[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Spalten von Holz gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1, insbesondere auf eine tragbare Holzspaltvorrichtung.
[0002] Zur Bereitstellung von Brennholz werden Baumstämme üblicherweise in Meterstücke zersägt
und dann gespalten. Vorzugsweise werden dabei zum Spalten tragbare Holzspaltvorrichtungen
verwendet, die ohne zusätzliche Hilfsmittel wie z. B. einen Stromanschluß oder Schlepper
als Transport- und Antriebsmaschine auskommen. Die tragbare Holzspaltvorrichtung kann
z. B. im PKW in den Wald mitgenommen werden und ist leichter handhabbar als schwere
Stammstücke, die zudem womöglich erst weit zu einer Holzspaltvorrichtung, die an einen
Traktor angekuppelt ist, befördert werden müssen.
[0003] Derartige tragbare Holzspaltvorrichtungen sind aus der DE 34 25 439 A1 und der EP
0 134 802 B1 bekannt. Dort ist an einen Verbrennungs- bzw. Elektromotor über ein Getriebe
ein Spaltkegel angesetzt. Der Spaltkegel bohrt sich beim Betrieb in ein Stammstück
ein und spaltet dieses auf. An den Holzspaltvorrichtungen ist ein Anschlag so befestigt,
daß er ein Mitdrehen mit dem Spaltkegel und ein Aufsetzen der Spaltkegelspitze auf
den Untergrund verhindert. Bei der EP 0 134 802 B1 ist der Anschlag dabei spaltmesserartig
ausgebildet, so daß er den Spaltvorgang unterstützt. Die klingenartige Ausbildung
birgt jedoch eine zusätzliche Verletzungsgefahr in sich.
[0004] Diese Vorrichtungen bieten daher keinen ausreichenden Schutz des Bedienpersonals.
Zudem kann sich der Spaltkegel bei diesen Vorrichtungen leicht im Holzstamm festfressen
und verklemmen. Im Falle eines Verklemmens ist ein enormer Kraftaufwand durch das
Bedienpersonal erforderlich, um den Spaltkegel wieder zu lösen.
[0005] Spezielle Ausgestaltungen des Spaltkegels sind in z. B. den Gebrauchsmustern DE 80
25 076 U1 und DE 81 18 797 U1 beschrieben. Diese zeigen Spaltkegel, bei denen nur
ein Teil der Kegelspitze drehbar gelagert ist. Die Mechanik dieser Spaltkegel soll
die Gefahr eines Verklemmens verringern und verhindern, daß Querkräfte auf die Motorwelle
übertragen werden. Die Gefahr des Verklemmens kann jedoch auch bei diesen Spaltkegeln
nicht ausgeschlossen werden. Bei all diesen Vorrichtungen handelt es sich somit nicht
um besonders kräfteschonende, leistungsfähige und problemlos einsetzbare Arbeitsgeräte.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Holzspaltvorrichtung vorzuschlagen,
die bequem handhabbar ist und eine hohe Bediensicherheit gewährleistet.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Holzspaltvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches
1.
[0008] Der vorgeschlagene Anschlag dient somit vorteilhafterweise als Schutzeinrichtung
vor dem rotierenden Spaltkegel und zugleich als Gegenanschlag bzw. Verdrehsicherung
beim Spalten. Durch die schwenkbare Anlenkung des Anschlages wird zudem ein Verklemmen
zwischen Spaltkegel und Anschlag weitgehend vermieden, insbesondere bei einer begrenzt
nachgiebigen Federbeaufschlagung des Anschlages, insbesondere mit einem Gas- oder
Federdruckstoßdämpfer. Dadurch wird ein problemloses, verspannfreies Eindringen des
Spaltkegels erreicht, ohne daß die Bedienperson übermäßige Kräfte aufwenden müßte.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer tragbaren Spaltvorrichtung;
- Fig. 2
- einen Ausschnitt der Spaltvorrichtung in um 90° gedrehter Seitenansicht;
- Fig. 3
- einen Teilschnitt durch einen Spaltkegel; und
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf eine Labyrinthdichtung im Schnitt gemäß der in Fig. 3 eingezeichneten
Schnittlinie.
[0011] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weist eine tragbare Spaltvorrichtung einen Motorblock
und einen damit verbundenen Kupplungs- und Getriebeblock 2 als Antriebseinheit 1 für
einen daran angesetzten Spaltkegel 3 auf. Am Rumpf des Kupplungs- und Getriebeblocks
2 als Bestandteil der Antriebseinheit 1 ist ein nach unten verlaufendes Anschlaggestänge
4 schwenkbar angelenkt.
[0012] In der Antriebseinheit 1 sind ein Motor und ein Tank untergebracht. Der Motor ist
vorzugsweise ein herkömmlicher Verbrennungsmotor in Leichtbauweise. Aus dem Motorblock
ragt im Bereich der einen Stirnseite ein Griff eines Seilzugstarters 5 heraus. Am
Umfang der Antriebseinheit 1 sind vorzugsweise zwei Bügelhaltegriffe 6 befestigt.
Die Bügelhaltegriffe 6 können zur Anpassung an die jeweilige Körpergröße der Bedienungsperson
höhenverstellbar sein. Dazu sind sie z. B. auch abschraubbar und/oder durch Wendung
um 180°, oder über mehrere übereinander bzw. untereinander liegende Bohrungen höhenverstellbar
an der Antriebseinheit 1 befestigt. Im Bereich der Bügelhaltegriffe 6 sind die wichtigsten
Steuerelemente, wie ein Kupplungsgriff 7 zum Betätigen der Kupplung oder ein Gashebel
8 zum Steuern der Motorleistung der Antriebseinheit 1 angeordnet.
[0013] An die hier untere Stirnseite des Motorblocks ist das Gehäuse des Kupplungs- und
Getriebeblocks 2 angeflanscht. In dem Kupplungs- und Getriebeblock 2 ist eine Fliehkraft-
oder eine Einrastkupplung vorgesehen. Die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Fliehkraft-
oder Einrastkupplung ermöglichen das Ändern der Bedienungsweise der Holzspaltvorrichtung.
Die Fliehkraftkupplung verhindert ein "Abwürgen" des Antriebsmotors und erübrigt eine
zusätzliche Hebelbedienung des Kupplungsgriffs 7 während des Spaltvorganges. Im Gegensatz
dazu kann eine Reibkupplung unter Ausnutzung des Antriebsschwunges des Motors im hohen
Drehzahlbereich den Spaltkegel 3 weiterbewegen. Es kann dabei auch eine kombinierte
Kupplung vorgesehen sein, die beide vorgenannten Kupplungsarten verbindet.
[0014] Durch eine mehrgängige robuste Getriebeuntersetzung, z. B. ein Planetengetriebe,
kann im Gegensatz zu einem Eingang-Getriebe die Leistungsfähigkeit des Antriebsmotors
besser genutzt bzw. dem Schwierigkeitsgrad der Spaltungsarbeit angepaßt werden.
[0015] Am Kupplungs- und Getriebeblock 2 ist auf der dem Motorblock gegenüberliegenden Seite
ein Zwischenrohr 9 befestigt. Die Befestigung erfolgt dabei über Verschraubungen 10.
Durch das Zwischenrohr 9 führt vom Getriebe aus eine Antriebswelle 11 hindurch, wie
dies auch aus Fig. 3 ersichtlich ist. An der dem Getriebe abgewandten Stirnseite ist
mittels eines Spannstiftes und/oder einer Paßfeder oder einer Keilverbindung 12 eine
Steckmuffe 13 angesetzt, über die die Verbindung zwischen der Antriebswelle 11 und
einem Spaltkegel-Antriebsbolzen 14 mit einer Keilverzahnung 16 hergestellt werden
kann. Die Antriebswelle 11 kann jedoch auch einteilig zum Spaltkegel 3 führen, insbesondere
wenn zur Gewichtsreduzierung auf das Zwischenrohr 9 verzichtet wird. Das Zwischenrohr
9 kann, wie in Fig. 2 strichliert angedeutet, auch einen geringeren Durchmesser aufweisen
und als Wickelschutz die Antriebswelle 11 eng umschließen.
[0016] Wie auch in Fig. 3 dargestellt, ist an der unteren Stirnseite des Zwischenrohrs 9
hier ein feststehender, konisch verlaufender Kegelstumpf 15 befestigt. Das Zwischenrohr
9 und der Kegelstumpf 15 können auch einstückig ausgebildet sein. Der hohl ausgebildete
Kegelstumpf 15 ist mit seiner oberen Stirnseite mit dem großen Durchmesser an dem
Zwischenrohr 9 befestigt, z. B. angeschraubt. Durch den Kegelstumpf 15 führt ein Spaltkegel-Antriebsbolzen
14. Zur Lagerung des Spaltkegel-Antriebsbolzens 14 sind an der Innenwandung des Kegelstumpfs
15 zwei Wälzlager 17 angeordnet. Diese sind hier durch eine Abstandshülse 18 voneinander
beabstandet. Die Abstandshülse 18 wird jedoch beim Einbau eines Doppelkegelrollenlagers
nicht benötigt.
[0017] Der Übergang vom Lagerblock zum Spaltkegel-Antriebsbolzen 14 an der Seite zur Steckmuffe
13 hin erfolgt hier über eine Beilegscheibe 20, eine Konter- und Feststellmutter 21
und ein Gewinde 22, das am Spaltkegel-Antriebsbolzen 14 ausgebildet ist. Zwischen
dem Lagerblock und der Innenwandung des Kegelstumpfs 15 ist in diesem Bereich ein
Sprengring 19 in einer Nut eingesetzt, die in der Innenwandung des Kegelstumpfs 15
ausgebildet ist.
[0018] Der im Betrieb rotierende Spaltkegel 3 ist vorzugsweise zweiteilig ausgebildet. Das
obere Teil besteht einstückig aus dem Spaltkegel-Antriebsbolzen 14 und dem oberen
Spaltkegelteil 23, dessen Durchmesser im Übergangsbereich zum Spaltkegel-Antriebsbolzen
14 größer als dieser ist. Der Spaltkegel-Antriebsbolzen 14 ist dabei so lang, daß
das obere Spaltkegelteil 23 durch einen schmalen Freiraum 24 vom stirnseitigen unteren
Ende des stationären Kegelstumpfs 15 beabstandet ist.
[0019] In diesem Freiraum 24 ist, wie in Fig. 4 dargestellt, an der Übergangsstelle zwischen
dem angetriebenen Spaltkegelteil 23 und dem feststehenden Kegelstumpf 15 eine Auswurfeinrichtung
ausgebildet, um in den Übergangsbereich eindringenden Schmutz und Holzspäne nach außen
zu befördern. Die Auswurfeinrichtung besteht aus Auswurferhöhungen 26 an der beweglichen,
zur Achse senkrecht ausgebildeten Fläche 25 des oberen Spaltkegels 23. Die Auswurferhöhungen
26 sind tangential oder radial nach außen verlaufend bzw. zusätzlich als Labyrinthdichtung
ausgebildet. Durch die Drehbewegung wird eindringender Schmutz somit wieder ausgeworfen.
[0020] Der untere Teil des Spaltkegels 3 besteht bevorzugt aus einer Spaltkegelspitze 27
und einem Steckbolzen 28. Die untere Stirnseite des oberen Spaltkegelteils 23 ist
abgeflacht und weist eine axiale Bohrung zur Aufnahme des Steckbolzens 28 auf. Der
Steckbolzen 28 ist in dieser Bohrung über eine Konusschraube 29, die durch den Umfang
des oberen Spaltkegelteils 23 geschraubt ist, drehfest am oberen Spaltkegelteil 23
festgelegt. Dabei liegen das obere Spaltkegelteil 23 und die Spaltkegelspitze 27 dicht
aneinander, so daß eine durchgehende Kegelfläche ausgebildet ist. Auf dieser Kegelfläche
ist eine Außennut 30 wendelförmig ausgebildet, die so bemessen ist, daß sie sich bzw.
den Spaltkegel 3 beim Betrieb der Holzspaltvorrichtung in einen Baumstamm einschraubt
und dieser so gespaltet wird. Durch den zweiteiligen Aufbau des Spaltkegels muß nach
längerer Einsatzzeit in der Regel nur dessen Spitze 27, die einem höheren Verschleiß
unterliegt, ausgetauscht werden. Der Spaltkegel 3 bietet somit vorteilhafterweise
bei Bedarf eine große Reparaturfreundlichkeit, eine einfache Spieleinstellung der
Wälzlager 17 und eine hohe Stabilität gegen Verbiegungen durch Querkräfte bei kostengünstiger
Herstellung.
[0021] Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist am Außenumfang des Kupplungs- und Getriebeblocks
2 der Antriebseinheit 1 das hier wesentliche Anschlaggestänge 4 schwenkbar angelenkt.
Dieses Anschlaggestänge 4 besteht vorzugsweise aus einem etwa vertikal verlaufenden
Arm oder Rahmen mit einen strichpunktiert dargestellten Holm 40' oder zwei nebeneinander
verlaufenden Rohren 40, die untereinander mehrfach durch Zwischenstreben 41 verbunden
sind. An dem oberen Ende, an dem die Rohre 40 bzw. der Holm 40' über einen Gelenkbolzen
42 an der Antriebseinheit 1 bzw. deren Kupplungs- und Getriebeblock 2 angelenkt sind,
ist ihr Abstand zueinander schmaler als am unteren Ende. Das untere Ende ragt, wenn
das Anschlaggestänge 4 parallel zum Spaltkegel 3 festgelegt ist, über die Spitze des
Spaltkegels 3 nach unten hinaus. Am unteren Ende des Anschlaggestänges 4 ist bevorzugt
eine drehbare Walze 50 befestigt, so daß es als Standgestänge und zugleich als Transportgestell
einsetzbar ist. Zudem wird bei einem Betrieb in dieser Stellung ein Aufstoßen der
Spaltkegelspitze 27 auf den Untergrund verhindert. Das Anschlaggestänge 4 ist gemäß
Fig. 2 zusätzlich durch ein Stabilisatorgestänge 40a verstärkt. Wie in Fig. 1 strichliert
angedeutet, kann das Anschlaggestänge 4 auch einholmig mit der Außenform eines Spatens
ausgebildet sein, wobei der untere Bereich zur Abdeckung des Spaltkegels 3 verbreitert
ist.
[0022] Beim Ausführungsbeispiel mit zwei Rohren 40 als Anschlag 4 wird die Holzspaltvorrichtung
von der Anlenkung des Anschlaggestänges 4 aus zur Spitze des Spaltkegels 3 hin kontinuierlich
oder leicht abgestuft schmaler. In etwa der Mitte der Rohre 40 bzw. des Holms 40'
sind diese zum Spaltkegel 3 hin leicht abgewinkelt. Bei einem Verlauf der angelenkten
Rohrabschnitte parallel zur Drehachse des Spaltkegels 3 verlaufen die abgewinkelten
Enden dabei etwa parallel zum Umfang der Kegelspitze 3. Am Zwischenrohr 9 ist zudem
eine Spannverschluß-Halterung 45 befestigt, die zum Anschlaggestänge 4 hin absteht.
Über einen Spannhebel 46 kann das Gestänge 4 an der Spannverschluß-Halterung 45 festgelegt
werden, so daß das Gestänge 4 gegenüber dem Zwischenrohr 9 nicht mehr oder nur in
einem zugelassenen kleinen Bereich verschwenkbar ist, wie dies in Fig. 2 mit dem Pfeil
x angedeutet ist. Zusätzlich kann eine ausklinkbare Arretierung in Form einer Schraubenfeder
zwischen Zwischenrohr 9 und Anschlaggestänge 4 angeordnet werden.
[0023] Zudem ist in diesem Bereich zwischen der Spannverschluß-Halterung 45 und dem Anschlaggestänge
4 ein Stoßdämpfer 47 angeordnet. Wird das Anschlaggestänge 4 aus der Lage neben der
Spaltkegelachse weggeschwenkt, so arretiert der Stoßdämpfer 47 bei einer Verschwenkbewegung
über etwa 90° hinaus das Gestänge 4 in dieser horizontalen Lage. Für das Bedienungspersonal
steht somit ein effektiver Hebel zur Verfügung, falls sich der Spaltkegel 3 im Holz
festfrißt, da das Gestänge 4 dann noch als Hebelverlängerung zum Herausdrehen des
blockierten Spaltkegels 3 verwendbar ist.
[0024] Sollte es beim Spaltvorgang nicht zur Spaltung kommen, so wird durch die Ausschwenkung
des Anschlaggestänges 4 gemäß Pfeil x eine Rückdrehratsche des Spaltkegels 3 aktiviert.
Somit kann, durch Gegendrehung der ganzen Holzspaltvorrichtung von Hand diese vom
Holzblock leicht befreit und nach der Arretierung des Anschlages in Arbeitsstellung,
der Spaltvorgang erneut begonnen werden. Das Gegendrehen kann alternativ auch durch
einen stark untersetzten Rückwärtsgang des Getriebes erfolgen. In diesem Fall erübrigt
sich ein Ausrasten des Anschlages 4. Der Anschlag 4 kann auch in anderen Winkelpositionen
arretierbar gemacht werden.
[0025] Durch diese Ausbildung der Rohre 40 bzw. des Holms 40' ist das Anschlaggestänge 4
als Gegenanschlag bzw. Verdrehsicherung zu verwenden. Der Anschlag 4 ist dadurch so
angeordnet, daß seine Flachseite bei der Absenkung der Holzspaltvorrichtung während
des Spaltvorganges z. B. an der Stirn- bzw. Schnittfläche des Stammstücks wenigstens
teilweise anliegt und mit nach unten gleitet. Dabei erleichtert die Anordnung der
Rolle 50 am Ende des Anschlaggestänges 4 das Gleiten an der Stirnfläche des Stammes.
Durch diesen Aufbau des Anschlaggestänges 4 und der Anordnung der Spanneinrichtung
45, 46 bzw. Stoßdämpfer 47 kommt es nicht zu unnötigen Spannungen zwischen dem als
Verdrehsicherung dienenden Anschlaggestänge 4 und dem Spaltkegel 3, da diese Bauteile
entsprechend dem Pfeil x gegeneinander begrenzt nachgiebig gelagert bzw. verschwenkbar
sind. Auch kann die Kegelspitze 27, wie vorstehend beschrieben, nicht auf den Untergrund
stoßen, da das Gestänge bzw. der Anschlag 4 auch als Tiefenanschlag dient.
[0026] In seiner Mehrfachfunktion dient das Anschlaggestänge 4 weiterhin auch als Schutzschild
für die Bedienungsperson gegen Bein- und Fußverletzungen. Zum Schutz der Bedienperson
können zusätzlich auch Schutzbleche oder eine Gleitplatte 52 zwischen den Rohren 40
bzw. auf dem Holm 40' befestigt werden. Dabei kann die Gleitplatte 52 auch höhenbeweglich
und federbeaufschlagt sein, z. B. durch eine Teleskopführung des Holmes 40', in den
eine Druckfeder eingesetzt ist. Dadurch wird das Arbeitsgerät in Schwimmstellung über
dem Holzblock gehalten. Zudem dient das Anschlaggestänge 4 als Bedienhilfe beim Ansetzen
des Spaltvorganges. Die breite Gleitplatte 52 schützt die Bedienperson vor Verletzungen
und die Holzspaltvorrichtung vor Beschädigungen. Die Gleitplatte 52 kann dabei auch
kreisrund ausgebildet sein und eine Gummiumrandung tragen, so daß sie die Funktion
der Rollen 50 als Transporthilfe und eine seitliche Stoßschutzfunktion gegenüber der
Bedienperson übernimmt.
[0027] Somit dient das Anschlaggestänge 4 mit der Walzenrolle 50 bzw. Gleitplatte 52 bei
schräg gehaltener, auf dem Anschlaggestänge 4 abgestützter Holzspalteinrichtung 1,
2, 3 zu deren erleichterten Transport. Vor dem Ansetzen an einen Stamm wird die Holzspaltvorrichtung
mit dem Anschlaggestänge 4 in eine aufrechte Stellung gekippt, angehoben und auf den
Stamm aufgesetzt, wobei die Rolle 50 bzw. Gleitplatte 52 vor die Stirnseite bzw. Schnittfläche
des Stammstücks gesetzt wird. Während sich der Spaltkegel 3 in den Stamm einschraubt,
fährt die Rolle 50 mit nachfolgender Gleitplatte 52 an der Stammschnittfläche nach
unten. Dabei gibt sie einen sicheren Gegenhalt und dient zugleich als Bodenanschlag.
[0028] Aus dem Kupplungs- und Getriebeblock 2 ragt zudem eine Auslösevorrichtung 51 in Richtung
des Gestänges 4 heraus. Die Auslösevorrichtung 51 in Form eines Bolzens oder eines
Schalters aktiviert eine Ratsche, die durch Hin- und Herbewegung des annähernd parallel
zur Achse ausgeschwenkten Gestänges 4 eine Rückwärts-Ausdrehung des verspannten Spaltkegels
3 ermöglicht. Dabei ist der Antriebsstrang automatisch durch die Fliehkraftkupplung
unterbrochen.
[0029] Die Holzspaltvorrichtung ist vorzugsweise aus leichten Materialien, wie z. B. Aluminiumrohre,
für den Holm 40' oder die Rohre 40 hergestellt, um unnötiges Gewicht zu vermeiden.
1. Vorrichtung zum Spalten von Holz mit einer Antriebseinheit (1), bestehend aus einem
Motor und einem Kupplungs- und Getriebeblock (2), und einem Spaltkegel (3), der über
den Kupplungs- und Getriebeblock (2) an die Antriebseinheit (1) angekuppelt ist, sowie
einem Anschlag (4),
dadurch gekennzeichnet, daß
der Anschlag (4) am Gehäuse der Antriebseinheit (1) schwenkbar (Pfeil x) angelenkt
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Anschlag (4) mittels einer Spanneinrichtung (45, 46) am Gehäuse der Antriebseinheit
(1) in verschiedenen Schwenkstellungen, insbesondere horizontal festlegbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Anschlag (4) aus einem Rohr-Gestänge bzw. Holm (40, 40') gebildet ist, das/der
von einem Schwenkgelenk (42) ausgehend etwa parallel zur Drehachse des Spaltkegels
(3) und zum freien Ende hin etwa parallel zum Umfang des Spaltkegels (3) verläuft.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Anschlag (4) als Schutzeinrichtung ausgebildet ist, wobei am unteren Ende eine
verbreiterte Gleitplatte (52) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
am freien Ende des Anschlags (4) eine drehbare Rolle (50) oder Gummiumrandung befestigt
ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Drehblockierung des Spaltkegels (3) beim Wegschwenken des Anschlags (4), insbesondere
um 90°, eine Auslöseeinrichtung (51) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
in dem Kupplungs- und Getriebeblock (2) eine drehbare Antriebswelle (11), die an ihrem
zum Spaltkegel (3) hin herausragenden Ende mit einer Kupplungssteckmuffe (13) versehen
ist, angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
an der Antriebseinheit (1) Bedienungshebel (7, 8) an Haltegriffen (6), vorzugsweise
Bügelhaltegriffen angeordnet sind, wobei die Haltegriffe (6) verstellbar sind, insbesondere
abschraubbar, um 180° wendbar, oder in mehrere übereinander bzw. untereinander liegende
Bohrungen höhenverstellbar einsetzbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Kraftübertragung der Antriebseinheit (1) durch eine Fliehkraft- oder Schaltkupplung
ein Untersetzungsgetriebe, insbesondere mit einem Rückwärtsgang vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Abfederung und/oder Arretierung des Anschlages (4) ein Stoßdämpfer (47), insbesondere
über der Gleitplatte (52) eine in Höhenrichtung gefederte Teleskopführung vorgesehen
ist.