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EP 0 833 405 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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01.04.1998 Patentblatt 1998/14 |
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Anmeldetag: 17.09.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: H01R 9/05 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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LT LV SI |
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Priorität: |
28.09.1996 DE 19640088 29.03.1997 DE 19713241
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Anmelder: Harting KGaA |
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32325 Espelkamp (DE) |
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Erfinder: |
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- Harting, Dietmar
32339 Espelkamp (DE)
- Brenner, Achim, Dr.
32312 Lübbecke (DE)
- Bokämper, Ralf, Dipl.-Ing.
32312 Lübbecke (DE)
- Oberhokamp, Dirk, Dipl.-Ing.
32051 Herford (DE)
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Steckverbindung für Koaxialkabel |
(57) Für eine Steckverbindung für Koaxialkabel wird vorgeschlagen, die elektrische Verbindung
zwischen dem Kabelschirm und den zugeordneten Massekontakten des Steckverbinders durch
leitfähige Verbindungsstücke vorzusehen.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckverbindung für Koaxialkabel mit zwei ineinander
steckbaren mehrpoligen Steckverbindern, wobei die Kontaktierung des äußeren Schirmgeflechts
und die des Signalleiters über Stift-Buchse-Kontaktelemente erfolgt.
[0002] Bekannte derartige Steckverbindungen werden im Bereich hoher Frequenzen bzw. hoher
Datenraten an sich selten eingesetzt, da die elektrischen Eigenschaften der dort üblicherweise
eingesetzten "Pigtail"-Konfektionierung des Kabelschirmes der Koaxialkabel sehr schlecht
und wenig reproduzierbar sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steckverbindung der eingangs genannten
Art dahingehend auszubilden, daß diese hinsichtlich der elektrischen Eigenschaften
und deren Reproduzierbarkeit entscheidend verbessert wird.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die elektrische Verbindung des/der Kabelschirme
des/der Koaxialkabel mit den entsprechenden Schirm- bzw. Massekontakten über elektrisch
leitfähige Verbindungsstücke erfolgt, daß bei montierten Verbindungsstücken durch
Druck auf den Kabelschirm eine Kontaktierung mit den Verbindungsstücken erfolgt, daß
die Verbindungsstücke im montierten Zustand eine elektrische Verbindung zu den im
Isolierkörper befindlichen Schirm- bzw. Massekontakten haben, und daß die Signalleiter
der Koaxialkabel elektrische Verbindung zu einem oder mehreren Signalkontakten aufweisen.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 7 angegeben.
[0006] Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht zum einen darin, daß durch den induktivitätsarmen
Aufbau des Verbindungsstückes (großflächige Weiterleitung des Schirmes) die elektrischen
Parameter des Verbindungsstückes ( wie z.B. Wellenwiderstand) an die des verwendeten
Kabels angepaßt werden können. Dadurch können Signalreflektionen und Dämpfung minimiert
werden.
[0007] Ein weiterer Vorteil besteht in dem EMV-gerechten Aufbau des Verbindungsstückes.
Durch den nahezu geschlossenen Aufbau werden Abstrahlungen weitestgehend vermieden,
von außen auftreffende Störstrahlung wird wirksam unterdrückt. Dies gilt ebenso für
das Übersprechen innerhalb des Steckverbinders.
[0008] Nicht unerheblich ist auch die Tatsache, daß durch die mechanisch stabile und fertigungstechnisch
gut reproduzierbare Verbindung von Koaxialkabel und dem hier betrachteten Pseudokoaxialverbinder
die elektrischen Eigenschaften ebenso reproduzierbar sind.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher erläutert:
[0010] Es zeigen
- Fig. 1
- die Ansicht des Steckverbinders im montierten Zustand,
- Fig. 2
- eine auseinandergezogene Darstellung des Steckverbinders gem. Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Ansicht des Steckverbinders im teilweise montierten Zustand,
und
- Fig. 4
- die Ansicht eines modifizierten Steckverbinders.
[0011] Der in Fig. 1 bis Fig. 4 gezeigte Steckverbinder besteht im wesentlichen aus einem
Isolierkörperteil 1, Schirm- bzw. Massekontakten 2, Signalkontakten 3, leitfähigen
Verbindungsstücken 4 sowie einem Gehäuse 12.
[0012] Das in Fig. 2 dargestellte Isolierkörperteil 1 besitzt sowohl für jeden der Schirm-
bzw. Massekontakte 2 als auch für jeden der Signalkontakte 3 eine Kammer, in denen
diese elektrisch isoliert montiert sind. Wie in Fig. 1 dargestellt, sind die Schirm-
bzw. Massekontakte 2 jeweils um einen Signalkontakt 3 positioniert. Die Verbindungsstücke
4 besitzen halbrunde Aussparungen 5, welche im montierten Zustand durch eine kraftschlüssige
Verbindung mit der äußeren Isolierung der Koaxialkabel 7 eine Zugentlastung der elektrischen
Verbindung ermöglichen. Zur Erzeugung der dazu notwendigen Kraft wird die Schraube
8 verwendet, die zur Montage in die Verbindungsstücke 4 eingeschraubt wird.
[0013] Die in Fig. 2 dargestellten Verbindungsstücke 4 besitzen ebenfalls halbrunde Aussparungen
6, welche im montierten Zustand durch Druck auf das Schirmgeflecht 9 der beiden Koaxialkabel
7 eine großflächige elektrische Verbindung zwischen dem Schirmgeflecht 9 und den Verbindungsstücken
4 herstellen. Dabei verhindern die metallischen Röhrchen 10 eine ungewollte Deformation
der Dielektrika der beiden Koaxialkabel 7 infolge des aufgebrachten Druckes. Der Innendurchmesser
der Röhrchen entspricht hierbei dem Außendurchmesser der verwendeten Koaxialkabel
7. Zur Montage werden nach Aufstecken der Röhrchen 10 die Kabelschirme 9 über die
Röhrchen 10 gelegt.
[0014] An der den Schirm- bzw. Massekontakten 2 zugewandten Seite befindet sich an den Verbindungsstücken
4 eine Nut 13, die zur Positionierung der Schirm- bzw. Massekontakte 2 während des
Herstellens der notwendigen Lötverbindungen zwischen den Schirm- bzw. Massekontakten
2 und den elektrisch leitfähigen Verbindungsstücken 4 dient. Die elektrische Verbindung
zwischen den Signalleitern 11 der beiden Koaxialkabel 7 und den entsprechenden Signalkontakten
3 erfolgt durch Löten.
[0015] Fig. 3 zeigt den Steckverbinder im teilmontierten Zustand. Der Radius der halbrunden
Aussparungen 5 der Verbindungsstücke 4 ist dabei so dimensioniert, daß eine Deformation
der Dielektrika der beiden Koaxialkabel 7 vermieden wird. Zur vollständigen Montage
wird das Gehäuse 12 über die aus den Verbindungsstücken 4, den Schirm- bzw. Massekontakten
2, den Signalkontakten 3, dem Isolierkörper 1 und den beiden Koaxialkabeln 7 bestehende
Baugruppe geschoben. Das Gehäuse 12 besteht vorzugsweise aus einem leitfähigen Material.
Durch den großflächigen elektrischen Kontakt zwischen der Innenseite des Gehäuses
12 und der äußeren Oberfläche der ebenso elektrisch leitfähigen Verbindungsstücke
4 erfolgt im montierten Zustand eine zusätzliche Weiterleitung der äußeren Kabelschirme
9.
[0016] Ein modifiziertes Ausführungsbeispiel ist in Fig. 4 dargestellt. Wesentlicher Unterschied
zu dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die in die leitfähigen Verbindungsstücke
4 integrierten Schirm- bzw. Massekontakte 2. Dadurch ist eine separate Kontaktierung
nicht notwendig. Die leitfähigen Verbindungsstücke 4 bestehen in diesem Ausführungsbeispiel
jeweils aus einem gestanzten und gebogenen Blech. Eine Lasche 14 bewirkt durch den
auf die Koaxialkabel 7 ausgeübten Druck eine Zugentlastung der elektrischen Verbindung.
1. Steckverbindung für Koaxialkabel mit zwei ineinander steckbaren mehrpoligen Steckverbindern,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrische Verbindung des/der Kabelschirme (9) des/der Koaxialkabel (7) mit
den entsprechenden Schirm- bzw. Massekontakten (2) über elektrisch leitfähige Verbindungsstücke
(4) erfolgt,
daß bei montierten Verbindungsstücken (4) durch Druck auf den Kabelschirm (9) eine
Kontaktierung mit den Verbindungsstücken erfolgt,
daß die Verbindungsstücke (4) im montierten Zustand eine elektrische Verbindung zu
den im Isolierkörper (1) befindlichen Schirm- bzw. Massekontakten (2) haben, und
daß die Signalleiter (11) der Koaxialkabel (7) elektrische Verbindung zu einem oder
mehreren Signalkontakten (3) aufweisen.
2. Steckverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsstücke (4) im montierten Zustand durch Druck auf die Isolation
des Koaxialkabels (7) die Kabelverbindung zugentlasten.
3. Steckverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsstücke (4) mit den zugehörigen Schirm- bzw. Massekontakten (2)
eine bauliche Einheit bilden.
4. Steckverbindung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sich im montierten Zustand unter dem Kabelschirm (9) ein Ring aus mechanisch stabilen
Material (10) befindet.
5. Steckverbindung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsstücke (4) aus elektrisch leitfähigem Material bestehen.
6. Steckverbindung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsstücke (4) aus mit elektrisch leitfähigem Material beschichteten
Kunststoff bestehen.
7. Steckverbindung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ein zusätzliches Steckverbindergehäuse (12) aus elektrisch leitfähigem Material
die oben dargestellte Steckverbindung umschließt.

