[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Mikrowellen-Bauelement mit einer elektromagnetischen
Resonanzanordnung, die wenigstens einen flächig ausgebildeten und der gewünschten
Betriebsfrequenz und Schwingungsausbildung entsprechend berandeten elektrischen Leiter
umfaßt. Derartige Mikrowellen-Bauelemente sind bekannt und werden beispielsweise in
Mikrowellenschaltungen in Streifenleitungstechnik verwendet. Dabei kann der elektrische
Leiter einer derartigen Streifenleitung, der auch eine elektromagnetische Resonanzanordnung
ausbilden kann, in der Weise flächig ausgeformt sein, daß er als Belag auf einem dieelektrischen
Material angeordnet oder als leitendes Blech oder leitende Folie ausgebildet ist.
In jedem Fall ist die Berandung eines derartigen, flächig ausgebildeten elektrischen
Leiters als im wesentlichen linienförmig anzusehen, da bei den üblichen Materialstärken
derartiger elektrischer Leiter, d.h. ihren Abmessungen senkrecht zu den Richtungen
der flächigen Ausbildung, die Flächeninhalte der Berandungen klein gegenüber den Oberflächen
des elektrischen Leiters in den Richtungen der flächigen Ausbildung sind. In diesem
Sinne wird bei der vorliegenden Erfindung stets von einem flächigen elektrischen Leiter
mit linienförmiger Berandung ausgegangen.
[0002] Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf einMikrowellen-Bauelement mit
- einer elektromagnetischen Resonanzanordnung, die wenigstens einen flächig ausgebildeten
und der gewünschten Betriebsfrequenz und Schwingungsausbildung entsprechend berandeten
elektrischen Leiter umfaßt, und
- einer Ausbildung als nicht reziprokes Bauelement dadurch, daß der elektrische Leiter
wenigstens einseitig flächig von ferromagnetischem Material begrenzt ist.
[0003] Derartige Mikrowellen-Bauelemente werden insbesondere in Mikrowellen-Schaltungen
als Zirkulatoren eingesetzt.
[0004] Der beschriebene, flächig ausgebildete elektrische Leiter kann bei einer Streifenleitungsanordnung
parallel zur Oberfläche wenigstens eines weiteren elektrischen Leiters angeordnet
sein; insbesondere kann ein solcher elektrischer Leiter mit seiner flächigen Ausdehnung
zwischen zwei im wesentlichen zueinander parallel angeordneten, weiteren flächigen
Leitern eingefügt sein. Derartige Anordnungen für die Weiterleitung von Mikrowellen
sind im Prinzip bekannt und in dieser prinzipiell bekannten Anordnung für sich genommen
nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
[0005] Bei einer elektromagnetischen Resonanzanordnung, die einen flächig ausgebildeten
elektrischen Leiter umfaßt, wird die Resonanzfrequenz dieser Resonanzanordnung und
die im Resonanzfall sich ausbildende Feldverteilung des elektromagnetischen Feldes
von Form und Abmessungen der Berandung des flächig ausgebildeten elektrischen Leiters
abhängen. Dabei wird beobachtet, daß für eine Verringerung der Resonanzfrequenz derartiger
Resonanzanordnungen die Abmessungen des elektrischen Leiters in den Richtungen seiner
flächigen Ausbildung vergrößert werden müssen. Eine derartige Vergrößerung der Abmessungen
des elektrischen Leiters und damit der elektromagnetischen Resonanzanordnung kann
aber im Widerspruch zu einer Forderung nach geringer Baugröße des betreffenden Mikrowellen-Bauelements
stehen.
[0006] Die Erfindung hat die Aufgabe, eine Absenkung der Resonanzfrequenz der Resonanzanordnung
ohne Vergrößerung ihrer äußeren Abmessungen zu erreichen.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Mikrowellen-Bauelement der eingangs
genannten Art gelöst durch eine Aussparung in der flächigen Ausdehnung des elektrischen
Leiters. Bei einer Ausbildung des Mikrowellen-Bauelements als nicht reziprokes Bauelement
durch eine wenigstens einseitig flächige Begrenzung des elektrischen Leiters mit ferromagnetischem
Material weist dieses feroomagnetische Material erfindungsgemäß in seiner entlang
der flächigen Ausbildung des elektrischen Leiters sich erstreckenden flächigen Ausdehnung
eine Ausparung auf. Damit bleiben die Abmessungen der äußeren Berandung des elektrischen
Leiters und deswegen auch diejenigen der Resonanzanordnung unverändert, auch wenn
die Resonanzfrequenz, d.h. die Betriebsfrequenz der Resonanzanordnung, vermindert
wird. Bei Ausbildung des erfindungsgemäßen Mikrowellen-Bauelements als nicht reziprokes
Bauelement durch das den elektrischen Leiter flächig begrenzende ferromagnetische
Material ergibt sich die Verminderung der Resonanzfrequenz bei unveränderten äußeren
Abmessungen wahlweise durch die Aussparung in dem elektrischen Leiter. dem ferromagnetischen
Material oder in beiden. Die beiden letztgenannten Maßnahmen führen darüberhinaus
auch zu einer spürbaren Verringerung des Volumens des ferromagnetischen Materials
für das erfindungsgemäße Mikrowellen-Bauelement. Dadurch können zusätzlich Gewicht
und Herstellungskosten für das ferromagnetische Material und somit für das erfindungsgemäße
Mikrowellen-Bauelement eingespart werden.
[0008] Bevorzugt kann bei dem erfindungsgemäßen Mikrowellen-Bauelement sowohl der elektrische
Leiter als auch das ferromagnetische Material je eine Aussparung in ihrer flächigen
Ausdehnung aufweisen. Dabei korrespondiert die Aussparung des elektrischen Leiters
in ihrer Umgrenzung entlang der flächigen Ausdehnung wenigstens weitgehend mit der
Aussparung des ferromagnetischen Materials. Insbesondere können diese Aussparungen
deckungsgleich übereinander liegen, zumindest aber einander geometrisch ähnliche Konturen
entlang der flächigen Ausdehnung mit bevorzugt zusammenfallenden Symmetriezentren
aufweisen. Dies ist beispielsweise erfüllt für konzentrische, kreisförmige Aussparungen
gleichen oder unterschiedlichen Durchmessers, Dreiecke mit identischen Winkeln und
zusammenfallenden Schwerpunkten oder dergleichen.
[0009] Vorteilhaft ist die Aussparung in den Richtungen der flächigen Ausbildung des elektrischen
Leiters allseitig von dessen leitendem Material umgeben. In entsprechender Weise umgibt
das ferromagnetische Material in den Richtungen seiner flächigen Ausbildung die Aussparung
allseitig. Dies ermöglicht Verteilungen des elektromagnetischen Feldes, die von denjenigen
des ununterbrochen, d.h. ohne Aussparung flächig ausgebildeten elektrischen Leiters
bzw. ferromagnetischen Materials nur geringfügig verschieden sind. Vorzugsweise wird
dabei erreicht, daß die Resonanzanordnung mit der Aussparung im Resonanzbetrieb denselben
Wellentyp ausbildet wie ohne die Aussparung. Bei einem Mikrowellen-Bauelement der
vorbeschriebenen Art, bei dem die flächige Ausbildung des elektrischen Leiters und/oder
des ferromagnetischen Materials sich im wesentlichen um einen Symmetriepunkt oder
eine Symmetrielinie erstreckt, ist vorteilhaft die Aussparung um den Symmetriepunkt
bzw. auf der Symmetrielinie angeordnet. Dadurch bleiben die für den Betrieb des Mikrowellen-Bauelements
gewünschten Symmetrien auch nach Einfügung der erfindungsgemäß vorgenommenen Aussparung
erhalten. Dies gilt insbesondere, wenn die Aussparung im wesentlichen symmetrisch
bezüglich des Symmetriepunktes bzw. der Symmetrielinie ausgebildet ist.
[0010] Ein bevorzugter Anwendungsfall des erfindungsgemäßen Mikrowellen-Bauelements besteht
in seiner Ausbildung als nichtreziprokes Bauelement, welche Ausbildung insbesondere
dadurch erreicht wird, daß der elektrische Leiter wenigstens einseitig flächig von
ferromagnetischem Material begrenzt ist. Dies kann beispielsweise dadurch vorgenommen
sein, daß der elektrische Leiter flächig auf der Oberfläche eines ferromagnetischen
Körpers angeordnet wird. Im Anwendungsfall für eine Streifenleiteranordnung kann der
ferromagnetische Körper scheibenförmig ausgebildet sein und zwischen dem flächigen
elektrischen Leiter und der Oberfläche des weiteren Leiters eingefügt werden. Auch
eine Schichtanordnung ist möglich, bei der im Zwischenraum zwischen zwei parallelen,
einander zugewandten, elektrisch leitenden Flächen und zu diesen senkrecht aufeinanderfolgend
eine erste ferromagnetische Scheibe, der flächige elektrische Leiter und eine zweite
ferromagnetische Scheibe eingefügt sind.
[0011] In einer bevorzugten Ausbildung kommt das erfindungsgemäße Mikrowellen-Bauelement
in einem Mikrowellen-Zirkulator zum Einsatz. Besonders bei diesem Einsatzfall zeigt
das erfindungsgemäße Mikrowellen-Bauelement eine Reihe von für den praktischen Einsatz
sehr wesentlichen Vorteilen. So wird gegenüber dem Stand der Technik zunächst vermieden,
daß die Resonanzanordnung des Mikrowellen-Zirkulators geometrisch vergrößert wird
und der Zirkulator durch seine Baugröße nicht mehr sinnvoll einsetzbar ist, wenn er
auf eine niedrigere Betriebsfrequenz diemensioniert werden soll. Auch wird der Einsatz
eines geänderten ferromagnetischen Materials mit höherer Sättigungsmagnetisierung
und der damit unabdingbare Einsatz eines stärkeren äußeren Magnetfeldes entbehrlich,
so daß beim Einsatz des Mikrowellen-Zirkulators gemäß der Erfindung größere oder teurere
Magnete nicht erforderlich sind. Vielmehr können diese Bauteile vom Mikrowellen-Zirkulator
der für die ursprüngliche Betriebsfrequenz gewählten Dimensionierung unverändert übernommen
werden. Dadurch werden auch beträchtliche Fertigungskosten eingespart. Dieselben Vorteile
ergeben sich auch dadurch, daß beim erfindungsgemäßen Mikrowellen-Bauelement die äußere
Berandung des flächigen elektrischen Leiters unverändert bleibt. Im übrigen ist durch
die erfindungsgemäße Aussparung im flächigen elektrischen Leiter eine stärkere Absenkung
der Betriebsfrequenz möglich, als dies durch besondere Ausbildungen der Außenberandung
des flächigen elektrischen Leiters oder der diesen enthaltenden elektromagnetischen
Resonanzanordnung möglich wäre.
[0012] Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert, in der
- Fig. 1
- den prinzipiellen Aufbau eines Mikrowellen-Zirkulators mit einem flächigen elektrischen
Leiter,
- Fig. 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäß ausgebildeten elektrischen
Leiter,
- Figuren 3 und 4
- weitere Abwandlungen der Ausbildung des elektrischen Leiters gemäß der Erfindung,
- Fig. 5
- ein Beispiel für eine erfindungsgemäße Ausbildung des Mikrowellen-Zirkulators nach
Fig. 1,
- Figuren 6 bis 8
- Beispiele für Abwandlungen des Mikrowellen-Zirkulators nach Fig. 5 und
- Fig. 9
- eine weitere erfindungsgemäße Abwandlung des Mikrowellen-Zirkulators nach Fig. 1 zeigen.
[0013] Fig. 1 zeigt in der Form einer schematischen, perspektivischen Explosionszeichnung
den schichtförmigen Aufbau eines Mikrowellen-Zirkulators, der mit einem erfindungsgemäßen
Mikrowellen-Bauelement mit einem flächig ausgebildeten elektrischen Leiter 1 aufgebaut
ist. Dieser elektrische Leiter 1 ist in Fig. 1 in der Art eines Bleches mit einer
Oberfläche 2 und einer im Vergleich mit der Größe dieser Oberfläche 2 im wesentlichen
linienförmigen Berandung 3 dargestellt. Zwar stellt der elektrische Leiter 1 streng
genommen einen zylindrischen Körper von sehr geringer Höhe dar, der als Deckelfläche
die Oberfläche 2 und als Bodenfläche eine übereinstimmend geformte, der Oberfläche
2 gegenüberliegende Fläche aufweist sowie eine Mantelfläche sehr geringer Höhe besitzt.
Da die streng genommen flächige Ausbildung der Mantelfläche für die Erläuterung der
vorliegenden Erfindung nicht von Bedeutung ist, wird der elektrische Leiter 1 vereinfacht
als Scheibe mit einer Oberfläche 2 und mit einer linienförmigen Berandung 3 anstelle
der mantelflächenförmigen Berandung betrachtet.
[0014] In zur Richtung der flächigen Ausbildung des elektrischen Leiters 1 senkrechter Richtung,
d.h. in Richtung senkrecht zur Oberfläche 2, sind an den elektrischen Leiter 1 schichtförmig
weitere Bauteile angefügt, und zwar in beiden Richtungen ausgehend vom elektrischen
Leiter 1 zunächst je eine Scheibe 4 bzw. 5 aus ferromagnetischem Material (oder bevorzugt:
Ferrit), je eine Polscheibe 6 bzw. 7 und je ein ebenfalls scheibenförmig ausgebildeter
Magnet 8 bzw. 9. Durch die Magnete 8, 9 wird die Schichtstruktur aus Polscheiben 6,
7, Scheiben 4, 5 aus ferromagnetischem Material (bzw. Ferritscheiben) und elektrischem
Leiter 1 von einem homogenen, zeitlich konstanten Magnetfeld durchsetzt. In Fig. 1
ist der elektrische Leiter 1 zunächst ohne Aussparung dargestellt; Fig. 1 repräsentiert
somit die Ausbildung des Mikrowellen-Zirkulators für eine bestimmte, "hohe" Betriebsfrequenz
(d.h. "hohe" Resonanzfrequenz).
[0015] Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf den elektrischen Leiter 1, wie er für den Mikrowellen-Zirkulator
gemäß Fig. 1 nach Lehre der vorliegenden Erfindung zur Absenkung der Betriebsfrequenz
mit einer Aussparung 10 ausgebildet sein kann. Der elektrische Leiter 1 in Fig. 1
und Fig. 2 ist dabei vereinfachend schematisch kreisscheibenförmig dargestellt; die
Aussparung 10 ist ebenfalls kreisförmig berandet und mit der Berandung 3 des elektrischen
Leiters 1 konzentrisch angeordnet. Durch entsprechende Dimensionierung des Durchmessers
der Aussparung 10 kann die Resonanzfrequenz beeinflußt werden. Dabei wird wenigstens
in einem bestimmten Abmessungsbereich für den Durchmesser der Aussparung 10 die Resonanzfrequenz
in gleichem Maße abnehmen, wie der Durchmesser der Aussparung 10 zunimmt.
[0016] In den Figuren 1 und 2 weist der elektrische Leiter 1 die für seinen Einsatz in einem
Mikrowellen-Zirkulator angefügten drei Anschlußleitungen 11, 12, 13 auf, die ebenfalls
in Form einer Streifenleitung ausgebildet sind. In der sehr schematischen Darstellung
der Figuren 1 und 2 sind diese Anschlußleitungen 11, 12, 13 übereinstimmend dimensioniert
und gleichmäßig über den Umfang des kreisscheibenförmigen elektrischen Leiters 1 verteilt.
Für einen Einsatz des erfindungsgemäßen Mikrowellen-Bauelements in einer anderen Anwendung
als dem beschriebenen Mikrowellen-Zirkulator können selbstverständlich die Anschlußleitungen
in veränderter Anzahl und Anordnung vorliegen.
[0017] Die Figuren 3 und 4 zeigen in einer der Figur 2 entsprechenden Darstellung weitere
Ausführungsbeispiele für die Gestaltung des elektrischen Leiters 1 gemäß der Erfindung.
Auch diese elektrischen Leiter 1 sind für den Einsatz in einem Mikrowellen-Zirkulator
vorgesehen; mit den Ausführungsbeispielen in den Figuren 1 und 2 übereinstimmende
Elemente sind wieder mit denselben Bezugszeichen versehen. Der elektrische Leiter
1 weist hier eine äußere Berandung 3 auf, die in ihrer Grundform eine Kreisscheibe
mit einem geometrischen Mittelpunkt 14 bildet. In der Umgebung der Einmündungen der
Anschlußleitungen 11, 12, 13 in den elektrischen Leiter 1 ist dessen Berandung in
Form eines gleichseitigen Dreiecks abgeplattet, wobei die Einmündung (dritten) Anschlußleitung
13 in den elektrischen Leiter 1 trichterartig erweitert ist. Durch diese Erweiterung
wird unter anderem eine verbesserte Wellenwiderstandsanpassung erzielt. Die Anschlußleitungen
11, 12, 13 sind darüberhinaus in unterschiedlicher Breite zur Bildung unterschiedlicher
Wellenwiderstände ausgeführt.
[0018] Die Ausbildungen der elektrischen Leiter 1 nach den Figuren 3 und 43 unterscheiden
sich in der geometrischen Form der Berandung der Aussparung 10. Während in Figur 3
die Aussparung 10 kreisförmig berandet ist und konzentrisch zu den kreisförmigen Abschnitten
der Berandung 3 des elektrischen Leiters 1 liegt, ist die Berandung der Aussparung
10 in Fig. 4 in der Form eines gleichseitigen Dreiecks ausgeführt, dessen Seiten parallel
zu den Abplattungen der äußeren Berandung im Bereich der Einmündungen der Anschlußleitungen
11, 12, 13 geführt sind und dessen Schwerpunkt mit dem geometrischen Mittelpunkt 14
des elektrischen Leiters 1 zusammenfällt. In einer Abwandlung des Ausführungsbeispiels
nach Fig. 4 können die Ecken der dreieckförmigen Aussparung 10 auch verrundet sein,
um insbesondere ohm'sche Verluste zu vermindern.
[0019] Darüberhinaus sind auch Aussparungen anderer geometrischer Formen möglich. Allen
gemeinsam ist die einfache Herstellbarkeit im selben Fertigungsschritt wie demjenigen
des elektrischen Leiters 1. Da außer diesem alle übrigen Bauteile des erfindungsgemäßen
Mikrowellen-Bauelements durch die Dimensionierung für eine andere Betriebsfrequenz
nicht berührt werden, ist eine einfache, standardisierbare Auslegung auf unterschiedliche
Betriebsfrequenzen mit äußerst geringem Fertigungsaufwand möglich. Insbesondere muß
das erfindungsgemäße, eine Resonatoranordnung umfassende Mikrowellen-Bauelement in
einer äußeren Berandung nicht verändert werden, und auch seine Hochfrequenz-Übertragungseigenschaften
bleiben unverändert.
[0020] In Fig. 5 ist eine andere erfindungsgemäße Ausbildung des in Fig. 1 schematisch dargestellten
Mikrowellen-Zirkulators wiedergegeben, wobei bereis beschriebene Elemente wieder mit
identischen Bezugszeichen versehen sind. In Fig. 5 sind zusätzlich zu der Ausbildung
des elektrischen Leiters 1 mit seiner Aussparung 10 auch Aussparungen 15 bzw. 16 im
ferromagnetischen Material 4 bzw. 5 vorgesehen. Im Beispiel nach Fig. 5 sind dazu
die Scheiben 4 bzw. 5 aus dem feroomagnetischen Material in der Weise durchbrochen,
daß diese die Aussparungen bildenden Durchbrüche konzentrisch und wenigstens weitgehend
mit deckungsgleicher Berandung auf der Aussparung 10 im elektrischen Leiter 1 zu liegen
kommen. In Fig. 6 ist diese Lage der Scheibe 4 aus ferromagnetischem Material mit
ihrer Aussparung 15 relativ zum elektrischen Leiter 1 durch eine strichpunktierte
Linie schematisch dargestellt.
[0021] Fig. 7 zeigt in entsprechender Weise den in Fig. 3 dargestellten elektrischen Leiter
1 mit ebenfalls durch eine strichpunktierte Linie in ihren Konturen angedeuteter Scheibe
4 aus ferromagnetischem Material, und Fig. 8 zeigt den elektrischen Leiter 1 in der
Ausbildung der Fig. 4 mit einer strichpunktiert angedeuteten Scheibe 4 aus ferromagnetischem
Material, deren Aussparung 15 der Kontur der Aussparung 10 gemäß Fig. 4 angepaßt ist.
In Abwandlung der Aussparung 15 in der Scheibe 4 aus ferromagnetischem Material gemäß
Fig. 6 weist die Aussparung 15 in der Ausbildung gemäß Fig. 7 einen gegenüber der
Aussparung 10 im elektrischen Leiter 1 vergrößerten Durchmesser auf, wodurch auch
eine erhöhte Einsparung an ferromagnetischem Material erzielt werden kann. In Fig.
8 ist die Aussparung 15 in der Scheibe 4 der Dreiecksform der Aussparung 10 im elektrischen
Leiter 1 angepaßt. Die in den Figuren 6 bis 8 nicht dargestellte Scheibe 5 kann bevorzugt
identisch zur Scheibe 4 ausgeführt sein. Darüberhinaus sind auch für die Ausbildung
der Aussparungen 15 bzw. 16 im ferromagnetischen Material andere als die dargestellten
geometrischen Formen möglich.
[0022] Eine Abwandlung dieser Anordnungen zeigt Fig. 9, in welcher nur die in der Darstellung
untere Scheibe 5 aus feroomagnetischem Material eine Aussparung 16 aufweist, wo hingegen
sowohl die obere Scheibe 4 als auch der elektrische Leiter 1 ohne Aussparung ausgeführt
sind. In weiterer Abwandlung kann auch nur die obere Scheibe 4 eine Aussparung aufweisen,
oder eine der Scheiben 4,5 und der elektrische Leiter 1 weisen je eine Aussparung
auf. Auch können die Aussparungen 15,16 im ferromagnetischen Material als Vertiefungen,
nicht - wie dargestellt - als Durchbrüche ausgebildet sein.
1. Mikrowellen-Bauelement mit einer elektromagnetischen Resonanzanordnung, die wenigstens
einen flächig ausgebildeten und der gewünschten Betriebsfrequenz und Schwingungsausbildung
entsprechend berandeten elektrischen Leiter umfaßt,
gekennzeichnet durch eine Aussparung in der flächigen Ausdehnung des elektrischen Leiters.
2. Mikrowellen-Bauelement nach Anspruch 1, nach Anspruch 7 in Verbindung mit Anspruch
1, nach Anspruch 8 in Verbindung mit den Ansprüchen 7 und 1 oder nach Anspruch 9 in
Verbindung mit den Ansprüchen 8,7 und 1,
gekennzeichnet durch eine Ausbildung als nicht reziprokes Bauelement dadurch, daß der elektrische Leiter
wenigstens einseitig flächig von ferromagnetischem Material begrenzt ist.
3. Mikrowellen-Bauelement mit
- einer elektromagnetischen Resonanzanordnung, die wenigstens einen flächig ausgebildeten
und der gewünschten Betriebsfrequenz und Schwingungsausbildung entsprechend berandeten
elektrischen Leiter umfaßt, und
- einer Ausbildung als nicht reziprokes Bauelement dadurch, daß der elektrische Leiter
wenigstens einseitig flächig von ferromagnetischem Material begrenzt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das ferromagnetische Material in seiner entlang der flächigen Ausbildung des
elektrischen Leiters sich erstreckenden flächigen Ausdehnung eine Aussparung aufweist.
4. Mikrowellen-Bauelement nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Leiter in seiner flächigen Ausdehnung eine Aussparung aufweist.
5. Mikrowellen-Bauelement nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung des elektrischen Leiters in ihrer Umgrenzung entlang der flächigen
Ausdehnung wenigstens weitgehend mit der Aussparung des ferromagnetischen Materials
korrespondiert.
6. Mikrowellen-Bauelement nach Anspruch 3,4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das ferromagnetische Material in den Richtungen seiner flächigen Ausbildung die
Aussparung allseitig umgibt.
7. Mikrowellen-Bauelement nach Anspruch 1 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung in den Richtungen der flächigen Ausbildung des elektrischen Leiters
allseitig von dessen leitendem Material umgeben ist.
8. Mikrowellen-Bauelement nach Anspruch 5,6 oder 7, bei dem die flächige Ausbildung des
elektrischen Leiters und/oder des ferromagnetischen Materials sich im wesentlichen
um einen Symmetriepunkt oder eine Symmetrielinie erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung um den Symmetriepunkt bzw. auf der Symmetrielinie angeordnet ist.
9. Mikrowellen-Bauelement nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung im wesentlichen symmetrisch bezüglich des Symmetriepunktes bzw.
der Symmetrielinie ausgebildet ist.
10. Mikrowellenzirkulator,
gekennzeichnet durch ein Mikrowellen-Bauelement nach einem der Ansprüche 2 bis 9.