[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Steuern einer zum Verteilen von
Sortiergutstücken auf physikalische Zielstellen dienenden Vorrichtung, die eine Anzahl
von längs eines Förderweges an den physikalischen Zielstellen vorbeitransportierbaren
Aufnahmeelementen für je ein Sortiergutstück und mindestens einen Zuförderer, durch
den die Sortiergutstücke an die Aufnahmeelemente übergebbar sind, aufweist, bei dem
jeweils ein auf den einzelnen Sortiergutstücken vorgesehener Informationssatz, dessen
Bedeutungsinhalt jeweils einer Adresse entspricht, erfaßt und das Sortiergutstück
in Abhängigkeit von dem erfaßten Informationssatz aus seinem Aufnahmeelement bei dessen
Vorbeitransport selektiv an eine der physikalischen Zielstellen abgegeben wird, und
auf eine zur Durchführung dieses Verfahrens geeignete steuereinrichtung.
[0002] Derartige zum Verteilen von Sortiergutstücken auf physikalische Zielstellen dienende
Vorrichtungen werden beispielsweise in Postämtern zum Sortieren von Briefen nach Zustellbezirken
oder nach Empfängerorten verwendet. Die Steuerung dieser Vorrichtungen beruht herkömmlich
darauf, daß jedem der Zustellbezirke oder Empfängerorte, nach denen sortiert wird,
jeweils eine der physikalischen Zielstellen fest zugeordnet ist. Dadurch sammeln sich
die die Sortiergutstücke bildenden Briefe an den den Zustellbezirken bzw. Empfängerorten
zugeordneten physikalischen Zielstellen im Lauf des Sortiervorgangs an, wodurch schließlich
die gesamten dem Sortiervorgang unterworfenen Briefe nach Zustellbezirken bzw. Empfängerorten
sortiert an diesen physikalischen Zielstellen vorliegen und dort zur Weiterverarbeitung
entnommen werden können.
[0003] Allerdings ist bei den meisten Anwendungsfällen der Durchsatz, d. h. die Menge der
pro Zeiteinheit zu übergebenden Sortiergutstücke, von Zielstelle zu Zielstelle verschieden.
Auch ändern sich diese Durchsätze in Abhängigkeit von dem zu verarbeitenden Sortiergut.
Beispielsweise kann im Anwendungsfall des Sortierens von Briefen die für einen bestimmten
Zustellbezirk oder einen bestimmten Empfängerort anfallende Menge an Briefen über
den Zeitraum eines Jahres in nicht vorhersagbarer Weise starken Schwankungen unterliegen.
Wegen der festen Zuordnung der physikalischen Zielstellen fallen infolge dieser Schwankungen
die besonders großen Durchsätze an wechselnden Zielstellen an, was bedeutet, daß möglicherweise
die für eine rasche Weiterverarbeitung räumlich am wenigsten günstig gelegene physikalische
Zielstelle den größten Durchsatz aufnehmen muß. Auch kann es vorkommen, daß wegen
dieser festen Zuordnung Zielstellen belegt sind, an denen nur ein sehr geringer oder
überhaupt kein Durchsatz anfällt, während andere Zielstellen durch einen sehr hohen
Durchsatz sehr rasch gefüllt werden und Wartezeiten für ein häufiges Entleeren der
gefüllten Zielstellen in Kauf genommen werden müssen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
zu schaffen, bei dem die Zuordnung der physikalischen Zielstellen an die wechselnden
Gegebenheiten der Sortiervorgänge angepaßt wird, sowie eine zur Durchführung des Verfahrens
geeignete Steuereinrichtung anzugeben.
[0005] Hinsichtlich des Steuerverfahrens wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß jedem Sortiergutstück
eine in einer vorgegebenen Abhängigkeit von dem erfaßten Informationssatz bestimmte
logische Zielstelle zugeordnet und die physikalische Zielstelle, an die das dieser
logischen Zielstelle zugeordnete Sortiergutstück abgegeben wird, in Abhängigkeit von
während des Verfahrensablaufs ermittelten Werten der Durchsätze von den logischen
Zielstellen zugeordneten Sortiergutstücken bestimmt wird.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Lösung wird also aufgrund der Erfassung des die Adresse
des Bestimmungsortes eines an ein leeres Aufnahmeelement zu übergebenden Sortiergutstückes
darstellenden Informationssatzes dem Sortiergutstück zunächst nur eine logische Zielstelle
zugeordnet. Die diese Zuordnung bestimmende Abhängigkeit zwischen den Informationssätzen
und den logischen Zielstellen ist, beispielsweise in Form einer Sortiertabelle, vorgegeben.
In einer solchen Sortiertabelle ist beispielsweise beim Sortieren nach Zustellbezirken
für jeden eine Adresse darstellenden Informationssatz ein den zuständigen Zustellbezirk
darstellender Datensatz als logische Zielstelle angegeben. Sofern die Erfassung des
Informationssatzes eines Sortiergutstückes mangels Lesbarkeit nicht möglich ist oder
der erfaßte Informationssatz in der Sortiertabelle nicht enthalten ist, ist hierfür
ebenfalls eine bestimmte logische Zielstelle zugeordnet.
[0007] Auf diese Weise ist schließlich jedem der in die Aufnahmeelemente übergebenen Sortiergutstücke
genau eine logische Zielstelle zugeordnet. Zur Bestimmung der physikalischen Zielstellen,
an die die den logischen Zielstellen zugeordneten Sortiergutstücke aus den Aufnahmeelementen
bei deren Vorbeitransport an den physikalischen Zielstellen abgegeben werden, werden
die Durchsätze von Sortiergutstücken für die verschiedenen logischen Zielstellen bestimmt.
Im einfachsten Fall kann es sich dabei um die Anzahlen der den logischen Zielstellen
jeweils pro Zeiteinheit zugeordneten Sortiergutstücke handeln. Für Sortiergutstücke
wechselnder Größe können aber auch differenziertere Ermittlungen durchgeführt werden,
bei denen im Wert des Durchsatzes auch beispielsweise mindestens eine Abmessung berücksichtigt
wird. In Abhängigkeit von den für die verschiedenen logischen Zielstellen ermittelten
Werten der Durchsätze werden sodann die physikalischen Zielstellen bestimmt, an die
die den logischen Zielstellen zugeordneten Sortiergutstücke beim Vorbeitransport der
Aufnahmeelemente abgegeben werden. Beispielsweise kann für die den größten Wert des
Durchsatzes aufweisende logische Zielstelle eine räumlich besonders günstig gelegene
physikalische Zielstelle bestimmt werden, von der aus eine rasche Entnahme des abgegebenen
Sortiergutes zur Weiterverarbeitung möglich ist. Diese Bestimmung der physikalischen
Zielstellen wird während des Verfahrensablaufs entsprechend den dabei auftretenden
Änderungen der Werte der Durchsätze geändert. Es versteht sich, daß bei dieser Änderung
jeweils nur- solche physikalische Zielstellen neu bestimmt werden dürfen, in denen
sich kein vor der Änderung abgegebenes Sortiergut befindet, d. h. nur solche physikalische
Zielstellen, die leer sind. Die Einhaltung dieser Bedingung läßt sich durch eine Überwachung
des Füllzustandes der Zielstellen leicht verwirklichen.
[0008] Beim Beginn eines Sortiervorgangs erfordert diese Bestimmung der physikalischen Zielstellen
eine Anlaufzeit, während der die Aufnahmeelemente nur gefüllt, aber nicht entleert
werden können. Diese Anlaufzeit ist also durch die Aufnahmekapazität der Vorrichtung,
also durch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Aufnahmeelemente, begrenzt. Statt
die erstmalige Bestimmung der physikalischen Zielstellen während dieser Anlaufzeit
auszuführen, kann aber auch mit einer vorgegebenen Bestimmung der physikalischen Zielstellen,
die beispielsweise nach empirischen Gesichtspunkten gewählt werden könnte, begonnen
werden, was eine sofortige Entleerung der Aufnahmeelemente ermöglicht. Diese vorgegebene
Bestimmung wird dann entsprechend den im weiteren Verfahrensablauf ermittelten Werten
der Durchsätze geändert.
[0009] In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
daß als Wert des Durchsatzes von einer logischen Zielstelle zugeordneten Sortiergutstücken
die Summe der längs einer vorgegebenen Raumrichtung gemessenen Dicken der dieser logischen
Zielstelle während einer Zeiteinheit zugeordneten Sortiergutstücke ermittelt wird.
Diese Art der Durchsatzermittlung eignet sich vor allem für das Sortieren von Briefen,
die an den physikalischen Zielstellen mit ihren Hauptflächen aneinanderliegend abgelegt
werden, wobei sich beispielsweise die Hauptfläche horizontal erstreckt. Die während
einer Zeiteinheit auflaufende Summe dieser Dicken entspricht dabei der sich pro Zeiteinheit
an der physikalischen Zielstelle aufbauenden Stapelhöhe und liefert damit ein Maß
dafür, wie schnell diese physikalische Zielstelle geräumt werden muß.
[0010] Der Einfachheit des Meß- bzw. Erfassungsvorganges dient es, daß in weiteren Ausgestaltungen
des Verfahrens die Dicke jeweils vor der Übergabe des Sortiergutstückes an das Aufnahmeelement
gemessen wird und/oder der auf dem Sortiergutstück vorgesehene Informationssatz jeweils
vor dessen Übergabe an das Aufnahmeelement erfaßt wird.
[0011] Ein erheblicher Vorteil wird durch eine solche Ausgestaltung des Verfahrens erreicht,
bei der vorgesehen ist, daß für eine einen im Vergleich zu anderen logischen Zielstellen
hohen Durchsatz aufweisende logische Zielstelle mehr als eine physikalische Zielstelle
bestimmt wird. Wegen des hohen Durchsatzes wird diejenige physikalische Zielstelle,
die von den mit den der logischen Zielstelle zugeordneten Sortiergutstücken besetzten
Aufnahmeelementen längs des Förderweges zuerst erreicht wird, verhältnismäßig rasch
gefüllt und nach Erreichung der maximalen Füllmenge gesperrt. Da für diese logische
Zielstelle hohen Durcnsatzes längs des Förderweges mindestens eine weitere physikalische
Zielstelle bestimmt ist, können die betrerfenden Sortiergutstücke dennoch ohne Unterbrechung
an diese weitere physikalische Zielstelle abgegeben werden. Inzwischen kann die vorher
maximal gefüllte physikalische Zielstelle geräumt und wieder entsperrt werden, so
daß sie erneut zur Aufnahme von Sortiergutstücken zur Verfügung steht. Dieser für
zwei physikalische Zielstellen beispielhaft erläuterte Vorgang kann zyklisch umlaufend
auch für eine höhere Anzahl von physikalischen Zielstellen durchgeführt werden.
[0012] Gemäß einem anderen Gesichtspunkt der Erfindung kann das Verfahren auch derart ausgeführt
werden, daß die einer einen im Vergleich zu anderen logischen Zielstellen niedrigen
Durchsatz aufweisenden logischen Zielstelle zugeordneten Sortiergutstücke während
der Dauer einer Verweilzeit in ihren Aufnahmeelementen behalten werden und für diese
logische Zielstelle während dieser Verweilzeit keine physikalische Zielstelle bestimmt
wird. Der niedrige Durchsatz bedeutet, daß pro Zeiteinheit nur wenige dieser logischen
Zielstelle zugeordnete Sortiergutstücke in die längs des Förderweges transportierten
Aufnahmeelemente eingelegt werden. Da diese Sortiergutstücke also nur wenige Aufnahmeelemente
belegen, können sie ohne Störung des Übergabe- und Abgabebetriebs der übrigen Aufnahmeelemente
eine Zeitlang verweilen, so daß es während dieser Verweilzeit nicht erforderlich ist,
für die betreffende logische Zielstelle eine physikalische Zielstelle zu bestimmen.
Damit stehen mehr physikalische Zielstellen für die einen höheren Durchsatz aufweisenden
logischen Zielstellen zur Verfügung.
[0013] Im Rahmen der Erfindung ist auch vorgesehen, daß die durch die vorgegebene Abhängigkeit
bestimmte Zuordnung der logischen Zielstellen während des Verfahrensablaufs neu vorgegeben
wird und für die den Sortiergutstücken unter der neu vorgegebenen Abhängigkeit aufgrund
der erfaßten Informationssätze zugeordneten logischen Zielstellen physikalische Zielstellen
bestimmt werden, die aus der Menge der unter der vorher vorgegebenen Abhängigkeit
bestimmten physikalischen Zielstellen entnommen werden.
[0014] Durch diese Verfahrensführung werden Leistungsminderungen vermieden, die beispielsweise
dann auftreten, wenn von einer Art des Sortierbetriebs auf eine andere Art übergegangen
wird, beispielsweise vom Sortieren nach Empfängerorten auf das Sortieren nach Zustellbezirken.
In der erstgenannten Art des Sortierbetriebs enthält eine die vorgegebene Abhängigkeit
darstellende Sortiertabelle die Zuordnung zwischen den möglichen Informationssätzen
der Sortiergutstücke und den die logischen Zielstellen darstellenden Empfängerorten,
während in der zweitgenannten Art die Sortiertabelle die Zuordnung zwischen den möglichen
Informationssätzen und den Zustellbezirken als logische Zielstellen beinhaltet. Ohne
die erfindungsgemäß vorgesehenen Vorkehrungen ist es beim Übergang von der einen Art
des Sortierbetriebs zur anderen Art erforderlich, zuerst alle nach der Sortiertabelle
der ersten Art zu sortierenden Sortiergutstücke aus den Aufnahmeelementen an die physikalischen
Zielstellen abzugeben. Erst wenn alle Aufnahmeelemente und anschließend alle Zielstellen
entleert sind, kann damit begonnen werden, Sortiergutstücke an die Aufnahmeelemente
zu übergeben, die unter der Sortiertabelle der zweiten Art zu sortieren sind. Dieser
Entleerungsvorgang erweist sich als leistungsmindernd, weil trotz der im Laufe des
Entleerungsvorganges immer mehr abnehmenden Durchsätze das Verfahren zur Aufnahme
weiteren Sortiergutes nicht bereit ist.
[0015] Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Abnahme der Durchsätze erkannt wird, können
entsprechend dieser Abnahme nach und nach physikalische Zielstellen, die für den Sortierbetrieb
der ersten Art bestimmt waren, abgezogen und für den mit zunehmendem Durchsatz anlaufenden
Sortierbetrieb der zweiten Art zur Verfügung gestellt werden. Damit ist ein lückenloser
Wechsel zwischen den Sortierbetrieben der ersten und zweiten Art ohne merklichen Leistungseinbruch
möglich. Es versteht sich, daß die aus dem Sortierbetrieb der ersten Art abgezogenen
und dem Sortierbetrieb der zweiten Art zugewiesenen physikalischen Zielstellen vor
der Neuzuweisung leer sein müssen, was durch eine Füllstandsüberwachung der physikalischen
Zielstellen ohne weiteres sichergestellt werden kann.
[0016] Eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Steuereinrichtung
für eine zum Verteilen von Sortiergutstücken auf physikalische Zielstellen dienende
Vorrichtung, die eine Anzahl von längs eines Förderweges an den physikalischen Zielstellen
vorbeitransportierbaren Aufnahmeelementen für je ein Sortiergutstück, mindestens einen
Zuförderer, durch den die Sortiergutstücke an die Aufnahmeelemente übergebbar sind,
eine Einrichtung zum Erfassen von auf den von dem Zuförderer an die Aufnahmeelemente
zu übergebenden Sortiergutstücken vorgesehenen Informationssätzen, deren Bedeutungsinhalt
jeweils einer Adresse entspricht, und eine beim Vorbeitransport der Aufnahmeelemente
zur Abgabe der Sortiergutstücke an die physikalischen Zielstellen betätigbare Einrichtung
aufweist, die von der Steuereinrichtung in Abhängigkeit von den erfaßten Informationssätzen
zur selektiven Abgabe der Sortiergutstücke an die physikalischen Zielstellen betätigt
wird, zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, daß die Steuereinrichtung eine den
Sortiergutstücken logische Zielstellen gemäß einer vorgegebenen Abhängigkeit von den
erfaßten Informationssätzen zuordnende Einrichtung, eine Werte der Durchsätze von
den logischen Zielstellen zugeordneten Sortiergutstücken ermittelnde Einrichtung und
eine die physikalischen Zielstellen, an die die den logischen Zielstellen zugeordneten
Sortiergutstücke abgegeben werden, in Abhängigkeit von den ermittelten Werten der
Durchsätze bestimmende Einrichtung aufweist.
[0017] Neben zweckmäßigen Ausführungsformen, die in den Ansprüchen 9 bis 12 angegeben sind,
ist insbesondere die Zweckmäßigkeit einer Ausführungsform zu erwähnen, bei der vorgesehen
ist, daß die Steuereinrichtung eine zur Umprogrammierung des ersten Speicherbereichs
der die logischen Zielstellen zuordnenden Einrichtung dienende Einrichtung aufweist.
Damit kann auf einfache Weise die Abhängigkeit zwischen den möglichen Informationssätzen
und den logischen Zielstellen geändert, insbesondere die Art der Sortiertabelle gewechselt
werden.
[0018] Schließlich ist es wegen der durch die Erfindung bewirkten dynamischen Bestimmung
bzw. Zuweisung der physikalischen Zielstellen zweckmäßig, die Vorrichtung derart auszugestalten,
daß jeder physikalischen Zielstelle eine von der Steuereinrichtung angesteuerte Sichtanzeige
zugeordnet ist, auf der eine die jeweils zugehörige logische Zielstelle darstellende
Information angezeigt wird. Dem Benutzer wird dadurch zu jeder Zeit angezeigt, welche
Sortiergutstücke gerade an jeder physikalischen Zielstelle anfallen.
[0019] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher
erläutert ist. Darin zeigt:
- Fig. 1 (a) und (b)
- eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zum Verteilen von Sortiergutstücken von
der Seite bzw. von oben,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäß der Linie II-II von Fig. 1 (a), und
- Fig. 3
- eine ausschnittsweise Detaildarstellung der Vorrichtung von Fig. 1 in seitlicher Ansicht.
[0020] Eine in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung 10 zum Verteilen von Sortiergutstücken
in Form von Briefen weist gemäß Fig. 1 taschenförmige Aufnahmeelemente 12 auf, die
in den Fig. 2 und 3 detaillierter dargestellt sind. Die Aufnahmeelemente 12 sind unter
gleichbleibendem gegenseitigen Abstand hintereinander an einem längs eines Förderweges
14 endlos umlaufend geführten Förderorgan 16 aufgehängt, wodurch die Aufnahmeelemente
12 längs dieses Förderweges 14 transportiert werden.
[0021] Längs eines in Fig. 1 links dargestellten Abschnittes 18 des Förderweges 14 sind
Beschickungsstationen 20, 22 mit zu dem Förderweg 14 hin wirksamen Zuförderern 24
angeordnet, von deren jedem jeweils ein Sortiergutstück 26, nämlich ein Brief, an
ein an dem betreffenden Zuförderer 24 vorbeitransportiertes Aufnahmeelement 12 übergeben
wird. Die Aufnahmeelemente 12 werden im weiteren Verlauf ihres Transports von dem
Abschnitt 18 in einen in Fig. 1 (a) ersichtlichen oberen Abschnitt 28 des Förderweges
14 angehoben und werden dort an einer Anzahl von längs des oberen Abschnittes 28 angeordneten
physikalischen Zielstellen 30, an die die Sortiergutstücke aus den Aufnahmeelementen
12 abgegeben werden, vorbeitransportiert. Danach durchläuft der Förderweg 14 der Aufnahmeelemente
12 einen Wendeabschnitt 32 und geht in einen unteren Abschnitt 34 über, längs dem
ebenfalls eine Anzahl physikalischer Zielstellen 30 angeordnet ist. Danach durchläuft
der Förderweg 14 einen Wendeabschnitt 36, an den sich ein unterer Abschnitt 38 anschließt,
längs dem wiederum eine Anzahl physikalischer Zielstellen 40 angeordnet ist. Der Förderweg
14 setzt sich im Anschluß daran in einem Wendeabschnitt 42 fort und steigt zu einem
oberen Abschnitt 44 an, längs dem ebenfalls eine Anzahl physikalischer Zielstellen
40 angeordnet ist. Im Anschluß daran kehrt der Förderweg 14 in einem eine Vertikalkurve
bildenden Abschnitt 46 zu dem die Beschickungsstationen 20, 22 aufweisenden Abschnitt
18 zurück. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, verlaufen die oberen Abschnitte 28 und
44 in einer Horizontalebene, während sich die unteren Abschnitte 34 und 38 in einer
daruntergelegenen Horizontalebene erstrecken.
[0022] Die in Fig. 1 dargestellte Gestalt des Förderweges 14 ist nur beispielhaft. Es ist
jede Form des Förderweges 14 geeignet, bei der die Aufnahmeelemente 12 an den Zuförderern
14 und den physikalischen Zielstellen 30, 40 vorbeitransportiert werden.
[0023] Aus Fig. 2 und 3 geht hervor, daß die an einem ihrer Enden an dem Förderorgan 16
aufgehängten taschenförmige Aufnahmeelemente 12 an ihrem dazu entgegengesetzten Ende
mit einer Klappe 48 versehen sind, die durch Federkraft in eine das jeweilige Aufnahmeelement
12 verschließende Stellung gespannt ist, wobei diese Klappe 48, wie in Fig. 3 bei
dem Aufnahmeelement 12' dargestellt, jedoch auch in eine Öffnungsstellung verschwenkt
werden kann. Zu diesem Zweck weist die Klappe 48 einen in seinen Einzelheiten nicht
dargestellten seitlichen Hebel auf, der beim Transport des Aufnahmeelementes 12 längs
des Förderweges 14 an einer in Fig. 2 schematisch dargestellten ortsfesten Abgabeeinrichtung
50 vorbeiläuft, die bei ihrer Betätigung einen Öffnungsnocken ausfährt, auf den der
Betätigungshebel aufläuft und dadurch die Klappe 48 geöffnet wird. Dagegen läuft das
Aufnahmeelement 12 im unausgefahrenen Zustand des Öffnungsnockens an der Abgabeeinrichtung
vorbei, ohne daß die Klappe 48 geöffnet wird.
[0024] Jeder der physikalischen Zielstellen 30, 40 ist eine derartige Abgabeeinrichtung
50 zugeordnet. Durch die vorstehend beschriebene Betätigung der Abgabeeinrichtung
50 ist es möglich, die Klappen 48 der Aufnahmeelemente 12 während ihres Vorbeitransports
an den physikalischen Zielstellen 30, 40 selektiv zu öffnen und dadurch die in den
Aufnahmeelementen 12 transportierten Sortiergutstücke durch Schwerkraftwirkung an
die betreffende physikalische Zielstelle abzugeben.
[0025] Weiter geht aus Fig. 2 hervor, daß in dem den unteren Abschnitt 38 und den oberen
Abschnitt 44 aufweisenden Bereich der Vorrichtung 10 die physikalischen Zielstellen
40 mit je einem Sammelbehälter 52 bestückt sind, an den die Sortiergutstücke aus den
Aufnahmeelementen 12 abgegeben werden. Dem Abtransport der gefüllten Sammelbehälter
52 und der Zufuhr leerer Sammelbehälter 52 dient ein Handhabungsroboter 54, der gemäß
einem in Fig. 1 (b) dargestellten Doppelpfeil 56 längs den Abschnitten 38, 44 verfahrbar
ist und der ferner auch längs einem in Fig. 1 (a) dargestellten Doppelpfeil 58 vertikal
verfahrbar ist, wodurch er auf alle längs dieser Abschnitte 38, 44 angeordnete physikalische
Zielstellen 40 zugreifen kann. Der Handhabungsroboter 54 wird ferner von einem in
Fig. 1 schematisch angedeuteten Bandförderer 60 unterstützt, durch den der weitere
Transport der Sammelbehälter 52 zu und von dem Bereich der Vorrichtung 10 erfolgt.
[0026] In dem den oberen Abschnitt 28 und den unteren Abschnitt 34 aufweisenden Bereich
der Vorrichtung 10 sind die physikalischen Zielstellen gemäß der Darstellung von Fig.
3 in der Form von stationären Fächern ausgebildet, an die die Sortiergutstücke aus
den Aufnahmeelementen 12 abgegeben werden. In Fig. 2 ist gezeigt, daß in diesem Falle
die Leerung der physikalischen Zielstellen 30 manuell durch eine Bedienungsperson
62 erfolgt.
[0027] Die Vorrichtung 10 wird durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte mikrocomputerisierte
Steuereinrichtung nach einem Verfahren gesteuert, das zu dem nachstehend beschriebenen
Betriebsablauf führt:
[0028] Jedes Sortiergutstück 26 ist mit einem Informationssatz versehen, bei dem es sich
in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel um die auf dem das Sortiergutstück bildenden
Brief angebrachte Empfängeradresse, die eine Straßenangabe, eine Postleitzahl und
eine Ortsangabe enthält, handelt. Diese Informationssätze werden an den die Sortiergutstücke
zuführenden Beschickungsstationen 20 dadurch erfaßt, daß sie automatisch mittels eines
an die Steuereinrichtung angeschlossenen Scanners gelesen werden. Dagegen erfolgt
an den Beschickungsstationen 22 die Erfassung der Informationssätze manuell durch
Bedienungspersonen, welche den Informationssätzen entsprechende Daten in die Steuereinrichtung
eingeben.
[0029] Wenn auf diese Weise der Informationssatz eines Sortiergutstückes 26 erfaßt ist,
wird es von dem betreffenden Zuförderer 24 an das gerade an diesem Zuförderer 24 vorbeitransportierte
Aufnahmeelement 12 übergeben. Zur Identifikation des das Sortiergutstück 26 aufnehmenden
Aufnahmeelements 12 geht der Steuereinrichtung ein die Relativstellung zwischen einer
zusammen mit den Aufnahmeelementen 12 längs des Förderweges 14 mitbewegten Marke und
einem den Vorbeilauf dieser Marke erfassenden stationären Fühler anzeigendes Signal
zu.
[0030] Aufgrund dieser Identifikation der Aufnahmeelemente 12 und der erfaßten Datensätze
der darin aufgenommenen Sortiergutstücke 26 unterhält die Steuereinrichtung ein logisches
Abbild aller Aufnahmeelemente 12 und der Informationssätze der darin befindlichen
Sortiergutstücke 26. Ferner ist in einem ersten Speicherbereich eine Sortiertabelle
abgespeichert, welche eine Zuordnung zwischen allen möglichen auftretenden Informationssätzen
und logischen Zielstellen wiedergibt. Letztere entsprechen beispielsweise Zustellbezirken,
wenn nach solchen sortiert wird, oder Empfängerorten, wenn nach solchen sortiert wird.
Außerdem ist mindestens eine logische Zielstelle vorgesehen, die allen Sortiergutstücken
zugeordnet wird, deren Informationssätze nicht lesbar sind oder die überhaupt nicht
mit einem Informationssatz versehen sind.
[0031] Aufgrund dieser in dem ersten Speicherbereich ausgedrückten Abhängigkeit zwischen
den Informationssätzen und den logischen Zielstellen ordnet die Steuereinrichtung
in dem in einem weiten Speicherbereich abgespeicherten logischen Abbild der Aufnahmeelemente
12 jedem identifizierten Aufnahmeelement 12 die dem Informationssatz des darin befindlichen
Sortiergutstückes 26 zugeordnete logische Zielstelle zu. Der erste und der zweite
Speicherbereich stellen daher einen Bestandteil einer in der Steuereinrichtung vorgesehenen
Einrichtung zur Zuordnung der logischen Zielstellen dar.
[0032] Die diesem Vorgang der Zuordnung der logischen Zielstellen vorangegangene Übergabe
der Sortiergutstücke 26 in die Aufnahmeelemente 12 ist in dem in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel dadurch besonders einfach ausführbar, daß die in dem oberen Abschnitt
44 von dem Förderorgan 16 nach unten hängenden Aufnahmeelemente 12 infolge des Durchgangs
durch den die Vertikalkurve bildenden Abschnitt 46 in dem die Beschickungsstationen
20, 22 aufweisenden Abschnitt 18 von dem Förderorgan 16 aus nach oben abstehen, so
daß ihre durch die Klappe 48 abgeschlossene Öffnung nach oben weist. Somit brauchen
die Klappen 48 im Bereich der Zuförderer 24 lediglich auf ähnliche Weise geöffnet
zu werden, wie es mittels der Abgabeeinrichtung 50 der Fall ist, wodurch die Zuförderer
24 die Sortiergutstücke 26 von oben her in die Aufnahmeelemente 12 einführen können.
[0033] Im Bereich jeder Beschickungsstation 20, 22 ist eine Meßeinrichtung vorgesehen, die
während der von den Zuförderern 24 bewirkten Übergabe der Sortiergutstücke 26, nämlich
der Briefe, deren zur Hauptebene der Briefe senkrechte Dickenabmessung feststellt
und in eine in der Steuereinrichtung vorgesehene Einrichtung eingibt, die für jede
logische Zielstelle die gemessenen Dicken der dieser logischen Zielstelle aufgrund
der erfaßten Informationssätze zugeordneten Sortiergutstücke über eine bestimmte Zeiteinheit
aufsummiert. Dieser aufsummierte Wert stellt also in volumenmäßiger Hinsicht den Durchsatz
der der betreffenden logischen Zielstelle zugeordneten Sortiergutstücke 26 dar.
[0034] Eine weitere Einrichtung der Steuereinrichtung bestimmt für jede logische Zielstelle
diejenige physikalische Zielstelle 30, 40, an der die der betreffenden logischen Zielstelle
zugeordneten Sortiergutstücke 26 aus den Aufnahmeelementen 12 abgegeben werden. Sobald
die physikalische Zielstelle bestimmt ist, gibt diese Einrichtung ein Betätigungssignal
für den Öffnungsnocken der an der betreffenden physikalischen Zielstelle 30, 40 angeordneten
Abgabeeinrichtung 50 aus, wenn dort ein Aufnahmeelement 12 vorbeitransportiert wird,
das ein der betreffenden logischen Zielstelle zugeordnetes Sortiergutstück 26 enthält.
Die Bestimmung der physikalischen Zielstellen 30, 40 erfolgt dabei in Abhängigkeit
von den für die logischen Zielstellen ermittelten Werten des Durchsatzes. Beispielsweise
wird für die den maximalen Durchsatzwert aufweisende logische Zielstelle jeweils diejenige
physikalische Zielstelle 40 zugewiesen, auf die der Handhabungsroboter 54 in der kürzesten
Zugriffszeit zugreifen kann, während die übrigen physikalischen Zielstellen 40 in
der weiteren Rangfolge dieser Zugriffszeiten zugewiesen werden. Auch können einer
einen besonders hohen Durchsatz aufweisenden logischen Zielstelle mehrere physikalische
Zielstellen 30, 40 zugewiesen werden, wobei vollständig gefüllte Zielstellen durch
Sperrung der Abgabeeinrichtung 50 jeweils gesperrt und statt dessen, beispielsweise
in zyklischer Reihenfolge, die Abgabeeinrichtungen 50 der übrigen zugewiesenen physikalischen
Zielstellen 30, 40 betätigt werden, wobei in diesem Zyklus die jeweils gefüllten physikalischen
Zielstellen 30, 40 durch die Bedienungsperson 62 bzw. den Handhabungsroboter 54 entleert
werden, so daß sie erneut für den Abgabevorgang zur Verfügung stehen.
[0035] Im einzelnen weist die die physikalischen Zielstellen 30, 40 bestimmende Einrichtung
einen dritten Speicherbereich auf, in dem die sich im Verlauf der Zeit dynamisch ändernde
Zuordnung zwischen den logischen Zielstellen und den physikalischen Zielstellen 30,
40 jeweils abgespeichert wird. In diesem dritten Speicherbereich kann auch für jede
physikalische Zielstelle 30, 40 ein Kennzeichen gesetzt werden, das die Verfügbarkeit
für eine erneute Bestimmung signalisiert, indem es insbesondere anzeigt, daß diese
physikalische Zielstelle 30, 40 leer ist, was durch eine geeignete Überwachung der
physikalischen Zielstellen 30, 40 ermöglicht wird.
[0036] An jeder der physikalischen Zielstellen 30, 40 ist eine in der Zeichnung nicht dargestellte
Sichtanzeige angeordnet. Diese Sichtanzeige wird von der Steuereinrichtung derart
angesteuert, daß auf ihr jeweils eine Information angezeigt wird, welche die dieser
physikalischen Zielstelle 30, 40 zugeordnete logische Zielstelle anzeigt. Beispielsweise
kann dies beim Sortieren nach Zustellbezirken eine Klartextanzeige des Zustellbezirks
sein.
[0037] Der erste Speicherbereich der die logischen Zielstellen zuordnenden Einrichtung ist
mittels einer in der Steuereinrichtung vorgesehenen Einrichtung umprogrammierbar,
wodurch beispielsweise die darin abgespeicherte Sortiertabelle durch eine neue Sortiertabelle
ersetzt werden kann. Auch ist es möglich, mehr als eine Sortiertabelle in dem ersten
Speicherbereich abzuspeichern und durch einen Umschaltbefehl den Sortiervorgang von
einer Sortiertabelle auf eine andere Sortiertabelle umzustellen. Dies bedeutet, daß
nach dem Umschaltbefehl die Gesamtzahl der Sortiergutstücke 26, denen die logischen
Zielstellen unter der vor dem Umschaltbefehl geltenden Sortiertabelle zugeordnet worden
sind, rasch abnimmt, indem diese Sortiergutstücke aus den Aufnahmeelementen 12 an
die entsprechenden physikalischen Zielstellen 30, 40 abgegeben werden, während an
die frei gewordenen Aufnahmeelemente 12 nur noch solche Sortiergutstücke 26 neu übergeben
werden, denen die logischen Zielstellen nach der nach dem Umschaltbefehl geltenden
Sortiertabelle zuzuordnen sind. Die Steuereinrichtung reduziert in entsprechendem
Maße die für die vor dem Umschaltbefehl geltenden logischen Zielstellen bestimmten
physikalischen Zielstellen 30, 40 und weist diese frei gewordenen physikalischen Zielstellen
30, 40 nach und nach den unter der nunmehr geltenden Sortiertabelle zugeordneten logischen
Zielstellen zu. Hierdurch kann ohne nennenswerte Leistungsminderung von einer Sortiertabelle
auf eine andere Sortiertabelle übergegangen werden.
1. Verfahren zum Steuern einer zum Verteilen von Sortiergutstücken auf physikalische
Zielstellen dienenden Vorrichtung, die eine Anzahl von längs eines Förderweges an
den physikalischen Zielstellen vorbeitransportierbaren Aufnahmeelementen für je ein
Sortiergutstück und mindestens einen Zuförderer, durch den die Sortiergutstücke an
die Aufnahmeelemente übergebbar sind, aufweist, bei dem jeweils ein auf den einzelnen
Sortiergutstücken vorgesehener Informationssatz, dessen Bedeutungsinhalt jeweils einer
Adresse entspricht, erfaßt und das Sortiergutstück in Abhängigkeit von dem erfaßten
Informationssatz aus seinem Aufnahmeelement bei dessen Vorbeitransport selektiv an
eine der physikalischen Zielstellen abgegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Sortiergutstück eine in einer vorgegebenen Abhängigkeit von dem erfaßten
Informationssatz bestimmte logische Zielstelle zugeordnet und die physikalische Zielstelle,
an die das dieser logischen Zielstelle zugeordnete Sortiergutstück abgegeben wird,
in Abhängigkeit von während des Verfahrensablaufs ermittelten Werten der Durchsätze
von den logischen Zielstellen zugeordneten Sortiergutstücken bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Wert des Durchsatzes von einer logischen Zielstelle zugeordneten Sortiergutstücken
die Summe der längs einer vorgegebenen Raumrichtung gemessenen Dicken der dieser logischen
Zielstelle während einer Zeiteinheit zugeordneten Sortiergutstücke ermittelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke jeweils vor der Übergabe des Sortiergutstückes an das Aufnahmeelement
gemessen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der auf dem Sortiergutstück vorgesehene Informationssatz jeweils vor dessen
Übergabe an das Aufnahmeelement erfaßt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß für eine einen im Vergleich zu anderen logischen Zielstellen hohen Durchsatz
aufweisende logische Zielstelle mehr als eine physikalische Zielstelle bestimmt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die einer einen im Vergleich zu anderen logischen Zielstellen niedrigen Durchsatz
aufweisenden logischen Zielstelle zugeordneten Sortiergutstücke während der Dauer
einer Verweilzeit in ihren Aufnahmeelementen behalten werden und für diese logische
Zielstelle während dieser Verweilzeit keine physikalische Zielstelle bestimmt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die vorgegebene Abhängigkeit bestimmte Zuordnung der logischen Zielstellen
während des Verfahrensablaufs neu vorgegeben wird und für die den Sortiergutstücken
unter der neu vorgegebenen Abhängigkeit aufgrund der erfaßten Informationssätze zugeordneten
logischen Zielstellen physikalische Zielstellen bestimmt werden, die aus der Menge
der unter der vorher vorgegebenen Abhängigkeit bestimmten physikalischen Zielstellen
entnommen werden.
8. Steuereinrichtung für eine zum Verteilen von Sortiergutstücken (26) auf physikalische
Zielstellen (30, 40) dienende Vorrichtung (10), die eine Anzahl von längs eines Förderweges
(14) an den physikalischen Zielstellen (30, 40) vorbeitransportierbaren Aufnahmeelementen
(12) für je ein Sortiergutstück (26), mindestens einen Zuförderer (24), durch den
die Sortiergutstücke (26) an die Aufnahmeelemente (12) übergebbar sind, eine Einrichtung
zum Erfassen von auf den von dem Zuförderer (24) an die Aufnahmeelemente (12) zu übergebenden
Sortiergutstücken (26) vorgesehenen Informationssätzen, deren Bedeutungsinhalt jeweils
einer Adresse entspricht, und eine beim Vorbeitransport der Aufnahmeelemente (12)
zur Abgabe der Sortiergutstücke (26) an die physikalischen Zielstellen (30, 40) betätigbare
Einrichtung (50) aufweist, die von der Steuereinrichtung in Abhängigkeit von den erfaßten
Informationssätzen zur selektiven Abgabe der Sortiergutstücke (26) an die physikalischen
Zielstellen (30, 40) betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung eine den Sortiergutstücken (26) logische Zielstellen gemäß
einer vorgegebenen Abhängigkeit von den erfaßten Informationssätzen zuordnende Einrichtung,
eine Werte der Durchsätze von den logischen Zielstellen zugeordneten Sortiergutstücken
(26) ermittelnde Einrichtung und eine die physikalischen Zielstellen (30, 40), an
die die den logischen Zielstellen zugeordneten Sortiergutstücke (26) abgegeben werden,
in Abhängigkeit von den ermittelten Werten der Durchsätze bestimmende Einrichtung
aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die die logischen Zielstellen zuordnende Einrichtung einen ersten Speicherbereich,
in dem die vorgegebene Abhängigkeit zwischen allen möglichen Informationssätzen und
den logischen Zielstellen abgespeichert ist und aus dem für jeden erfaßten Informationssatz
die jeweils zugeordnete logische Zielstelle ausgelesen wird, aufweist, sowie einen
zweiten Speicherbereich, in dem für jedes Aufnahmeelement (12) die dem daran übergebenen
Sortiergutstück (26) zugeordnete ausgelesene logische Zielstelle abgespeichert wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die die physikalischen Zielstellen (30, 40) bestimmende Einrichtung einen dritten
Speicherbereich aufweist, in dem die Zuordnung zwischen den logischen Zielstellen
und den physikalischen Zielstellen (30, 40) abgespeichert wird.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die die Werte der Durchsätze ermittelnde Einrichtung eine zur Messung der Dicken
der einzelnen, an die Aufnahmeelemente zu übergebenden Sortiergutstücke (26) längs
einer vorgegebenen Raumrichtung dienende Einrichtung und eine zur Summation der gemessenen
Dicken der jeder logischen Zielstelle zugeordneten Sortiergutstücke (26) über eine
bestimmte Zeiteinheit dienende Einrichtung aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß ansprechend auf einen externen Umschaltbefehl die die logischen Zielstellen
zuordnende Einrichtung die Zuordnung gemäß einer anderen vorgegebenen Abhängigkeit
vornimmt und die die physikalischen Zielstellen (30, 40) bestimmende Einrichtung für
die gemäß der anderen Abhängigkeit zugeordneten logischen Zielstellen physikalische
Zielstellen (30, 40) aus der Menge der unter der vor dem Umschaltbefehl vorgegebenen
Abhängigkeit bestimmten physikalischen Zielstellen (30, 40) entnimmt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung eine zur Umprogrammierung des ersten Speicherbereichs
der die logischen Zielstellen zuordnenden Einrichtung dienende Einrichtung aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß jeder physikalischen Zielstelle (30, 40) eine von der Steuereinrichtung angesteuerte
Sichtanzeige zugeordnet ist, auf der eine die jeweils zugehörige logische Zielstelle
darstellende Information angezeigt wird.