[0001] Die Erfindung betrifft eine Reihenklemme mit mindestens einer Stromschiene mit einem
Buchsen-Steckverbinder. In der modernen Verbindungstechnik werden zunehmend Reihenklemmen
eingesetzt, bei denen die Stromschienen neben einem Anschluß für einen ankommenden
Leiter für den abgehenden Leiter einen Buchsen-Steckverbinder aufweisen, oder aber
die Stromschienen zwischen einem Anschluß für einen ankommenden Leiter und einem Anschluß
für einen abgehenden Leiter zwecks weiterer Potentialverteilung noch einen Buchsen-Steckverbinder
aufweisen (DE 295 14 711 U1).
[0002] Bislang hat man derartige Buchsen-Steckverbinder an die Stromschienen angeschweißt.
Dies ist in der Herstellung teuer und darüberhinaus bezüglich der galvanischen Oberflächenbehandlung
derartiger Bauteile problematisch. Der vorliegenden Erfindung liegt von daher die
Aufgabe zugrunde, eine Reihenklemme mit Stromschiene mit Buchsen-Steckverbinder zu
schaffen, die in der Herstellung erheblich vereinfacht ist.
[0003] Die erfindungsgemäße Lösung besteht im wesentlichen darin, daß die Stromschiene und
der Buchsen-Steckverbinder einstückig aus einem Bandmaterialzuschnitt gebildet sind.
Hierdurch ist die Herstellung von Stromschiene mit daran befindlichem tulpenförmigen
Buchsen-Steckverbinder erheblich vereinfacht.
[0004] Da vielfach das übliche Stromschienenmaterial so dick ist, daß die Kontaktfedern
des tulpenförmigen Buchsen-Steckverbinders eine sehr steife Federcharakteristik hätten
wird insoweit in zweckmäßiger weiterer Ausgestaltung ein Ausgleich geschaffen. Hierzu
ist in einer besonderen Ausführungsform vorgesehen, daß in dem Bandmaterialzuschnitt
durch Schlitzung zwei nebeneinanderliegende unterschiedlich lange Kontaktfedern gebildet
sind, von denen die längere Kontaktfeder mit einer ihre Kontaktzone bildenden Abwinklung
die Endkante der kürzeren Kontaktfeder übergreift und die beiden Kontaktfedern so
aus der Stromschienenebene zueinander hochgebogen sind, daß ein Teil ihrer Federlänge
in dieser Stromschienenebene verbleibt. Man kann auf diese Weise eine so große Federlänge
erreichen, daß sich die gewünschte Federcharakteristik ergibt, und zwar ohne die Bauhöhe
des tulpenförmigen Buchsen-Steckverbinders zu vergrößern, weil auf diese Weise ein
Teil der Federlänge in der Stromschienenebene verbleibt, wo insoweit Raum zur Verfügung
steht.
[0005] In weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung wird die längere Kontaktfeder breiter als
die kürzere Kontaktfeder ausgebildet, um die weichere Federcharakteristik der längeren
Kontaktfeder im Verhältnis zur kürzeren Kontaktfeder auszugleichen und damit zu erreichen,
daß sich in der Kontaktzone für beide Kontaktfedern wieder im wesentlichen gleiche
Federwege und gleiche Federkräfte ergeben.
[0006] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen sind in weiteren Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel einer Reihenklemme gemäß der Erfindung wird nachstehend unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Reihenklemme mit Stromschienen mit Buchsen-Steckverbindern in Seitenansicht,
- Figur 2
- eine Teildraufsicht auf den Bandmaterialzuschnitt einer Stromschiene mit Buchsen-Steckverbinder,
- Figur 3
- eine Stromschiene mit Buchsen-Steckverbinder in Perspektive.
[0008] Die als Ausführungsbeispiel in Figur 1 dargestellte Reihenklemme hat Stromschienen
1, 1' unterschiedlicher Länge in einer oberen und einer unteren Anschlußebene. Die
Stromschienen 1, 1' haben an ihrem einen Ende ein abgewinkeltes Anschlußstück 2, auf
das beispielsweise zwecks Anschließen eines ankommenden Leiters eine Zugfeder 3 aufgesetzt
werden kann.
[0009] Die Stromschienen 1, 1' sind an ihrem anderen Ende einstückig mit einem Buchsen-Steckverbinder
4 ausgebildet, der der Potentialweiterleitung mittels eines einzusteckenden Kontaktstiftes
dient.
[0010] Da derartige Stromschienen aus elektrotechnischen Gründen eine Dicke in einer Größenordnung
haben, die zu sehr steifen Kontaktfedern für den Buchsen-Steckverbinder 4 führen würde,
werden zweckmäßig die Kontaktfedern besonders lang ausgebildet, um sie in der Federcharakteristik
wieder weicher zu machen. Da insoweit vielfach aber eine entsprechende Bauhöhe, d.
h. also das Maß des Vorstehens des Buchsen-Steckverbinders 4 über der Stromschiene
1, 1', nicht zur Verfügung steht, wird in zweckmäßiger Ausgestaltung, wie in Figur
2 dargestellt, der Bandmaterialzuschnitt 1a der Stromschiene 1, 1' dadurch mit zwei
zunächst in der Zuschnittebene nebeneinanderliegenden Kontaktfedern 5, 6 für den Buchsen-Steckverbinder
4 versehen, daß in dem Bandmaterialzuschnitt 1a ein relativ langer Längsschlitz 7
und ein davon abgehender an der Seite mündender Querschlitz 8 eingebracht werden.
Es ergibt sich somit eine längere Kontaktfeder 5 sowie eine kürzere Kontaktfeder 6
dergestalt, daß die längere Kontaktfeder 5 mit einer Abwinkelung 5', die später ihre
Kontaktzone bildet, das Stirnende der kürzeren Kontaktfeder 6 übergreift. Die beiden
Kontaktfedern 5, 6 werden dann so aus der Stromschienenebene zueinander hochgebogen,
daß ein Teil der Federlängen der Kontaktfedern 5, 6 in der Ebene der Stromschiene
1 verbleibt, die geamte wirksame Federlänge der Kontaktfedern sich also aus einem
kleinen, noch geschlitzten Bereich in der Ebene der Stromschiene 1, den sich daran
anschließenden Krümmungsradien sowie der sich dann ergebenden Restlänge der Kontaktfedern
5, 6 ergibt.
[0011] Die längere Kontaktfeder 5 ist aufgrund eben ihrer größeren Länge in der Federcharakteristik
weicher als die kürzere Kontaktfeder 6. Insoweit ungleichmäßige Federkräfte und Federwege
für die Kontaktfedern 5, 6 in ihrer gemeinsamen Kontaktzone zu vermeiden, wird in
weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung die Anordnung im Bandmaterialzuschnitt 1a so getroffen,
daß die längere und damit weichere Kontaktfeder 5 zumindest über einen nicht unbeträchtlichen
Teil ihrer Längserstreckung, ausgehend vom Anlenkpunkt an die Stromschiene 1 im übrigen,
breiter und damit von der Federcharakteristik her härter als die kürzere Kontaktfeder
6 ausgebildet wird.
[0012] Eine weitere zusätzliche Ausgleichsmöglichkeit bezüglich Federkraft und Federweg
der beiden unterschiedlich langen Kontaktfedern 5, 6 kann darin bestehen, daß man
die längere und damit weichere Kontaktfeder 5 zusätzlich im Bereich ihrer Anlenkung
an die Stromschiene 1 durch eine eingedrückte Sicke 9 zusätzlich versteift.
[0013] Zweckmäßig wird ferner, wie aus Figur 2 ersichtlich, der Längsschlitz 7 derart verschränkt
zum Querschlitz 8 geführt, daß sich für das freie Ende der kürzeren Kontaktfeder 6,
das deren Kontaktzone bildet, eine Verbreiterung ergibt. Auf diese Weise ist gewährleistet,
daß beide Kontaktfedern 5 und 6 in ihrer Kontaktzone einen hier einzusteckenden Kontaktstift
in dessen voller Breite kontaktieren können, wie insbesondere die Anschauung der Figur
3 zeigt.
[0014] Die Stromschienen 1, 1' mit den Buchsen-Steckverbindern 4 werden in der üblichen
Weise im Isolierstoffgehäuse 10 der Reihenklemme angeordnet.
[0015] Die vorstehend beschriebene Ausgestaltung einer Stromschiene mit angeformtem Buchsen-Steckverbinder
läßt sich an den verschiedensten Stromschienen der verschiedensten Reihenklemmentypen
verwirklichen, beispielsweise auch an solchen Stromschienengestaltungen, bei denen
die Stromschienen einen Leiteranschluß für einen ankommenden und einen Leiteranschluß
für einen abgehenden Leiter haben, die vergleichbar wie vorstehend beschrieben als
Zugfederanschluß oder auch als Schraubanschluß ausgestaltet sind, wobei dann die Stromschiene
an einem weiteren Erstreckungsabschnitt einen oder auch mehrere dort dann entsprechend
angeformte Buchsen-Steckverbinder hat.
1. Reihenklemme mit mindestens einer Stromschiene (1, 1') mit einem Buchsen-Steckverbinder
(4), dadurch gekennzeichnet, daß die Stromschiene (1, 1') und der Buchsen-Steckverbinder (4) einstückig aus einem
Bandmaterialzuschnitt (1a) gebildet sind.
2. Reihenklemme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Bandmaterialzuschnitt (1a) durch Schlitzung (7, 8) zwei nebeneinander liegende,
unterschiedlich lange Kontaktfedern (5, 6) gebildet sind, von denen die längere Kontaktfeder
(5) mit einer ihre Kontaktzone bildenden Abwinkelung (5') die Endkante der kürzeren
Kontaktfeder (6) übergreift und die beiden Kontaktfedern (5, 6) so aus der Stromschienenebene
zueinander hochgebogen sind, daß ein Teil ihrer Federlänge in dieser Stromschienenebene
verbleibt.
3. Reihenklemme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die längere Kontaktfeder (5) breiter als die kürzere Kontaktfeder (6) ausgebildet
ist.
4. Reihenklemme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in die längere Kontaktfeder (5) als zusätzliche Versteifung eine Sicke (9) eingedrückt
ist.
5. Reihenklemme nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicke (9) im Anfangsbereich der längeren Kontaktfeder (5), der in der Ebene der
Stromschiene (1, 1') verbleibt, angeordnet ist.
6. Reihenklemme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der die beiden Kontaktfedern (5, 6) trennende Längsschlitz (7) im Bandmaterialzuschnitt
(1) so geführt ist, daß die kürzere Kontaktfeder (6) im Bereich ihrer Kontaktzone
an ihrem freien Ende verbreitert ist.