[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Klemmen eines elektrischen
Leiters gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Eine derartige Einrichtung ist beispielsweise aus der EP 0 271 594 bekannt.
[0003] Dabei weist das Druckstück zur Lagerung an dem Klemmkäfig zwei Lagerzapfen auf, die
beispielsweise durch Schmieden in einem Gesenk angeformt sind.
[0004] Diese Herstellungsart ist naturgemäß sehr aufwendig und von daher entsprechend teuer.
Dies ist vor allem deshalb als sehr nachteilig anzusehen, als die gattungsgemäßen
Einrichtungen in großen Stückzahlen hergestellt werden.
[0005] Besonders aufwendig und daher kostenintensiv ist auch die bislang bekannte Fertigung
des Klemmkäfigs, bei der innenseitig Lageraugen für die Aufnahme der Lagerzapfen des
Druckstückes eingebracht werden.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der
gattungsgemäßen Art so zu gestalten, daß sie einfacher und kostengünstiger herstellbar
ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Einrichtung gelöst, die die Merkmale des Anspruches
1 oder des Anspruches 2 aufweist.
[0008] Bei der Einrichtung nach dem Anspruch 1 werden durch das äußerst einfache und kostengünstige
Hohlprägen praktisch in einem Arbeitsgang Lagermittel in Form eines Lagerzapfens und
eines Lagerauges hergestellt.
[0009] Die damit in Wirkverbindung zu bringenden Lagermittel des Klemmkäfigs sind entsprechend
anzupassen, d.h. der Lagerzapfen liegt in einem Lagerauge einer Seitenwand des Lagerkäfigs,
während in das Lagerauge des Druckstücks ein an der anderen Seitenwand des Lagerkäfigs
angeformter Lagerzapfen eingesteckt ist.
[0010] Als besonders einfach und damit kostengünstig herstellbar ist die Einrichtung auch
dann, wenn sie im Sinne des Anspruches 2 ausgebildet ist.
[0011] In an sich bekannter Weise wird der Klemmkäfig aus einem Blechstreifen gefertigt,
wobei die Zunge zunächst eingeschnitten und anschließend in die Seitenwandebene zurückgedrückt
wird.
[0012] Nach einem Umformen des Blechstreifens zum Klemmkäfig und einem sich daran anschließenden
Einsetzen des Druckstücks wird die Zunge in das zugeordnete Lagerauge des Druckstücks
gedrückt.
[0013] Als besonders vorteilhaft ist eine Einrichtung anzusehen, die sowohl die Merkmale
des Anspruches 1 als auch die des Anspruches 2 aufweist.
[0014] In diesem Fall ist die der Zunge gegenüberliegende Seitenwand des Klemmkäfigs mit
einer Ausnehmung, vorzugsweise einem Durchgangsloch versehen, in dem der durch das
Hohlprägen gebildete Lagerzapfen des Druckstücks drehbar einliegt.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindungen sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0016] Ausführungsbeispiele der Erfindungen werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen
beschrieben.
[0017] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Einrichtung zum Klemmen eines elektrischen Leiters gemäß den Ansprüchen 1 und
2 in einer Seitenansicht,
- Figur 2
- einen Teilquerschnitt durch die Einrichtung nach der Fig. 1,
- Figur 3
- eine Einzelheit der Einrichtung in einer teilweise geschnittenen Vorderansicht.
[0018] In den Fig. 1 und 2 ist eine Einrichtung eines einzuführenden elektrischen Leiters
11 gezeigt.
[0019] Diese Klemmeinrichtung weist einen Klemmkäfig 1 auf, der zwei parallel und mit Abstand
zueinander verlaufende Seitenwände besitzt, in denen ein Druckstück 3 schwenkbar gelagert
ist, über das der elektrische Leiter 11 festklemmbar ist.
[0020] Der Klemmkäfig 1 ist in bekannter Weise als Stanzbiegeteil aus Blech geformt, wobei
in den oberen Bereich ein Schraubkanal 4 eingebracht ist, in den eine Klemmschraube
17 eingeschraubt ist. In dem Klemmkäfig 1 ist eine Einsteckaufnahme 10 für einen hier
einzusteckenden, anzuschließenden elektrischen Leiter 11 gebildet. Zur Festsetzung
des eingesteckten elektrischen Leiters 11 ist an dem Klemmkäfig 1 ein Druckstück 3
drehbar gelagert, das im dargestellten Ausführungsbeispiel als länglicher Hebel ausgebildet
ist, dessen Drehachse im unteren, dem Eintritt der Klemmschraube 17 abgewandten Endbereich
des Klemmkäfigs 1 liegt. Das Druckstück 3 wird durch Schrauben der Klemmschraube 17
von deren unteren Wirkende längs einer Beaufschlagungszone 12 beaufschlagt. Da das
Druckstück 3 länglich und im wesentlichen parallel zur Einsteckaufnahme 10 des Klemmkäfigs
1 orientiert ist, drückt das Druckstück 3 dann umgehend und unmittelbar den eingesteckten
Leiter 11 mit einer entsprechenden Klemmzone 14 beispielsweise gegen einen im Klemmkäfig
vorgesehenen Stromschienenabschnitt 13.
[0021] Zur von der Stellung der Klemmschraube 17 abhängigen Zwangsführung des Druckstückes
3 und insbesondere für seine die Leitereinsteckung erleichternde automatische Rückführung
in die Offenstellung ist eine Feder 5 vorgesehen, die in baulich einfacher Weise unmittelbar
an den Klemmkäfig 1 angeformt ist, und zwar wie im dargestellten Ausführungsbeispiel,
zweckmäßig an den oberen, den Schraubkanal 4 für die Klemmschraube 17 aufweisenden
Bereich des Klemmkäfigs 1.
[0022] Die Feder 5 ist dabei von der Außenkontur des Klemmkäfigs 1 an das Druckstück 3 herangeführt.
Besonders zweckmäßig verläuft dabei die Feder 5 von ihrem oberen Anformungsbereich
zunächst im wesentlichen parallel zu dem länglichen Druckstück 3 und sie untergreift
dieses dann mit einem abgewinkelten Ende 15. Auf diese Weise liegt die Beaufschlagungszone
16 des Druckstückes 3 für die Feder 5 auf der, bezogen auf die Beaufschlagungsfläche
12 für die Klemmschraube 17 gegenüberliegenden Seite.
[0023] Die Feder 5 wird beim Verschwenken des Druckstücks 3 im Sinne der Leiteranklemmung
von dem der Klemmzone 14 gegenüberliegenden Endbereich des Druckstücks 3 unter entsprechender
Anspannung ein wenig nach außen gespreizt, wobei diese kleine Abspreizung völlig ausreicht,
das Druckstück 3 beim Zurückschrauben der Klemmschraube 17 unter Freigabe des elektrischen
Leiters 11 in seine Offenstellung folgen zu lassen.
[0024] Wie insbesondere die Fig. 2 und 3 sehr deutlich zeigen, weist das Druckstück 3 auf
einer Seitenflanke einen Lagerzapfen 8 und auf der anderen Seitenflanke ein Lagerauge
7 auf, die beide durch Hohlprägen, praktisch in einem Arbeitsschritt, hergestellt
sind.
[0025] Eine Seitenwand 2 des Klemmkäfigs 1 ist mit einem Durchgangsloch 9 versehen, in dem
der Lagerzapfen 8 schwenkbar einliegt, während das andere Seitenteil 2 eine in Richtung
des Druckstücks 3 gekröpfte Zunge 6 aufweist.
[0026] Diese ist in ihrer überwiegenden Außenkontur kreisbogenförmig gestaltet und greift
in ihrem gekröpften Bereich im Sinne eines Lagerzapfens in das Lageraug 7 des Druckstücks
3.
[0027] Um eine möglichst spielfreie Schwenkbewegung des Druckstückes 2 zu ermöglichen, entsprechen
die lichten Durchmesser des Durchgangsloches 9 und des Lagerauges 7 etwa den Durchmessern
des zugeordneten Lagerzapfens 8 bzw. der Zunge 6.
[0028] Durch deren kreisbogenförmige Ausgestaltung ist eine ungehinderte Verschwenkung des
Druckstückes 3 möglich, zumal die Verschwenkung sich lediglich über einen relativ
geringen Winkelbereich erstreckt.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Klemmkäfig
- 2
- Seitenwand
- 3
- Druckstück
- 4
- Schraubkanal
- 5
- Feder
- 6
- Zunge
- 7
- Lagerauge
- 8
- Lagerzapfen
- 9
- Durchgangsloch
- 10
- Einsteckaufnahme
- 11
- elektrischer Leiter
- 12
- Beaufschlagungszone
- 13
- Stromschiene
- 14
- Klemmzone
- 15
- abgewinkeltes Ende
- 16
- Beaufschlagungszone
- 17
- Klemmschraube
1. Einrichtung zum Klemmen eines einzuführenden elektrischen Leiters, mit einem über
eine Klemmschraube an den Leiter anpreßbaren Druckstück (3), das verschwenkbar in
den Seitenwänden eines Klemmkäfigs (1) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lagerauge (7) sowie ein Lagerzapfen (8) des Druckstücks (3) durch Hohlprägen
gebildet sind, die mit im Klemmkäfig (1) vorgesehenen, entsprechend angepaßten Lagermitteln
korrespondieren.
2. Einrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
eine Seitenwand (2) des Klemmkäfigs (1) eine in ihrer überwiegenden Außenkontur kreisbogenförmig
gestaltete, in Richtung des Druckstücks (3) gekröpfte Zunge (6) aufweist, die im Sinne
eines Lagerzapfens in ein Lagerauge (7) des Druckstücks (3) eingreift.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (6) in das
Lagerauge (7) und der Lagerzapfen (8) in ein Durchgangsloch (9), die in der der Zunge
(6) gegenüberliegenden Seitenwand (2) vorgesehen ist, eingreift.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der lichte Durchmesser des
Lagerauges (7) und des Durchgangsloches (9) dem Durchmesser der zugeordneten Zunge
(6) bzw. des Lagerzapfens (8) entspricht.
5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (6) nach Einführen
des Druckstücks (3) in den Klemmkäfig (1) in das Lagerauge (7) eingedrückt ist.