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EP 0 836 045 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.05.2002 Patentblatt 2002/19 |
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Anmeldetag: 04.09.1997 |
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Stehleuchte
Free standing lamp
Lampadaire
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU NL PT SE |
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Priorität: |
12.10.1996 DE 29617755 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.04.1998 Patentblatt 1998/16 |
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Patentinhaber: Ansorg Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
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D-45481 Mülheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Mitschke, Wolfgang
D-40883 Ratingen (DE)
- Knauff, Volker
D-46045 Oberhausen (DE)
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Vertreter: Schippan, Ralph, Dr.-Ing. et al |
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Cohausz & Florack
Patentanwälte
Postfach 33 02 29 40435 Düsseldorf 40435 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 222 003 US-A- 2 555 000 US-A- 4 388 676
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DE-U- 8 634 413 US-A- 4 300 185 US-A- 5 440 467
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Stehleuchte, insbesondere zur Ausleuchtung von Bildschirmarbeitsplätzen.
[0002] Bei Bildschirmarbeitsplätzen trifft man vielfach Arbeitstische an, die in Zweiergruppen
angeordnet sind. Verbreitet ist eine L-förmige Anordnung von Schreibtisch oder Ablageplatte
einerseits und Arbeitstisch mit Monitor und Tastatur andererseits. Daneben sind in
Längsrichtung nebeneinander angeordnete Arbeitstische sowie Kopf-an-Kopf Anordnungen
gebräuchlich. Gefordert wird eine blendfreie Ausleuchtung der Arbeitsplätze. Ferner
sollte eine in modernen Büros eingesetzte Leuchte zur Raumausleuchtung beitragen und
sich durch eine dekorative Lichtwirkung auszeichnen.
[0003] Aus der US 2,555,000 ist eine Stehleuchte bekannt, welche einen Ständer aufweist,
der aus einem Fuß und zwei parallelen vertikalen Rohren besteht. Die beiden Rohre
sind an ihrem dem Fußende gegenüberliegenden Ende durch ein auf sie aufgeschobenes
Verbindungsteil fest zueinander positioniert. Die Stehleuchte umfaßt weiterhin zwei
Leuchtenköpfe, die jeweils auf einem der vertikalen Rohre drehbar gelagert sind. Die
Leuchtenköpfe liegen jeweils auf dem Verbindungsteil auf, welches ein Abrutschen der
Leuchtenköpfe auf den Rohren in Richtung des Fußendes verhindert und dadurch gewährleistet,
daß die beiden Leuchtenköpfe in gleicher Höhe gegenüber dem Fußende drehbar gelagert
sind. Auf den in die Leuchtenköpfe jeweils hineinragenden Enden der Rohre ist jeweils
ein Kragen angebracht, welcher die Leuchtenköpfe in einem Winkel von 90° gegenüber
den Rohren stabilisiert und verhindert, daß die Leuchtenköpfe in vertikaler Richtung
von oben von den Rohren abgezogen werden können. Das Verbindungsteil weist einen Anschlag
auf, welcher im Zusammenwirken mit einer ebenen Begrenzungsfläche des Gehäuses der
Leuchtenköpfe bewirkt, daß der Schwenkwinkel für jeden der Leuchtenköpfe in der Horizontalen
auf ca. 90° begrenzt ist.
[0004] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Stehleuchte mit zwei
Leuchtenköpfen dahingehend weiterzubilden, daß ihr Ständeraufbau konstruktiv vereinfacht
wird.
[0005] Gegenstand der Erfindung und Lösung dieser Aufgabe ist eine Stehleuchte mit einem
Ständer und zwei Leuchtenköpfen, welche jeweils mindestens eine längliche Lichtquelle
und einen lichtdurchlässigen Boden aufweisen und welche jeweils an einem ihrer längsseitigen
Enden um eine vertikale Drehachse in der Horizontalen schwenkbar sind, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß ein auf dem Ständer aufgesetzter Querholm vorgesehen ist,
an dem die jeweils Seitenreflektoren und eine oberseitige Prismenglasabdeckung aufweisenden
Leuchtenköpfe jeweils in der Horizontalen schwenkbar angeschlossen sind.
[0006] Die Leuchtenköpfe sind um zumindest 180° in der Horizontalen schwenkbar. Dadurch
sind sie in jedem beliebigen Winkel zueinander ausrichtbar. Als Lichtquellen sind
Kompakt-Leuchtstofflampen bevorzugt. Der lichtdurchlässige Boden ist beispielsweise
als Lochboden oder Lamellenboden ausführbar. Das Licht tritt teils direkt und teils
an den Seitenreflektoren gebündelt blendfrei nach unten aus. Ferner wird durch die
Prismenglasabdeckung Streulicht nach oben abgegeben, welches zur Raumausleuchtung
beiträgt.
[0007] In weiterer Ausgestaltung lehrt die Erfindung, daß die Leuchtenköpfe einen abnehmbaren,
transluzenten Kunststoffkörper aufweisen, der als Schubteil ausgebildet ist und die
Prismenglasabdeckung sowie den lichtdurchlässigen Boden an den Längsseiten sowie der
zur Drehachse abgewandten Stirnseite randseitig umfaßt. Vorzugsweise besteht der Kunststoffkörper
aus einem satinierten Polymethacrylat, auch Acrylglas genannt (Ullmann's Enzyklopädie
der technischen Chemie, 4. Auflage 1980, Band 19, Seiten 22-26). An der Prismenglasabdeckung
gestreutes Licht tritt durch die auf der Prismenglasabdeckung aufliegenden Ränder
des Kunststoffkörpers in den Kunststoffkörper ein. Dort wird das Licht geleitet und
tritt an den wandseitigen Flächen leicht diffus mit von oben nach unten abnehmender
Beleuchtungsstärke aus. Nach bevorzugter Ausführung der Erfindung enthält der transluzente
Kunststoffkörper eine austauschbare Einlage aus einem farbigen Materialstreifen. Durch
Austausch des hinterlegten Materialstreifens sind unterschiedliche Farbgebungen möglich
und die optische Wirkung der Stehleuchte an die Raumgestaltung anpaßbar.
[0008] Eine ästhetisch besonders ansprechende Gestaltung ergibt sich ferner, wenn das der
Drehachse zugeordnete Ende des Leuchtenkopfes als lichtundurchlässiges Gehäuse gestaltet
ist, dessen Außenkontur an die Form des transluzenten Kunststoffkörpers angepaßt ist.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung ausführlich erläutert. Es zeigen schematisch
- Fig. 1
- den oberen Teil einer Stehleuchte für einen Bildschirmarbeitsplatz mit zwei Arbeitstischen,
in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- den Schnitt A-A in Fig. 1
- Fig. 3 bis 5
- die Stehleuchte in Fig. 1 mit verschiedenen Stellungen der Leuchtenköpfe.
[0010] Zum grundsätzlichen Aufbau der in den Figuren dargestellten Stehleuchte gehören ein
Ständer 1, ein auf dem Ständer 1 aufgesetzter Querholm 2 und zwei an dem Querholm
2 befestigte Leuchtenköpfe 3. Die Leuchtenköpfe 3 weisen zwei Kompakt-Leuchtstofflampen
4 als längliche Lichtquelle, Seitenreflektoren 5, einen lichtdurchlässigen Boden 6
und eine oberseitige Prismenglasabdeckung 7 auf. Die Leuchtenköpfe 3 sind an ihrem
einen längsseitigen Ende um eine vertikale Drehachse 8 schwenkbar an dem Querholm
2 angeschlossen. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Leuchtenköpfe 3 um 180° in
der Horizontalen schwenkbar sind. Dadurch ergeben sich die in den Figuren 3 bis 5
beispielhaft dargestellten Möglichkeiten zur Ausrichtung der Leuchtenköpfe 3.
[0011] Einer vergleichenden Betrachtung der Figuren 1 und 2 entnimmt man, daß die Leuchtenköpfe
3 einen abnehmbaren transluzenten Kunststoffkörper 9 aufweisen, der als Schubteil
ausgebildet ist und die Prismenglasabdeckung 7 sowie den lichtdurchlässigen Boden
6 an den Längsseiten sowie der zur Drehachse 8 abgewandten Stirnseite randseitig umfaßt.
Vorzugsweise besteht der Kunststoffkörper 9 aus einem satinierten Polymethacrylat.
An der Prismenglasabdeckung 7 gestreutes Licht tritt durch die randseitige Auflageflächen
10 in den Kunststoffkörper 9 ein. Das Licht wird in dem transluzenten Kunststoffkörper
9 geleitet und tritt an den wandseitigen Flächen leicht diffus mit von oben nach unten
abnehmender Beleuchtungsstärke aus. Der Kunststoffkörper 9 enthält eine austauschbare
Einlage 11 aus einem farbigen Materialstreifen. Den Figuren entnimmt man ferner, daß
das der Drehachse 8 zugeordnete Ende des Leuchtenkopfes als lichtundurchlässige Gehäuse
12 gestaltet ist, dessen Außenkontur an die Form des transluzenten Kunststoffkörpers
9 angepaßt ist.
1. Stehleuchte, insbesondere zur Ausleuchtung von Bildschirmarbeitsplätzen, mit:
einem Ständer (1) und
zwei Leuchtenköpfen (3), welche jeweils mindestens eine längliche Lichtquelle (4)
und einen lichtdurchlässigen Boden (6) aufweisen und welche jeweils an einem ihrer
längsseitigen Enden um eine vertikale Drehachse in der Horizontalen schwenkbar sind;
dadurch gekennzeichnet, daß ein auf dem Ständer (1) aufgesetzter Querholm (2) vorgesehen ist, an dem die jeweils
Seitenreflektoren (5) und eine oberseitige Prismenglasabdeckung (7) aufweisenden Leuchtenköpfe
(3) jeweils in der Horizontalen schwenkbar angeschlossen sind.
2. Stehleuchte nach Anspruch 1, wobei die Leuchtenköpfe (3) einen abnehmbaren transluzenten
Kunststoffkörper (9) aufweisen, der als Schubteil ausgebildet ist und die Prismenglasabdeckung
(7) sowie den lichtdurchlässigen Boden (6) an den Längsseiten sowie der zur Drehachse
(8) abgewandten Stirnseite randseitig umfaßt.
3. Stehleuchte nach Anspruch 2, wobei der Kunststoffkörper (9) aus einem satinierten
Polymethacrylat besteht.
4. Stehleuchte nach Anspruch 2 oder 3, wobei der transluzente Kunststoffkörper (9) eine
austauschbare Einlage (11) aus einem farbigen Materialstreifen enthält.
5. Stehleuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4, wobei das der Drehachse
(8) zugeordnete Ende des Leuchtenkopfes (3) als lichtundurchlässiges Gehäuse (12)
gestaltet ist, dessen Außenkontur an die Form des transluzenten Kunststoffkörpers
(9) angepaßt ist.
6. Stehleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtenköpfe (3) jeweils um zumindest 180° in der Horizontalen schwenkbar sind.
1. A standing lamp, particularly for illuminating display workstations, having:
a stand (1), and
two lamp heads (3), which each have at least one oblong light source (4) and a light-transmitting
floor (6) and which are each pivotable at one of their lengthwise-side ends around
a vertical rotational axis in the horizontal; characterized in that a transverse spar (2) placed on the stand (1) is provided, on which the lamp heads
(3), each having side reflectors (5) and an upper prism glass cover (7), are each
attached so they are pivotable in the horizontal.
2. The standing lamp according to Claim 1, wherein the lamp heads (3) have a removable
translucent plastic body (9), which is implemented as a sliding part and encloses,
on the edges, the prism glass cover (7) as well as light-transmitting floor (6) on
the lengthwise sides and the front side facing away from rotational axis (8).
3. The standing lamp according to Claim 2, wherein the plastic body (9) is made of a
satinized polymethacrylate.
4. The standing lamp according to Claim 2 or 3, wherein the translucent plastic body
(9) contains a replaceable insert (11) made of a colored material strip.
5. The standing lamp according to one of the preceding Claims 2 to 4, wherein the end
of the lamp head (3) assigned to the rotational axis (8) is designed as an opaque
housing (12), whose outer contour is tailored to the shape of the translucent plastic
body (9).
6. The standing lamp according to Claim 1, characterized in that the lamp heads (3) are each pivotable around at least 180° in the horizontal.
1. Lampadaire, en particulier pour l'éclairage de postes de travail informatisés, avec
:
un support (1) et
deux parties supérieures (3) de luminaire, lesquelles présentent chacune au moins
une source de lumière (4) allongée et un fond (6) perméable à la lumière et qui peuvent
basculer à l'horizontale respectivement sur une de leurs extrémités côté longitudinal
autour d'un axe de rotation vertical, caractérisé en ce qu'il est prévu un montant transversal (2) posé sur le support (1) sur lequel les parties
supérieures du luminaire (3) présentant chacune des réflecteurs latéraux (5) et un
revêtement en verre à prisme (7) côté supérieur sont raccordées respectivement à l'horizontale
de façon basculante.
2. Lampadaire selon la revendication 1, les parties supérieures du luminaire (3) présentant
un corps plastique (9) translucide et amovible, qui est conçu comme une partie coulissante
et comprend côté bordure le revêtement en verre à prisme (7) et le fond (6) perméable
à la lumière sur les côtés longitudinaux et le côté avant opposé à l'axe de rotation
(8).
3. Lampadaire selon la revendication 2, le corps plastique (9) étant à base d'un polyméthacrylate
satiné.
4. Lampadaire selon la revendication 2 ou 3, le corps plastique (9) translucide contenant
une pièce intercalaire (11) amovible à base d'une bande de matériau en couleur.
5. Lampadaire selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, l'extrémité, opposée à
l'axe de rotation (8) de la partie supérieure de luminaire (3) étant conçue comme
un boîtier (12) imperméable à la lumière, dont le contour extérieur est adapté à la
forme du corps plastique (9) translucide.
6. Lampadaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que les parties supérieures de luminaire (3) peuvent basculer chacune d'au moins 180°
à l'horizontale.