[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälterverschluß zur sicheren Halterung von zwei Behälterteilen,
der möglichst einfach und kostengünstig sein soll, insbesondere einstückig ausführbar
sein soll.
[0002] Ein solcher Behälterverschluß soll insbesondere Anwendung finden im Zusammenhang
mit Kunststoffbehältern, wie sie zur Aufbewahrung und Transport von Lebensmitteln/Speisen/Getränken
verwendet werden.
[0003] Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Behälterverschlusses werden anhand von
Zeichnungen näher erläutert; es zeigen:
- Figur 1:
- Eine erste Schnittdarstellung des Behälterverschlusses in der aufgeclipsten Position,
- Figur 2:
- eine zweite Schnittdarstellung des Behälterverschlusses der Montage/Demontage,
- Figur 3:
- eine Ansicht der bevorzugten Ausführungsform des Behälterverschlusses,
- Figur 4:
- einen Schnitt durch den Behälterverschluß in der Ebene B-B der Figur 3, und
- Figur 5:
- einen Schnitt durch den Behälterverschluß in der Ebene A-A der Figur 3.
[0004] Der erfindungsgemäße Behälterverschluß besteht aus einem U-bügelähnlichen Formteil,
vorzugsweise ein Spritzguß-Kunststoffteil, das aus einem zentralen Basisteil 10 gebildet
ist, an dessen Rändern krallenähnlich ausgebildete Fortsätze 10A...10D anschließen.
[0005] Dadurch wird ein einfacher Clip-Verschluß gebildet, mit dem zwei Behälterteile, insbesondere
ein Aufnahmebehälter 20 mit zugehörigem Deckel 30 miteinander verschlossen werden
können (Figur 1, Figur 2).
[0006] Zu diesem Zweck sind diese Behälterteile an übereinander liegenden Randbereichen
mit einer Ausnehmung 20A,30A versehen, mit gegenüberliegenden wulstförmigen Erhebungen
20B,30B, deren Radius etwa dem Krümmungsradius der krallenähnlichen Fortsätze 10A...10D
entspricht oder, bei entsprechend anderer Formgestaltung so ausgebildet ist, daß ein
sicheres Hintergreifen ermöglicht wird, um ein unbeabsichtigtes Abziehen des Behälterverschlusses
zu verhindern.
[0007] Figur 1 zeigt den Behälterverschluß in der aufgeclipsten Position, bei der die Fortsätze
10A/B auf der Deckelseite und die Fortsätze 10C/D auf der Aufnahmebehälterseite form-
und kraftschlüssig diese Erhebungen 20B,30B in den Ausnehmungen 20A/30A über- und
hintergreifen und somit einen festen Sitz gewährleisten.
[0008] Figur 2 zeigt die Funktion des Behälterverschlusses bei der Montage/Demontage, was
durch den großen Doppelpfeil angedeutet ist.
[0009] Wesentlich ist hierbei, daß das lichte Innenmaß L zwischen gegenüberliegenden Fortsätzen
etwa dem Abstand der Scheitelflächen der Erhebungen 20B,30B von Behälter 20 und Deckel
30 entspricht, so daß durch ein elastisches Aufspreizen der Fortsätze, was in Figur
2 durch die beiden kleinen Doppelpfeile angedeutet ist, einerseits ein mit vertretbarem
Kraftaufwand durchführbares Aufschnappen bzw. Wegziehen des Behälterverschlusses möglich
ist, andererseits aber eine sichere Halterung des Deckels 30 auf dem Aufnahmeteil
20.
[0010] Es versteht sich von selbst, daß für solche Anforderungen an die Federwirkung der
Eigenelastizität insbesondere Kunststoffe geeignet sind, woraus sich die in den Figuren
3 bis 5 dargestellte, bevorzugte Ausführungsform des Behälterverschlusses als Kunststoff-Spritzteil
ergibt, daß aber auch die in Figur 1 und 2 schematisch angedeutete Ausführungsform
zum Einsatz kommen kann, bei der beispielsweise ein starres Basisteil 10 mit elastischen
Metall- oder Kunststoff-Fortsätzen 10A/B bzw. 10C/D verbunden sein kann.
[0011] Von Bedeutung beim bevorzugten Ausführungsbeispiel mit seiner H-förmigen Gesamtstruktur
ist insbesondere auch, daß die Definition der Haltewirkung der krallenartigen Fortsätze
und damit auch der Handhabungskräfte durch Wahl der Querschnittsgestaltung des Kunststoffspritzteils
erreicht werden kann. Hierbei können auch lokale Querschnittsveränderungen eingesetzt
werden, wie z.B. rippenartige Profilierungen P im Randbereich des Basisteils 10 oder
eine Griffprofilierung 11 im Scheitelpunkt der Fortsätze 10A...10D, die das Aufclipsen
und Abnehmen des Behälterverschlusses von den wulstförmigen Erhebungen 20B,30B der
Behälterteile 20 und 30.
[0012] Bevorzugt ist das Basisteil 10 insgesamt schalenähnlich ausgebildet, d.h., in den
beiden Schnittebenen A-A und B-B im wesentlichen bogenförmig gestaltet, derart, daß
sich die Zentralebene in der Mitte des Basisteils 10 im aufgeclipsten Zustand in einem
geringen Abstand von den gegenüberliegenden Randbereichen der wulstförmigen Erhebungen
20B,30B befindet. Dieser Abstand kann als eine Art Federweg dienen, der beim Aufclipsen
und beim Abnehmen des Verschlusses die Spreizung der Fortsätze 10A...10D unterstützt,
und im aufgeclipsten Zustand das sichere Hintergreifen der Erhebungen 20B,30B gewährleistet.
1. Behälterverschluß, gekennzeichnet durch ein U-bügelähnliches Formteil, das aneinandergrenzende
Randbereiche zweier Behälterteile (20,30) klammerähnlich übergreift und diese aneinanderpreßt,
wobei die Haltekraft des Formteils durch seine materialbestimmte Federwirkung bzw.
Eigenelastizität bestimmt ist.
2. Behälterverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Formteil an zumindest
einem der Behälterteile (20,30) durch Kraft- oder Formschluß gehalten ist.
3. Behälterverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem zentralen
Basisteil (10) mit anschließenden, krallenähnlichen Fortsätzen (10A...10D) gebildet
ist, so daß sich insgesamt in der Aufsicht eine H-förmige Struktur ergibt.
4. Behälterverschluß nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß im gegenüberliegenden
Randbereich der beiden Behälterteile (20,30) wulstartige Erhebungen (20B,30B) ausgebildet
sind, deren Außenradius im wesentlichen dem Innenradius der Fortsätze (10A...10D)
entspricht.
5. Behälterverschluß nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedem der Fortsätze
(10A...10D) eine der wulstartigen Erhebungen zugeordnet ist.
6. Behälterverschluß nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhebungen
(20B,30B) in Ausnehmungen (20A,30A) des Deckels (30) und des Unterteils (20) des Behälters
angeordnet sind.
7. Behälterverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er in der Ebene (A-A)
der Fortsätze (10A...10D) bogenförmig ausgebildet ist.
8. Behälterverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er in der Ebene (B-B)
des Basisteils (10) bogenförmig ausgebildet ist.
9. Behälterverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf den äußersten Bereichen
der krallenartigen Fortsätze (10A...10D) eine parallel zur Ebene (E2-E2) des Basisteils
(10) verlaufende Griffprofilierung (11) angeformt ist.
10. Behälterverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im seitlichen und/oder
zentralen Bereich des Basisteils (10) Profilierungen (P) ausgebildet sind.