(57) Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anschließen von Heizkörpern an eine Warmwasser-Heizungsanlage.
Der Anschluß besteht aus einem Vorlaufrohr und einem Rücklaufrohr, wobei diese Rohre
in der Gebäudewand oder im Estrich des Bodens verlegt sind. Die Rohre stehen mit ihren
Anschlußbereichen aus der Wand oder dem Estrich hervor, und die Anschlußrohre zum
Heizkörper werden entsprechend den baulichen Gegebenheiten auf Länge geschnitten,
gegebenenfalls gebogen und danach sowohl mit den Anschlüssen des Heizkörpers als auch
mit dem Vorlaufrohr und dem Rücklaufrohr flüssigkeitsdicht verbunden.
Die Erfindung besteht darin, daß vor Einleitung der Verbindungsmaßnahmen ein einteiliges
Rohrbauelement in Form eines U-förmigen Doppelrohrbogens hergestellt wird. Die parallel
verlaufenden Rohrteile dieses Rohrbauelements sind am oberen U-Schenkel über einen
Verbindungsbereich flüssigkeitsdicht miteinander verbunden. Die parallel verlaufenden
Rohrbereiche am unteren U-Schenkel enthalten die Anschlüsse für das Vorlaufrohr und
das Rücklaufrohr. Wenigstens die Rohrteile des oberen U-Schenkels werden durch den
Verbindungsbereich in einem definierten Abstand voneinander gehalten. Zur Herstellung
der Verbindung des Vorlaufrohres und des Rücklaufrohres mit den Anschlüssen des Heizkörpers
wird der Verbindungsbereich des oberen U-Schenkels nach der Verbringung des U-förmigen
Doppelrohrbogens in die Endmontagestellung abgetrennt.
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anschließen von Heizkörpern einer Warmwasser-Heizanlage
an die Warmwasserleitung mit einem Vorlaufrohr und einem Rücklaufrohr, wobei diese
Rohre in der Gebäudewand oder im Estrich des Bodens verlegt sind und mit ihren Anschlußbereichen
aus der Wand oder dem Estrich hervorstehen, und wobei die Anschlußrohre zum Heizkörper
entsprechend den baulichen Gegebenheiten auf Länge geschnitten, gegebenenfalls gebogen
und danach sowohl mit den Anschlüssen des Heizkörpers als auch mit dem Vorlaufrohr
und dem Rücklaufrohr flüssigkeitsdicht verbunden werden.
[0002] Der Anschluß von Heizkörpern erfolgt über Rohrleitungen, die zur Ver- und Entsorgung
des Heizkörpers mit Wärmeenergie als Vorlauf- und Rücklaufleitungen mit diesen verbunden
sind. Dabei dienen zum Umlenken der Rohrleitungen aus der Verlegeebene in die Anschlußebene
Führungsbögen, welche die Rohrleitung wenigstens teilweise umfassen und eine fluchtende
Verbindung der Rohrleitung zu den Anschlußbereichen des Heizkörpers herstellen. Derartige
Führungsbögen bewirken eine Umlenkung der über den Fußboden oder die Gebäudewand verlaufenden
Heizwasserrohre in die Ventilebene des Heizkörpers. Die bekannten Rohrführungsbogen
können drehbar um die Anschlußachse des Ventils ausgebildet sein, um unterschiedliche
Richtungen der anzukoppelnden Vor- und Rücklaufleitungen aufzufangen. Auch ein fester
Achsabstand der Vor- und Rücklaufleitungen entsprechend den Anschlußabständen des
Heizkörpern kann mit diesen Führungsbögen bewirkt werden.
[0003] Eine derartige Heizkörper-Anschlußvorrichtung ist in der DE 91 15 326.3 U 1 beschrieben.
Der dort beanspruchte Rohrführungsbogen ist zweiteilig ausgelegt und besteht aus einer
auf dem Fußboden befestigbaren Grundplatte und einem auf die Grundplatte aufsetzbaren
bogenförmigen Rohrleitungsschuh. Die Grundplatte ist auf ihrer Oberseite mit einem
senkrechten Zapfen ausgebildet, und der Rohrleitungschuh besitzt auf seiner Unterseite
eine zu diesem Zapfen passende runde Ausnehmung. Der Rohrleitungsschuh ist damit auf
der Grundplatte in beliebigen Schwenkstellungen um den Zapfen bewegbar.
[0004] Obwohl mit dieser Vorrichtung unterschiedliche Richtungen der anzukoppelnden Vor-
und Rücklaufleitungen berücksichtigt werden können, sind die Heizkörper-Anschlußarbeiten
ausschließlich nach der herkömmlichen Methode durchzuführen. Diese Methode besteht
darin, daß zunächst der Heizkörper an der Wand montiert wird. Nach dieser Montagearbeit
wird die Schlitzbreite und -höhe entsprechend des Ventilabstandes des Heizkörpers
an der Wand angezeichnet und der Schlitz für die Rohrführung ausgestemmt. Danach werden
die Anschlußrohre in diesem Schlitz über entsprechende Bögen zum Heizkörperanschluß
geführt und mit ihm verbunden. Hierbei kommt es wesentlich auf die Präzision der Bögen
und das maßgenaue Ablängen der Rohre an. In allen Fällen, in denen die Rohrbögen -
z. B. aus Metall - nicht fabrikmäßig hergestellt werden, besteht jedoch keine Gewähr
für die Einhaltung der Wegewinkel und der Stichmaße. Ebenso kann es leicht zu Biegefehlem
kommen, die dann zu Rohrbeschädigungen führen können.
[0005] Die Heizkörper-Anschlußleitungen werden in der Regel mit schnellbindenden Baustoffen
in den geschaffenen Wandschlitz befestigt. Die Anschlußleitungen werden danach mit
den Anschlüssen des Heizkörpers verbunden und dann erfolgt eine Druckprobe, bei der
der Heizkörper - um einen geschlossenen Kreislauf zu erhalten - mit abgedrückt werden
muß.
[0006] Um Nachfolgearbeiten wie Verputzten der Wände und Malerarbeiten fachgerecht durchführen
zu können, müssen die Heizkörper wieder demontiert werden. Hierzu ist es nötig, das
gesamte Heizungssystem, daß vorher abgedrückt worden ist, wieder zu entleeren. Nach
der Demontage des Heizkörpers oder der Heizkörper sind die Heizkörper-Anschlußrohre
bei den geschilderten nachfolgenden Arbeiten schutzlos erheblichen mechanischen Belastungen
ausgesetzt. Hierbei können die Anschlußrohre verbogen, verdreht und verschmutzt werden.
Die Heizkörper lassen sich in der Regel nach Beendigung der Verputz- und Malerarbeiten
erst wieder mit den Anschlußleitungen verbinden, wenn diese im Anschlußbereich entsprechend
gesäubert und gerichtet wurden.
[0007] Hier setzt die Erfindung ein, die es sich zur Aufgabe gestellt hat, ein Verfahren
zum Anschließen von Heizkörpern an Vor- und Rücklaufrohre anzugeben, welches die Nachteile
des Standes der Technik vermeidet und insbesondere alle Biegearbeiten der Anschlußrohre,
die in der Regel aus Metall sind, auf der Baustelle verhindert.
[0008] Erfindungsgemäß wird dazu vorgeschlagen, daß vor Einleitung der Verbindungsmaßnahmen
ein einteiliges Rohrbauelement in Form eines U-förmigen Doppelrohrbogens hergestellt
wird, dessen parallel verlaufende Rohrteile am oberen U-Schenkel über einen Verbindungsbereich
flüssigkeitsdicht miteinander verbunden sind, während die parallel verlaufenden Rohrbereiche
am unteren U-Schenkel die Anschlüsse für das Vorlaufrohr und das Rücklaufrohr enthalten,
daß wenigstens die Rohrteile des oberen U-Schenkels durch den Verbindungsbereich in
einem definierten Abstand voneinander gehalten werden, und daß zur Herstellung der
Verbindung des Vorlaufrohres und des Rücklaufrohres mit den Anschlüssen des Heizkörpers
der Verbindungsbereich des oberen U-Schenkels nach Verbringung des U-förmigen Doppelrohrbogens
in die Endmontagestellung abgetrennt wird.
[0009] Es hat sich dabei als vorteilhaft erwiesen, daß die Rohrteile des oberen U-Schenkels
und die Rohrteile des unteren U-Schenkels über die Basis des U-förmigen Doppelrohrbogens
flüssigkeitsdicht miteinander verbunden werden. Wenn der U-förmige Doppelrohrbogen
nicht aus einem einzigen Stück hergestellt ist, kann diese Verbindung auch durch Schweißen
oder Löten einzelner Rohrlängen und Rohrbogen vorgenommen werden.
[0010] Der erfindungsgemäße U-förmige Doppelrohrbogen kann vorteilhaft maschinell aus einem
Rohrstück hergestellt werden. Der flüssigkeitsdichte Verbindungsbereich am oberen
U-Schenkel bringt den Vorteil, daß damit der Ventilabstand der Heizkörperanschlußöffnungen
jeweils exakt eingehalten wird.
[0011] Nachdem der erfindungsgemäße U-förmige Doppelrohrbogen mit den Vorlauf- und Rücklaufleitungen
über den unteren U-Schenkel flüssigkeitsdicht verbunden sind, ist durch die Gestaltung
des Doppelrohrbogens in Form eines 180°-Bogens ein geschlossener Kreislauf hergestellt,
der eine Druckprobe ohne Heizkörperanbindung möglich macht.
[0012] Damit können für die erforderliche Druckprobe die Rohrleitungen einschließlich der
Heizkörper-Anschlußgarnituren verlegt und fest montiert werden, ohne daß die Heizkörper
mit angeschlossen werden müßten. Die Heizkörper-Anschlußgarnitur kann in den dafür
vorgesehenen Wandschlitz eingebracht, dort festgelegt und der Wandschlitz geschlossen
werden. Dabei können auch in diesem Bereich die erforderlichen Verputz- und Malerarbeiten
abschließend durchgeführt werden.
[0013] Auch die Estricharbeiten können vollständig abgeschlossen werden, da die parallel
verlaufenden Rohrbereiche am unteren U-Schenkel des Doppelrohrbogens flüssigkeitsdicht
mit dem Vorlaufrohr und dem Rücklaufrohr verbunden sind.
[0014] Nach Abschluß dieser gesamten Verlegearbeiten tritt lediglich der Verbindungsbereich
der parallel verlaufenden Rohrteile am oberen U-Schenkel des Doppelrohrbogens aus
der Wand zutage. Da dieser Verbindungsbereich flüssigkeitsdicht ist und da auch die
Rohrbereiche am unteren U-Schenkel des Doppelrohrbogens mit dem Vorlaufrohr und dem
Rücklaufrohr flüssigkeitsdicht verbunden sind, kann die Druckprobe jetzt ohne Heizkörperanschluß
erfolgen. Mit diesem Vorteil wird die Montage, Demontage und anschließende Lagerung
der Heizkörper vermieden. Die Heizkörper müssen damit nicht mehr für die Druckprobe
befüllt und anschließend wieder entleert werden. Die Druckprobe kann damit ohne Verfälschung
durch undichte Anschlußverschraubungen usw. durchgeführt werden.
[0015] Nach dem positiven Abschluß der Druckprobe kann der Heizkörper an einem beliebig
festzulegenden Zeitpunkt montiert werden. Hierzu wird der aus der Wand hervorragende
Verbindungsbereich des oberen U-Schenkels so weit abgetrennt, daß mit den noch aus
der Wand herausragenden Rohrenden der flüssigkeitsdichte Anschluß des nunmehr montierten
Heizkörpers an den entsprechenden Heizkörper-Anschlußstellen möglich ist. Hierbei
ist es von Vorteil, daß durch die maschinelle Fertigung des Doppelrohrbogens die aus
der Wand herausragenden Rohrenden exakt den Ventilabstand der Anschlußbereiche des
Heizkörpers einhalten. Der Heizkörper kann danach ohne nochmalige Durchführung der
Druckprobe betrieben werden.
[0016] Der erfindungsgemäße Doppelrohrbogen vermeidet durch seine maschinelle Herstellung
jede Biegearbeit auf der Baustelle. Dadurch wird beispielsweise eine negative Beeinflussung
des Durchflußquerschnittes der Rohre durch schlechte, abknickende Biegung oder ähnliche
Biegefehler vermieden. Das erfindungsgemäße Verfahren garantiert die exakte Einhaltung
des Ventilabstands der Heizkörper-Anschlußöffnungen, schafft einheitliche Anschlußhöhen
und macht jegliche Nachbearbeitung der Anschlußleitungen überflüssig.
1. Verfahren zum Anschließen von Heizkörpern an eine Warmwasser-Heizanlage mit einem
Vorlaufrohr und einem Rücklaufrohr, wobei diese Rohre in der Gebäudewand oder im Estrich
des Bodens verlegt sind und mit ihren Anschlußbereichen aus der Wand oder dem Estrich
hervorstehen, und wobei die Anschlußrohre zum Heizkörper entsprechend den baulichen
Gegebenheiten auf Länge geschnitten, gegebenenfalls gebogen und danach sowohl mit
den Anschlüssen des Heizkörpers als auch mit dem Vorlaufrohr und dem Rücklaufrohr
flüssigkeitsdicht verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß vor Einleitung der
Verbindungsmaßnahmen ein einteiliges Rohrbauelement in Form eines U-förmigen Doppelrohrbogens
hergestellt wird, dessen parallel verlaufende Rohrteile am oberen U-Schenkel über
einen Verbindungsbereich flüssigkeitsdicht miteinander verbunden sind, während die
parallelverlaufenden Rohrbereiche am unteren U-Schenkel die Anschlüsse für das Vorlaufrohr
und das Rücklaufrohr enthalten, das wenigstens die Rohrteile des oberen U-Schenkels
durch den Verbindungsbereich in einem definierten Abstand voneinander gehalten werden,
und daß zur Herstellung der Verbindung des Vorlaufrohres und des Rücklaufrohres mit
den Anschlüssen des Heizkörpers der Verbindungsbereich des oberen U-Schenkels nach
Verbringung des U-förmigen Doppelrohrbogens in die Endmontagestellung abgetrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrteile des oberen U-Schenkels
und die Rohrteile des unteren U-Schenkels über die Basis des U-förmigen Doppelrohrbogens
flüssigkeitsdicht miteinander verbunden werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung des U-förmigen
Doppelrohrbogens aus einem einzigen Rohrstück vorgenommen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die flüssigkeitsdichte Verbindung
durch Schweißen oder Löten einzelner Rohrlängen und Rohrbögen vorgenommen wird.