[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Feuchtraumleuchte gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Aus EP-B1-0 179 453 ist ein Beispiel dafür bekannt, wie Feuchtraumleuchten üblicherweise
aufgebaut sind. Auch die bekannte Feuchtraumleuchte besitzt ein Gehäuse von annähernd
U-förmigem Querschnitt, das Fassungen und Betriebsmittel für mindestens eine Lampe
trägt. Im Gehäuse auch eine Reflektoranordnung festgelegt, mit der das von der Lampe
abgegebene Licht zum Erzielen einer gewünschten Abstrahlcharakteristik umgeformt wird.
Das Gehäuse besitzt weiterhin Vorrichtungen, den Feuchtraumbedingungen entsprechend
ausgebildet, um die Feuchtraumleuchte an Wand oder Decke unmittelbar zu befestigen
oder pendelnd abzuhängen sowie Kabel zur Stromversorgung einzuführen.
[0003] Wie bei anderen konventionellen Feuchtraumleuchten wird das Innere des Gehäuses auf
der Lichtaustrittsseite durch eine transluzente Abdeckwanne abgeschlossen. Um eine
den Schutzbedingungen genügende Verbindung zwischen dem Gehäuse und dieser Abdeckwanne
sicherzustellen, besitzt ersteres zum Beispiel an seinem Außenrand eine umlaufende
Nut mit darin eingelegter Schnurdichtung. Analog dazu weist die Abdeckwanne an ihrem
Außenrand einen umlaufenden Wulst auf, der beim Aufsetzen der Abdeckwanne auf das
Gehäuse in dessen Nut eingeschoben wird und dabei unter elastischer Verformung der
Schnurdichtung die Abdichtung des Leuchteninneren sicherstellt.
[0004] Bei der diskutierten bekannten Feuchtraumleuchte ist die lösbare Verbindung zwischen
Leuchtengehäuse und Abdeckwanne als eine Rastverbindung ausgeführt. Zu diesem Zweck
weist die Abdeckwanne an jeder Längsseite jeweils zwei seitlich vorspringende Rastnasen
auf, die beim Aufsetzen der Abdeckwanne auf den Gehäuserand in diesem Gehäuserand
vorgesehene Durchbrüche eingreifen. Bei anderen bekannten Feuchtraumleuchten, die
hinsichtlich der Abdichtung zwischen Leuchtengehäuse und Abdeckwanne an sich im Prinzip
ähnlich gestaltet sind, werden statt einer derartigen Rastverbindung beispielsweise
Kniehebelverschlüsse eingesetzt.
[0005] Gleichgültig wie die Abdichtung zwischen Leuchtengehäuse und Abdeckwanne ausgeführt
wird, sie ist wegen der besonderen Schutzbedingungen bei Feuchtraumleuchten immer
kritisch. Dies gilt insbesondere dann, wenn für das Leuchtengehäuse, die Abdeckwanne
und das zwischen deren Ränder eingelegte Dichtungselement unterschiedliche Materialien
mit jeweils individuellen Wärmeausdehnungskoeffizienten verwendet werden. Die bekannten
Lösungen für Feuchtraumleuchten sind daher insbesondere wegen der funktionssicheren
Verbindung zwischen Gehäuse und Abdeckwanne relativ aufwendig, damit in einem relativ
weiten, durch zulässige Betriebstemperaturen der Leuchte gegebenen Temperaturbereich
die Schutzbedingungen eindeutig erfüllt sind.
[0006] Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, dieses mechanischkonstruktive Problem mit
möglichst einfachen Mitteln einwandfrei zu lösen. Von besonderem Interesse ist im
vorliegenden Zusammenhang aus DE-A-15 39 565 eine Leuchte bekannt, die besonders einfach
aufgebaut und günstig herzustellen sein soll. Bei der bekannten Lösung ist ein Gehäuseoberteil
mit einem Gehäuseunterteil an einer der Längsseiten scharnierartig mittels eines einzigen
einteiligen Scharnierbandes aus einem biegsamen Kunststoffstreifen verbunden, der
entlang seiner ganzen Länge als Dichtung wirkt. Vorzugsweise wird dieser Kunststoffstreifen
unmittelbar von den an dieser Längsseite aneinandergrenzenden Rändern des Gehäuseoberteils
und Gehäuseunterteiles gebildet. Dabei wird das Leuchtengehäuse und dieses Scharnierband
in einem einzigen Arbeitsgang zum Beispiel durch Spritzen hergestellt.
[0007] Nun gibt es sicherlich eine ganze Anzahl von Gegenständen, die als Kunststoffspritzteile
hergestellt werden, bei denen eine scharnierartige Verbindung zweier Einzelteile zweckmäßig,
dabei form- und alterungsbeständig ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn bei dem
vorgesehenen Verwendungszweck hinsichtlich des einzusetzenden Kunststoffmaterials
keine besonderen Beschränkungen vorliegen und damit weiche sowie dauerelastische Kunststoffe
bevorzugt eingesetzt werden können. Bei Leuchtengehäusen, insbesondere auch für Feuchtraumleuchten,
ist aber eine derartige Freizügigkeit der Materialauswahl nicht gegeben. Die geforderte
mechanische Festigkeit, insbesondere Steifigkeit, aber auch Betriebssicherheit und
thermische Belastbarkeit bedingen für Leuchtengehäuse verhältnismäßig zähe Materialien
einzusetzen, die auch bei langer Lebensdauer der Leuchte nicht verspröden dürfen.
Bei dafür geeigneter Kunststoffe ist es unvermeidbar, daß sich ein solches Scharnierband
längs der Knicklinie über die Elastitätsgrenze hinausgehend verformen kann, d.h. mechanisch
überbelastet wird. Darüber hinaus sind, wenn dieses Scharnierband wie beschrieben
als Teil der Abdichtung verwendet wird, die stirnseitigen Endbereiche des Scharnierbandes
besonders kritisch. Hier treten, konstruktiv bedingt, diskontinuierliche Überggänge
in der Abdichtung auf. Diese können dazu führen, daß die Abdichtung Feuchtraumbedingungen
nicht mehr genügt. Trotz einer Vielzahl konventioneller und marktüblicher Feuchtraumleuchten
hat sich wohl auch deswegen die aus DE-A-15 39 565 bekannte technische Lehre nicht
nicht durchgesetzt.
[0008] Vielmehr entspricht der prinzipielle Aufbau einer konventionellen Feuchtraumleuchte
üblicherweise im Prinzip der Ausführungsform einer Feuchtraumleuchte, wie sie dem
eingangs gewürdigten Dokument EP-B1-0 179 453 entnehmbar ist. Aus mechanischen, lichttechnischen
und weiteren Gründen besteht das Gehäuse häufig aus einem lichtundurchlässigen Kunststoffmaterial,
dem dazu ein Farbpigment gemischt ist. Die Abdeckwanne ist hinsichtlich ihrer Materialauswahl
wesentlich dadurch mitbestimmt, daß sie, die die Lichtaustrittsöffnung der Leuchte
abdeckt, das in der Leuchte erzeugte und gelenkte Licht möglichst verlustlos, gegebenenfalls
auch mit einer vorbestimmten Charakteristik transmittiert. Schließlich ist, um die
gewünschte Schutzklasse sicherzustellen, eine umlaufende Schnurdichtung aus einem
dritten Material verwendet, die zwischen die aneinander angrenzenden Randbereiche
von Gehäuse bzw. Abdeckwanne eingequetscht ist.
[0009] Die Erfindung geht nun von der Überlegung aus, daß diese Mehrzahl unterschiedlicher
Materialien im unmittelbaren Dichtungsbereich der Feuchtraumleuchte am Umfang der
Lichtaustrittsöffnung es gerade wegen der unterschiedlichen Materialeigenschaften
erschwert, diesen Bereich so zu gestalten, daß er den Forderungen der entsprechenden
Schutzklasse genügt. Anzustreben wäre daher, die Voraussetzungen dafür zu schaffen,
das Abdichtungsproblem ohne eine Anhäufung verschiedener Materialien im Dichtungsbereich
lösen zu können.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für eine Feuchtraumleuchte
der eingangs genannten Art eine weitere Ausführungsform zu schaffen, mit der es möglich
ist, unter Verwendung des gleichen Materials für Gehäuse und Abdeckwanne auf ein zusätzliches,
im Dichtungsbereich zwischen diesen beiden Leuchtenteilen angeordnetes individuelles
Abdichtungselement zu verzichten und dennoch die Bedingungen für eine tropfwasser-
gegebenenfalls auch spritzwasserdichte Feuchtraumleuchte zu erfüllen.
[0011] Bei einer Feuchtraumleuchte gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 wird diese
Aufgabe erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen dieses Patentanspruches beschriebenen
Merkmale gelöst.
[0012] Der erfindungsgemäßen Lösung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es noch nicht genügt,
das Leuchtengehäuse und die Abdeckwanne aus demselben Kunststoff herzustellen. Selbst
ein bestimmter Typ eines Kunststoffes weist immer noch eine für die Lösung der vorliegenden
Aufgabe zu große Bandbreite in seinen Materialeigenschaften auf. Identische Materialeigenschaften
sind nur dann gegeben, wenn die beiden zusammenzufügenden Leuchtenteile auch noch
der gleichen Charge des bei der Herstellung verwendeten Kunststoffes entstammen. Aus
diesem Grund sollten sie gemeinsam mit dem gleichen Formwerkzeug hergestellt werden.
Damit die beiden gemeinsam hergestellten Teile bis zur Endmontage ein zueinandergehörendes
Paar bilden und nicht vertauscht werden können, sollen sie dauerhaft miteinander verbunden
sein. Dies ist der Hauptzweck für den mindestens einen, das Gehäuse und die Abdeckwanne
untereinander verbindenden Steg. Er ist als ein dauerhaften Verbindungselement zwischen
Gehäuse und Abdeckwanne ausgebildet, das sicherstellt, daß diese beiden Leuchtenteile
unverlierbar miteinander verbunden sind. Andererseits ist er im Hinblick auf seine
Abmessungen, insbesondere seine Dicke und Länge, so optimiert, daß seine Rückstellkräfte,
die auf diese beiden Leuchtenteile im montierten Zustand einwirken, deren Rast/Steckverbindung
in den einander zugeordneten Randbereichen nicht beeinträchtigen. Er ist also keineswegs
ein Teil der Abdichtung. Unter diesen Voraussetzungen ist es möglich, die Rast/Steckverbindung
zwischen Gehäuse und Abdeckwanne funktional sicher, jedoch konstruktiv sehr einfach
zu gestalten, weil bei völlig identischem Material kritische Toleranzbedingungen für
eine solche Rast/Steckverbindung im gesamten zulässigen Toleranzbereich, der bei einer
Feuchtraumleuchte einzuhalten ist, technologisch beherrschbar sind.
[0013] Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen gekennzeichnet und werden in
der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0014] Ein solches Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Dabei
zeigt:
Figur 1 eine erfindungsgemäße ausgebildete Feuchtraumleuchte schematisch in einem
Querschnitt, in dem ein Gehäuse dieser Leuchte mit dazugehörender Abdeckwanne, über
einen Steg miteinander verbunden, nebeneinander dargestellt sind und
Figur 2 diese Feuchtraumleuchte im montierten Zustand, bei dem die Abdeckwanne in
den Rand des Gehäuses eingeschoben dargestellt ist.
[0015] Eine erfindungsgemäß ausgebildete Feuchtraumleuchte ähnelt in ihrem prinzipiellen
Aufbau in vielen konstruktiven Einzelheiten dem konventioneller Feuchtraumleuchten.
Es ist deshalb nicht erforderlich, hier alle dem Fachmann bekannten konstruktiven
Details im einzelnen zu erläutern. Deshalb genügen auch die in der Zeichnung dargestellten
Querschnitte für die Beschreibung der hier wesentlichen Merkmale.
[0016] Eine Feuchtraumleuchte besitzt üblicherweise ein insbesondere aus Kunststoff hergestelltes
trogförmiges Gehäuse 1, dessen Querschnitt im wesentlichen U-förmig ausgebildet ist.
Das Gehäuse 1 besitzt angespritzte, nach innen hervorstehende Rippen 11, die insbesondere
der Befestigung von Leuchtenteilen dienen. Das gilt unter anderem für einen Leuchtenreflektor
2, der hier als eine flache Montageschiene mit nach oben abgekröpften Seitenrändern
ausgebildet ist. Diese Seitenränder des Leuchtenreflektors 2 sind mechanisch verspannt
in Ausnehmungen 12 der Rippen 11 eingeschoben, wodurch der Leuchtenreflektor 2 am
Gehäuse 1 festgelegt ist. Auf dem als Montageschiene ausgebildeten Leuchtenreflektor
2 sind die Betriebsmittel der Feuchtraumleuchte montiert. Als Beispiel dafür ist in
dem Querschnitt von Figur 1 ein elektronisches Vorschaltgerät 3 dargestellt, das auf
der in das Gehäuseinnere weisenden Oberseite des Leuchtenreflektors 2 angeordnet ist.
Nach unten weisend ist eine Lampenfassung 4 schematisch dargestellt.
[0017] Die Schenkelenden des Gehäuses 1 sind als eine umlaufende Rastlippe 13 ausgebildet,
die nahe ihrer Außenkante einen nach innen vorspringenden Wulst 14 aufweist. Damit
diese Rastlippe 13 unter elastischer Vorspannung seitlich nach außen ausweichen kann,
sind die Rippen 11 des Gehäuses 1, unter Bildung einer nutförmigen Ausnehmung 15 erst
am Fußende dieser Rastlippe 13 angesetzt.
[0018] In Figur 1 ist nun zur Rechten des Gehäuses 1 eine ebenfalls trogförmig ausgebildete
Abdeckwanne 5 dargestellt, die dazu bestimmt ist, die Lichtaustrittsöffnung des Gehäuses
1 im Betriebszustand der Feuchtraumleuchte so zu verschließen, daß den Bedingungen
der gewählten Schutzklasse entsprochen ist. Das Gehäuse 1 und diese Abdeckwanne 5
sind untereinander durch einen schmalen Steg 6 mit der Länge d dauerhaft verbunden.
Die Abmessungen dieses Steges 6, insbesondere seine Länge d sowie seine Dicke sind
derart gewählt, daß er im Vergleich zu dem relativ steifen Gehäuse 1 und auch der
Abdeckwanne 5 hochelastisch ist. Dies ist erforderlich, damit die Abdeckwanne 5 bei
lediglich elastischer Verformung dieses Steges 6 in einer Relativbewegung zum Gehäuse
1 auf dessen Außenrand aufsetzbar ist, d.h. der Steg 6 dabei keineswegs über die Elastizitätsgrenze
des Materials hinausgehend belastet wird.
[0019] Als Gegenstück zu der Rastlippe 13 des Gehäuses 1 weist die Abdeckwanne 5 im Bereich
ihres Außenrandes eine weitere Rastlippe 51 auf. Auch diese weitere Rastlippe 51 besitzt
einen umlaufenden Wulst 52, der in diesem Fall seitlich auf der Außenfläche der Rastlippe
51 angeordnet ist. In vorgegebenem Abstand zu diesem Wulst 52 ist auf dessen von dem
Außenende der Rastlippe 51 abgewandten Seite eine Anschlagleiste 53 vorgesehen, die
insbesondere am Außenumfang der Abdeckwanne 5 umlaufend ausgebildet ist.
[0020] In Figur 2 ist nun ein Querschnitt der anhand von Figur 1 beschriebenen Feuchtraumleuchte
im montierten Zustand dargestellt. Im Vergleich zu Figur 1 verdeutlicht diese Darstellung,
daß die Abdeckwanne 5 zum Verschließen der Lichtaustrittsöffnung des Gehäuses 1 unter
Verformung des elastischen Steges 6 zu einer losen Schlaufe um dieses Gehäuse 1 geschwenkt
und auf dessen Außenrand aufgesetzt wird. Die mit einer Einlaufschräge versehene Rastlippe
51 der Abdeckwanne 5 setzt dabei an der Innenseite der umlaufenden Rastlippe 13 des
Gehäuses 1 auf. Wird die Abdeckwanne 5 mit einer ausreichenden Kraft gegen das Gehäuse
1 gedrückt, so geben die Rastlippen 13, 51 des Gehäuses 1 bzw. der Abdeckwanne 5 unter
elastischer Verformung nach, wobei der Wulst 52 der weiteren Rastlippe 51 der Abdeckwanne
5 hinter dem Wulst 14 der Rastlippe 13 des Gehäuses 1 einrastet. Diese Einschubbewegung
der Abdeckwanne 5 in das Gehäuse 1 wird begrenzt durch die Anschlagleiste 53, die
in der Rastposition der Abdeckwanne am Außenrand der Rastlippe 13 des Gehäuses aufliegt.
[0021] Wie insbesondere Figur 2 zeigt, wird bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel einer
Feuchtraumleuchte im Dichtungsbereich zwischen Gehäuse 1 und Abdeckwanne 5, abgesehen
von der beschriebenen Rast/Steckverbindung mittels der Rastlippen 13 bzw. 51 kein
weiteres Dichtungselement eingesetzt. Aufgrund der Tatsache, daß das Gehäuse 1 und
die Abdeckwanne 5 bei der beschriebenen Ausführungsform dazu bestimmt ist, mittels
eines Formwerkzeuges gleichzeitig aus dem gleichen Kunststoffmaterial hergestellt
zu werden, ist es möglich, diese Rast/Steckverbindung zugleich auch als eine Feuchtraumbedingungen
genügende Abdichtung auszubilden. Obwohl die beschriebene Ausgestaltung der Rastlippen
13 und 51 bereits dem Funktionszweck genügt, wäre es denkbar, den aufnehmenden Teil
dieser Rast/Steckverbindung auch als eine umlaufende Nut auszubilden, bei der eine
der Seitenwände als Rastlippe der beschriebenen Form ausgebildet ist. Obwohl die Anschlagleiste
53 vor allem die beschriebene Funktion hat, die Rastposition dieser Rast/Steckverbindung
zu begrenzen und zu sichern, kann sie insbesondere dann, wenn sie nicht aus einzelnen
individuellen Vorsprüngen besteht, sondern als umlaufende Leiste ausgebildet ist,
zusätzlich zu Abdichtung zwischen Gehäuse 1 und Abdeckwanne 5 beitragen.
[0022] Bei konventionellen Feuchtraumleuchten werden im Gegensatz zur beschriebenen Lösung
das Gehäuse 1 und die Abdeckwanne 5 aus unterschiedlichen Materialien hergestellt.
Abgesehen von der statischen Steifigkeit verhindert dabei das Gehäuse 1 auch einen
Einblick in das Leuchteninnere, weil es üblicherweise aus einem Kunststoff hergestellt
ist, dem ein Farbpigment beigemischt ist, so daß es lichtundurchlässig ist. Im vorliegenden
Fall ist aber das Gehäuse 1 und die Abdeckwanne 5, die ihrem Zweck entsprechend lichtdurchlässig
sein soll, voraussetzungsgemäß aus dem gleichen Kunststoffmaterial hergestellt.
[0023] Aus diesem Grunde ist es zweckmäßig, die Oberfläche des Gehäuses 1 auf mindestens
ihrer Innen- bzw. Außenseite und hier vorzugsweise auf der Innenseite so zu bearbeiten
bzw. auszubilden, daß Streulicht einer schematisch in Figur 2 angedeuteten Leuchtstofflampe
7 zumindestens nur stark gedämpft durch die Wandung des Gehäuses 1 hindurchtreten
kann. Dies ist beispielsweise dadurch erreichbar, daß man auf einer der Innen- bzw.
Außenseiten des Gehäuses 1 eine Feinstruktur aufbringt, mit der auftretendes Licht
möglichst weitgehend reflektiert wird, mindestens aber nur ungerichtet durch die Gehäusewandung
hindurchtritt. Eine derartige Feinstruktur wäre durch Aufrauhen der Oberfläche des
Gehäuses 1 nach dem Spritzvorgang herzustellen. Ebenso ist es aber denkbar, bereits
die Spritzform so auszugestalten, daß eine solche Feinstruktur bereits beim Spritzen
der Kunststoffteile selbst ausgebildet wird. Dem gleichen Zweck könnte aber eine zusätzliche
dünne Schicht dienen, die innen bzw. außen auf die Oberfläche des Gehäuses 1 nach
dem Spritzvorgang aufgebracht wird und insbesondere als Reflexionsschicht ausgebildet
ist.
[0024] In gleicher Weise ist es durch eine entsprechende Ausgestaltung des Formwerkzeuges
möglich, auch der Abdeckwanne 5 eine Struktur einzuprägen. Auf diese Weise kann eine
Abdeckwanne 5 mit einer feinstrukturierten Oberfläche opal durchscheinend ausgebildet
werden. Es können aber auch größere Strukturen, beispielsweise eine Prismenstruktur
vorgesehen sein, um die Leuchtdichte der Abdeckwanne 5 herabzusetzen. Eine Mehrzahl
derartiger Möglichkeiten für die Oberflächengestaltung zum Erzielen eines bestimmten
lichttechnischen Zweckes ist dem Fachmann an sich geläufig und braucht deshalb hier
nicht im einzelnen erläutert zu werden.
[0025] Ergänzend ist schließlich darauf hinzuweisen, daß der in der vorstehenden Beschreibung
als Verbindungselement zwischen Gehäuse 1 und Abdeckwanne 5 erläuterte hochelastische
Steg 6 gleichzeitig die Funktion übernehmen kann, die Abdeckwanne 5 vom Gehäuse 1
bei Wartungs- bzw. Montagearbeiten vom Gehäuse 1 pendelnd abzuhängen. Dafür kann es
zweckmäßig sein, mehrere solcher Stege 6 auf Abstand untereinander an den einander
zugekehrten Längsseiten von Gehäuse 1 bzw. Abdeckwanne 5 anzuordnen oder auch nur
einen einzigen Steg stirnseitig vorzusehen, ohne daß sich daraus prinzipiell ein Unterschied,
bezogen auf die eigentliche Funktion, die dauerhafte, unverlierbare Verbindung zwischen
Gehäuse 1 und Abdeckwanne 5 ergäbe.
1. Feuchtraumleuchte mit einem Gehäuse (1) mit einem im wesentlichen U-förmigen Querschnitt,
in dem mindestens eine Lampe (7) sowie Fassungen (4) und Betriebsmittel (3) dafür
einschließlich lichtlenkender Reflektoren (2) angeordnet sind und mit einer Abdeckwanne
(5), die im montierten Zustand am Rand des Gehäuses aufsitzt, wobei Gehäuse und Abdeckwanne,
aus dem gleichen thermoplastischen Material bestehend und gemeinsam mit einem Formwerkzeug
hergestellt, untereinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß einander zugekehrte Randprofile (13 bzw. 51) des Gehäuses (1) und der Abdeckwanne
(5) in Form einer geschlossen umlaufenden elastischen Rast/Steckverbindung, die zugleich
der notwendigen und hinreichenden gegenseitigen Abdichtung der beiden Leuchtenteile
dient, ineinandergreifend ausgebildet sind, und daß das Gehäuse und die Abdeckwanne
einseitig untereinander dauerhaft, jedoch lediglich durch mindestens einen quer zu
diesen Seiten stehenden, rein elastisch verformbaren Steg (6) verbunden sind, der
bei vorgegebener Länge (d) und Querschnitt bei geschlossenem Gehäuse eine lose Schlaufenverbindung
bildet.
2. Feuchtraumleuchte nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens ein Paar von zueinander auf Abstand angeordneten Stegen (6), die jeweils
eine der einander zugeordneten Längsseiten des Gehäuses (1) und der Abdeckwanne (5)
untereinander verbinden.
3. Feuchtraumleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Steg (6) als eine stirnseitige Verbindung des Gehäuses (1)
und der Abdeckwanne (5) ausgebildet ist.
4. Feuchtraumleuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) und die Abdeckwanne (5) im Randbereich jeweils eine umlaufende,
senkrecht zum Umfang vorstehende Rastlippe (13 bzw. 51) aufweisen, wobei diese Rastlippen
bei montierter Leuchte einander längsseitig zugekehrt sind und sich selbst haltend
hintereinander verrasten.
5. Feuchtraumleuchte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastlippe(13 bzw. 51) des Gehäuses (1) bzw. der Abdeckwanne (5) als eine
Seitenwandfläche einer im Randprofil umlaufenden Nut ausgebildet ist und die entsprechende
Randlippe des anderen Leuchtenteiles in diese Nut einschiebbar ausgebildet ist.
6. Feuchtraumleuchte nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der eine (z. B. 51) bei montierter Leuchte von dem Profil des anderen (z. B.
13) umfaßte Randbereich des Gehäuses (1) bzw. der Abdeckwanne (5) seitlich nach außen
vorstehende Vorsprünge (53) aufweist, die die Einstecktiefe der Rast/Steckverbindung
begrenzen.
7. Feuchtraumleuchte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Einstecktiefe begrenzenden Vorsprünge als randparallel umlaufende Anschlagleiste
(53) ausgebildet sind.
8. Feuchtraumleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) auf mindestens einer Oberfläche eine Feinstruktur aufweist,
die derart ausgebildet ist, daß das Gehäuse, obwohl aus transluzentem Material bestehend,
in durchscheinendem Licht matt erscheint.
9. Feuchtraumleuchte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Feinstruktur lediglich auf die nach innen gerichtete Oberfläche des Gehäuses
(1) aufgebracht ist.
10. Feuchtraumleuchte nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Feinstruktur durch mechanisches Bearbeiten der sie tragenden Oberfläche
des Gehäuses (1) gebildet ist.
11. Feuchtraumleuchte nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, die Feinstruktur in Form einer dünnen Schicht auf die Oberfläche des Gehäuses (1)
aufgebracht ist.
12. Feuchtraumleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckwanne (5) auf einer Oberfläche eine die Leuchtdichte herabsetzende
Rasterstruktur trägt.
13. Feuchtraumleuchte nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasterstruktur der Abdeckwanne (5) als Prismenstruktur ausgebildet ist.