[0001] Bleichaktivatoren sind wichtige Bestandteile in Waschmitteln, Fleckensalzen und Maschinengeschirrspülmitteln.
Sie ermöglichen eine bleichende Wirkung bereits bei relativ niedrigen Temperaturen,
indem sie mit Wasserstoffperoxid - meist Perborate oder Percarbonate - unter Freisetzung
einer organischen Peroxicarbonsäure reagieren.
[0002] Das erzielbare Bleichergebnis wird bestimmt durch Art und Reaktivität der gebildeten
Peroxicarbonsäure, die Struktur der zu perhydrolisierenden Bindung sowie die Wasserlöslichkeit
des Bleichaktivators. Da es sich meist um einen reaktiven Ester oder ein Amid handelt,
ist es in vielen Fällen notwendig, ihn für das vorgesehene Einsatzgebiet in granulierter
Form einzusetzen, um eine Hydrolyse in Gegenwart alkalischer Waschmittelbestandteile
zu verhindern und eine ausreichende Lagerstabilität zu gewährleisten.
[0003] Zur Granulierung dieser Substanzen sind in der Vergangenheit zahlreiche Hilfsstoffe
und Verfahren vorgeschlagen worden. In EP-A-0 037 026 wird ein Verfahren zur Herstellung
eines leicht löslichen Aktivatorgranulates aus 90 bis 98 % Aktivator mit 10 bis 2
% Celluloseether, Stärke oder Stärkeether beschrieben. Granulate bestehend aus Bleichaktivator,
filmbildenden Polymeren und Zusätzen einer organischen C
3-C
6-Carbon-, Hydroxycarbon- oder Ethercarbonsäure werden in WO 90/01535 angeführt. Aus
EP-A-0 468 824 sind Granulate aus Bleichaktivator und einem filmbildenden Polymer,
das bei pH 10 besser löslich ist als bei pH 7, bekannt. DE-OS-44 39 039 beschreibt
ein Verfahren zur Herstellung eines Aktivatorgranulats durch Vermischen eines trockenen
Bleichaktivators mit einem trockenen, anorganischen, hydratwasserhaltigen Bindematerial,
Verpressen dieser Mischung zu größeren Agglomeraten und Zerkleinern dieser Agglomerate
auf die gewünschte Korngröße. Ein wasserfreies Herstellverfahren durch Kompaktierung
des Bleichaktivators ohne Einsatz von Wasser mit mindestens einem mit Wasser quellbaren
Hilfsstoff ist aus EP-A-0 075 818 bekannt.
[0004] Nachteilig bei diesen Aktivatorgranulaten ist, daß die Eigenschaften des Granulates
im wesentlichen durch das Bindemittel und das verwendete Granulierverfahren festgelegt
sind und oft neben den in der Literatur beschriebenen Vorteilen auch gewisse Nachteile,
z.B. nicht optimale Wirkstofffreisetzung, geringe Abriebfestigkeit, hoher Staubanteil,
ungenügende Lagerstabilität, Entmischung im Pulver oder Farbschädigung des Gewebes
beim Einsatz in Wasch- und Reinigungsmitteln aufweisen.
[0005] Um an Granulaten definierte Eigenschaften einzustellen, wird oftmals nachträglich
zum Granulierschritt ein Coatingschritt durchgeführt. Gängige Verfahren sind das Coating
in Mischern (mechanisch induzierte Wirbelschicht) oder das Umhüllen in Wirbelschichtapparaturen
(pneumatisch induzierte Wirbelschicht).
[0006] So wird in WO-92/13798 für einen Bleichaktivator ein Coating mit einer wasserlöslichen
oberhalb 30°C schmelzenden organischen Säure und in WO-94/03305 ein Coating mit einem
wasserlöslichen sauren Polymer zur Reduzierung der Farbschädigung der Wäsche beschrieben.
[0007] Aus WO-94/26862 ist das Coating eines Granulates, bestehend aus Bleichaktivator und
wasser- und oder alkalilöslichem Polymer, mit einer zwischen 30°C und 100°C schmelzenden
organischen Verbindung zur Reduzierung der Entmischung im pulverförmigen Endprodukt
bekannt. Dabei wird das Aktivatorgranulat in einem Lödige-Pflugscharmischer vorgelegt,
ohne Verwendung des Zerhackers bei Raumtemperatur mit 160 bis 180 U/min umgewälzt
und dann mit der heißen Schmelze besprüht. Nachteil dieses Verfahrens ist eine sehr
schlechte Coatingqualität, die zwar eine Reduzierung der Entmischung im pulverförmigen
Endprodukt bewirkt, jedoch keinen Einfluß auf die anderen Granulateigenschaften, wie
z.B. Wirkstofffreisetzung, Abriebfestigkeit, Staubanteil oder Lagerstabilität hat.
Der positive Effekt auf das Entmischungsverhalten ist vermutlich auf ein tröpfchenförmiges
Erstarren der Coatingsubstanz auf der Granulatoberfläche zurückzuführen, wodurch ein
Verhaken des Granulatkorns im Schüttgut bewirkt wird.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war die Entwicklung eines Coatingverfahrens für
Aktivatorgranulate, das ein gezieltes Einstellen der Granulateigenschaften in einem
weiten Bereich bei gleichzeitig optimaler Ausnutzung des Coatingmaterials ermöglicht.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe gelang durch eine Temperung während des Coatens.
[0010] Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung eines gecoateten
Bleichaktivatorgranulats, wobei man ein Bleichaktivatorgranulat in einer mechanisch
induzierten Wirbelschicht mit einer Coatingsubstanz umhüllt und gleichzeitig bei 30
bis 100°C, jedoch gleich oder unterhalb der Schmelz- oder Erweichungstemperatur der
Coatingsubstanz, während einer Dauer von 1 bis 180 Minuten, tempert.
[0011] Als Basisgranulate können alle Aktivatoren verwendet werden, die in granulierter
Form einen Schmelzpunkt von oberhalb 100°C aufweisen. Beispiele für Aktivatorsubstanzen
sind Tetraacetylethylendiamin (TAED), Tetraacetylglukoluril (TAGU), Diacetyldioxohexahydrotriazin
(DADHT), Acyloxybenzolsulfonate (z.B. Nonanyloxybenzolsulfonat [NOBS], Benzoyloxibenzolsulfonat
[BOBS]), acylierte Zucker (z.B.: Pentaacetylglucose [PAG]) oder Verbindungen wie sie
in EP-A-0 325 100, EP-A-0 492 00 und WO-91/10719 beschrieben sind. Weitere geeignete
Aktivatoren sind N-acylierte Amine, Amide, Lactame, aktivierte Carbonsäureester, Carbonsäureanhydride,
Lactone, Acylale, Carbonsäureamide, Acyllactame, acylierte Harnstoffe und Oxamide,
daneben insbesondere aber auch Nitrile, die neben der Nitrilgruppe auch eine quaternierte
Ammoniumgruppe enthalten können. Auch können Mischungen verschiedener Bleichaktivatoren
im Basisgranulat vorhanden sein.
[0012] Diese Basisgranulate können die üblichen Granulierhilfsmittel enthalten, welche einen
Schmelzpunkt von über 100°C haben sollen. In Frage kommen hier filmbildende Polymere,
z.B.: Celluloseether, Stärke, Stärkeether, Homo-, Co-, Propfcopolymerisate ungesättigter
Carbonsäuren und/oder Sulfonsäure sowie deren Salze; Organische Substanzen, z.B.:
Cellulose, vernetztes Polyvinylpyrrolidon oder Anorganische Substanzen, z.B.: Kieselsäure,
amorphe Silikate, Zeolithe, Bentonite, Alkalischichtsilikate der Formel MM'Si
xO
2x-1 * y H
2O (M, M' = Na, K, H; x = 1.9 - 23; y = 0 - 25), Ortho-, Pyro-, Polyphosphate, Phosphonsäuren
und deren Salze, Sulfate, Carbonate, Bicarbonate. Je nach Bedarf können diese Granulierhilfsmittel
als Einzelstoffe oder als Gemische eingesetzt werden.
[0013] Neben dem Bleichaktivator und dem Granulierhilfsmittel können die Bleichaktivatorbasisgranulate
noch weitere Zusatzstoffe enthalten, die die Eigenschaften wie zum Beispiel Lagerstabilität
und Bleichaktivierungsvermögen verbessern. Zu diesen Zusatzstoffen zählen anorganische
Säuren, organische Säuren wie etwa ein- oder mehrwertige Carbonsäuren, Hydroxycarbonsäuren
und/oder Ethercarbonsäuren sowie deren Salze, Komplexbildner, Metallkomplexe und Ketone.
[0014] Je nach Bedarf können die vorgenannten Zusatzstoffe als Einzelstoffe oder als Gemische
eingesetzt werden.
[0015] Die Herstellung dieser Basisgranulate erfolgt durch Vermischen des trockenen Bleichaktivators
mit dem trockenen Granulierhilfsmittel, Verpressen dieser Mischung zu größeren Agglomeraten
und Zerkleinern dieser Agglomerate auf die gewünschte Korngröße.
[0016] Das Verhältnis von Bleichaktivator zu Granulierhilfsmittel beträgt üblicherweise
50:50 bis 98:2, vorzugsweise 70:30 bis 96:4 Gew.-%. Die Menge des Zusatzstoffes richtet
sich insbesondere nach seiner Art. So werden acidifizierende Zusätze und organische
Katalysatoren zur Leistungssteigerung der Persäure in Mengen von 0 bis 20 Gew.-%,
insbesondere in Mengen von 1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht, zugesetzt,
Metallkomplexe hingegen in Konzentrationen im ppm Bereich.
[0017] Als Coatingsubstanzen kommen alle Verbindungen oder deren Mischungen in Frage, die
bei Raumtemperatur fest sind und im Bereich von 30 bis 100°C erweichen oder schmelzen.
Beispiele hierfür sind:
C8-C31-Fettsäuren (z.B.: Laurin-, Myristin-, Stearinsäure); C8-C31-Fettalkohole; Polyalkenylglykole (z.B. Polyethylenglykole mit einer Molmasse von
1000 bis 50000 g/mol); Nonionics (z.B. C8-C31-Fettalkoholpolyalkoxylate mit 1 bis 100 Molen EO); Anionics (z.B. Alkansulfonate,
Alkylbenzolsulfonate, α-Olefinsulfonate, Alkylsulfate, Alkylethersulfate mit C8-C31-Kohlenwasserstoffresten); Polymere (z.B. Polyvinylalkohole); Wachse (z.B.: Montanwachse,
Paraffinwachse, Esterwachse, Polyolefinwachse); Silikone.
[0018] In der im Bereich von 30 bis 100°C erweichenden oder schmelzenden Coatingsubstanz
können darüber hinaus weitere in diesem Temperaturbereich nicht erweichende oder schmelzende
Substanzen in gelöster oder suspendierter Form vorliegen, z.B.: Polymere (z.B. Homo-,
Co- oder Propfencopolymerisate ungesättigter Carbonsäuren und/oder Sulfonsäuren sowie
deren Alkalisalze, Celluloseether, Stärke, Stärkeether, Polyvinylpyrrolidon); Organische
Substanzen (z.B. ein- oder mehrwertige Carbonsäuren, Hydroxycarbonsäuren oder Ethercarbonsäuren
mit 3 bis 8 C-Atomen sowie deren Salze); Farbstoffe; Anorganische Substanzen (z.B.:
Silikate, Carbonate, Bicarbonate, Sulfate, Phosphate, Phosphonate).
[0019] Je nach den gewünschten Eigenschaften des gecoateten Aktivatorgranulates kann der
Gehalt an Hüllsubstanz 1 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 5 bis 15 Gew.-%, bezogen auf gecoatetes
Aktivatorgranulat, betragen.
[0020] Zum Aufbringen der Hüllsubstanzen mässen Mischer (mechanisch induzierte Wirbelschicht)
benutzt werden. Als Mischer sind z.B. Pflugscharmischer (kontinuierlich und chargenweise),
Ringschichtmischer oder auch Schugi-Mischer möglich. Die Temperung erfolgt im Mischer
direkt.
[0021] Zur Kühlung des gecoateten Granulates können Granulatkühler oder Fließbettkühler
eingesetzt werden. Die Coatingsubstanz kann über eine Einstoff- oder eine Zweistoffdüsvorrichtung
aufgesprüht werden.
[0022] Die Temperung besteht in einer Wärmebehandlung bei einer Temperatur von 30 bis 100°C,
jedoch gleich oder unterhalb der Schmelz- oder Erweichungstemperatur der jeweiligen
Hüllsubstanz. Bevorzugt arbeitet man bei einer Temperatur, die knapp unterhalb der
Schmelz oder Erweichungstemperatur liegt.
[0023] Die Korngröße des gecoateten Bleichaktivatorgranulats beträgt von 0.1 bis 2.0 mm,
bevorzugt von 0.2 bis 1.0 mm und besonders bevorzugt von 0.3 bis 0.8 mm.
[0024] Die genaue Temperatur bei der Temperung bzw. die Temperaturdifferenz zum Schmelzpunkt
der Coatingsubstanz ist abhängig von der Coatingmenge, der Temperzeit und den für
das gecoatete Bleichaktivatorgranulat gewünschten Eigenschaften und muß für das jeweilige
System in Vorversuchen ermittelt werden.
[0025] Die Zeitdauer für die Temperung beträgt 1 bis 180, vorzugsweise 3 bis 60, besonders
bevorzugt 5 bis 30 Minuten.
[0026] Der Vorteil des neuen Verfahrens gegenüber dem Stand der Technik liegt darin, daß
das flüssige Coatingmittel nicht zu schnell erstarrt und dadurch die Möglichkeit hat,
als dünner Film auf der Granulatoberfläche zu verlaufen. Man erreicht so ein sehr
gleichmäßiges Überziehen des Korns in dünner Schicht mit der Coatingsubstanz und einen
optimalen Coatingeffekt bei Einsatz einer minimalen Menge Coatingsubstanz. Bei üblichen
Verfahren, d.h. ohne Temperungsschritt, tritt ein zu schnelles Erstarren der Einzeltröpfchen
auf der kalten Granulatoberfläche ein. Infolgedessen wird die Oberfläche nur mit feinen
Einzeltröpfchen belegt und weist noch große Coatingfehlstellen auf. Der gewünschte
Coatingeffekt wird dadurch nur unzureichend erzielt bzw. eine deutlich höhere Menge
Coatingsubstanz ist zur Erzielung eines gewünschten Coatingeffektes erforderlich.
Letzteres reduziert aber den Gehalt an Aktivatorsubstanz, was vielfach unerwünscht
ist.
[0027] Durch das erfindungsgemäße Verfahren können die Eigenschaften der Aktivatorgranulate
durch geeignete Wahl der Coatingsubstanz, der Coatingmenge und der Temperaturführung
des Prozesses in weiten Bereichen gezielt auf die gewünschten Anforderungen hin optimiert
werden. Dabei ist vor allem die gezielte Optimierung folgender Aktivatorgranulateigenschaften
möglich.
1. Zeitlich optimierte Wirkstofffreisetzung
[0028] Zur Vermeidung der Wechselwirkung zwischen dem Bleichsystem und dem Enzymsystem ist
eine zeitlich geringfügig verzögerte Reaktion und Wirkstofffreisetzung des Bleichsystems
bei gleichzeitig schneller Enzymwirkung vorteilhaft. Auf diese Weise können die Enzyme
in den ersten Minuten des Waschprozesses ihre Waschkraft voll entfalten ohne durch
das Bleichsystem geschädigt zu werden. Erst nachdem die Enzyme ihre Arbeit verrichtet
haben wird dann durch Reaktion des Bleichaktivators mit der Wasserstoffperoxidquelle
der Bleichprozeß in Gang gesetzt. Durch geeignetes Coating des Bleichaktivators kann
die Reaktivität, d.h. die Auflösegeschwindigkeit bzw. die Geschwindigkeit der Persäurebildung
gezielt auf das Enzymsystem abgestimmt werden. Bei dem Verfahren ist eine gezielte
Einstellung der Persäurebildungsgeschwindigkeit bei gleichzeitig minimaler Menge Coatingsubstanz
und daher maximalem Aktivatorgehalt möglich.
2. Erhöhung der Abriebfestigkeit
[0029] Durch Coating eines Granulates mit erweichenden oder schmelzenden Substanzen kann
die Abriebfestigkeit eines Aktivatorgranulates erhöht werden. Dabei ist die Erhöhung
der Abriebfestigkeit umso größer, je besser die Granulatoberfläche mit der Coatingsubstanz
umhüllt ist. Durch das erfindungsgemäße Coating-Verfahren kann mit minimaler Coatingmenge
ein optimales Verlaufen der Coating-Substanz auf der Granulatoberfläche und damit
eine optimale Verbesserung der Abriebfestigkeit bewirkt werden.
3. Reduzierung des Staubanteils
[0030] Durch das erfindungsgemäße Coating-Verfahren, bei dem durch geeignete Temperierung
während und/oder nach dem Umhüllungsschritt ein zu schnelles Erstarren der erweichenden
oder schmelzenden Coatingsubstanz verhindert wird, ist auch ein optimales Entstauben
eines Granulates bei minimaler Coatingmenge möglich, da die Coatingsubstanz über einen
längeren Zeitraum fließ- und bindefähig bleibt und damit in der Lage ist, mehr Staubpartikel
zu binden. Beim Coating gemäß dem Stand der Technik muß dagegen im ungünstigen Fall
sogar mit einer Erhöhung des Staubanteils infolge teilweiser direkter Sprühtrocknung
gerechnet werden.
4. Erhöhung der Lagerstabilität
[0031] Bei Lagerung eines Wasch- und Reinigungsmittels kann es an der Grenze zwischen Aktivatorkorn
und direkt benachbartem Korn der Wasserstoffperoxidquelle zu einer Reaktion mit anschließendem
Aktivsauerstoffverlust und damit zu unkontrolliertem Abbau des Bleichsystems kommen.
Durch ein optimales Coating, wie es nur durch das erfindungsgemäße Coatingverfahren
möglich ist, wird an der Korngröße eine vollständige Schutzschicht aufgebaut, die
dann eine Reaktion des Aktivatorkorns mit dem Korn der Wasserstoffperoxidquelle während
der Lagerung unterbindet. Bei Verwendung wasserlöslicher und/oder niedrig schmelzender
Coatingsubstanzen kann trotzdem im Waschprozeß die erforderliche Bleichleistung erzielt
werden.
[0032] Die auf diese Weise erhaltenen Granulate sind direkt zum Einsatz in Wasch- und Reinigungsmitteln
geeignet. Sie sind ideal zum Einsatz in Vollwaschmitteln, Fleckensalzen, Maschinengeschirrspülmitteln,
pulverförmigen Allzweckreinigern und Gebißreinigern. In diesen Formulierungen werden
die erfindungsgemäßen Granulate meist in Kombination mit einer Wasserstoffperoxidquelle
eingesetzt. Beispiele dafür sind Perborat-Monohydrat, Perborat-Tetrahydrat, Percarbonate
sowie Wasserstoffperoxid-Addukte an Harnstoff oder Aminoxiden. Daneben kann die Formulierung
dem Stand der Technik entsprechend weitere Waschmittelbestandteile aufweisen, wie
organische oder anorganische Builder und Co-Builder, Tenside, Enzyme, Waschadditive,
optische Aufheller und Parfüm.
Beispiele
Beispiel 1: Coating im Schugi-Mischer mit nachgeschaltetem Fließbett zur Temperung
und Kühlung (nicht erfindungsgemäß)
[0033] TAED 4303 (Hoechst AG) wurde kontinuierlich mit einer Durchsatzleistung von 480 kg/h
in einen Schugi-Mischer (Flexomix 160, Fa. Hosokawa Schugi) dosiert und mit einer
75°C heißen Schmelze von Myristinsäure besprüht. Das gecoatete Material fiel direkt
in ein nachgeschaltetes Fließbett (Hosokawa Schugi) und wurde dort in einer ersten
Kammer für 5 bis 10 Minuten bei Wirbelbett-Temperaturen von ca. 54°C getempert und
dann in einer zweiten Kammer bei Wirbelbett-Temperaturen von ca. 35°C gekühlt. Zu
Vergleichszwecken (Stand der Technik) wurde TAED 4303 kontinuierlich mit einer Durchsatzleistung
von 480 kg/h in den Schugi-Mischer dosiert, mit einer 75°C heißen Schmelze von Myristinsäure
besprüht und dann direkt im nachgeschalteten Fließbett bei Wirbelbett-Temperaturen
von ca. 35°C gekühlt.
[0034] Die Coatingqualität der Produkte wurde durch Bestimmung der Geschwindigkeit der Peressigsäurebildung
bei einer Temperatur von 20°C beurteilt. Je langsamer die Peressigsäurebildung ist,
desto besser ist der erzielte Coatinggrad.
[0035] Zur Bestimmung der Geschwindigkeit der Peressigsäurebildung wurden in einem 2 l -
Becherglas 1 I destilliertes Wasser, 8.0 g Testwaschmittel WMP und 1.5 g Natriumperborat
Monohydrat bei 20°C vorgelegt und mit einem Magnetrührer mit 250 bis 280 U/min gerührt.
Nach 1 bis 2 min wurden dann 0.5 g des gecoateten TAED-Granulates zugegeben. Nach
einer Minute wurde ein Aliquot von 50 ml abpipettiert und in einen Erlenmeyerkolben
auf 150 g Eis und 5 ml 20 %ige Essigsäure gegeben. Nach Zusatz von 2 bis 3 ml 10 %iger
Kaliumiodidlösung wurde zügig mit 0.01 molarer Natriumthiosulfatlösung bis zum potentiometrischen
Äquivalenzpunkt titriert (Titroprozessor 716 DMS, Fa. Metrohm) und aus der verbrauchten
Menge Natriumthiosulfat die Menge Peressigsäure berechnet. In Abständen von 2 bis
5 min wurden dann weitere Proben entnommen und wie beschrieben titriert. Der ganze
Vorgang wurde so oft wiederholt, bis nach drei aufeinanderfolgenden Titrationen gleiche
oder sogar fallende Peressigsäuremengen gefunden wurden. Die maximal gefundene Peressigsäuremenge
wurde dann zu 100 % gesetzt und auf dieser Basis schließlich die nach 5, 10 und 20
Minuten gebildete Peressigsäuremenge in Prozent als Maß für die Geschwindigkeit der
Peressigsäurebildung bestimmt.
Tabelle 1: Peressigsäurebildungsgeschwindigkeit der im Schugi-Mischer mit nachgeschaltetem
Fließbett gecoateten TAED-Granulate (Produkte 1 und 4: Vergleichsbeispiele)
| Produkt-Nr. |
TAED-Granulat |
gebildete Peressigsäure [%] |
| 5 min |
10 min |
20 min |
| 1 |
Basisgranulat (BG, nicht gecoatet) |
75 |
95 |
100 |
| 2 |
BG+10 % Myristinsäure, getempert |
11 |
21 |
55 |
| 3 |
BG+ 15 % Myristinsäure, getempert |
9 |
18 |
54 |
| 4 |
BG+ 15 % Myristinsäure, gekühlt |
39 |
59 |
83 |
[0036] Durch die Temperung läßt sich bei gleicher Coatingmenge die Coatingqualität, ausgedrückt
durch die Verzögerung der Peressigsäurebildung, deutlich verbessern (Vergleich der
Produkte 3 und 4).
[0037] Zur Erzielung einer optimalen Coatingqualität ist bei geeigneter Temperung eine Menge
von 10 % Coatingsubstanz (Produkt 2) ausreichend.
Beispiel 2: Coating nach dem Wirbelschichtverfahren mit nachgeschalteter Temperung
(nicht erfindungsgemäß)
[0038] 500 - 600 g TAED 4303 wurden in der Wirbelschicht (Wirbelschichtapparatur Strea 1,
Fa. Aeromatic) vorgelegt und mit einer ca. 80°C heißen Schmelze von Stearinsäure besprüht.
Dabei wurde im einen Fall zu Vergleichszwecken das Wirbelbett mit niedrigen Temperaturen
betrieben und nach Beendigung des Aufsprühens nochmals für ca. 5 min nachgekühlt (Stand
der Technik). Im anderen Fall wurde nach dem erfindungsgemäßen Verfahren das gecoatete
Granulat erneut in der Wirbelschicht vorgelegt und getempert. Dazu wurde das Wirbelbett
schrittweise auf Temperaturen von etwa 65 bis 70°C erwärmt und diese Produkttemperatur
für etwa 5 bis 8 min. konstant gehalten. Anschließend wurde das getemperte Produkt
schrittweise wieder abgekühlt.
[0039] Die Coatingqualität wurde wiederum durch Bestimmung der Bildungsgeschwindigkeit der
Peressigsäure bei einer Temperatur von 20°C geprüft. Je langsamer die Peressigsäurebildung
ist, desto besser ist der erzielte Coatinggrad.
Tabelle 2: Peressigsäurebildungsgeschwindigkeit von im Wirbelschichtverfahren mit
anschließender Temperung gecoateten TAED-Granulaten (Produkte 5, 8 bis 10: Vergleichsbeispiele)
| Produkt-Nr. |
TAED-Granulat |
gebildete Peressigsäure [%] |
| 5 min |
10 min |
20 min |
| 5 |
Basisgranulat (BG) |
75 |
95 |
100 |
| 6 |
BG+ 10 % Stearinsäure, getempert |
10 |
21 |
50 |
| 7 |
BG+ 20 % Stearinsäure, getempert |
12 |
22 |
52 |
| 8 |
BG+ 10 % Stearinsäure, ungetempert |
70 |
85 |
98 |
| 9 |
BG+ 20 % Stearinsäure, ungetempert |
40 |
60 |
84 |
| 10 |
BG± 30 % Stearinsäure, ungetempert |
20 |
35 |
60 |
[0040] Durch die Temperung läßt sich bei gleicher Coatingmenge die Coatingqualität, ausgedrückt
durch die Verzögerung der Peressigsäurebildung, deutlich verbessern (Vergleich der
Produkte 6 und 8 bzw. Produkte 7 und 9).
[0041] Zur Erzielung einer optimalen Coatingqualität ist bei geeigneter Temperung eine Menge
von 10 % Coatingsubstanz ausreichend (Produkt 6).
[0042] Der Einfluß der Temperung auf die Coatingqualität zeigt sich auch in der Lagerstabilität
von TAED-Granulaten in Waschmittelformulierungen.
[0043] Die Prüfung der Lagerstabilität erfolgte in vorgefertigten Faltschachteln (Höhe:
6,5 cm; Breite 3,2 cm; Tiefe 2,2 cm) bei 38°C und 80 % relativer Luftfeuchtigkeit
(rF) über einen Zeitraum von 28 Tagen. Jede Faltschachtel wurde mit einem homogenen
Gemisch aus 8,0 g Testwaschmittel WMP, 1,5 g Natriumpercarbonat und 0,5 g des zu prüfenden
TAED-Granulates gefüllt und dann oben mit Tesafilm verschlossen. Alle Proben wurden
am gleichen Tag gemischt und abgefüllt. Die gefüllten und beschrifteten Faltschachteln
wurden dann mit genügend Abstand voneinander in den Klimaschrank gestellt und bei
38°C/80 % rF gelagert. Nach 0, 3, 6, 9, 15, 23 und 28 Tagen Lagerzeit wurden die Proben
aus dem Klimaschrank entnommen, die gesamte Probe bei 20°C in 1 I destilliertes Wasser
unter Rühren mit einem Magnetrührer (250 bis 280 U/min) eingetragen und 1 g Natriumpercarbonat
zugesetzt. Die weitere Bestimmung der gebildeten Menge an Peressigsäure erfolgte analog
den Angaben in Beispiel 1. Aus dem gefundenen Maximalwert der Peressigsäure wurde
dann der TAED-Gehalt der Probe berechnet. Der TAED-Erhaltungsgrad stellt den prozentualen
TAED-Gehalt der Probe nach Lagerung bezogen auf den TAED-Gehalt der ungelagerten Probe
dar.
Tabelle 3: Lagerstabilität in Waschmittelformulierungen von im Wirbelschichtverfahren
mit anschließender Temperung gecoateten TAED-Granulaten
| Produkt Nr. |
TAED-Granulat |
TAED-Erhaltungsgrad nach Lagerung [%] |
| 0d |
3d |
6d |
9d |
15d |
23d |
28d |
| 5 |
Basisgranulat (BG) |
100 |
24 |
14 |
12 |
10 |
9 |
8 |
| 6 |
BG+ 10 % Stearinsäure, getempert |
100 |
88 |
61 |
56 |
47 |
45 |
45 |
| 8 |
BG+ 10 % Stearinsäure, ungetempert |
100 |
52 |
24 |
20 |
18 |
16 |
15 |
[0044] Bei geringen Coatingmengen von 5 bis 10 % ist eine Verbesserung vieler Produkteigenschaften,
hier beispielsweise die Lagerstabilität in Waschmittelformulierungen, nur durch Temperung
d.h. nur durch das erfindungsgemäße Verfahren zu erzielen.
Beispiel 3: Coating nach dem Wirbelschichtverfahren mit gleichzeitger Temperung (nicht
erfindungsgemäß)
[0045] TAED 4303 wurde über eine flexible Dosierschnecke kontinuierlich mit 40 kg/h in den
Wirbelschichtapparat (Technikumswirbelschichtapparatur) eindosiert und mit 20 % Myristinsäure
gecoatet. Die Verweilzeit in der Wirbelschicht betrug ca. 30 Minuten. Das durch eine
Zellenradschleuse ausgetragene Produkt wurde mittels einer Dosierschnecke auf eine
Siebmaschine transportiert, auf der der Grobanteil von größer als 1.0 mm und der Feinanteil
von weniger als 0.2 mm abgetrennt wurden. Der Grobanteil wurde anschließend in einer
Mühle zerkleinert und dann gemeinsam mit dem Feinanteil über eine flexible Dosierschnecke
in den Wirbelschichtapparat zurückgeführt. Im Verlauf des Versuches wurde die Wirbelbettemperatur
von anfänglich 46°C auf schließlich 54°C erhöht.
[0046] Die Coatingqualität wurde durch Bestimmung der Bildungsgeschwindigkeit der Peressigsäure
bei einer Temperatur von 20°C sowie des Staubanteils von weniger als 0.2 mm des gecoateten
TAED-Granulates geprüft. Je langsamer die Peressigsäurebildung ist, desto besser ist
der erzielte Coatinggrad. Je geringer der Staubanteil, desto besser ist die durch
das Coating erzielte Entstaubung und Erhöhung der Abriebfestigkeit.
Tabelle 4: Peressigsäurebildungsgeschwindigkeit von im Wirbelschichtverfahren mit
gleichzeitiger Temperung gecoateten TAED-Granulaten .(Produkt 11: Vergleichsbeispiel)
| Produkt-Nr. |
TAED-Granulat |
TWirbelbett [°C] |
Peressigsäure [%] Staubanteil |
| 5 min |
10 min |
20 min |
[%] |
| 11 |
Basisgranulat (BG) |
- |
75 |
95 |
100 |
- |
| 12 |
BG+ 20 % Myristinsäure |
46 |
66 |
81 |
94 |
30 |
| 13 |
BG+ 20 % Myristinsäure |
49 |
48 |
68 |
87 |
15 |
| 14 |
BG+ 20 % Myristinsäure |
52 |
38 |
60 |
86 |
10 |
| 15 |
BG+ 20 % Myristinsäure |
54 |
20 |
36 |
62 |
5 |
[0047] Mit steigender, sich an den Schmelzpunkt der Myristinsäure (55°C) annähernder Wirbelbettemperatur
nimmt die Coatingqualität ausgedrückt durch die Verzögerung der Persäurebildung, deutlich
zu und man erzielt eine bessere Entstaubung und höhere Abriebfestigkeit, ausgedrückt
durch den abnehmenden Staubanteil < 0.2 mm des gecoateten Granulates.
Beispiel 4: Coating im Pflugscharmischer mit gleichzeitiger Temperung
[0048] 1,2 kg TAED-Granulat gemäß EP-A-0 037 026 wurden in einem Batch-Pflugscharmischer
(M5R, Fa. Lödige) vorgelegt und unter Durchmischung mit einer Drehzahl der Mischwerkzeuge
von ca. 150 U/min mit 210 g einer 80°C heißen Stearinsäureschmelze besprüht. Dabei
wurde der Mischerinhalt während des Coatingschrittes über einen Heizmantel auf eine
Temperatur von 50°C temperiert. Die Coating- und Temperzeit betrug ca. 10 Minuten.
Zu Vergleichszwecken wurden gemäß WO-94/26826 1,2 kg TAED-Granulat gemäß EP-A-0 037
026 in einem Batch-Pflugscharmischer vorgelegt und bei Raumtemperatur unter Durchmischung
mit einer Drehzahl der Mischwerkzeuge von ca. 150 U/min mit 210 g einer 80°C heißen
Stearinsäureschmelze besprüht.
[0049] Die Coatingqualität wurde durch Bestimmung der Bildungsgeschwindigkeit der Peressigsäure
bei einer Temperatur von 20°C geprüft.
Tabelle 5: Peressigsäurebildungsgeschwindigkeit von im Pflugscharmischer mit Temperung
während des Coatingschrittes gecoateten TAED-Granulaten (Produkte 16 und 18; Vergleichsbeispiele)
| Produkt-Nr. |
TAED-Granulat |
Peressigsäure [%] |
| 5 min |
10 min |
20 min |
| 16 |
Basisgranulat |
81 |
96 |
100 |
| 17 |
BG+ 15 % Stearinsäure, getempert (50°C) |
44 |
61 |
79 |
| 18 |
BG+ 15 % Stearinsäure, ungetempert |
75 |
90 |
98 |
[0050] Ohne Temperung läßt sich zwar ein positiver Effekt durch das Coating auf das Entmischungsverhalten
im Pulver erzielen (Produkt 18), aber die Verbesserung vieler anderer Eigenschaften,
hier beispielsweise die Verzögerung der Peressigsäurebildung, ist nur durch Temperung,
d.h. durch das erfindungsgemäße Verfahren möglich (Produkt 17).
[0051] Der positive Effekt auf das Entmischungsverhalten, der durch das Coating ohne Temperung
erzielt wird, ist vermutlich auf das tröpfchenförmige Erstarren der Coatingsubstanz
auf der Granulatoberfläche zurückzuführen, wodurch ein Verhaken des Granulatkorns
im Schüttgut bewirkt wird. Damit ist aber kein positiver Effekt auf viele andere Eigenschaften
verbunden.
Beispiel 5: Coating im Pflugscharmischer mit gleichzeitiger Temperung
[0052] TAED 4303 wurde kontinuierlich mit Durchsatzleistungen von 100 bis 300 kg/h in den
Pflugscharmischer (KT-160, Fa. Drais) eindosiert. Dabei wurde der Mischerinhalt über
einen Heizmantel auf Temperaturen im Bereich von 44 bis 52°C temperiert. Die Verweilzeit
im Mischer betrug 8 bis 12 Minuten. Gleichzeitig wurde eine Schmelze von Stearinsäure
mit einer Temperatur von 80°C in den vorderen Teil des Mischers (näher zum Produkteintrag)
eingedüst. Die Coatingmenge betrug 7 %. Der Mischer wurde mit einer Drehzahl der Mischwerkzeuge
von 90 U/min und ohne Einsatz der Zerhackermesser betrieben. Der Füllgrad im Mischer
war so eingestellt, daß das Produkt gerade die Mischwelle überdeckte. Das gecoatete
Material wurde kontinuierlich aus dem Mischer abgezogen und direkt über ein Sieb (0.2
bis 1.0 mm) geleitet, um Fein- und Grobanteile abzutrennen.
[0053] Die Coatingquaiität wurde durch Bestimmung der Bildungsgeschwindigkeit der Peressigsäure
bei einer Temperatur von 20°C geprüft.
Tabelle 6: Peressigsäurebildungsgeschwindigkeit von im Pflugscharmischer mit gleichzeitiger
Temperung gecoateten TAED-Granulaten (Produkt 19: Vergleichsbeispiel)
| Prod.-Nr. |
TAED-Granulat |
TMischgut [°C] |
Peressigsäure [%] |
| 5 min |
10 min |
20 min |
| 19 |
Basisgranulat |
- |
75 |
95 |
100 |
| 20 |
BG+ 7 % Stearinsäure |
44 |
72 |
95 |
99 |
| 21 |
BG+ 7 % Stearinsäure |
48 |
70 |
90 |
98 |
| 22 |
BG+ 7 % Stearinsäure |
52 |
60 |
80 |
94 |
[0054] Mit steigender, sich an den Schmelzpunkt der Stearinsäure annähernder Temperatur
des Mischgutes nimmt die Coatingqualität, ausgedrückt durch die Verzögerung der Persäurebildung,
zu.
1. Verfahren zur Herstellung eines gecoateten Bleichaktivatorgranulats, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Bleichaktivatorgranulat in einer mechanisch induzierten Wirbelschicht mit
einer Coatingsubstanz umhüllt und gleichzeitig bei 30 bis 100°C, jedoch gleich oder
unterhalb der Schmelz- oder Erweichungstemperatur der Coatingsubstanz, während einer
Dauer von 1 bis 180 Minuten, tempert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aktivatorbasisgranulat einen Schmelzpunkt von über 100°C aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Coatingsubstanz einen Erweichungs- oder Schmelzpunkt im Bereich von 30 bis 100°C
hat.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Bleichaktivatoren N-acylierte Amine, Amide, Lactame, Acyloxybenzolsulfonate,
acylierte Zucker, aktivierte Carbonsäureester, Carbonsäureanhydride, Lactone, Acylale,
Oxamide und/oder Nitrile, die eine quaternäre Ammoniumgruppe enthalten können, verwendet
werden.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Coatingsubstanzen Fettsäuren, Fettalkohole, Polyalkylenglykole, nichtionische
Tenside, anionische Tenside, Polymere, Wachse und/oder Silikone verwendet werden.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Coatingsubstanz Polymere, organische Substanzen und/oder anorganische Substanzen
in gelöster oder suspendierter Form enthält.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Coatingsubstanz 1 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 5 bis 15 Gew.-% beträgt,
bezogen auf das gecoatete Aktivatorgranulat.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Korngröße des gecoateten Bleichaktivatorgranulats 0.1 bis 2.0 mm, bevorzugt von
0.2 bis 1.0 mm und besonders bevorzugt von 0.3 bis 0.8 mm beträgt.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Aktivatorbasisgranulat bis zu 20 Gew.-% bezogen auf das Gewicht des Aktivatorbasisgranulats
eines oder mehrerer Zusätze ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus anorganischen
Säuren, organischen Säuren, Komplexbildnern, Ketonen und Metallkomplexen enthält.
1. A process for producing coated bleach activator granules, which comprises coating
bleach activator granules in a mechanically induced fluidized bed with a coating substance
and simultaneously, at from 30 to 100°C but no higher than the melting or softening
temperature of the coating substance, thermally conditioning them for a period of
from 1 to 180 minutes.
2. The process as claimed in claim 1, wherein the activator base granules have a melting
point of above 100°C.
3. The process as claimed in claim 1 or 2, wherein the coating substance has a softening
or melting point in the range from 30 to 100°C.
4. The process as claimed in one or more of claims 1 to 3, wherein bleach activators
used are N-acylated amines, amides, lactams, acyloxybenzenesulfonates, acylated sugars,
activated carboxylic esters, carboxylic anhydrides, lactones, acylals, oxamides and/or
nitriles which may contain a quaternary ammonium group.
5. The process as claimed in one or more of claims 1 to 4, wherein coating substances
used are fatty acids, fatty alcohols, polyalkylene glycols, nonionic surfactants,
anionic surfactants, polymers, waxes and/or silicones.
6. The process as claimed in one or more of claims 1 to 5, wherein the coating substance
comprises polymers, organic substances and/or inorganic substances in dissolved or
suspended form.
7. The process as claimed in one or more of claims 1 to 6, wherein the content of coating
substance is from 1 to 30% by weight, preferably from 5 to 15% by weight, based on
the coated activator granules.
8. The process as claimed in one or more of claims 1 to 7, wherein the grain size of
the coated bleach activator granules is from 0.1 to 2.0 mm, preferably from 0.2 to
1.0 mm and, with particular preference, from 0.3 to 0.8 mm.
9. The process as claimed in one or more of claims 1 to 8, wherein the activator base
granules contain up to 20% by weight, based on the weight of the activator base granules,
of one or more additives selected from the group consisting of inorganic acids, organic
acids, complexing agents, ketones and metal complexes.
1. Procédé de production d'un activateur de blanchiment sous forme de granulés enrobés,
caractérisé en ce que l'on enrobe un granulé d'activateur de blanchiment avec une substance de revêtement
dans un lit fluidisé mécaniquement induit et en ce qu'on étuve en même temps de 30 à 100 °C, cependant à une température égale ou inférieure
à la température de fusion ou de ramollissement de la substance de revêtement, pendant
une durée de 1 à 180 minutes.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le granulé de base de l'activateur présente un point de fusion de plus de.100 °C.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la substance de revêtement a un point de ramollissement ou de fusion dans la plage
de 30 à 100 °C.
4. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'on utilise comme activateurs de blanchiment des amines N-acylées, des amides, des
lactames, des acyloxybenzène-sulfonates, des sucres acylés, des carboxylates activés,
des anhydrides d'acide carboxylique, des lactones, des acylals, des oxamides et/ou
des nitriles, qui peuvent contenir un groupe ammonium quaternaire.
5. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on utilise comme substances de revêtement des acides gras, des alcools gras, des polyalkylèneglycols,
des agents tensio-actifs non ioniques, des agents tensio-actifs anioniques, des polymères,
des cires et/ou des silicones.
6. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la substance de revêtement contient des polymères, des substances organiques et/ou
des substances inorganiques sous forme dissoute ou en suspension.
7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la teneur en substance de revêtement est de 1 à 30 % en poids, de préférence de 5
à 15 % en poids, par rapport au granulé d'activateur revêtu.
8. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la taille de grains du granulé d'activateur de blanchiment revêtu est de 0,1 à 2,0
mm, de préférence de 0,2 à 1,0 mm et de manière particulièrement préférée de 0,3 à
0,8 mm.
9. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le granulé d'activateur contient jusqu'à 20 % en poids, par rapport au poids du granulé
de base de l'activateur, d'un ou de plusieurs additifs choisis dans le groupe constitué
des acides inorganiques, des acides organiques, des agents complexants, des cétones
et des complexes des métaux.