[0001] Die Erfindung betrifft ein Gebinde aus Packungen, die strangartig nebeneinander angeordnet
und miteinander verbunden sind, wobei jede der Packungen für fließfähiges Füllgut
mit tubusförmigen Seitenwänden, Boden und Oberwand vorgesehen ist, die alle aus tiefziehfähigem
Kunststoff bestehen. Dabei weist die Oberwand über dem oberen Vorderteil der Packung
eine Ausgießöffnung mit hochstehendem Bund auf, und es ist eine die Packung in einer
Ebene parallel zur Längsmittelachse umziehende äußere Naht derart in der Oberwand
angeordnet, daß sie von der Ausgießöffnung unterbrochen ist. Dabei verläuft die äußere
Naht aus den diametral gegenüberliegenden Seitenwänden herausstehend und ragt bis
fast an den freien, oberen Rand des Bundes, an dem Gewindeeinrichtungen vorgesehen
sind. Zur Verbesserung der Standfestigkeit der Packung ist die äußere Naht im Boden
versenkt, und die hintere Seitenwand oben ist gegenüber dem oberen Vorderteil einstückig
mit einer Greifeinrichtung versehen.
[0002] Es ist bekannt, aus thermoformbarem Kunststoff in Gestalt etwa 1,2 mm dicker Kunststoffplatten
Halbschalen so tiefzuziehen, daß zwei solcher Halbschalen im Formwerkzeug einander
gegenüberliegen und nach der Ausformung längs ihrer Ränder durch Verschweißen flüssigkeitsdicht
verbunden werden. Auf diese Weise können mehrere Packungen gleichzeitig hergestellt
werden, die zuvor aus plattenförmigen Zuschnitten thermogeformt wurden. Durch die
Vielzahl der gegeneinander gelegten und verschweißten Halbschalen entstand eine Vielzahl
von Packungen, die man in der Mitte längs derart durchtrennte, daß eine strangartig
verbundene Reihe von Packungen gleichzeitig entstand. Es war schwierig, die Oberwand
der Packung und insbesondere im Bereich der Ausgießöffnung anfallende Restteile abzuschneiden,
ohne zu komplizierte Werkzeuge zu verwenden oder die Packungen zu beschädigen. Die
abzuschneidenden Restteile befinden sich im Bereich der mittleren Naht und haben die
doppelte Dicke des ursprünglichen Kunststoffzuschnittes, also beispielsweise 2,4 mm.
Es versteht sich, daß Ausschneide- oder Stanzkräfte nicht unerheblich sind und sich
bei einer leistungsstarken Packungsmaschine vervielfachen, wenn das Vielfache von
Packungen gleichzeitig geformt und geschnitten werden soll.
[0003] Die Stränge von Packungen, die beispielsweise 5,8 oder 10 Packungen hintereinander
in einem Gebinde umfassen, erhalten entsprechend vereinfachte Konturen im Bereich
der Oberwandung der jeweiligen Packung, um die abzuschneidenden Reste klein, gering
und mit einfacher Außenkontur zu halten.
[0004] Die Stränge der mehrfach hintereinander angeordneten und zu einem länglichen Gebinde
zusammengefaßten Packungen sind in diesem bekannten Fall an der Ausgießöffnung offen
und daher der Umgebung mit den dort befindlichen Keimen und Schmutzteilchen in der
Luft ausgesetzt. Es ergibt sich häufig das Problem, abgeschnittene Restteile zu sammeln
und nach dem Abschneiden von dem Packungsgebinde abzuführen, damit kein Restteilchen
in eine offene Packung fällt. Dieses Problem ist besonders relevant, wenn die Restteile
als kleinere Stücke anfallen.
[0005] Man hat schon versucht, mit einem länglichen Werkzeug mit Außen- und Innenmessern
die gesamte Kontur des Stranges von Packungen an deren Oberwänden durch einen Stanz-
bzw. Schneidvorgang abzuschneiden, die Nachteile der vollkommen offenen und mit der
Umgebung in Verbindung stehenden Ausgießöffnung konnten dadurch aber nicht behoben
werden.
[0006] Will man beispielsweise flüssige Lebensmittel oder auch andere Stoffe mit hohen Hygieneanforderungen
verpacken, dann ist die Verarbeitung einer offenen Packung oder auch eines strangartigen
Gebindes offener Packungen nicht möglich. Insbesondere ließe sich beispielsweise Milch
ohne umfangreiche und spezielle Maßnahmen nicht aseptisch auf diese Art verpacken.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einem Abfüllbetrieb eine preiswerte
Packung in einem Zustand anzubieten und zu liefern, welcher den bei Lebensmitteln
erforderlichen Hygienebedingungen, ja sogar bis zu den aseptischen Bedingungen, genügt;
und vorzugsweise eine Packung zu schaffen, die außerdem vom Endverbraucher besser
zu handhaben ist und ein schöneres Aussehen hat.
[0008] Hinsichtlich der dem Abfüllbetrieb gelieferten Packung wird die Aufgabe nach der
Erfindung dadurch gelöst, daß man ein Gebinde aus geschlossenen Paaren von Packungen
herstellt, welche durch die Verbindung der Bünde der Ausgießöffnungen der Packungen
miteinander gebildet und strangartig nebeneinander angeordnet und miteinander in der
vorstehend beschriebenen Weise verbunden sind. Unter Beachtung der erfindungsgemäßen
Maßnahmen kann ein Hersteller die Vorteile der Vielfachherstellung in Strangform ausnutzen
und sämtliche Konturen zum Beispiel im Bereich der jeweiligen Oberwandungen der Packungen
mit einem einzigen Stanzvorgang herstellen. Wie bei den bisherigen, sehr praktischen,
technisch einfachen und preisgünstigen Herstellungsverfahren der Thermoformung und
Versiegelung werden jetztvollkommen nach außen geschlossene Hohlkörper geformt und
in diesem Zustand nach außen vollkommen geschlossen gehalten. Dennoch wird sogleich
nach der Thermoformung und Versiegelung, d.h. nach der Herstellung dieser geschlossenen
Packungen, die für das Ausschneiden und Gestalten der Oberwandkonturen erforderliche
Vielfachstanzung durchgeführt. Mit einem entsprechenden Stanzwerkzeug werden in einem
einzigen Vorgang für sämtliche Packungspaare Kunststoffplattenteile zwischen den Packungen
ausgestanzt, so daß das beschriebene Gebinde aus den geschlossenen Paaren der speziell
gebildeten Packungen hergestellt wird, wie oben beschrieben. In einem solchen Gebinde
befindet sich strangartig ein Paar von Packungen hinter dem anderen. In jedem Paar
von Packungen befinden sich also zwei Packungen, die über die Bünde der Ausgießöffnungen
miteinander - nach außen vollkommen geschlossen - verbunden sind. Der Hohlkörper besteht
also aus zwei miteinander verbundenen und allseitig geschlossenen Packungen. Diese
Paare werden durch die Hochleistungsmaschinen strangartig mit mehreren anderen Paaren
verbunden, hergestellt und verarbeitet.
[0009] Durch das Gebinde gemäß der Erfindung ist ein handelsfähiges Zwischenproduktgeschaffen,
das fertig tiefgezogen und ausgestanzt, dennoch aber rundum geschlossen ist. Deshalb
sind im Innenraum der Hohlkörper sogar sterile Bedingungen gegeben, die bis zur Abfüllstation
aufrecht erhalten bleiben können. Dieses Zwischenproduktkann nach der Herstellung
auf Lastwagen auch zu weiter entfernten Abfüllbetrieben transportiert werden. In der
Abfüllstation braucht nur noch die Trennung des einen Stranges von dem kopfüber dagegengesetzten
zweiten Strang erfolgen. Dies ist der einzige Bearbeitungsvorgang, der in dem Abfüllbetrieb
außer dem Füllen und Verschließen erforderlich ist. Mit Vorteil hat man die vielen
Manipulationen der früheren bekannten Werkzeuge vermieden, und es wird durch das Ausstanzen
keine Verschmutzung des Packungsinneren mehr hevorgerufen, denn kleine Schnitzel,
Krümel, Stäube usw. können nicht mehr durch eine offene Ausgießöffnung in die Packungen
hineinfallen. Den reinen Trennungsvorgang kann man entsprechend sorgfältig gestalten,
ohne große Aufwendungen treiben zu müssen.
[0010] Vorteilhaft ist es gemäß der Erfindung ferner, wenn das neben dem Bund der Ausgießöffnung
der jeweiligen Packung eines Paares befindliche Oberteil der Packungsoberwand von
dem Oberteil der jeweiligen anderen Packung dieses Paares im Abstand angeordnet ist.
Für die Vereinfachung der Restteile und die kleine Ausgestaltung derselben bei den
bekannten, früheren Verfahren hat man beispielsweise die Greifeinrichtung der einen
Packung des Paares mit Berührung direkt gegenüber der Greifeinrichtung der kopfüber
angeordneten gegenüberliegenden Packung desselben Paares ausgeformt und hergestellt.
Dadurch hat man für das Füllvolumen nutzloses Material verbraucht, nur um den Stanzvorgang
im Bereich der Oberwand zu vereinfachen. Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden
größere Wandteile - auch mit komplizierterer Außenkontur - durch einen einzigen Stanzvorgang
herausgeschnitten. Dadurch kann man die Oberteile der Packungsoberwand innerhalb eines
Paares in größerem Abstand voneinander anordnen, zum Beispiel 3 - 20 mm, vorzugsweise
5 - 15 mm. Es versteht sich, daß Kunststoffmaterial auf diese Weise und bei derart
hergestellten Packungen eingespart werden kann. Die abgeschnittenen Restteile kann
man rezyklieren und für die Herstellung anderer Packungen wiederverwenden.
[0011] Vorteilhaft ist es gemäß der Erfindung weiterhin, wenn die Greifeinrichtung derjeweiligen
Packung einen Griff aufweist, wobei zwischen diesem und dem Vorderteil eine Durchgreiföffnung
angebracht ist, die von einer inneren Naht umschlossen ist, welche in derselben Ebene
wie die äußere Naht verläuft. Durch das neue Herstellungsprinzip mit dem Ausstanzen
auch komplizierterer Wandungskonturen gelingt eine Vielfachstanzung. Man kann außer
der Materialwandung zwischen den Oberteilen der Packungsoberwände eines Paares auch
Durchgreiföffnungen mit demselben Stanzvorgang abstanzen. Dadurch lassen sich bessere
Produkte herstellen.
[0012] Wiederum - also auch wenn Durchgreiföffnungen und andere Ausnehmungen an der Außenseite
der neuen Packung vorgesehen sind und durch den einzigen Stanzvorgang ausgestanzt
worden sind, wird dem Abfüllbetrieb ein Zwischenprodukt angeboten, welches allen Hygienebedingungen
und gegebenenfalls auch denen der Aseptik genügt, vor dem Füllen lediglich noch durch
einen Trennvorgang geöffnet werden muß.
[0013] Solche Gebinde sind sowohl beim Transport vom Packungshersteller bis zum Abfüllbetrieb
besser zu handhaben, als auch nach dem Trennen zum Befüllen in Form eines Stranges
besser zu füllen und zu verschließen, weil die Abstände zwischen den 3, 5, 10 oder
mehr Packungen in einem einzigen Strang exakter vorgegeben sind.
[0014] Aus der DE-A-43 05 913 ist eine Packung für fließfähiges Füllgut mit tubusförmigen
Seitenwänden, Boden und Oberwand bekannt, die alle aus tiefziehfähigem Kunststoff
bestehen, wobei die Oberwand über dem oberen Vorderteil der Packung eine Ausgießöffnung
mit hochstehendem Bund aufweist und eine die Packung in einer Ebene parallel zur Längsmittelachse
umziehende äußere Naht derart im Oberboden angeordnet ist, daß sie von der Ausgießöffnung
unterbrochen ist, wobei die äußere Naht aus den diametral gegenüberliegenden Seitenwänden
herausstehend verläuft und bis fast an den freien, oberen Rand des Bundes ragt, an
dem Gewindeeinrichtungen vorgesehen sind, wobei zur Verbesserung der Standfestigkeit
der Packung die äußere Naht im Boden versenkt ist und wobei die hintere Seitenwand
oben gegenüber dem oberen Vorderteil einstückig mit einem Griff versehen ist. Die
Seitenwände dieser bekannten Packung sind tubusförmig, d.h. sie bilden einen den Boden
mit der Oberwand verbindenden Tubus, der im Bereich der hinteren Seitenwand oben,
nämlich dem oberen Vorderteil diametral gegenüberliegend, einstückig mit einem Griff
versehen ist. Die sogenannte vordere Seitenwand befindet sich unter der Ausgießöffnung,
deren hochstehender Bund für ein gutes Ausgießen des Füllgutes möglichst vorn an der
Oberwand angeordnet ist. Entsprechend ist die hintere Seitenwand diametral gegenüber
angeordnet, wo sich auch der Griff befindet. Dieser wird bei der bekannten Packung
durch eine Mulde geformt, die zwischen dem Griff und dem oberen Vorderteil angebracht
ist. Für die Handhabung der bekannten Packung greifen die Fingerspitzen des Benutzers
in den Grund der Griffmulde, wobei der handgerecht dick ausgebildete Griff umfaßt
wird.
[0015] Die bekannte Packung wird wie die gemäß der Erfindung durch Tiefziehen eines Kunststoffes
hergestellt, wobei die bekannte Packung aus zwei Hälften besteht, die jeweils eine
in einer Ebene liegende Naht außen haben. Bei der Herstellung der Packung werden die
beiden Nähte miteinander verschweißt. Dadurch umzieht die sogenannte äußere Naht die
gesamte Packung und liegt in einer Ebene, die parallel zur Längsmittelachse verläuft.
Die Längsmittelachse erstreckt sich von dem unten angeordnet zu denkenden Boden bis
nach oben zur Oberwand etwa vertikal. Die Ausgießöffnung hat aber diese Naht nicht.
Die Naht ist vielmehr von der Ausgießöffnung unterbrochen, ragt aber von zwei diametral
gegenüberliegenden Seiten von außen bis fast an den freien Rand des Bundes heran.
Die bekannte Packung ist außerdem mit einem Bund mit Gewinde versehen.
[0016] Versuche haben gezeigt, daß der Endverbraucher durch die den Grund der Greifmulde
bildende Wandfläche in zweierlei Hinsicht gestört wird, zum einen hinsichtlich der
Manipulationsfreiheit und zum anderen hinsichtlich des Aussehens.
[0017] Um die Vermarktungsfähigkeit einer Packung der vorstehend genannten Art weiter zu
verbessern, wird die Aufgabe hinsichtlich der Packung erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß zwischen dem Griff und dem oberen Vorderteil der Packung eine Durchgreiföffnung
angebracht ist, die von einer inneren Naht umschlossen ist, welche in derselben Ebene
wie die äußere Nahtverläuft. Der Name der "Durchgreiföffnung" besagt schon den Zweck,
daß nämlich der Endverbraucher mit den Fingern seiner Hand den Griff derart vollständig
umgreifen kann, daß sich die Fingerspitzen einer Hand berühren können. Die Öffnung
zwischen dem oberen Vorderteil und dem hinten angeordneten Griff ist also durchgehend.
Dadurch kann auch in Verkaufsläden das Personal mit dem Finger durch mehrere Packungen
im Bereich ihrer Durchgreiföffnungen hindurchgreifen, so daß die Handhabung und Bedienung
nicht nur für den Endverbraucher sondern auch für den Handel verbessert sind.
[0018] Außerdem hat sich gezeigt, daß der ästhetische Eindruck einer solchen Packung für
den Endverbraucher angenehmer ist; vielleicht weil sich überzeugend der funktionstechnisch
günstige Griff deutlich darstellt.
[0019] Herstellungstechnisch ist es immer erwünscht, Material einzusparen. Das gelingt beim
Tiefziehen einer Packung der vorstehend genannten Art durch Verwendung dünner Wandungen.
Die bekannte Packung mit der Greifmulde hatte diesbezüglich den Nachteil, daß beim
Umgreifen des Griffes oder Eindrücken der einen Mulde gegen die gegenüberliegende
das Volumen verkleinert wird, denn die Packung war durch die dünnen Wandungen verhältnismäßig
flexibel. Durch die Packung gemäß der Erfindung ist eine Volumenverkleinerung nahezu
ausgeschaltet, auch wenn aus Gründen der Materialeinsparung dünne Wandungen für die
Packung vorgesehen sind.
[0020] Für die leichtere Herstellung der Packung nach der Erfindung, insbesondere durch
das Tiefziehen aus flachen Materialplatten oder einer ebenen Materialbahn ist es günstig,
die Durchgreiföffnung mit einer inneren Naht zu versehen. Darunter ist eine selbstverständlich
nach außerhalb des Volumens der Packung ragende Naht zu verstehen, die aber "innere"
genannte wird, im Gegensatz zu der die gesamte Packung außen in der beschriebenen
Ebene umziehenden "äußeren" Naht. Diese innen um die Durchgreiföffnung herumlaufende
innere Naht ist in sich geschlossen und umzieht die gesamte Durchgreiföffnung. Aus
herstellungstechnischen Gründen liegt sie außerdem in derselben Ebene wie die äußere
Naht, nämlich diejenige, in welcher die beschriebene Längsmittelachse liegt. Die Tiefziehwerkzeuge
lassen sich auf diese Weise einfacher ausgestalten, und die Herstellung wird einfacher.
[0021] Wenn man gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die innere
Naht schmaler macht, erlaubt sie ein angenehmeres Greifen. Dabei ist vorgesehen, die
in die Durchgreiföffnung vorstehende innere Naht so breit zu machen, daß sie nur 1
- 2 mm in die Durchgreiföffnung hineinsteht, vorzugsweise sogar nur 1,5 mm weit. Der
Greifkomfort einer mit einer derart schmalen inneren Naht versehenen Durchgreiföffnung
wird dadurch ersichtlich verbessert. Herstellungstechnisch ist das möglich geworden,
weil das Werkzeug die Öffnung zwischen dem Griff und dem Vorderteil nach dem Tiefziehen
und Formen gleichzeitig außen absiegelt. Bei diesem den Außenrand der Durchgreiföffnung
bestimmenden Absiegeln wird die innere Naht gebildet, die vorzugsweise und bei weiterer
Vereinfachung des gesamten Herstellungsverfahrens und der Werkzeuge gleichzeitig mit
der äußeren Naht versiegelt wird.
[0022] Sofern bei der Herstellung die Durchgreiföffnung zunächst durch Formung einer Mulde
hergestellt wird, kann die innere Naht doch durch ein sehr genau definiertes Siegelwerkzeug
hergestellt werden, welches dann mit einem ebenso sehr genau angepaßten Stempel zur
Bildung der Durchgreiföffnung ausgestanzt wird. Diese vorteilhaften Werkzeug- bzw.
Herstellungsmaßnahmen erlauben die Erstellung einer inneren Naht mit einer Breite,
wie vorstehend angegeben. Das war beim Stand der Technik bislang nicht oder nur sehr
schwierig möglich.
[0023] Gemäß der Erfindung ist es ferner vorteilhaft, wenn die innere Naht abgerundete Längskanten
hat. Der Greifkomfort wird dadurch noch weiter verbessert. Diese Abrundung ist bezüglich
des Querschnittes durch die innere Naht gedacht. Man kann sich vorstellen, daß die
Finger beim Durchgriff durch die Durchgreiföffnung besonders gegen diese innere Naht
gedrückt werden, auch wenn sie nur die vorstehend genannte geringe Breite hat. Der
jeweilige Finger kann sich dann zwar eher auf den benachbarten Flächen des Griffes
abstützen; wenn die Längskante der inneren Naht aber zusätzlich abgerundet ist, kann
der Benutzer über seine Finger auch bei starkem Druck nicht den geringsten Schmerz
empfinden. Diese Abrundung gelingtdurch den Hersteller beispielsweise durch einen
heißen Stempel, welcher die Stanzkante abschmilzt.
[0024] Es hat sich als günstig erwiesen, wenn erfindungsgemäß die Durchgreiföffnung sich
im wesentlichen parallel zur Längsmittelachse der Packung erstreckt und eine Länge
von etwa 5 cm - 8 cm, vorzugsweise 7 cm, sowie eine Breite von etwa 15 - 20 mm hat.
Diese Maßnahme erlaubt ein angenehmes Durchgreifen von vier Fingern einer Hand des
Endbenutzers, wenn er die Packung transportieren oder verstellen will.
[0025] Vorteilhaft ist es erfindungsgemäß ferner, wenn wenigstens eine Längskante der inneren
Naht bogenförmig gekrümmt ist. Als Längskante an der Durchgreiföffnung ist die bzw.
sind die beiden längeren Kanten, die vorzugsweise etwa 7 cm lang sind und parallel
zur Längsmittelachse verlaufen. Dieser Verlauf kann in weiten Grenzen variieren, so
daß die Kennzeichnung "parallel" weit auszulegen ist. Abgesehen von einer komfortableren
Greiftätigkeit durch die bogenförmige Krümmung der Längskante der inneren Naht ergeben
sich durch diese Maßnahme der Erfindung auch Vorteile für den Hersteller. Der Hersteller
muß nämlich günstige Werkzeuge wählen, die beispielsweise zuverlässig, kräftig sind
und eine möglichst lange Lebensdauer haben. Wenn andererseits nach den vorstehend
genannten Merkmalen die Breite der inneren Naht auf etwa 2 mm oder gar auf 1,5 mm
- in die Durchgreiföffnung hineinstehend - reduziert wird, wirkt sich das negativ
auf das Werkzeug aus. Für die Matrize eines Stanzstempels ist dann nämlich nicht mehr
viel Platz, so daß das Werkzeug an dieser Stelle schwach ist. Mit anderen Worten ist
das Seitenmaterial zum Beispiel der Matrize sehr dünn. Ist nun aber die Längskante
der inneren Naht gemäß der Erfindung bogenförmig, dann erzielt man wie beim Brückenbau
eine erheblich bessere Steifigkeit auch der Matrize.
[0026] Bei weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung hat die äußere Naht eine Breite
von 1,5 bis 2,5 mm, vorzugsweise von 2 mm. Wie schon vorstehend in Verbindung mit
der inneren Naht beschrieben ist, fühlt der Benutzer beim Ergreifen der Packung in
der inneren Hand auch die sogenannte äußere Naht, denn der Griff trägt auf der hinteren
Seite die äußere Naht und auf seiner vorderen Seite die innere Naht. Bei Packungen
mit zwei Liter Volumen oder mehr, d.h. größerem Gewicht, wird der Griff im Transport-
oder Hattezustand stärker in die Hand hineingedrückt. Deshalb ist es vorteilhaft,
wenn auch die äußere Naht eine geringere Breite hat, d.h. weniger weit nach außen
aus der Seitenwand heraussteht. Zwar ist hier an eine generelle Verschmälerung der
Naht rundum um die Packung gedacht, dem steht aber nicht im Wege, daß diese äußere
Naht im Boden versenkt ist.
[0027] Zweckmäßig ist es gemäß der Erfindung ferner, wenn der die Ausgießöffnung umlaufende
Bund ein viergängiges Außengewinde mit vier getrennten Gewindegangsegmenten aufweist.
Während geblasene Flaschen am Bund häufig ein eingängiges Schraubengewinde haben,
weil das Mundstück einer Flasche in diesem Bundbereich durch die Blastechnik beliebig
vestärkt werden kann, ist dies bei einer Pckung gemäß der Erfindung, die aus vorzugsweise
zwei Hälften hergestellt ist mit der die Packung umziehenden äußeren Naht, nicht möglich.
Will man das Material im Bereich des Bundes verstärken oder verändern, dann gibt es
für den Hersteller der Packung nach der Erfindung nur die Möglichkeit, die Bahn oder
Platte vor dem Tiefzieh- und Formvorgang dicker auszugestalten. Will man aber Material
sparen und insbesondere dünne Seitenwandungen vorsehen, dann wird ein eingängiges
Gewinde am Bund der Packung häufig zu schwach. Der Benutzer kann dieses leicht überdrehen.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen mit dem viergängigen Gewinde wirken durch die
vierfache Steigung geringere, auf den Durchmesser des Bundes wirkende Kräfte. Gleichwohl
genügen diese, um eine Schraubkappe ausreichend fest anzudrehen und zum flüssigkeitsdichten
Verschließen auf eine ringförmige Dichtfläche anzudrehen. Die Gefahr des Überdrehens
eines solchen viergängigen Gewindes ist mit Vorteil erheblich kleiner geworden. Außerdem
kann man die Schraubkappe mit einem viergängigen Gewinde gemäß der Erfindung schneller
verschließen.
[0028] Günstig ist es ferner, wenn erfindungsgemäß der tiefziehfähige Kunststoff ein Thermoplast,
vorzugsweise Polypropen, ist, der bis zu 70%, vorzugsweise bis zu 60%, mit einem Füllstoff,
vorzugsweise Kreide, Glimmer, Talkum oder Gips, gefüllt ist. Auch PVC kann als ein
solches tiefziehfähiges Kunststoffmaterial für die neue Packung dienen. Polypropen
ist in der Technik weitgehend auch als Polypropylen bekannt. Die erfindungsgemäße
Packung besteht dann aus einwandfrei wieder aufarbeitbaren und leicht verrottbaren
Teilen und Materialien. Es hat sich gezeigt, daß auch die gefüllten Kunststoffmaterialien
einerseits leicht verrottbar sind, natürlich auch ohne weiteres und nach einfachen
Methoden wieder aufgebarbeitet bzw. rezykliert werden können und andererseits die
Eigenschaften eines Kunststoffes nicht beeinträchtigen, so daß derartige gefüllte
Kunststoffmaterialien insbesondere tiefziehfähig und auch siegelfähig sind.
[0029] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung zweier bevorzugter Ausführungsbeispiele
in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen. Es zeigen:
- Figur 1
- die Seitenansicht eines Gebindes aus geschlossenen Paaren von Packungen, die kopfüber
oder Bund an Bund (Mund-zu-Mund) in einem Strang von fünf Paaren verbunden sind,
- Figur 2
- ein vergrößerter Ausschnitt der am rechten Ende befindlichen Paare von Packungen des
in Figur 1 dargestellten Gebindes,
- Figur 3
- die Seitenansicht einer vereinzelten Packung für ein Füllvolumen von zum Beispiel
1,5 Liter Flüssigkeit,
- Figur 4
- eine teilweise abgebrochen dargestellte Rückansicht der Packung, wenn man in Figur
3 von rechts nach links sieht,
- Figur 5
- die Vorderansicht der Packung, wenn man diese mit einer Blickrichtung von links nach
rechts in Figur 3 betrachtet,
- Figur 6
- eine Ansicht des Bodens und
- Figur 7
- eine Draufsicht auf die Packung, wobei eine Hälfte eine Schnittansicht ist (wie auch
bei Figur 4).
[0030] Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Gebinde besteht aus Packungen 30, die jeweils
in Richtung 31 des Stranges (Pfeil 31) hintereinander angeordnet und mit 32, 32a,
32b... 32i bezeichnet sind.
[0031] Betrachtet man das in Richtung des Pfeiles 31 vorderste Paar 32 von Packungen 30,30,
so erkennt man, daß diese über ihre Bünde 8 miteinander verbunden und damit gebildet
sind. Durch das einstückige Formen sowohl der oberen Packung 30 als auch der unteren
Packung 30 des ersten Paares 32 ist ein Hohlkörper geschaffen, der nach außen rundum
geschlossen ist. Das vorderste Paar 32 von Packungen 30 ist über die äußere Naht 12
mit der entsprechenden äußeren Naht 12 des nächstfolgenden Paares 32a verbunden. Auf
diese Weise kann man mehrere Paare 32, 32a, 32b, .... 32i zu einem Gebinde zusammenfassen,
welches in der Seitenansicht der Figur 1 allgemein Rechteckform hat. Innerhalb jedes
Paares 32, 32a ... 32i befinden sich die Böden 4 der Packungen 30 einander diametral
außen gegenüberliegend, während sich die Bünde 8 direkt berühren, weil sie noch ungetrennt
einstückig miteinander verbunden sind (durch den Tiefziehvorgang).
[0032] Neben dem Bund 8 der jeweiligen Packung 30 befindet sich das allgemein mit 33 bezeichnete
Oberteil der Packungsoberwand 5. Betrachtet man nun wieder das am weitesten links
in Figur 1 angeordnete, vorderste Paar 32 der Packungen 30, dann erkennt man einen
Abstand A zwischen dem Oberteil 31 zum Beispiel der oberen Packung 30 und dem anderen
Oberteil 33 der unteren Packung 30, die beide in demselben Paar 32 angeordnet sind.
Dieser Abstand A liegt bei diesem Ausführungsbeispiel bei 20 mm. Es sind aber auch
schon andere Gebinde hergestellt worden, bei denen der Abstand A in einem Bereich
zwischen 0 und 40 mm, vorzugsweise zwischen 10 und 30 mm lag. Man sieht in Figur 1
über den ganzen Strang in Richtung des Pfeiles 31 von rechts nach links wiederkehrend
eine Fläche F, welche sich hauptsächlich durch diesen Abstand A zwischen den beiden
Oberteilen 33 der Bund-an-Bund miteinander verbundenen Packungen 30 ergibt, erweitert
noch durch die Einbuchtung, die sich auf der jeweiligen Vorderkante 34 eines Paares
32 von Packungen im Bereich der Bünde 8 ergibt.
[0033] Es versteht sich auch, daß die im Bereich der Böden 4 entstehenden, etwa dreieckförmigen
Restteile 35 mit diesem Stanzvorgang ebenso wie die Durchgreiföffnung 14 weggestanzt
werden. Die in den Figuren 3 bis 7 dargestellte Packung 30 hat allgemein mit 1 bezeichnete
tubusförmige Seitenwände mit einer vorderen Seitenwand 2 und einer hinteren Seitenwand
3. Diese tubusförmigen Seitenwände 1 erstrecken sich vom Boden 4 bis zur Oberwand
5. Die Oberwand 5 ist über dem oberen Vorderteil 6 der Packung mit einer Ausgießöffnung
7 mit hochstehendem Bund 8 versehen. Ein zweigängiges Außengewinde 9 ist auf dem Bund
8 aufgeformt, denn die ganze Packung besteht aus tiefziehfähigem, gefülltem Kunststoff.
Durch die Längsmittelachse 10 kann man sich eine Ebene 11 (Figuren 6 und 7) gelegt
denken, in welcher sich eine ebene Naht 12 befindet, die die Verpackung rundum derart
umzieht, daß sie allerdings im Bereich der Oberwand 5 von der Ausgießöffnung 7 unterbrochen
wird und im Boden 4 versenkt verläuft.
[0034] Auf der dem oberen Vorderteil 6 der Packung diametral hinten gegenüberliegenden Seite
geht die hintere Seitenwand 3 einstückig in einen Griff 13 über, der von dem oberen
Vorderteil 6 durch eine Durchgreiföffnung 14 getrennt ist. Diese Durchgreiföffnung
14 wird von einer inneren Naht 15 umschlossen, welche in derselben Ebene 11 liegt
wie die äußere Naht 12.
[0035] Beim Gießen greift der Endbenutzer mit einem bis vier Fingern gleichzeitig durch
die Durchgreiföffnung 14 und umschließt dabei den Griff 13 mit der Hand auf der sogenannten
hinteren Seite der Packung. Dem gegenüber befindet sich die Ausgießöffnung 7 mit dem
Bund 8 über dem oberen Vorderteil 6 der Packung.
[0036] Die Durchgreiföffnung 14 ist in Draufsicht senkrecht auf die beschriebene Ebene 11
länglich mit einer größeren Länge L von zum Beispiel 7 cm als der Breite B von zum
Beispiel 20 mm.
[0037] Um mindestens eine Größenordnung kleiner ist dagegen die Breite b der inneren Naht
15. Dieses Maß ist in Figur 3 etwa in der Mitte der abgerundeten, hinteren Längskante
15a abgenommen. Entsprechend breit ist auch die vordere abgerundete Längskante 15b.
[0038] Aus Figur 3 erkennt man besonders deutlich auch die bogenförmige Krümmung der beiden
Längskanten 15a und 15b.
[0039] Die Breite H der äußeren Naht 12, zum Beispiel 2 mm, ist in Figur 3 unten im Bodenbereich
der hinteren Seitenwand 3 abgenommen.
[0040] Die Figur 4 ist rechts von der äußeren Naht 12, in welcher auch die Ebene 11 liegt,
als Ansicht dargestellt, wie oben schon beschrieben; während oben links in dem durch
die gestrichelte Linie 16 abgebrochenen Bereich die Linien 17, 18 und 19 zu sehen
sind, wenn man in Figur 3 einen Schnitt entlang der gestrichelten Linie S-S nimmt.
Die Linie 18 zeigt dabei zum Beispiel die vordere Längskante 15b der inneren Naht
15, während die Linie 19 die Krümmung des oberen Griffes 13 und die Linie 17 die Krümmung
der Packungswandung unterhalb der Durchgreiföffnung 14 zeigen.
[0041] In Figur 4 ist unten rechts durch die strichpunktierte Linie ein weiterer Schnitt
dargestellt, aus welchem man eine gekrümmte Linie 21 in der Mitte des Bodens 4 erkennt,
die sich in der Draufsicht auf den Boden 6 nach Figur 4 als die gestrichelte Linie
21' wiederfindet.
Bezugszeichenliste AS-127
[0042]
- 1
- tubusförmige Seitenwände
- 2
- vordere Seitenwand
- 3
- hintere Seitenwand
- 4
- Boden
- 5
- Oberwand
- 6
- oberes Vorderteil
- 7
- Ausgießöffnung
- 8
- hochstehender Bund
- 9
- Außengewinde
- 10
- Längsmittelachse
- 11
- Ebene durch die Längsmittelachse
- 12
- äußere Naht
- 13
- Griff
- 14
- Durchgreiföffnung
- 15
- innere Naht
- 15a
- hintere Längskante
- 15b
- vordere Längskante der inneren Naht
- 16
- Schnittlinie des Schnittes S-S
- 17
- Krümmung der Packungswandung
- 18
- Schnittlinie der vorderen Längskante 15b
- 19
- Krümmung des oberen Griffes 13
- 20
- Schnittlinie
- 21
- gekrümmte Linie in der Bodenmitte
- 21'
- gestrichelte Linie - Bodendraufsicht
- 30
- Packungen
- 31
- Richtung des Stranges (Pfeil 31)
- 32
- vorderstes Packungspaar
- 32a - 32i
- Packungspaare
- 33
- Oberteil der Packungsoberwand
- 34
- Vorderkante eines Paares
- 35
- Restteile
- A
- Abstand zwischen der oberen und unteren Packung
- B
- Breite
- F
- Fläche zwischen zwei Oberteilen 33
- L
- Länge
- S-S
- Schnittkante
1. Gebinde aus geschlossenen Paaren (32, 32a, 32b, .... 32i) von Packungen (30), welche
durch die Verbindung der Bünde (8) der Ausgießöffnungen (7) der Packungen (30) miteinander
gebildet und strangartig nebeneinander angeordnet und miteinander verbunden sind,
wobei jede der Packungen (30) für fließfähiges Füllgut mit tubusförmigen Seitenwänden
(1), Boden (4) und Oberwand (5) vorgesehen ist, die alle aus tiefziehfähigem Kunststoff
bestehen, wobei die Oberwand (5) über dem oberen Vorderteil (6) der Packung eine Ausgießöffnung
(7) mit hochstehendem Bund (8) aufweist und eine die Packung in einer Ebene parallel
zur Längsmittelachse (10) umziehende äußere Naht (12) derart in der Oberwand (5) angeordnet
ist, daß sie von der Ausgießöffnung (7) unterbrochen ist, wobei die äußere Naht (12)
aus den diametral gegenüberliegenden Seitenwänden (1) herausstehend verläuft und bis
fast an den freien, oberen Rand des Bundes (8) ragt, an dem Gewindeeinrichtungen (9)
vorgesehen sind, wobei zur Verbesserung der Standfestigkeit der Packung die äußere
Naht (12) im Boden (4) versenkt ist und wobei die hintere Seitenwand (3) oben gegenüber
dem oberen Vorderteil (6) einstückig mit einer Greifeinrichtung (13) versehen ist.
2. Gebinde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das neben dem Bund (8) der Ausgießöffnung
(7) der jeweiligen Packung (30) eines Paares (32, 32a, 32b,... 32i) befindliche Oberteil
(33) der Packungsoberwand (5) von dem Oberteil (33) der jeweils anderen Packung (30)
dieses Paares (32) im Abstand (A) angeordnet ist.
3. Gebinde nach Anpruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifeinrichtung (13)
der jeweiligen Packung (30) einen Griff (13) aufweist, wobei zwischen diesem (13)
und dem Vorderteil (6) eine Durchgreiföffnung (14) angebracht ist, die von einer inneren
Naht (15) umschlossen ist, welche in derselben Ebene (11) wie die äußere Naht (12)
verläuft.
4. Packung für fließfähiges Füllgut mit tubusförmigen Seitenwänden (1), Boden (4) und
Oberwand (5), die alle aus tiefziehfähigem Kunststoff bestehen, wobei die Oberwand
(5) über dem oberen Vorderteil (6) der Packung eine Ausgießöffnung (7) mit hochstehendem
Bund (8) aufweist und eine die Packung in einer Ebene parallel zur Längsmittelachse
(10) umziehende äußere Naht (12) derart in der Oberwand (5) angeordnet ist, daß sie
von der Ausgießöffnung (7) unterbrochen ist, wobei die äußere Naht (12) aus den diametral
gegenüberliegenden Seitenwänden (1) herausstehend verläuft und bis fast an den freien,
oberen Rand des Bundes (8) ragt, an dem Gewindeeinrichtungen (9) vorgesehen sind,
wobei zur Verbesserung der Standfestigkeit der Packung die äußere Naht (12) im Boden
(4) versenkt ist und wobei die hintere Seitenwand (3) oben gegenüber dem oberen Vorderteil
(6) einstückig mit einer Greifeinrichtung (13) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifeinrichtung (13) einen Griff (13) aufweist, wobei zwischen diesem Griff
(13) und dem oberen Vorderteil (6) eine Durchgreiföffnung (14) angebracht ist, die
von einer inneren Naht (15) umschlossen ist, welche in derselben Ebene (11) wie die
äußere Naht (12) verläuft.
5. Packung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Naht (15) eine in
die Durchgreiföffnung (13) vorstehende Breite (b) von 1 mm bis 2 mm, vorzugsweise
etwa 1,5 mm, hat.
6. Packung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Naht (15) abgerundete
Längskanten (15a, 15b) hat.
7. Packung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgreiföffnung
(14) sich im wesentlichen parallel zur Langsmittelachse (10) der Packung erstreckt
und eine Länge (L) von etwa 5 cm bis 8 cm, vorzugsweise 7 cm, sowie eine Breite (B)
von etwa 15 - 20 mm hat.
8. Packung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine
Längskante (15a, 15b) der inneren Naht (15) bogenförmig gekrümmt ist.
9. Packung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Naht
(12) eine Breite (H) von 1,5 bis 2,5 mm, vorzugsweise von 2 mm, hat.
10. Packung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der die Ausgießöffnung
(7) umlaufende Bund (8) ein viergängiges Außengewinde (9) mit vier getrennten Gewindegangsegmenten
aufweist.
11. Packung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der tiefziehfähige
Kunststoff ein Thermoplast, vorzugsweise Polypropen, ist, der bis zu 70%, vorzugsweise
bis zu 60%, mit einem Füllstoff, vorzugsweise Kreide, Glimmer, Talkum oder Gips, gefüllt
ist.