(19)
(11) EP 0 830 073 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.11.2000  Patentblatt  2000/46

(21) Anmeldenummer: 96920763.8

(22) Anmeldetag:  31.05.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A43B 7/12
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9602/361
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9641/548 (27.12.1996 Gazette  1996/56)

(54)

WASSERDICHTES SCHUHWERK MIT ANGEKLEBTER LAUFSOHLE

WATERPROOF SHOE STRUCTURE WITH ADHESIVELY SECURED SOLE

STRUCTURE DE CHAUSSURE IMPERMEABLE A L'EAU AVEC SEMELLE EXTERIEURE ADHESIVE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI NL PT SE

(30) Priorität: 09.06.1995 DE 19521107
02.03.1996 DE 19608139

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.03.1998  Patentblatt  1998/13

(73) Patentinhaber: Akzo Nobel N.V.
6824 BM Arnhem (NL)

(72) Erfinder:
  • PAVELESCU, Liviu, Mihai
    D-44229 Dortmund (DE)
  • HADERLEIN, Manfred, Günter
    D-42781 Haan (DE)

(74) Vertreter: Fett, Günter et al
Acordis AG Kasinostrasse 19-21
42103 Wuppertal
42103 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 4 007 962
FR-A- 857 833
DE-C- 595 296
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Schuhwerk, welches zumindest ein Teil eines Schuhs ist, bestehend aus einem Schaft, der zumindest eine Außenschicht und ein die Außenschicht von innen auskleidendes, eine wasserdichte und wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht enthaltendes Futter aufweist, einer ersten, den Innenbereich des Schuhwerks nach unten abschließenden Brandsohle, einer zweiten Brandsohle und einer an die zweite Brandsohle angeklebten Laufsohle, wobei der untere Endbereich des Futters nach innen umgeschlagen und auf der zweiten Brandsohle angeordnet und mit dieser wasserdicht verbunden ist, und wobei die zweite Brandsohle eine umlaufende Außenkante aufweist, die Außenkante eine der Kontur des unteren Endbereichs der Außenschicht entsprechende Kontur aufweist und und mit dem unteren Endbereich der Außenschicht verbunden ist.

    [0002] Ein derartiges Schuhwerk in klebegezwickter Ausführungsform ist aus DE-OS 40 07 962 bekannt. Bei dem dort beschriebenen Schuhwerk wird vorausgesetzt, daß die zweite Brandsohle selbst dadurch wasserdicht ausgebildet ist, daß sie zur Futterseite hin ebenfalls eine wasserdichte und wasserdampfdurchlässige Schicht aufweist, und daß die Futterschicht zur Außenschicht hin die wasserdichte wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht aufweist. Eine Anwendung der bekannten Konstruktion auf andere Macharten, wie beispielsweise gestrobeltem Schuhwerk (Schuhwerk, bei dem die zweite Brandsohle mit der Außenschicht mit einer Nähmaschine der Firma Strobel vernäht ist) oder Schuhwerk in Flexbauart (Außenschicht wird im unteren Bereich nach außen umgeschlagen und mit einer Brandsohle im Umschlagsbereich vernäht), ist praktisch nicht möglich,

    [0003] Bei der in DE-OS 40 07 962 beschriebenen Ausführungsform kann beim Verkleben der zweiten Brandsohle mit der Funktionsschicht des Futters nicht sichergestellt werden, daß über den Kleber über die gesamte Fläche eine wasserdichte Verbindung zwischen Futter und zweiter Brandsohle hergestellt wird. Insofern kann ohne weiteres Wasser zwischen das Futter und die zweite Brandsohle eindringen. Außerdem wird die Funktionsschicht beim Gebrauch des Schuhwerks stark belastet, was häufig zur Rißbildung in der Funktionsschicht oder zum Aufbrechen des Klebers im Verbindungsbereich zwischen Funktionsschicht und zweiter Brandsohle führt, wodurch Wasser ungehindert ins Innere des Schuhs eindringen kann.

    [0004] Um die wasserdichte wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht vor zu großer mechanischer Belastung zu schützen, ist man dazu übergegangen, diese Funktionsschicht von außen mit einem textilen Material zu verstärken. Für derartige Funktionsschichten ist eine wasserdichte Verbindung zwischen Funktionsschicht und der zweiten Brandsohle fast nicht mehr möglich, weil nicht sichergestellt werden kann, daß der Kleber das textile Verstärkungsmaterial, welches nunmehr zwischen der Funktionsschicht und der zweiten Brandsohle angeordnet ist, vollständig durchdringt. Insofern werden bereits bei der Herstellung des Schuhwerks Kanäle gebildet, durch welche wiederum Wasser in den Innenbereich des Schuhwerks eindringen kann. Selbst wenn größere Kanäle noch vermieden werden können, ergeben sich im Verbindungsbereich zwischen Futter und zweiter Brandsohle Mikrokanäle, die sich infolge ihrer Kapillarkräfte mit Wasser vollsaugen.

    [0005] Insofern ist man bei der Herstellung von atmungsaktivem, jedoch wasserdichten Schuhwerk, welches eine wasserdichte wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht enthält, immer mehr dazu übergegangen, eine angespritzte Laufsohle einzusetzen, da beim Anspritzen des Laufsohlenmaterials scheinbar geringere Probleme hinsichtlich Wasserdichtigkeit auftreten. Außerdem ist diese Machart kostengünstig herzustellen.

    [0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Schuhwerk der eingangs genannten Art mit angeklebter Laufsohle zur Verfügung zu stellen, welches zumindest verbesserte Eigenschaften hinsichtlich Wasserdichtigkeit gegenüber dem bisher bekannten Schuhwerk mit angeklebter Sohle aufweist. Es ist weiterhin Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schuhwerk mit angeklebter Laufsohle zur Verfügung zu stellen, welches unabhängig von der Machart verbesserte Wasserdichtigkeit gewährleistet.

    [0007] Diese Aufgabe wird bei einem Schuhwerk, welches zumindest einen Teil eines Schuhs umfaßt, bestehend aus einem Schaft, der zumindest eine Außenschicht und ein die Außenschicht von innen auskleidendes, eine wasserdichte und wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht enthaltendes Futter aufweist, einer ersten, den Innenbereich des Schuhwerks nach unten abschließenden Brandsohle, einer zweiten Brandsohle und einer an die zweite Brandsohle angeklebten Laufsohle, wobei der untere Endbereich des Futters nach innen umgeschlagen und auf der zweiten Brandsohle angeordnet und mit dieser wasserdicht verbunden ist, und wobei die zweite Brandsohle eine umlaufende Außenkante aufweist, die Außenkante der zweiten Brandsohle eine der Kontur des unteren Endbereichs der Außenschicht entsprechende Kontur aufweist und mit dem unteren Endbereich der Außenschicht verbunden ist, dadurch gelöst, daß die zweite Brandsohle derart ausgeschnitten ist, daß sie eine umlaufende Innenkante aufweist und somit einen Streifen zwischen Außenkante und Innenkante bildet, daß das Futter nach unten um einen unteren Endbereich länger ausgebildet ist als die Außenschicht, daß der untere umgeschlagene Endbereich des Futters einen ersten Teilabschnitt, der auf der zweiten Brandsohle aufliegt, und einen zweiten Teilabschnitt aufweist, der die Innenkante der zweiten Brandsohle nach innen überragt, und daß zumindest der zweite Teilabschnitt des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters mit der ersten Brandsohle wasserdicht verbunden ist.

    [0008] Durch das Ausschneiden der Brandsohle und das Überstehen des zweiten Teilabschnitts des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters wird es möglich, nunmehr die wasserdichte Verbindung, die mit der ersten Brandsohle erfolgt, zu kontrollieren. Hierbei erfolgt die wasserdichte Verbindung zwischen dem ersten Teilabschnitt des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters mit der zweiten Brandsohle bevorzugt über einen Kleber.

    [0009] Das erfindungsgemäße Schuhwerk zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß die wasserdichte Verbindung des zweiten Teilabschnitts des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters mit der ersten Brandsohle über eine von der Laufsohlenseite her aufgebrachte Dichtmasse erfolgt ist.

    [0010] Selbst, wenn bei Einsatz eines textilen Verstärkungsmaterials auf der Funktionsschicht das textile Verstärkungsmaterial nicht vollständig mit Kleber durchtränkt werden kann, ist dennoch eine wasserdichte Verbindung zwischen erster Brandsohle und Funktionsschicht möglich, weil nunmehr über die Innenkante (Schnittkante) die Funktionsschicht, die in der Regel zwischen zwei textilen Flächengebilde laminiert ist, bei der Herstellung des Schuhwerks frei zugänglich ist und diese Innenkante nunmehr leicht und vollständig mit Dichtmasse beschichtet werden kann, wobei diese Dichtmasse gleichzeitig die Verbindung zur ersten Brandsohle bildet. Da nunmehr an der Schnittkante des Futters ein guter Kontakt auch mit der zwischen zwei textilen Flächengebilden angeordneten Funktionsschicht erreicht werden kann, da ja die Schnittkante nicht mit diesen textilen Flächengebilden abgedeckt ist, wird auf einfache Weise eine dichte Verbindung zwischen Funktionsschicht und erster Brandsohle erreicht.

    [0011] Dabei hat es sich besonders bewährt, wenn die Dichtmasse ein Kleber ist. Hierzu eignen sich die für die Herstellung von Schuhen üblicherweise verwendeten Kleber vorzüglich. Diese zeichnen sich durch gute Festigkeitseigenschaften aus, sodaß ein Überstreichen des Übergangs vom zweitem Teilabschnitt des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters zur ersten Brandsohle mit dem Kleber praktisch ausreicht, um eine wasserdichte Verbindung ausreichender Festigkeit zwischen der wasserdichten wasserdampfdurchlässigen Funktionsschicht und der ersten Brandsohle zu erreichen. Gegebenenfalls kann die Festigkeit der Kleberschicht durch Zugabe von Fäden, insbesondere von textilen Flächengebilden wie Vliesen, Geweben oder Gewirken, verbessert werden, wobei die Fäden oder textilen Flächengebilde bevorzugt aus Monofilamenten bestehen.

    [0012] Um die Festigkeit der wasserdichten Verbindung des zweiten Teilabschnitts des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters mit der ersten Brandsohle zu erhöhen, hat es sich auch bewährt, wenn diese Verbindung über einen von der Laufsohlenseite her aufgebrachten Klebebandstreifen erfolgt ist. Klebebandstreifen, die mit einem Schmelzkleber, beispielsweise auf Polyurethanbasis, beschichtet sind, sind hierzu bestens geeignet. Diese lassen sich auf einfache Weise auf die dafür vorgesehenen Stellen aufbügeln.

    [0013] Bei dem erfindungsgemäßen Schuhwerk ist es ausreichend, wenn die erste Brandsohle innerhalb des umgeschlagenen Endbereichs des Futters angeordnet ist und mit dem umgeschlagenen Endbereich des Futters eine gemeinsame Ebene aufweist, und daß ein zwischen dem umgeschlagenen Endbereich des Futters und der Außenkante der ersten Brandsohle vorhandener Spalt von der Dichtmasse ausgefüllt und überdeckt ist. Beim Aufbringen der Dichtmasse dringt die Dichtmasse in den Spalt zwischen Futter und erster Brandsohle, sodaß auch hier gewährleistet ist, daß die Schnittkante des umgeschlagenen Endbereichs des Futters und die Außenkante der Brandsohle sicher in die Dichtmasse eingebettet ist, sodaß eine gute Abdichtung erfolgt. Zur Erhöhung der Festigkeit der den Spalt ausfüllenden und überdeckenden Dichtmasse hat es sich als besonders günstig herausgestellt, wenn die erste Brandsohle mit dem zweiten Teilabschnitt des unteren Endbereichs des Futters, bevorzugt mit einer Strobelnaht, vernäht ist. Auch bei dieser Naht ist die Verwendung von Monofilamenten zu empfehlen.

    [0014] Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn bei dem erfindungsgemäßen Schuhwerk die erste Brandsohle auf dem umgeschlagenen Endbereich des Futters aufliegt und den ersten und den zweiten Teilabschnitt überdeckt. Hierdurch kann die Dichtigkeit zwischen Brandsohle und Futter besonders einfach über die Dichtmasse gewährleistet werden.

    [0015] Es ist günstig, wenn zwischen der ersten Brandsohle und der Laufsohle eine den Zwischenraum zwischen erster Brandsohle und Laufsohle ausfüllende Ausballschicht angeordnet ist, die eine Außenkante aufweist, welche innerhalb der Innenkante der zweiten Brandsohle verläuft und den Übergang zwischen zweitem Teilabschnitt des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters zur ersten Brandsohle abdeckt. Diese Ausballschicht kann in einfacher Weise aus demselben Material hergestellt sein wie die erste bzw. die zweite Brandsohle. Die Ausballschicht ist jedoch bevorzugt aus einem wasserdichten Kunststoffmaterial hergestellt.

    [0016] Hierbei hat es sich als Vorteil herausgestellt, wenn die Ausballschicht mit dem zweiten Teilabschnitt des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters und/oder mit der ersten Brandsohle wasserdicht verbunden ist. Somit trägt die Ausballschicht nicht nur zur Verbesserung des Komfort des Trägers sondern auch zur Erhöhung der Dichtigkeit bei, da sie die dichte Verbindung zwischen zweitem Teilbereich des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters und der ersten Brandsohle unterstützt und, im dem Falle, bei dem die Ausballschicht mit dem zweiten Teilabschnitt und der ersten Brandsohle verbunden ist, auch mit zur Festigkeit der Verbindungsstelle beiträgt.

    [0017] Auch hierbei hat es sich bestens bewährt, wenn die wasserdichte Verbindung zwischen dem zweiten Teilabschnitt des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters beziehungsweise der ersten Brandsohle und der Ausballschicht über Verkleben erfolgt ist.

    [0018] Zur Stabilisierung der Außenform der Außenschicht kann es bei dem erfindungsgemäßen Schuhwerk von Vorteil sein, wenn zumindest im Gelenkbereich die nebeneinanderliegenden Abschnitte des Streifens der zweiten Brandsohle über eine Halterung miteinander verbunden sind. Dies kann im einfachsten Falle über Fäden, insbesondere Monofilamente erfolgen. Die Halterung kann aber auch ein Gewebe, ein Gewirke oder ein Vlies sein. Auch hier hat sich der Einsatz von Monofilamenten bestens bewährt. Die Halterung sollt bevorzugt derart ausgebildet sein, daß im Falle einer Verklebung der Laufsohle mit der ersten Brandsohle, gegenenfalls über die Ausballschicht, der die Laufsohle verbindende Kleber gut die Halterung durchdringen kann. Offene Gewebe oder Gewirke haben sich insofern bestens bewährt.

    [0019] Das erfindungsgemäße Schuhwerk läßt sich sowohl für klebegezwickte Schuhe als auch für Schuhe, bei denen die zweite Brandsohle an die Außenschicht angenäht (angestrobelt) ist, einsetzen. Besonders bewährt hat sich jedoch das erfindungsgemäße Schuhwerk für Schuhe in Flexbauart, bei denen der untere Endbereich der Außenschicht nach außen umgeschlagen ist, und der umgeschlagene Teil der Außenschicht zumindest in etwa parallel zur Erstreckungsrichtung der Laufsohle angeordnet und mit der zweiten Brandsohle vernäht ist. Diese Schuhe zeichnen sich durch hohen Tragekomfort aus, weil sie sich hinsichtlich Abrollen besonders flexibel verhalten. Die als bequem geltenden Schuhe hatten jedoch bisher den Ruf, nicht besonders dicht zu sein. Durch das erfindungsgemäße Schuhwerk wird jedoch dieser Nachteil wirksam geringer, in den meisten Fällen sogar vollständig vermieden.

    [0020] Das erfindungsgemäße Schuhwerk wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.

    [0021] Es zeigen:
    Figur 1
    einen Teilquerschnitt durch ein erfindungsgemäßes Schuhwerk
    Figur 2
    die Untersicht auf ein erfindungsgemäßes Schuhwerk ohne Laufsohle
    Figur 3
    einen weiteren Teilquerschnitt durch ein erfindungsgemäßes Schuhwerk
    Figur 4
    eine weitere Untersicht auf ein erfindungsgemäßes Schuhwerk mit Halterung für die zweite Brandsohle ohne Laufsohle
    Figur 5
    einen weiteren Teilschitt durch ein erfindungsgemäßes Schuhwerk


    [0022] In den Figuren ist der Schaft aus einer Außenschicht 1 und einem die Außenschicht von innen auskleidendem Futter 2 gebildet. Das Futter 2 besteht aus dem eigentlichen Futterstoff und einer wasserdampfdurchlässigen wasserdichten Funktionsschicht (nicht dargestellt). Gegebenenfalls kann die Funktionsschicht auf der der Futterschicht abgewandten Seite noch eine weitere textile Schicht aufweisen. Üblicherweise sind die textilen Schichten auf die Funktionsschicht zumindest punktweise aufgeklebt, weshalb das gesamte Futter 2 als Laminat bezeichnet werden kann.

    [0023] Im dargestellten Fall handelt es sich um ein Schuhwerk in Flexbauweise. Hierzu ist der untere Endbereich 1' der Außenschicht 1 nach außen umgeschlagen, erstreckt sich in Richtung des Sohlenmaterials und liegt in paralleler Anordnung auf der zweiten Brandsohle 4 auf und ist über die Naht 5 mit dieser vernäht. Das Futter gemäß Figur 1 und 3 ist in seinem unteren Endbereich nach innen und um eine erste Brandsohle 3 umgeschlagen. Ein erster Teilabschnitt 2' des unteren Endbereichs des Futters 2 liegt auf der zweiten Brandsohle 4 auf und ist mit der zweiten Brandsohle 4 wasserdicht verklebt, welche derart ausgeschnitten ist, daß sie einen in sich geschlossenen Streifen bildet, wie deutlich in Figur 2 zu sehen ist. Ein zweiter Teilabschnitt 2'' des unteren Endbereichs des Futters überlappt den Bereich 4' der zweiten Brandsohle 4 und endet in der Innenkante oder Schnittkante 2"'. Der zweite Teilabschnitt 2'' ist über die Dichtmasse 7 mit der ersten Brandsohle 3 wasserdicht verbunden, wobei die Dichtmasse die Schnittkante 2''' sicher umfaßt. Der Übersichtlichkeit halber ist die Dichtmasse 7 in Figur 2 nicht dargestellt. An die zweite Brandsohle 4 ist eine Laufsohle 6 angeklebt, die in Figur 2 nicht dargestellt ist, um besser den Innenaufbau des Schuhwerks darstellen zu können.

    [0024] In Figur 3 ist zusätzlich eine Ausballschicht 9 dargestellt, die mit dem unteren Teilabschnitt 2'' des unteren Endbereichs des Futters verklebt ist. Die Ausballschicht 9 kann auch mit der ersten Brandsohle 3 im Innenbereich, also in dem Bereich, der nicht vom untern Endbereich des Futters 2 überdeckt ist, verklebt sein.

    [0025] In Figur 2 ist zusätzlich ersichtlich, das der untere Endbereich des Futters 2 im Spitzen- und im Fersenbereich eingeschnitten und mit einer Naht 8 vernäht ist, um Faltenbildung in diesem Bereich zu vermeiden. Günstigerweise wird die Naht 8 mit einem Klebeband abgedichtet. Sofern an anderer Stelle im unteren Endbereich (erster und zweiter Teilabschnitt 2' und 2'') des Futters Falten auftreten sollten, kann auch an diesen Stellen das Futter eingeschnitten, vernäht und gegebenenfalls mit einem Klebeband abgedichtet werden.

    [0026] In Figur 4 ist das in Figur 2 dargestellte Schuhwerk im Gelenkbereich durch ein Gitter 10 verstärkt, welches bevorzugt aus Monofilamenten hergestellt ist. Dieses Gitter ist an die zweite Brandsohle 4 im Bereich der Innenkante angenäht. Auf diese einfache Weise kann bei der Herstellung des Schuhwerks die äußere Form des Schuhs stabilisiert werden, ohne daß die Verklebung der Laufsohle auf die zweite Brandsohle behindert wird, da dieses Gitter vom Klebstoff leicht durchdrungen werden kann. Diese Stabilisierung hat sich insbesondere bei gestrobeltem Schuhwerk bestens bewährt.

    [0027] In Figur 5 ist ein weiterer Teilschnitt eines erfindungsgemäßen Schuhwerks dargestellt. Hier ist die erste Brandsohle innerhalb des umgeschlagenen Endbereichs des Futters angeordnet und weist mit dem umgeschlagenen Endbereich (2' und 2'') des Futters 2 eine gemeinsame zur Fußseite hin liegende Ebene auf, sodaß eine innere ebene Fläche gebildet ist. Im Bereich 11 ist die erste Brandsohle 3 an den zweiten Teilabschnitt 2'' des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters 2 angestrobelt (angenäht). Der Spalt im Bereich 11 ist vollständig mit Dichtmasse ausgefüllt, wobei die Dichtmasse den Spalt von unten überdeckt.

    [0028] Obwohl in der Regel der gesamte Schuh aus dem erfindungsgemäßen Schuhwerk hergestellt ist, kann es in Spezialfällen auch vorkommen, daß nur Teile des Schuhs, beispielsweise nur der Spitzenbereich, der Gelenkbereich oder der Fersenbereich aus dem erfindungsgemäßen Schuhwerk gebildet ist und die anderen Bereiche aus einem anderen für diesen Bereich günstigen Schuhwerk besteht. Beispielsweise ist es bei Schutzschuhen mit Stahlkappe zu empfehlen, lediglich den Bereich ohne Stahlkappe gemäß dem erfindungsgemäßen Schuhwerk auszubilden.


    Ansprüche

    1. Schuhwerk, welches zumindest einen Teil eines Schuhs umfaßt, bestehend aus einem Schaft, der zumindest eine Außenschicht (1) und ein die Außenschicht (1) von innen auskleidendes, eine wasserdichte und wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht enthaltendes Futter (2) aufweist, einer ersten, den Innenbereich des Schuhwerks nach unten abschließenden Brandsohle (3), einer zweiten Brandsohle (4) und einer an die zweite Brandsohle (4) angeklebten Laufsohle (6), wobei der untere Endbereich des Futters (2) nach innen umgeschlagen und auf der zweiten Brandsohle angeordnet und mit dieser wasserdicht verbunden ist, und wobei die zweite Brandsohle (4) eine umlaufende Außenkante aufweist, die Außenkante eine der Kontur des unteren Endbereichs der Außenschicht entsprechende Kontur aufweist und mit dem unteren Endbereich der Außenschicht (1) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Brandsohle (4) derart ausgeschnitten ist, daß sie eine umlaufende Innenkante aufweist und somit einen Streifen zwischen Außenkante und Innenkante bildet, daß das Futter (2) nach unten um einen unteren Endbereich länger ausgebildet ist als die Außenschicht (1), daß der untere umgeschlagene Endbereich des Futters einen ersten Teilabschnitt (2'), der auf der zweiten Brandsohle (4) aufliegt, und einen zweiten Teilabschnitt (2") aufweist, der die Innenkante der zweiten Brandsohle (4) nach innen überragt, und daß zumindest der zweite Teilabschnitt (2") des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters (2) mit der ersten Brandsohle (3) wasserdicht verbunden ist.
     
    2. Schuhwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wasserdichte Verbindung des zweiten Teilabschnitts (2") des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters mit der ersten Brandsohle (3) über eine von der Laufsohlenseite her aufgebrachte Dichtmasse (7) erfolgt ist.
     
    3. Schuhwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtmasse (7) ein Kleber ist.
     
    4. Schuhwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wasserdichte Verbindung des zweiten Teilabschnitts (2") des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters (2) mit der ersten Brandsohle (3) über einen von der Laufsohlenseite her aufgebrachten Klebebandstreifen erfolgt ist.
     
    5. Schuhwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Brandsohle innerhalb des umgeschlagenen Endbereichs des Futters angeordnet ist und mit dem umgeschlagenen Endbereich des Futters eine gemeinsame Ebene aufweist, und daß ein zwischen dem umgeschlagenen Endbereich des Futters und der Außenkante der ersten Brandsohle vorhandener Spalt (11) von der Dichtmasse (7) ausgefüllt und überdeckt ist.
     
    6. Schuhwerk nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Brandsohle mit dem zweiten Teilabschnitt (2") des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters vernäht ist.
     
    7. Schuhwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Brandsohle auf dem umgeschlagenen Endbereich des Futters 2 aufliegt und den ersten und zweiten Teilabschnitt überdeckt.
     
    8. Schuhwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der ersten Brandsohle (3) und der Laufsohle (6) eine den Zwischenraum zwischen erster Brandsohle (3) und Laufsohle (6) ausfüllende Ausballschicht (9) angeordnet ist, die eine Außenkante aufweist, welche innerhalb der Innenkante der zweiten Brandsohle (4) verläuft und den Übergang zwischen zweitem Teilabschnitt (2") des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters (2) zur ersten Brandsohle (3) überdeckt.
     
    9. Schuhwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausballschicht mit dem zweiten Teilabschnitt (2") des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters (2) wasserdicht verbunden ist.
     
    10. Schuhwerk nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausballschicht (9) mit der ersten Brandsohle (3) wasserdicht verbunden ist.
     
    11. Schuhwerk nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die wasserdichte Verbindung zwischen dem zweiten Teilabschnitt (2") des unteren umgeschlagenen Endbereichs des Futters (2) beziehungsweise der ersten Brandsohle (3) und der Ausballschicht (9) über Verkleben erfolgt ist.
     
    12. Schuhwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest im Gelenkbereich die nebeneinanderliegenden Abschnitte des Streifens der zweiten Brandsohle miteinander verbunden über eine Halterung (9) verbunden sind.
     
    13. Schuhwerk nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (9) aus Monofilamenten hergestellt ist.
     
    14. Schuhwerk nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (9) ein Gewebe, Gewirke oder ein Vlies ist.
     
    15. Schuhwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß es in Flexbauart hergestellt ist, bei dem der untere Endbereich der Außenschicht nach außen umgeschlagen ist, und der umgeschlagene Teil (1') der Außenschicht (1) zumindest in etwa parallel zur Erstreckungsrichtung der Laufsohle (6) und auf der zweiten Brandsohle (4) angeordnet und mit der zweiten Brandsohle (4)vernäht ist.
     


    Claims

    1. A shoe structure which comprises at least part of a shoe and consists of: an upper, comprising at least one outer layer (1) and a lining (2), which lines the inside of the outer layer (1) and includes a waterproof and water-vapour permeable functional layer; a first insole (3) which closes the underside of the inner area of the shoe structure; a second insole (4) and an outsole (6) which is bonded to the second insole (4), and the lower end area of the lining (2) is turned back to the inside and positioned against the second insole and bonded to it in a watertight manner, and whereby the second insole (4) has an outer edge around its periphery, the outer edge having a contour corresponding to the contour of the lower end area of the outer layer and joined to the lower end area of the outer layer (1), the shoe structure being characterised in that the second insole (4) is cut out to form an inner edge around its periphery thus forming a strip between the outer edge and the inner edge, in that the lining (2) extends further downwards than the outer layer (1) by the length of a lower end area, in that the lower end area of the lining which is turned back has a first section (2') which lies on the second insole (4) and a second section (2") which projects inwards beyond the inner edge of the second insole (4), and in that at least the second section (2'') of the lower end area of the lining (2) which is turned back is bonded in a waterproof manner to the first insole (3).
     
    2. A shoe structure in accordance with Claim 1, characterised in that the waterproof connection between the second section (2'') of the lower end area of the lining which is turned back and the first insole (3) is formed by a sealing compound (7) which is applied from the outsole side.
     
    3. A shoe structure in accordance with Claim 2, characterised in that the sealing compound (7) is an adhesive.
     
    4. A shoe structure in accordance with Claim 1, characterised in that the waterproof connection between the second section (2'') of the lower end area of the lining (2) which is turned back and the first insole (3) is made with a strip of adhesive tape applied from the outsole side.
     
    5. A shoe structure in accordance with one or more of Claims 1 to 4, characterised in that the first insole is positioned inside the end area of the lining which is turned back, and is at the same level as the turned back end area of the lining, and in that any gap (11) between the end area of the lining which is turned back and the outer edge of the first insole is completely filled and covered by the sealing compound (7).
     
    6. A shoe structure in accordance with Claims 4 or 5, characterised in that the first insole is sewn to the second section (2'') of the lower end area of the lining which is turned back.
     
    7. A shoe structure in accordance with one or more of Claims 1 to 4, characterised in that the first insole lies on the end area of the lining 2 which is turned back, and covers the first and second sections.
     
    8. A shoe structure in accordance with one or more of Claims 1 to 4 and 7, characterised in that a filler layer (9) is positioned between the first insole (3) and the outsole (6) , which fills the space between the first insole (3) and the outsole (6), and which has an outer edge which runs within the inner edge of the second insole (4) and covers the point where the second section (2") of the lower end area of the lining (2) which is turned back meets the first insole (3).
     
    9. A shoe structure in accordance with Claim 8, characterised in that the filler layer is bonded in a waterproof manner to the second section (2'') of the lower end area of the lining (2) which is turned back.
     
    10. A shoe structure in accordance with Claims 8 or 9, characterised in that the filler layer (9) is bonded in a waterproof manner to the first insole (3).
     
    11. A shoe structure in accordance with Claims 9 or 10, characterised in that the waterproof connection between the second section (2'') of the lower end area of the lining (2) which is turned back or the first insole (3) and the filler layer (9) is made by gluing.
     
    12. A shoe structure in accordance with one or more of Claims 1 to 11, characterised in that the adjacent sections of the strip of the second insole are joined together with a retainer (9), at least in the ankle area.
     
    13. A shoe structure in accordance with Claim 12, characterised in that the retainer (9) is made of monofilaments.
     
    14. A shoe structure in accordance with Claims 12 or 13, characterised in that the retainer (9) is a woven or knitted fabric or a nonwoven.
     
    15. A shoe structure in accordance with one or more of Claims 1 to 14, characterised in that it is manufactured with a flex design, in which the lower end area of the outer layer is turned back to the outside and the part of the outer layer (1) which is turned back (1') is at least approximately parallel to the direction in which the outsole (6) extends and is positioned on the second insole (4) and sewn to the second insole (4).
     


    Revendications

    1. Chaussure comprenant au moins une partie de chaussure, formée d'une tige, qui comporte au moins une couche extérieure (1) et une doublure (2) comprenant une couche fonctionnelle étanche à l'eau et perméable à la vapeur d'eau, qui habille intérieurement la couche extérieure (1), une première semelle intérieure (3) qui ferme vers le bas l'espace intérieur de la chaussure, une seconde semelle intérieure (4) et une semelle extérieure (6) qui est collée à la seconde semelle intérieure (4), la partie d'extrémité inférieure de la doublure (2) étant repliée vers l'intérieur et appliquée sur la seconde semelle intérieure (4) et liée à celle-ci de manière étanche à l'eau, la seconde semelle intérieure (4) comportant un bord extérieur continu, le bord extérieur présentant un contour adapté au contour de la partie d'extrémité inférieure de la couche extérieure et étant lié à ladite partie d'extrémité inférieure de ladite couche extérieure (1), caractérisée par le fait que la seconde semelle intérieure (4) est découpée de manière telle qu'elle présente un bord intérieur continu et forme ainsi une bande entre le bord extérieur et le bord intérieur, par le fait que la doublure (2) est prolongée d'une vers le bas, par rapport à la couche extérieure (1), que la partie d'extrémité inférieure repliée de la doublure comporte une première section (2') qui est appliquée sur la seconde semelle intérieure (4) et une seconde section (2") qui recouvre le bord intérieur de la seconde semelle intérieure (4), côté intérieur, et par le fait qu'au moins la seconde section (2") de la partie d'extrémité inférieure repliée de la doublure (2) est liée de manière étanche à l'eau à la première semelle intérieure (3).
     
    2. Chaussure selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la liaison étanche à l'eau entre la seconde section (2") de la partie d'extrémité inférieure repliée de la doublure et la première semelle intérieure (3) est réalisée par une masse d'étanchéité (7) appliquée depuis le côté semelle de marche.
     
    3. Chaussure selon la revendication 2, caractérisée par le fait que la masse d'étanchéité (7) est un adhésif.
     
    4. Chaussure selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la liaison étanche à l'eau entre la seconde section (2") de la partie d'extrémité inférieure repliée de la doublure et la première semelle intérieure (3) est réalisée par l'intermédiaire d'une bande adhésive appliquée depuis le côté semelle de marche.
     
    5. Chaussure selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que la première semelle intérieure est disposée à l'intérieur de la partie d'extrémité repliée de la doublure et présente un plan commun avec ladite partie d'extrémité repliée de la doublure et par le fait qu'un interstice (11) entre la partie d'extrémité repliée de la doublure et le bord extérieure de la première semelle intérieure est rempli et recouvert par la masse d'étanchéité (7).
     
    6. Chaussure selon la revendication 4 ou 5, caractérisée par le fait que la première semelle intérieure est couse à la première section (2") de la partie d'extrémité inférieure repliée de la doublure.
     
    7. Chaussure selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que la première semelle intérieure est appliquée sur la partie d'extrémité repliée de la doublure (2) et recouvre les première et seconde sectiond.
     
    8. Chaussure selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4 et 7, caractérisée par le fait qu'entre la première semelle intérieure (3) et la semelle extérieure (6) est disposée une couche raidisseuse (9) qui comble l'espace entre la première semelle intérieure (3) et la semelle extérieure (6), comporte un bord extérieur qui s'étend à l'intérieur du bord intérieur de la seconde semelle intérieure (4) et recouvre le raccord entre la seconde section (2") de la partie d'extrémité inférieure repliée de la doublure (2) et la première semelle intérieure (3).
     
    9. Chaussure selon la revendication 8, caractérisée par le fait que la couche raidisseuse est liée de manière étanche à l'eau à la deuxième section (2") de la partie d'extrémité inférieure repliée de la doublure (2).
     
    10. Chaussure selon la revendication 6 ou 9, caractérisée par le fait que la couche raidisseuse (9) est liée de manière étanche à l'eau à la première semelle intérieure (3).
     
    11. Chaussure selon la revendication 9 ou 10, caractérisée par le fait que la liaison étanche à l'eau entre la seconde section (2") de la partie d'extrémité inférieure repliée de la doublure (2) ou la première semelle intérieure (3) et la couche raidisseuse (9) est réalisée par collage.
     
    12. Chaussure selon une ou plusieurs des revendications 1 à 11, caractérisée par le fait qu'au moins dans la zone de pliure, les parties situées côte à côte de la bande de la seconde semelle intérieure sont liées les unes aux autres par une attache (9).
     
    13. Chaussure selon la revendication 12, caractérisée par le fait que l'attache (9) est formée de monofilaments.
     
    14. Chaussure selon la revendication 12 ou 13, caractérisée par le fait que l'attache (9) est un produit tissé, un produit tricoté ou un produit non-tissé.
     
    15. Chaussure selon une ou plusieurs des revendications 1 à 14, caractérisée par le fait qu'elle est de type flexible, dans laquelle la partie d'extrémité inférieure de la couche extérieure est repliée vers l'extérieur, et que la partie repliée (1') de la couche extérieure (1) est disposée au moins sensiblement parallèlement à la semelle extérieure (6) sur la seconde semelle intérieure (4) et est cousue à ladite seconde semelle intérieure (4).
     




    Zeichnung