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EP 0 831 201 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.01.2004 Patentblatt 2004/05 |
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Anmeldetag: 23.08.1997 |
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Scharnierbeschlag für Türen
Hinge fitting for doors
Ferrure de charnière pour portes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
20.09.1996 DE 19638551
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.03.1998 Patentblatt 1998/13 |
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Patentinhaber: Henke, Werner |
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32312 Lübbecke (DE) |
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Erfinder: |
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- Henke, Werner
32312 Lübbecke (DE)
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Vertreter: Eisenführ, Speiser & Partner |
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Patentanwälte Rechtsanwälte
Postfach 10 60 78 28060 Bremen 28060 Bremen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 1 853 143 GB-A- 2 270 113 US-A- 4 697 306
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GB-A- 1 311 859 US-A- 4 697 302
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Scharnierbeschlag für Türen mit
einem in einer Hülse drehbar und längsverschiebbar gelagerten Scharnierbolzen.
[0002] Derartige Türscharniere sind in zahlreichen Ausführungsformen bekannt, siehe dazu
zum Beispiel die DE-U-1 853 143, die US-A-4 697 306 oder die GB-A-1 311 859. Im allgemeinen
werden Türen mit zwei vertikal beabstandeten Scharnierbeschlägen in einer Türzarge
eingehängt; beispielsweise sind hierzu im vertikalen Abstand zwei an der seitlichen
Schmalseite des Türblattes befestigbare Scharnierbolzen vorgesehen, die jeweils in
korrespondierende Hülsen an der Türzarge von oben einführbar sind. Nach dem Einhängen
der Tür lagert das Türblatt mit einer Verdickung oberhalb des Scharnierbolzens auf
der entsprechenden Kontaktfläche der Hülse.
[0003] Zur Sicherung von herabführenden Treppen vor dem Zutritt von kleineren Kindern werden
im allgemeinen niedrige Türen oder Pforten verwendet, die einen Verriegelungsmechanismus
besitzen, der für Kinder einer bestimmten Altergruppe nicht allein entriegelbar ist.
Hierzu werden im allgemeinen entweder die Riegel für Kinder der betreffenden Altersgruppe
zum Öffnen zu hoch angeordnet oder es werden solche Riegel verwendet, die zum Lösen
einen Kraftaufwand erfordern, den Kinder aufzubringen nicht in der Lage sind.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Scharnierbeschlag für
Türen zu schaffen, der einerseits eine Betätigung der Tür in ihrer Schließstellung
durch Kinder verhindert, andererseits eine einfache Betätigung durch Erwachsene ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Scharnierbeschlag der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0006] Durch den im Schlitz verschiebbar geführten Führungszapfen wird eine Zwangsführung
zwischen Hülse und Scharnierbolzen realisiert, die ein Verschwenken der Tür nur dann
gestattet, wenn der Führungszapfen im Umfangsabschnitt des Schlitzes läuft. Bei bestimmungsgemäßer
Montage des Scharnierbeschlags fällt die Tür beim Schließen in ihrer Schließstellung
unter ihrem Eigengewicht um die Länge des Längsabschnitts nach unten, wenn der Scharnierbolzen
aus dem Umfangsabschnitt in den angrenzenden Längsabschnitt eintritt. Um das Türblatt
aus dieser Schließstellung wieder zu verschwenken ist es erforderlich, die Tür zunächst
so anzuheben, daß der Führungszapfen aus dem Längsbereich aus- und in den Verschwenkbereich
wieder eintritt. Das hierzu erforderliche Anheben des Türblattes kann ein Kleinkind
im allgemeinen nicht bewerkstelligen.
[0007] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Scharnierbeschlages bestehen daher darin, daß
eine Tür vor der Benutzung durch Kinder gesichert werden kann, ohne daß ein separater
Türriegel am Türblatt vorgesehen zu werden braucht. Es werden hierdurch nicht nur
der Montage- und Materialaufwand des separaten Bauteils vermieden, sondern vor allem
die Bedienung der Verriegelung gegenüber einer Lösung mit einem separaten Riegel erheblich
vereinfacht. Das Anheben der bei Absperrungen für Kleinkinder im allgemeinen nur als
Absperrgitter ausgebildeten Türblatt ist mit nur einem Handgriff zu bewerkstelligen.
Zum Verriegeln der Tür ist es lediglich erforderlich, die Tür wieder zuzuziehen, wobei
das Türblatt unter ihrem Eigengewicht automatisch in die Verriegelungsstellung zurücksackt.
[0008] Vorteilhafterweise ist der Führungszapfen am Scharnierbolzen und der Schlitz an der
Hülse angeordnet. Gegenüber der ebenfalls denkbaren entgegengesetzten Anordnung besitzt
diese Ausführungsform den Vorteil der vergleichsweise weiter von der Längsachse angeordneten
Gleitflächen des Führungszapfens im Schlitz. Die Materialbeanspruchung und der Fertigungsaufwand
dieser Ausführungsform ist vergleichsweise geringer.
[0009] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zweigt
der Umfangsabschnitt nicht rechtwinklig vom Längsabschnitt, sondern unter einem Winkel
zwischen 25° und 65°, beispielsweise 45° ab. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht
in erster Linie darin, daß die Tür beim Verschwenken aus ihrer geschlossenen Sperrstellung
eine Aufwärtsbewegung ausführt und daher - sofern sie nicht aufgehalten wird - durch
ihr Eigengewicht automatisch an den Gleitflächen zwischen Führungszapfen und dem Umfangsabschnitt
des Spaltes herabgleitet, bis der Führungszapfen in den vertikalen Längsabschnitt
eintritt und die Tür in ihre Schließstellung herunterfällt. Durch das automatische
Verschließen der Tür wird ein versehentliches Offenlassen zuverlässig ausgeschlossen.
Durch diese Ausführungsform der Erfindung wird daher eine besonders fehlbedienungssichere
Absicherung von Treppenhäusern geschaffen; ein Vergessen des Verriegelns bleibt folgenlos.
[0010] Bevorzugt besitzt der Schlitz in seinem gesamten Umfangsabschnitt einen konstanten
Steigungswinkel, so daß die Tür beim Öffnen gleichmäßig angehoben wird und beim Zufallen
der Führungszapfen mit konstantem Gefälle im Schlitz herabgleitet.
[0011] Zur Realisierung einer aus einer Sperrstellung in beide Schwenkrichtungen verschwenkbaren
Absperrung besitzt der Schlitz des Scharnierbeschlags zwei V-förmig zueinander angeordnete
Umfangsabschnitte, die jeweils in den Längsabschnitt einmünden.
[0012] Bei nicht ausreichend schweren Türen oder bei einem flachen Steigungswinkel des Umfangsabschnittes
kann es vorteilhaft sein, ein Federelement zwischen Hülse und Scharnierbolzen vorzusehen,
das die Hülse längsachsenparallel gegen den Scharnierbolzen so vorspannt, daß zumindest
in solchen Schwenkwinkelbereichen, in denen der Führungszapfen in einem Umfangsabschnitt
des Schlitzes läuft, der Führungszapfen unter dem Einfluß der Federvorspannung in
Richtung Längsabschnitt des Schlitzes gespannt wird. Durch die Anordnung eines Federelementes
unter einer vorteilhafterweise variabel einstellbare Federvorspannung kann unterschiedlich
schweren Türblättern und/oder verschiedenen Einsatzbereichen Rechnung getragen werden.
[0013] Zur Begrenzung der Schwenkwinkelbereiche ist es vorteilhaft, den Gleitweg des Führungszapfens
blockierende Anschläge im Umfangsabschnitt des Schlitzes vorzusehen. Besonders vorteilhaft
ist es, mindestens einen an frei vorgebbaren Positionen im Schlitz lösbar befestigbaren
Anschlag vorzusehen. Hierdurch kann der maximale Schwenkwinkel der Tür individuell
angepaßt werden und auf die Verwendung eine Türstoppers verzichtet werden.
[0014] Es ist ebenfalls vorteilhaft, einen den Führungszapfen im Längsschnitt blockierenden
und im Schlitz lösbar befestigbaren Anschlag vorzusehen, um optional eine Totalblockade
der Tür zu ermöglichen.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind zwei Hülsen
vorgesehen, die miteinander starr gekoppelte Scharnierbolzen drehbar und längsverschiebbar
lagern. Jeder der beiden Scharnierbolzen weist jeweils einen Führungszapfen auf, der
in einem korrespondierenden Schlitz der jeweiligen Hülse verschiebbar geführt ist.
Mit dieser Ausführungsform wird ein kompaktes Bauteil realisiert, das beispielsweise
durch am Kopplungselement der Scharnierbolzen befestigte Wandhalterungen in einer
Türzarge oder an einem Pfosten eines Treppengeländers befestigt werden kann, ohne
bei der Montage der Scharnierbolzen auf deren korrekte vertikale Beabstandung achten
zu müssen. Zur endgültigen Montage der Tür braucht dann lediglich das Türblatt an
entsprechenden Türblatthalter an den Hülsen befestigt zu werden.
[0016] Alternativ hierzu kann es in anderen Anwendungsgebieten ebenfalls vorteilhaft sein,
an jedem Scharnierbolzen eine eigene Wandhalterung vorzusehen.
[0017] Zur Vermeidung von Verletzungen beim Betätigen der Tür ist es vorteilhaft, den Schlitz
durch eine entsprechende Abdeckkappe abzudecken.
[0018] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Scharnierbeschlages;
- Fig. 2
- eine Ansicht der Hülse aus Fig. 1 ;
- Fig. 3
- die Hülse aus Fig. 2 in einer gegenüber Fig. 2 um 90° um die Längsachse verschwenkten
Ansicht;
- Fig. 4
- eine Ansicht der Hülse aus Fig. 2 in Achsrichtung;
- Fig. 5
- eine Abdeckkappe für das in Fig. 1 dargestellte Scharnier;
- Fig. 6
- zwei Scharnierbolzen einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 7
- eine Ansicht einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0019] In den Figuren 1 bis 5 ist ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Scharnierbeschlages
1 dargestellt, durch den eine Tür aus der Schließstellung in beide Drehrichtungen
verschwenkbar ist.
[0020] Figur 1 zeigt eine Hülse 7, in der ein im Querschnitt runder Scharnierbolzen 5 drehbar
und längsverschiebbar gelagert ist. Auf der Umfangsfläche des Scharnierbolzens 5 ist
ein zylinderförmiger Führungszapfen 3 angeformt, dessen Längsachse orthogonal zur
Längsache 6 des Scharnierbolzens 5 verläuft. Der Führungszapfen 3 ragt in einen Schlitz
9 in der Hülse 7. Der Schlitz 9 besitzt im oberen Bereich eine parallel zur Längsachse
6 des Scharnierbolzens 5 verlaufenden Längsabschnitt 11, von dem in der dargestellten
Ausführungsform zwei V-förmig zueinander angeordnete Umfangsabschnitte 13 und 14 in
der Abbildungsebene nach unten abzweigen. Die Umfangsabschnitte 13 und 14 besitzen
- wie in der Figur 3 gut zu erkennen ist - einen konstanten Steigungswinkel β, um
beim Verschwenken der Hülse um den Scharnierbolzen eine konstante Hubbewegung bzw.
ein konstantes Herabgleiten des Türblattes zu erreichen.
[0021] Die Figuren 2 bis 4 zeigen Ansichten der Hülse 7. An der dem Längsabschnitt 11 diametral
gegenüberliegenden Seite der Hülse 7 ist ein Türblatthalter 19 radial angeformt, der
in Figur 3 teilweise weggebrochen dargestellt ist. Zur Befestigung eines Türblattes
besitzt der Türblatthalter 19 eine Vielzahl von Durchgangslöchern 20. Der in Figur
4 angedeutete maximale Schwenkwinkel a der Hülse 7 um den Scharnierbolzen 5 kann gemäß
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung durch variabel einsetzbare Anschläge
(nicht dargestellt) verkleinert werden. Beim Einsetzen eines Anschlages - in der in
Figur 1 dargestellten Sperrstellung des Scharniers - unterhalb des Führungszapfens
3 in den Längsabschnitt 1 1 wird das Scharnier vollständig blockiert.
[0022] In Figur 5 ist eine zylindrische Abdeckkappe 21 dargestellt, die so ausgebildet ist,
daß sie von oben auf die Hülse 7 aufsetzbar ist. Die Hülse 21 besitzt hierzu eine
mit dem Türblatthalter 19 korrespondierende Längsausnehmung 23.
[0023] Figur 6 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung mit zwei starr gekoppelten,
im vertikalen Abstand zueinander angeordneten Führungszapfen 5. Bei der dargestellten
Ausführungsform dient ein in der Mitte weggebrochen dargestelltes Vierkantrohr als
gemeinsamer Scharnierbolzen 5 für zwei nicht dargestellte Hülsen 7 gemäß Figur 2.
Hierzu ist an einer Seite des Scharnierbolzens 5 im vertikalen Abstand jeweils ein
Führungszapfen 3 radial angeformt, die - entsprechend der in Figur 1 dargestellten
Ausführungsform - in einen Schlitz 9 ihrer zugehörigen (hier nicht dargestellten)
Hülse 7 eingreifen.
[0024] Figur 7 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Auf dem Scharnierbolzen
5 des in Figur 1 dargestellten Scharniers 1 ist eine Spiralfeder 15 aufgeschoben,
die sich einerseits auf der oberen Stirnseite der Hülse 7 und andererseits an einem
tellerförmigen, auf die Stirnseite des Lagerbolzens 5 aufgeschraubten Widerlagers
25 abstützt. Bei diesem Scharnier wird - wie bei dem Scharnier gemäß Fig. 1 - beim
Öffnen der Tür die Hülse 7 zunächst angehoben, so daß der Führungszapfen 3 aus dem
Längsabschnitt 11 in einen der Umfangsabschnitte 13 oder 14 eintritt. Beim Verschwenken
der Tür bewegt der Führungszapfen 3 die Hülse 7 nach oben in Richtung Widerlager 25
- also in Gegenrichtung zur Federvorspannung - und spannt dabei die Spiralfeder 15
mit zunehmender Auslenkung. Wird die Tür nach dem Öffnen losgelassen, gleitet die
Hülse 7 unter der Federvorspannung mit den Flanken des Schlitzes 9 am Führungszapfen
3 entsprechend der durch die Form des Schlitzes 9 bedingte Zwangsführung wieder in
die in Figur 7 dargestellte Sperrstellung zurück, in der der Führungszapfen 3 im Längsabschnitt
11 des Schlitzes 9 angeordnet ist.
1. Scharnierbeschlag für Türen mit einem in einer Hülse drehbar und längsverschiebbar
gelagerten Scharnierbolzen, wobei mindestens ein Führungszapfen (3) am Scharnierbolzen
(5) oder der Hülse (7) angeordnet ist, welcher in einem korrespondierenden Schlitz
(9) der Hülse (7) bzw. des Scharnierbolzens (5) verschiebbar geführt ist, und der
Schlitz (9) einen im wesentlichen parallel zur Längsachse (6) des Scharnierbolzens
(5) verlaufenden Längsabschnitt (11) und einen vom Längsabschnitt (11) unter einem
nicht rechtwinkligen Winkel abzweigenden Umfangsabschnitt (13, 14) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß Führungszapfen (3) und Schlitz (9) so angeordnet sind, daß der Führungszapfen (3)
in einer Schließstellung in dem Längsabschnitt (11) des Schlitzes (9) ein Verschwenken
der Tür verhindert und daß die Tür zum Verschwenken angehoben werden muß, damit der
Führungszapfen aus dem Längsbereich austreten und in den Umfangsbereich eintreten
kann.
2. Scharnierbeschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Führungszapfen (3) am Scharnierbolzen (5) und der Schlitz (9) an der Hülse (7)
angeordnet ist.
3. Scharnierbeschlag nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangsabschnitt (13, 14) vom Längsabschnitt (11) unter einem Winkel zwischen
25° und 65°, insbesondere zwischen 35° und 55° abzweigt.
4. Scharnierbeschlag nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (9) in seinem gesamten Umfangsabschnitt einen konstanten Steigungswinkel
(β) besitzt.
5. Scharnierbeschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei V-förmig zueinander angeordnete Umfangsabschnitte (13, 14) vom Längsabschnitt
(11) abzweigen.
6. Scharnierbeschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch ein Federelement (15), das die Hülse (7) zumindest in Schwenkwinkelbereichen, in
denen der Führungszapfen (3) in einem Umfangabschnitt (13, 14) des Schlitzes (9) läuft,
gegen den Scharnierbolzen (5) längsachsenparallel in eine Verriegelungstellung vorspannt,
in der der Führungszapfen (3) im Längsabschnitt (11) des Schlitzes (9) angeordnet
ist.
7. Scharnierbeschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch mindestens einen den Gleitweg des Führungszapfens (3) im Schlitz (9) blockierenden
Anschlag (17).
8. Scharnierbeschlag nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Anschlag (17) im Schlitzes (9) lösbar befestigbar ist.
9. Scharnierbeschlag nach Anspruch 7 oder 8,
gekennzeichnet durch einen den Führungszapfen (3) im Längsabschnitt (11) blockierenden und im Schlitz
(9) lösbar befestigbaren Anschlag.
10. Scharnierbeschlag nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (17) an frei vorgebbaren Positionen im Schlitzes (9) befestigbar ist.
11. Scharnierbeschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Scharnierbolzen (5) mit fluchtenden Längsachsen (6) starr gekoppelt
sind, und jeder Scharnierbolzen (5) jeweils einen Führungszapfen (3) aufweist, der
in korrespondierenden Schlitzes (9) jeweils einer zugehörigen Hülse (7) verschiebbar
geführt ist.
12. Scharnierbeschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Wandhalterung am Scharnierbolzen (5).
13. Scharnierbeschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen am Scharnierbolzen (5) oder der Hülse (7) befestigten Türblatthalter (19).
14. Scharnierbeschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine den Schlitz (9) abdeckende Abdeckkappe (21).
1. Hinge fitting for doors, comprising a hinge pin rotatably and longitudinally displaceably
mounted in a sleeve, in which at least one guide pin (3) is arranged on the hinge
pin (5) or on the sleeve (7) and is displaceably guided in a corresponding slot (9)
in the sleeve (7) or in the hinge pin (5), and the slot (9) has a longitudinal portion
(11) extending substantially parallel to the longitudinal axis (6) of the hinge pin
(5) and a circumferential portion (13, 14) branching off from the longitudinal portion
(11) at an angle which is not a right angle, characterised in that the guide pin (3) and the slot (9) are arranged in such a manner that the guide pin
(3) prevents swinging of the door in a closed position in the longitudinal portion
(11) of the slot (9) and that, in order to swing, the door has to be raised so that
the guide pin can move out of the longitudinal region and into the circumferential
region.
2. Hinge fitting according to claim 1, characterised in that the guide pin (3) is arranged on the hinge pin (5) and the slot (9) is arranged on
the sleeve (7).
3. Hinge fitting according to claim 1 or claim 2, characterised in that the circumferential portion (13, 14) branches off from the longitudinal portion (11)
at an angle of between 25° and 65°, in particular between 35° and 55°.
4. Hinge fitting according to claim 3, characterised in that the slot (9) has a constant angle of inclination (β) over its entire circumferential
portion.
5. Hinge fitting according to one of the preceding claims, characterised in that two circumferential portions (13, 14) arranged in a V-shape relative to one another
branch off from the longitudinal portion (11).
6. Hinge fitting according to one of the preceding claims, characterised by a spring element (15) which, at least in swing regions in which the guide pin (3)
moves in a circumferential portion (13, 14) of the slot (9), biases the sleeve (7)
in a longitudinally axially parallel manner relative to the hinge pin (5) into a locked
position in which the guide pin (3) is arranged in the longitudinal portion (11) of
the slot (9).
7. Hinge fitting according to one of the preceding claims, characterised by at least one stop (17) blocking the sliding path of the guide pin (3) in the slot
(9).
8. Hinge fitting according to claim 7, characterised in that at least one stop (17) can be removably fixed in the slot (9).
9. Hinge fitting according to claim 7 or claim 8, characterised by a stop which blocks the guide pin (3) in the longitudinal portion (11) and can be
removably fixed in the slot (9).
10. Hinge fitting according to claim 8 or claim 9, characterised in that the stop (17) can be fixed in freely determined positions in the slot (9).
11. Hinge fitting according to one of the preceding claims, characterised in that two or more hinge pins (5) with aligned longitudinal axes (6) are rigidly coupled
together and each hinge pin (5) has a respective guide pin (3) which is displaceably
guided in the corresponding slot (9) of an associated sleeve (7).
12. Hinge fitting according to one of the preceding claims, characterised by a wall bracket on the hinge pin (5).
13. Hinge fitting according to one of the preceding claims, characterised by a door leaf holder (19) fixed to the hinge pin (5) or to the sleeve (7).
14. Hinge fitting according to one of the preceding claims, characterised by a cap (21) covering the slot (9).
1. Ferrure de charnière pour portes avec une broche de charnière montée dans une douille
de manière à pouvoir pivoter et à se déplacer dans le sens longitudinal, au moins
un tourillon de guidage (3) qui est guidé de manière mobile dans une fente correspondante
(9) de la douille (7) ou de la broche de charnière (5) étant disposé sur la broche
de charnière (5) ou la douille (7), et la fente (9) présentant un segment longitudinal
(11) s'étendant essentiellement parallèlement à l'axe longitudinal (6) de la broche
de charnière (5) et un segment périphérique (13, 14) déviant du segment longitudinal
(11) en formant un angle différent d'un angle droit, caractérisée en ce que le tourillon de guidage (3) et la fente (9) sont disposés de manière à ce que le
tourillon de guidage (3) empêche, dans une position de fermeture, un pivotement de
la porte dans le segment longitudinal (11) de la fente (9) et que la porte doit être
soulevée pour pivoter, afin que le tourillon de guidage puisse sortir de la zone longitudinale
et entrer dans la zone périphérique.
2. Ferrure de charnière selon la revendication 1, caractérisée en ce que le tourillon de guidage (3) est disposé sur la broche de charnière (5) et la fente
(9) est disposée sur la douille (7).
3. Ferrure de charnière selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le segment périphérique (13, 14) dévie du segment longitudinal (11) en formant un
angle situé entre 25° et 65°, en particulier entre 35° et 55°.
4. Ferrure de charnière selon la revendication 3, caractérisé en ce que la fente (9) possède dans son segment périphérique total un angle d'inclinaison (_)
constant.
5. Ferrure de charnière selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que deux segments périphériques (13, 14) disposés l'un par rapport à l'autre en forme
de V dévient du segment longitudinal.
6. Ferrure de charnière selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par un élément de ressort (15) qui serre la douille (7) contre la broche de charnière
(5) parallèlement à l'axe longitudinal, au moins dans des zones d'angle de pivotement
dans lesquelles le tourillon de guidage (3) passe dans un segment périphérique (13,
14) de la fente (9), dans une position de verrouillage dans laquelle le tourillon
de guidage (3) est disposé dans le segment longitudinal (11) de la fente (9).
7. Ferrure de charnière selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par au moins une butée (17) bloquant le glissement du tourillon de guidage (3) dans la
fente (9).
8. Ferrure de charnière selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'au moins une butée (17) peut être fixée de manière séparable dans la fente (9).
9. Ferrure de charnière selon la revendication 7 ou 8, caractérisée par une butée bloquant le tourillon de guidage (3) dans le segment longitudinal (11)
et pouvant être fixée de manière séparable dans la fente (9).
10. Ferrure de charnière selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que la butée (17) peut être fixée dans la fente (9) en des endroits pouvant être librement
prédéterminées.
11. Ferrure de charnière selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que deux broches de charnières (5) ou davantage sont accouplées de manière rigide avec
des axes longitudinaux alignés (6) et chaque broche de charnière (5) présente un tourillon
de guidage (3) qui est guidé de manière mobile dans la fente correspondante (9) d'une
douille associée (7).
12. Ferrure de charnière selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par un support mural sur la broche de charnière (5).
13. Ferrure de charnière selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par un support de vantail de porte (19) fixé sur la broche de charnière (5) ou la douille
(7).
14. Ferrure de charnière selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par un capuchon (21) recouvrant la fente (9).