[0001] Die Erfindung betrifft eine Tampondruckmaschine mit einem Tampon, der an einer Druckeinrichtung
gehalten ist, und der von dieser zur Farbaufnahme zu einer Farbaufnahmeeinrichtung,
zum Drucken zu einem zu bedruckenden Gegenstand und zur Reinigung zu einer Reinigungseinrichtung
bewegbar ist.
[0002] Eine derartige Tampondruckmaschine ist aus der EP 424 716 B1 bekannt. Dort ist zur
Farbaufnahme eine Farbaufnahmeeinrichtung vorgesehen, bei der die Farbe mit einer
hin- und herbewegbaren Einfärbevorrichtung auf ein Klischee aufgetragen wird. Die
Einfärbevorrichtung weist einen Spachtel zum Auftragen und Einbringen der Farbe in
die gravur des Klischees und ein Rakelmesser zum Abstreifen der überschüssigen Farbe
auf. Danach wird der Tampon auf die eingefärbte Gravur des Klischees aufgesetzt und
die in der Gravur des Klischees enthaltene Farbe wird von dem Tampon abgehoben. Die
Druckeinrichtung bewegt dann den Tampon in etwa horizontaler Richtung aus dem Bereich
der Farbaufnahmeeinrichtung heraus zu dem zu bedruckenden Gegenstand. Der Tampon wird
dort auf den zu bedruckenden Gegenstand aufgesetzt, so daß die Druckfarbe auf den
zu bedruckenden Gegenstand übertragen wird.
[0003] Oberhalb der Einfärbevorrichtung ist bei dieser Druckmaschine eine Reinigungseinrichtung
vorgesehen, die einen Reinigungstisch aufweist, über den ein Reinigungsband geführt
ist. Der Reinigungstisch mit dem Reinigungsband ist mit der hin- und herbewegbaren
Einfärbevorrichtung lösbar gekoppelt. Zur Reinigung des Tampons bleibt die Einfärbevorrichtung
in einer vorgezogenen Stellung stehen und der Tampon wird statt auf das Klischee nunmehr
auf das Reinigungsband aufgesetzt.
[0004] Aufgrund der oberhalb der Einfärbevorrichtung angeordneten Reinigungseinrichtung
ist die Einfärbevorrichtung mit dem Spachtel und dem Rakelmesser nicht frei zugänglich.
Dies hat den Nachteil, daß zum Nachfüllen von Farbe in die Einfärbevorrichtung oder
zu Reinigungs- oder sonstigen Wartungszuecken es erforderlich ist, die Einfärhevorrichtung
von dem darüber angeordneten Reinigungstisch abzukoppeln und den Reinigungstisch mit
dem Reinigungsband aus dem Bereich der Einfärbevorrichtung zu entfernen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Tampondruckmaschine zu schaffen, bei der die Farbaufnahmeeinrichtung
trotz einer vorhandenen Reinigungseinrichtung möglichst ungehindert zugänglich ist.
[0006] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Reinigungseinrichtung
unterhalb der Farbaufnahmeeinrichtung angeordnet ist.
[0007] Die Farbaufnahmeeinrichtung und insbesondere die Einfärbevorrichtung ist damit für
eine Bedienungsperson frei zugänglich und kann ohne weiteres von ihr überschaut und
überwacht werden. Zum Nachfüllen der Farbe oder zu sonstigen Reinigungs- oder Wartungsarbeiten
kann die Bedienungsperson an der Farbaufnahmeeinrichtung ohne besondere zusätzlichen
Maßnahmen arbeiten. Da die Reinigungseinrichtung unterhalb der Farbaufnahmeeinrichtung
angeordnet ist, ist die Reinigungseinrichtung dabei nicht hinderlich. Die Erfindung
verbessert somit die Bedienungs- und Wartungsfreundlichkeit der Tampondruckmaschine
wesentlich.
[0008] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Reinigungseinrichtung
zur Reinigung des Tampons hinsichtlich der Farbaufnahmeeinrichtung in einer vorgezogenen
Reinigungsstellung angeordnet. Dies bedeutet, daß bei der Reinigung des Tampons die
Farbaufnahmeeinrichtung sich nicht störend bemerkbar macht oder gar hinderlich ist.
Die Reinigungseinrichtung ist somit bei der Reinigung des Tampons für die Bedienungsperson
frei zugänglich und kann von ihr ohne weiteres überschaut und überwacht werden. Auch
insoweit verbessert die Erfindung die Bedienungs- und Wartungsfreundlichkeit der Tampondruckmaschine.
[0009] Bei einer Tampondruckmaschine, bei der der Tampon für den Druckvorgang in etwa horizontaler
Richtung zu dem zu bedruckenden Gegenstand bewegt wird, kann die vorgezogene Reinigungsstellung
der Reinigungseinrichtung beispielsweise dadurch erreicht werden, daß die Farbaufnahmeeinrichtung
im Hinblick auf die Reinigungseinrichtung zurückgezogen oder seitlich ausgeschwenkt
wird.
[0010] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind Mittel vorgesehen zum Hin-
und Herbewegen der Reinigungseinrichtung zwischen der vorgezogenen Reinigungsstellung
und einer zurückgezogenen Ruhestellung. Damit kann die vorgezogene Reinigungsstellung
der Reinigungseinrichtung erreicht werden, ohne daß die Farbaufnahmeeinrichtung bewegt
werden muß. Des weiteren kann die Reinigungseinrichtung auf diese Weise während des
Druckvorgangs in die Ruhestellung zurückgezogen werden, in der die Reinigungseinrichtung
den Druckvorgang und dessen Bedienung und Überwachung nicht stört. Diese Weiterbildung
kann besonders zweckmäßig bei Tampondruckmaschinen eingesetzt werden, bei denen der
zu bedruckende Gegenstand unterhalb der Farbaufnahmeeinrichtung angeordnet ist, d.h.
der Tampon ausschließlich vertikal bewegt wird.
[0011] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Reinigungseinrichtung unabhängig
von der Farbaufnahmeeinrichtung verschiebbar. Auf diese Weise wird eine von der Farbaufnahmeeinrichtung
völlig unabhängige Reinigung des Tampons erreicht. Dies hat eine einfachere Steuerung
der Tampondruckmaschine zur Folge. Ebenfalls werden durch diese Unabhängigkeit die
einzelnen Funktionen der Tampondruckmaschine für eine Bedienungsperson transparenter
und damit die Bedienung und Überwachung der Tampondruckmaschine einfacher und überschaubarer.
[0012] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Reinigungseinrichtung
ein vorwärtsbewegbares Reinigungsband auf, das aus dem Bereich der Farbaufnahmeeinrichtung
herausgeführt ist. Das Reinigungsband wird nach jedem Reinigungsvorgang des Tampons
weiterbewegt, so daß für jeden Reinigungsvorgang eine unverbrauchte Fläche des Reinigungsbands
zur Verfügung steht. Das neu zuzuführende und das verbrauchte Reinigungsband wird
aus dem Bereich der Farbaufnahmeeinrichtung herausgeführt. Dadurch wird erreicht,
daß die Farbaufnahmeeinrichtung in keiner Weise durch das Reinigungsband behindert
wird. Die Farbaufnahmeeinrichtung kann also völlig unabhängig vom Reinigungsband bedient
und gewartet werden. Dies stellt wieder eine Verbesserung im Hinblick auf die Bedienungsfreundlichkeit
der Tampondruckmaschine dar.
[0013] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Reinigungseinrichtung
einen länglichen Reinigungstisch mit einem freien Ende auf, über den das Reinigungsband
zum freien Ende geführt, dort umgelenkt und wieder zurückgeführt ist. Der Reinigungstisch
dient der Führung und Abstützung des Reinigungsbands. Mit Hilfe des Reinigungstischs
wird das Reinigungsband aus dem Bereich der Farbaufnahmeeinrichtung herausgeführt.
Dabei kann der Reinigungstisch in Längsrichtung wie auch in Querrichtung der Tampondruckmaschine
bewegt werden und/oder angeordnet sein. Des weiteren liegt das Reinigungsband auf
dem Reinigungstisch auf, so daß der Tampon bei der Reinigung auf dem Reinigungsband
aufsetzt und gegen den Reinigungstisch gedrückt wird. Diese Auflage auf dem Reinigungstisch
verbessert die Reinigung des Tampons und damit die Qualität des Druckbilds wesentlich.
[0014] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung weist die Reinigungseinrichtung eine Abwickelrolle
und eine Aufwickelrolle auf, die an dem dem freien Ende entgegengesetzten Ende des
Reinigungstischs gehalten sind, und auf denen das Reinigungsband aufgewickelt ist.
Mit Hilfe des Reinigungstischs wird das Reinigungsband aus dem Bereich der Farbaufnahmeeinrichtung
herausgeführt. Erst an dem dem freien Ende entgegengesetzten Ende des Reinigungstischs
sind die Ab- und Aufwickelrollen vorgesehen, auf denen das Reinigungsband aufgewickelt
ist. Die Ab- und Aufwickelrollen befinden sich daher außerhalb des Bereichs der Farbaufnahmeeinrichtung
und können somit die Bedienung und Wartung der Tampondruckmaschine nicht behindern.
[0015] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist ein Antriebsmotor, insbesondere ein Schrittmotor,
vorgesehen, der mit dem Reinigungstisch gekoppelt ist, und mit dem der Reinigungstisch
hin- und herbewegbar ist. Mit Hilfe des Antriebsmotors wird der Reinigungstisch von
der zurückgezogenen Ruhestellung in die vorgezogene Reinigungsstellung und umgekehrt
bewegt. Es ist also möglich, den Reinigungstisch nur dann in die Reinigungsstellung
zu bewegen, wenn der Tampon gereinigt werden soll. Ansonsten verbleibt der Reinigungstisch
in der zurückgezogenen Ruhestellung. Dabei ist es an sich ausreichend, den Reinigungstisch
allein, also ohne die Ab- und Aufwickelrollen hin- und herzubewegen. In diesem Fall
muß vorteilhafterweise wenig Masse bewegt werden, aber es ist erforderlich, das Reinigungsband
entsprechend auf- und abzuwickeln. Besonders zweckmäßig ist es allerdings, die Ab-
und Aufwickelrollen zusammen mit dem Reinigungstisch hin- und herzubewegen, so daß
das gesamte Reinigungsband zwischen der Reinigungs- und der Ruhestellung hin- und
herbewegt wird. In diesem Fall kann das Reinigungsband bei der Hin- und Herbewegung
vorteilhafterweise still stehen bleiben.
[0016] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Tampon in einer etwa
vertikalen Richtung bewegbar und die Reinigungseinrichtung ist in einer etwa horizontalen
Richtung verschiebbar. Die Vertikalbewegung des Tampons kann auf eine einfache und
kostengünstige Art und Weise durch die Druckeinrichtung erreicht werden. Entsprechendes
gilt für die Horizontalbewegung der Reinigungseinrichtung. Insgesamt wird somit durch
die genannten Bewegungsrichtungen ein einfacher und damit kostengünstiger Aufbau der
Tampondruckmaschine erreicht.
[0017] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ein Bestandteil
der Farbaufnahmeeinrichtung, insbesondere das Klischee in einer etwa horizontalen
Richtung bewegbar und der zu bedruckende Gegenstand ist unterhalb des Tampons angeordnet.
Eine etwa horizontale Bewegung des Tampons und der damit verbundene konstruktive Aufwand
werden vermieden. Statt dessen führt der Tampon die konstruktiv bereits vorhandene
Vertikalbewegung zu dem unterhalb der Reinigungseinrichtung und damit auch unterhalb
der Farbaufnahmeeinrichtung angeordneten zu bedruckenden Gegenstand aus. Zu diesem
Zweck ist insbesondere das Klischee der Farbaufnahmeeinrichtung in horizontaler Richtung
bewegbar, so daß der Tampon den zu bedruckenden Gegenstand erreichen kann. Diese horizontale
Bewegung des Klischees wird in vorteilhafter Weise durch eine Kopplung mit der Druckeinrichtung
erreicht.
[0018] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines besonders bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung, das in
der Zeichnung dargestellt ist. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine schematische
Darstellung einer erfindungsgemäßen Tampondruckmaschine. Dabei können die in der Zeichnung
dargestellten und in der Beschreibung und in den Ansprüchen erwähnten Merkmale jeweils
einzeln für sich oder in beliebiger Reihenfolge erfindungswesentlich sein.
[0019] Die Tampondruckmaschine 1 weist eine Druckeinrichtung 2, eine Farbaufnahmeeinrichtung
3 und eine Reinigungseinrichtung 4 auf.
[0020] Die Druckeinrichtung 2 ist innerhalb der Tampondruckmaschine 1 untergebracht. Unter
anderem ist dort eine Stange 5 verschiebbar gelagert, die in etwa vertikaler Richtung
auf- und abbewegbar ist. Die Stange 5 ist mit einem quer abstehenden Stift 6 versehen,
den eine Gabel 7 eines Hebels 8 umgreift. Der Hebel 8 ist um eine Achse 9 schwenkbar
gelagert und kann über Arme 10, 11 von einer oder mehreren Kurvenscheibe 12 in eine
Schwenkbewegung versetzt werden. In nicht dargestellter Weise kann die Kurvenscheibe
12 von einem Antriebsmotor oder dergleichen in eine Drehbewegung versetzt werden.
[0021] Wird die Kurvenscheibe 12 in eine Drehbewegung versetzt, so hat dies eine hin- und
hergehende Schwenkbewegung des Hebels 8 zur Folge. Über die Gabel 7 wird der Stift
6 mitgenommen, so daß die Stange 5 in eine Auf- und Abwärtsbewegung in etwa vertikaler
Richtung versetzt wird.
[0022] Am unteren freien Ende der Stange 5 ist ein Tampon 13 gehalten, der koaxial zur Stange
5 angeordnet ist. Der Tampon 13 ist zusammen mit der Stange 5 in etwa vertikaler Richtung
auf- und abbewegbar. Dies ist in der Figur durch den Doppelpfeil 14 dargestellt. In
der Zeichnung ist der Tampon 13 in einer oberen Postion dargestellt.
[0023] Die Farbaufnahmeeinrichtung 3 ist im unteren Bereich der Tampondruckmaschine 1 angeordnet.
Befindet sich der Tampon 13, wie dargestellt, in seiner oberen Postition, so kann
die Farbaufnahmeeinrichtung unter den Tampon 13 verfahren werden.
[0024] Die Farbaufnahmeeinrichtung 3 weist ein Klischee 15 und eine ortsfeste, nicht dargestellte
Einfärbevorrichtung auf. Das Klischee 15 ist in etwa horizontaler Richtung hin- und
herbewegbar. Dies ist in der Figur durch den Doppelpfeil 16 dargestellt. Die Hin-
und Herbewegung des Klischees 15 wird in nicht dargestellter Weise durch eine Kopplung
des Klischees 15 mit der Druckeinrichtung 2 erzeugt, was mit den Linien 31 angedeutet
ist.
[0025] In der Zeichnung befindet sich das Klischee 15 in einer zurückgezogenen Stellung,
so daß der Tampon 13 bei seiner Abwärtsbewegung nicht auf das Klischee 15 aufsetzt.
In einer nicht dargestellten vorgeschobenen Stellung setzt der Tampon 13 bei einer
Abwärtsbewegung auf dem Klischee 15 auf. Bei der Hin- und Herbewegung des Klischees
15 wird von der Einfärbevorrichtung Farbe auf das Klischee 15 auf- und in die nicht
sichtbare Gravur eingetragen und überschüssige Farbe abgerakelt.
[0026] Die Reinigungseinrichtung 4 ist unterhalb der Farbaufnahmeeinrichtung 3 angeordnet.
Sie befindet sich damit ebenfalls an der Unterseite der Tampondruckmaschine 1.
[0027] Die Reinigungseinrichtung 4 weist einen Reinigungstisch 17 auf, der sich in horizontaler
Richtung über etwa die gesamte Länge der Tampondruckmaschine 1 erstreckt. Der Reinigungstisch
17 besitzt die Form einer ebenen, länglichen und etwa rechteckförmigen Platte, die
eine geringe Dicke aufweist. Ein freies Ende 18 des Reinigungstischs 17 ist dem Tampon
13 zugewandt. An dem dem freien Ende 18 entgegengesetzten Ende des Reinigungstischs
17 ist eine Abwickelrolle 19 und eine Aufwickelrolle 20 für ein Reinigungsband 21
gehalten.
[0028] Das Reinigungsband 21 verläuft von der Abwickelrolle 19 über eine Führungsrolle 22
und entlang der Oberseite des Reinigungstischs 17 zum freien Ende 18 des Reinigungstischs
17. Am freien Ende 18 wird das Reinigungsband 21 mittels einer Umlenkrolle 23 um etwa
180 Grad umgelenkt und verläuft dann entlang der Unterseite des Reinigungstischs 17
und über eine Führungsrolle 24 zur Aufwickelrolle 20. Das Reinigungsband 21 ist somit
über den Reinigungstisch 17 aus dem Bereich der Farbaufnahmeeinrichtung 3 herausgeführt.
[0029] Mit Hilfe eines nicht dargestellten, mit der Aufwickelrolle 20 und/oder der Abwickelrolle
19 gekoppelten Antriebsmotors-Schrittschaltwerkes oder dergleichen kann das Reinigungsband
21 in Längsrichtung des Reinigungstischs 17 vorwärtsbewegt werden.
[0030] Der Reinigungstisch 17 zusammen mit den Ab- und Aufwickelrollen 19, 20 ist in horizontaler
Richtung verschiebbar gelagert. Zu diesem Zweck kann der Reinigungstisch 17 beispielsweise
mit Rollen versehen oder als Schlitten ausgebildet sein. Der Reinigungstisch 17 kann
dadurch hin- und herbewegt werden. In der Figur ist dies durch den Pfeil 25 dargestellt.
[0031] In der Zeichnung ist der Reinigungstisch 17 in einer zurückgezogenen Ruhestellung
26 dargestellt, in der der Tampon 13 bei einer Abwärtsbewegung nicht auf dem Reinigungstisch
17 aufsetzt. In gestrichelt dargestellter Weise kann der Reinigungstisch 17 eine vorgeschobene
Reinigungsstellung 27 einnehmen, in der der Tampon 13 bei einer Abwärtsbewegung auf
dem Reinigungstisch 17 aufsetzt.
[0032] Die Hin- und Herbewegung des Reinigungstischs 17 wird mit Hilfe eines Antriebsmotors
28 erzeugt, der an der Tampondruckmaschine 1 befestigt und über ein in der Länge einstellbares
Gestänge 29 mit dem Reinigungstisch 17 gekoppelt ist. Die Hin- und Herbewegung des
Reinigungstischs 17 ist damit unabhängig von der Kurvenscheibe 12 und damit auch von
der Bewegung des Klischees 15 der Farbaufnahmeeinrichtung 3. Sie kann aber über eine
geeignete Steuerung durchaus mit der Kurvenscheibe 12 gekoppelt werden.
[0033] Der Reinigungstisch 17 und damit die Reinigungseinrichtung 4 soll sich nun in der
Ruhestellung 26 befinden. In diesem Betriebszustand kann ein Druckvorgang stattfinden.
Hierzu befindet sich der Tampon 13 zuerst in der dargestellten oberen Postition. Das
Klischee 15 bewegt sich dann in Richtung des Tampons 13, wobei die eingefärbte Gravur
abgerakelt wird, so daß das zu übertragende Druckbild auf das Klischee 15 aufgebracht
wird. Befindet sich das Klischee 15 in der nicht dargestellten vorgeschobenen Stellung,
so setzt der Tampon 13 durch eine Abwärtsbewegung auf dem Klischee 15 auf und nimmt
die in der Gravur enthaltene Farbe auf. Der Tampon 13 hebt wieder vom Klischee 15
ab und das Klischee 15 bewegt sich in seine dargestellte zurückgezogene Stellung.
Nunmehr kann der Tampon 13 in einer erneuten Abwärtsbewegung in nicht dargestellter
Weise auf den zu bedruckenden Gegenstand aufgesetzt werden, so daß das vom Tampon
13 aufgenommene Druckbild auf den Gegenstand übertragen wird. Danach bewegt sich der
Tampon 13 wieder aufwärts in die dargestellte obere Postition und der Druckvorgang
ist beendet. Beim Zurückziehen des Klischees 15 in die Ruhelage wird die Gravur über
die nicht dargestellte Einfärbevorrichtung erneut eingefärbt.
[0034] Zur Reinigung des Tampons 13 befindet sich das Klischee 15 der Farbaufnahmeeinrichtung
3 in der zurückgezogenen Stellung und der Reinigungstisch 17 der Reinigungseinrichtung
4 wird in die gestrichelt dargestellte vorgezogene Reinigungsstellung 27 gebracht.
Der Tampon 13 befindet sich dabei über dem Reinigungstisch 17. Des weiteren wird das
Reinigungsband 21 gegebenenfalls so weit vorwärtsbewegt, bis eine noch unbenutzte
Flache 30 des Reinigungsbands 21 dem Tampon 13 gegenübersteht.
[0035] Die Bewegungsrichtung der Kurvenscheibe 12 wird nun umgekehrt, so daß der Tampon
13 erneut in Richtung des bedruckten Gegenstandes verlagert wird. Aber anstatt auf
den Gegenstand aufzutreffen, wird der Tampon 13 gegen das Reinigungsband 21 und den
Reinigungstisch 17 gedrückt, so daß mögliche Verschmutzungen des Tampons 13 von dem
Reinigungsband 21 aufgenommen werden. Dabei wird die Bewegungsrichtung der Kurvenscheibe
12 erneut umgekehrt und der Tampon 13 wieder abgehoben. Der Reinigungstisch 17 wird
in die zurückgezogene Ruhestellung 26 verschoben und der Reinigungsvorgang ist damit
beendet.
[0036] Eine Variante sieht vor, daß der Antrieb der Farbaufnahmeeinrichtung 3 (Linien 31)
deaktiviert wird, so daß das Klischee 15 in seiner Ruhestellung verbleibt. An Stelle
des Klischees 15 wird die Reinigungseinrichtung 4 in Richtung des Tampons 13 verschoben
(gestrichelt dargestellt), so daß der Tampon 13 auf das Reinigungsband 21 aufgedrückt
werden kann. Nach der Reinigung des Tampons 13 fährt die Reinigungseinrichtung 4 zurück
in die Ruhestellung und der Antrieb der Farbaufnahmeeinrichtung 3 (Linien 31) wird
wieder aktiviert.
1. Tampondruckmaschine (1) mit einem Tampon (13), der an einer Druckeinrichtung (2) gehalten
ist, und der von dieser zur Farbaufnahme zu einer Farbaufnahmeeinrichtung (3), zum
Drucken zu einem zu bedruckenden Gegenstand und zur Reinigung zu einer Reinigungseinrichtung
(4) bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung (4) unterhalb
der Farbaufnahmeeinrichtung (3) angeordnet ist.
2. Tampondruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung
(4) zur Reinigung des Tampons (13) hinsichtlich der Farbaufnahmeeinrichtung (3) in
einer vorgeschobenen Reinigungsstellung (27) angeordnet ist.
3. Tampondruckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (27, 28) zum
Hin- und Herbewegen (25) der Reinigungseinrichtung (4) zwischen der vorgeschobenen
Reinigungsstellung (27) und einer zurückgezogenen Ruhestellung (26) vorgesehen sind.
4. Tampondruckmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung
(4) unabhängig von der Farbaufnahmeeinrichtung (3) verschiebbar ist.
5. Tampondruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reinigungseinrichtung (4) ein vorwärtsbewegbares Reinigungsband (21) aufweist,
das aus dem Bereich der Farbaufnahmeeinrichtung (3) herausgeführt ist.
6. Tampondruckmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung
(4) einen länglichen Reinigungstisch (17) mit einem freien Ende (18) aufweist, über
den das Reinigungsband (21) zu dem freien Ende (18) geführt, dort umgelenkt und wieder
zurückgeführt ist.
7. Tampondruckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung
(4) eine Abwickelrolle (19) und eine Aufwickelrolle (20) aufweist, die an dem dem
freien Ende (18) entgegengesetzten Ende des Reinigungstischs (17) gehalten sind, und
auf denen das Reinigungsband (21) aufgewickelt ist.
8. Tampondruckmaschine nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Antriebsmotor (28) vorgesehen ist, der mit dem Reinigungstisch (17) gekoppelt
ist, und mit dem der Reinigungstisch (17) hin- und herbewegbar ist.
9. Tampondruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Tampon (13) in einer etwa vertikalen Richtung (14) bewegbar und die Reinigungseinrichtung
(4) in einer etwa horizontalen Richtung (25) verschiebbar ist.
10. Tampondruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, daß ein Bestandteil der
Farbaufnahmeeinrichtung (3), insbesondere ein Klischee (15) in einer etwa horizontalen
Richtung (16) bewegbar und der zu bedruckende Gegenstand unterhalb der Reinigungseinrichtung
(4) angeordnet ist.
11. Tampondruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegungsrichtung der Farbaufnahmeeinrichtung (3) der Bewegungsrichtung der
Reinigungseinrichtung (4) entspricht.
12. Tampondruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Farbaufnahmeeinrichtung (3) einen abkoppelbaren Antrieb aufweist.
13. Tampondruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb des Tampons (13) in seiner Bewegungsrichtung umkehrbar ist.