[0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung von Mitteln zur Behandlung von Maschinen zur
Zellstoff-, Papier- und Kartonherstellung zur Reinigung dieser Aggregate von anhaftenden
Verunreinigungen aus natürlichen Harzen und/oder synthetischen Polymerisaten sowie
die Verhinderung der Verschmutzung dieser Aggregate durch solche Verunreinigungen.
[0002] Bei der Zellstoff- und Papierherstellung ist es erforderlich, die Agglomeration und
Abscheidung von Harzanteilen des Holzes, Klebstoffanteilen aus dem Altpapier und Kunststoffanteilen
aus Latex beschichtetem Altpapier, bei dessen Wiederverwendung durch geeignete Maßnahmen
zu verhindern, um Störungen im Herstellungsprozeß und die Beeinträchtigung der Zellstoff-
oder Papierqualität zu vermeiden.
[0003] Nach EP 517 360 A1 werden inhibierend wirkende Mischungen aus Tensiden und Lösungsmitteln,
vorzugsweise Fettsäurealkanolamide, ethoxylierte Verbindungen, aliphatische Kohlenwasserstoffe
und Orangenterpene der Stoffsuspension in einer Menge von 1 - 200 ppm zugesetzt. Die
in dieser Weise verwendeten Mittel sind jedoch nur unzureichend wirksam, so daß der
Herstellungsprozeß oft unterbrochen werden muß, um eine Reinigung der Maschinenteile,
insbesondere der Sieb- und Pressenpartie vorzunehmen, wobei nach EP 178 340 B1 ausschließlich
Limonen als Lösemittel Verwendung findet.
[0004] Nach EP 235 015 A1 und EP 599 440 A1 kann die Ablagerung von Harzen durch kationische
Polymerisate auf der Basis von Epichlorhydrin und Aminen bzw. bei gleichzeitiger Verwendung
von nichtionogenen Tensiden verhindert werden.
[0005] In US 4,190,491 und US 3,582,461 werden Copolymere und Dicyandiamid-Formaldehydkondensate
beschrieben, deren Wirksamkeit ebenfalls auf der Wechselwirkung mit anionischen Harzkomponenten
der Zellstoffsuspension beruht. Hierbei werden die ionogenen Komponenten neutralisiert,
dispergiert oder bereits bestehende Ablagerungen redispergiert, ohne daß die Wirksamkeit
kationischer Retentionsmittel eingeschränkt wird, wie dies zuvor bei der Verwendung
anionischer Dispergiermittel eintrat.
[0006] Die Anwendbarkeit dispergierender Mittel ist jedoch in geschlossenen Wasserkreisläufen
nur begrenzt möglich, da die dispergierten Harzanteile nicht vollständig an die anionischen
Zellstoffasern gebunden und ausgetragen werden, so daß sie in zunehmendem Maße im
Prozeßwasser verbleiben.
[0007] Da es nicht ausreichend gelingt, die Ablagerung von klebrigen Materialien an Papiermaschinen
zu verhindern, wird daher in EP 359 590 B1 vorgeschlagen, auf die Oberfläche der Vorrichtungen
eine wässrige Lösung von kationischen Polymeren zusammen mit einem wasserlöslichen,
nichtionogenen oder kationischen Tensid aufzubringen.
[0008] Eine ähnliche Anwendung unter gezielter Behandlung von Sieben und Filzen von Papiermaschinen
erfolgt nachdem Daraspray-Konzept, daß von T. Hättich, T. Hassler und G. Corbel im
Wochenblatt für Papierfabrikation
122, 1994, S. 644 - 648 beschrieben wird.
[0009] Die Nachteile dieser Verfahrensweise sind dadurch gekennzeichnet, daß die sich bildende
Überzugschicht von den Gleichgewichtskonzentrationen der wasserlöslichen Komponenten
im System abhängig ist und die braun gefärbte, elastische Struktur des Schutzfilms
bei mangelnder Feuchtigkeit hart und brüchig wird. Ein weiterer Nachteil ergibt sich
aus der teilweise erforderlichen sehr spezifischen Dosierung mehrer Komponenten, um
den Überzug zu erzeugen.
[0010] Nach EP 550 230 A1 wird weiterhin die Reinigung der Filze der Pressenpartie unter
Verwendung von Fettsäureimidazolinen vorgeschlagen und nach EP 647 737 A1 werden diese
Verbindungen zusammen mit ethoxylierten Nonylphenolen und speziellen Sulfonaten zur
Verhinderung von Ablagerungen von Polyamidoamin-Epichlorhydrinharzen in Filzen verwendet.
[0011] Die EP 0 648 820 A2 beschreibt Zusammensetzungen, die zur Entfernung von Tonern von
Papieroberflächen, Klebstoffresten von Kunststoffen, zum Ablösen von Kunststoffbeschichtungen
und zur Reinigung von Metallflächen von Schneidölresten oder Farbstiftmarkierungen
eingesetzt, sowie zur Entfernung von durch Klebstoffe befestigten PVC-Teilen verwendet
werden. Hierbei werden konzentrierte Öl-in-Wasser-Emulsionen mit einem Anteil an nichtwässriger
Phase von 8-90 Gew.% eingesetzt, die verschiedenste organische Verbindungen, wie auch
Dicarbonsäurediester, enthalten, und die unter teilweiser Anwendung von Ultraschall
und weiterer Hilfsmittel (unwoven fabric strips) im Temperaturbereich von 5 - 70 °C,
also teilweise unter zusätzlichem Erwärmen des Reinigungsmittels während des Reinigungsvorganges
eingesetzt werden. Weiterhin enthalten die Emulsionen Lösungsmittel wie Isopropanol,
Toluol, Benzylalkohol, Methylethylketon, N-Methylpyrrolidon, Di- und Triethylenglycoldimethylether
sowie 3- Methyl-3-methoxybutanol, welche die Anwendung dieser Emulsionen in abgeschlossenen
Systemen aus Gründen der Arbeitssicherheit und wegen Gesundheitsgefährdung einschränken.
[0012] Die inhibierende Wirkung dieser bekannten Mittel ist jedoch insbesondere bei der
Papierherstellung unter Verwendung von Altpapier unzureichend, da klebende Bestandteile
des Recyclingrohstoffs, insbesondere bei Temperaturen oberhalb 50 °C, weiterhin als
feindisperses System in der Zellstoffsuspension zunächst gelöst und dann als Agglomerate
(Stickies) auf der Oberfläche der Maschinen; insbesondere von Sieben, Filzen, Zylindern
und Leitwalzen abgelagert werden. Hierdurch werden die Papierqualität durch Flecken-
und Lochbildung beeinträchtigt, der Produktionsprozeß wird durch Abriß der Zellstoff-
oder Papierbahnen gestört und die Entwässerung der Stoffsuspension und die Blattbildung
durch Verminderung der Wasserdurchlässigkeit und Wasseraufnahme der Siebe bzw. Filze
sowie der Trockenvorgang durch verringerte Wärmeübertragung beeinträchtigt.
[0013] Da die beschriebenen Hilfsmittel in ihrer Wirkung unzureichend sind; ist es zur Zeit
weiter erforderlich, Zellstoff- und Papiermaschinen im stehendem Zustand oder bei
stark gedrosseltem Lauf mit Chemikalien zu reinigen, die beispielsweise aufgesprüht
und nach einer bestimmten Zeit zusammen mit den Schmutzpartikeln mit Wasser abgespült
werden. Weiterhin ist die Siebreinigung in kontinuierlich laufenden, separaten Trockensiebreinigungsanlagen
bekannt, in denen jedoch ebenfalls der Reinigungsvorgang nicht immer zufriedenstellend
verläuft. Andere Verfahren vermeiden die genannten Nachteile unter Verwendung speziell
mit Teflon oder anderen Kunststoffen beschichteter Siebmaterialien., die jedoch mechanisch
anfällig und in der Beschaffung kostenaufwendig sind.
[0014] Weiterhin ist die Verwendung von bestimmten Öl-in-Wasser-Emulsionen als Mikrobizid-Ersatz
bei der Papierherstellung nach DE 43 40 665.3 bekannt.
[0015] Es bestand daher die Aufgabe, die zuvor detailiert beschriebenen Nachteile zu beseitigen
und insbesondere hierzu Mittel zu finden, deren Verwendung bei der Zellstoff-, Papier-
und Kartonherstellung mit Altpapier zur Behandlung von Zellstoff-, Papier- und Kartonmaschinen
geeignet ist., die Maschinen von anhaftenden Agglomeraten aus synthetischen Polymerisaten
und natürlichen Harzen zu reinigen und/oder das Anhaften solcher Substanzen von der
Oberfläche der Maschinen zu verhindern.
[0016] Die Aufgabe konnte durch die Verwendung von Öl-in-Wasser Emulsionen zur Behandlung,
insbesondere zur Reinigung von Zellstoff-, Papier-, Pappe- oder Kartonmaschinen beziehungsweise
deren Anlagenteile von anhaftenden synthetischen Polymerisaten und natürlichen Harzen
oder zur Verhinderung des Anhaftens solcher Substanzen an den Oberflächen solcher
Maschinen oder Anlagenteilen gelöst werden.
[0017] Die genannten Emulsionen sind dadurch gekennzeichnet, daß sie als Bestandteil der
Ölphase wenigstens einen der folgenden Stoffe allein oder im Gemisch mit den anderen
genannten Stoffen enthalten:
1. einen gesättigten oder ungesättigten, offenkettigen oder zyklischen, normalen oder
isomeren Kohlenwasserstoff mit 8 - 30 Kohlenstoffatomen
2. einen gesättigten oder ungesättigten Fettalkohol, eine gesättigte oder ungesättigte
Fettsäure, einen Fettsäuremonoalkylester, ein Fettsäureamid oder ein Fettsäuremonoalkylamid
einer gesättigten oder ungesättigten Fettsäure, sämtliche unter 2 aufgeführten Verbindungen
mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen
3. einen Mono- oder Polyester einer gesättigten oder ungesättigten ein- oder mehrwertigen
Carbonsäure mit 2 bis 30 Kohlenstoffatomen und Polyolen, ausgenommen Polyethylenglykole
4. ein Polyamid von gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen
und aliphatischen Polyaminen mit zwei bis sechs Stickstoffatomen
5. ein acyclisches, vorzugsweise monocyclisches und/oder bicyclisches Terpen, insbesondere
einen Terpenkohlenwasserstoff und/oder einen Terpenalkohol und/oder
6. eine Polyoxyalkylenverbindung auf der Basis von Alkylenoxiden.
[0018] Die beschriebenen Öl-in-Wasser-Emulsionen sind aus verschiedenen Bereichen bekannt.
Es war jedoch überraschend festzustellen, daß diese Emulsionen die Eigenschaft haben
1. Maschinen und Anlagenteile von speziellen Verunreinigungen zu reinigen und 2. das
Anhaften solcher spezieller Verunreinigungen an den Oberflächen von Maschinenaggregaten
oder Anlagenteilen zu verhindern.
[0019] Die Herstellung der erfindungsgemäß zu verwendenden Emulsionen, insbesondere stabiler
Öl-in-Wasser-Emulsionen ist bekannt. Hierzu wird die Ölkomponente in Wasser mittels
geeigneter bekannter Öl-in-Wasser-Emulgatoren emulgiert. Die hydrophobe Phase stellt
überwiegend den Wirkstoff dar.
[0020] Beispielhaft sind als hydrophobe Ölkomponente zu nennen:
- gesättigte Kohlenwasserstoffe wie Octan, Tetradecan, Octadecan, Eisodecan, Decen,
Hexadecen und technische alpha-Olefine
- Fettalkohole wie Octanol, Dodecanol, Tridecanol, Octadecanol, Behenylalkohol
- Fettsäuren wie Caprinsäure, Stearinsäure, Melissinsäure, Ölsäure und Linolensäure
- Fettsäureester wie Stearylsäuremethylester, Palmitinsäureoctadecylester, Ölsäureoctylester,
Glycerinmono- und -trioleat, Ethylenglykoldilaurat, Sorbitanstearate und -oleate sowie
Ester, insbesondere Diester von aliphatischen und/oder aromatischen Di- und/ oder
Tricarbonsäuren, wie C1 - C13 Alkyl- und Isoalkylester von C2 - C12 Dicarbonsäuren, wie Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure,
Pimelinsäure, Suberinsäure, Sebacinsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Phthalsäure,
Dodekansäure, C9-Dicarbonsäure (Trimethyladipinsäure) sowie Maleinsäure und Fumarsäure. Weitere Beispiele
solcher Ester sind:
[0021] Di-n-butyloxalat, Di-n-butylmalonat, Di-n-butylsuccinat, Di-n-butylglutarat, Di-n-butyladipat,
Di-n-butylsuberat, Di-n-butylsebacat, Dimethyladipat, Diethyladipat, Di-n-propyladipat,
Diisopropyladipat, Diisobutyladipat, Di-tert-butyladipat, Di-isoamyladipat, Di-n-hexyladipat,
Di-(2-ethylbutyl)adipat, Di-(2-ethylhexyl)adipat, Diisodecyladipat, Dimethylphthalat,
Diethylphthalat, Di-n-butylphthalat, Diisobutylphthalat, Di-(2-ethylhexyl)phthalat
und Diisodecylphthalat;
- Fettsäureamide wie Stearylamid, Kokosfettsäurebutylamid, Essigsäureoleylamid und Ethylenbisstearylamid.
[0022] Weitere geeignete handelsübliche Kohlenwasserstoffe oder Kohlenwasserstoffgemische
sind Paraffinöl, Mineralöl oder Poly-alpha-Olefine.
[0023] Die erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel sind überraschenderweise als Reinigungsmittel
oder als Mittel mit imprägnierender Wirkung gegen Verunreinigungen wie Klebstoffe,
Harze, Wachse, Fette und/oder Bitumen abweisende Wirkung an beliebiger Stelle der
Zellstoff-, Papier- und Kartonmaschinen geeignet.
[0024] Die erfindungsgemäße Verwendung der Mittel erfolgt an der Oberfläche der Aggregate,
insbesondere unter Behandlung der Siebe, Filze im Naßbereich der Maschinen sowie der
Trokkensiebe, Leitwalzen und Trockenzylinder im Trockenbereich.
[0025] Bevorzugt erfolgt der erfindungsgemäße Einsatz der Mittel auf der stoffberührenden
Oberfläche der Aggregate vor deren Berührung mit der Stoffbahn und ggf. getrennt für
den Deck- und Rückseitenbereich der Produkte.
[0026] Die Öl-in-Wasser-Emulsionen werden erfindungsgemäß als solche oder nach Verdünnung
mit Wasser und/oder Lösemitteln, vorzugsweise wassermischbaren Lösemitteln verwendet.
In der Regel wird hierzu Wasser verwendet, das Temperaturen im Bereich von 5 - 80
°C, vorzugsweise 20 - 50 °C hat.
[0027] Die Konzentration der Öl-in-Wasser-Emulsion in wässriger Verdünnung beträgt dabei
1 - 40 Gew.%, vorzugsweise 5 - 25 Gew.% und besonders bevorzugt 10- 25 Gew.%, bezogen
auf die wässrige Verdünnung. Die verdünnte Emulsion wird in einer Menge von 20 - 500
l, vorzugsweise 100 - 400 l pro Stunde und Meter Arbeitsbreite der Maschine in kontinuierlicher
oder intervallmäßiger Dosierung aufgebracht, wobei die verdünnte Emulsion in beliebiger
Weise, bevorzugt über ein mit Flachstrahldüsen versehenes Sprührohr mit überlappendem
Sprühbereich aufgegeben wird. Ebenso kann bei Trockensiebreinigungsanlagen die Zugabe
der Emulsion zum Waschwasser erfolgen.
[0028] Die erfindungsgemäß bevorzugt verwendeten Öl-in-Wasser-Emulsionen enthalten biologisch
abbaubare Komponenten und sind daher umweltverträglich.
[0029] Bei der Anwendung, insbesondere bei stark verschmutzten Trockensieben wird die verdünnte
Emulsion im Rücklauf des Trockensiebes aufgebracht und ggf. das Sieb vor dem Auftreffen
auf die Papierbahn mit Luft aufgeblasen.
[0030] Durch die Wirkung der erfindungsgemäß zu verwendenden Mittel verlieren klebrige Verunreinigungen
ihre Adhäsionswirkung und lösen sich selbständig oder beim Abspritzen mit Wasser von
der Oberfläche der Aggregate und werden entfernt.
[0031] Die reinigende Wirkung der Mittel hält bei erfindungsgemäßer Verwendung der Mittel
in der Sieb- und Trockenpartie der Maschinen fortlaufend bis zum letzten Maschinenteil
an.
[0032] Die imprägnierend inhibierende Wirkung gegenüber erneuten Verunreinigungen auf den
Aggregatoberflächen ist produktbezogen und sortenabhängig und hält nach Beendigung
der Dosierung über einen Zeitraum von 4 - 75 Std. an.
[0033] Sofern bei der erfindungsgemäßen Verwendung der Mittel zur Papierherstellung eine
Beeinträchtigung der Oberflächenleimung auftritt, kann die Reinigung und Imprägnierung
der Aggregate bei jedem Sortenwechsel erfolgen.
[0034] Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele erläutert:
Herstellung einer Paraffin Emulsion A
[0035] 14 kg Paraffin (Schmelzpunkt 48 - 50 °C), 1,0 kg Hexadecanol, 7 kg eines 75%igen
Paraffinsulfonats und 2,1 kg Wasser werden homogen aufgeschmolzen und anschließend
unter Rühren in eine 60 °C warme Lösung aus 74,5 kg Wasser und 1,4 kg eines mit 20
Mol Ethylenoxid umgesetzten Oleylalkohols eingegossen. Es entsteht eine Öl-in-Wasser-Emulsion
mit ca. 20,5 % Festkörper.
Herstellung einer Terpen-Emulsion B
[0036] Es wurde wie bei der Herstellung der Emulsion A verfahren mit dem Unterschied, daß
14 kg Terpen anstelle Paraffin eingesetzt wurden.

Beispiel 1
[0037] Bei laufender Papierproduktion wird auf die papierberührende Seite des Trockensiebes
vor der Berührung des Siebes mit der Papierbahn eine 20 Gew.%ige wässrige Verdünnung
der Emulsion M in einer Menge von 250 l pro Stunde und pro Meter Arbeitsbreite des
endlosen Siebes durch Flachstrahldüsen eines Sprührohres, die im Abstand von 25 cm,
unter Überlappung der Sprühfelder angeordnet sind unter intervallmäßiger Dosierung
in einer Zeit von ca. 10 Minuten aufgebracht.
[0038] Die Verunreinigungen werden vom Sieb und den nachfolgenden Leitwalzen und Zylindern
gelöst und zum Teil unter Herausschleudern der Agglomerate, speziell in der Anfangsphase
der Behandlung entfernt. Die reinigende Wirkung ist auch an den folgenden Maschinenteilen
feststellbar und hält bis zum Glättzylinder an. Nach Beendigung der Dosierung der
verdünnten Emulsion ist eine inhibierende Wirkung gegen anhaftende Verunreinigungen
festzustellen, die ca. 24 Std. andauert.
Beispiel 2
[0039] Auf ein verschmutztes Kunststoffsieb einer Papiermaschine, bestehend aus Polyamid-
und Polyesterfasern wird die Emulsion B aufgebracht. Die Figur 1 zeigt vier Proben
des Siebes, wobei ausgehend von der stark verschmutzten ersten Probe (0-Probe). Bei
der Probe 2 nach 6 Std. bei Raumtemperatur, bei der Probe 3 nach 30 min bei 60 ° und
bei der Probe 4 nach 60 min bei 60 ° die Reinigungseffekte sehr deutlich erkennbar
sind. Die Luftdurchlässigkeit des Siebes wurde gemessen. Sie steigt ausgehend von
320 cfm auf 530 cfm bei Probe 4 an.
Beispiel 3
[0040] Analog zum Vorgehen bei Beispiel 1 wurde die Emulsion M in einer wässrigen Verdünnung
von 1 : 6 Gewichtsteilen in einer täglichen Menge von 30 l in 6 gleichmäßigen Zeitintervallen
auf das Trockensieb während des Produktionsvorganges aufgebracht. Das verunreinigte
Sieb wurde gereinigt.
Beispiel 4
[0041] Auf den durch Klebstoffe und Harze verunreinigten Filz einer Papiermaschine, bestehend
aus Polyamid und Polyesterfasern, wird mit einem Spritzrohr die Emulsion M nach Verdünnung
mit Wasser auf 15 Gew.% aufgebracht. Die an der Oberfläche und im Filz anhaftenden
Verunreinigungen lösen sich ab, so daß die Wasseraufnahme des Filzes mit verbesserter
Wirkung erfolgt und die Oberfläche der Papierbahnen gleichmäßig und ohne Fehlmarkierungen
ausgebildet wird.
1. Verwendung von Öl-in-Wasser-Emulsionen zur Behandlung von Maschinen oder Anlagenteilen
zur Herstellung von Zellstoff, Papier, Pappe oder Karton,. dadurch gekennzeichnet,
daß die Öl-in-Wasser-Emulsionen zur Reinigung von anhaftenden Verunreinigungen aus
synthetischen Polymerisaten und/oder natürlichen Harzen und/oder zur Verhinderung
der Verunreinigung durch anhaftende synthetische Polymerisate und natürliche Harze
verwendet werden und als Bestandteil der Ölphase wenigstens einen der folgenden Stoffe
allein oder im Gemisch mit den anderen genannten Stoffen enthalten:
1. einen gesättigten oder ungesättigten, offenkettigen oder zyklischen, normalen oder
isomeren Kohlenwasserstoff mit 8 - 30 Kohlenstoffatomen
2. einen gesättigten oder ungesättigten Fettalkohol, eine gesättigte oder ungesättigte
Fettsäure, einen Fettsäuremonoalkylester, ein Fettsäureamid oder ein Fettsäuremonoalkylamid
einer gesättigten oder ungesättigten Fettsäure, sämtliche unter 2. aufgeführten Verbindungen
mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen
3. einen Mono- oder Polyester einer gesättigten oder ungesättigten ein- oder mehrwertigen
Carbonsäure mit 2 bis 30 Kohlenstoffatomen und Polyolen, ausgenommen Polyethylenglykole,
oder Diester von aliphalischen und/oder aromatischen Di- und/oder Tri-Carbonsäuren
4. ein Polyamid von gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen
und aliphatischen Polyaminen mit zwei bis sechs Stickstoffatomen
5. ein acyclisches, vorzugsweise monocyclisches und/oder bicyclisches Terpen, insbesondere
einen Terpenkohlenwasserstoff und/oder einen Terpenalkohol und/oder
6. eine Polyoxyalkylenverbindung auf der Basis von Alkylenoxiden.
2. Verwendung von Öl-in-Wasser-Emulsionen nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß
die anhaftenden synthetischen Polymerisate Klebstoffe und/oder Bestandteile von Latexbeschichtungen
und/oder die natürlichen Harze Bestandteile oder modifizierte Bestandteile des verarbeiteten
Holzes sind.
3. Verwendung von Öl-in-Wasser-Emulsionen nach den Ansprüchen 1 und 2 dadurch gekennzeichnet,
daß Teile der Zellstoff- und Papiermaschinen, insbesondere die zur Entwässerung der
Stoffsuspension dienenden Aggregate, vorzugsweise die Siebpartie und die Pressenpartie
behandelt werden.
4. Verwendung von Öl-in-Wasser-Emulsionen nach den Ansprüchen 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet,
daß sie in unverdünntem Zustand oder nach Verdünnung mit Wasser und/oder organischen
Lösemitteln eingesetzt werden und in einer Menge von 20 - 500 l, vorzugsweise 100-
400 l pro Stunde und pro Meter der Arbeitsbreite der Maschine kontinuierlich oder
durch intervallmäßige Dosierung aufgebracht werden.
5. Verwendung von Öl-in-Wasser-Emulsionen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
sie in wässriger Verdünnung mit einer Konzentration der Öl-in-Wasser-Emulsion von
1 - 40 Gew.%, vorzugsweise 5 - 25 Gew.% und besonders bevorzugt 10 - 25 Gew.%, bezogen
auf die wässrige Verdünnung eingesetzt werden.
6. Verwendung von Öl-in-Wasser-Emulsionen nach den Ansprüchen 1 - 5, bei der Herstellung
von Papier, Pappe und Karton mit Altpapier.
1. Use of oil-in-water emulsions for treating machines or unit components for the production
of cellulose, paper, cardboard, or carton, characterized in that the oil-in-water
emulsions are used for cleaning from adhering contaminants from synthetic polymer
products and/or natural resins, and/or preventing contamination by adhering synthetic
polymer products and natural resins, and which oil-in-water emulsions contain as oil
phase component at least one of the following substances alone or in admixture with
the other specified substances:
1. a saturated or unsaturated open-chain or cyclic, normal or isomeric hydrocarbon
having 8-30 carbon atoms;
2. a saturated or unsaturated fatty alcohol, a saturated or unsaturated fatty acid,
a fatty acid monoalkyl ester, a fatty acid amide, or a fatty acid monoalkylamide of
a saturated or unsaturated fatty acid, with all compounds mentioned under 2. having
from 8 to 30 carbon atoms;
3. a mono- or polyester of a saturated or unsaturated monobasic or polybasic carboxylic
acid having from 2 to 30 carbon atoms with polyols, with the exception of polyethylene
glycols, or diesters of aliphatic and/or aromatic di- and/or tricarboxylic acids;
4. a polyamide of saturated or unsaturated fatty acids having from 8 to 30 carbon
atoms and aliphatic polyamines having from two to six nitrogen atoms;
5. an acyclic, preferably monocyclic and/or bicyclic terpene, particularly a terpene
hydrocarbon and/or a terpene alcohol; and/or
6. a polyoxyalkylene compound based on alkylene oxides.
2. The use of oil-in-water emulsions according to claim 1, characterized in that the
adhering synthetic polymer products are adhesives and/or components of latex coatings,
and/or the natural resins are components or modified components of processed wood.
3. The use of oil-in-water emulsions according to claims 1 and 2, characterized in that
parts of the cellulose and paper machines, particularly those units used for draining
the material suspension, preferably the wire end and the press section, are treated.
4. The use of oil-in-water emulsions according to claims 1 to 3, characterized in that
the oil-in-water emulsions are used in an undiluted state or subsequent to dilution
with water and/or organic solvents, and applied in amounts of from 20-500 l, preferably
100-400 l per hour and per meter of operating width of the machine in continuous or
interval metering.
5. The use of oil-in-water emulsions according to claim 4, characterized in that the
oil-in-water emulsions are used in an aqueous dilution at an oil-in-water emulsion
concentration of from 1-40 wt.-%, preferably 5-25 wt.-%, and more preferably 10-25
wt.-%, relative to the aqueous dilution.
6. The use of oil-in-water emulsions according to claims 1 to 5 in the production of
paper, cardboard and carton using waste paper.
1. Utilisation d'émulsions huile-dans-l'eau pour le traitement de machines ou d'éléments
d'installations destinées à la production de cellulose, de papier, de carton-pâte
ou de carton, caractérisée en ce que les émulsions de type huile-dans-l'eau sont utilisées
pour le nettoyage d'impuretés adhérentes constituées de polymères synthétiques et/ou
de résines naturelles, et/ou pour la prévention de la contamination par des polymères
synthétiques et des résines naturelles, et contenant en tant que constituant de la
phase huileuse l'une au moins des substances suivantes, seule ou en mélange avec les
autres substances mentionnées:
1. un hydrocarbure saturé ou insaturé, à chaîne ouverte ou cyclique, normal ou isomère
comportant de 8 à 30 atomes de carbone
2. un alcool gras saturé ou insaturé, un acide gras saturé ou insaturé, un monoalkylester
d'acide gras, un amide d'acide gras ou un monoalkylamide d'acide gras d'un acide gras
saturé ou insaturé, les composés sous 2 comportant tous de 8 à 30 atomes de carbone
3. un monoester ou un polyester d'un acide carboxylique mono ou multivalent, saturé
ou insaturé et comportant de 2 à 30 atomes de carbone et des polyols, à l'exception
de polyéthylène glycols, ou des diesters d'acides dicarboxyliques ou tricarboxyliques
aliphatiques et/ou aromatiques
4. un polyamide d'acide gras saturé ou insaturé comportant de 8 à 30 atomes de carbone
et des polyamines aliphatiques comportant de deux à six atomes d'azote
5. un terpène acyclique, de préférence monocyclique et/ou bicyclique, en particulier
un hydrocarbure terpénique et/ou un alcool terpénique, et/ou
6. un composé de polyoxyalkylène à base d'oxydes d'alkylène.
2. Utilisation d'émulsions huile-dans-l'eau selon la revendication 1, caractérisée en
ce que les polymères synthétiques adhérents sont des adhésifs et/ou des constituants
de revêtements au latex et/ou les composants de résines naturelles ou des composants
modifiés du bois traité.
3. Utilisation d'émulsions huile-dans-l'eau selon les revendications 1 et 2, caractérisée
en ce que l'on traite des éléments de machines à cellulose et à papier, en particulier
les éléments d'essorage de la suspension de matière, de préférence la partie toile
et la partie presse.
4. Utilisation d'émulsions huile-dans-l'eau selon les revendications 1 à 3, caractérisée
en ce qu'elles sont mises en oeuvre à l'état non dilué ou après dilution au moyen
d'eau et/ou d'un solvant organique, et appliquées en quantités de 20 à 500 l, de préférence
de 100 - 400 l par heure et par mètre de largeur de travail de la machine, en mode
continu ou discontinu.
5. Utilisation d'émulsions huile-dans-l'eau selon la revendication 4, caractérisée en
ce qu'elles sont mises en oeuvre en dilution aqueuse avec une concentration d'émulsion
huile-dans-l'eau de 1 à 40% en poids, de préférence de 5 à 25% en poids et avantageusement
de 10 à 25% en poids par rapport à la dilution aqueuse.
6. Utilisation d'émulsions huile-dans-l'eau selon les revendications 1 à 5 dans la fabrication
de papier, carton-pâte et carton à partir de vieux papiers.