[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufarbeitung von Polyvinylchlorid (PVC)
durch rohstoffliche Zerlegung.
[0002] PVC (Polyvinylchlorid) ist ein häufig verwendeter Kunststoff. Dabei wird in der Regel
das PVC nicht in der chemisch reinen Form eingesetzt, sondern mit unterschiedlichen
Beimengungen vermischt. Die große Vielfalt an Beimengungen in unterschiedlichen Konzentrationen
ergeben die sehr weit gefächerte Palette von Anwendungseigenschaften der Kunststoffe
auf PVC-Basis. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Hart-PVC und Weich-PVC. Während
Hart-PVC nur in geringer Konzentration Stabilisatoren, Gleitmittel, Farbpigmente und
eventuell Füllstoffe (z.B. Kreide) enthält, sind dem Weich-PVC in hoher Konzentration
Weichmacher zugemischt (vorwiegend Ester der Phthalsäure).
[0003] Zur Schonung der Ressourcen sowie der Deponiekapazität ist man bestrebt, Kunststoffabfälle
zu Recyclaten aufzuarbeiten und danach erneut zu verwenden. Dieses werkstoffliche
Recycling ist bei PVC wegen der großen Sortenvielfalt nur bedingt möglich. So lassen
sich sortenrein gesammelte PVC-Abfälle aus Fensterprofilen nach einem Umschmelzen
erneut zu Fensterprofilen verarbeiten. Das werkstoffliche Recycling von PVC-Gemischen
führt dagegen nur zu minderwertigen Produkten. Gemischte PVC-Abfälle sind deshalb
vorteilhaft nur durch rohstoffliches Recycling aufzuarbeiten. Unter rohstofflichem
Recycling wird die Aufspaltung der Polymerketten in die monomeren Grundbausteine der
Kunststoffe verstanden.
[0004] Auch das rohstoffliche Recycling von PVC ist im Vergleich zu anderen Kunststoffen
schwierig. Während z.B. Polyolefine durch Wärmebehandlung in ihre monomeren Grundbausteine,
die Olefine, zerfallen können, gelingt es nicht, das PVC wieder direkt in Vinylchlorid
umzuwandeln. Vielmehr spaltet reines PVC, d.h. ohne Beimengungen von Stabilisatoren,
Weichmachern, Füllstoffen, bei Temperaturen oberhalb 200 °C Chlorwasserstoff (HCl)
ab. Als flüchtige Spaltprodukte entweichen außerdem aromatische Verbindungen, überwiegend
Benzol (s. Knümann, Bockhorn; Chemie-Ingenieur-Technik 66(1994), 1,74-76). Nach der
bei etwa 400°C abgeschlossenen Abtrennung des HCl erfolgt bis etwa 500 °C die weitere
Aufspaltung in vorwiegend aromatische Verbindungen und einen koksartigen Rückstand.
[0005] Bei entsprechender Reinheit kann HCl-Gas zu erneuten Gewinnung von PVC verwendet
werden über die Reaktionsschritte:
- Oxichlorierung von Ethen zu 1,2-Dichlorethan (EDC)

- Dehydrochlorierung von EDC zu Vinylchlorid

- Polymerisation von Vinylchlorid zu PVC.
[0006] Damit ist der Chlorkreis für PVC geschlossen.
[0007] Neben dem HCl-Gas als Hauptprodukt der PVC-Spaltung entstehen bei der Aufarbeitung
von Alt-PVC eine Reihe von Nebenprodukten, deren Menge und Zusammensetzung wesentlich
vom verwendeten Verfahren und von der Zusammensetzung des Alt-PVC abhängen.
[0008] Nach PCT/DE 94/01366 wird aus dem Alt-PVC in einem dichtkämmenden Doppelschnecken-Extruder
bei 300-400 °C das HCl-Gas abgespalten. Der den Extruder verlassende Spaltkoks kann
anschließend einer Vergasung zugeführt werden oder dient als Reduktionsmittel in der
Hüttenindustrie. Das HCl-Gas enthält besonders bei Alt-PVC mit einem hohen Anteil
an Weich-PVC noch große Mengen anderer flüchtiger Spaltprodukte, deren Abtrennung
aufwendig ist. Diese Spaltprodukte sind in der Regel nur zur Erzeugung von thermischer
Energie nutzbar. Im Alt-PVC sind oft neben anderen Kunststoffen auch anorganische
Beimengungen wie Metallteile, Betonreste oder Steine enthalten. Zum Schutz der Extruder
müssen diese anorganischen Beimengungen vor der Verarbeitung möglichst vollständig
aussortiert werden. Die Aufarbeitung von Alt-PVC erfordert nach dieser Methode mehrere
Verfahrensstufen. Bekannt ist ein Verfahren zur Verbrennung von Alt-PVC im Drehrohrofen
bei Temperaturen bis zu 1000 °C (Datenbank PVC und Umwelt 9/93, AgPU Bonn). Um die
Verbrennung sicher zu beherrschen, werden den geshredderten PVC-Abfällen Braunkohlenstaub
und Sand zugemischt. Das HCl-Gas wird nach einer Abkühlung im Abhitzekessel aus dem
Rauchgas durch Absorption im Wasser ausgewaschen. Die dabei entstehende ca. 20 %ige
Salzsäure wird mittels Extraktivdestillation mit Calciumchloridlösung zu 100 %igem
HCl-Gas aufgearbeitet.
[0009] Der im Abhitzekessel gewonnene Wasserdampf dient zur Stromerzeugung und teilweise
zur Beheizung der Extraktivdestillation. Die Anlage benötigt umfangreiche Einrichtungen
zur Abgasreinigung, Abwasserreinigung und die Eindampfung der Calciumchloridlösung.
Neben Braunkohlenstaub und Sand als Hilfsstoffe für die PVC-Verbrennung werden Ammoniak
und Erdgas für die Entfernung von Stickoxiden und Dioxiden aus dem Rauchgas benötigt.
[0010] Gegenüber der Verbrennung mit Luft hat die Vergasung von Alt-PVC unter Verwendung
von Sauerstoff verfahrenstechnische und ökologische Vorteile:
a) Die Vergasung arbeitet mit Sauerstoffunterschuß. Die Hauptkomponenten im Vergasungsgas
sind deshalb H2, CO und CH4. Der Schwefel setzt sich zu H2S um, welcher nach der HCl-Entfernung aus dem Vergasungsgas gleichfalls mit relativ
geringem technologischen Aufwand entfernt werden kann. Das Vergasungsgas ist als Brenngas
einsetzbar.
Die Verbrennung arbeitet mit Sauerstoffüberschuß. Die Hauptkomponenten im Rauchgas
sind deshalb CO2, H2O und NOx. Der Schwefel setzt sich zu SO2 um, welches mit vergleichsweise größerem technologischen Aufwand entfernt werden
muß.
b) Die Vergasung erfolgt bei höherer Temperatur als die Verbrennung. Damit wird eine
höhere Zerstörungseffizienz von organischen Schadstoffen erreicht, die Dioxin-Furan-Problematik
wird sicher beherrscht, und es ist eine mineralische Einbindung von Schwermetallen
in die Schlacke zu nicht eluierbaren Verbindungen möglich.
Bei der Verbrennung bilden die in den Abfallstoffen enthaltenen Aschebildner einen
Rückstand, der eine zusätzliche Verfahrensstufe der Aufschmelzung erfordert oder zur
sicheren Ablagerung besondere Deponiemaßnahmen bedingt. In der aufwendigen Rauchgasreinigung
können dioxinbelastete Filterstäube und Schwermetallschlämme anfallen.
c) Die auf Normzustand bezogene Brenngasmenge aus der Vergasung beträgt nur etwa 1/10
der Rauchgasmenge aus der Verbrennung. Beim gewöhnlich erhöhten Betriebsdruck der
Vergasung von 5-30 bar liegt der Volumenstrom des Brenngases sogar unter 1 % des Volumenstromes
vom Rauchgas. Dadurch werden die Apparate für die Gasreinigung vergleichsweise klein.
Durch die höhere HCl-Konzentration im Brenngas kann eine höher konzentrierte Salzsäure
am Ablauf der HCl-Absorption erzeugt werden, wodurch geringere Betriebskosten für
die HCl-Destillation anfallen.
[0011] Die Verwendung der bekannten Vergasungstechnologien ist für die Aufarbeitung von
Alt-PVC problematisch. Denn in Festbettvergasern bäckt das Alt-PVC zu einer zähen,
in der Regel klebrigen Masse zusammen. Daher ist eine kontinuierliche Vergasung im
Festbettvergaser nicht möglich. Eine denkbare Entsorgung von Alt-PVC durch einen Flugstromvergaser
bedingt eine vorangehende Tieftemperaturvermahlung des Einsatzstoffes, die einerseits
sehr aufwendig und andererseits außerordentlich kostenintensiv ist.
[0012] Nach dem Catalyc Extractor Processing, CEP, von Molten Metal Technology gelingt die
Spaltung von Alt-PVC wie auch anderer Abfälle im flüssigen Metallbad, vorwiegend einem
Eisen-Nickelbad, bei Temperaturen von 1300 - 1800 °C in einem einzigen Verfahrensschritt.
Man gewinnt das HCl-Gas mit fast 100 %iger Ausbeute. Nachteilig ist die Anreicherung
des Eisen- und Nickelbades mit den vom Alt-PVC eingetragenen Schwermetallen, was eine
zusätzliche Aufarbeitung der entstehenden Metall-Legierung erfordert.
[0013] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, das die
Spaltung von Alt-PVC zu HCl-Gas und verwertbaren oder deponiefähigen Produkte in einem
einzigen Verfahrensschritt ermöglicht.
[0014] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die auf wenige Millimeter Korngröße
geshredderten PVC-Abfälle in ein rotierendes, flüssiges Schlackenbad gegeben werden
und dort unter Zusatz von Sauerstoff sowie Wasserdampf und/oder CO
2 bei 1300 - 1500 °C zu einem Spaltgas und Schlacke zersetzt werden. Die Rotation des
Schlackenbades wird durch ein tangentiales Einleiten des Sauerstoffes sowie des Vergasungsmittels
(Wasserdampf und/oder CO
2) erreicht. Durch die Rotation des Schlackenbades wird das aufgegebene Alt-PVC ständig
mit heißer, energiereicher Schlacke vermischt. Die Abspaltung des HCl-Gases erfolgt
spontan, die verbleibenden organischen Bestandteile des Alt-PVC werden zum Teil im
Schlackenbad und zum anderen Teil im darüberliegenden Gasraum mit Sauerstoff überwiegend
zu CO und H
2 umgewandelt.
[0015] Die im Alt-PVC enthaltene Kreide wird im Schlackenbad zu CO
2 und CaO aufgespalten. Das CO
2 wirkt bei den herrschenden Temperaturen unter Bildung von CO als Vergasungsmittel
für organische Bestandteile des Alt-PVC. Das CaO ist einer der wichtigsten Schlackenbestandteile.
Neben CaO enthält die Schlacke hauptsächlich SiO
2. Dieses wird zum Teil durch silikatische Beimengungen im Alt-PVC (z.B. Betonreste
an Fußbodenbelägen) eingetragen, zum Teil durch beigemischten Sand bereitgestellt.
Die übrigen Komponenten der Schlacke sind mit dem Alt-PVC eingetragene Metalle und
ihre Oxide. Für das erfindungsgemäße Verfahren ist demnach eine Vorabtrennung der
anorganischen Beimengungen vor der Verarbeitung nicht notwendig, vielmehr sind anorganische
Beimengungen mit kleiner Korngröße sogar erwünscht.
[0016] Die Spaltung des Alt-PVC erfolgt also in einem flüssigen, rotierenden Schlackenbad,
welches überwiegend aus Bestandteilen von aufgearbeiteten Alt-PVC besteht und sich
ständig aus dem zugespeisten Alt-PVC erneuert. Die überschüssige Schlacke fließt über
einen zentral angeordneten Überlauf und tropft in ein darunterliegendes Wasserbad,
Wo die Schlacke abgeschreckt und in einen glasartigen Zustand überführt wird. In dieser
Form ist die Schlacke ohne Einschränkungen deponierfähig.
[0017] Die Vergasung von Alt-PVC mit Sauerstoff ist in der Summe exotherm, so daß sie autotherm
verlaufen kann. Energieträger des Alt-PVC sind die organische Komponente des chemisch
reinen PVC (42 %-Gewichtsanteil), die Weichmacher (20 bis 100 %, bezogen auf PVC)
sowie andere organische Beimengungen. Neben der Aufheizung des Alt-PVC auf die Schlackenbadtemperatur
benötigen Energie die Abspaltung des HCl-Gases, die Aufspaltung der Kreide zu CO
2 und CaO sowie das Aufschmelzen von eingetragenen Silikaten und Metallen.
[0018] Die Vergasung erfolgt in einem Temperaturbereich von 1300 - 1500 °C bei einem Systemdruck
von bis zu 30 bar. Die Schlackenbadtemperatur wird geregelt durch die pro Mengeneinheit
Alt-PVC eingetragene Sauerstoffmenge sowie das Verhältnis von Sauerstoff zu Vergasungsmittel
(Wasserdampf oder CO
2). Weiterhin kann die Schlackentemperatur durch einen oder mehrere Zusatzbrenner im
Gasraum angehoben werden. Die Zusatzbrenner übernehmen auch das Aufheizen des Schlackenbades
auf die Betriebstemperatur während der Inbetriebnahme. Sie werden während der Inbetriebnahme
beispielsweise mit Erdgas gespeist. Im Dauerbetrieb kann das im Vergaser erzeugte
Brenngas verwendet werden. Außerdem kann die Temperatur durch zusätzliche Sauerstoffeinspeisung
in den Gasraum erhöht werden.
[0019] Das aus dem Vergaser austretende Spaltgas enthält hauptsächlich H
2, CO, CO
2, H
2O und HCl. Nach einem Quench und einer Abhitzeverwertung wird das HCl durch Absorption
in wäßriger Lösung als konzentrierte Salzsäure aus dem Spaltgas entfernt. Das HCl-freie
Gas kann nach der Behandlung in allgemein bekannten Reinigungsstufen als Synthesegas
oder als Brenngas eingesetzt werden.
[0020] Das Alt-PVC wird dem Vergaser erfindungsgemäß entweder als feste Partikel mit Korngrößen
von kleiner gleich 5 mm Durchmesser oder auf eine Temperatur zwischen 100 und 250
°C, vorzugsweise zwischen 140 bis 200 °C, erwärmt und vorgeschmolzen in pastöser Form
aufgegeben.
[0021] Ertndungsgemäß ist es möglich, in das Schlackenbad auch andere feste oder flüssige
chlorierte Kohlenwasserstoffe einzubringen, um aus diesen HCl-Gas zu gewinnen. Weiterhin
können dem Schlackenbad erfindungsgemäß Metallchloride, beispielsweise Alkali- oder
Erdalkalichloride, zugeführt werden, um aus ihnen unter Energieverbrauch HCl-Gas zu
gewinnen.
[0022] Eine besonders vorteilhafte Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt vor,
wenn es im Verbund mit einer Anlage zur Herstellung von PVC eingesetzt wird, weil
dann der Aufwand für die Lagerung und/oder den Transport der verwertbaren Produkte
des erfindungsgemäßen Verfahrens ganz oder teilweise entfällt.
[0023] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert
(s. Fig. 1):
[0024] In den Schlackenbadvergaser 1 mit dem rotierenden Schlackenbad 2 werden 1000 kg/h
Alt-PVC folgender Zusammensetzung aufgegeben (Strom 3):
- 52 Gew.-% PVC mit
- 67 Gew.-% Rein-PVC
22 Gew.-% Weichmacher
10 Gew.-% Kreide
1 Gew.-% Pigmente und Stabilisatoren
- 40 Gew.-%
- organische, brennbare Stoffe (chlorfrei, Mol-Verhältnis C:H = 1:2)
- 3 Gew.-%
- Silikate
- 5 Gew.-%
- Metalle (60 % Fe, 35 % Al, 5 % Schwermetalle)
[0025] Das Alt-PVC liegt in einer Körnung ≤ 5 mm vor. Durch Zufuhr von 760 kg/h Sauerstoff
(93 %ig) und 315 kg/h Wasserdampf (Ströme 4 und 5) vergast das Alt-PVC im Schlackenbad
bei 1380 °C zu 2485 m
3 (i.N.)/h Vergasungsgas (Strom 6) mit folgender Zusammensetzung bezüglich der Hauptkomponenten:
- H2
- 40,9 Vol.-%
- CO
- 38,5 Vol.-%
- CO2
- 3,9 Vol.-%
- H2O
- 10,4 Vol.-%
- HCl
- 5,0 Vol.-%
- N2
- 1,3 Vol.-%
[0026] Es werden 134 kg/h Schlacke neu gebildet. Mit einer Zusammensetzung von 22,4 % SiO
2, 21,6 % CaO, 23,9 % Al
2O
3 und 28,4 % FeO tropft die neu gebildete Menge in das unter dem Vergaser angeordnete
Wasserbad (Strom 7).
Aus dem Vergasungsgas werden mit bekannten Methoden 202 kg/h Chlorwasserstoff entfernt
und nach entsprechenden Reinigunsstufen gasförmig zur Oxichlorierung gegeben.
Die Fahrweise des Schlackenbadvergasers kann zusätzlich beeinflußt werden durch die
Zugabe von Schlackenbildnern, Chlorkohlenwasserstoffen und/oder Metallchloriden (Strom
8) sowie durch Sauerstoffzufuhr in den Gasraum (Strom 9) und/oder den Zusatzbrenner
10.
1. Verfahren zur Aufarbeitung von PVC durch rohstoffliche Zerlegung in einem Vergasungsprozeß
mit Sauerstoff sowie Wasserdampf und/oder CO2 als Vergasungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß das PVC in ein flüssiges, rotierendes Schlackenbad gegeben wird, wobei aus dem
PVC, dem Vergasungsmittel und dem Sauerstoff ein Vergasungsgas, hauptsächlich bestehend
aus H2, CO, CO2, H2O und HCl, sowie neue Schlacke gebildet werden und aus dem Vergasungsgas das HCl nach
bekannten Verfahren (z.B. durch Absorption in Wasser) separiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlackenbad durch die
Einleitung von Sauerstoff sowie Wasserdampf und/oder CO2, bei der mindestens eine dieser Einleitungen tangential erfolgt, in Rotation versetzt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergasung bei einer
Temperatur zwischen 1300 und 1500 °C und einem Druck zwischen 1 und 30 bar erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die überschüssige
Schlacke aus dem Vergaser in ein Wasserbad tropft und dort in einen glasartigen Zustand
überführt wird.
5. Verfahren nach Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Gasraum oberhalb
des Schlackenbades Zusatzbrenner installiert sind.
6. Verfahren nach Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den Gasraum oberhalb
des Schlackenbades zusätzlich Sauerstoff eingespeist wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in das Schlackenbad
zusätzlich Sand und/oder andere Schlacke bildende Stoffe gegeben werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das PVC in
festem Zustand mit einer Korngröße von maximal 5 Millimeter oder vorgewärmt auf eine
Temperatur zwischen 100 und 250 °C, vorzugsweise zwischen 140 und 200 °C, in pastösem
oder flüssigem Zustand zugeführt wird.
9. Verfahren nache einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
andere chlorierte Kohlenwasserstoffe dem Schlackenbad zugegeben werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
Alkalichloride, Erdalkalichloride und/oder andere Metallchloride dem Schlackenbad
zugegeben werden.
11. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 im Verbund mit einer Anlage
zur Herstellung von PVC.