(19)
(11) EP 0 825 688 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.02.1998  Patentblatt  1998/09

(21) Anmeldenummer: 97111284.2

(22) Anmeldetag:  04.07.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6H01R 33/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 20.08.1996 DE 29614406 U

(71) Anmelder: Vossloh Schwabe GmbH
D-58511 Lüdenscheid (DE)

(72) Erfinder:
  • Gerstberger, Christian
    58710 Menden (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Rüger, Barthelt & Abel 
Postfach 10 04 61
73704 Esslingen a. N.
73704 Esslingen a. N. (DE)

   


(54) Elektronisches Vorschaltgerät für Tragschienenleuchten


(57) Eine elektronisches Vorschaltgerät (5), das zum Betreiben von Leuchtstofflampen (4) dient, ist insbesondere zur Montage an vormontierbaren Lichtträgern (3) von Tragschienenleuchten (1) vorgesehen. Das Vorschaltgerät (5) weist ein Gehäuse auf, an dem vorzugsweise einstückig ein Stecker oder eine Buchse angeformt ist, die als Steckkontaktmittel zur Aufnahme einer Lampenfassung (7) dient. Das Steckkontaktmittel dient als Verbindungselement und hält die Fassung (7) ohne, dass diese weiterer Befestigungsmittel bedürfte.




Beschreibung


[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein elektronisches Vorschaltgerät mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1, zum Betrieb von Leuchtmitteln in Leuchten, insbesondere von stabförmigen Leuchtstofflampen in Tragschienenleuchten.

[0002] Zum Betreiben von Leuchtstofflampen werden anstelle konventioneller Vorschaltgeräte immer häufiger elektronische Vorschaltgeräte eingesetzt, die einen wirtschaftlicheren und komfortableren Betrieb der Leuchtstofflampen ermöglichen. Außerdem lassen sich einige Arten von stabförmigen Leuchtstofflampen nur mit einem elektronischen Vorschaltgerät betreiben.

[0003] In Beleuchtungsanlagen von Hallen, Verkaufsflächen, Fertigungsstätten und Büros sind Leuchten häufig als Tragschienenleuchten ausgebildet, die den Aufbau längerer Lichtbänder gestatten. Die Tragschienenleuchte ist in eine deckenseitig montierte Tragschiene und einen oder mehrere Lichtträger unterteilt, die an der Tragschiene gehalten sind. Die im Querschnitt ungefähr U-förmig ausgebildete Tragschiene übernimmt die Funktion der mechanischen Befestigung und der elektrischen Versorgung der Leuchte. Die Tragschiene ist üblicherweise aus einem entsprechend profilierten länglichen Stahlblech gefertigt und für die Aufnahme mehrerer Leuchtenkörper, bzw. Lichtträger, ausgelegt. Sowohl die Tragschienen als auch die Leuchten werden jeweils als vorverdrahtete und vorgefertigte separate Einheiten vom Hersteller an den jeweiligen Abnehmer ausgeliefert. Die Montage erfolgt durch Befestigung der Tragschiene an der Decke und elektrisches Anschließen der Verdrahtung der Tragschiene an die Niederspannungsversorgung eines Gebäudes. Die entsprechend gestalteten Lichtträger werden an der Tragschiene befestigt und dadurch zugleich elektrisch angeschlossen.

[0004] Zur elektrischen Verbindung der Verdrahtung der Leuchte bzw. des Lichtträgers mit der Verdrahtung der Tragschiene dient üblicherweise eine auch als Adapter bezeichnete Kupplungs- oder Verbindungseinrichtung. Der Adapter weist zwei zueinander passende, zusammensteckbare und nach Art von Steckern bzw. Buchsen ausgebildete Adapterhälften aus, von denen eine der Tragschiene und die andere dem Lichtträger zugeordnet ist. Die an der Tragschiene gehaltene Adapterhälfte ist an die Verdrahtung der Tragschiene angeschlossen, während die an dem Lichtträger gehaltene Hälfte mit ihren Kontakten an die Verdrahtung des Lichtträgers angeschlossen ist.

[0005] Die beiden Adapterhälften sind an der Tragschiene bzw. an dem Lichtträger jeweils so gehalten, daß sie bei der Montage des Lichtträgers an der Tragschiene zusammengeschoben und somit elektrisch kontaktiert werden. Darüber hinaus ist es bei den meisten Adaptern möglich, zu wählen, mit welcher Phase oder mit welchen Phasen der Versorgungsspannung die Verdrahtung der Leuchte verbunden wird. Dazu sind ein oder mehrere meist in der lichtträgerseitigen Hälfte des Adapters angeordnete Kontakte verschiebbar gelagert, so daß sie mit ihrer Position bestimmen, mit welchem Kontakt der tragschienenseitigen Adapterhälfte eine elektrische Verbindung entsteht.

[0006] Die Leuchte oder der Lichtträger ist mittels elektrisch isolierter Einzelleitungen elektrisch verdrahtet. Die Einzelleitungen verbinden die elektrischen bzw. elektronischen Komponenten der Leuchte untereinander, zu denen ein elektrisches Vorschaltgerät, die lichtträgerseitige Hälfte des Adapters sowie Fassungen zur Aufnahme eines Leuchtmittels zählen.

[0007] Darüber hinaus ist es aus der Praxis bekannt, an dem Lichtträger oder einem Leuchtengrundkörper Verbindungselemente zur Aufnahme der Fassungen vorzusehen, die die Fassungen halten und die elektrische Verbindung zwischen der betreffenden Fassung und den Verdrahtungsleitungen herstellen. Der Anschluß der Verbindungselemente an die Verdrahtungsleitungen bedingt einen gewissen Montage- und/oder Verdrahtungsaufwand.

[0008] Üblicherweise ist das elektronische Vorschaltgerät sowohl eingangsseitig als auch ausgangsseitig jeweils mit Anschlußelementen versehen, die die elektrische Kontaktierung von Leitungen der Verdrahtung gestatten. Über diese Leitung ist das elektronische Vorschaltgerät eingangsseitig mit der lichtträgerseitigen Adapterhälfte und ausgangsseitig mit den Fassungen für die Leuchtmittel bzw. den Verbindungselementen für die Fassungen verbunden.

[0009] Die Verdrahtung eines Lichtträgers oder einer Leuchte wird herstellerseitig vorgenommen und erfolgt meist durch Handverlegung der Leitungen oder durch einen geeigneten Automaten. Dazu müssen die entsprechenden Komponenten vor der Verdrahtung der Leuchte montiert werden, wozu geeignete, häufig in der Herstellung aufwendige und die Gestaltungsfreiheit der Leuchte einschränkende Befestigungsmöglichkeiten vorzusehen sind.

[0010] Davon ausgehend ist es eine Aufgabe der Erfindung, den Montageaufwand bei der Herstellung von Leuchten oder Lichtträgern zu reduzieren. Darüber hinaus soll ein vereinfachter Leuchtenaufbau ermöglicht werden.

[0011] Diese Aufgabe wird durch ein elektronisches Vorschaltgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

[0012] Das elektronische Vorschaltgerät weist entweder eingangsseitig oder ausgangsseitig oder sowohl eingangsseitig als auch ausgangsseitig als Steckkontaktmittel ausgebildete Anschlußelemente auf, die jeweils eine Hälfte eines entsprechenden elektrischen Kupplungsmittels bilden. Ist das eingangsseitige oder primäre Anschlußelement des elektronischen Vorschaltgerätes als entsprechende lichtträgerseitige Hälfte einer Kupplung oder eines Adapters ausgeführt, werden durch die direkte Verbindung zwischen dem Steckkontaktmittel und dem Vorschaltgerät Verdrahtungsleitungen in beträchtlicher Anzahl eingespart. Entsprechend sinkt der Verdrahtungs- und Montageaufwand bei der Fertigung der Leuchte bzw. des Lichtträgers.

[0013] Außerdem entfällt das Erfordernis, das Steckkontaktmittel gesondert an der Leuchte oder dem Lichtträger befestigen zu müssen, was nochmals Konstruktions- und Montageaufwand spart und einen freieren Leuchtenentwurf gestattet. Der Wegfall eines separaten Steckkontaktmittels oder Adapters vereinfacht so den Aufbau der Leuchte und verkürzt die Montagezeit.

[0014] Wenn durch das Steckkontaktmittel auch der Schutzleiter abgegriffen oder kontaktiert wird, kann das Vorschaltgerät und die Leuchte direkt mit dem Schutzleiter verbunden werden.

[0015] Bedarfsweise kann das primäre oder eingangsseitige Anschlußelement so gestaltet werden, daß ein Kontakt verschiebbar ist, damit der Installateur oder Endabnehmer bei der Montage bestimmen kann, an welcher Phase die Leuchte betrieben wird. Eine noch anwenderfreundlichere Lösung stellt die Verwendung eines dreistufigen Schalters dar, der die Auswahl der gewünschten Phase gestattet und der an der der Tragschiene zugewandten Seite des Vorsehaltgerätes plaziert ist. Die Verwendung eines Schalters zur Phasenwahl ist möglich, wenn von dem Anschlußelement wenigstens zwei, besser alle drei Phasen abgegriffen und bis zu dem Schalter geführt sind. Auch bei dieser Lösung können alle Steckkontakte des Steckkontaktmittels fest mit der Platine des Vorschaltgerätes verbunden werden.

[0016] Die Ausbildung des sekundären Anschlußelementes des Vorschaltgerätes als Verbindungselement, insbesondere Steckkontaktmittel für eine Fassung, ermöglicht es, eine Einfachfassung oder Doppelfassung ohne Verdrahtungsleitungen mit dem Vorschaltgerät zu verbinden. Dadurch sind zwischen dem Vorschaltgerät und der direkt angeschlossenen Fassung keine Leitungen oder separaten Verbindungselemente erforderlich, so daß Materialkosten und die Montagezeit der Leuchte weiter gesenkt werden können.

[0017] Darüber hinaus ermöglicht es das Verbindungselement, daß die Fassung erst nach der Montage der Leuchte durch den Endabnehmer am Installationsort eingesetzt wird. Dadurch sind die Fassungen als von dem Leuchtenkörper wegstehende Teile während der Montage und des Transports der Leuchte nicht der Gefahr der Beschädigung ausgesetzt. Zusätzlich läßt sich so das Verpackungsvolumen für den Transport der Leuchte reduzieren.

[0018] Das fassungsseitige Verbindungselement des elektronischen Vorschaltgerätes ist vorzugsweise so gestaltet, daß es bei der Montage des Vorschaltgerätes in einen vorzugsweise rechteckigen Ausschnitt des Leuchtenbleches einrastet, und daß es von der anderen Seite des Leuchtenbleches her in die Fassung eingesteckt werden kann. Dadurch ist die Position des Vorschaltgerätes immer durch die Position der Fassung festgelegt. Mittels der Fassung bzw. des ihr zugeordneten Verbindungselementes ist das Vorschaltgerät an dem Leuchtenblech gehalten, so daß ein ansonsten erforderliches zusätzliches Befestigungselement entfällt.

[0019] Bei einigen Betriebsarten elektronischer Vorschaltgeräte kann es erforderlich sein, daß die Anzahl der notwendigen elektrischen Verbindungen zu den beiden Fassungen ungleich ist. In solchen Fällen ist es vorteilhaft, wenn das Vorschaltgerät über das an diesem ausgebildete Verbindungselement mit der Fassung verbunden ist, zu der die meisten elektrischen Verbindungen erforderlich sind. Die zweite Fassung oder ein zweites von dem Vorschaltgerät unabhängiges Verbindungselement ist dann an dem jeweils anderen Leuchtenende anzuordnen und mit Leitungen an dem Vorschaltgerät anzuschließen. Die Verbindungselemente des Vorschaltgerätes bieten hierfür zusätzliche Möglichkeiten wie bspw. Steckanschlüsse, Schneidklemmanschlüsse oder dergleichen.

[0020] Falls an der Leuchte keine weiteren inneren Verdrahtungsleitungen für Sonderfunktionen erforderlich sind, stellt die Verdrahtung zu der zweiten Fassung die einzige und komplette Verdrahtung der Leuchte dar. Somit benötigt bspw. eine Leuchte, die ein Vorschaltgerät aufweist, dessen primäres Verbindungselement eine Adapterhälfte wie bspw. eine Buchsen- oder Steckkontaktgruppe ist, dessen sekundäres Anschlußmittel zur Aufnahme einer Fassung eingerichtet ist und das bspw. für einen Sofortstart stabförmiger Leuchtstofflampen ausgelegt ist, für den einwandigen Betrieb nur eine einzige und für den zweilampigen Betrieb lediglich zwei Verdrahtungsleitungen. Damit läßt sich eine Leuchte für Tragschienen gegenüber einer nach dem Stand der Technik gebauten Leuchte wirtschaftlicher und qualitativ hochwertig herstellen. Die Anzahl der Verdrahtungsleitungen, die Anzahl der Komponenten und die Anzahl der erforderlichen Befestigungseinrichtungen bzw. -möglichkeiten in der Leuchte sind reduziert.

[0021] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1
eine Leuchte mit einem elektronischen Vorschaltgerät in einer schematisierten Seitenansicht,
Fig. 2
das elektronische Vorschaltgerät einer Leuchte nach Fig. 1, mit einer Adapterhälfte als primäres Anschlußelement, einem Verbindungselement als sekundäres Anschlußelement und mit einem dreistufigen Schalter, in perspektivischer Darstellung,
Fig. 3
das elektronische Vorschaltgerät nach Fig. 2 in ausschnittsweiser perspektivischer Darstellung, in einer anderen Ansicht, und
Fig. 4
eine alternative Ausführungsform eines Vorschaltgerätes für eine Leuchte nach Fig. 1, ausgestattet mit einer Adapterhälfte, die einen verschiebbaren Kontakt zur Phasenwahl als primäres Anschlußelement aufweist, in einer perspektivischen Darstellung.


[0022] In Fig. 1 ist eine Leuchte 1 dargestellt, die deckenseitig eine Tragschiene 2 und leuchtmittelseitig einen Lichtträger 3 aufweist. Die Tragschiene 2 ist ein sich über eine größere Länge erstreckendes zweischenkliges, im Querschnitt etwa U-förmiges Blechprofil, das sich mit seinen beiden Schenkein bis zu dem Lichtträger 3 erstreckt und Einrichtungen zur Aufnahme und Halterung desselben aufweist. An der Tragschiene 2 können ein oder mehrere in Längsrichtung hintereinander angeordnete Lichtträger 3 gehalten sein. Die Tragschiene 2 weist dazu entsprechende Befestigungs- und Haltemittel auf.

[0023] Der durch ein entsprechend profiliertes Blech gebildete Lichtträger 3 trägt als Komponenten für den Betrieb einer stabförmigen Leuchtstofflampe 4 mehrere miteinander elektrisch verbundene Komponenten. Zu diesen gehören ein elektronisches Vorschaltgerät 5 sowie Fassungen 6, 7 zum Anschluß und zur Halterung der Leuchtstofflampe 4.

[0024] Die Tragschiene 2 ist mit einer längs durchlaufenden Verdrahtung versehen, zu der mehrere nebeneinander angeordnete Leitungen 8 gehören. An der Tragschiene 2 sind an Positionen oder Stellen, die zum elektrischen Anschluß des bzw. der Lichtträger vorgesehen sind, Adapterhälften 9 gehalten, die als elektrische Anschlußmittel dienen. Dabei ist jedem Lichtträger 3 eine Adapterhälfte 9 zugeordnet.

[0025] Die tragschienenseitige Adapterhälfte 9 ist komplementär zu einer an dem Vorschaltgerät 5 ausgebildeten Adapterhälfte 11 ausgebildet, so daß ein elektrischer Anschluß des Vorschaltgerätes 5 an die Verdrahtung 8 der Tragschiene erfolgt, wenn der Lichtträger 3 an der Tragschiene 2 montiert wird.

[0026] Zur Verbindung des Vorschaltgerätes 5 mit der Fassung 7 dient ein an dem Vorschaltgerät 5 ausgebildetes Verbindungselement 12, das als sekundäres Anschlußelement der Aufnahme der Fassung 7 dient. Ein weiteres separat montiertes Verbindungselement 14 zur Aufnahme und zum Anschluß der Fassung 6 ist über Leitungen 15 mit dem Vorschaltgerät 5, d.h. mit der als primäres Anschlußelement dienenden Adapterhälfte 11, verbunden.

[0027] Das elektronische Vorschaltgerät 5 zum Betreiben von Leuchtmitteln, insbesondere stabförmigen Leuchtstofflampen, ist separat in Fig. 2 veranschaulicht. Es weist ein längliches, vorzugsweise rechteckiges und einstückig ausgebildetes Gehäuse 21 auf, dessen Innenraum an einer Seite durch eine ggfs. ihrerseits abgedeckte Platine 22 abgeschlossen ist und die elektronischen Bauelemente aufnimmt. Die Platine 22 und das Gehäuse 21 sind so gestaltet, daß an einer Stirnseite die Adapterhälfte 11 als primäres Anschlußelement und auf der gegenüberliegenden Stirnseite das Steckkontaktmittel 12 als sekundäres Anschlußelement mechanisch befestigt oder einstückig ausgebildet sind.

[0028] An der Oberseite des Gehäuses 1 ist ein dreistufiger Schalter 23 angeordnet, der zur Wahl der Phase der Netzversorgung dient. Eine beschriftete Skala 24 zeigt anhand der Stellung des Betätigungselementes des Schalters 23 an, mit welcher Phase das Vorschaltgerät verbunden ist.

[0029] Die Adapterhälfte 11 weist an der der Befestigungsfläche und der Platine 22 gegenüberliegenden Seite eine rechteckige Öffnung 25 auf, die so gestaltet ist, daß sie zu der komplementären Hälfte 9 des Adapters der Tragschiene 2 paßt. Beide Adapterhälften 9, 11 können ineinandergeschoben werden, wobei sich Kontakte 26 und 30 (Fig. 1) der tragschienenseitigen und der lichtträgerseitigen Adapterhälften 9, 11 wie ein Stecker und eine Buchse verbinden. Dazu weist die vorzugsweise einstückig mit dem Gehäuse 21 ausgebildete Adapterhälfte 11 insgesamt 5 Steckkontakte 26a bis 26e auf. Während die Kontakte 26a bis 26e mit entsprechenden Leiterbahnen der Leiterplatte 22 und somit mit dem elektronischen Vorschaltgerät verbunden sind, sind die Kontakte 30 der tragschienenseitigen Adapterhälfte 9 elektrisch mit der Verdrahtung 8 der Tragschiene 2 verbunden. Somit führen die Kontakte 26a, 26b und 26c die Phasen der Netzversorgung, der Kontakt 26d den Schutzleiter und der Kontakt 26e den Nulleiter, wenn der Lichtträger 2 an der Tragschiene 2 befestigt ist.

[0030] Die Kontakte 26 sind so angeordnet, daß sie untereinander den erforderlichen Abstand für die Luft- und Kriechstrecken einhalten und sie sind an der zu der Öffnung 25 abgewandten Seite mechanisch gehalten sowie elektrisch angeschlossen. Dazu kann die Platine 22 dienen.

[0031] Wie insbesondere die das Vorschaltgerät 5 aus einer anderen Perspektive veranschaulichende Fig. 3 zeigt, ist aus dem Gehäuse 21 und der Adapterhälfte 11 eine Anschlußlasche 28 herausgeführt, die mit einem Durchgangsloch 29 versehen ist. Das Durchgangsloch 29 kann bedarfsweise mit einem in der Leiterplatte 22 vorgesehenen Durchgangsloch fluchten. Die Anschlußlasche 28 ist mit dem Kontakt 26d elektrisch verbunden und dient zum elektrischen Anschluß des Lichtträger 3 sowie gleichzeitig zur Befestigung des Vorschaltgerätes 5 an diesem. Dazu kann ein Niet oder eine Schraube dienen.

[0032] Stirnseitig und oberhalb der Anschlußlasche 28 sowie der Platine 22 ist die Adapterhälfte 11 mit Stecköffnungen 31 versehen, oberhalb derer eine Beschriftung 32 angeordnet ist, die den durch die jeweilige Stecköffnung 31 zugänglichen Kontakt kennzeichnet. Die Stecköffnungen 31 führen zu entsprechenden Kontaktmitteln, bspw. Federklemmkontakten, und dienen zum Anschluß von zusätzlichen Leitungen an die Spannungsversorgung. Die Anschlußmittel sind in der Adapterhälfte 11 so angeordnet und gestaltet, daß die Leitungen elektrisch mit den Kontakten 26a bis 26e verbunden werden können.

[0033] Zusätzlich sind seitlich neben der Anschlußlasche 28 und oberhalb der Platine 22 in einem einstückig an der Adapterhälfte 11 vorgesehenen Gehäusevorsprung 34 Stecköffnungen 33 vorgesehen. In dem Gehäusevorsprung 34 sind elektrische Kontaktmittel, bspw. Fedreklemmkontakte, zum Anschluß von Leitungen durch Einstecken abisolierter Leitungsenden in die Stecköffnungen 33 angeordnet. Sie dienen dem Anschluß von Leitungen 15 (Fig. 1) für die Fassung 6 bzw. deren Verbindungselement 14.

[0034] Das Verbindungselement 12 ist, wie insbesondere Fig. 2 veranschaulicht, so gestaltet, daß es in einen Ausschnitt 35 des Lichtträgers 3 mit Rastnasen 36, 37 einrastet, wenn das Vorschaltgerät 5 an dem Lichtträger 3 montiert wird. Von der Außenseite des Lichtträgers 3 ist dann eine Öffnung 38 des Verbindungselementes 12 sichtbar und zugänglich, in die die Fassung 7 eingesetzt werden kann. Die Fassung 7 wird dabei in die Öffnung 38 eingesteckt und in dieser verrastet. (Abweichend von der dargestellten Ausführungsform können die Rastnasen 36, 37 alternativ auch seitlich an dem Verbindungselement 12 angeordnet werden).

[0035] In dem Verbindungselement 12 sind Kontakte 39 zum elektrischen Anschluß der Fassung 7 angeordnet (in Fig. 1 gestrichelt dargestellt) und ortsfest gehalten. Die Kontakte 39 sind elektrisch mit der Platine verbunden und so innerhalb der Öffnung 38 des Verbindungselementes 12 gehalten, daß sie entsprechende Fassungskontakte 41 der Fassung 7 elektrisch kontaktieren, wenn die Fassung 7 in das Verbindungselement 12 eingesetzt ist. Die Kontakte 39 und die Fassungskontakte 41 wirken nach Art von Stecker-Buchsenkontakten zusammen. Die Kontakte 39 sind in dem Verbindungselement 4 so angeordnet, daß der Berührungsschutz auch dann sichergestellt ist, wenn keine Fassung 7 in die Öffnung 38 eingesetzt ist.

[0036] Als alternatives Anschlußmittel sind seitlich neben dem bspw. einstückig an dem Gehäuse 21 ausgebildeten Gehäuse des Verbindungsmittels 12 stirnseitige Öffnungen 42, 43 ausgebildet, hinter denen Steckkontakte gehalten sind. Diese Steckkontakte dienen dem Anschluß von Verdrahtungsleitungen, bspw. für die Fassung 6 und bilden somit eine Alternative zu den Stecköffnungen 33.

[0037] Die Leitungen 15 schließen das Verbindungselement 14 an, das zur Aufnahme der Fassung 6 dient. In dem Verbindungselement 14 sind (gestrichelt dargestellte) Kontakte 45 angeordnet, die mit entsprechenden Fassungskontakten 46 auf die gleiche Weise zusammenwirken, wie die Kontakte 39 des Verbindungselements 12 mit den Kontakten 41. Das Verbindungselement 14 weist wie das Verbindungselement 12 Rastnasen 46, 47 auf, mit denen es an dem Lichtträger 3 gehalten ist. Die Verbindungselemente 12, 14 können untereinander vollkommen gleich ausgebildet sein, wobei dann das Verbindungselement 12 von der Leiterplatte 22 getragen und nicht einstückig mit dem Gehäuse 21 des Vorschaltgerätes 5 ausgebildet ist. Bei dieser alternativen Ausführungsform kann auch das Gehäuse der Adapterhälfte 11 nicht einstückig mit dem übrigen Gehäuse 21 ausgebildet sein.

[0038] Bei einer anderen Ausführungsform ohne Verbindungselement 14 können die Verdrahtungsleitungen 15 auch direkt an die Fassungskontakte 46 der Fassung 6 angeschlossen sein.

[0039] Eine weitere alternative Ausführungsform zu dem Vorschaltgerät 5 nach den Fig. 1 bis 3 ist in Fig. 4 veranschaulicht. Soweit prinzipielle Übereinstimmung vorhanden ist, werden ohne erneute Bezugnahme gleiche Bezugszeichen verwendet und die vorige Beschreibung gilt entsprechend. Abweichend von der bisherigen Beschreibung fehlen jedoch die Kontakte 26a und 26c der Adapterhälfte 11. Dafür ist der Kontakt 26b in der Adapterhälfte 11 in drei Positionen verschiebbar, so daß er durch seine Position bestimmt, welche Phase letztlich von den Verdrahtungsleitungen 8 abgegriffen wird. Der Schalter 23 und die Beschriftung 24 entfällt bei dieser Ausführungsform des Vorschaltgerätes.


Ansprüche

1. Elektronisches Vorschaltgerät zum Betreiben von wenigstens einem elektronischem Leuchtmittel, insbesondere stabförmigen Leuchtstofflampen in vormontierbaren Leuchten oder Lichtträgern für Tragschienen,

mit einem Gehäuse, das zur Aufnahme einer Platine dient, die elektronische Bauelemente des Vorschaltgerätes trägt und verbindet,

mit einem primären Anschlußelement zum Anschließen des Vorschaltgerätes an eine Versorgungsspannung,

mit einem sekundären Anschlußelement zum elektrischen Verbinden des Vorschaltgerätes mit dem Leuchtmittel,
   dadurch gekennzeichnet,

daß wenigstens eines der Anschlußelemente als Steckkontaktmittel (3, 4) ausgebildet und zum mechanischen und elektrischen Verbinden mit einem komplementären Steckkontaktmittel (24, 7) ausgebildet ist.


 
2. Vorschaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steckkontaktmittel (11) als Adapterhälfte ausgebildet ist, die zum Zusammenwirken mit einer komplementären, tragschienenseitig montierten Adapterhälfte (9) eingerichtet ist und das primäre Anschlußelement bildet.
 
3. Vorschaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steckkontaktmittel (11) wenigstens eine Kontaktbuchse aufweist.
 
4. Vorschaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steckkontaktmittel (11) wenigstens einen Steckkontakt (26a bis 26e) aufweist.
 
5. Vorschaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steckkontaktmittel (12) als Verbindungselement (12) ausgebildet ist, das dazu eingerichtet ist, eine Fassung (7) für das Leuchtmittel (4) zu halten und elektrisch anzuschließen und das das sekundäre Anschlußelement bildet.
 
6. Vorschaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Adapterhälfte (11) so an dem Vorschaltgerät (5) befestigt ist, daß ihre Aufnahmeöffnung (25) für die komplementäre Adapterhälfte (9) von der Seite zugänglich ist, die einer Befestigungsfläche des Vorschaltgerätes (5) gegenüberliegt.
 
7. Vorschaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Adapterhälfte (11) wenigstens drei Kontakte (26b, 26d, 26e) zur Verbindung mit Gegenkontakten (30) der komplementären Adapterhälfte (9) an der Tragschiene (2) aufweist, wobei zwei Kontakte (26d und 26e) für den Nulleiter und den Schutzleiter vorgesehen sind, und daß die Kontakte (26b, 26d, 26e) fest an die Platine (22) angeschlossen sind und der dritte Kontakt (26b) elektrisch so mit der Platine (22) verbunden ist, daß er sich in drei Positionen schieben läßt, wodurch er bestimmt, mit welchem Gegenkontakt (30) der Adapterhälfte (9) eine Verbindung erfolgt.
 
8. Vorschaltgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Adapterhälfte (11) fünf Kontakte (26a bis 26e) zur Verbindung mit der komplementären Adapterhälfte (9) der Tragschiene (2) aufweist, die fest an die Platine (22) angeschlossen sind.
 
9. Vorschaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Adapterhälfte (3) fünf Kontakte (6a bis 6e) zur Verbindung mit der komplementären Adapterhälfte (24) der Tragschiene (2) aufweist, die fest an die Platine (2) angeschlossen sind.
 
10. Vorschaltgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorschaltgerät (5) an einer zugänglichen Seite einen dreistufigen Schalter (23) zur Wahl der Phase der Versorgungsspannung aufweist, mit der das Vorschaltgerät betrieben wird.
 
11. Vorschaltgerät nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Adapterhälfte (11) zusätzliche Kontakte zur Verbindung mit der komplementären Adapterhälfte (9) der Tragschiene (2) aufweist, die fest an die Platine (22) angeschlossen sind.
 
12. Vorschaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Kontakte (26a bis 26e) der Adapterhälfte (11), der für den Schutzleiter vorgesehen ist, mit einem von außen zugänglichen Durchgangsloch (9) ausgestattet ist, so daß das Vorschaltgerät (5) durch Verwendung einer geeigneten Schraub- oder Nietverbindung mechanisch und elektrisch mit dem Lichtträger (2) verbunden werden kann.
 
13. Vorschaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Adapterhälfte (11) Stecköffnungen (33) zum Anschluß von Verdrahtungsleitungen (15) für die Fassung (6) aufweist.
 
14. Vorschaltgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (12) eine in Richtung der Befestigungfläche des Vorschaltgerätes (5) weisende Öffnung (38) zur Aufnahme einer Fassung (7) aufweist, wobei das Verbindungselement so gestaltet ist, daß es bei der Montage des Vorschaltgerätes (5) an einem Lichtträger (3) durch einen Ausschnitt (35) führt, und daß sich eine Einfachfassung (7) oder eine Doppelfassung für ein bzw. zwei Leuchtmittel (4) von der gegenüberliegenden Seite des Lichtträgers (3) her einstecken läßt.
 
15. Vorschaltgerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (12) mittels Rastnasen (36, 37) beim Montieren des Vorschaltgerätes (5) an dem Ausschnitt (35) des Lichtträgers (3) einrastbar ist, wodurch das Vorschaltgerät (5) in dieser Position mechanisch befestigt und gehalten ist.
 
16. Vorschaltgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (12) Kontakte (39) enthält, die fest an die Platine (22) angeschlossen sind und zur direkten elektrischen Verbindung zwischen der Fassung (6) und der Platine (22) dienen.
 
17. Vorschaltgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (12) Stecköffnungen (42, 43) zum Anschluß von Verdrahtungsleitungen (15) für die Fassung (6) aufweist.
 
18. Leuchte mit einem elektronischen Vorschaltgerät (5) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17.
 




Zeichnung