[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherungselement für die elektronische Artikelsicherung
in einem elektromagnetischen Überwachungssystem, bestehend aus einem weichmagnetischen,
magnetostriktiven Streifen und einem dem Streifen zugeordneten Vormagnetisierungselement
aus einem halbhart- oder hartmagnetischen Material (z.B. SEMIVAC der Firma Vacuumschmelze),
sowie ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Sicherungselementes.
[0002] Aus der EP 0 093 281 B1 sind bereits ein Sicherungselement und eine Überwachungsvorrichtung
für ein entsprechendes Sicherungselement, das an der überwachenden Ware vorgesehen
ist, bekannt geworden. Das Sicherungselement besteht aus einem länglichen Streifen
eines vorzugsweise amorphen, magnetischen Materials mit hoher Permeabilität und Magnetostriktion.
Der Streifen ist so ausgelegt, daß er bei der Frequenz des einfallenden magnetischen
Wechselfelds der Überwachungsvorrichtung zu mechanischen Schwingungen angeregt wird.
Das elastisches Nachschwingverhalten und die damit über den magnetostriktiven Effekt
gekoppelte Änderung der Magnetisierung in dem Streifen induzieren eine Spannungsänderung
in der Empfangsvorrichtung.
[0003] Durch geeignete Legierungszusammensetzungen lassen sich die magnetostriktiven Eigenschaften
des Streifens in weiten Bereichen variieren. All diesen Legierungen ist gemeinsam,
daß ihnen durch eine entsprechende Wärmebehandlung eine mehr oder weniger ausgeprägte
Vorzugsrichtung quer zur Längsachse des Streifens aufgeprägt werden kann.
[0004] Diese transversale Anisotropie ist notwendig, um das Material mit Feldern entlang
der Längsachse des Streifens zu mechanischen Schwingungen anzuregen. Da die Längenänderung
quadratisch vom Kosinus der Magnetisierungsänderung abhängt, wird die größte Längenänderung
und damit der größte magneto-elastische Effekt dann erreicht, wenn die Magnetisierung
näherungsweise in 45°-Richtung zur Längsachse des Streifens eingestellt ist. Erreichen
läßt sich dies durch geeignetes Vormagnetisieren des Streifens in einem äußeren Feld
genügend großer Stärke. Ohne entmagnetisierende Effekte wären dazu das 0.7-fache der
Anisotropiefeldstärke der induzierten Anisotropie notwendig. Im allgemeinen genügen
jedoch schon geringere Feldstärken.
[0005] Die Stärke der Vormagnetisierung bestimmt also sowohl die Amplitude der Schwingung
als auch die natürliche Resonanzfrequenz des Streifens. Die korrekte Einstellung der
Vormagnetisierung ist unbedingte Voraussetzung dafür, daß bei der ausgestrahlten Abfragefrequenz
der Sendevorrichtung ein optimales Resonanzverhalten des Streifens erreicht wird.
Optimal bedeutet hierbei: das charakteristische Signal hat eine ausreichend hohe Schwingungsamplitude
und zeigt darüber hinaus ein optimales Abklingverhalten.
[0006] In der EP 0 093 281 B1 wird zur technischen Realisierung der Vormagnetisierung vorgeschlagen,
mit Hilfe eines oder mehrere magnetischer Elemente, die aufmagnetisiert und in der
Nähe des Streifens angebracht sind, ein genügend hohes Streufeld entlang des Streifens
zu erzielen. Das Sicherungselement läßt sich nunmehr einfach dadurch deaktivieren,
daß durch Entmagnetisieren des Sicherungselementes oder durch Magnetisieren des Vormagnetisierungselementes
in antiparallelen Bereichen das Streufeld verschwindet. Diese Methode arbeitet jedoch
nicht absolut zuverlässig. Infolge der immer noch relativ hohen Permeabilität des
nicht vormagnetisierten Streifens kann in Überwachungsvorrichtungen, die auf einem
harmonischen Prinzip (= Detektion von Oberwellen) beruhen, insbesondere bei nicht
linearem Verlauf der Hysteresekurve des Streifens, trotz erfolgter 'Deaktivierung'
ein Alarm ausgelöst werden.
[0007] Außerdem können durch die Inhomogenitäten sowohl im Streifen als auch in den Vormagnetisierungselementen
relativ starke Schwankungen der magneto-elastischen Eigenschaften, insbesondere der
Resonanzfrequenz, auftreten. Infolge der dadurch erzeugten Streuung der magnetischen
Parameter (Resonanzfrequenz, Abklingverhalten) besteht dann die Gefahr, daß das Sicherungselement
von der Überwachungsvorrichtung nicht zuverlässig erkannt wird.
[0008] Zur Verkleinerung der materialbedingten Streuung der Resonanzeigenschaften wird in
der EP 0 690 425 A1 vorgeschlagen, den Streifen während der Fertigung auf die geeignete
Länge zuzuschneiden. Dies ist ein relativ umständliches Verfahren, daß mit hohen Fertigungskosten
verbunden ist.
[0009] Eine Umgehung dieses Problems wird in der EP 0 696 784 A1 vorgeschlagen. Wie in der
EP 0 093 281 B1 wird auch hier ein Vormagnetisierungselement benutzt, dessen Streufeld
so bemessen ist, daß der magneto-elastische Streifen zu einem höheren Grad aufmagnetisiert
werden kann. Hierdurch ist es einerseits möglich, das Sicherungselement derart zu
deaktivieren, daß es auch in anderen Überwachungssystemen nicht mehr detektiert werden
kann; andererseits kann die Resonanzfrequenz durch gezieltes Aufmagnetisieren des
Vormagnetisierungselements innerhalb gewisser Grenzen auf die jeweilige Frequenz des
Abfragefeldes abgestimmt werden, wodurch sich Inhomogenitäten in den verwendeten Materialien
kompensieren lassen.
Der Nachteil dieser Methode ist darin zu sehen, daß zwecks Optimierung des magneto-elastischen
Verhaltens des Streifens die Magnetisierung des Vormagnetisierungselements durch geeignete
Wahl eines externen Feldes individuell eingestellt werden muß.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Sicherungselement und ein Verfahren
zur Herstellung eines derartigen Sicherungselementes vorzuschlagen, die kostengünstig
herstellbar sind bzw. das eine kostengünstige Herstellung der Sicherungselemente erlaubt.
[0011] Die Aufgabe wird bezüglich des erfindungsgemäßen Sicherungselementes dadurch gelöst,
daß das Vormagnetisierungselement derart ausgebildet ist, daß es durch Anlegen eines
im wesentlichen konstanten externen Feldes ein Streufeld erzeugt, das die magneto-elastischen
Eigenschaften des Streifens optimiert.
Das erfindungsgemäße Sicherungselement ist äußerst vorteilhaft. So läßt es sich nach
einer erfolgten Deaktivierung (= kein charakteristisches Resonanzverhalten im Abfragefeld)
wesentlich einfacher reaktivieren, da das notwendige externe Feld für alle erfindungsgemäßen
Sicherungselemente näherungsweise identisch ist. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn
mehrere Sicherungselemente gleichzeitig reaktiviert werden sollen, wie dies z.B. bei
der Quellensicherung häufig der Fall ist. Quellensicherung bedeutet, daß die Sicherungselemente
bereits bei der Fertigung in die Waren oder ihre Verpackungen integriert werden. In
der Regel werden bei der Quellensicherung deaktivierte Sicherungselemente verwendet,
da eine unnötige Verbreitung von aktiven Sicherungselementen nicht erwünscht ist.
Die Aktivierung erfolgt erst vor Ort innerhalb des zu sichernden Bereiches. Hier ist
es natürlich äußerst wünschenswert, wenn alle Sicherungselemente mittels desselben
Magnetfeldes aktivierbar sind.
[0012] Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Sicherungselementes sieht vor,
daß der Streifen und das Vormagnetisierungselement einen Abstand d voneinander haben.
[0013] Als günstig hat es sich darüber hinaus herausgestellt, wenn der Streifen eine im
wesentlichen lineare Magnetisierungskurve aufweist. Dann ist die Möglichkeit gegeben,
das Sicherungselement durch Entmagnetisieren des Vormagnetisierungselementes zu deaktivieren,
ohne daß es zu Fehlalarmen in Überwachungssystemen kommt, die auf dem harmonischen
Prinzip beruhen. Insbesondere ist in diesem Falle vorgesehen, daß das Vormagnetisierungselement
derart ausgebildet ist, daß es durch das externe Feld in die Sättigung getrieben wird,
wobei seine remanente Magnetisierung nach der Sättigung in einem externen Feld das
gewünschte Streufeld erzeugt.
[0014] Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Sicherungselementes sieht vor,
daß das Vormagnetisierungselement derart ausgebildet ist, daß das von dem Vormagnetisierungselement
erzeugte Streufeld kleiner ist als das zum Erreichen der Sättigung des Streifens erforderliche
Feld. Diese Ausgestaltung bringt den Vorteil, daß eine spätere Deaktivierung dann
einfach und zuverlässig für alle Sicherungssysteme durch vollständige Aufmagnetisierung
erfolgen kann.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das Vormagnetisierungselement in
Bereiche entgegengesetzter Magnetisierung unterteilt, die den Streifen derart vormagnetisieren,
daß er deaktiviert ist.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sicherungselementes
wird vorgeschlagen, daß das Vormagnetisierungselement materialfreie Bereiche aufweist.
So ist in einer ersten Ausgestaltung vorgesehen, daß das Vormagnetisierungselement
Luftspalte der Breite a im Abstand b hat oder daß Löcher mit einem Radius r in dem
Vormagnetisierungselement vorgesehen sind, die im Abstand s voneinander angeordnet
sind.
[0017] Eine alternative Ausführungsform schlägt eine Wärmebehandlung des Vormagnetisierungselementes
in ausgewählten Bereichen der Breite a vor, wobei die Bereiche einen Abstand b voneinander
haben. Der Effekt ist vergleichbar dem durch die Materialreduktion erzielten: die
Komponente der Magnetisierung ist in den ausgewählten Bereichen viel kleiner als in
den umgebenden Bereichen des Vormagnetisierungselementes. Die Wärmebehandlung kann
mit gängigen Methoden, wie Stromzufuhr oder Energiezufuhr mittels eines Lasers oder
auf induktivem Wege erfolgen.
[0018] Der Vorteil der Wärmebehandlung gegenüber der Materialreduktion ist klar in der einfacheren
Fertigung der Sicherungselemente zu sehen. Nach wie vor handelt es sich um ein zusammenhängendes
Teil, das in gängige Herstellungsverfahren leicht integriert werden kann. Außerdem
kann sowohl die Breite der ausgewählten Bereiche als auch deren Abstand gezielt verändert
werden, so daß das erzeugte Streufeld und damit verbunden das Schwingungsverhalten
des Streifens in weiten Bereichen kontinuierlich beeinflußt werden kann.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Sicherungselementes
wird vorgeschlagen, daß in den ausgewählten Bereichen durch Anlegen einer mechanischen
Spannung oder eines Magnetfeldes eine magnetische Vorzugsrichtung quer zur Längsrichtung
des Vormagnetisierungselementes eingestellt wird.
[0020] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Wärmebehandlung des Vormagnetisierungselementes
in einer oxidierenden Atmosphäre erfolgt.
[0021] Gemäß einer letzten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Sicherungselementes ist die
Breite a der ausgewählten Bereiche klein bezüglich des Abstandes d zwischen dem Streifen
und dem Vormagnetisierungselement.
[0022] Die Aufgabe wird hinsichtlich des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung des
Sicherungselementes dadurch gelöst, daß das Vormagnetisierungselement durch ein im
wesentlichen konstantes externes Feld bis in die Sättigung aufmagnetisiert wird; nach
Abschalten des externen Feldes wird das Schwingungsverhalten des Streifens überprüft;
die physikalischen Eigenschaften des Vormagnetisierungselementes werden geändert,
wenn das Schwingungsverhalten des Sicherungselementes nicht mit einem vorgegebenen
Wert übereinstimmt.
[0023] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
daß die physikalischen Eigenschaften des Vormagnetisierungselementes derart geändert
werden, daß das Sicherungselement nach Abschalten des externen Feldes eine höhere
oder eine niedrigere remanente Magnetisierung aufweist als vor der Änderung.
[0024] Besonders günstig ist es, wenn das Verfahren in ein lernendes System eingebunden
wird. Hierbei werden die einzelnen Verfahrensschritte kontinuierlich an aufeinanderfolgenden
Sicherungselementen solange durchgeführt, bis das gewünschte Schwingungsverhalten
erreicht ist. Dieses 'lernende System' ermöglicht es, selbst geringfügige Änderungen
in den vorgegebenen Werten sofort zu kompensieren, so daß alle Sicherungselemente
dasselbe Schwingverhalten zeigen.
[0025] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1a: eine perspektivische Ansicht eines Sicherungselementes des Standes der Technik,
Fig. 1b: eine Darstellung des Streufeldes des in Fig. 1a gezeigten Vormagnetisierungselementes,
Fig. 2a: eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Sicherungselementes,
Fig. 2b: eine Darstellung des Streufeldes des in Fig. 2a gezeigten Vormagnetisierungselementes,
Fig. 2c: eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Sicherungselementes,
Fig. 3a: die Hysteresekurve eines erfindungsgemäßen Sicherungselementes,
Fig. 3b: die Hysteresekurve eines erfindungsgemäßen Sicherungselementes,
Fig. 4a: ein Flußdiagramm zur Ansteuerung einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens und
Fig. 4b: eine schematische Darstellung der einzelnen Verfahrensschritte.
[0026] Fig. 1a zeigt eine perspektivische Ansicht eines Sicherungselementes 1, das aus dem
Stand der Technik bekannt geworden ist. Das Sicherungselement 1 besteht aus einem
weichmagnetischen, magnetostriktiven Streifen 2 der Länge 1 und einem im Abstand d
von dem Streifen 2 angeordneten Vormagnetisierungselement 3 aus halbhart- oder hartmagnetischem
Material.
[0027] In Fig. 1b ist das von der Magnetisierung M abhängige Streufeld des Vormagnetisierungselements
3 dargestellt. Die Stärke des Streufeldes 6 beeinflußt das Schwingungsverhalten des
Streifens 2.
[0028] Fig. 2a zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Sicherungselementes 1. Das Vormagnetisierungselement 3 weist im Abstand b Bereiche
4 der Breite a auf. Bei diesen ausgewählten Bereichen 4 handelt es sich entweder um
materialfreie Bereiche 4 - eine entsprechende Darstellung des Streufeldes 6 des in
Fig. 2b gezeigten Vormagnetisierungselementes 3 ist in der Fig. 2b skizziert - oder
um wärmebehandelte Bereiche 4. Die Wärmebehandlung kann mit allen gängigen Methoden
erfolgen: Lasereinstrahlung, Stromzufuhr, usw.
[0029] Wie anhand von Fig. 2b zu sehen ist, beeinflussen die ausgewählten Bereiche 4 die
Magnetisierung M des Vormagnetisierungselementes 3 und damit die Kopplung zwischen
dem Vormagnetisierungselement 3 und dem magneto-elastischen Streifen 2. Änderungen
der Magnetisierung M durch Variationen der Breite oder des Abstandes der ausgewählten
Bereiche 4 des Vormagnetisierungselementes 3 wirken sich damit direkt auf das Schwingverhalten
des Streifens 2 aus.
In Fig. 2c ist eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Sicherungselementes 1 zu sehen. Hier wird die Magnetisierung M des Vormagnetisierungselementes
3 durch kreisförmig ausgebildete Bereiche 5 geändert.
[0030] Die Figuren Fig. 3a und Fig. 3b zeigen Hysteresekurven (M-H-Diagramme) von erfindungsgemäß
ausgebildeten Vormagnetisierungselementen 3 (gestrichelte Linien) und gebräuchlichen,
nicht erfindungsgemäß behandelten Vormagnetisierungselementen 3. Die remanente Magnetisierung
wird durch die Behandlung der Vormagnetisierungselemente 3 in den ausgewählten Bereichen
4 erheblich geändert.
[0031] Fig. 4a zeigt ein Steuerprogramm zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 4b skizziert die einzelnen Stationen, die von dem Steuerprogramm bedient werden.
Bei Programmpunkt 10 werden der Rechen-/Steuereinheit 9 die Startwerte für die Breite
a der ausgewählten Bereiche 4 und der Abstand b der ausgewählten Bereiche 4 voneinander
vorgegeben. Unter Programmpunkt 11 wird das Vormagnetisierungselement 3 entsprechend
den vorgegebenen Werte a, b für die ausgewählten Bereiche 4 behandelt Siehe hierzu
auch Darstellung 18 in Fig. 4b. Unter Programmpunkt 12 wird der Zusammenbau des Sicherungselementes
1, bestehend aus Vormagnetisierungselement 3 und weichmagnetischem, magnetostriktivem
Streifen 2, in die Wege geleitet. Dieser Verfahrensschritt ist in Fig. 4b zeichnerisch
unter Punkt 19 dargestellt. Nachfolgend wird das Sicherungselement 1 entsprechend
Programmpunkt 13 in einem externen H-Feld in die Sättigung getrieben. Hierzu ist -
wie in Fig. 4b, Punkt 19, zu sehen ist - eine Sendevorrichtung 7 installiert. Bei
dieser Sendevorrichtung 7 kann es sich um Elektromagneten oder um Permanentmagneten
handeln.
Unter Programmpunkt 14 erfolgt dann die Bestimmung der Resonanzfrequenz des Sicherungselementes
1. Die Resonanzfrequenz wird - wie in Fig. 4b unter 20 dargestellt - mittels einer
Empfangsvorrichtung 8 gemessen. Die Meßdaten werden der Rechen-/Steuereinheit 9 zwecks
Auswertung zugeleitet.
Bei Punkt 15 des Steuerprogramms ermittelt die Rechen-/Steuereinheit nunmehr, ob die
gemessene Resonanzfrequenz mit dem optimalen Wert übereinstimmt. Wird diese Abfrage
bejaht, wird das Verfahren mit den vorgegebenen Werten für a und b fortgeführt. Stimmt
die Resonanzfrequenz nicht mit dem vorgegebenen Wert überein, werden a und b oder
a oder b bei Punkt 16 variiert. Danach wird das Herstellungsverfahren für die Sicherungselemente
1 auf der Basis der neuen Anfangswerte durchgeführt.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Sicherungselement
- 2
- weichmagnetischer Streifen
- 3
- Vormagnetisierungselement
- 4
- ausgewählter Bereich
- 5
- Loch
- 6
- Streufeld
- 7
- Sendevorrichtung
- 8
- Empfangsvorrichtung
- 9
- Rechen-/Steuereinheit
- M
- Magnetisierung
- H
- externes Magnetfeld
- a
- Breite eines ausgewählten Bereichs
- b
- Abstand der ausgewählten Bereiche
- r
- Radius eines ausgewählten Bereichs
- s
- Abstand der ausgewählten Bereiche (materialfreie oder wärmebehandelte Stellen mit
Radius r oder beliebiger Form)
- l
- Länge des Streifens
- d
- Abstand zwischen Streifen und Vormagnetisierungselement
1. Sicherungselement für die elektronische Artikelsicherung in einem elektromagnetischen
Überwachungssystem, bestehend aus einem weichmagnetischen, magnetostriktiven Streifen
und einem dem Streifen zugeordneten Vormagnetisierungselement aus einem halbhart-
oder hartmagnetischen Material,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Vormagnetisierungselement (3) derart ausgebildet ist, daß es durch Anlegen
eines im wesentlichen konstanten externen Feldes (H) ein Streufeld (6) erzeugt, das
die magneto-elastischen Eigenschaften des Streifens (2) optimiert.
2. Sicherungselement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Streifen (2) und das Vormagnetisierungselement (3) einen Abstand (d) voneinander
haben.
3. Sicherungselement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Streifen (2) eine im wesentlichen lineare Magnetisierungskurve (M-H-Kurve)
aufweist.
4. Sicherungselement nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Vormagnetisierungselement (3) derart ausgebildet ist, daß es durch das externe
Feld (H) in die Sättigung getrieben wird, wobei seine remanente Magnetisierung nach
der Sättigung in einem externen Feld (H) das gewünschte Streufeld (6) erzeugt.
5. Sicherungselement nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Vormagnetisierungselement (3) derart dimensioniert ist, daß das von dem Vormagnetisierungselement
(3) erzeugte Streufeld (6) kleiner ist als das zum Erreichen der Sättigung des Streifens
(2) erforderliche Feld.
6. Sicherungselement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Vormagnetisierungselement (3) materialfreie Bereiche (4) aufweist.
7. Sicherungselement nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Vormagnetisierungselement (3) Luftspalte (4) der Breite (a) im Abstand
(b) oder Löcher (5) mit einem Radius (r) vorgesehen sind, die im Abstand (s) voneinander
angeordnet sind.
8. Sicherungselement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Vormagnetisierungselement (3) Bereiche (4) entgegengesetzter Magnetisierung
(M) aufweist, die den Streifen (2) derart vormagnetisieren, daß er deaktiviert ist.
9. Sicherungselement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ausgewählte Bereiche (4) des Vormagnetisierungselementes (3) vorgesehen sind,
die wärmebehandelt sind.
10. Sicherungselement nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den ausgewählten Bereichen (4) durch Anlegen einer mechanischen Spannung oder
eines Magnetfeldes (H) eine Vorzugsrichtung quer zur Längsrichtung des Vormagnetisierungselementes
(3) eingestellt ist.
11. Sicherungselement nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmebehandlung des Vormagnetisierungselementes (3) in einer oxidierenden
Atmosphäre erfolgt.
12. Sicherungselement nach Anspruch 6, 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite (a) der ausgewählten Bereiche (4) klein bezüglich des Abstandes (d)
zwischen dem Streifen (2) und dem Vormagnetisierungselement (3) ist.
13. Verfahren zur Herstellung eines Sicherungselementes für die elektronische Artikelsicherung
in einem elektro-magnetischen Überwachungssystem, wobei das Sicherungselement aus
einem weichmagnetischen, magnetostriktiven Streifen und einem dem Streifen zugeordneten
Vormagnetisierungselement aus einem halbhart- oder hartmagnetischen Material besteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Vormagnetisierungselement (3) durch ein im wesentliches konstantes externes
Feld (H) bis in die Sättigung aufmagnetisiert wird,
daß nach Abschalten des externen Feldes (H) das Schwingungsverhalten des Streifens
(2) überprüft wird, und
daß die physikalischen Eigenschaften des Vormagnetisierungselementes geändert werden,
wenn das Schwingungsverhalten des Sicherungselementes (1) nicht mit einem vorgegebenen
Wert übereinstimmt.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die physikalischen Eigenschaften des Vormagnetisierungselementes (3) derart geändert
werden, daß das Sicherungselement (1) nach Abschalten des externen Feldes (H) eine
höhere oder eine niedrigere remanente Magnetisierung aufweist als vor der Änderung.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Verfahrensschritte kontinuierlich an aufeinanderfolgenden Sicherungselementen
(1) solange durchgeführt werden, bis das gewünschte Schwingungsverhalten erreicht
ist.