[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufwickeln eines Fadens auf
eine Spule, mit einem Fadenführer, der mit einer über ein motorisch antreibbares Treibrad
und Umlenkrollen laufenden Saite verbunden ist und eine Changierbewegung in Längsrichtung
der Spule ausführt, und mit einem als Positionsgeber wirkenden Sensor zur Überwachung
der Changierbewegung des Fadenführers.
[0002] Bei einer in der EP-A-0 453 622 beschriebenen Aufwickelvorrichtung dieser Art sind
die Umlenkrollen und die Saite starr auf einer gemeinsamen Trägerplatte angeordnet.
Bei jeder Bewegungsumkehr des Fadenführers und damit der Saite wird eines der beiden
vom Fadenführer über die Umlenkrollen zum Treibrad laufenden Trume der Saite gespannt
und das andere gelockert, was die Genauigkeit der Positionierung des Fadenführers
beeinträchtigt und die Changiergeschwindigkeit begrenzt.
[0003] Durch die Erfindung soll nun eine Aufwickelvorrichtung angegeben werden, bei der
die genannten dynamischen Veränderungen der Saite im Bereich der Bewegungsumkehrpunkte
nicht mehr auftreten, so dass eine sehr hohe Changiergeschwindigkeit und eine ebenfalls
sehr hohe Positioniergenauigkeit des Fadenführers erreicht wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Saite über ein quer
zu dieser federnd gelagertes Vorspannorgan zum Ausgleich von Spannungsschwankungen
geführt ist.
[0005] Durch das erfindungsgemässe Vorspannorgan werden die genannten dynamischen Veränderungen
der Saite praktisch vollständig vermieden, so dass eine wesentlich höhere Changiergeschwindigkeit
und insbesondere eine wesentlich höhere Umkehrbeschleunigung als bisher erreicht werden
kann. Da die dynamischen Veränderungen der Saite durch das Vorspannorgan aufgenommen
werden, kommt es nicht mehr zu den die Positioniergenauigkeit des Fadenführers beeinträchtigenden
Dehnungen und Lockerungen der Saite.
[0006] Eine erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Aufwickelvorrichtung
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrollen auf einem gemeinsamen Träger fest
montiert sind, und dass das Vorspannorgan durch das Treibrad gebildet ist.
[0007] Eine zweite bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Aufwickelvorrichtung
ist dadurch gekennzeichnet, dass das Treibrad auf einer zungenartigen, von Biegeträgern
getragenen, Lasche gelagert ist.
[0008] Die Ausbildung des Treibrads als Vorspannorgan hat nicht nur den Vorteil, dass für
das Vorspannorgan kein zusätzliches Element erforderlich ist, sondern ermöglicht auch
einen optimalen Ausgleich der dynamischen Veränderungen der Saite. Letzteres deswegen,
weil beide Trume der Saite, das über die eine und das über die andere Umlenkrolle
laufende, das Treibrad umschlingen, so dass dieses gleichzeitig auf beide Trume wirken
kann. Die Lagerung des Treibrads auf der mit dem Träger über Biegeträger verbundenen
zungenartigen Lasche hat den Vorteil, dass durch geeignete Dimensionierung und Ausbildung
der Biegeträger eine für die jeweilige Maschinenkonfiguration optimale dynamische
Charakteristik des Vorspannorgans erreicht werden kann.
[0009] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass eine mit
dem Träger verbundene, vorzugsweise verschraubte, Grundplatte vorgesehen ist, an welcher
die Biegeträger angreifen, und dass die Lasche an einer Kante von den Biegeträgern
getragenen ist und an den anderen Kanten frei liegt.
[0010] Eine vierte bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte
zwei einander umgreifende, gegeneinander gerichtete U-förmige Ausnehmungen aufweist,
von denen die innere die Lasche von den Biegeträgern und die äussere die Biegeträger
von der Grundplatte trennt, und dass die Biegeträger zwischen den Längsschenkeln der
Ausnehmungen von der Lasche zur Grundplatte verlaufen.
[0011] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Aufwickelvorrichtung
ist dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor für die Changierbewegung des Fadenführers
ein mit dem Fadenführer gekoppeltes rotierendes Organ überwacht und auf diesem angebrachte
Markierungen abtastet. Vorzugsweise ist das rotierende Organ durch das Treibrad oder
durch eine mit dem Treibrad starr verbundene Scheibe gebildet.
[0012] Die erfindungsgemässe Ausbildung des Sensors hat den Vorteil, dass dieser anhand
der Anzahl der abgetasteten Markierungen stets die genaue Position des Fadenführers
kennt, so dass der Antriebsmotor über eine Steuerung stets auf die der jeweiligen
Position entsprechende Drehzahl geregelt werden kann. Dadurch kann die Leistung des
durch einen Schrittmotor gebildeten Antriebsmotors nahezu vollständig ausgenützt werden.
[0013] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert; es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Spulstelle einer Spulmaschine, in Blickrichtung
einer Bedienungsperson,
- Fig. 2
- eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II von Fig. 1; und
- Fig. 3
- ein Detail von Fig. 2.
[0014] Die in Fig. 1 dargestellte Spulstelle besteht im wesentlichen aus einer motorisch
antreibbaren Spindel 1 zur Aufnahme und Halterung einer Spulenhülse 2, auf die eine
Spule, beispielsweise eine Kreuzspule 3, aufgewickelt wird, und aus einer Einrichtung
4 zur Verlegung eines Fadens F, der durch ein nicht dargestelltes Lieferwerk von einer
Vorratsspule abgezogen wird. Die Kreuzspule 1 liegt längs einer Mantellinie auf einer
frei drehbaren Walze 5 auf, die auf einem geeigneten Trägerteil 6 der Spulmaschine
montiert ist. Die Fadenverlegung 4, die zur Herstellung der gewünschten Wicklung dient,
enthält als wesentlichstes Element einen Fadenführer 7, der entlang der Achse der
Spule 3, also senkrecht zur Zeichnungebene, eine oszillierende Changierbewegung ausführt.
[0015] Gemäss Fig. 2 ist der Fadenführer 7 auf einer Saite 8 befestigt, wobei unter Saite
auch ein Draht, ein dünnes Metallseil oder ein Riemen zu verstehen ist. Die Saite
8 läuft über zwei auf dem Trägerteil 6 starr gelagerte Umlenkrollen 9 und 10 zu einem
von einem Motor 11, vorzugsweise einem Schrittmotor, antreibbaren Treibrad 12 und
umschlingt dieses mit mehreren Windungen. Bei Antrieb des Treibrades 12 wird je nach
dessen Rotationsrichtung der Fadenführer 7 in Richtung auf die eine oder die andere
Umlenkrolle 9 bzw. 10 bewegt. Der Abstand zwischen den Umlenkrollen 9 und 10 gibt
den maximal möglichen Hub des Fadenführers 7 bei seiner Changierbewegung an. Das Treibrad
12 ist so an die Drehmomentcharakteristik des Motors 11 und an die aus Fadenführer
7, Faden F und Saite 8 gebildete Last angepasst, dass ein idealer Wirkungsgrad resultiert.
[0016] Dem Motor 11 ist ein Sensor 13 zur Detektion der Drehposition des Treibrades 12 und
damit der Changierposition des Fadenführers 7 zugeordnet. Der Sensor 13 ist ein aus
einer Sende- und einer Empfangsdiode bestehender fotoelektrischer Sensor, der die
Bewegung einer mit dem Treibrad 12 starr verbundenen Scheibe (nicht dargestellt) abtastet.
Die Scheibe ist zu diesem Zweck mit geeigneten optisch abtastbaren Markierungen, beispielsweise
mit entlang eines Kreises angeordneten Löchern oder Schlitzen, versehen. Das Sensorsignal
wird einer Steuerung 14 zugeführt, die überprüft, ob der Motor 11 mit der für die
jeweilige Position des Fadenführers 7 vorgesehenen Drehzahl läuft. Bei Abweichungen
zwischen Ist- und Sollwert gibt die Steuerstufe 14 ein entsprechendes Regelsignal
an den Motor 11 ab. Die Anzahl der Markierungen auf der Scheibe und deren Dimension
sind so gewählt, dass sich pro Hub des Fadenführers 7 etwa 1500 durch den Sensor 13
überprüfbare Positionen des Fadenführers 7 ergeben.
[0017] Der Trägerteil 6 weist im Bereich der Fadenverlegung 4 eine annähernd rechteckförmige
Durchbrechung 15 auf, die gegen den Faden F hin durch eine Grundplatte 16 abgedeckt
ist. Die Grundplatte 16, die in Fig. 3 detaillierter dargestellt ist, weist an ihren
Längskanten mehrere zur Aufnahme von Befestigungsschrauben dienende Bohrungen 17 auf
und ist im Bereich dieser Bohrungen mit dem Rand der Durchbrechung 15 verschraubt.
Zwei weitere, mit dem Bezugszeichen 18 versehene Bohrungen dienen zum Durchtritt der
im Trägerteil 6 gelagerten Achsen der Umlenkrollen 9 und 10.
[0018] Die Grundplatte 16 besteht darstellungsgemäss aus einem streifenförmigen Randbereich
19 und aus einer zungenartigen Lasche 20, die an ihrer einen Querkante mit dem Randbereich
19 der Grundplatte 16 verbunden ist, und deren andere Kanten frei liegen. Die Verbindung
zwischen Lasche 20 und Randbereich 19 erfolgt über zwei Biegeträger 21, die an der
genannten Querkante der Lasche 20 angreifen und im Abstand zu deren Längskanten und
parallel zu diesen, im Spalt zwischen Lasche 20 und Randbereich 19 an die gegenüberliegende
Querkante des Randbereichs 19 geführt sind. Diese Anordnung sieht so aus, als ob die
beiden Biegeträger 21 zwei gleichsam ineinander gesteckte, gegeneinander gerichtete,
U-förmige Ausnehmungen 25, 26 voneinander trennen, von denen die innere Ausnehmung
25 die Lasche 20 von den Biegeträgern 21 und die äussere Ausnehmung 26 die Biegeträger
21 von der Grundplatte 16 trennt. Die Lasche 20 der Grundplatte 16 ist somit am Randbereich
19 federnd gelagert und ist durch Einwirkung entsprechender Kräfte verstellbar, und
zwar sowohl in der Richtung senkrecht zur Zeichnungsebene als auch quer zu den Längskanten
der Grundplatte 16.
[0019] In ihrer Mitte weist die Lasche 20 eine Bohrung 22 auf, die zur verdrehsicheren Aufnahme
eines entsprechenden Teils des Motors 11 (Fig. 1) vorgesehen ist. Der Motor 11 wird
an der Rückseite der Lasche 20 befestigt, so dass das Treibrad 12 vorne aus der Bohrung
22 ragt. Der in der Bohrung 22 gehaltene Teil des Motors 11 ist so ausgebildet, dass
vom Motor 11 zur Lasche 20 ein möglichst guter Warmeübergang stattfindet. Auf diese
Weise wirkt die Lasche 20 nicht nur als federnder Träger des Treibrads 12, sondern
auch als Kühlfläche für den Motor 11.
[0020] Die federnde Wirkungs der Lasche 20 wird dazu verwendet, dynamische Veränderungen
der vorzugsweise durch ein Stahlseil gebildeten Saite 8 im Bereich der Bewegungsumkehrpunkte
zu kompensieren. Wenn der Fadenführer 7 an einen Umkehrpunkt gelangt, dann verhalten
sich die beiden an den Fadenführer anschliessenden Trume der Saite 8 verschieden,
indem in der Abbremsphase das in Bewegungsrichtung vordere Trum gelockert und das
in Bewegungsrichtung hintere Trum gedehnt und in der Beschleunigungsphase das in Bewegungsrichtung
vordere Trum der Saite gedehnt und das hintere gelockert wird. Dieses dynamische Verhalten
der Saite 8 beschränkt die Positioniergenauigkeit des Fadenführers 7 bei einer gegebenen
Beschleunigung oder Verzögerung und damit die Changiergeschwindigkeit des Fadenführers
7 bei einer vorgegebenen Positioniergenauigkeit des Fadenführers 7. Da die Anforderungen
an die Positioniergenauigkeit des Fadenführers schon bei Kreuzspulen sehr hoch sind
und für Wicklungen nach beliebigen Wickelgesetzen noch steigen, würde das erwähnte
dynamische Verhalten der Saite 8 die Changiergeschwindigkeit und damit die Spulgeschwindigkeit
merklich begrenzen.
[0021] Durch die beschriebene Lagerung des Motors 11 und des Treibrades 12 an der relativ
zu den Umlenkrollen 9 und 10 federnden Lasche 20, wirkt das Treibrad 12 auf die Saite
8 wie ein Vorspannorgan, das seitlich gegen die Saite drückt und Schwankungen von
deren Spannungen ausgleicht. Da jedes Trum der Saite 8 vom Faderführer 7 zum Treibrad
12 geführt ist, wirkt dieses federnde Vorspannorgan gleichzeitig auf beide Trume der
Saite 8 und verhindert dadurch in der Beschleunigungs- und in der Verzögerungsphase
sowohl ein Lockern des einen als auch eine Überdehnung des anderen Trums der Saite.
[0022] Messungen an Spulmaschinen haben gezeigt, dass mit einer auf die beschriebene Art
ausgebildeten Fadenverlegung in den Umkehrpunkten eine Beschleunigung bis zu 300 g
erreicht werden kann. Wegen der hohen Auflösung des Positionssensors 13 beträgt die
Positioniergenauigkeit bei einer Spule mit einer Länge von beispielsweise 30 oder
45 cm 0.2 bzw. 0.3 mm.
[0023] Der Sensor 13 bietet den grossen Vorteil, dass die Abtastung der mit den Markierungen
versehenen Scheibe eine vollständige Überwachung der gesamten Changierbewegung ermöglicht,
was bei der bisher üblichen Anordnung des Sensors entlang der Bahn des Fadenführers
7 nur mit einem unvertretbar hohen Aufwand möglich wäre. Deswegen hat man bisher auch
nicht die ganze Bewegung des Fadenführers 7 überwacht, sondern nur dessen Durchgang
durch eine bestimmte Position, und hat dabei überprüft, ob der Motor 11 eventuell
einen Schritt verloren hat. Da bei dieser Methode die momentane Position des Fadenführers
immer nur ungefähr bekannt war, musste bei der Leistung des Motors 11 immer eine bestimmte
Sicherheitsmarge berücksichtigt werden, so dass der Motor 11 nicht an seiner Leistungsgrenze
betrieben werden konnte.
[0024] Der Sensor 13 bezieht seine Überwachung immer auf eine Ausgangsposition des Fadenführers
7, vorzugsweise auf den Nullpunkt seiner Changierbewegung. Die Einstellung des Sensors
13 erfolgt so, dass der Fadenführer 7 zuerst an den einen Umkehrpunkt und dann an
den anderen Umkehrpunkt gebracht wird, wobei der Sensor 13 die diesem Hub entsprechende
Anzahl der Markierungen zählt und daraus den Nullpunkt berechnet. Der Sensor 13 kennt
dadurch die Anzahl der Abtastimpulse zwischen dem Nullpunkt und den Umkehrpunkten,
so dass anhand dieser Abtastimpulse jederzeit die einem bestimmten Abtastimpuls entsprechende
Position des Fadenführers 7 bestimmt werden kann. Letzteres ermöglicht eine äusserst
genaue Steuerung des Motors 11, dessen Leistung dadurch voll ausgenützt werden kann.
[0025] Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, weist die Lasche 20 an ihrer freien Querkante, das
ist die in der Figur linke Kante, einen nasenartigen Vorsprung 23 auf, dem eine an
der benachbarten Innenkante des Randbereichs 19 der Grundplatte 16 angeordnete Einbuchtung
24 zugeordnet ist. Der Vorsprung 23 und die Einbuchtung 24 dienen als Hilfsmittel
für die Einstellung der Vorspannung der Saite 8. In dem in Fig. 3 dargestellten Ruhezustand
der Grundplatte 16, in dem die Saite 8 noch nicht montiert oder jedenfalls nicht vorgespannt
ist, liegt der Vorsprung 23 nicht symmetrisch zur Einbuchtung 24, sondern ist etwas
nach unten verschoben. Die Vorspannung der Saite 8 wird dann so eingestellt, dass
der Vorsprung 23 symmetrisch zur Einbuchtung 24 liegt.
[0026] Vorsprung 23 und Einbuchtung 24 haben also die Funktion einer die Position der Lasche
20 im vorgespannten Zustand der Saite 8 anzeigenden Markierung. Selbstverständlich
könnte dafür auch eine andere Markierung verwendet werden. Es hat sich aber gezeigt,
dass sich die aus Vorsprung 23 und Einbuchtung 24 gebildete Markierung gerade bei
den Bedingungen in einem Textilbetrieb sehr gut als Einstellhilfe für die Vorspannung
der Saite 8 eignet.
1. Vorrichtung zum Aufwickeln eines Fadens (F) auf eine Spule (3), mit einem Fadenführer
(7), der mit einer über ein motorisch antreibbares Treibrad (12) und Umlenkrollen
(9, 10) laufenden Saite (8) verbunden ist und eine Changierbewegung in Längsrichtung
der Spule (3) ausführt, und mit einem als Positionsgeber wirkenden Sensor (13) zur
Überwachung der Changierbewegung des Fadenführers (7), dadurch gekennzeichnet, dass
die Saite (8) über ein quer zu dieser federnd gelagertes Vorspannorgan (12) zum Ausgleich
von Spannungsschwankungen geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrollen (9, 10)
auf einem gemeinsamen Träger (6) fest montiert sind, und dass das Vorspannorgan durch
das Treibrad (12) gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Treibrad (12) auf einer
zungenartigen, von Biegeträgern (21) getragenen, Lasche (20) gelagert ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit dem Träger (6)
verbundene, vorzugsweise verschraubte, Grundplatte (16) vorgesehen ist, an welcher
die Biegeträger (21) angreifen, und dass die Lasche (20) an einer Kante von den Biegeträgern
(21) getragen ist und an den anderen Kanten frei liegt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (16) zwei
einander umgreifende, gegeneinander gerichtete U-förmige Ausnehmungen (25, 26) aufweist,
von denen die innere (25) die Lasche (20) von den Biegeträgern (21) und die äussere
(26) die Biegeträger (21) von der Grundplatte (16) trennt, und dass die Biegeträger
(21) zwischen den Längsschenkeln der Ausnehmungen (25, 26) von der Lasche (20) zur
Grundplatte (16) verlaufen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (11) des
Treibrads (12) auf der Lasche (20) befestigt ist, und dass die Befestigung so ausgebildet
ist, dass die Lasche (20) als Kühfläche für den Motor (11) wirkt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der freien Querkante
der Lasche (20) eine als Einstellhilfe für die Vorspannung der Saite (8) dienende
Markierung vorgesehen ist, und dass diese vorzugsweise durch einen an der genannten
Querkante angeordneten Vorsprung (23) und durch eine an der benachbarten Kante der
Grundplatte (16) angeordnete Einbuchtung (24) gebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor
(13) für die Changierbewegung des Fadenführers (7) ein mit dem Fadenführer gekoppeltes
rotierendes Organ überwacht und auf diesem angebrachte Markierungen abtastet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das rotierende Organ durch
das Treibrad (12) oder durch eine mit dem Treibrad (12) starr verbundene Scheibe gebildet
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Scheibe durch
eine Lochscheibe gebildet ist.