[0001] Die Erfindung geht gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 von der japanischen
Patentoffenlegungsschrift Jp-Pat.-OS 59-183009 aus.
[0002] Diese bekannte Verstell-Nockenwelle ist mit auf der Nockenwelle relativ zueinander
winkelverstellbar gelagerten Nocken ausgerüstet, die einerseits stirnseitig an Lagerböcken
des Maschinengehäuses anschlagen und andererseits gegeneinander abgestützt sind. Die
Winkelverstellung der beiden Nocken relativ zueinander ist über in Nuten der Lagerbohrungen
der Nocken eingreifende Vorsprünge an der Nockenwelle erzielt, die mittels einer Vorrichtung
axial verschiebbar ist. Für die vorbeschriebene axiale Positionierung der Nocken zwischen
den Lagerböcken sind relativ kleine Axialspiele wünschenswert, um zum einen mit Geräuschen
verbundene Axialbewegungen der Nocken zu vermeiden und zum anderen die Ventilsteuerzeiten
nicht wesentlich nachteilig zu beeinflussen. Von erheblichem Einfluß auf dieses Axialspiel
ist zum einen die genaue Einhaltung des lichten Abstandes der Lagerböcke sowie die
Axialabmessungen der Nocken.
[0003] Die Einhaltung eng tolerierter lichter Abstände der Lagerhöcke kann im Hinblick auf
die Wärmedehnungen sowohl der bearbeiteten Lageranordnungen bzw. Lagerböcke als auch
der Hochgeschwindigkeitswerkzeuge eine kostenaufwendige Fertigung zur Folge haben,
der beispielsweise mit einer weiteren teuren Maßnahme bezüglich der axialen Abmessungen
klassifizierter Nocken begegnet werden könnte.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für die gattungsgemäße Verstell-Nockenwelle
eine verbesserte Anordnung aufzuzeigen, mittels der die fertigungsbedingten Abweichungen
ohne nachteiligen Einfluß auf die Axial-Positionierung der Nocken zwischen den Lageranordnungen
bzw. Lagerböcken sind.
[0005] Diese Aufgabe ist mit dem Patentanspruch 1 gelöst, wobei benachbarte Nocken zwischen
Stirnseiten von auf der Nockenwelle gesondert vorgesehener und in Ausnehmungen geteilter
Lageranordnungen bzw. Lagerböcken axial überstehend angeordneter Lagerbuchsen axial
positioniert sind.
[0006] Der Vorteil dieser Erfindung ist, daß mit einer Nockenwelle mit zwischen den winkelverstellbaren
Nocken angeordneten bzw. aufgefädelten Lagerbuchsen der lichte Abstand der Lageranordnungen
sich nicht mehr auf das Axialspiel auswirken kann.
[0007] Um den Einfluß der Wärmedehnung bei betriebswarmer Hubkolbenmaschine auf das Axialspiel
zu minimieren, wird in Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß die Lagerbuchsen
aus einem Werkstoff mit einem dem Material der maschinenseitigen Lageranordnungen
gleichen oder ähnlichen Wärmedehnungswert gebildet sind.
[0008] Weiter ist zur vereinfachten Ausgestaltung einer Verstell-Anordnung der erfindungsgemäßen
Nockenwelle gegenüber dem bekannten Stand der Technik in weiterer Ausgestaltung die
Nockenwelle zur Winkelverstellung der Nocken zwecks Spreizungsänderung mittels einer
Verstellvorrichtung in den Lagerbuchsen axial verschiebbar angeordnet, wobei eine
Lagerbuchse in einer End-Lageranordnung ein Spurtager bildet, das einerseits mit einem
Antriebsflansch eines Nockenwellen-Drehantriebes und andererseits über ein Profil
schiebebeweglich mit der Nockenwelle in drehfester Verbindung steht. Dieser Aufbau
ermöglicht in vorteilhafter Weise eine genaue Lage-Positionierung eines Antriebsrades
des Nockenwellen-Drehantriebes.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß zwischen zwei benachbarten
Lagerbuchsen zumindest ein Einlaßnocken und ein Auslaßnocken auf der Nockenwelle winkelverstellbar
gelagert angeordnet sind, wobei die miteinander axial gleitbeweglich in Verbindung
stehenden Nocken in ihren Lagerbohrungen mit verschieden gerichteten Steigungswinkeln
angeordnete Nuten aufweisen, in die am Außenumfang der Nockenwelle gesondert angeordnete
Führungselemente eingreifen. Die auf der gemeinsamen Nockenwelle zur vorteilhaften
Spreizungsänderung relativ zueinander winkelverstellbar angeordneten Ein- und Auslaßnocken
sind durch die beschriebene Antriebs- und Verstell-Verbindung vorteilhaft kostengünstig
in einem Sinterverfahren herzustellen. Weiter sind zur axialen Abstützung der Nocken
untereinander sowie gegen die jeweilige Lagerbuchse beispielsweise teflonbeschichte
Metallscheiben vorteilhaft.
[0010] Die oben erwähnten, an sich bekannten Sinternocken erlauben in weiterer vorteilhafter
Ausgestaltung der Erfindung, daß die Nuten in den Nocken schraubengangartig ausgebildet
sind, wobei jedes wellenseitige Führungselement als Abschnitt eines dreidimensionalen
Flach- oder Trapezgewindeganges gestaltet ist, und zur vorteilhaft vereinfachten Anordnung
an der Nockenwelle jeder Gewindegang-Abschnitt mit einem jeweiligen Bolzenin einstückiger
Verbindung steht.
[0011] Die vorbeschriebene einstückige Verbindung jedes Führungselementes mit einem Bolzen
ergibt in Verbindung mit einem mittig in Längsrichtung in der Nockenwelle angeordneten
schmiermittelführenden Kanal die weitere vorteilhafte Ausgestaltung, daß die Führungselemente
fixierende Bozen die Nockenwelle quer durchsetzend angeordnet sind, wobei ein an einem
Ende jedes Bolzens frei austretender Verteilkanal mit einem mit dem Längskanal der
Nockenwelle kommunizierenden Zulauf in Verbindung steht. Der Vorteil dieser erfindungsgemäßen
Ausgestaltung ist eine zuverlässige Schmierung der auf der Nockenwelle winkelbeweglich
gelagerten Nocken, wobei durch die relativ dicht aneinanderliegenden Nocken ein über
den Wellenumfang sich aufbauender Schmierfilm zugleich der Schmierung der Führungselemente
in den Nuten dient. Zur sicheren Aufrechterhaltung dieser Schmierung ist weiter vorgeschlagen,
daß die Lagerbuchsen stirnseitig mit die Nuten der Nocken überdeckenden Flanschen
ausgebildet sind.
[0012] Eine vorteilhafte Erweiterung der Verstellmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Nockenwelle
ist weiter dadurch erreicht, daß zwischen zwei benachbarten Lagerbuchsen für erste
gleichartige Ventile zwei axial beabstandete Nocken angeordnet sind, und zwischen
diesen ein Nocken für zweite gleichartige Ventile, die gemeinsam über einen Gabelhebel
betätigt sind. Eine weitere vorteilhafte Verstellmöglichkeit ergibt sich ferner dadurch,
daß die den ersten gleichartigen Ventilen zugeordneten Nocken unterschiedlich gestaltet
sind und gegebenenfalls Nuten mit unterschiedlichen Steigungswinkeln aufweisen. Diese
Anordnung ermöglicht zwischen Nocken für gleichartige Ventile eine zusätzliche Spreizungsänderung,
auch Phasing genannt, ferner unterschiedliche Ventilöffnungszeiten sowie unterschiedliche
Ventilhübe zur vorteilhaften Beeinflussung der Gasdynamik einer Brennkraftmaschine
auf der Ansaugseite.
[0013] Eine zusätzliche Verstellmöglichkeit eröffnet sich in weiterer Ausgestaltung der
Erfindung dadurch, daß eine weitere Verstellvorrichtung zur Änderung der relativen
Drehlage der Nockenwelle gegenüber einer Kurbelwelle der Brennkraftmaschine vorgesehen
ist, wobei mit dieser Verstellvorrichtung in Kombination mit der Spreizungsänderung
der winkelverstellbaren Nocken die Öffnungs- und Schließzeiten der unterschiedlichen
Ventile zusätzlich veränderbar sind.
[0014] Um die erfindungsgemäß einfache, vorbeschriebene Gestaltung der Verstell-Nockenwelle
in Kombination mit unterschiedlichen Verstellvorrichtungen beibehalten zu können,
wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß die eine Verstellvorrichtung
zur Winkelverstellung der Nocken relativ zueinander an einem Nockenwellenende vorgesehen
ist und daß die andere Verstellvorrichtung zur Änderung der relativen Nockenwellen-Drehlage
am anderen Nockenwellenende mit dem Spurlager angeordnet ist, wobei dieser Wellenendabschnitt
über eine Geradverzahnung und das Spurlager über eine Schräg- oder Schraubverzahnung
jeweils mit einer korrespondieren Verzahnung an einer axial verstellbar gesteuert/geregelten
Schiebehülse zusammenwirkt.
[0015] Eine bezüglich geringem Bauraumbedarf und voneinander unabhängiger Betätigung der
jeweiligen Verstellvorrichtung wird schließlich in Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen,
daß beide Verstellvorrichtungen jeweils ein Schneckengetriebe umfassen, wobei jede
Schnecke mit einem quer zur Nockenwelle angeordneten Stellmotor in Antriebsverbindung
steht, und wobei die Schneckenräder jeweils mittels einer drehgesicherten Axialschiebehülse
über jeweils ein Wälzlager auf die axial verschiebbare Nockenwelle oder die axial
verstellbare Drehlagen-Schiebehülse einwirken.
[0016] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiels
beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine Verstell-Nockenwelle in einem abschnittsweise dargestellten Zylinderkopf einer
mehrzylindrigen Brennkraftmaschine
- Figur 2
- einen Schnitt durch einen Nocken und die Nockenwelle gemäß der Linie II-II.
[0017] Eine Verstell-Nockenwelle 1 in einem lediglich abschnittsweise gezeigten Zylinderkopf
2 einer ventilgesteuerten, nicht dargestellten Brennkraftmaschine ist mit auf der
Nockenwelle 1 relativ zueinander winkelverstellbar gelagert angeordneten Nocken 3,
3', 4 ausgerüstet, wobei die axial gegeneinander abgestützten Nocken 3, 3' und 4 zwischen
maschinenseitigen Lageranordnungen bzw. Lagerböcken 5 positioniert sind.
[0018] Zur axialen Positionierung der Gruppen von Nocken 3, 3' und 4 zwischen den Lagerböcken
5 ohne Anlage an den Stirnseiten der Lagerböcke 5 sind die benachbarten Nocken 3,
3' und 4 zwischen Stirnseiten 6 von auf der Nockenwelle 1 gesondert vorgesehener und
in Ausnehmungen 7 geteilter Lagerböcke 5 axial überstehend angeordneter Lagerbuchsen
8 axial positioniert. Um die Beeinflussung des Axialspiels zwischen den Nocken 3,
3' und 4 sowie zu den Stirnseiten 6 der Lagerbuchsen 5 bei Betriebstemperatur der
Brennkraftmaschine gering zu halten, sind die Lagerbuchsen 8 aus einem Werkstoff mit
einem dem Material des Zylinderkopfes 2 bzw. der Lagerböcke 5 gleichen oder ähnlichen
Wärmedehnungswert gebildet. Zusätzlich können zur Verringerung des Wärmedehnungseinflusses
bei einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine einige Lagerbuchsen 8 mit Schiebesitz
in den Ausnehmungen 7 der Lagerböcke 5 angeordnet sein und die eine oder andere Lagerbuchse
8 in der Ausnehmung 7 des jeweiligen Lagerbockes 5 klemmgehaltert sein.
[0019] Zur Erzielung einer baulich einfachen Verstell-Nockenwelle 1 ist diese zur Winkelverstellung
der Nocken 3, 3' und 4 zur Änderung der Nocken-Spreizung mittels einer Verstellvorrichtung
9 in den Lagerbuchsen 8 axial verschiebbar angeordnet, wobei eine Lagerbuchse 8 in
einer End-Lageranordnung ein Spurlager 10 bildet, das einerseits mit einem Antriebsflansch
11 für ein Antriebsrad 12 eines Nockenwellen-Drehantriebes 13 und andererseits über
ein Profil schiebebeweglich mit der Nockenwelle 1 in drehfester Verbindung steht.
[0020] Für eine Brennkraftmaschine mit zwei Einlaßventilen und zwei Auslaßventilen je Brennraumkalotte
14 im Zylinderkopf 2 sind auf der Nockenwelle 1 zwischen zwei benachbarten Lagerbuchsen
8 beiderseits eines Auslaßnockens 4 Einlaßnocken 3, 3' angeordnet, wobei die miteinander
axial beispielsweise über teflonbeschichtete Metallscheiben gleitbeweglich in Verbindung
stehenden Nocken 3, 3' und 4 in ihren Lagerbohrungen 15 mit verschieden gerichteten
Steigungswinkeln angeordnete Nuten 16 aufweisen, in die am Außenumfang der Nockenwelle
1 gesondert angeordnete Führungselemente 17 eingreifen. Im Hinblick auf eine bezüglich
Reibung und mechanischem Wirkungsgrad günstige Flächenberührung sind die Nuten 16
in den Nocken 3, 3' und 4 schraubengangartig ausgebildet und jedes wellenseitige Führungselement
17 als Abschnitt eines dreidimensionalen Flach- oder Trapezgewindeganges gestaltet,
wobei jeder Gewindegang-Abschnitt als Führungselement 17 mit einem jeweiligen Bolzen
18 in einstückiger Verbindung steht.
[0021] Aus der Figur 1 ist weiter ein schmiermittelführender Kanal 19 mittig in Längsrichtung
in der Nockenwelle 1 erkennbar und aus Figur 2, daß die Führungselemente 17 fixierende
Bolzen 18 die Nockenwelle 1 quer durchsetzend angeordnet sind. Diese Anordnung der
mit dem Bolzen 18 einstückig verbundenen Führungselemente 17 hat zum einen den Vorteil,
daß bei entsprechendem Paßsitz der Bolzen in der Nockenwelle 1 drehbeweglich dem Verlauf
der Nuten 16 sich anpassen können, und zum anderen den erfindungswesentlichen Vorteil,
daß die Bolzen 18 jeweils zumindest an einem Ende einen frei austretenden Verteilkanal
20 aufweisen, der mit einem mit dem Längskanal 19 der Nockenwelle 1 kommunizierenden
Zulauf 21 in Verbindung steht. Mit dieser Anordnung wird aus dem Schmiersystem der
Brennkraftmaschine bzw. des Zylinderkopfes 2 in den Längskanal 19 eingebrachtes Schmiermittel
über die Bolzen 18 zwischen die Nockenwelle 1 und den Lagerbohrungen 15 der Nocken
3, 3' und 4 eingeführt. Durch die relativ dicht aneinanderliegenden Nocken 3, 3' und
4 baut sich in deren Lagerbohrungen 15 ein geschlossener Schmierfilm auf, der ferner
die Schmierung der Führungselemente 17 in den Nuten 16 übernimmt. Um einen unzulässigen
Schmiermittelabfluß über die Führungsnuten 16 zu vermeiden, sind die Lagerbuchsen
8 stirnseitig mit die Nuten 16 der Nocken 3, 3' überdeckenden Flanschen 22 ausgebildet.
[0022] Mit den erfindungsgemäß angeordneten Lagerbuchsen 8 kann bei Kaltmontage der Verstell-Nockenwelle
1 in den Lagerböcken 5 des Zylinderkopfes 2 das Axialspiel zwischen den Nocken 3,
4, 3' und den jeweils stirnseitig anliegenden Lagerbuchsen 8 bis gegen den Wert =
0 minimiert werden. Um bei betriebswarmer Brennkraftmaschine aufgrund der mit den
unterschiedlichen Werkstoffen von Nockenwelle 1 und Nocken 3, 3', 4 einerseits und
des Zylinderkopfes 2 (Alu-Legierung) andererseits ebenfalls ein minimales Axialspiel
zu erreichen, ist die aus einem Werkstoff von geringerem Wärmedehnwert gebildete Nockenwelle
1 in vorteilhafter Weise mit dem Längskanal 19 zur Schmierung der Lagerstellen der
Nocken 3, 3', 4 auf der Nockenwelle 1 ausgerüstet, um über das dem Längskanal 19 zugeführte
heiße Schmiermittel eine starke Erwärmung und damit verbunden eine erhebliche Wärmedehnung
der Nockenwelle 1 zur Aufrechterhaltung eines minimalen Axialspiels zu erzielen.
[0023] Wie bereits weiter vorne erwähnt, sind zwischen zwei benachbarten Lagerbuchsen 8
zwei axial beabstandete Einlaßnocken 3 und 3' für über Einzelhebel betätigte Einlaßventile
23 angeordnet, wogegen der zwischen diesen Einlaßnocken 3 und 3' angeordnete Auslaßnocken
4 über einen nicht dargestellten Gabelhebel zwei nicht gezeigte Auslaßventile steuert.
Hierbei können die den beiden Einlaßventilen 23 zugeordneten Nocken 3 und 3' unterschiedlich
gestaltet sein und ferner Nuten 16 mit unterschiedlichen Steigungswinkeln aufweisen.
Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise eine als "Phasing" bezeichnete Spreizungsänderung
zwischen den gleichartigen Nocken 3, 3', die beispielsweise einer Drallausbildung
im jeweiligen Brennraum der Brennkraftmaschine vorteilhaft genutzt werden kann. Weiter
kann die unterschiedliche Gestaltung der Einlaßnocken 3, 3' zumindest unterschiedliche
Ventilhübe umfassen, wodurch die Drallbildung zusätzlich unterstützt sein kann.
[0024] Zur Erweiterung der Verstellmöglichkeiten ist eine weitere Verstellvorrichtung 24
zur Änderung der relativen Drehlage der Verstell-Nockenwelle 1 gegenüber einer Kurbelwelle
der nicht gezeigten Brennkraftmaschine vorgesehen. Um den erfindungsgemäß einfachen
Aufbau der Verstell-Nockenwelle 1 auch bei zwei unterschiedlichen Verstellvorrichtungen
9, 24 beizubehalten, ist vorgesehen, daß die eine Verstellvorrichtung 9 zur Winkelverstellung
der Nocken 3, 3' und 4 relativ zueinander an einem Nockenwellenende 25 vorgesehen
ist, und daß die andere Verstellvorrichtung 24 zur Änderung der relativen Nockenwellen-Drehlage
am anderen Nockenwellenende mit dem Spurlager 10 angeordnet ist, wobei dieser Wellenendabschnitt
26 über eine Geradverzahnung 27 und das Spurlager 10 über eine Schräg- oder Schraubverzahnung
28 jeweils mit einer korrespondierenden Verzahnung an einer gesteuert/geregelt verstellbaren
Schiebehülse 29 zusammenwirkt. Zur Erzielung eines relativ geringen Einbauraumes für
beide Verstellvorrichtungen 9 und 24 umfassen diese jeweils ein selbsthemmendes Schneckengetriebe
30 bzw. 31, wobei jede Schnecke 32 bzw. 33 mit einem quer zur Verstell-Nockenwelle
1 angeordneten Stellmotor 34 bzw. 35 in Antriebsverbindung steht. Um weiter beide
Verstellvorrichtungen 9 und 24 voneinander unabhängig betätigen zu können, wirken
die Schneckenräder 36 bzw. 37 jeweils mittels einer drehgesicherten Axialschiebehülse
38 bzw. 39 über jeweils ein Wälzlager 40 bzw. 41 auf die axial verschiebbare Nockenwelle
1 oder die axial verstellbare Drehlagen-Schiebehülse 29 ein. Mit der kombinierten
Betätigung beider Verstellvorrichtungen 9 und 24 sind in vorteilhafter Weise dem jeweiligen
Betriebspunkt der Brennkraftmaschine angepaßte Ventilöffnungszeiten erreicht.
1. Verstell-Nockenwelle für eine ventilgesteuerte Hubkolhenmaschine, insbesondere Brennkraftmaschine,
- mit auf der Nockenwelle (1) relativ zueinander winkelverstellbar gelagert angeordneten
Nocken (3, 3', 4), wobei
- axial gegeneinander abgestützte Nocken (3, 3', 4) mittels maschinenseitiger Lageranordnungen
(Lagerböcke 5) der Nockenwelle (1) auf dieser axial positioniert sind,
dadurch gekennzeichnet,
- daß benachbarte Nocken (3, 3', 4) zwischen Stirnseiten (6) von auf der Nockenwelle
(1) gesondert vorgesehener und in Ausnehmungen (7) geteilter Lageranordnungen (Lagerböcke
5) axial überstehend angeordneter Lagerbuchsen (8) axial positioniert sind.
2. Nockenwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerbuchsen (8) aus
einem Werkstoff mit einem dem Material der maschinenseitigen Lageranordnungen (5)
gleichen oder ähnlichen Wärmedehnungswert gebildet sind.
3. Nockenwelle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Nockenwelle (1) zur Winkelverstellung der Nocken (3, 3', 4) mittels einer
Verstellvorrichtung (9) in den Lagerbuchsen (8) axial verschiebbar angeordnet ist,
und
- eine Lagerbuchse (8) in einer End-Lageranordnung ein Spurlager (10) bildet, das
- einerseits mit einem Antriebsflansch (11) eines Nockenwellen-Drehantriebes (13)
und andererseits über ein Profil schiebebeweglich mit der Nockenwelle (1) in drehfester
Verbindung steht.
4. Nockenwelle nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
- daß zwischen zwei benachbarten Lagerbuchsen (8) zumindest ein Einlaßnocken (3, 3')
und ein Auslaßnocken (4) auf der Nockenwelle (1) winkelverstellbar gelagert angeordnet
sind, wobei
- die miteinander axial gleitbeweglich in Verbindung stehenden Nocken (3, 3', 4) in
ihren Lagerbohrungen (15) mit verschieden gerichteten Steigungswinkeln angeordnete
Nuten (16) aufweisen, in die
- am Außenumfang der Nockenwelle (1) gesondert angeordnete Führungselemente (17) eingreifen.
5. Nockenwelle nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Nuten (16) in den Nocken (3, 3', 4) schraubengangartig ausgebildet sind,
und
- daß jedes wellenseitige Führungselement (17) als Abschnitt eines dreidimensionalen
Flach- oder Trapezgewindeganges gestaltet ist, wobei
- jeder Gewindegang-Abschnitt als Führungselement (17) mit einem jeweiligen Bolzen
(18) in einstückiger Verbindung steht.
6. Nockenwelle nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
- daß ein schmiermittelführender Kanal (19) mittig in Längsrichtung in der Nockenwelle
(1) angeordnet ist, und
- daß die Führungselemente (17) fixierende Bolzen (18) die Nockenwelle (1) quer durchsetzend
angeordnet sind, wobei
- ein an einem Ende jedes Bolzens (18) frei austretender Verteilkanal (20) mit einem
mit dem Längs-Kanal (19) der Nockenwelle (1) kommunizierenden Zulauf (21) in Verbindung
steht.
7. Nockenwelle nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerbuchsen
(8) stirnseitig mit die Nuten (16) der Nocken (3, 3', 4) überdeckenden Flanschen (22)
ausgebildet sind.
8. Nockenwelle nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
- daß zwischen zwei benachbarten Lagerbuchsen (8) für erste gleichartige Ventile (Einlaßventile
23) zwei axial beabstandete Nocken (Einlaßnocken 3, 3') angeordnet sind, und
- zwischen diesen ein Nocken (4) für zweite gleichartige Ventile (Auslaßventile),
die
- gemeinsam über einen Gabelhebel betätigt sind.
9. Nockenwelle nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
- daß die den ersten gleichartigen Ventilen (Einlaßventile 23) zugeordneten Nocken
(Einlaßnocken 3, 3') unterschiedlich gestaltet sind und
- gegebenenfalls Nuten (16) mit unterschiedlichen Steigungswinkeln aufweisen.
10. Nockenwelle nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere
Verstellvorrichtung (24) zur Änderung der relativen Drehlage der Nockenwelle (1) gegenüber
einer Kurbelwelle der Brennkraftmaschine vorgesehen ist.
11. Nockenwelle nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
- daß die eine Verstellvorrichtung (9) zur Winkelverstellung der Nocken (3, 3', 4)
relativ zueinander an einem Wellenende (25) vorgesehen ist, und
- daß die andere Verstellvorrichtung (24) zur Änderung der relativen Nockenwellen-Drehlage
am anderen Nockenwellenende mit dem Spurlager (10) angeordnet ist, wobei
- dieser Wellenendabschnitt (26) über eine Geradverzahnung (27) und das Spurlager
(10) über eine Schräg- oder Schraubverzahnung (28) jeweils mit einer korrespondierenden
Verzahnung an einer gesteuert/geregelt verstellbaren Schiebehülse (29) zusammenwirkt.
12. Nockenwelle nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
- daß beide Verstellvorrichtungen (9, 24) jeweils ein selbsthemmendes Schneckengetriebe
(30, 31) umfassen, wobei
- jede Schnecke (32, 33) mit einem quer zur Nockenwelle (1) angeordneten Stellmotor
(34, 35) in Antriebsverbindung steht und
- wobei die Schneckenräder (36, 37) jeweils mittels einer drehgesicherten Axialschiebehülse
(38, 39) über jeweils ein Wälzlager (40, 41) auf die axial verschiebbare Nockenwelle
(1) oder die axial verstellbare Drehlagen-Schiebehülse (29) einwirken.