[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Füllung für Türen nach Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Derartige Füllungen sind bekannt aus DE-GM 93 10 235.
[0003] Derartige Haustür-Füllungen bestehen aus einer äußeren Platte und einer inneren Platte,
die in einen Profilrahmen eingebettet sind und die zwischen sich einen Zwischenraum
abgrenzen. Der Zwischenraum dient z.B. der Aufnahme von Mitteln zur Wärmeisolation.
In besonderer Weiterbildung sind Außenplatte und Innenplatte fluchtend durchbrochen.
Der durchbrochene Bereich wird von Glasfenstern ausgefüllt. Derartige Füllungen müssen
daher nicht nur ästhetischen Anforderungen genügen sondern darüber hinaus auch die
Sicherheit gegen gewaltsame Zerstörung bieten, die erforderlich ist, um Aufbruchversuche
abzuwehren.
[0004] Besonders problematisch wird es, wenn Außen- und Innenplatte über eine Fensteröffnung
verfügen, in welche ein lichtdurchlässiges Element eingesetzt ist.
[0005] Dann, so hat sich gezeigt, bildet der Bereich der Fensteröffnung eine bevorzugte
Angriffsstelle für Hebelwerkzeuge, an welcher sich ungebetene Gäste Zutritt zum Haus
verschaffen wollen. Dieser Tatsache kann man durch eine entsprechend dimensionierte
Großflächenverglasung begegnen.
[0006] Obwohl die vorliegende Erfindung vorrangig bei Haustüren Verwendung finden soll,
ist dies keine Beschränkung der Erfindung auf speziell derartige Türen. Die Erfindung
kann Anwendung finden an Türen aller Art einschließlich Brüstungen, also überall dort,
wo innerhalb eines Profilrahmens eine Aussenplatte und eine Innenplatte das Innere
des Profilrahmens verblenden und zwischen sich einen Zwischenraum bilden, der ggf.
mit Baustoffen zur Wärmeisolation ausgefüllt ist.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei gattungsgemäßen Füllungen von außen
praktisch unsichtbar die Sicherheit gegen gewaltsames Aufbrechen zu erhöhen.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Kombination der Merkmale des Anspruchs 1.
[0009] Aus der Erfindung ergibt sich der Vorteil, daß an der Außenplatte, die der Verblendung
dient, praktisch keine von außen zugängliche Nahtstelle mehr vorhanden ist, an welcher
die Füllung ansich erfaßt und aus ihrem Sitz am Profilrahmen herausgedrückt werden
kann, wobei eine kurzfristige Zerstörung der Füllung zur Schaffung einer Durchtrittsöffnung
durch die Verbundglasscheibe ausscheidet.
[0010] Dieser Vorteil wird dadurch erreicht, daR die Nahtstellen der Außenplatte von der
praktisch bündig dahinterliegenden Verglasung soweit überlappt werden, daß ein gewaltsames
Einführen von Aufbruchwerkzeug (z.B. Schraubenzieher, Kuhfuß), an der Gesamtfestigkeit
der Füllung scheitert. Die Gesamtfestigkeit der Füllung wird durch die Kombination
der Außenplatte mit der die Nahtstellen der Außenplatte weit überlappenden dahinterliegenden
Verglasung hervorgerufen, wobei die Verglasung zusätzlich an der Außenplatte verankert
werden kann und wobei die Verschraubung der Glashalteleisten eine wesentliche Erhöhung
der Einbaufestigkeit bringt.
[0011] Daher bedarf es bei entsprechend weiter Überlappung der Nahtstellen durch die Verglasung
einiger Deformationsarbeit, um sich Zugang zum Außenrand der Verglasung zu verschaffen.
Erst danach läßt sich wirksam ein Hebelwerkzeug ansetzen. Um dann die Türfüllung zu
überwinden muß allerdings zuerst noch der Widerstand der Verbundglasscheibe und der
Widerstand der Verschraubung gebrochen werden.
[0012] Es genügt daher für die vorliegende Erfindung, die in Frage kommenden Nahtstellen
der Füllung (z.B. Lichtausschnitt, Profilrabmen) mit einer dahinterliegenden Verglasung
auszustatten, welche die in Frage kommenden Nahtstellen genügend weit überdeckt in
Kombination mit einer Verglasung aus Verbundglas zusammen mit verschraubten Glashalteleisten.
[0013] Da die Verglasung als Großflächenverglasung ausgebildet ist, bietet dies den zusätzlichen
Vorteil, daß die Großflächenverglasung leicht in den Profilrahmen eingesetzt und dort
seitlich fixiert werden kann. Dabei ist die Verwendung einer Großflächenverglasung
unabhängig von der Frage, ob die Außenplatte bzw. die Innenplatte der Verblendung
miteinander fluchtende Lichtdurchtrittsöffnungen aufweisen.
[0014] Wesentlich für die Erfindung ist, daß sich die Großflächenverglasung einerseits hinter
der Außenplatte der Verblendung versteckt und daß andererseits die Großflächenverglasung
bis in den umlaufenden Falz des umgebenden Profilrahmens hinein verläuft.
[0015] Da in diesem Fall die Großflächenverglasung ebenso wie die Außenplatte der Verblendung
erst hinter dem Falzüberschlag endet, bedarf es einiger Aufbruchbemühungen, will man
dennoch die Füllung aus ihrem Sitz am Profilrahmen heraushebeln. Dieser Umstand wird
dadurch begünstigt, daß der äußere Falzüberschlag des Profilrahmens einerseits die
Außenkanten der Großflächenverglasung zentimeterweit überdeckt und andererseits äußerst
schwer verformbar ist. Zwar läßt sich mit einem hinreichend langen Hebel der durch
den äußeren Falzüberschlag überdeckte Bereich des Profilrahmens überwinden. Dies setzt
jedoch Einbruchwerkzeuge von erheblichen Abmessungen voraus, die üblicherweise nicht
verwendet werden.
[0016] Ferner macht sich die Erfindung den Überraschungseffekt zunutze, der darauf beruht,
daß der Einbrecher praktisch völlig unerwartet einen stark erhöhten Aufbruchwiderstand
feststellt, so daß ihm bereits anfänglich seines Aufbruchversuchs die Motivation genommen
wird.
[0017] Von besonderem Vorteil ist die Tatsache, daß die Erfindung sowohl an Füllungen mit
als auch an Füllungen ohne Lichtdurchtrittsöffnungen Anwendung findet.
[0018] Es ist daher von wesentlicher Bedeutung, daß die erfindungsgemäße Füllung an ihren
gefährdeten Nahtstellen unabhängig von der Flächengröße der zur Verblendung dienenden
Platten stets mit einer die Nahtstellen weit überdeckenden Verglasung ausgestattet
ist. Man sieht daher der Füllung von außen nicht an, ob eine entsprechende Verglasung
eingebaut ist. Der überproportional erhöhte Einbruchwiderstand, den die Füllung nach
dieser Erfindung bietet, beruht auch auf einem Kombinationseffekt durch Bildung eines
festen Schichtpakets aus Außenplatte, Großflächenverglasung, Innenplatte. Die Schichten
erstrecken sich gegenseitig großflächig berührend. Sogar für gewölbte Scheiben läßt
sich die Erfindung anwenden. Für diesen Fall wird vorgeschlagen, die betreffende Seite
der Großflächenverglasung mit einer Großbutze auszustatten, deren Glasmaterial dann
unsichtbar hinter den Lichtdurchtrittsöffnungen der Verblendungsplatten bis in die
Randbereiche der Profilholme verläuft und dort endet.
[0019] Für die Erfindung kommt eine Mehrschicht-Isolierverglasung mit einer Gasfüllung zwischen
den Glasschichten in Betracht, wobei die Verstärkung der Einbruchsicherheit durch
Verwendung einer Verbundglasscheibe erzielt wird. Diese kann aus laminiertem Glas
mit dazwischenliegender Folie oder Gießharzeinbettung bestehen. Folie bzw. Gießharz
sind bevorzugt transparent.
[0020] Die Erfindung sieht vor, die Türfüllung auf der Innenseite des Profilrahmens mit
Halteleisten zu halten, die dort gegen den Profilrahmen verschraubt sind. Auf diese
Weise entsteht ein starker Verbundkörper zwischen Außenplatte, Großflächenverglasung
und Innenplatte, der praktisch nur unter äußerster Gewalteinwirkung aus dem Profilrahmen
herausgelöst werden kann.
[0021] Will man die Wirkung noch verbessern, empfiehlt es sich, zusätzlich die Großflächenverglasung
bis nach außen in den Haltebereich der Halteleisten hinein zu erstrecken, so daß auch
die Großflächenverglasung, ebenso wie die Außenplatte und die Innenplatte der Verblendung
erst im hinterschnittenen Bereich der umlaufenden Falz am Profilrahmen endet.
[0022] Auf diese Weise wird zusätzlich erreicht, daß Durchstecken irgendwelchen Einbruchswerkzeugs
erheblich erschwert wird, weil die Überschlagsfalz auf der Innenseite der Tür/Brüstung
einen beachtlichen Durchsteckwiderstand bietet. Dies gilt sinngemäß auch für die Breite
der Überlappung etwaiger Lichtdurchtrittsöffnungen.
[0023] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig.1
- ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Form einer Großflächenverglasung an einer
Haustür in frontaler Aufsicht, und
- Fig.2
- die Erfindung im Querschnitt.
[0024] Sofern im folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die folgende Beschreibung stets
für alle Figuren.
[0025] Die Figuren zeigen eine Füllung 1, wie sie in dem Profilrahmen 2 einer Haustür angeordnet
ist. Die Füllung 1 weist Außenabmessungen auf, die geringfügig größer als die von
aussen sichtbaren lichten Breiten- und Höhenabmessungen des Profilrahmens 2 sind.
Insbesondere Fig.2 läßt erkennen, daß der Profilrahmen 2 auf seiner Außenseite einen
einstückig mit den einzelnen Profilholmen verbundenen Falzüberschlag 3 aufweist, der
die weiter innen umlaufende Falz 5 nach außen begrenzt. Weiter nach innen ist dann
die Glashalteleiste 4 angeordnet, die in den Profilrahmen 2 eingeklipst werden kann.
[0026] Es entsteht auf diese Weise am Profilrahmen 2 eine umlaufende Falz 5, deren lichte
Höhen- und Breitenabmessungen größer als die lichten Öffnungsbreiten der vertikalen
und horizontalen Falzüberschläge 3 sind.
[0027] In dieser umlaufenden Falz sitzen von außen nach innen eine Außenplatte 6 und eine
Innenplatte 7, welche den dazwischen liegenden Zwischenraum 8 abgrenzen. Dieser Zwischenraum
8 kann außerhalb des von der Verglasung ausgefüllten Raumes, auf die noch eingegangen
wird, mit Baustoffen zur Wärmeisolation aufgefüllt sein.
[0028] Die Außenplatte 6 bzw. Innenplatte 7 besteht üblicherweise aus Kunststoff oder Aluminiumblech
und dient der Verblendung des dahinterliegenden Raums. Wie an sich bekannt ist, können
in der Außenplatte 6 und in der Innenplatte 7 miteinander fluchtende Lichtdurchtrittsöffnungen
16 angeordnet sein, um das Licht in den dahinter befindlichen Raum eintreten zu lassen.
Diesen Fall zeigt Fig.1. Wesentlich bei diesem Ausführungsbeispiel ist es, daß die
bevorzugten Angriffszonen im Bereich der Lichtdurchtrittsöffnungen 16 und/oder am
Außenrand der Füllung 1, welche durch die Nahtstellen an der Außenplatte vorgegeben
sind, von einer hinter der Aussenplatte liegenden Großflächenverglasung 10a verstärkt
sind.
[0029] Wesentlich für die Großflächenverglasung 10a ist es, daß deren Rand die Nahtstellen
der Angriffszonen im Hinblick auf die sonstigen Festigkeitseigenschaften von Füllung
und Profilrahmen aufbrucherschwerend weit überlappt.
[0030] Dies wird dadurch erreicht, daß die Berandung der Großflächenverglasung 10a, die
in Fig.1 gestrichelt gezeigt ist, sich soweit hinter die Berandung der Lichtdurchtrittsöffnungen
erstreckt, daß unter Berücksichtigung der Festigkeitseigenschaften von Füllung und
Profilrahmen ein einfaches Durchstecken von Einbruchswerkzeug zum Aufhebeln der Füllung
durch Hintergreifen der Verglasung unterbunden wird.
[0031] Es lassen sich zwar an den bekannten bevorzugten Angriffszonen derartiger Füllungen,
die hier aus sicherheitstechnischen Gründen nicht unbedingt gezeigt werden sollen,
ohne weiteres gewaltsam irgendwelche Aufhebelwerkzeuge einschlagen. Gemäß der vorliegenden
Erfindung soll jedoch der Verbund zwischen Außenplatte, Großflächenverglasung 10a
und Innenplatte derart stark sein, daß ein Hintergreifen der Großflächenverglasung
10a erst nach einer Deformation der Außenplatte 6 ermöglicht ist, die nur über einige
Minuten dauernde Aufbruchversuche erreicht werden kann.
[0032] Eine Großflächenverglasung 10a, wie sie den grundsätzlichen Gedanken der Erfindung
kennzeichnet ist auch Gegenstand der Darstellung gemäß Fig. 2, wo gezeigt ist, daß
die Großflächenverglasung 10a im Zwischenraum 8 zwischen Außenplatte 6 und Innenplatte
7 angeordnet ist und sich in diesem Fall praktisch über die gesamte lichte Breite
9a bzw. lichte Höhe 9b des Profilrahmens 2 und vorzugsweise bis in den umlaufenden
Falz 5 hinein erstreckt (siehe auch Fig.1). In jedem Fall bildet die Großflächenverglasung
10a mit Außenplatte und Innenplatte ein Schichtpaket welches senkrecht zu den Glasverbindungsfugen
fest zusammengehalten wird.
[0033] Dabei kommt es nicht zwingend darauf an, daß die Großflächenverglasung 10a tatsächlich
entsprechend der Begrenzungslinie 10 aus Fig.1 hinter dem Falzüberschlag 3 endet.
Aufgrund der hohen Steifigkeit, die eine Großflächenverglasung in Kombination mit
Außenplatte 6 und Innenplatte 7 bietet, genügt es prinzipiell, wenn die Großflächenverglasung
10a auch kurz vor dem Falzüberschlag 3 endet. Die größte Stabilität ergibt sich jedoch
in jedem Fall dann, wenn die Großflächenverglasung 10a ebenso wie die Außenplatte
6 bzw. Innenplatte 7 erst hinter dem Falzüberschlag 3 endet, um auf diese Weise das
Einführen eines Aufbruchwerkzeugs auf das Äußerste zu erschweren.
[0034] Im gezeigten Fall besteht die Großflächenverglasung 10a aus einer Mehrschicht-Isolierverglasung.
Die außenliegende erste Glasschicht 11 wird von der innenliegenden zweiten Glasschicht
12 über eine dazwischen befindliche Gasfüllung 13 getrennt. Umfangsmäßig sind die
erste Glasschicht 11 und die zweite Glasschicht 12 über eine elastische Ringverbindung
miteinander verbunden.
[0035] Zur Erzielung hoher Einbruchsicherheiten ist zusätzlich vorgesehen, die Großflächenverglasung
mit zumindest einer Verbundglasscheibe auszuführen. Die Verbundglasscheibe kann die
erste Glasschicht 11 bzw. zweite Glasschicht 12 bilden. Im ersten Fall wird dem Einbrecher
bereits anfänglich ein äußerst hoher Aufbruchwiderstand entgegengesetzt, während im
zweiten Fall ein Zerspringen der ersten Glasscheibe erhöhten Lärm erzeugt und auf
diese Weise eine Alarmfunktion ausübt. Die danach folgende zweite Glasscheibe bietet
dann den erhöhten Aufbruchwiderstand. Auf diese Weise wird das Risiko des Einbrechers,
auf frischer Tat ertappt zu werden, erheblich erhöht.
[0036] Die Verbundglasscheibe kann aus mehreren Glasschichten aufgebaut sein, die durch
eine gemeinsame Folie oder eine Gießharzschicht miteinander verbunden sind. Gleichfalls
kann es Sinn machen, die Verbundglasscheibe schußsicher auszustatten, so daß auch
ein Aufbruchversuch mit Schußwaffen scheitern dürfte. Dies gilt sinngemäß sowohl für
die Großflächenverglasung 10a gemäß Fig.1 als auch für eine Großflächenverglasung
die bis an die durch Umfangslinie 10 begrenzte Falzüberschlagzone geht.
[0037] Darüber hinaus zeigt Fig. 2, daß die Türfüllung 1 auf der Innenseite des Profilrahmens
2 mit Glashalteleisten 4 befestigt ist, die mit Halteschrauben 14 am Profilrahmen
verschraubt sind. Die Verschraubung erfolgt zusätzlich zur vorgesehenen Klipsverbindung
17 zwischen Profilrahmen 2 und Halteleiste 4. Die Verschraubung erhöht die Haltekräfte
zwischen Halteleiste 4 und Profilrahmen 2 erheblich. Zusätzlich ist vorgesehen, die
Halteschrauben 14 in ein Verstärkungsprofil 15 einzudrehen, welches in einen in Schraubrichtung
hinter der Halteleiste liegenden Hohlraum 18 des Profilrahmens 2 eingeschoben ist.
Diese Weiterbildung der Erfindung macht insbesondere dann Sinn, wenn die Profilholme
des Profilrahmens 2 aus extrudiertem Kunststoffhohlprofil bestehen. Derartiges Kunststoffhohlprofil
bietet neben guten Wärmeisolationseigenschaften auch ausreichende Stabilität, insbesondere
dann, wenn die Hohlräume des Profils mit eingeschobenem Verstärkungsprofil 15 aus
Metall versehen sind.
[0038] Ferner läßt Fig.1 durch die strichpunktierte Linie erkennen, daß die Großflächenverglasung
10a sich über die gesamte Fläche der Füllung bis etwa zur Begrenzungslinie 10 soweit
nach außen in die umlaufende Falz 5 erstrecken kann, daß sie erst im Haltebereich
19 (siehe Fig.2) der Halteleisten 4 endet. Die umlaufende Randzone der Türfüllung
mit dazwischen befindlicher Großflächenverglasung liegt daher vollständig eingebettet
im umlaufenden Falz 5 und wird nach außen von dem vorspringenden Falzüberschlag 3
abgedeckt.
[0039] Die Verklebung zwischen Außenplatte 6 und erster Glasschicht 11 mittels Silicon führt
zu einer zusätzlichen Festigkeitserhöhung mit elastischen Eigenschaften der Klebefuge.
Die Klebverbindung bleibt daher auch bei lokaler Zerstörung im wesentlichen bestehen.
[0040] Zusätzlich erhöht sich die Schlagzähigkeit der Füllung durch Verwendung eines Verbundglases
mit eingebetteter Gießharzschicht, deren Stärke etwa bis zu 3 mm betragen kann.
Bezugszeichenaufstellung:
[0041]
- 1
- Füllung
- 2
- Profilrahmen
- 3
- Falzüberschlag
- 4
- Halteleiste
- 5
- umlaufender Falz
- 6
- Außenplatte
- 7
- Innenplatte
- 8
- Zwischenraum
- 9a
- lichte Breite
- 9b
- lichte Höhe
- 10
- Randbegrenzungslinie
- 10a
- Großflächenverglasung
- 11
- erste Glasschicht
- 12
- zweite Glasschicht
- 13
- Gasfüllung
- 14
- Halteschraube
- 15
- einschobenes Verstärkungsprofil
- 16
- Lichtdurchtrittsöffnung
- 17
- Klipsverbindung
- 18
- Hohlraum
- 19
- Haltebereich
1. Füllung (1) für Türen, Brüstungen oder dergleichen mit einem durch Außenplatte (6)
und Innenplatte (7) undurchsichtig verblendeten Zwischenraum (8), der durch eine Großflächenverglasung
gefüllt ist, deren Rand die Nahtstellen der bevorzugten Angriffszonen im Hinblick
auf die sonstigen Festigkeitseigenschaften von Füllung (1) und Profilrahmen (2) aufbrucherschwerend
weit überlappt, wobei Außenplatte (6), Innenplatte (7) und Großflächenverglasung (10a)
in der umlaufenden Falz (5) eines umgebenden Profilrahmens (2) vorzugsweise aus Hohlprofil
sitzen und außen von einem einstückig mit den Profilholmen des Profilrahmens verbundenen
Falzüberschlag überdeckt werden und innen von Glashalteleisten gehalten werden, die
an den Profilholmen angebracht sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verglasung als Mehrschicht-Isolierverglasung (11,12,13) mit Gasfüllung zwischen
den Glasschichten (11,12) ausgeführt ist und zumindest eine Verbundglasscheibe aufweist
und daß die Glashalteleisten (16) auf der Innenseite des Profilrahmens (2) gegen den
Profilrahmen (2) verschraubt sind.
2. Füllung für Türen, Brüstungen oder dergleichen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbundglasscheibe aus mehreren Glasschichten besteht, die über eine Verbindungsschicht
aus transparentem ausgehärtetem Gießharz miteinander verbunden sind.
3. Füllung für Türen, Brüstungen oder dergleichen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in das Hohlprofil ein sich in Längsrichtung erstreckendes metallisches Verstärkungsprofil
eingeschoben ist in welches die Halteschrauben eingedreht sind.
4. Füllung für Türen, Brüstungen oder dergleichen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Außenplatte (6), Großflächenverglasung (10a) und Innenplatte (7) ein Schichtpaket
bilden, dessen einzelne Schichten praktisch unmittelbar aneinandergefügt und ggf.
miteinander verbunden sind, und daß die Dicke des Schichtpakets zwischen etwa 24 mm
und etwa 42 mm liegt.
5. Füllung für Türen, Brüstungen oder dergleichen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Außenplatte und Großflächenverglasung über eine Klebeschicht aus Silicon miteinander
verklebt sind.