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EP 0 826 830 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.01.2005 Patentblatt 2005/01 |
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Anmeldetag: 26.08.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E01C 13/06 |
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Verfahren zum Herstellen von Bodenbelägen und Bodenbelag, bestehend aus einer Trägerschicht
und einem Oberbelag
Process for making floorcoverings and floorcovering consisting of a support layer
and a top layer
Procédé de fabrication de revêtements de sol et revêtement de sol constitué d'une
couche de support et d'une couche de couverture
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI PT |
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Priorität: |
29.08.1996 DE 19634902
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.03.1998 Patentblatt 1998/10 |
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Patentinhaber: Berleburger Schaumstoffwerk GmbH |
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57319 Bad Berleburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Pöppel, Rainer
57319 Bad Berleburg (DE)
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Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Hemmerich, Valentin, Gihske, Grosse,
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 258 871 DE-A- 2 623 534 DE-U- 29 513 835
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CH-A- 601 567 DE-A- 2 658 730 US-A- 4 392 335
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von aus einer elastischen Trägerschicht,
einem Oberbelag und einer Einlage zwischen diesen beiden Schichten bestehenden Bodenbelägen,
die im Sport- und Spielbereich als Außenbeläge eingesetzt sind, sowie einen Bodenbelag,
der nach dem Verfahren herstellbar ist.
[0002] Es ist bekannt, z.B. Laufbahnen, Spielfelder, Spielflächen, Kinderspielplätze und
dergleichen mit Bodenbelägen zu versehen. Diese Bodenbeläge werden wie nachfolgend
beschrieben hergestellt respektive verlegt. Auf einem durch Säubern, Entfetten usw.
vorbereiteten verklebefähigen Untergrund wird eine elastische Trägerschicht aus gebundenen
Gummifasern oder Granulaten (z.B. Regupol) flüssig oder mittels Kleben aufgebracht.
Auf diese Elastikschicht wird eine den eigentlichen Lauf/Spielbelag darstellende Deckschicht
aufgetragen. Dies erfolgt durch Aufbringen einer teigigen Masse, die auf der elastischen
Trägerschicht gleichmäßig verteilt wird und aushärtet. Das Verkleben der Trägerschicht
mit dem Untergrund ist hierbei zwingend notwendig, um insbesondere temperaturbedingte
Verwerfungen der Deckschicht, z.B. durch intensive Sonneneinstrahlung, zu verhindern.
[0003] Diese bekannte Art der Verlegung bzw. Herstellung eines Bodenbelages ist relativ
teuer, denn es muß in vielen Fällen erst ein entsprechender Untergrund geschaffen
bzw. der vorhandene Untergrund erneuert werden, um das Verlegen zu möglichen. Weiterhin
verursacht das arbeits- und zeitintensive Beseitigen des alten Bodenbelages hohe Kosten.
Der alte Bodenbelag und eventuell auch der Untergrund müssen entsorgt werden, was
wiederum zu Kosten führt. Ein Recyclen des Bodenbelages ist aufgrund der schlechten
Trennung der verschiedenen Materialien nur schwer oder überhaupt nicht möglich.
[0004] Bei einem aus der DE 295 13 835 U bekannten Bodenbelag der eingangs genannten Art
besteht die untere Schicht aus einem Gemisch aus mit Kunstharz verbundenen Altgummischnitzeln
und die Deckschicht bzw. der Oberbelag aus einem Splittgemisch, wobei die Material-Bestandteile
dieser beiden Schichten mit Kunstharz getränkt und verbunden sind. Ein zwischen diesen
beiden Schichten eingelegtes Glasfasemetz soll die Unterschicht nivellieren und zu
einer stärkeren Bindung der Deckschicht führen.
[0005] Durch die DE 26 58 730 A ist ein mehrschichtiger Bodenbelag bekanntgeworden, der
zwischen zwei Lagen bzw. Schichten zur Aufnahme von vertikalen Kräften, hervorgerufen
von Gleit- und Drehbewegungen der Füße einer Sport treibenden Person, mit einem druckverteilenden
Gewebe versehen ist. Auf die Oberseite wird außerdem noch eine Verschleiß- und Deckschicht
aufgetragen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen bzw. Verlegen
eines Bodenbelages und einen Bodenbelag ohne die eingangs erwähnten Nachteile zu schaffen,
der insbesondere einfach zu verlegen und leicht austauschbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die elastische
Trägerschicht kleberlos auf dem Untergrund ausgelegt wird, dann darauf eine temperaturbedingte
Längungen oder Schrumpfungen aufnehmende dimensionsstabile, durchlässige Einlage ausgebreitet
wird, auf die zur Bildung des Oberbelags eine im Ausgangszustand teigige Kunststoffmasse
aufgetragen und verteilt wird, die die Einlage durchdringt, wobei die teigige Kunststoffmasse
nach dem Aushärten einen innigen Verbund mit der Einlage und der Trägerschicht bildet.
Der Erfindung liegt die durch zahlreiche Versuche überraschend bestätigte Erkenntnis
zugrunde, daß sich ein erfindungsgemäß hergestellter Bodenbelag aufgrund der dimensionsstabilen
Zwischenlage verlegen läßt, ohne ihn mit dem Untergrund verkleben zu müssen. Es wird
kein gebundener, verklebefähiger Untergrund benötigt. Der Bodenbelag kann einfach
aufgerollt, entfernt und an anderer Stelle wieder verlegt werden. Dadurch, daß keine
Teile des Untergrundes an dem erfindungsgemäß hergestellten Bodenbelag anhaften können,
gestaltet sich die Entsorgung erheblich einfacher als bisher, und insbesondere wird
auch das Recycling wesentlich vereinfacht. Die für die Verlegung des erfindungsgemäßen
Bodenbelages aufzuwendenden Kosten sind um mehr als die Hälfte geringer als bei bekannten
verklebten Bodenbelägen.
[0008] Bei einem nach dem Verfahren hergestellten Bodenbelag sind Trägerschicht und Oberbelag
über eine temperaturbedingte Längungen oder Schrumpfungen aufnehmende dimensionsstabile,
durchlässige Einlage innig miteinander verbunden. Die zwischen den beiden Schichten
angeodnete dimensionsstabile Einlage sorgt dafür, daß es zu einer innigen Verbindung
zwischen dem Oberbelag, welcher vorteilhaft aus Polyurethan (PUR) besteht, der dimensionsstabilen
Einlage und der Trägerschicht kommt, wobei große horizontale Kräfte, wie verursacht
aufgrund von thermisch bedingten Dehnungen und Schrumpfungen, aufgenommen werden.
[0009] Ein fester Verbund der vorgenannten Schichten läßt sich auch dann erreichen, wenn
dimensionsstabile Einlagen zur Anwendung kommen, die einen größeren Durchlaß des Polyurethanmaterials
erlauben, als alternativ und vorteilhaft einzusetzende Textilbahnen oder -flächen
(vorzugsweise Glas- oder Polyestergewebe), die gleichwohl eine ausreichende Durchlässigkeit
besitzen. Neben den textilen Einlagen eignen sich weiterhin Drahtgeflechte, Gitter
aus Streckmetall sowie Faserarmierungen, z.B. Glasfasergeflechte. Auch für den Oberbelag
sind neben PUR andere Kunststoffe verwendbar; sie müssen nur mit der Trägerschicht
unter Einschluß der dimensionsstabilen Einlage verbindbar sein. Die Dicke der einzelnen
Schichten bzw. der Einlage ist hierbei weitgehend variabel.
[0010] In zahlreichen Versuchen hat sich bestätigt, daß durch die dimensionsstabile Einlage
eine Längung oder Verwerfung des Bodenbelages unterbunden wird, und auch bei Temperaturschwankungen
werden größere Längenausdehnungen verhindert, so daß keine Blasen in der Laufbahn
entstehen können. Die Einlage nimmt die durch temperaturbedingte Längungen oder Schrumpfungen
entstandenen Kräfte auf, so daß der Bodenbelag stets formstabil bleibt.
[0011] Für den neuartigen Bodenbelag sind noch andere Anwendungsfälle als die eingangs genannten
denkbar. So kann der Belag z.B. für die Abdeckung von Flachdächern eingesetzt werden.
[0012] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung, in der ein in der Zeichnung schematisch dargestelltes
Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung näher erläutert ist.
[0013] Die einzige Figur zeigt einen Schnitt durch einen Bodenbelag 1. Der Bodenbelag 1
besteht aus einer elastischen Trägerschicht 2, einer Einlage 3 und dem Oberbelag 4.
[0014] Im folgenden wird die Herstellung und Verlegung des Bodenbelages 1 näher erläutert.
Die elastische Trägerschicht 2 wird auf dem zu beschichtenden Untergrund 5 ausgelegt.
Auf der Trägerschicht 2 wird dann die Einlage 3 ausgebreitet, die aus einem dimensionsstabilen
Material besteht, vorzugsweise Textilbahnen oder -flächen. Es lassen sich aber auch
andere dimensionsstabile Einlagen 3 verwenden, z.B. Drahtgeflechte, Gitter aus Streckmetall,
Faserarmierungen. Der Oberbelag 4 wird als teigige Kunststoffmasse auf die dimensionsstabile
Einlage 3 aufgetragen und auf dieser verteilt. Die Kunststoffmasse durchdringt dabei
die Einlage 3 so daß sich nach der Aushärtung der Kunststoffmasse eine innige Verbindung
zwischen dem Oberbelag 4, der Einlage 3 und der Trägerschicht 2 ergibt, was - lediglich
zur Veranschauung und stark überbetont - durch die wellenförmigen Linien 6 verdeutlicht
ist. Die dimensionsstabile Einlage 3 nimmt z.B. durch temperaturbedingte Längungen
oder Schrumpfungen entstehende Kräfte auf, so daß der gesamte Bodenbelag 1 formstabil
bleibt und daher nicht mit dem Boden 5 verklebt werden muß.
1. Verfahren zum Herstellen von aus einer elastischen Trägerschicht (2), einem Oberbelag
(4) und einer Einlage (3) zwischen diesen beiden Schichten (2, 4) bestehenden Bodenbelägen
(1), die im Sport- und Spielbereich als Außenbeläge eingesetzt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elastische Trägerschicht (2) kleberlos auf dem Untergrund (5) ausgelegt wird,
dann darauf eine temperaturbedingte Längungen oder Schrumpfungen aufnehmende dimensionsstabile,
durchlässige Einlage (3) ausgebreitet wird, auf die zur Bildung des Oberbelags (4)
eine im Ausgangszustand teigige Kunststoffmasse aufgetragen und verteilt wird, die
die Einlage (3) durchdringt, wobei die teigige Kunststoffmasse nach dem Aushärten
einen innigen Verbund mit der Einlage (3) und der Trägerschicht (2) bildet.
2. Bodenbelag (1), nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 herstellbar, bestehend aus einer
elastischen Trägerschicht (2), einem Oberbelag (4) und einer Einlage (3) zwischen
diesen beiden Schichten (2, 4),
dadurch gekennzeichnet,
daß Trägerschicht (2) und Oberbelag (4) über eine temperaturbedingte Längungen oder Schrumpfungen
aufnehmende dimensionsstabile, durchlässige Einlage (3) innig miteinander verbunden
sind.
3. Bodenbelag nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einlage (3) aus Textilbahnen oder -flächen besteht.
4. Bodenbelag nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einlage (3) aus einem Drahtgeflecht besteht.
5. Bodenbelag nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einlage (3) als Gitter aus Streckmetall ausgeführt ist.
6. Bodenbelag nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einlage (3) aus Faserarmierungen hergestellt ist.
1. A method for producing floor coverings (1) made from an elastic carrier layer (2),
an upper layer (4) and an insert (3) between these two layers (2, 4), which are used
as outer coverings in sports and recreation,
characterised in that
the elastic carrier layer (2) is arranged without adhesive on the base (5), then a
dimensionally stable, permeable insert (3) that is capable of absorbing expansion
or shrinkage under the effects of temperature is spread out thereon and on which a
plastic mass having a doughy consistency in its original state is applied and spread
to form the upper layer (4) and penetrates the insert (3), wherein upon curing the
doughy plastic mass forms a tight bond with the insert (3) and the carrier layer (2).
2. The floor covering (1) produced according to the method cited in claim 1, made from
an elastic carrier layer (2), an upper layer (4) and an insert (3) between these two
layers (2, 4),
characterised in that
carrier layer (2) and upper layer (4) are bonded tightly with one another via a dimensionally
stable, permeable insert (3) that is capable of absorbing expansion or shrinkage under
the effects of temperature.
3. The floor covering according to claim 2,
characterised in that
the insert (3) is made from lengths or pieces of textile.
4. The floor covering according to claim 2,
characterised in that
the insert (3) is made from a wire mesh.
5. The floor covering according to claim 2,
characterised in that
the insert (3) is constructed as a lattice of expanded metal.
6. The floor covering according to claim 2,
characterised in that
the insert (3) is manufactured from fibre reinforcement.
1. Procédé de fabrication de revêtements de sol (1) constitués d'un support (2) élastique,
d'un revêtement supérieur (4) et d'une garniture intérieure (3) entre ces deux couches
(2,4), qui peut être utilisé sur des terrains de sport et de jeux comme revêtement
extérieur,
caractérisé en ce que,
le support (2) élastique est étalé sans adhésif sur le fond (5), puis une garniture
intérieure (3) perméable, à dimensions stables qui prend en compte les allongements
ou les rétractions liées aux températures est étendue sur ce dernier, sur laquelle,
afin de former le revêtement supérieur (4), une masse plastique pâteuse à l'état de
sortie est appliquée et répartie, laquelle traverse la garniture intérieure (3), moyennant
quoi la masse plastique pâteuse forme, après durcissement, une liaison intime avec
la garniture intérieure (3) et le support (2).
2. Revêtement de sol (1), fabriqué selon le procédé de la revendication 1, constitué
d'un support (2) élastique, un revêtement supérieur (4) et une garniture intérieure
(3) entre ces deux couches (2,4),
caractérisé en ce que,
le support (2) et le revêtement supérieur (4)sont reliés l'un à l'autre intimement
par une garniture intérieure (3) perméable, à dimensions stables qui prend en compte
les allongements ou les rétractions liées aux températures.
3. Revêtement de sol selon la revendication 2,
caractérisé en ce que,
la garniture intérieure (3) est constituée de bandes ou de surfaces textiles.
4. Revêtement de sol selon la revendication 2,
caractérisé en ce que,
la garniture intérieure (3) est constituée d'un grillage métallique.
5. Revêtement de sol selon la revendication 2,
caractérisé en ce que,
la garniture intérieure (3) est réalisée comme une grille en métal déployé.
6. Revêtement de sol selon la revendication 2,
caractérisé en ce que,
la garniture intérieure (3) est fabriquée dans une armature en fibres.
