[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches Drahtheizelement, insbesondere
ein Wendel-Drahtheizelement für einen Haartrockner, mit einem aus wenigstens einer
Trägerplatte bestehenden Heizleiterträger, einem Heizleiterdraht, der beispielsweise
auf die äußeren Kanten des Heizleiterträgers aufgewickelt ist, mit ersten und zweiten
Kontaktelementen, sowie elektrischen Verbindungselementen zwischen den ersten und
zweiten Kontaktelementen. Die ersten Kontaktelemente sind dabei als Spannungsabgriff,
insbesondere als Mitten- und/oder Endabgriff, mit dem Heizleiter elektrisch verbunden.
Die zweiten Kontaktelemente sind an dem Heizleiterträger befestigt und zur Spannungsversorgung
des Heizelements und/oder zur elektrischen Verbindung des Heizelements mit weiteren
elektrischen Bauelementen, beispielsweise zur Spannungsversorgung eines Gleichstrommotors
vorgesehen, wobei die ersten und zweiten Kontaktelemente an verschiedenen, nahezu
frei wählbaren Stellen mit dem Heizleiter verbindbar, bzw. an dem Heizleiterträger
befestigbar sind.
[0002] Aus der DE-36 16 405 ist ein Heizkörper mit den oben genannten Merkmalen bekannt.
Der Heizleiterträger dieses Heizkörpers besteht aus zwei Trägerplatten, welche kreuzförmig
zueinander angeordnet sind. An den Trägerplatten sind mehrere Spannungsabgriffe als
erste Kontaktelemente angeordnet, wobei jeweils ein Ende eines Spannungsabgriffs,
welcher mit einem Schlitz versehen ist, elektrisch mit dem Heizleiterdraht verbunden
ist. Das andere Ende des Spannungsabgriffs ist im Inneren des Wendel-Drahtheizelementes
angeordnet. Weiterhin sind an den Trägerplatten zweite Kontaktelemente vorgesehen,
welche mit ihrem einen Ende an einer Stirnseite einer Trägerplatte enden. Hier kann
beispielsweise die Spannungsversorgung des Heizelementes und/oder auch eine Spannungsversorgung
eines weiteren elektrischen Verbrauchers, wie beispielsweise eines Gleichstrommotors
erfolgen. Das jeweils andere Ende der zweiten Kontaktelemente endet ebenfalls in dem
von der Drahtwendel gebildeten Innenraum. Die beiden innenliegenden Enden der ersten
und zweiten Kontaktelemente werden üblicherweise durch einen elektrischen Leiter,
beispielsweise eine Litze oder ein anderes elektrisches Bauteil miteinander verbunden.
Die Lage und Ausbildung der ersten und zweiten Kontaktelemente ist dabei jeweils von
der Größe der Trägerplatten, von der Leistung des Heizkörpers oder weiteren Merkmalen
abhängig und für jeden Heizungstyp individuell festgelegt.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind weiterhin elektrische Drahtheizelemente bekannt, welche
anstelle der oben beschriebenen Unterscheidung der ersten und zweiten Kontaktelemente
sowie der diese beiden verbindenden elektrischen Leiter eine alternative Ausführungsform
der Kontaktelemente enthalten. So kann beispielsweise ein erstes und zweites Kontaktelement
als einstückiges Blechstanzteil ausgebildet sein, d.h. daß das erste, das zweite Kontaktelement
und das Verbindungselement aus einem einzigen Blech bestehen. Dies bedeutet jedoch,
daß zur Herstellung verschiedener Heizelemente für unterschiedliche Bauarten von Haartrocknern
die unterschiedlichsten Kontaktelemente, je nach Heizungsgröße, Leistung, Anzahl der
Anschlüsse, etc. erforderlich sind.
[0004] Bei den oben beschriebenen Heizelementen, insbesondere für einen elektrischen Haartrockner
hat sich herausgestellt, daß zum einen für die Kontaktierung des Heizleiterdrahtes
und zum anderen für die Verbindung zu einem zweiten Kontaktelement, beispielsweise
zur Spannungsversorgung des Heizleiters, die vielfältigsten Ausführungsformen, -arten
und Größen von Kontaktelementen erforderlich sind. Dies bedingt für die Herstellung
von Heizelementen, bzw. Haartrocknern eine umfangreiche Lagerhaltung verschiedenartigster
Kontaktelemente, da selbst ein und derselbe Haartrocknertyp für unterschiedliche Netzspannungswerte
in verschiedenen Ländern mit verschiedenen Spannungsabgriffen bzw. mit Spannungsabgriffen
an verschiedenen Stellen des Heizleiterdrahtes ausgerüstet werden muß.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die ersten und zweiten Kontaktelemente
und die elektrischen Verbindungen zwischen denselben zu verbessern und zu vereinfachen,
d.h. die Vielfalt der bislang erforderlichen unterschiedlichen Ausführungsformen und
-arten der Kontaktelemente zu reduzieren und eine einfache Anpassung des Heizelementes
an die jeweilige Motorspannung zu ermöglichen und somit das Drahtheizelement preisgünstiger
herzustellen.
[0006] Entsprechend der Erfindung wird diese Aufgabe bei einem elektrischen Drahtheizelement
der eingangs genannten Art durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs
1 gelöst, in dem die ersten und zweiten Kontaktelemente als standardisierte Kontaktelemente
mit Standardvarianten und nur die elektrischen Verbindungselemente zwischen den ersten
und zweiten Kontaktelementen als individualisierte, insbesondere als individuell angepaßte
Verbindungselemente vorgesehen sind. Die ersten und zweiten Kontaktelemente sind dabei
auch als Standardbauteile mit Standardvarianten einsetzbar, so daß ein erstes Kontaktelement,
beispielsweise ein Spannungsabgriff, als Einfach- oder als Doppelabgriff ausgebildet
sein kann; ein Doppelabgriff ist vorteilhafterweise einsetzbar bei einer bifilaren
Wicklung des Heizleiterdrahtes. Vorteilhafterweise wird durch diese Standardisierung,
bzw. Vereinheitlichung die bislang erforderliche Anzahl unterschiedlicher erster und
zweiter Kontaktelemente auf wenigstens zwei unterschiedlich gestaltete Bauteile reduziert.
Diese Kontaktelemente können nun in großen Stückzahlen hergestellt und für die verschiedenartigsten
Drahtheizelemente in verschiedenen Baugrößen, für verschiedene Heizleistungen und
verschiedenen Netzspannungen oder ähnliche unterschiedliche Anforderungen als Standardbauteil
verwendet werden. Lediglich die elektrischen Verbindungselemente zwischen den ersten
und zweiten Kontaktelementen werden als individualisierte, insbesondere als individuell
angepaßte Bauteile vorgesehen. Dadurch wird die Anzahl der für unterschiedliche Drahtheizelemente
erforderlichen Bauteile auf wenigstens zwei standardisierte Kontaktelemente und ein
individuell angepaßtes Verbindungselement reduziert. Damit wird vorteilhafterweise
eine universelle, modulare Bauweise und automatisierbare Fertigung der elektrischen
Drahtheizelemente mit unterschiedlicher elektrischer Leistung und Baugröße, sowie
auch Netz-, bzw. Motorspannung mit standarisierten elektrischen Bauteilen vorgeschlagen.
[0007] In einer Weiterbildung der Erfidung sind die elektrischen Verbindungselemente aus
Blech, Draht, oder einem ähnlichen Vormaterial hergestellt, insbesondere können diese
Verbindungselemente als Drahtbrücken ausgebildet sein. Damit wird vorteilhafterweise
eine preisgünstige Ausführung der Verbindungselemente aus Blechband oder aus Draht
angegeben, welche in beliebiger Länge von beispielsweise einer Blechband - oder Draht-Rolle
abgetrennt werden können.
[0008] Eine vorteilhafte Ausführung sieht vor, eine Drahtbrücke aus einem geraden Stück
Draht zu bilden, wobei dieser die kürzeste Verbindung zwischen einem ersten und dem
korrespondierenden zweiten Kontaktelement darstellt. Durch die Verwendung eines geraden
Drahtes wird vorteilhafterweise nur die tatsächlich erforderliche Länge zwischen den
beiden Kontaktelementen benötigt, wodurch bei der Herstellung eines Heizelementes
in großen Stückzahlen ebenfalls eine Einsparmöglichkeit geschaffen ist. Weiterhin
ist durch die Verwendung eines Drahtes anstelle der bislang auch häufig verwendeten
Drahtlitzen ein nur geringer Platzbedarf für diese Drahtbrücke innerhalb des Heizelements
erforderlich, da Drahtlitzen bislang auch in Schleifenform verlegt wurden.
[0009] Die Drahtbrücke wird durch Stecken, Klemmen, Löten oder Schweißen mit den Kontaktelementen
verbunden; insbesondere wird die Drahtbrücke mittels Laserschweißen befestigt, wodurch
eine besonders schnelle Herstellung einer haltbaren Verbindung und ein für die Großserienfertigung
geeignete vollautomatisierbare Befestigung vorgeschlagen ist.
[0010] In einer Weiterbildung sind die ersten Kontaktelemente als standardisierte Kontaktelemente
mit Standardvarianten in Form eines Einzel- oder Doppel-Spannungsabgriffs ausgebildet.
Dadurch werden vorteilhafterweise nur zwei verschiedene Gestaltungsformen der ersten
Kontaktelemente vorgeschlagen, welche je nach Verwendungszweck als Mitten- und/oder
als Endabgriff, beispielsweise auch als Spannungsabgriff zur Bereitstellung einer
Motorspannung mit dem Heizleiterdraht verbindbar sind. Die Ausbildung der Kontaktelemente
als Blechstanzteil ermöglicht u.a. auch die einfache einstückige Ausbildung von Klemmlaschen
an dem Kontaktelement, welche zur Befestigung der Kontaktelemente in Öffnungen der
Trägerplatte verwendbar sind.
[0011] In einer Weiterbildung der zweiten Kontaktelemente sind diese ebenfalls als standardisierte
Kontaktelemente in Standardvarianten, beispielsweise als Einzel- oder auch Verbund-Kontaktelement
vorgesehen. Vorteilhafterweise wird durch die standardisierte Form der Kontaktelemente
die Anzahl verschiedener Ausführungsformen spürbar reduziert. In einer besonders vorteilhaften
Ausbildung des elektrischen Drahtheizelementes, welche auch eine eigenständige Erfindung
darstellen kann, wird ein zweites Kontaktelement in Form eines Verbund-Kontaktelementes
vorgeschlagen, welches vorteilhafterweise je nach Erfordernis den Einsatz und die
Montage mehrerer elektrischer und/oder elektronischer Bauteile sowie den Anschluß
verschiedener erster Kontaktelemente an diesem einen standardisierten Kontaktelement
ermöglicht.
[0012] Ein solches Verbund-Kontaktelement weist mehrere Kontaktfahnen auf, wobei eine Kontaktfahne
jeweils eine elektrische Verbindung zwischen einem Heizleiter und einem weiteren elektrischen
Bauelement, beispielsweise einer Diode, einem Kondensator oder einem Gleichstrommotor,
darstellt. Dadurch wird vorteilhafterweise einerseits jedem ersten Kontaktelement
eine Kontaktfahne eines zweiten Kontaktelementes zugeordnet und andererseits eine
Verbindung eines zweiten Kontaktelements zur Spannungsversorgung oder auch zum Anschluß
eines elektrischen Verbrauchers, beispielsweise des Gleichstrommotors ermöglicht.
[0013] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Kontaktfahnen eines Verbund-Kontaktelementes
in zwei Gruppen unterteilt und diese Gruppen sind spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet
und durch eine Symmetrieachse voneinander getrennt. Das im wesentlichen plattenförmige
Verbund-Kontaktelement ist üblicherweise so montiert, daß die Symmetrieachsen des
Verbund-Kontaktelementes und der Trägerplatte zusammenfallen, so daß je eine Gruppe
der Kontaktfahnen einer Außenkante der Trägerplatte zugeordnet ist. Damit kann vorteilhafterweise
je eine elektrische Verbindung von den Kontaktfahnen einer Gruppe zu den Kontaktstellen
des Heizleiterdrahtes erfolgen, welche auf der korrespondierenden Außenkante der Trägerplatte
verläuft, und welche den Kontaktfahnen am nächsten zugeordnet ist. Die Kontaktfahnen,
welche auf der anderen Seite der Symmetrieachse angeordnet sind, werden sinngemäß
mit dem auf der gegenüberliegenden Außenkante der Trägerplatte verlaufenden Heizleiterdraht
verbunden.
[0014] Das Verbund-Kontaktelement ist üblicherweise auf einer Seite eines Heizleiterträgers,
insbesondere einer mit Öffnungen versehenen Trägerplatte angeordnet. In einer Weiterbildung
des Drahtheizelementes sind die Kontaktfahnen so ausgebildet, insbesondere abgewinkelt,
daß die Verbindungselemente, insbesondere die Drahtbrücken auf beiden Seiten der Trägerplatte
anbringbar und mit den Kontaktfahnen verbindbar sind. Dazu ist selbstverständlich
in der jeweiligen Trägerplatte an der Kontaktstelle der Kontaktfahne eine fensterartige
Öffnung zur Durchführung der Kontaktfahne vorgesehen. Dadurch kann vorteilhafterweise,
trotz der Anbringung des Verbund-Kontaktelementes auf einer Seite der Trägerplatte,
ein Anschluß der Verbindungselemente von beiden Seiten der Trägerplatte erfolgen.
Je nach Lage der Kontaktstelle, an welcher das Verbindungselement mit dem Heizdraht
verbindbar ist, können die Drahtbrücken somit vorteilhafterweise kreuzungsfrei zwischen
den ersten und zweiten Kontaktelementen befestigt werden.
[0015] In einer besonderen Ausbildung weist ein Verbund-Kontaktelement wenigstens zwei Kontaktstellen,
beispielsweise Klemmschlitze, zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Bauteile
auf. Diese Kontaktstellen, beispielsweise Klemmschlitze sind insbesondere an den Kontaktfahnen
des Verbund-Kontaktelementes so angeordnet, daß die Kontaktfahnen einerseits eine
elektrische Verbindung zwischen zwei Anschlußpunkten und andererseits auch wahlweise
eine Aufnahme der elektrischen und/oder elektronischen Bauteile ermöglichen. Die Klemmschlitze
zur Aufnahme und Befestigung der elektrischen und/oder elektronischen Bauteile können
dabei aus einem geraden Schlitz mit einer Bohrung an jedem Ende bestehen, wodurch
vorteilhafterweise die Drahtfüße eines elektrischen und/oder elektronischen Bauteils
von einer Seite in den Schlitz eingesteckt und geklemmt, jedoch nicht mehr herausgezogen
werden können. Somit ist eine schnelle mechanische und elektrische Verbindung zwischen
dem Bauteil und dem Verbund-Kontaktelement hergestellt.
[0016] In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen,
daß jeweils zwei Kontaktstellen, beispielsweise Klemmschlitze auf einer Kontaktfahne
angeordnet sind und daß zwischen diesen beiden Kontaktstellen eine Querschnittsverengung
der Kontaktfahne, insbesondere zur Unterbrechung der elektrischen Verbindung zwischen
den beiden Kontaktstellen vorgesehen ist. Durch eine solche Unterbrechung einer Kontaktfahne
wird vorteilhafterweise ein ursprünglich standardisiertes Kontaktelement, insbesondere
ein Verbund-Kontaktelement, individualisiert und auf den jeweiligen Anwendungsfall
angepaßt. Somit eine Möglichkeit für den individuellen Einsatz eines standardisierten
Bauteiles gegeben.
[0017] In einer weiteren Ausbildung der Erfindung wird die Kontaktfahne, welche mit einem
elektrischen oder elektronischen Bauteil bestückt ist, zwischen den beiden Kontaktstellen,
insbesondere an der Querschnittsverengung unterbrochen. Dies kann vorteilhafterweise
durch ein einfaches Durchtrennen der Kontaktfahne mittels einer Zange oder eines anderen
Schneidwerkzeuges an der vorherbestimmten Stelle erfolgen. Eine elektrische Verbindung
zwischen den beiden Kontaktstellen einer Kontaktfahne kann somit nur noch über das
elektrische oder elektronische Bauteil erfolgen.
[0018] In einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die Trägerplatten mit
einer Kennzeichung, insbesondere einer fortlaufenden Nummerierung versehen sind. Da
diese Trägerplatten meist eine ähnliche Ausbildung, insbesondere eine ähnliche Form
und ein ähnliches Lochbild aufweisen, ist die Verwechslungsgefahr dieser Platten,
beispielsweise bei der Montage eines aus mehreren Platten bestehenden Heizleiterträgers
deutlich reduziert.
[0019] Die Kennzeichnung der Trägerplatten ist eine maschinenlesbare Kennzeichnung und erfolgt
insbesondere durch eine unterschiedliche Anzahl von Bohrungen gleichen Durchmessers
in den Trägerplatten. Damit können diese Kennzeichnungen beispielsweise durch Stanzen
während des Herstellvorgangs vollautomatisiert und sicher in die Trägerplatten eingebracht
werden. Vorteilhafterweise kann auch eine solche Kennzeichnung durch ein bestimmtes
Lochbild eine automatische Erkennung der Trägerplatte in einer vollautomatisierten
Fertigung ermöglichen.
[0020] Die Erfindung umfaßt auch einen elektrischen Haartrockner, welcher ein elektrisches
Drahtheizelement mit einem der oben beschriebenen Merkmale ausgestattet ist. Vorteilhafterweise
ermöglicht der oben beschriebene modulare Aufbau eines Drahtheizelementes auch eine
automatisierte und somit einfache und preisgünstige Fertigung eines kompletten elektrischen
Haartrockners.
[0021] Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die in den Zeichnungen
näher dargestellt sind, dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten
Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig
von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen und deren Rückbeziehung.
[0022] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine erste Trägerplatte für einen Heizleiterträger mit den ersten und zweiten Kontaktelementen
als Standardbauteile in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine zweite Trägerplatte ähnlich der in Fig. 1 mit einem Thermoschalter,
- Fig. 3
- eine dritte Trägerplatte ähnlich der in Fig. 1 mit einem zweiten, als Verbund ausgeführten
Kontaktelement,
- Fig. 4
- ein Verbund-Kontaktelement in der Draufsicht und
- Fig. 5
- ein elektrisches Drahtheizelement in perspektivischer Darstellung.
[0023] Eine Trägerplatte 1 (Fig. 1) ist an ihren Längskanten mit Einkerbungen 4 versehen,
über die der der Übersichtlichkeit halber nicht gezeigte Heizleiterdraht gewickelt
wird. Schlitze 5 und 6 sind zum Einführen weiterer Trägerplatten 2 und 3 vorgesehen,
wobei alle drei Trägerplatten 1, 2 und 3 zusammen einen Heizleiterträger für ein erfindungsgemäßes
elektrisches Drahtheizelement bilden. In Öffnungen 7, nahe dem Randbereich sind die
ersten und zweiten Kontaktelemente 8 und 9 an der Trägerplatte 1 befestigt. Die beiden
ersten Kontaktelemente 8 und 13 sind als Einzel-Spannungsabgriff vorgesehen. Die zweiten
Kontaktelemente 9 und 14 an der rechten Stirnseite der Trägerplatte 1 sind zur elektrischen
Verbindung des Drahtheizelementes in einem elektrischen Gerät, beispielsweise einem
Haartrockner ausgebildet. Dabei kann ein elektrischer Leiter als Verbindung zu einem
Netzspannung führenden Schalter auf die zweiten Kontaktelemente 9 und 14 aufgesteckt,
geklemmt, gelötet oder geschweißt sein. Zwischen den ersten Kontaktelementen 8 und
13 und den zweiten Kontaktelementen 9 und 14 ist jeweils ein Verbindungselement 10
und 15 in Form einer geraden Drahtbrücke angeordnet, welche beispielsweise mit Punktschweißverbindungen
11 und 12 an dem jeweils ersten und zweiten Kontaktelement 8 und 9 fest verbunden
ist. An dem, den zweiten Kontaktelementen 9 und 14 gegenüberliegenden Randbereich
der Trägerplatte 1 sind zwei Gruppen von Bohrungen als Kennzeichnung der einzelnen
Stege der Trägerplatte vorgesehen. Diese Kennzeichnungen 16, 17 sind so ausgewählt,
daß ein komplett montierter Heizleiterträger in Umfangsrichtung gesehen eine fortlaufende
Nummerierung der einzelnen Stege der Trägerplatten 1, 2, 3 aufweist.
[0024] Eine weitere Trägerplatte 2 (Fig. 2) ist mit zwei ersten Kontaktelementen 18, 19
als Einzel- und Doppel-Spannungsabgriff und zwei zweiten Kontaktelementen 20, 21 zur
Verbindung mit einem Netzspannung führenden Schalter an der Stirnseite der Trägerplatte
2 versehen. Zwischen dem ersten und zweiten Kontaktelement 18 und 20 ist eine ebenfalls
gerade Drahtbrücke 22 eingeschweißt. Zwischen dem ersten Kontaktelement 19 und dem
zweiten Kontaktelement 21 ist ein Thermoschalter 24 in der Drahtbrücke 23 vorgesehen.
[0025] Die Trägerplatte 3 (Fig. 3) unterscheidet sich in ihrer Form unwesentlich von den
Trägerplatten 1 und 2, sie weist jedoch ein besonders vorteilhaftes zweites Kontaktelement
29 in Form eines Verbund-Kontaktelements auf. Dieser Verbund 29 ist einerseits über
Drahtbrücken 32 mit ersten Kontaktelementen 25 bis 28 verbunden. Andererseits weist
der Verbund 29 an der Stirnseite der Trägerplatte 3 Kontaktklemmen 30 und 31 zur Verbindung
an einen Verbraucher, beispielsweise einen Gleichstrommotor auf. Auf dem Verbund 29
sind weiterhin zwei Gleichrichter 33 sowie ein Kondensator 34 befestigt.
[0026] Der Verbund 29 (Fig. 4) ist als einstückiges Blechstanzteil ausgebildet, wobei die
beiden Klemmen 30 und 31 nach dem Ausstanzen gebogen sind. Der Verbund 29 weist ober-
und unterhalb der Symmetrieachse 38 eine spiegelsymmetrische Ausbildung von zwei Gruppen
unterschiedlicher Kontaktfahnen auf. Eine Gruppe besteht im wesentlichen aus den Kontaktfahnen
35, 36 und 37, wobei die Kontaktfahnen 35 und 36 mit Klemmschlitzen 40 oder auch "speed
nuts" versehen sind. Jeweils zwei Klemmschlitze 40 sind auf einer Kontaktfahne 35,
bzw. 36 so angeordnet, daß ein elektrisches oder elektronisches Bauteil mit Drahtfüßen
in diese Klemmschlitze eingesetzt und darin gehalten werden kann. Zwischen zwei Klemmschlitzen
40 einer Kontaktfahne 35 ist je eine Querschnittsverengung 41 vorgesehen, welche eine
Unterbrechung der elektrischen Verbindung der Kontaktfahne durch Trennen an dieser
Stelle ermöglicht, so daß die elektrische Verbindung ausschließlich über das eingesetzte
elektrische oder elektronische Bauteil erfolgt.
[0027] Ein elektrisches Drahtheizelement 42 (Fig. 5) besteht aus den insgesamt drei Trägerplatten
1, 2, 3, wie oben beschrieben, wobei diese Platten 1, 2, 3 so zueinander angeordnet
sind, daß das Drahtheizelement 42 von einer Stirnseite betrachtet, eine sternförmige
Ausbildung aufweist. Der Heizleiterdraht 43, der besseren Übersicht wegen nur ausschnittsweise
angedeutet, ist wendelförmig über die gesamte Länge der Außenkanten der Trägerplatten
1, 2, 3 gewickelt.
1. Elektrisches Drahtheizelement, insbesondere ein Wendel-Drahtheizelement für einen
Haartrockner, mit einem aus wenigstens einer Trägerplatte bestehenden Heizleiterträger,
mit einem Heizleiterdraht, mit ersten Kontaktelementen, welche insbesondere als Spannungsabgriff
mit dem Heizleiter elektrisch verbunden sind, mit zweiten Kontaktelementen, welche
an dem Heizleiterträger befestigt und zur Spannungsversorgung des Heizelementes und/oder
zur elektrischen Verbindung des Heizelements mit weiteren elektrischen Bauelementen,
beispielsweise einem Gleichstrommotor vorgesehen sind, und elektrischen Verbindungselementen
zwischen den ersten und zweiten Kontaktelementen, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten Kontaktelemente (8,9; 13, 14; 18, 20; 19, 21; 25,26,
27, 28, 29) jeweils als standardisierte Kontaktelemente mit Standardvarianten und
die elektrischen Verbindungselemente (10, 15, 22, 23, 32) als individualisierte, insbesondere
als individuell angepaßte Verbindungselemente ausgebildet sind.
2. Elektrisches Drahtheizelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Verbindungselemente (10, 15, 22, 23, 32) aus Blech, Draht,
o.ä. hergestellt, insbesondere als Drahtbrücken ausgebildet sind.
3. Elektrisches Drahtheizelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Drahtbrücke aus einem geraden Draht besteht und die kürzeste Verbindung
zwischen einem ersten Kontaktelement (8, 13 ...) und einem korrespondierenden zweiten
Kontaktelement (9, 14 ...) darstellt.
4. Elektrisches Drahtheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtbrücke (10, 15 ...) durch Stecken, Klemmen, Löten, Schweißen, insbesondere
durch Laserschweißen, mit den Kontaktelementen (8, 9; 13, 14; ...) verbunden ist.
5. Elektrisches Drahtheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Kontaktelemente (8, 13 ...) als Einzel- oder Doppelabgriffe, insbesondere
als Blechstanzteile ausgebildet sind.
6. Elektrisches Drahtheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Kontaktelemente (9, 14 ...) als Einzel- oder Verbund-Kontaktelemente
(29), insbesondere als Blechstanzteile ausgebildet sind.
7. Elektrisches Drahtheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verbund-Kontaktelement (29) mehrere Kontaktfahnen (35, 36, 37) aufweist,
welche jeweils eine Verbindung zwischen einem Heizleiter und einem weiteren elektrischen
Bauelement, beispielsweise einer Diode, einem Kondensator oder einem Gleichstrommotor
darstellt.
8. Elektrisches Drahtheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfahnen (35, 36, 37) eines Verbund-Kontaktelementes (29) in zwei Gruppen
unterteilt und spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet sind.
9. Elektrisches Drahtheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbund-Kontaktelement (29) auf einer Seite einer mit Öffnungen versehenen
Trägerplatte (3) angeordnet ist und wenigstens eine Kontaktfahne (35, 36, 37) durch
eine Öffnung auf die gegenüberliegende andere Seite der Trägerplatte (3) geführt ist,
so daß die Verbindungselemente, insbesondere die Drahtbrücken (10, 15, ...) auf beiden
Seiten der Trägerplatte (3) mit den Kontaktfahnen eines Verbund-Kontaktelementes (29)
verbindbar sind.
10. Elektrisches Drahtheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verbund-Kontaktelement (29) wenigstens zwei Kontaktstellen, beispielsweise
Klemmschlitze (40), zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Bauteile (33,
34) aufweist.
11. Elektrisches Drahtheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei Kontaktstellen auf einer Kontaktfahne (35, 36, 37) angeordnet sind
und daß zwischen diesen Kontaktstellen eine Querschnittsverengung (39, 41) der Kontaktfahne
(35, 36, 37), insbesondere zur Unterbrechung der elektrischen Verbindung dieser Kontaktfahne
vorgesehen ist.
12. Elektrisches Drahtheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfahne (35, 36, 37), welche mit einem elektrischen oder elektronischen
Bauteil (33, 34) bestückt ist zwischen den beiden Kontaktstellen an der Querschnittsverengung
(39, 41) unterbrochen ist.
13. Elektrisches Drahtheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatten (1, 2, 3) eine Kennzeichnung (16, 17), insbesondere eine fortlaufende
Numerierung aufweisen.
14. Elektrisches Drahtheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennzeichnung (16, 17) der Trägerplatten (1, 2, 3) eine maschinenlesbare
Kennzeichnung ist und die Trägerplatten (1, 2, 3) insbesondere eine unterschiedliche
Anzahl gleicher Bohrungen aufweisen.
15. Elektrischer Haartrockner, dadurch gekennzeichnet, daß er ein elektrisches Drahtheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche
enthält.