| (19) |
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(11) |
EP 0 828 023 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.01.2007 Patentblatt 2007/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.08.1997 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Mittel zum Färben oder Bedrucken von Textilmaterialien
Agent for printing or dyeing textile materials
Agent pour teindre ou imprimer des matériaux textiles
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE DK ES FR GB IT LI PT |
| (30) |
Priorität: |
30.08.1996 DE 19635061
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.03.1998 Patentblatt 1998/11 |
| (73) |
Patentinhaber: Lanxess B.V. |
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6710 BA Ede (NL) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Riegels, Martin, Dr.
42799 Leichlingen (DE)
- Vogt, Uwe, Dr.
40789 Monheim (DE)
- Walz, Klaus, Dr.
51381 Leverkusen (DE)
- Lesszinsky, Fritz
51465 Bergisch Gladbach (DE)
- Könemund, Bernd
42799 Leichlingen (DE)
- Groth, Torsten, Dr.
51519 Odenthal (DE)
- Joentgen, Winfried, Dr.
51067 Köln (DE)
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| (74) |
Vertreter: Herbold, Matthias et al |
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LANXESS Deutschland GmbH
LIP IPR
Q 18 51369 Leverkusen 51369 Leverkusen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 253 190 DE-A- 19 545 678 US-A- 5 131 768 US-A- 5 519 110
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DE-A- 4 439 990 US-A- 3 846 380 US-A- 5 408 029
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- DATABASE WPI Section Ch, Week 9809 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class A97,
AN 98-090073 XP002064635 & JP 09 207 427 A (MITSUBISHI CHEM CORP) , 12.August 1997
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Textilmaterialien
aus Wolle, Baumwolle, regenerierter Baumwolle, Jute, Sisal, Polyester, Polyamide,
Polyurethane, Polyacrylnitril oder Polypropylenfasem oder Gemischen hiervon unter
Einsatz von Mitteln, die durch einen Gehalt von Polyasparaginsäure (PAS) oder einem
Derivat hiervon gekennzeichnet sind. Die Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung
dieser Mittel zum Färben oder Bedrucken der genannten Textilmaterialien.
[0002] Im Verlaufe von Färbungen von Textilmaterialien aus natürlichen und/oder synthetischen
Fasern oder beim Bedrucken dieser Textilmaterialien treten häufig Probleme verschiedener
Art auf, beispielsweise hinsichtlich der Egalität, der Stabilität der Flotten oder
Druckpasten oder der Bildung von Lauffalten. In den meisten Fällen ist es gelungen,
durch Zusatz von Hilfsmitteln, die auf das angesprochene Problem optimiert werden
konnten, zu einer befriedigenden Lösung dieser Probleme zu gelangen. Unbefriedigend
ist in den meisten Fällen jedoch die biologische Abbaubarkeit der eingesetzten Hilfsmittel,
was zu einer starken Belastung der jeweiligen Abwässer führt. Beispiele für Hilfsmittel
mit mangelhafter biologischer Abbaubarkeit sind sulfonierte Naphthalin-FormaldehydKondensate,
oxethylierte Fettamine, Ligninsulfonate, Polymerisate oder Copolymerisate der (Meth)-acrylsäure.
[0003] Aus DE-A 4 439 990 sind Ledergerbstoffe und Stellmittel für Farbstoffe bekannt, die
unter anderem Polyasparaginsäure, ihre Salze und Anhydride enthalten.
[0004] Aus US-A 5,408,029 sind Faserbehandlungsmittel bekannt, die Polymere aus Aminosäuren,
unter anderem Asparaginsäure, enthalten können.
[0005] Aus US-A 5,131,768 sind Nachfülltinten bekannt, die unter anderem Polyasparaginsäure
enthalten.
[0006] Aus US-A 3,846,380 ist ein Herstellverfahren für Polyasparaginsäure bekannt, wie
sie im oben genannten Stand der Technik eingesetzt werden kann.
[0007] Schließlich offenbart DE-A-2 253 190 Polyaminosäure-Derivate, Verfahren zu ihrer
Herstellung und ihre Verwendung als Tenside sowie diese Verbindungen enthaltende Waschmittel
und Kosmetika.
[0008] Es wurde nun gefunden, dass erfolgreiche Färbungen oder Drucke hergestellt werden
können, wenn man den Färbebädern (Flotten) oder Druckpasten Hilfsmittel zusetzt, die
PAS oder ein Derivat davon und gegebenenfalls weitere bekannte Komponenten enthalten.
PAS und ihre Derivate zeichnen sich durch eine hervorragende biologische Abbaubarkeit
aus.
[0009] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben oder Bedrucken der genannten Textilmaterialien
durch Behandeln dieser Textilmaterialien mit Färbeflotten oder Druckpasten, die Färberei-
bzw. Druckhilfsmittel enthalten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass diese Hilfsmittel
PAS oder ein Derivat davon und als weitere Komponente gegebenenfalls eines oder mehrere
der oben genannten Komponenten enthalten, wobei die Hilfsmittel in einer Menge von
0,2 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Warengewicht (Gewicht der Textilmaterialien), eingesetzt
werden.
[0010] Die Erfindung betrifft ebenfalls die Verwendung der genannten Mittel als Hilfsmittel
zum Färben oder Bedrucken der genannten Textilmaterialien.
[0011] Die im erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzenden Mittel sind vor allem durch ihren
Gehalt an PAS bzw. einem Derivat hiervon gekennzeichnet. Als Derivate kommen vor allen
Dingen Salze der PAS in Frage, die als Kationen Li
⊕, Na
⊕, K
⊕, Mg
⊕⊕, Ca
⊕⊕, NH
4⊕, H
3N(CH
2CH
2OH)
⊕, H
2N(CH
2CH
2OH)
2⊕ oder HN(CH
2CH
2OH)
3⊕ enthalten. Die Herstellung und Verwendung von PAS und ihrer Derivate ist seit langem
Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen und Patente. Hierzu sei verwiesen auf J.
Org. Chem.
26 (1961), 1084, US 4.839.461 (= EP 256 366), DE-A 22 53 190, US 5.296.578, US 5.288.783,
EP 593 187, DE-A 42 21 875, DE-A 49 00 020 und DE-A 43 07 114.
[0012] Die genannte US' 461 beschreibt die Herstellung von PAS aus Maleinsäureanhydrid,
Wasser und Ammoniak. Maleinsäureanhydrid wird in wässrigem Medium unter Zugabe von
konzentrierter Ammoniaklösung in das Monoammoniumsalz umgewandelt. In einer bevorzugten
Ausführungsform wird PAS dadurch hergestellt, dass man Maleinsäuremonoammoniumsalz
vorzugsweise bei 150 bis 180°C in einem Reaktor bei einer Verweilzeit von 5 bis 300
Minuten einer thermischen, gegebenenfalls kontinuierlich durchgeführten Polymerisation
unterwirft und das erhaltene Polysuccinimid durch Hydrolyse zu PAS bzw. einem Salz
davon umsetzt.
[0014] Die Analyse der chemischen Struktur erfolgt vorzugsweise mit
13C-NMR, FT-IR und nach Totalhydrolyse mit HPLC, GC und GC/MS.
[0015] Bei vielen Herstellungsverfahren fallen nicht die reinen Säuren sondern zunächst
die entsprechenden Anhydride, beispielsweise Polysuccinimid an. Derartige Polymerisationsprodukte
können durch Umsetzung mit einer Base gegebenenfalls in Gegenwart von Wasser in ein
PAA-haltiges Salz überführt werden. Diese Umwandlung von PSI-haltigen in PAA-haltige
Polymere geschieht anschließend in einer geeigneten Vorrichtung durch Hydrolyse. Bevorzugt
ist dabei ein pH-Wert zwischen 5 und 14 geeignet. In besonders bevorzugter Form wird
ein pH-Wert von 7 bis 12 gewählt, insbesondere durch den Zusatz einer Base. Geeignete
Basen sind Alkali- und Erdalkalihydroxide oder Carbonate wie beispielsweise Natronlauge,
Kalilauge, Soda oder Kaliumcarbonat, Ammoniak und Amine wie Triethylamin, Triethanolamin,
Diethylamin, Diethanolamin, Alkylamine etc.. Besonders bevorzugt sind neben freien
Säuren deren Na-, K- oder Ca-Salze.
[0016] Die Temperatur bei der Hydrolyse liegt geeigneter Weise in einem Bereich einschließlich
bis zum Siedepunkt der PSI-Suspension und bevorzugt bei 20 bis 150°C. Die Hydrolyse
wird gegebenenfalls unter Druck durchgeführt.
[0017] Es ist jedoch auch möglich, durch rein wäßrige Hydrolyse oder Behandlung des Salzes
mit Säuren oder sauren Ionenaustauschern die freie Polyasparaginsäure zu erhalten.
Der Begriff "Polyasparaginsäure" (= PAA) umfaßt bei der vorliegenden Erfindung ebenfalls
die Salze, falls nicht ausdrücklich anders dargestellt. Das fertige Produkt wird durch
Trocknung, bevorzugt Sprühtrocknung, erhalten.
[0018] Bevorzugte Polymere haben ein Molekulargewicht nach gelpermeationschromatographischen
Analysen (von Mw = 500 bis 10.000, bevorzugt 700 bis 5.000, besonders bevorzugt 1.000
bis 4.500). Im allgemeinen liegt der Anteil der beta-Form bei mehr als 50 %, bevorzugt
bei mehr als 70 %.
[0019] Als Derivat der PAS kann neben den Salzen mit den oben erwähnten Kationen Polysuccinimid
eingesetzt werden, das bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei 100 bis 240°C, gegebenenfalls
in Gegenwart eines Katalysators, wie in einer Menge von 0,01 bis 1 Gew.-%, bezogen
auf die PAS, eines sauren Katalysators, wie Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure
und anderer, erfolgen. Polysuccinimid fällt jedoch auch bei einer Reihe von Herstellungsverfahren
unmittelbar an. In einem solchen Fall kann Polysuccinimid durch Umsetzung mit einer
Base gegebenenfalls in Gegenwart von Wasser in ein Salz mit einem der oben erwähnten
Kationen übergeführt werden. Diese Umwandlung geschieht im Anschluss an das Herstellungsverfahren
in einer geeigneten Vorrichtung durch Hydrolyse. Bevorzugt ist hierbei ein pH-Wert
zwischen 5 und 14, bevorzugt pH = 7 bis 12. Geeignete Basen zur Durchführung einer
alkalischen Hydrolyse sind Alkali- und Erdalkalimetallhydroxide oder -carbonate, wie
beispielsweise Natronlauge, Kalilauge, Soda, Kaliumcarbonat, weiterhin Ammoniak und
Amine, wie Triethylamin, Triethanolamin, Diethylamin, Diethanolamin und Ethanolamin.
[0020] Weitere im erfindungsgemäßen Verfahren einsetzbare Derivate der PAS sind solche,
in denen ein Teil der in der PAS vorhandenen Carboxylgruppen als Amide vorliegen.
Die Herstellung solcher PAS-Amide kann aus dem genannten Polysuccinimid mit primären
oder sekundären Aminen erfolgen (DE-A 22 53 190, EP 274 127, EP 406 623, EP 519 119,
US 3.846.380, US 3.927.204, US 4.363.797). Die nach der Amidbildung verbleibenden
restlichen Succinimidstrukturen können anschließend durch die genannte hydrolytische
Öffnung in Gegenwart von Basen in freie Carboxyl- bzw. Carboxylatgruppen umgewandelt
werden. In bevorzugten Derivaten enthalten 5 bis 50 Mol-%, bevorzugt 10 bis 35 Mol-%
der vorhandenen Asparaginsäureeinheiten solche Amidstrukturen, während die restlichen
Carboxylgruppen in Form von Carboxylatgruppen vorliegen.
[0021] Die im erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzenden Mittel enthalten 5 bis 100 Gew.-%,
bevorzugt 10 bis 50 Gew.-% PAS, ihre Derivate (vorzugsweise ihre Salze und Amide)
oder Gemische hiervon, bezogen auf das Gesamtgewicht der Mittel. Die Amidgruppen von
PAS-Derivaten enthalten am Amidstickstoff gesättigte oder ungesättigte aliphatische
Reste mit 2 bis 20 C-Atomen, die durch Hydroxylgruppen substituiert sein können, oder
cycloaliphatische Reste mit 6 bis 12 C-Atomen. Beispiele für solche Reste in den Amidgruppen
sind: Hydroxyethyl, Hydroxypropyl, Butyl, Hexyl, Octyl, Dodecyl, Tetradecyl, Hexadecyl,
Octadecyl, Octadecenyl oder Cyclohexyl.
[0022] Die im erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzenden Mittel können neben ihrem Gehalt
an PAS oder einem Derivat hiervon weitere Komponenten enthalten. Unter den weiteren
Komponenten befinden sich Netzmittel, Emulgatoren, Dispergiermittel oder ein Gemisch
mehrerer von ihnen, die in bekannter Weise anionaktiv oder nicht-ionisch sein können.
Beispiele hierfür sind: Umsetzungsprodukte von aliphatischen, araliphatischen oder
aromatischen Hydroxylverbindungen, Carbonsäuren, Carbonsäureamiden oder Aminen mit
Ethylenoxid, deren Schwefelsäurehalbester oder Phosphorsäurepartialester, Fettsäureester
von Mono- oder Polysacchariden oder Fettsäuresorbitanester und deren Oxethylierungsprodukte,
C
10-C
20-Alkansulfonate, C
8-C
12-Alkylbenzolsulfonate, C
8-C
18-Alkylsulfate oder -phosphate oder kondensierte aromatische Sulfonsäuren, wie Naphthalin-Formaldehyd-Sulfonate.
Stoffe der genannten Art können auch als Egalisiermittel dienen. Sie sind dem Fachmann
für diese Einsätze bekannt.
[0023] Lösungsvermittler als weitere Komponente sind beispielsweise Glykole, Mono- bis Tetraalkylenglykole,
deren Ether oder Ester mit C
1-C
4-Alkoholen bzw. C
1-C
4-Carbonsäuren.
[0024] Entschäumer als weitere Komponente sind beispielsweise pflanzliche Öle oder Mineralöle
enthaltende Entschäumer, insbesondere Propylenoxid-Ethylenoxid-Blockpolymere.
[0025] Gelegentlich können als weitere Komponenten Reduktionsmittel, Oxidationsmittel, Reserviermittel,
pH-Regulatoren, Komplexbildner oder mehrere von ihnen in einer Menge von 0 bis 10
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der im erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzenden
Mittel, vorliegen, was bei der Menge an PAS und den oben genannten Tensiden berücksichtigt
wird. Der Einsatz solcher Mittel ist dem Fachmann geläufig und beispielsweise in Chwala/Anger,
Handbuch der Textilhilfsmittel, Verlag Chemie, Weinheim 1977, beschrieben.
[0026] Die genannten weiteren Komponenten, ihre Herstellung und Verfügbarkeit sind als solche
dem Fachmann bekannt. Selbstverständlich können zur Erzielung optimierter Färbungen
bzw. Textildrucke auch mehrere der genannten weiteren Komponenten eingesetzt werden.
[0027] In bevorzugter Weise liegt mindestens eine der genannten weiteren Komponenten vor.
Sie liegen erfindungsgemäß in einer Menge von 95 bis 0 Gew.-%, bevorzugt 90 bis 50
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Mittel, vor.
[0028] Textilmaterialien, die unter Einsatz der im erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzenden
Mittel gefärbt oder bedruckt werden, sind Wolle, Baumwolle oder regenerierte Baumwolle,
sowie Jute oder Sisal.
[0029] Als synthetische Fasern seien solche aus Polyestern, Polyamiden, Polyurethanen, Polyacrylnitril
oder Polypropylen genannt.
[0030] Das Färben oder Bedrucken der Textilmaterialien wird mit den für die eingesetzten
Fasern geeigneten Farbstoffen durchgeführt, was dem Fachmann grundsätzlich bekannt
ist. Geeignete Farbstoffklassen hierfür stammen beispielsweise aus der Gruppe der
Säurefarbstoffe, der Sulfogruppen-freien oder Sulfogruppen-haltigen Metallkomplexstoffe,
der Reaktivfarbstoffe, der Küpenfarbstoffe, der Direktfarbstoffe, der Schwefelfarbstoffe,
der kationischen Farbstoffe, der Dispersionsfarbstoffe und der Pigmente.
[0031] In bevorzugter Weise werden die im erfindungsgemäßenVerfahren einzusetzenden Mittel
beim Färben von Baumwolle mit Direktfarbstoffen und Reaktivfarbstoffen, beim Färben
von Polyesterfasern mit Dispersionsfarbstoffen oder beim Färben von Baumwoll-Polyester-
Mischartikeln mit Direkt- oder Reaktivfarbstoffen und Dispersionsfarbstoffen eingesetzt.
Das Färben bzw. Bedrucken der genannten Textilmaterialien erfolgt in bekannten Verfahren,
wie im Ausziehverfahren, im Kontinue-Verfahren, im Klotz-Kalt-Verweil (KKV)-Verfahren
und anderen, sowie im Rahmen der dem Fachmann bekannten Textildruckverfahren. Die
bei den einzelnen Verfahren einzusetzenden Mengen an Textilhilfsmittel, die anzuwendenden
Temperaturen, die Flottenlängen und Konzentrationen sind dem Fachmann bekannt. Die
im erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzenden Mittel werden in einer Menge von 0,2
bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Warengewicht des zu färbenden oder zu bedruckenden
Textilmaterials, eingesetzt.
[0032] Mit Hilfe der im erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzenden Mittel werden hervorragend
stabile Färbebäder und dadurch wiederum Färbungen mit hervorragender Egalität und
Brillanz erhalten. Daneben wird die Bildung von Lauffalten verringert oder vollständig
vermieden. Entsprechende Vorteile werden auch beim Textildruck erhalten. Hierbei kann
das sonst als Verdickungsmittel in Färberei- oder Druckhilfsmitteln eingesetzte, nicht
umweltfreundliche Polyacrylat ganz oder teilweise durch die im erfindungsgemäßen Verfahren
einzusetzenden Mittel ersetzt werden.
[0033] Die im erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzenden Mittel besitzen eine hervorragende
biologische Abbaubarkeit und tragen daher zu einer Verringerung der Abwasserlast von
Textilbetrieben bei. Im Falle des teilweisen oder völligen Ersatzes von Polyacrylat
erhält man weiterhin geringer viskose Färbeflotten.
Beispiel 1
[0034] 100 g gebleichtes Baumwollgarn wurden in einem Kreuzspulfärbeapparat im Flottenverhältnis
1:10 bei 80°C gefärbt, wobei eine Färbeflotte eingesetzt wurde, die pro Liter 4 g
Reactive Green 021 und 2 g des nachstehend beschriebenen Hilfsmittels enthielt. Nach
einer Färbezeit von 10 Minuten wurden 80 g Natriumchlorid zugegeben, nach weiteren
30 Minuten 5 g Natriumbicarbonat und nach 30 Minuten schließlich 10 g Natriumcarbonat.
Die Färbung wurde in weiteren 60 Minuten vollendet. Es wurde eine Färbung von hervorragender
Egalität erhalten, und an der Spule waren keinerlei Abfiltrationen zu erkennen.
[0035] Das eingesetzte Hilfsmittel bestand aus einer wäßrigen Lösung, die 12 % des Natriumsalzes
von PAS und 10 % des Natriumsalzes eines sulfonierten Naphthalin-Formaldehyd-Kondensationsproduktes
enthielt.
Beispiel 2
[0036] Baumwollwirkware mit einem Flächengewicht von 250 g/m
2 wurde in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise gefärbt, wobei an Stelle des dort
genannten Farbstoffs Reactive Blue 116 verwendet wurde.
[0037] Es wurde eine Blaufärbung von hervorragender Egalität erhalten. Die eingesetzten
Färbeflotten besaßen eine sehr gute Stabilität, wodurch im Färbeapparat keine Abschmierungen
und dadurch auf dem gefärbten Material keine Flecken entstanden.
Beispiel 3
[0038] Gebleichte Baumwoll-Gabardine mit einem Flächengewicht von 260 g/m
2 wurde nach dem Klotz-Kaltverweilverfahren bei einer Flottenaufnahme von 80 % gefärbt,
wobei eine Flotte verwendet wurde, die im Liter 30 g Reactive Green 021, 2,5 g PAS,
2 g eines handelsüblichen Netzmittels (z.B. eines Umsetzungsproduktes von Isotridecanol
mit 6 Mol Ethylenoxid), 20 g Natriumcarbonat und 3 g Natronlauge von 38° Be enthielt.
Die Verweilzeit des Materials in nassem Zustand betrug 48 Stunden. Nach dem Auswaschen
wurde eine Grünfärbung von hervorragender Egalität erhalten, bei der außerdem kein
sogenannter Kanten- oder Endablauf zu beobachten war.
Beispiel 4
[0039] Ein Gewebe aus Baumwolle/Polyester (80:20) wurde auf einem Baumfärbeapparat im Flottenverhältnis
1:14 nach dem Zweibadverfahren gefärbt. Das erste Bad enthielt hierbei neben 0,385
% (bezogen auf Textilmaterial) Disperse Yellow 042 und 1,9 % Disperse Blue 060 1 g/l
des nachstehend beschriebenen PAS-Amids als Dispergiermittel und 0,5 g/l eines handelsüblichen
Egalisiermittels (z.B. eine 1:1-Mischung aus Stearinsäure x6 EO und Nonylphenol x10
EO). Die Färbung wurde bei 80°C begonnen. Mit einer Aufheizgeschwindigkeit von 1°C/min
wurde auf 130°C erhitzt und bei dieser Temperatur 45 min gefärbt. Anschließend wurde
mit einem zweiten Bad bei 80°C gefärbt, das zunächst 2,0 g/l der nachstehend beschriebenen
PAS-Amidlösung enthielt und dem nach 10 Minuten 0,0096 % (bezogen auf Textilmaterial)
Reactive Yellow 111 und 3,319 % Reactive Green 021 zugesetzt wurden. Nach jeweils
30 min wurden dem Färbebad dann nacheinander 80 g/l Natriumchlorid, 2 g/l Natriumcarbonat
und schließlich langsam 4 ml/l Natronlauge (38° Be) zugegeben. Nach einer weiteren
halben Stunde wurde eine Färbung von einwandfreier Flächenegalität erhalten. Durch
die hohe Stabilität der Färbeflotten wurden Abfiltrationen in den inneren Lagen der
Baumfärbung vermieden.
[0040] Das eingesetzte PAS-Amid wurde hergestellt, indem man 48,4 Teile Polysuccinimid und
40,5 Teile Oleylamin in 103 Teilen N-Methylpyrrolidon auf 130 bis 135°C erhitzte und
5 Stunden bei dieser Temperatur verrührte. Nach dem Abkühlen auf 90 bis 95°C setzte
man 295 Teile Wasser und 28 Teile 50 %ige Natronlauge zu und rührte noch ca. 1 Stunde
bei 95 bis 100°C nach. Es wurden ca. 500 Teile einer 20 %igen Lösung des PAS-Amids
als leicht trübe Lösung erhalten, die durch eine Klärfiltration in eine klare Lösung
überführt werden konnte.
[0041] Mit gleichem Erfolg konnte die Färbung durchgeführt werden, wenn man an Stelle dieses
PAS-Amids im Reaktivfärbebad 2 g/l eines Mittels einsetzte, das aus 12 % eines sulfonierten
Naphthalin-Formaldehyd-Kondensationsproduktes, 10 % Polyasparaginsäure-Na-Salz und
78 % Wasser bestand.
1. Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Textilmaterialien aus Wolle, Baumwolle, regenerierter
Baumwolle, Jute, Sisal, Polyester, Polyamide, Polyurethane, Polyacrylnitril oder Polypropylenfasern
oder deren Mischungen, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Textilmaterialien mit Färbeflotten oder Druckpasten behandelt die als Hilfsmittel
Polyasparaginsäure oder ein Derivat davon und ein oder mehrere weitere Komponenten
wie Netzmittel, Egalisiermittel, Dispergiermittel, Reduktionsmittel, Oxidationsmittel,
Lösungsvermittler, Entschäumer, Reserviermittel, pH-Regulatoren, Komplexbildner enthalten
und die Hilfsmittel in einer Menge von 0,2 bis 10 Gew.-% bezogen auf das Gewicht der
zu bedruckenden oder zu färbenden Textilmaterialien eingesetzt werden.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Derivate der Polyasparaginsäure Salze die als Kationen Li⊕, Na⊕, K⊕, Mg⊕⊕, Ca⊕⊕, NH4⊕, H3N (CH2CH2OH)⊕, H2N(CH2CH2OH)2⊕ oder HN(CH2CH2OH)3⊕ enthalten oder Polysuccinimid eingesetzt werden.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polyasparaginsäure wiederkehrende Succinyl-Einheiten der Struktur

bevorzugt

enthält.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polyasparaginsäure durch geeignete Reaktionsführung und Wahl der Edukte weitere
wiederkehrende Einheiten wie
a) Äpfelsäure-Einheiten der Formel

oder
b) Maleinsäure- und Fumarsäure-Einheiten der Formel

enthält.
5. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Komponenten in einer Menge von 90 bis 50 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht
der erfindungsgemäßen Mittel vorliegen.
6. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Textilmaterial gebleichtes Baumwollgarn ist und die Färbeflotte Reactive Green
021 oder Reactive Blue 116, Natriumsalz der Polyasparaginsäure und Natriumsalz eines
sulfonierten Naphthalin-Formaldehyd-Kondensationsproduktes enthält.
7. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Polyasparaginsäure im wesentlichen eine β-Polyasparaginsäure mit einem Molekulargewicht
von 500 bis 10 000, verstanden als Gewichtsmittel, eingesetzt wird.
8. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Polyasparaginsäurederivate solche in denen ein Teil der in der Polyasparaginsäure
vorhandenen Carboxylgruppen als Amide vorliegen eingesetzt werden.
9. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Netzmittel, Emulgatoren oder Dispergiermittel Umsetzungsprodukte von aliphatischen,
araliphatischen oder aromatischen Hydroxylverbindungen, Carbonsäuren, Carbonsäureamiden
oder Aminen mit Ethylenoxid, deren Schwefelsäurehalbester oder Phosphorsäurepartialester,
Fettsäureester von Mono- oder Polysacchariden oder Fettsäuresorbitanester und deren
Oxethylierungsprodukte, C10-C20-Alkansulfonate, C8-C12-Alkylbenzolsulfonate, C8-C18-Alkylsulfate oder -phosphate oder kondensierte aromatische Sulfonsäuren, wie Naphthalin-Formaldehyd-Sulfonate
eingesetzt werden.
10. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Färbeflotten oder Druckpasten Farbstoffe aus der Gruppe der Säurefarbstoffe,
der Sulfogruppen-freien oder Sulfogruppen-haltigen Metallkomplexstoffe, der Reaktivfarbstoffe,
der Küpenfarbstoffe, der Direktfarbstoffe, der Schwefelfarbstoffe, der kationischen
Farbstoffe, der Dispersionsfarbstoffe und der Pigmente enthalten.
11. Verwendung von Polyasparaginsäure oder einem Derivat davon und einer oder mehrerer
Komponenten wie Netzmittel, Egalisiermittel, Dispergiermittel, Reduktionsmittel, Oxidationsmittel,
Lösungsvermittler, Entschäumer, Reserviermittel, pH-Regulatoren, Komplexbildner in
einer Menge von 0,2 bis 10 Gew.-% bezogen auf das Gewicht der zu bedruckenden oder
zu färbenden Textilmaterialien, dadurch gekennzeichnet, dass diese in Färbeflotten oder Druckpasten zum Färben oder Bedrucken von Textilmaterialien
aus Wolle, Baumwolle, regenierter Baumwolle, Jute, Sisal, Polyester, Polyamide, Polyurethane
oder Polypropylen Fasern, oder deren Mischungen eingesetzt werden.
1. Process for dyeing or printing textile materials composed of wool, cotton, regenerated
cotton, jute, sisal or polyester, polyamide, polyurethane, polyacrylonitrile or polypropylene
fibres or mixtures thereof, characterized in that these textile materials are treated with dyeing liquors or printing pastes containing,
as auxiliaries, polyaspartic acid or a derivative thereof and one or more further
components such as wetting agents, levelling agents, dispersing agents, reducing agents,
oxidizing agents, solubilizers, defoamers, resist agents, pH regulators, complexing
agents and the auxiliaries are used in an amount of 0.2 to 10% by weight, based on
the weight of the textile materials to be printed or to be dyed.
2. Process according to Claim 1, characterized in that derivatives of polyaspartic acid comprise salts containing Li⊕, Na⊕, K⊕, Mg⊕⊕, Ca⊕⊕, NH4⊕, H3N (CH2CH2OH)⊕, H2N(CH2CH2OH)2⊕ or HN (CH2CH2OH) 3⊕ as cations, or polysuccinimide.
3. Process according to Claim 1,
characterized in that the polyaspartic acid contains recurring succinyl units of the structure

preferably
4. Process according to Claim 1,
characterized in that the polyaspartic acid contains further recurring units such as
a) malic acid units of the formula

or
b) maleic acid and furmaric acid units of the formula

through suitable reaction management and choice of starting materials.
5. Process according to Claim 1, characterized in that the further components are present in an amount of 90 to 50% by weight based on the
total weight of the compositions according to the invention.
6. Process according to Claim 1, characterized in that the textile material is bleached cotton yarn and the dyeing liquor contains Reactive
Green 021 or Reactive Blue 116, the sodium salt of polyaspartic acid and the sodium
salt of a sulphonated naphthalene-formaldehyde condensation product.
7. Process according to Claim 1, characterized in that the polyaspartic acid used is essentially a β-polyaspartic acid having a molecular
weight of 500 to 10 000, understood as weight average.
8. Process according to Claim 1, characterized in that the polyaspartic acid derivatives used are those in which a portion of the carboxyl
groups present in the polyaspartic acid are present as amides.
9. Process according to Claim 1, characterized in that reaction products of aliphatic, araliphatic or aromatic hydroxy compounds, carboxylic
acids, carboxylic acid amides or amines with ethylene oxide, sulphuric acid half esters
or phosphoric acid partial esters thereof, fatty acid esters of mono- or polysaccharides
or fatty acid sorbitan esters and oxyethylation products thereof, C10-C20-alkanesulphonates, C8-C12-alkylbenzenesulphonates, C8-C18-alkyl sulphates or phosphates or condensed aromatic sulphonic acids, such as naphthalene-formaldehyde-sulphonates,
are used as wetting agents, emulsifiers or dispersing agents.
10. Process according to Claim 1, characterized in that the dyeing liquors or printing pastes contain dyestuffs from the group of acid dyestuffs,
metal complex substances which are free from sulpho groups or contain sulpho groups,
reactive dyestuffs, vat dyestuffs, direct dyestuffs, sulphur dyestuffs, cationic dyestuffs,
disperse dyestuffs and pigments.
11. Use of polyaspartic acid or a derivative thereof and one or more components such as
wetting agents, levelling agents, dispersing agents, reducing agents, oxidizing agents,
solubilizers, defoamers, resist agents, pH regulators, complexing agents in an amount
of 0.2 to 10% by weight based on the weight of the textile materials to be printed
or to be dyed, characterized in that these are used in dyeing liquors or printing pastes for dyeing or printing textile
materials composed of wool, cotton, regenerated cotton, jute, sisal or polyester,
polyamide, polyurethane, polyacrylonitrile or polypropylene fibres or mixtures thereof.
1. Procédé pour la teinture ou l'impression de matériaux textiles à base de laine, coton,
coton régénéré, jute, sisal, fibres de polyester, de polyamide, de polyuréthanne,
de polyacrylonitrile, de polypropylène ou de mélanges de ceux-ci, caractérisé en ce qu'on traite ces matériaux textiles par des bains de teinture ou des pâtes à imprimer
qui contiennent en tant qu'adjuvants du poly(acide aspartique) ou un dérivé de celui-ci
et un ou plusieurs composants tels que des agents mouillants, des agents d'unisson,
des dispersants, des réducteurs, des oxydants, des tiers-solvants, des antimousses,
des agents de réserve, des régulateurs du pH, des complexants et les adjuvants sont
utilisés en une quantité de 0,2 à 10 % en poids, par rapport au poids des matériaux
textiles à imprimer ou à teindre.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise comme dérivés du poly(acide aspartique) des sels qui contiennent en tant
que cations Li⊕, Na⊕, K⊕, Mg⊕⊕, Ca⊕⊕, NH4⊕, H3N(CH2CH2OH)⊕ , H2N(CH2CH2OH)2⊕ ou HN(CH2CH2OH)3⊕ ou du polysuccinimide.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le poly(acide aspartique) contient des motifs répétitifs succinyle de formule

de préférence
4. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le poly(acide aspartique), au moyen d'une conduite de réaction appropriée et d'un
choix convenable des produits de départ, contient d'autres motifs répétitifs tels
que
a) des motifs acide malique de formule

ou
b) des motifs acide maléique et acide fumarique de formule

5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les autres composants sont présents en une quantité de 90 à 50 % en poids, par rapport
au poids total des compositions selon l'invention.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau textile est un fil de coton blanchi et le bain de teinture contient le
colorant vert Reactive Green 021 ou le colorant bleu Reactive Blue 116, le sel sodique
du poly(acide aspartique) et le sel sodique d'un produit de condensation de naphtalène
et formaldéhyde sulfoné.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise comme poly(acide aspartique) essentiellement un poly(acide aspartique)
β ayant une masse moléculaire de 500 à 10 000, entendue en tant que moyenne en poids.
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise comme dérivés de poly(acide aspartique) ceux dans lesquels une partie des
groupes carboxy présents dans le poly(acide aspartique) se trouvent sous forme d'amides.
9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise comme agents mouillants, émulsifiants ou dispersants des produits de réaction
de composés hydroxylés, d'acides carboxyliques, de carboxamides ou d'amines, aliphatiques,
araliphatiques ou aromatiques, avec l'oxyde d'éthylène, leurs hémiesters avec l'acide
sulfurique ou esters partiels avec l'acide phosphorique, des esters d'acides gras
et de mono-ou polysaccharides ou des esters d'acides gras et de sorbitanne et leurs
produits d'oxyéthylation, des alcane(C10-C20) sulfonates, des alkyl(C8-C12)-benzènesulfonates, des alkyl(C8-C18)sulfates ou -phosphates ou des acides sulfoniques aromatiques condensés, tels que
des naphtalène-formaldéhyde-sulfonates.
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les bains de teinture ou les pâtes à imprimer contiennent des colorants choisis dans
le groupe des colorants acides, des colorants à complexes métallifères exempts de
groupes sulfo ou contenant des groupes sulfo, des colorants réactifs, des colorants
de cuve, des colorants directs, des colorants soufrés, des colorants cationiques,
des colorants en dispersion et des pigments.
11. Utilisation de poly(acide aspartique) ou d'un dérivé de celui-ci et d'un ou plusieurs
composants tels que des agents mouillants, des agents d'unisson, des dispersants,
des réducteurs, des oxydants, des tiers-solvants, des antimousses, des agents de réserve,
des régulateurs du pH, des complexants en une quantité de 0,2 à 10 % en poids, par
rapport au poids des matériaux textiles à imprimer ou à teindre, caractérisée en ce que ceux-ci sont utilisés dans des bains de teinture ou des pâtes à imprimer pour la
teinture ou l'impression de matériaux textiles à base de laine, coton, coton régénéré,
jute, sisal, polyesters, polyamides, polyuréthannes ou fibres de polypropylène ou
de mélanges de ceux-ci.