(19)
(11) EP 0 826 022 B9

(12) KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT
Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand

(15) Korrekturinformation:
Korrigierte Fassung Nr.  1 (W1 B1)
Korrekturen, siehe

(48) Corrigendum ausgegeben am:
22.10.2003  Patentblatt  2003/43

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.03.2003  Patentblatt  2003/12

(21) Anmeldenummer: 96909915.9

(22) Anmeldetag:  12.04.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7C10M 103/06, F16D 69/02
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/AT9600/071
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9603/6681 (21.11.1996 Gazette  1996/51)

(54)

REIBBELAGMISCHUNGEN UND REIBBELÄGE

FRICTION LINING MIXTURES AND FRICTION LININGS

MELANGES DESTINES A DES GARNITURES DE FRICTION ET GARNITURES DE FRICTION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE DK ES FR GB IT LU NL

(30) Priorität: 17.05.1995 AT 83895

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.03.1998  Patentblatt  1998/10

(73) Patentinhaber: Chemetall Ges.m.b.H.
9601 Arnoldstein (AT)

(72) Erfinder:
  • GERINGER, Michael
    A-9500 Villach (AT)

(74) Vertreter: Häupl, Armin, Dipl.-Ing. et al
Patentanwaltskanzlei Collin-Häupl, Mariahilferstrasse 50
1070 Wien
1070 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 328 514
FR-A- 2 388 042
US-A- 4 261 741
WO-A-95/02657
US-A- 3 851 045
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Reibbelagmischung für mit einem Reibpartner, zusammenwirkende Brems - und Kupplungsbeläge, bestehend aus Metallen, die in Faser- und Pulverform vorliegen können, Füllstoffen, Gleitmitteln, Bindemitteln und organischen Bestandteilen.

    [0002] Weiters befrifft die Erfindung Brems- und Kupplungsbeläge, bestehend aus einer gebundenen derartigen Reibbelagmischung.

    [0003] Der Belag ist insbesondere harzgebunden.

    [0004] Die Erfindung ist in den Patentansprüchen 1 bis 5 dargelegt.

    [0005] Beispielsweise ist MoS2 als Sulfid ein seit langem bekannter Festschmierstoff zur Ausbildung eines festen Schmierfilms zwischen Oberflächen, die relativ zueinander gleiten sollen. MoS2 und andere Metallsulfide werden auch als Bestandteile von Gleitzusammensetzungen verwendet, die z.B. hauptsächlich aus PTFE bestehen, also z.B. Gleitlagerschalen oder Gleithülsen, um die Oberflächenreibung herabzusetzen.

    [0006] So beschreibt die US 4 261 741 A eine Antireibungslegierung, die Eisen, Molybdän und Schwefel enthält, als Oberflächengleitmaterial und vergleicht es mit MoS2, demgegenüber die Legierung bessere Gleiteigenschaften aufweisen soll. Die US 3 851 045 A betrifft ternäre Lanthanid/Übergangsmetallchalkogenide, die als Festschmierstoffe mit Hochtemperaturgleiteigenschaften, z.B. als Gleitoberflächen verwendet werden können. Sie werden in der Schmierwirkung mit MoS2 und Graphit verglichen.

    [0007] Einige als Festschmierstoffe bekannte Metallsulfide werden auch bereits auf einem ganz anderen Fachgebiet eingesetzt, nämlich bei der Herstellung von Reibelementen, wie Bremsklötze, Bremsbacken, Brems- und Kupplungsbeläge, deren Zweck nicht die Vermeidung von Reibung, sondern die Erzeugung von Reibung ist.

    [0008] Es liegt daher auf der Hand, daß bei der Anwendung von Festschmierstoffen in Reibbelägen nicht die Verminderung von Reibung die Zielsetzung ist oder sein kann. Das ist vielmehr die Stabilisierung des Reibverlaufes, wodurch es zur Abnahme abrasiver Vorgänge kommt, was sich positiv auf das Verschleiß- und Vibrationsverhalten auswirkt. Als höchst erwünschten Nebeneffekt zeigt sich bei der Anwendung bestimmter Festschmierstoffe eine bedeutende Stabilisierung des Reibwertes, d.h. die störende Abhängigkeit des Reibwertes und damit der Bremswirkung von Temperatur, Druck und Geschwindighkeit wird in großem Ausmaß unterdrückt. Aus der Tatsache, daß ein Stoff als Festschmierstoff bekannt ist, läßt sich über seine Eignung in Reibbelägen nichts herleiten.

    [0009] Von den auch in Reibbelägen verwendeten speziellen Festschmierstoffen sind am besten bekannt Graphit und Molybdändisulfid, es gibt aber noch eine Reihe weiterer Metallsulfide, die fast nur in Reibbelägen Anwendung finden und sich von den oben genannten deutlich, vor allem hinsichtlich der Reibwertstabilisierung, unterscheiden.

    [0010] In diesem Zusammenhang erwähnenswerte Veröffentlichungen finden sich in EP 497 751 sowie A 399 162, die sich mit verschiedenen Metallsulfiden bzw. Kombinationen daraus befassen.

    [0011] Ein bekannter und verbreiteter Festschmierstoff für Reibbeläge ist Bleisulfid, das auf Grund der zunehmenden ökologischen Sensibilisierung gegen Schwermetalle für künftige Anwendungen jedoch in immer eingeschränkterem Maß zur Verfügung steht. Die guten und geschätzten Eigenschaften dieses Materials machen nach dem derzeitigen Stand der Technik jedoch einen Ersatz von Bleisulfid ohne Qualitätseinbußen im Reibbelag praktisch unmöglich.

    [0012] Es gibt seit vielen Jahren Bestrebungen, durch Kombination verschiedenster Festschmierstoffe auf Basis von Graphiten, Sulfiden, Fluoriden, Phosphaten etc. synergistische Mischungen mit außerordentlichen Wirkungen herzustellen, hiezu siehe DE 25 14 575, DE 35 13 031 oder EP 328 514. Allerdings ist es mit diesen oder ähnlichen Kombinationen bislang noch nicht gelungen, in jeder Hinsicht zufriedenstellende Wirkung zu erzielen.

    [0013] Auch die in A 399 162 beschriebenen Kombinationen auf Basis der Sulfide des Kupfers mit denen des Zinks, Antimons, Molybdäns, Zinns, Wolframs und Titans lassen trotz ihrer generell günstigen Eigenschaften bezüglich ihrer Wirkung noch immer Wünsche offen. Selbst weniger verbreitete Sulfide wie die des Wismuts stellen keine zufriedenstellende Lösung dar.

    [0014] Nunmehr wurde überraschenderweise gefunden, daß eine Reihe von Zweimetall- und Dreimetallsulfiden bei ihrer Anwendung als Festschmierstoff, insbesondere in Reibbelägen, hervorragende Ergebnisse liefern, u.a. wesentlich günstigere Ergebnisse als zusammensetzungsmäßig analoge Mischungen von Einmetallsulfiden ergeben.

    [0015] Dementsprechend wird erfindungsgemäß vor allem ein Festschmierstoff, insbesondere für, vorzugsweise harzgebundene, Reibbeläge, auf Basis von Metallsulfiden, vorgeschlagen, mit dem Kennzeichen, daß er mindestens eine Verbindung der Formel

    in der M1, M2 und M3 für jeweils ein Metall aus der Reihe Ti, V, Mn, Fe, Cu, Zn, Mo, W, Sb, Sn und Bi stehen, S Schwefel bezeichnet, und die Indices die Bereiche I = 1-5, m = 1 - 5, n = 0 - 5 und x = 2 - 8 umspannen, enthält oder daraus besteht.

    [0016] Vorzugsweise ist der Festschmierstoff ein Mehrphasensulfidgemisch, insbesondere eine Kombination aus mindestens einer Verbindung der Formel

    mit einem oder mehreren Sulfiden des Ti, V, Mn, Fe, Cu, Zn, Mo, W, Sb, Sn und Bi.

    [0017] Weiterhin vorgeschlagen werden entsprechende Reibbelagmischungen und Reibbeläge, die derartige Festschmierstoffe enthalten.

    [0018] Zweimetallsulfide und Dreimetallsulfide aus der oben angegebenen Gruppe sind literaturbekannt und kommen auch als Mineralien vor; lediglich als Beispiele werden (in Klammer die entsprechenden Mineralien) Cu2FeSnS4 (Stannit), Cu2FeSn3S8 (Rhodostannit), Cu3SnS4 (Kurmanit), Mn2SnS4, SnFe2S4, Cu2TiS2, genannt.

    [0019] Die erfindungsgemäß als Festschmierstoffe vorgeschlagenen Zweimetall- und Dreimetallsulfide können nach den jeweiligen für die Herstellung von Sulfiden gängigen Verfahren hergestellt werden, also Sulfidieren (Erhitzen von Metallpulvern mit Schwefel oder Polysulfiden) oder Umsetzen von Hydroxiden oder Oxiden mit Ammonsulfid oder H2S auf naßchemischem oder trockenem Weg.

    [0020] Typischerweise können die Mehrmetallsulfide auch über eine Schmelzphase, z.B. durch Zusammenschmelzen von binären Reinsulfiden unter Luftausschluß hergestellt werden, wobei sich oftmals Mischungen aus mehreren unterschiedlichen Phasen ergeben. Ebenso ist die naßchemische Fällung von Mehrmetallsulfiden literaturbekannt. Es hat sich gezeigt, daß auch bei der Sulfidierung von Metallegierungen und Metallpulvermischungen anteilig Mehrmetallsulfide entstehen, was mittels Röntgendiffraktion oder elektronenmikroskopisch mit Hilfe der Mikrosonde nachweisbar ist.

    [0021] Die Erfindung wird nachstehend anhand von nichteinschränkenden Beispielen näher beschrieben.

    Beispiele:



    [0022] Zum Vergleich der erfindungsgemäßen Sulfide mit bekannten Festschmiermitteln wurde eine typische Scheibenbremsbelagrezeptur verwendet. Die Rezeptur ohne Sulfide wird in einem Pflugscharmischer mit Messerkopf vermischt. Zur Herstellung der Prüflinge werden die zu vergleichenden Festschmierstoffe in gleichbleibenden Anteilen nachträglich in die Vormischung eingemischt, in einer druck- und temperaturgeregelten Laborpresse zu fahrzeugüblichen Scheibenbremsbelägen verpreßt und auf einem Krauss-Prüfstand getestet.

    [0023] Die Prüfrezeptur weist folgende Zusammensetzung auf:
    Stahlwolle 10 Gew.-%
    Metallpulver 15 %
    Fasern 9 %
    Organische Anteile 11%
    Reibstoffe 9 %
    Füllstoffe 25 %
    Graphite 13 %
    Sulfide 8 %


    [0024] Beim Testprogramm wurde besonders auf Reibwertstabilität und Verschleißeigenschaften bei hohen Belastungen geachtet, weil unter diesen Bedingungen die günstigen Eigenschaften der Sulfide besonders zum Tragen kommen. Folgendes Testprogramm wurde gewählt:

    1.) Einlaufphase mit 100 Stopps zur Konditionierung der Oberflächen;

    2.) v-Test: 6 Zyklen mit je 5 Stopps in Serie, jeder Zyklus beginnend bei 100°C, darauffolgend 7 Zyklen mit je 10 Stopps in Serie, bei einer Geschwindigkeit entsprechend 140 km/h und einem Druck von 20 bar;

    3.) p-Test: analog v-Test bei einer Geschwindigkeit entsprechend 60 km/h und einem Druck von 50 bar.



    [0025] Die Temperatur steigt während der 10-Stopp-Zyklen auf etwa 550°C an, wodurch während des Testablaufes ein Temperaturprofil von 100-550°C abgedeckt wird. Als charakteristische Größen werden die Änderung des Reibwertes innerhalb dieses Temperaturprofils sowie der Gesamtverschleiß der Beläge für den Test, jeweils getrennt für v- und p-Test, ermittelt.

    [0026] Die Ergebnisse der Testreihen sind nachfolgender Tabelle zu entnehmen. Dabei bedeuten PW-v und PW-p die Belagverschleiße im v- und p-Test, jeweils bewertet als Gewichtsabnahme in Gramm pro Belag, dMy-v und dMy-p bedeuten die Reibwertschwankung innerhalb eines Testzyklus von 100 bis 550°, wobei positive Werte auf eine Abnahme des Reibwertes bei hohen Temperaturen hinweisen.
    Festschmierstoff dMy-v dMy-p PW-v PW-p
    Vergleichsprodukte:        
    PbS -0.12 -0.02 6.9 6.2
    Cu2S -0.02 0.12 5.0 9.2
    MoS2 0.11 0.08 13.5 12.5
    FeS 0.05 0.05 6.5 8.7

    Beispiel 1:



    [0027] Zur Verdeutlichung der Unterschiede von Mischungen und erfindungsgemäßen Kombinationen wird eine Mischung aus Cu2S (56 %) und ZnS (44 %) (Mischung 1) mit Kombination 1 verglichen. Diese erhält man durch Sulfidierung von Messingpulver (Cu/Zn 60:40). Kombination 1 und Mischung 1 enthalten dieselben Anteile an Cu, Zn und S, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihren Röntgendiffraktogrammen.
    Festschmierstoff dMy-v dMy-p PW-v PW-p
    Mischung 1 0.03 0.18 13.7 15.2
    Kombination 1 0.02 0.14 12.5 11.8


    [0028] Man erkennt deutliche Verbesserungen in den Belageigenschaften bei hohem Druck, was sich in geringerem Reibwertabfall und geringerem Verschleiß gegenüber der Mischung der binären Sulfide auswirkt.

    Beispiel 2:



    [0029] Hier werden Mischungen aus binären Sulfiden mit Kombinationen verglichen, die dieselben Elementverhältnisse aufweisen, jedoch durch Sulfidierung von Metallpulvermischungen hergestellt wurden, wobei sich die erfindungsgemäßen temären und quatemären Phasen ausbilden konnten. Folgende Zusammensetzungen wurden getestet:
    Zusammensetzung Cu2S TiS2 MnS SnS FeS Bi2S3
    Mischung 2 80 20        
    Mischung 3 45   50 5    
    Mischung 4 50     40 10  
    Mischung 5 50       20 30
    Mischung 6 30     40   30


    [0030] Der Unterschied in der molekularen Zusammensetzung zwischen den Mischungen 2-6 und Kombinationen 2-6 äußert sich im Auftreten ternärer und quatemärer Sulfidphasen in den Kombinationen. Durch Röntgendiffraktion lassen sich folgende ternäre und quaternäre Phasen nachweisen:
    Kombination 2:
    CuTi2.05S4
    Kombination 3:
    Mn2SnS4
    Kombination 4:
    Cu3SnS4, Cu3Sn2S7, Cu2FeSnS4, Cu2FeSn3S2
    Kombination 5:
    CuFe2S3, Cu2FeS4, CuBiS2
    Kombination 6:
    Cu2SnS3, Cu3SnS4, CuBiS2


    [0031] Beim Einsatz der beschriebenen Mischungen und Kombinationen im eingangs beschriebenen Prüfablauf erhält man folgende Werte:
    Festschmierstoff dMy-v dMy-p PW-v PW-p
    Mischung 2 -0.02 0.10 5.3 8.4
    Mischung 3 0.0 0.10 7.5 15.7
    Mischung 4 0.0 0.0 6.0 6.3
    Mischung 5 -0.05 0.01 5.2 6.1
    Mischung 6 -0.08 -0.01 62 6.8
    Erfindungsgemaße Produkte:
    Kombination 2 -0.02 0.06 5.5 5.8
    Kombination 3 -0.04 0.06 6.7 13.5
    Kombination 4 -0.04 0.0 4.8 5.1
    Kombination 5 -0.12 -0.03 4.2 5.2
    Kombination 6 -0.15 -0.03 5.7 6.1


    [0032] Die angeführten Beispiele zeigen die Verbesserungen der erfindungsgemäßen Kombinationen gegenüber den binären Mischungen, wobei sowohl die Verschleißwerte als auch die Reibwertstabilität günstig beeinflußt werden können.

    [0033] Bei den eingangs als Vergleichsbeispiele gezeigten Reinsubstanzen fällt insbesondere das enorme Stabilisierungspotential von Bleisulfid auf, das besonders unter Geschwindigkeitsbelastung zu einem mit der Temperatur ansteigenden Reibwert und damit zu einer Überstabilisierung führt. Auch unter Druckbelastung gibt es eine, wenn auch geringere, Überstabilisierung des Reibwertes. Die anderen gelisteten binären Sulfide zeigen deutliche Reibwerteinbrüche und zum Teil wesentlich höhere Verschleißwerte. Durch geeignete Mischung verschiedener Sulfide lassen sich die Schwächen der Einzelsulfide teilweise kompensieren, ohne daß damit jedoch die Qualität des Bleisulfides erreicht wird. Erst durch den gezielten Aufbau der erfindungsgemäßen ternären und quaternären Phasen in der Mischung lassen sich Kombinationen herstellen, die in ihrer Qualität die bekanntermaßen guten Eigenschaften von Schwermetallsulfiden erreichen.


    Ansprüche

    1. Reibbelagmischung für mit einem Reibpartner zusammenwirkende Brems- und Kupplungsbeläge, bestehend aus Metallen, die in Faser- und Pulverform vorliegen können, Füllstoffen, Gleitmitteln, Bindemittel und organischen Bestandteilen, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibbelagmischung als Festschmierstoffzusatz zumindest ein Metallsulfid der Formel

            M1lM2mM3nSx

    enthält, in der M1, M2 und M3 voneinander verschieden sind und für jeweils ein Metall aus der Reihe Ti, V, Mn, Fe, Cu, Zn, Mo, W, Sb, Sn und Bi stehen, S Schwefel bezeichnet, und die Indices die Bereiche l = 1-5, m = 1-5, n = 0-5 und X = 2-8 umspannen.
     
    2. Reibbelagmischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Metallsulfide als Mehrphasensulfidgemisch vorliegen.
     
    3. Reibbelagmischung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Metallsulfide als Kombination mindestens einer Verbindung der Formel

            M1lM2mM3nSx

    mit einem oder mehreren Sulfiden des Ti, V, Mn, Fe, Cu, Zn, Mo, W, Sb, Sn und Bi vorliegen.
     
    4. Brems-oder Kupplungsbelag, bestehend aus einer gebundenen Reibbelagmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 2.
     
    5. Brems-oder Kupplungsbelag nach Anspruch 4, der harzgebunden ist.
     


    Claims

    1. A friction lining mixture for brake and clutch linings co-operating with a friction partner, composed of metals that may be present in fibrous and powdery form, fillers, lubricants, binders and organic components, characterized in that the friction lining mixture contains, as a solid lubricant additive, at least one metal sulphide of the formula

            M1lM2mM3nSx

    wherein M1, M2 and M3 are different from each other and each represent one metal of the series Ti, V, Mn, Fe, Cu, Zn, Mo, W, Sb, Sn and Bi, S denotes sulphur, and the subscripts comprise the ranges of I = 1-5, m = 1-5, n = 0-5 and X = 2-8.
     
    2. The friction lining mixture according to claim 1, characterized in that the metal sulphide(s) is/are present as a polyphase sulphide mixture.
     
    3. The friction lining mixture according to claim 2, characterized in that the metal sulphide(s) is/are present as a combination of at least one compound of the formula

            M1lM2mM3nSx

    with one or several sulphides of Ti, V, Mn, Fe, Cu, Zn, Mo, W, Sb, Sn and Bi.
     
    4. A Brake or clutch lining consisting of a bound friction lining mixture according to any of claims 1 to 2.
     
    5. The brake or clutch lining according to claim 4, which is resin-bound.
     


    Revendications

    1. Mélange pour garniture de friction pour des garnitures de frein ou d'embrayage coopérant avec un autre élément de friction, composé de métaux qui peuvent se présenter sous forme de fibres ou de poudre, de matières de charge, de lubrifiants, de liants et de constituants organiques, caractérisé en ce que le mélange à garniture de friction contient, en tant qu'additif solide de lubrification, au moins un sulfure métallique de la formule

            M1lM2mM3nSx

    dans laquelle M1, M2 et M3 sont différents l'un de l'autre et chacun représente un métal de la série Ti, V, Mn, Fe, Cu, Zn, Mo, W, Sb, Sn et Bi, S dénote le soufre et les indices comprennent les gammes suivantes: I = 1-5, m = 1-5, n = 0-5 et X = 2-8.
     
    2. Mélange pour garniture de friction selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ou les sulfure(s) métallique(s) se présentent sous forme de mélange polyphase de sulfures.
     
    3. Mélange pour garniture de friction selon la revendication 2, caractérisé en ce que le ou les sulfure(s) métallique(s) se présente(nt) sous forme de combinaison d'au moins un composé de la formule

            M1lM2mM3nSx

    avec un ou plusieurs sulfures de Ti, de V, de Mn, de Fe, de Cu, de Zn, de Mo, de W, de Sb, de Sn et de Bi.
     
    4. Garniture de frein ou d'embrayage comprenant un mélange lié pour garniture de friction selon l'une des revendications 1 ou 2.
     
    5. Garniture de frein ou d'embrayage selon la revendication 4, qui est lié par une résine.