[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Spieltier oder eine Spielfigur gemäß Patentanspruch
1.
[0002] Derartige Spieltiere bzw. Spielfiguren sind z.B. als Teddy aber auch in zahlreichen
anderen Formen bekannt und auch als sogenannte Plüschtiere sehr beliebt.
[0003] Nachteilig hierbei ist, daß Spieltiere bzw. Spielfiguren oder deren Füllungen Träger
von Allergenen, insbesondere von Hausstaubmilben und deren Exkrementen sind, die vor
allem beim Zusammendrücken eines Spieltieres oder einer Spielfigur mit der entweichenden
Luft nach außen gelangen und in hohem Maße allergische Reaktionen hervorrufen können.
Auch das Waschen solcher Spieltiere bzw. Spielfiguren schafft keine wirksame Abhilfe.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Spieltier oder eine Spielfigur aufzuzeigen, das
bzw. die diese Nachteile vermeidet.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Spieltier bzw. eine Spielfigur entsprechend dem
kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 ausgebildet.
[0006] Vorzugsweise wird die Außenhaut des erfindungsgemäßen Spieltiers oder der erfindungsgemäßen
Spielfigur von einem sehr engmaschigem Gewebe gebildet, welches für staubförmige Allergene
aussperrend wirkt. Letztere werden also im Körper des Spieltiers bzw. der Spielfigur
und der dortigen Füllung zurückgehalten, sofern sie überhaupt dort hingelangen. Da
das Gewebe luft- und dampfdurchlässig ist, ist wirksam verhindert, daß beim Drücken
eines Spieltiers oder einer Spielfigur durch hohen Druck Allergene an Nähten nach
außen gelangen können. Weiterhin ist im allgemeinen bei dem erfindungsgemäßen Spieltier
oder der erfindungsgemäßen Spielfigur auch ein Eindringen der staubförmigen Allergene
wirksam verhindert.
[0007] Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Außenhaut des Spieltieres bzw. der
Spielfigur mit einem sehr engmaschigen textilen Material, beispielsweise Gewebe, ist
diese an der Innenfläche und/oder eine Innenhaut mit einer dünnen Schicht aus Polyurethan
ausgestaltet. Diese Polyurethan-Schicht ist so dünn, daß die Luft- und Dampfdurchlässigkeit
erhalten bleibt. Die Allergene werden hierdurch sehr wirksam im Körper des Spieltieres
oder der Spielfigur sowie in der dortigen Füllung zurückgehalten. Um das Austreten
oder Eindringen von staubförmigen Allergenen aus dem bzw. in das Encasing zu verhindern,
welches von der Außenhaut des Spieltieres bzw. der Spielfigur gebildet ist, sind die
Nähte vorzugsweise verstärkt oder mehrfach ausgebildet.
[0008] Die erfindungsgemäße Ausbildung stellt somit eine sichere, ungiftige Methode zur
Vermeidung des Kontaktes mit Milbenallergen dar.
[0009] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird
nachfolgend anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in vereinfachter Darstellung und in Ansicht ein als Teddy ausgebildetes Spieltier
gemäß der Erfindung;
- Fig. 2
- in vereinfachter Darstellung einen Schnitt durch die aus einem textilen Material (Gewebe)
hergestellte Außenhaut des Spieltieres zusammen mit der Füllung.
[0010] Der in den Figuren dargestellte Teddy 1 besitzt eine aus miteinander dicht vernähten
Zuschnitten eines Gewebes hergestellte Außenhaut 2. Für die Außenhaut ist ein Gewebe
verwendet, welches mit Polyurethan dünn beschichtet ist, welches luft- und dampfdurchlässig,
jedoch undurchlässig für Allergene ist, wie z.B. Hausstaubmilben und deren Exkremente,
die allergische Reaktion hervorrufen, aber durch die Feinheit des Gewebes bzw. durch
die Polyurethanbeschichtung undurchlässig ist. Durch die Luft- und Dampfdurchlässigkeit
dieses Gewebe ist auch verhindert, daß sich beispielsweise beim Drücken des Teddys
1 im Körperinneren bzw. in der Hülle des Teddys ein Überdruck aufbauen kann, der dazu
führen könnte, daß in der Füllung vorhandene Allergene an Nähten der Außenhaut 2,
an den Augen 3 des Teddys usw. mit der austretenden Luft nach außen gelangen können.
Die Außenhaut 2 bzw. das diese Außenhaut bildende Gewebe kann an der Außenfläche des
Teddys 1 flauschig sowie in der gewünschten Weise farbig gestaltet bzw. bedruck sein.
Allerdings kann ein zu starker Plüschflor dazu führen, daß sich dort staubförmige
Allergene festsetzen. Die Außenhaut wird daher vorzugsweise glatt ausgestaltet.
[0011] Um die Außenhaut 2 durch das Anbringen der Augen 3 nicht zu verletzen, sind letztere
beispielsweise aufgemalt oder Sicherheitsaugen aus Kunststoff, beispielsweise aus
Acrylglas, die durch Verkleben befestigt sind.
[0012] Als Füllung ist ein weiches Füllmaterial verwendet, welches vorzusweise ein Waschen
des Teddys 1 in der Waschmaschine auch bei einer höheren Temperatur, beispielsweise
bei einer Temperatur von 60° C erlaubt. Ein geeignetes Füllmaterial ist beispielsweise
Dacron-Watte oder Polystyrol.
[0013] Als Material für die Außenhaut 2 eignet sich ein Gewebe, dessen Maschengröße so klein
ist, daß auch dieses Gewebe in der geforderten Weise luft- und dampfdurchlässig ist,
aber Partikel mit einer Partikelgröße von etwa 0,0005mm bzw. 5 µm und größer zuverlässig
zurückhält. Die Außenhaut 2 bzw. das diese für diese Außenhaut verwendete Gewebe bildet
somit ein Encasing, in welchem Allergene zuverlässig gegen ein Austreten nach außen
eingeschlossen sind und welches im allgemeinen auch schon die Bildung oder das Eindringen
der Allergene in die Füllung verhindert.
[0014] Als Material für die Außenhaut eignen sich grundsätzlich gewebe- oder vliesartige
Materialien. Die Gewebe sind dann beispielsweise solche aus einer Naturfaser, nämlich
Baumwolle, und/oder aus Kunststoff-Fasern, wie z.B. Polyester, Nylon, Polyolefin.
Das Gewebe kann dann ausschließlich aus der Naturfaser oder ausschließlich aus Kunststoff-Fasern
oder aber aus einem Gemisch hiervon bestehen, beispielsweise aus einem Baumwolle-Polyester-Gemisch
oder aus einem Polyester-Nylon-Gemisch.
[0015] Um die geforderte Luft- und Dampfdurchlässigkeit bei gleichzeitiger Sperrung gegen
Allergene, d.h. eine Sperrung für Partikel mit einer Partikelgröße von etwa 0,5 mµ
und größer zu erhalten, ist das Gewebe vorzugsweise dicht ausgeführt und bevorzugt
mit einer Beschichtung aus einem geeigneten Kunststoff, beispielsweise aus Polyurethan
versehen. Grundsätzlich kann die Beschichtung auch von einem Polyurethan-Polymer-Film
gebildet sein, der in geeigneter Weise auf dem als Trägermaterial dienende Gewebe
aufgebracht ist.
[0016] Als Material für die Außenhaut 2 eignen sich, wie erwähnt, auch vliesartige Materialien,
d.h. beispielsweise Materialien, die aus Polyethylen- und/oder Polyester- und/oder
Polyolifin-Fasern bestehen, die durch entsprechende Behandlung, beispielsweise unter
Einfluß von Hitze und Druck zu einem vliesartigen Flachmaterial geformt werden, welches
dann die erforderlichen Eigenschaften hinsichtlich Luft- und Dampfdurchlässigkeit
und Undurchlässigkeit für Partikel mit einer Größe von 0,5 mµ und größer aufweisen.
[0017] Als Material für die Außenhaut 2 eignet sich beispielsweise ein ACB-Stoff (polyurethanbeschichtetes
Gewebe) der Firma Allergy Control Products Inc., Ridgefield, Conn..
[0018] Die Erfindung wurde voranstehend anhand eines als Teddy geformten Spieltieres oder
Spielfigur erläutert. Es versteht sich, daß auch andere Spieltiere und/oder Spielfiguren,
wie Puppen, in gleicher Weise hergestellt sein können.
Bezugszeichenliste
[0019]
- 1
- Teddy
- 2
- Außenhaut
- 3
- Auge
- 4
- Füllmaterial
1. Spieltier oder Spielfigur mit einer aus einem textilen Material hergestellten Außenhaut
(2) und mit einer weichen Füllung (4), wobei das Material der Außenhaut (2) luft-
und dampfdurchlässig ist, dadurch gekennzeichnet, daß das die Außenhaut (2) bildende Material ein staubförmige Allergene aussperrendes
Material ist.
2. Spieltier oder Spielfigur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhaut
(2) bzw. das für diese Außenhaut verwendete Material ein Allergene zurückhaltendes
Encasing bildet.
3. Spieltier oder Spielfigur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
die Außenhaut bildende Material ein Gewebe ist mit einer Maschengröße, die für Partikel
mit einer Partikelgröße bis etwa 0,0005mm oder größer sperrend wirkt.
4. Spieltier oder Spielfigur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenhaut (2) zumindest außen farbig und/oder flauschig gestaltet ist.
5. Spieltier oder Spielfigur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenhaut zumindest außen bedruckt ist.
6. Spieltier oder Spielfigur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Augen (3) des Spieltieres oder der Spielfigur aufgemalt oder aufgeklebt sind.
7. Spieltier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
die Außenhaut bildende textile Material ein Gewebe oder vliesartiges Material ist.
8. Spieltier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
die Außenhaut bildende textile Material ein Gewebe aus Baumwolle und/oder aus Kunststoff-Fasern,
wie z.B. Polyester, Nylon, Polyolefin ist.
9. Spieltier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
die Außenhaut bildende Material ein vliesartiges Material aus Kunststoff-Fasern, wie
z.B. Polyester, Nylon, Polyolefin ist.
10. Spieltier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
die Außenhaut bildende Material mit einer dünnen Sperrschicht in Form einer Kunststoffbeschichtung
und/oder eines Polymer-Filmes versehen ist.
11. Spieltier nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die dünne Sperrschicht eine
solche Dicke aufweist, daß sie luft- und dampfdurchlässig ist, für staubförmige Allergene
aber sperrend wirkt.
12. Spieltier nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das die Außenhaut
bildende textile Material an der Innenseite des Spieltieres oder der Spielfigur mit
der dünnen Sperrschicht ausgestaltet ist.
13. Spieltier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
dünne Sperrschicht von einer Beschichtung aus Polyurethan und/oder von einem Film
aus einem Polyurethan-Polymer gebildet ist.
14. Spieltier oder Spielfigur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Füllung aus einem waschfesten Material, besteht.
15. Spieltier oder Spielfigur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Füllung aus waschfester Watte, vorzugsweise aus Polystyrol-Watte besteht.