[0001] Die Erfindung betrifft ein Trägerelement zum Tragen der die Dachhaut bildenden lichtdurchlässigen
Platten eines Lichtfirstes für Stall- und/oder Nebengebäude.
[0002] Ein derartiges gattungsgemäßes Trägerelement ist beispielsweise aus dem deutschen
Gebrauchsmuster DE-GM 93 16 045.3 entnehmbar.
[0003] Dieses genannte Gebrauchsmuster beschäftigt sich bereits mit Problemen, die im Bereich
eines Trägerelementes auftreten können, wenn zwei einander benachbarte Platten, die
die Dachhaut eines Lichtfirstes bilden, oberhalb eines solchen Trägerelementes unter
Bildung einer Stoßfuge zusammenstoßen.
[0004] Für einen Lichtfirst werden in der Regel Doppelstegplatten aus Kunststoff verwendet,
die fast so durchsichtig sind wie Glas, gewichtsleicht sind und relativ kostengünstig
sind.
[0005] Wird eine solche Platte auf ein gattungsgemäßes Trägerelement aufgelegt, welches
in diesem Bereich die Sparre des Daches bildet, so kann es, wie auch schon in dem
vorzitierten DE-GM 93 16 045.3 angedeutet ist, insbesondere zu Problemen mit Feuchtigkeit
kommen. Insbesondere kann sich Feuchtigkeit zwischen dem Trägerelement, nämlich seiner
Auflagefläche für die Dachhautplatte und der Dachhautplatte selbst festsetzen. Es
ist bekannt, daß gerade eine geringfügige Menge von Flüssigkeit zwischen zwei Flächen
einen dünnen, hartnäckig haftenden Flüssigkeitsfilm bilden kann, dessen Flüssigkeit
nur schwer verdunstet und gar nicht abfließt. Dieser Effekt wird beispielsweise beim
Mikroskopieren zwischen einem Objektträgerglas und einem Deckglas geradezu ausgenutzt.
[0006] Hat sich erst einmal ein derartiger Flüssigkeitsfilm zwischen einer Dachhautplatte
und der Auflagefläche eines Trägerelementes festgesetzt, so führt diese Flüssigkeit
zwar nicht so leicht zu Korrosionen, da entsprechende Trägerelemente zumeist aus Aluminium
gefertigt sind, kann jedoch die Lichtdurchlässigkeit der entsprechenden Dachhautplatte
beeinträchtigen. Es kann nämlich Flüssigkeit über die offenen Ränder einer Doppelstegplatte
in das Innere der Doppelstegplatte in die von den Stegen begrenzten Kammern gelangen
und sich dort niederschlagen, wodurch die entsprechende Platte in einem durchaus weiträumigen
Bereich unschön ihre Transparenz einbüßen kann.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Trägerelement der genannten Gattung
derart weiterzuentwickeln, daß Flüssigkeitsfestsetzungen im Bereich des Trägerelementes
erschwert werden.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das erfindungsgemäße Trägerelement
wenigstens eine Auflagefläche zur Auflage der Dachhaut-Platten aufweist, die wenigstens
in einem Flächenabschnitt eine Profilierung, vorzugsweise aus sich in Längsrichtung
des Trägerelementes erstreckenden, zueinander im wesentlichen parallelen Riffeln,
aufweist.
[0009] Diese Riffel können insbesondere so dimensioniert und zueinander beabstandet werden,
daß sich eine im wesentlichen wellige Riffelung der Auflagefläche in diesem Bereich
ergibt. Die Wellen oder Riffel verlaufen dabei im wesentlichen in Längsrichtung des
Trägerelementes. Demgegenüber verlaufen üblicherweise die Stege der die Dachhaut bildenden
Doppelstegplatten quer zur Längsrichtung der Trägerelemente, also im wesentlichen
parallel zur Firstlinie des Lichtfirstes.
[0010] Durch die in regelmäßigen Abständen in der Doppelstegplatte vorhandenen Stege kommt
es bei derartigen Doppelstegplatten zumeist an deren Außenflächen ebenfalls zu Wellungen,
weil sich das Kunststoffmaterial der jeweiligen Plattenflächen häufig leicht in die
Bereiche der Kammern zwischen den Stegen einwölbt, während es von den Stegen selbst
in entsprechendem Abstand gehalten wird.
[0011] Durch die erfindungsgemäße Profilierung oder zusammen mit der erfindungsgemäßen Profilierung
des Trägerelementes kommt es bei der Auflage einer Dachhaut-Platte auf ein erfindungsgemäßes
Trägerelement zu Punktauflagen oder zur Auflage einander kreuzender Wellungen bzw.
Riffelungen, so daß sie im Auflagebereich letztlich auch nur Punktauflagen ergeben.
Zwischen diesen Auflagepunkten verbleibt jeweils ein gewisser Freiraum, der das Verdunsten
von Flüssigkeit bzw. auch das Abfließen von Flüssigkeit erleichtert und damit das
Festsetzen von Flüssigkeitsfilmen erschwert. Gleichzeitig kommt es im Bereich der
verkleinerten Auflagefläche zu einem höheren Auflage-Flächendruck und damit zu einer
besseren Dichtigkeit in diesen Bereichen. Eine bevorzugte "runde" Wellung als Riffelung
gewährleistet zudem eine bessere Schub- und Zugbewegung der Dachhautplatten, beispielsweise
bei Wärmeausdehnung.
[0012] "Runde" Wellung soll in diesem Zusammenhang bedeuten, daß eine jeweilige Welle bzw.
ein jeweiliges Wellental dieser Wellung in ihrem bzw. seinem Querschnitt weitgehend
dem Verlauf eines Halbkreisbogens folgt.
[0013] Eine nächste Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das Trägerelement jeweils
zwei Auflageflächen im Bereich des Randes einer seiner Außenflächen aufweist. Diese
Auflageflächen treten insbesondere dann unabhängig voneinander in Funktion, wenn einander
benachbarte Dachhaut-Platten oberhalb dieses Trägerelementes zusammenstoßen und jeweils
in den Randbereichen des Trägerelementes ihre eigenen Auflageflächen finden.
[0014] Nach einer weiteren Weiterbildung des erfindungsgemäßen Trägerelementes weist die
die Auflageflächen aufweisende Außenfläche des Trägerelementes zwischen den Auflageflächen
eine rinnenartige, sich in Längsrichtung des Trägerelementes erstrekkende Vertiefung
auf, die die beiden vorhandenen Auflageflächen voneinander separiert und gleichzeitig
beispielsweise eine Abflußmöglichkeit für Flüssigkeit bietet, die sich in diesem Bereich
niederschlagen könnte, insbesondere unterhalb eines Stoßfugenbereiches, den zwei einander
benachbarten Dachhaut-Platten bilden, obwohl derartige Stoßfugenbereiche üblicherweise
durch Deckplatten und Dichtungen, wie auch das Gebrauchsmuster DE-GM 93 16 045.3 zeigt,
hinreichend vor eindringender Flüssigkeit geschützt werden. Jedoch könnte einmal eine
entsprechende Deckplatte undicht sein oder es könnte Flüssigkeit aus Kammern einer
Doppelsteg-Dachhautplatte auslaufen. Derartige Flüssigkeit läuft in der Rinne des
Trägerelementes ab und kann nicht mehr in andere Kammern der Dachhaut eindringen.
[0015] Zur Erleichterung der Montierung entsprechender Dichtungsdeckel, -flansche oder dergleichen,
ist bei dem erfindungsgemäßen Trägerelement auf seiner der Dachhaut zuzuwendenden
Außenfläche vorzugsweise eine im wesentlichen mittig in Richtung seiner Längserstreckung
verlaufende Führungsnut vorhanden, die beispielsweise das Plazieren bzw. Positionieren
von Befestigungsschrauben mit selbstschneidendem Gewinde erleichtert. Diese Führungsnut
kann beispielsweise eine relativ einfache Materialeinkerbung sein.
[0016] Das Trägerelement ist aus Kosten- und Gewichtsgründen vorzugsweise im wesentlichen
hohl ausgebildet. Die rinnenartige Vertiefung kann daher relativ einfach aufgrund
einer Materialverformung der entsprechenden Wandung in diesem Bereich erreicht werden,
wobei dies durchaus nicht so zu verstehen ist, daß zunächst einmal ein Trägerelement
mit glatter Außenwandung gefertigt werden muß, welche nachträglich verformt wird.
Es kann vielmehr von vornherein ein entsprechendes Strangprofil mit dem gewünschten
Profil erstellt werden.
[0017] Insbesondere dann, wenn wie nach einer anderen Weiterbildung vorgesehen, daß Trägerelement
vorzugsweise als U-Profil ausgebildet ist, kann es durchaus vorteilhaft sein, wenn
gemäß einer davon unabhängigen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Trägerelementes
die die Auflageflächen aufweisende Wandung wenigstens über einen breiten Abschnitt
der rinnenartigen Vertiefung, vorzugsweise mittig, in Richtung des Innenraumes des
Trägerelementes durch einen Wulst oder dergleichen materialverstärkt ist, was die
Stabilität des Trägerelementes insgesamt wesentlich verbessert. Gleichzeitig wird
auch eine evtl. Materialschwächung durch eine Führungsnut-Einkerbung aufgehoben. Zudem
bietet eine solche Materialverstärkung größere Tiefe für das Gewinde von Befestigungsschrauben.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel, aus dem sich weitere erfinderische Merkmale ergeben, ist
in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Profil eines Trägerelementes,
Fig. 2 das in Fig. 1 mit II bezeichnete Detail in Ausschnittsvergrößerung und
Fig. 3 das in Fig. 1 mit III bezeichnete Detail in Ausschnittsvergrößerung.
[0019] In Fig. 1 ist ein Querschnitt eines erfindungsgemäßen Trägerelementes 1 zu erkennen,
das als U-Profil ausgebildet ist, wobei der Basisbereich des Profiles zwei Auflageflächen
2 für Dachhaut-Platten 3 an seiner Außenfläche bietet.
[0020] In der Fig. 1 sind zwei Dachhaut-Platten 3 dargestellt, die über dem Trägerelement
1 zwischen den Auflageflächen 2, eine Stoßfuge bildend, einander benachbart sind.
Die Stoßfuge 4 ist im wesentlichen mit einem Deckelprofil 5 abgedeckt, welches entlang
einer strichpunktierten Linie 6, beispielsweise mittels einer Schraube, im Basisbereich
des Trägerelementes 1 befestigt werden kann. Zwischen dem Deckelprofil 5 und den Dachhhaut-Platten
3 können beispielsweise auch noch Gummidichtungen oder dergleichen vorgesehen sein.
Insoweit ist der Stoßfugenbereich der Stoßfuge 4 in dieser Darstellung nur sehr schematisch
und prinzipiell dargestellt.
[0021] Fig. 2 zeigt das in Fig. 1 mit II bezeichnete Detail in gegenüber der Fig. 1 vergrößerter
Darstellung.
[0022] Die Fig. 2 zeigt im wesentlichen eine Auflagefläche 2 des Trägerelementes 1.
[0023] Die Auflagefläche 2 weist sich in Längsrichtung des Trägerelementes 1 erstreckende,
einander benachbarte und zueinander im wesentlichen parallel verlaufende Riffel 7
auf, die miteinander zu einer Wellung der Auflagefläche 2 führen.
[0024] Fig. 3 zeigt das in Fig. 1 mit III bezeichnete Detail in gegenüber der Fig. 1 vergrößerter
Darstellung.
[0025] In der Fig. 1 ist erkennbar, daß die die Auflageflächen 2 aufweisende Wandung 8 des
Trägerelementes 1 zwischen den Auflageflächen eine rinnenartige Vertiefung 9 aufweist,
die sich unterhalb der Stoßfuge 4 in Längsrichtung des Trägerelementes 1 erstreckt.
An der Innenseite der Wandung 8 ist im Mittenbereich der rinnenartigen Vertiefung
9 eine Art Verstärkungswulst 10 vorhanden, der das Material der Wandung 8 in diesem
Bereich verstärkt und der sich ebenfalls in Längsrichtung des Trägerelementes 1 erstreckt.
[0026] In der Fig. 3 ist dieser Wulst 10 dargestellt. In der Fig. 3 ist außerdem erkennbar,
daß in der Mitte der rinnenartigen Vertiefung 9 eine Einkerbung 11 verläuft, die als
Führungsnut für Befestigungsschrauben dienen kann, die entlang der strichpunktierten
Linie 6 in das Material der Wandung 8 hineingebohrt werden sollen. Die Einkerbung
11 ist in der Darstellung der Fig. 1 aufgrund der Größenverhältnisse nicht genau erkennbar.
1. Trägerelement zum Tragen der die Dachhaut bildenden lichtdurchlässigen Platten eines
Lichtfirstes für Stall- und/oder Nebengebäude,
dadurch gekennzeichnet,
daß es wenigstens eine Auflagefläche (2) zur Auflage der Dachhaut-Platte (3) aufweist,
die wenigstens in einem Flächenabschnitt eine Profilierung aufweist.
2. Trägerelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilierung aus sich
in Längsrichtung des Trägerelementes (1) erstreckenden, zueinander im wesentlichen
parallelen Riffeln (7) besteht.
3. Trägerelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es zwei Auflageflächen
(2) jeweils im Bereich des Randes einer seiner Außenflächen aufweist.
4. Trägerelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Auflageflächen
(2) aufweisende Außenfläche des Trägerelementes (1) zwischen den Auflageflächen (2)
eine rinnenartige, sich in Längsrichtung des Trägerelementes (1) erstrekkende Vertiefung
(9) aufweist.
5. Trägerelement nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es auf seiner der Dachhaut zuzuwendenden Außenfläche eine im wesentlichen mittig
in Richtung seiner Längserstreckung verlaufende Führungsnut (11) aufweist.
6. Trägerelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnut (11) eine
Materialeinkerbung ist.
7. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerelement
(1) im wesentlichen hohl ausgebildet ist und daß die rinnenartige Vertiefung (9) durch
eine Materialverformung im Bereich der die entsprechende Außenfläche aufweisenden
Wandung (8) ausgebildet ist.
8. Trägerelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung (8) wenigstens
über einen Breitenabschnitt der rinnenartigen Vertiefung (9), vorzugsweise mittig,
in Richtung des Innenraumes des Trägerelementes (1) durch einen Wulst (10) oder dergleichen
materialverstärkt ist.
9. Trägerelement nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerelement
(1) im wesentlichen als U-Profil ausgebildet ist und die die Auflageflächen (2) aufweisende
Wandung (8) der Basisbereich des U-Profils ist.