[0001] Die Erfindung betrifft einen Installationsboden nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Bei Hohlraumböden, die aus rechteckigen Deck- oder Installationsbodenplatten bestehen,
die auf einer Aufständerung angeordnet sind, werden gewöhnlich solche Deckplatten
verwendet, deren Breite und Länge möglichst groß sind, während ihre Stärke durch die
Belastungsanforderungen bestimmt wird, damit man beim Verlegen mit möglichst wenig
Deckplatten und einer entsprechenden Anzahl von Ständern auskommt. Jedoch wird hierdurch
das Gewicht der Deckplatten häufig so groß, daß sie nur noch schwer von einer Person
handhabbar sind.
[0003] Aus DE-A-3 517 976 ist ein Installationsboden bekannt, der eine Aufständerung aufweist,
die durch eine Vielzahl von in einem vorbestimmten Raster angeordneten Tragelementen
unter Belassung von Aufnahmeräumen für Installationsleitungen gebildet wird. Auf den
Tragelementen ist ein aus rechteckigen Platten bestehender Zwischenboden angeordnet,
auf dem etwa mittig zwischen den Fugen dieser Zwischenbodenplatten Abstandshalter
angeordnet sind. Letztere tragen einen aus rechteckigen Oberbodenplatten bestehenden
Oberboden, so daß sich zwischen dem Oberboden und dem Zwischenboden ein Zwischenraum
befindet. Bei einer derartigen Konstruktion muß einerseits die Oberbodenplatte in
ihrer Stärke so ausgelegt sein, daß sie die aufzunehmenden Belastungen vollständig
aufnehmen kann, da sie durch die Abstandshalter nur im Fugenbereich unterstützt wird,
sich jedoch ansonsten Luft unter ihr befindet, während die Zwischenbodenplatten ebenfalls
genügend stark ausgebildet sein müssen, um die über die Abstandshalter von den Oberbodenplatten
auf sie übertragene Last aufnehmen zu können. Sowohl Oberboden- als auch Zwischenbodenplatten
sind dementsprechend vom Gewicht her schwer und damit schwer handhabbar.
[0004] Aus DE-A-3 811 617 ist ein Installationsboden aus jeweils an drei Punkten aufgeständerten
Bodenplatten bekannt, die aus rechteckigen oder quadratischen Platten durch Unterteilung
so gebildet werden, daß eine Dreipunktaufständerung möglich ist. Hierunter fallen
auch dreieckige Bodenplatten, die durch Aufteilung eines Quadrats entstehen, d.h.
Platten in Form eines gleichseitigen Dreiecks. Die Tragfähigkeit solcher Platten ist
nach der Belastung an der längsten Kante zu bemessen, so daß die Platten entsprechend
schwer werden.
[0005] Auch bei der US-A-3 852 928 sind an sich rechteckige Platten in zwei dreieckige,
also gleichschenklige Platten aus demselben Grunde wie bei dem vorgenannten Dokument
unterteilt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Installationsboden nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 zu schaffen, der es ermöglicht, leichter handhabbare Platten einzusetzen.
[0007] Diese Aufgabe wird entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Durch die flächige Auflage der beiden Plattenlagen wird erreicht, daß einerseits
die Stärke der Unter- und Deckplatten zusammen praktisch der Plattenstärke entspricht,
die man auch bei einer einzigen Lage von Bodenplatten verwenden würde, so daß die
Platten entsprechend leichter und damit einfacher handhabbar werden. Andererseits
wird eine gleichmäßige Belastung der Unterplatten erreicht, da diese in Form eines
gleichseitigen Dreiecks ausgebildet sind. Eine zusätzliche Verdickung zum Ausgleich
ungleicher Belastungen, wie sie bei nur gleichschenkligen Dreiecken vorzusehen wären,
entfällt. Da die Platten für eine vorgegebene Belastung eine bestimmte Gesamtstärke
aufweisen müssen, können sie somit dünner und damit leichter handhabbar und/oder in
ihrer Fläche vergrößert sein, andererseits können die Unterplatten mit größeren Toleranzen
gefertigt werden.
[0009] Außerdem werden durch die Fugenüberdeckung Randdurchbiegungen der Deckplatten und
damit Fugenabzeichnungen vermieden. Üblicherweise wird ein Belag, beispielsweise ein
Teppichbodenbelag, aufgebracht, jedoch zeichnen sich bei einer einzigen Lage von Deckplatten
häufig nach einiger Zeit die Fugen zwischen den Deckplatten ab. Die Ursache hierfür
sind leichte Bewegungen der Deckplatten gegeneinander etwa beim Darüberlaufen. Bei
dem zweilagigen Installationsboden wird dieser Nachteil vermieden.
[0010] Außerdem bietet dieser Installationsboden den Vorteil, daß nachträglich problemlos
Elektranten anbringbar sind, wobei die Tragfähigkeit des Installationsbodens um den
Elektranten herum praktisch nicht beeinträchtigt wird.
[0011] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und den
Unteransprüchen zu entnehmen.
[0012] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den beigefügten Abbildungen dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0013] Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine Ausführungsform eines Installationsbodens.
[0014] Fig. 2 zeigt den Installationsboden von Fig. 1 im Schnitt.
[0015] Fig. 3 zeigt zwei Möglichkeiten von Installationswegen bei einem Installationsboden
gemäß Fig. 1.
[0016] Der dargestellte Installationsboden umfaßt eine Lage von Unterplatten 1, wobei jede
Unterplatte 1 auf drei säulenförmigen Ständern 2 aufgeständert ist. Die Unterplatten
1 haben in Draufsicht die Form eines insbesondere gleichseitigen Dreiecks und die
hier einen runden Querschnitt aufweisenden Ständer 2 sind jeweils benachbart zu den
Ecken jeder Unterplatte 1 auf der jeweiligen Winkelhalbierenden angeordnet. Die Unterplatten
1 sind derart angeordnet, daß jeweils zwei von ihnen eine Raute oder sechs von ihnen
ein Sechseck bilden.
[0017] Die Unterplatten 1 können jeweils mit einem mittig angeordneten Griffloch 3 versehen
sein.
[0018] Auf der Lage von Unterplatten 1 ist eine Lage von in Draufsicht rechteckigen Deckplatten
4 angeordnet, und zwar so, daß die Deckplatten 4 Reihen bilden, die jeweils parallel
zu einer Schar von parallelen Fugen 5 zwischen den Unterplatten 1 verlaufen, wobei
(außer im Randbereich des Installationsbodens) mittig unter jeder Deckplatte 4 sechs
dreieckige Unterplatten 1 zusammenstoßen, d.h. daß die Deckplatten 4 von benachbarten
Reihen um eine halbe Länge zueinander versetzt sind.
[0019] Die Deckplatten 4 haben beispielsweise ein Länge von 70 cm und eine Breite von 60
cm, während die Unterplatten 1 eine Dreieckshöhe von etwa 60 cm und eine Dreiecksbasislänge
von 70 cm besitzen.
[0020] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist der Rohboden 6 mittels Füllspachtel oder Fließestrich
7 od.dgl. zunächst nivelliert. Hierauf sind die Ständer 2 angeordnet, die im dargestellten
Ausführungsbeispiel aus einer mit einer mineralischen, hydraulisch abgebundenen Füllung
8 etwa aus Gips oder Zement gefüllten Schalung 9 besteht. Die Schalung 8 kann aus
einem Kartonbecher gebildet sein, der an der Füllung 9 verbleibt, sie kann aber auch
entfernt sein. Zwischen der Oberseite der Füllung 8 und der Unterseite der sich darauf
abstützenden Unterplatte 1 ist zweckmäßigerweise eine elastische Lagerung 10, etwa
eine Kunststoffplatte, zur Schallentkopplung vorgesehen.
[0021] Die Unterplatte 1 und die zugehörigen Ständer 2 können zweckmäßigerweise zu Einheiten
etwa durch Kleben miteinander verbunden werden.
[0022] Es kann aber auch eine metallische Aufständerung verwendet werden. Die Ständer 2
können ferner gegebenenfalls höheneinstellbar sein.
[0023] Die Deckplatten 4 werden zweckmäßigerweise über eine Dünnbettmörtelschicht 11 mit
der Lage aus Unterplatten 1 verbunden. Jedoch können sie auch lose aufgelegt sein.
Die Fugen zwischen den Deckplatten 1 können verspachtelt werden.
[0024] Am Rand wird zweckmäßigerweise benachbart zu einer Wand 12 ein umlaufender Randstreifen
13 vorgesehen, benachbart zu dem ebenfalls umlaufend Dämmplatten 14 zur Schallentkopplung
mit einer Höhe entsprechend dem Abstand zwischen Rohboden 6 und Unterplatte 1 angeordnet
wird, so daß randseitige Unterplatten 1 hierauf ruhen. Der verbleibende Zwischenraum
zwischen den randseitigen Unterplatten 1 bzw. Deckplatten 2 und dem Randstreifen 13
wird mit Fließestrich 15 gegebenenfalls in zwei Schritten bzw. mit Spachtelmasse gefüllt.
[0025] Am Rand sind nur die Deckplatten 4 zu beschneiden.
[0026] Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist es bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sowohl
möglich, gleich breite Installationswege 16 vorzusehen, die entweder sich in einem
Winkel von 60° kreuzen (obere Hälfte von Fig. 3), als auch unterschiedlich breite
Installationswege 17, 18, die sich unter einem Winkel von 90° kreuzen (untere Hälfte
von Fig. 3).
[0027] Anstelle von dreieckigen Unterplatten 1 können auch runde oder sechseckige Unterplatten
1 verwendet werden. Im letzteren Fall können die Deckplatten 4 der oberen Lage von
gleiche Größe (allerdings kann die Plattenstärke anders sein) sein, wobei die Platten
der beiden Lagen entsprechend versetzt zueinander angeordnet sind, so daß sich kreuzende
Fugen zwischen Unterplatten 1 und Deckplatten 4 unter einem Winkel von 90° kreuzen.
Bei runden Unterplatten 1 sind quadratische Deckplatten mit einer Seitenlänge entsprechend
dem Durchmesser der Unterplatten 1 zweckmäßig.
[0028] Die Plattenstärken können durch Lage und Größe der Ständer 2 sowie durch Verbundklebung
mit den Deckplatten 4 optimiert werden.
1. Installationsboden mit einer Lage aus einer Vielzahl von Deckplatten (4) über einer
Lage aus Unterplatten (1), wobei die Deck-und Unterplatten (1, 4) in einem vorbestimmten
Raster auf einer Aufständerung unter Belassung von Aufnahmeräumen für Installationsleitungen
angeordnet sind, wobei die Fugen zwischen den Deckplatten (4) zu den Fugen zwischen
den Unterplatten (1) versetzt angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage von Deckplatten (4) auf der Lage aus in Form von gleichseitigen Dreiecken
ausgebildeten Unterplatten (1) deren Fugen überdeckend aufliegt, wobei die Unterplatten
(1) an ihren Eckbereichen jeweils durch einen Ständer (2) aufgeständert sind.
2. Installationsboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage von rechteckigen
Deckplatten (4) auf der Lage aus Unterplatten (1) angeordnet ist.
3. Installationsboden nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterplatte
(1) mit den drei Ständern (2) zu einer Einheit verbunden ist.
4. Installationsboden nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ständer (2) im
wesentlichen säulenartig sind.
5. Installationsboden nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ständer (2) aus
einer mit einer mineralischen, hydraulisch abgebundenen Füllung (8) gefüllten Schalung
(9) besteht.
6. Installationsboden nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalung (9) ein
Kartonbecher ist.
7. Installationsboden nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ständer
(2) höheneinstellbar sind.
8. Installationsboden nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Oberseite der Ständer (2) und der Lage aus Unterplatten (1) eine elastische Lagerung
(10) vorgesehen ist.
9. Installationsboden nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Deckplatten (4) mit der Lage der Unterplatten (1) verklebt ist.
10. Installationsboden nach einem der Ansprüche 1, 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Deckplatten (4) und die Unterplatten (1) sechseckig und von gleicher Größe sind.