitdauer aufzunehmen und
bereitzuhalten. Außerdem haben manche Steuergeräte digitale oder analoge Meßeingänge
zu überwachen, wozu Vergleichswerte aufzunehmen und zu speichern sind. Manche der
Funktionen sind grundsätzlich und andere optional vorzusehen.
[0011] In der Tabelle 1 ist eine Übersicht eines Leitmenüs gegeben. Wird eine Geräteart
ausgewählt, so kann beim Einrichten der Funktion jeweils die Option ausgeübt werden
und eine für den jeweils vorgesehenen Zweck die Festlegung getroffen werden, welche
Punkte im Menü auftreten sollen. Weitere Menüpunktkombinationen oder weitere Hauptmenüpunkte
und Untermenüs lassen sich programmieren und hinzufügen. Dies vereinfacht die Entwicklung
neuer Schaltgerätetypen und erhöht deren Produktionsstückzahlen, die Produktlebenszeit
und vereinfacht die Lagerhaltung, Reparatur und den Kundendienst. Auch die Einsparung
der Handbücher erleichtert die Logistik und den Kundendienst. Die Ergänzung einer
weiteren Sprache erfordert nur deren Texttabelle.
Für welche Geräteart jeweils eine Schaltvorrichtung eingesetzt werden soll, wird entweder
durch eine spezielle Tastenbedienung beim Einschalten über den Einstieg in das Leitmenü
menügesteuert festgelegt, oder in einer anderen Ausführung durch eine Codevorgabe
an Eingängen des Mikroprozessors über Lötbrücken oder Schalter festgelegt. Auch läßt
sich die Art der Belegung von Meßsignaleingängen, z.B. eines Temperaturfühlers oder
eines Helligkeitsensors, zur Festlegung der Geräteart programmgemäß nutzen.
[0012] Durch die Auswahl der Muttersprache erhält jeder Bediener die notwendige Information
unmißverständlich. Es wird durch die neuartige Strategie jeweils das und nur das auf
der Anzeigevorrichtung dargestellt, was im jeweiligen Bedienungsschritt wissenswert
ist. So sind textmäßig entweder der gewählte Hauptmenüpunkt und mehrere Folgemenüpunkte
angezeigt, so daß nicht benötigte Punkte bildgemäß durch einen Menütastendruck durchlaufen
werden können, oder der Hauptmenüpunkt mit dem Untermenüpunkt und den dem zugehörigen
Zählerbereich angezeigt wird. Mit der Bestätigungstaste werden jeweils die Zählerbereiche
und Untermenüpunkte nach und nach abgearbeitet, wobei die jeweils eingestellten Zählerstände
dem entsprechenden Speicherbereich des Betriebsprogramms zugeführt werden.
[0013] Die Rückkehr vom Ende eines Untermenüs führt stets zum ursprünglichen Hauptmenüpunkt
zurück, so daß bei nachträglich festgestellter Fehleinstellung das Untermenü ganz
einfach mit der Bestätigungstaste nochmals aufgerufen werden kann. Die Tastenbedienungen
werden programmgemäß nur dann ausgewertet, wenn menügemäß eine zugelassene Funktion
vorzunehmen ist. Unmögliche Zeiteinstellungen, fehlende Partner eines Zahlenpaares,
unmögliche Datumswerte werden per Programm ausgeschlossen bzw. nachgefordert, wozu
zum Menü gespeicherte Ergänzungstexte dienen können.
[0014] Eine Bedienungserleichterung ergibt sich durch eine Großzifferndarstellung, die über
zwei oder drei Zeilenhöhen reicht, wobei dann nur eine Textzeile für den Hauptmenütext
und ggfls. eine für einen Untermenütext vorgesehen sind.
[0015] Die Wochentage werden bedienerfreundlich durch sprachübliche Buchstabenkombinationen
statt durch Ziffern angezeigt.
[0016] Die Tabelle 1 zeigt ein Beispiel für ein Schaltgerät mit einem Schaltrelais, das
auf die bis zu vier Ein- und Ausschaltzeitpunkte, die jeweils den Wochentagen zuzuordnen
sind, im Schaltuhrbetrieb programmiert werden kann. Sind mehrere Relais vorgesehen,
sind weitere Zeilen dafür der Tabelle hinzuzufügen.
[0017] Die Bedienung mit nur vier Tasten ist ebenso einfach wie das Stellen einer Uhr oder
eines Weckers, da die Anzeige stets Auskunft darüber gibt, was gerade eingestellt
wird und ansonsten keinen verwirrenden Ballast zeigt. Die Menütaste ermöglicht nur
dann das Weiterschalten zu einem neuen Menüpunkt, wenn die Unterfunktionen zum Abschluß
gebracht werden. Der Eintritt, die Fortführung und die Beendigung der Unterfunktionen
und Einstellfunktionen werden mit der Bestätigungstaste, der OK-Taste, jeweils veranlaßt.
Das Zählen der einzugebenden Zählerstände erfolgt entweder mit der Menütaste, dann
sind nur zwei Tasten vorzusehen, oder mit einer Vor- und ggfls. Rückzähltaste. Hierbei
läßt sich auch die übliche Schnellzählfunktion bei einer Dauerbedienung vorsehen.
Tabelle 1
| Hauptmenüpool |
Schaltuhr |
Therm.-schaltuhr |
Alarmuhr |
Dämmerungsschalter |
Astron. Dämmerungschalter |
Impulsuhr |
|
|
| D, F, GB ... |
X |
X |
X |
X |
X |
X |
X |
X |
| Uhrzeit |
X |
X |
X |
X |
X |
X |
|
|
| Datum |
X |
X |
X |
|
X |
X |
|
|
| Standard Programm |
O |
O |
|
|
|
|
|
|
| Relais 1 Progr 1 |
X |
X |
|
X |
|
|
|
|
| Relais 1 Progr 2 |
X |
X |
|
X |
|
|
|
|
| Relais 1 Progr 3 |
X |
X |
|
X |
|
|
|
|
| Relais 1 Progr 4 |
X |
X |
|
X |
|
|
|
|
| geogr. Breite Nord |
|
|
|
|
X |
|
|
|
| geogr. Breite Süd |
|
|
|
|
X |
|
|
|
| geogr. Länge Ost |
|
|
|
|
X |
|
|
|
| geogr. Länge West |
|
|
|
|
X |
|
|
|
| Schaltverzögerung |
|
|
|
|
X |
|
|
|
| T min (Reduz.) |
|
X |
|
|
|
|
|
|
| T max (Soll) |
|
X |
|
|
|
|
|
|
| Frostschutz +5°C |
|
X |
|
|
|
|
|
|
| Lux |
|
|
|
X |
|
|
|
|
| Impulsbeginn |
|
|
X |
|
|
X |
|
|
| Impulsdauer |
|
|
|
|
|
X |
|
|
| Reset |
X |
X |
X |
X |
|
X |
|
|
| PIN - Code |
O |
O |
O |
O |
O |
O |
|
|
| Sommer/Winter |
X |
X |
X |
|
|
X |
|
|
| Automatik |
X |
X |
X |
X |
X |
X |
|
|
| Ein permanent |
O |
O |
|
O |
O |
O |
|
|
| Aus permanent |
O |
O |
X |
O |
O |
O |
|
|
| Hilfe |
O |
O |
O |
O |
O |
O |
|
|
X = standard
O = Option |
[0018] Tabelle 2 veranschaulicht für die Funktion einer einkanaligen Schaltuhr eine gestufte
Folge von Hauptmenüpunkten, Untermenüpunkten und Zählereinstellpunkten.
[0019] In der linken Spalte sind alle vorzusehenden Hauptmenütexte angegeben, die in die
Texttabelle selbstverständlich in dichter Folge eingetragen sind. Von dort gibt es
jeweils einen Verweis auf das zugehörige Untermenü oder Zählerstellmenü, die in der
zweiten bzw. dritten Spalte zu finden sind.
[0020] Zu den vier Hauptmenüpunkten "Relais 1", "Programm 1" usw. ist selbstverständlich
jeweils das Einstellmenü anzuschließen. Sind mehrere Relais in einer Mehrkanal-Schaltuhr
vorhanden, kommen weitere Hauptmenüpunkte hinzu. Selbstverständlich lassen sich auch
die Punkte "Progr. 1" bis "Progr. 4" aus dem Hauptmenü in ein Untermenü ausgliedern.
An diese sind dann die untergeordneten Einstellmenüpunkte anzuschließen. Das Hauptmenü
beinhaltet dann dort nur noch "Relais 1", "Relais 2" etc.
[0021] Diese Übersichtstabelle der Funktionsfolgen zeigt die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten.
Da eine vierzeilige Anzeige vorgesehen ist, sind vier Stufen des Menüs nicht zu überschreiten,
wenn aus jeder aktiven Stufe der Texteintrag visualisiert werden soll. Die Folgeschritte
in einer Menüstufe lassen sich oft zweckmäßig in Doppel- oder Triplettfeldern darstellen,
wie Stunden-Minuten oder Stunden-Minuten-Sekunden oder Tag-Monat-Jahr oder umgekehrt.

[0022] In den Tabellen 3 - 9 ist übersichtlich dargestellt, wie die Vorrichtung, wenn sie
als Einkanal-Schaltuhr, d.h. mit nur einem Relaisausgang, eingestellt wird.
[0023] In der linken Spalte ist jeweils die vorher gedrückte Taste angegeben. In der zweiten
Spalte ist das Anzeigebild und in der dritten Spalte ist ein Funktionskommentar jeweils
dargestellt.
[0024] Vom Hauptmenü ist jeweils der aktuelle Punkt in der obersten Zeile und in negativer
Darstellung gebracht. Im Einstellmenü sind die aktuell zu beeinflussenden Zählerstellen
blinkend vorgesehen. Die Zahlen sind möglichst über zwei Zeilenhöhen ausgebildet,
wenn nur eine Uhrzeit, Zahl oder ein Datum anzuzeigen ist.
[0025] In Tabelle 6 sind im 1. und 5. Block dargestellt, wie beispielsweise die Ein- und
Ausschaltzeiten zu "Progr. 1" und "Progr. 2" bestimmten Wochentagen, hier Montag bis
Freitag, zugeordnet werden. Im weiteren Programmierverlauf werden dann die Ein- und
Ausschaltzeiten von "Progr. 3" den beiden letzten Wochentagen zugeteilt.
[0026] Die Vergabe einer PIN-Zahl, mit der ein späteres Verstellen des Programmes durch
Unbefugte verhindert werden kann, ist beispielhaft gezeigt. Die Einstellbarkeit von
Hundertergruppen hat sich gegenüber einer Dekadeneinstellung als bequemer erwiesen.
[0027] In Tab. 9 ist im Hauptmenüpunkt "Automatik" der Übergang zum Schaltbetriebszustand
vorgesehen.
[0028] In diesem werden die aktuelle Betriebsdaten laufend zur Anzeige gebracht. Es sind
verschiedene Arten der Anzeige programmgemäß vorsehbar, die beispielhaft dargestellt
sind und sich an bekannten, fest markierten Anzeigevorrichtungen orientieren. Die
übersichtlich angeordneten Elemente sind eine digitale aktuelle Uhrzeit- und Datumsanzeige,
sowie eine balken- oder sektormäßigen Schaltzeitendarstellung mit Skalierungsangaben.
Eine rastermäßige Gliederung der Balken erleichtert die Übersicht.
[0030] Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild der Vorrichtung. Der Mikroprozessor (MP) enthält
einen Programmspeicher (PS), der die Programmteile des Betriebsprogrammes, der Menübearbeitung
und der Darstellung der Menütexte und Zählerspeicherinhalte enthält. Ein weiterer
Speicherteil (MTS) dient der Haltung des Menüpools und der Menütexte. Weiterhin sind
Zählerspeicher (ZS) für die Zählspeicherinhalte vorgesehen, die der Zwischenspeicherung
beim Zählen der Tastenimpulse als auch der Bereitstellung der Zählwerte für die Vergleichsfunktion
des Betriebsprogrammes dienen.
[0031] Weiterhin sind Merkerzellenspeicher (MZS) vorgesehen, die den jeweiligen aktuellen
Zustand des Menüs halten.
Weiterhin sind Bildspeicherbereiche (BS) vorgesehen, die die verschiedenen Bilddarstellungen
als auch das aktuell darzustellende Bild beinhalten.
[0032] Für die Schaltuhrfunktion ist ein Zeitimpulsgeber (CL) vorgesehen, dessen Impulse
in einen Zähleingang eines Tageszeitzählers (Tz) eingegeben werden, dessen Überlaufsignale
in den Eingang eines Datumzählers (Dt) gegeben werden.
[0033] Die Daten des darzustellenden Bildes werden aus dem Bildspeicher (BS) über eine Ansteuereinheit
(DC) an die Anzeigevorrichtung (D), die eine Punktmatrix ist, übergeben.
[0034] Zur Darstellung von vier Zeilen sind zweckmäßig vertikal mindesten 32 Punkte vorzusehen.
Die Zeilenlänge ist zweckmäßig 128 Punkte. Eine höhere Auflösung erbringt bei höherem
Aufwand eine bessere Zeichenwiedergabe oder ermöglicht die Darstellung weiterer Zeilen,
falls komplexere Funktionen zu programmieren sind.
[0035] Eingangsseitig sind die vier Bedientasten (Menü, OK, T+, T-,) angeschlossen und ggfls.
drei Auswahlschalter (S1, S2, S3), die der codierten Auswahl der Funktion des jeweiligen
Schaltgerätetyps dienen.
[0036] Für Thermo- oder Dämmerungssystemfunktionen ist ein Meßsignaleingang (ME) vorgesehen,
der an einen Analog-Digitalwandler (A/D) führt.
[0037] Ausgangsseitig schaltet der Mikroprozessor (MP) ggfls. über einen Verstärker, mindestens
ein Relais (R1), dessen Kontakt (RK) extern zu beschalten ist.
[0038] Die gesamte Schaltung ist in einem Reihenmontage-Standardgehäuse (G) von etwa 35
mm Breite gemäß Fig. 2 zusammen mit einem Netzteil unterzubringen. Die Frontseite
ist überwiegend mit der Anzeigevorrichtung (D) belegt und darunter mit zwei und zwei
Tasten (Menü, Ok, T-, T+) bestückt, die gut mit einem oder besser mit zwei benachbarten
Fingern zu bedienen sind.
[0039] Wenn auf die Menütaste (Menü) verzichtet wird, dienen die Zählstelltasten (T+, T-)
zum Weiterschalten im Menü. Es ist dann im Rahmen der Logik, auch die Zurückzähltaste
(T-) für ein Rückschalten im Menü nutzbar zu machen. Die Vorwärtszähltaste (T+) wird
sinnvoller Weise rechts von der Zurückzähltaste (T-) angeordnet, da ein Weiterschreiten,
z.B. auch bei der Wochentaganzeige, dann mit der rechten Taste (T+) nach rechts läuft
und umgekehrt mit der linken Taste (T-) nach links. Im Menü entspricht analog ein
Fortschreiten einem Schritt nach unten in der Darstellung der Punkte.
Alternativ ist es ergonomisch, die Vorwärtszähltaste (T+) oben und die Zurückzähltaste
(T-) darunter anzuordnen. Die beiden anderen Tasten (OK, Menü) liegen dann vorzugsweise
rechts daneben.
1. Einbauschaltuhr mit einem Mikroprozessor (MP) mit einem zugehörigen Steuerprogramm,
einem Zeittaktgeber (CL) mit Eingabetasten zu einer Programmauswahl, zu einer Einstellung
von programmierten Zählern (ZS) sowie einer jeweiligen Wahlbestätigung und mit einer
Anzeigevorrichtung (D) zu einer Programm- und Betriebsdatenanzeige sowie mit mindestens
einem Meßsignaleingang (ME), dessen Meßsignal in einem Analog-Digitalwandler (A/D)
digitalisiert wird und dann programmgemäß verarbeitet wird, sowie mit mindestens einem
ausgangsseitig angeschlossen gesteuerten Schalter (RK), wobei das Steuerprogramm ein
tastensteuerbares Menüprogramm mit einem Hauptmenü und Untermenüs und Zähler-Einstellmenüpunkten
der programmierten Zähler sowie ein Menüanzeigeprogrammteil und Zählerdarstellungsprogrammteilen
umfaßt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Programm ein Leitmenü umfaßt, welches über eine Sondertaste
oder über eine codierte Schalterkombination (S1, S2, S3) auszuwählen ist und mit dem
jeweils einem aus verschiedenen darstellbaren Schaltgerätetypen, wie Schaltuhr, Thermostatschaltuhr,
Alarmuhr, Dämmerungsschalter und Impulsuhr, ausgewählten Schaltgerätetyp jeweils eine
geeignete Auswahl von Hautpmenüpunkten zugeordnet werden kann, und daß das Menüprogramm
ein Sprachenauswahlmenü umfaßt, in dem verschiedenen Sprachangaben jeweils eine Menütexttabelle
in der entsprechenden Sprache zugeordnet sind, die jeweils menüauswahlgemäß zur Anzeige
zu bringen sind, wozu die Anzeigevorrichtung (D) eine mehrzeilig alphanummerisch ansteuerbare
Punktmatrix ist, und daß das Menüanzeigeprogrammteil abhängig von einem jeweils angewählten
Menüpunkt, falls dieser ein Hauptmenüpunkt ist, den Tabellentext von diesem und mehreren
folgenden Hauptmenüpunkten zur Anzeige bringt oder falls dieser ein Untermenüpunkt
ist, den Tabellentext von diesem und mindestens dem zugehörigen Hauptmenüpunkt, und
ggfls. mind. eine zugehörigen zählerdarstellung auf der Anzeigevorrichtung (D) zur
Darstellung bringt.
2. Einbauschaltuhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerprogramm jeweils
bei einer Betätigung einer Menütaste (Menü) den jeweils auf den z.Zt. aktivierten
Menüpunkt folgenden Menüpunkt ansteuert und aktiviert und jeweils bei einer Betätigung
einer Wahlbestätigungstaste (Ok), falls ein dem aktuellen Menüpunkt untergeordneter
Menüpunkt gegeben ist, diesen ansteuert und aktiviert, oder falls dem aktivierten
Menüpunkt ein Zählereinstellmenüpunkt folgt, dieser angesteuert und aktiviert wird,
und falls kein weiterer gleichrangiger Menüpunkt dem jeweils aktuellen folgt, der
ursprüngliche Hauptmenüpunkt wieder aktiviert und angesteuert wird, und jeweils wenn
ein Zählereinstellmenüpunkt verlassen wurde, der jeweilige Zählerstand in eine den
jeweiligen Zählereinstellmenüpunkt zugeordneten Speicher eines Ablaufsystemprogramms
gespeichert wird.
3. Einbauschaltuhr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dann, wenn einer der
Zählereinstellmenüpunkte aktiviert ist, jeweils bei einer Betätigung einer Zählereinstelltaste
(T+, T-) ein Auf- bzw. Abzählen des gewählten Zählers erfolgt und die Menütaste (Menü)
als Zählereinstelltaste fungiert.
4. Einbauschaltuhr nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Steuerprogramm jeweils, wenn ein Betriebsschaltmenüpunkt (Automatik) aktiviert
ist, aktuelle Betriebszustände und eine Schaltprogrammübersicht zur Anzeige bringt,
die als ein lineares Balkendiagramm oder als ein Ringsektordiagramm ausgestaltet ist.
5. Einbauschaltuhr nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zählerdarstellungen Einzelzähler, paarweise Dekaden oder Hundertergruppen oder
Stunden-Minutenzähler, triplettweise Tag-Monat-Jahrzähler oder Jahr-Monat-Tagzähler
sowie eine Wochentage-Zählerzeile umfassen, die menügemäß anzuzeigen sind.
6. Einbauschaltuhr nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählerdarstellungen
des Stunden-Minutenzählers und/oder des Tag-Monat-Jahrzählers bzw. Jahr-Monat-Tagzählers
in einer Großzifferndarstellung menügemäß anzuzeigen sind.
7. Einbauschaltuhr nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Tabellentext des jeweils aktivierten Menüpunktes darstellungsmäßig hervorgehoben ist.
8. Einbauschaltuhr nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zählerdarstellung eines jeweils aktivierten Zählerbereiches blinkend gesteuert ist.
9. Einbauschaltuhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsignal (ME) ein
Temperaturmeßsignal ist und in einem Thermostatschaltprogramm oder Thermostatschaltuhrprogramm
genutzt wird oder daß das Meßsignal (ME) ein Helligkeitssignal ist und in einem Dämmerungsschalter
oder Dämmerungsschaltuhrprogramm genutzt wird.
10. Einbauschaltuhr nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
sie in einem Gehäuse nach der Norm für Schalttafeleinbaugeräte oder für Installationseinbaugeräte
angeordnet ist.
11. Einbauschaltuhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung
(D) vierzeilig alphanummerisch ansteuerbar ist und insgesamt mindestens 128 x 32 Matrixpunkte
hat.
12. Einbauschaltuhr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie unter der Anzeigevorrichtung
(D) die drei Eingabetasten (Ok, T-, T+) oder vier Eingabetasten (Menü, Ok, T-, T+)
trägt.
13. Einbauschaltuhr nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählerstelltasten
(T-, T+) nebeneinander in einem Fingerabstand angeordnet sind, wobei die Heraufzähltaste
(T+) rechts von der Zurückzähltaste (T-) angeordnet ist.