[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Tragebehältnis wie Koffer, Tasche od. dgl. entsprechend
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus DE 504 184 ist ein Koffer aus leichtem Baustoff wie Vulkanfiber oder Pappe bekannt.
Vulkanfiber besteht im wesentlichen aus Hydratzellulose, z.B. in Form von Platten.
Zur Herstellung wird Cellulose mit Zinkchlorid hydratisiert, die gequollene Cellulosevliese
verpreßt und das Zinkchlorid durch Wässern restlos entfernt. Das so erzeugte verdichtete
Plattenmaterial ist von geringem Gewicht, sehr stabil und zur Herstellung von Koffern
gut geeignet. Entsprechend der DE 504 184 werden die durch Pressen hergestellten Kofferteile
an den zusammenstoßenden Rändern mit Verstärkungsstreifen versehen und durch Diagonalstiche
miteinander vernäht.
[0003] Die Umständlichkeit des erforderlichen Vernähens von Kofferteilen hat z.B. die DE
871 055 erkannt, von der die vorliegende Erfindung ausgeht. Dieses Dokument beschreibt
einen Koffer und ein Verfahren zu seiner Herstellung, bei der einzelne Kofferteile
ebenfalls durch Pressen insbesondere aus Vulkanfiber erzeugt, die einzelnen Formteile
jedoch nicht mehr miteinander vernäht, sondern mittels verpreßbarer Metallschienen
zusammengefügt werden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein kofferartiges Tragehältnis zu schaffen,
welches bei hoher Eigenstabilität noch einfacher zusammenbaubar ist. Ein weiterer
Aspekt ist die Bereitstellung umweltfreundlicher bzw. leicht recycelbarer Materialien.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1 und ist dementsprechend
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente von Fügeleisten ausgebildet sind,
die randnah der Wandteile an deren Innenflächen befestigt sind und Ausnehmungen und/oder
Vorsprünge zum Eingriff von Steckrastorganen aufweisen, welche an den Seitenteilen
befindlich sind, die von Kunststoff-Formteilen ausgebildet sind.
[0006] Damit ist ein kofferartiges Tragebehältnis geschaffen, bei dem die Seitenteile Kofferwandteile
formbestimmend zusammenhalten. Dabei sind die Seitenteile mittels einfacher Steckrastorgane
an die Fügeleisten anklipsbar. Da diese randnah der Wandteile an deren Innenfläche
befestigt sind, können die Verbindungszonen der Steckrastorgane der Seitenteile mit
den entsprechenden Ausnehmungen und/oder Vorsprüngen der Fügeleisten von den Seitenteilen
selbst der Sicht entzogen abgedeckt werden.
[0007] Bevorzugt bestehen die Seitenteile aus im wesentlichen plattenartigen Spritzgießbauteilen,
stellen also selbst sehr stabile Körper dar, die zur Gesamtstabilität des Tragebehältnis
in vorteilhafter Weise beitragen.
[0008] Vorzugsweise sind alle Wandteile des Tragebehältnisses insgesamt oder alle Wandteile
eines Funktionsteils wie Boden oder Deckel des Tragebehältnisses aus einer einstückigen
Leichtbauplatte ausgebildet, bei der die einzelnen Wandabschnitte mittels besonders
geprägter, werkstoffschwächender Rilllinien bzw. scharnierartig wirkender Falzlinien
voneinander abgegrenzt sind.
[0009] Die Besonderheit dieser Ausgestaltung besteht im wesentlichen darin, daß zum Aufbau
des Koffers bzw. kofferartigen Tragebehältnisses nur wenige, auf einfache Art zusammenfügbare
Einzelelemente erforderlich sind. Bei geschickter Konstruktion des Koffers ist eine
besonders günstige Ausgestaltung des Zuschnitts der Leichtbauplatte möglich. Die werkstoffschwächenden
Rilllinien können zur Kantenbildung des Koffers im Übergangsbereich von zwei Wandabschnitten
herangezogen werden, und scharnierartig eingeprägte Falzlinien Gelenke, z.B. für einen
klappbaren Kofferdeckel ausbilden.
[0010] Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung enthält der Werkstoff für das Plattenmaterial
einen Anteil hitzeschmelzbaren Kunststoffes, der die Formstabilisierung der unter
Hitzeeinfluß gepreßten Platten gewährleistet, an die die Fügeleisten ebenfalls unter
Druck und Einwirkung von Hitze anschweißbar sind. Für den Zusammenbau des Koffers
sind daher weder Nähte noch Klammern und erst recht kein möglicherweise gesundheitsschädlicher
Klebstoff erforderlich.
[0011] Das unter Druck verfestigte Plattenmaterial kann z.B. aus Polyesterfaservlies oder
einem geschäumten Material wie expandierendem Polypropylen (EPP), expandierendem Polycarbonat
(EPC) od. dgl. formstabilem Hartschaumstoff bestehen. Diese Materialien eignen sich
nach den Erkenntnissen der vorliegenden Erfindung deshalb ganz besonders, weil sie
hohe Eigenstabilität mit geringem spezifischem Gewicht in sich vereinen.
[0012] Im Hinblick auf den Aspekt der Umweltverträglichkeit ist alternativ vorgesehen, für
das Plattenmaterial nachwachsende Rohstoffe zu verwenden, die mit Kunststofffasern
versetzt sind. Hier empfiehlt sich in erster Linie Flachs-PP (Flachs-Polypropylen),
Holzfaser-PP (Holzfaser-Polypropylen) od. dgl., wobei das Rohmaterial in Form von
Faserwerkstoff vorliegt und das Verhältnis der natürlichen Faseranteile zu den Kunststofffaseranteilen
vorzugsweise etwa 80/20 betragen kann.
[0013] Das Plattenmaterial kann sowohl auf der Innenseite als auch auf der Außenseite mit
für die Innenauskleidung des Koffers oder den Bezug des Tragebehältnisses geeigneten
Materialien, wie textilen Stoffen, Kunstleder, Leder od. dgl. kaschiert sein. Es empfiehlt
sich zur Bildung eines Überzugs bzw. einer Innenverkleidung, die sich auf oder über
die Seitenwände erstreckt oder zumindest deren Ränder überdeckt, die Innenauskleidung
bzw. den Überzug über die Randkanten des Plattenzuschnitts überstehen zu lassen, um
diese Überstände zur Verkleidung der entsprechenden Partien innen im Koffer oder außen
am Koffer zu verwenden.
[0014] In besonders vorteilhafter Weise kann entsprechend der Lehre der Erfindung ein Tragebehältnis
nach Art eines Pilotenkoffers gestaltet sein, der in Anlehnung an eine verbreite Grundbauform
nunmehr dadurch gekennzeichnet ist, daß Boden, Rückwand, Frontwand, innenliegende
Deckelklappe und überfangender Deckelteil mittels Rill- und/oder Falzlinien voneinander
abgegrenzte Abschnitte eines einstückigen Plattenzuschnitts bilden und die beiden
einander gegenüberliegenden Seitenwände jeweils einstückige Kunststoffspritzgießbauteile
sind, an denen die Steckrastorgane werkstoffeinheitlichstoffschlüssig angeformt sind.
[0015] Im übrigen versteht sich die Erfindung am besten aus ihrer nachfolgenden Beschreibung
anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht eines geschlossenen Tragebehältnisses nach Art eines Pilotenkoffers,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch das Tragebehältnis entsprechend der Schnittangabe II-II in
Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Darstellung zur Erläuterung der Verbindungsanordnung zwischen einer Seitenwand
und einem Wandteil des Koffers mittels Fügeleisten, und
- Fig. 4
- eine Detaildarstellung einer an einer Fügeleiste verrasteten Seitenwand.
[0016] Das in Fig. 1 beispielhaft dargestellte und in seiner Gesamtheit mit 10 bezeichnete
Tragebehältnis ist nach Art eines Pilotenkoffers gestaltet. Es umfaßt einen, ggf.
auch als Rahmenkörper ausgestalteten, Boden 11, eine Rückwand 12, ferner zwei einander
gegenüberliegende Seitenwände 13 (bei Koffern der dargestellten Art auch 'Keile' genannt),
sowie eine Frontwand 14 und eine zweiteilige, aus einer innenliegenden Deckelklappe
15 und einem diese teilweise überfangenden außenliegenden Deckelteil 16 bestehende
Verschlußanordnung.
[0017] Die innenliegende Deckelklappe 15 weist zwei Schlösser 17 sowie einen schwenkbaren
Griff 18 auf, und die außenliegende Überfall-Deckelklappe 16' zwei Schließriegel 19
und einen Durchbruch 20 für den Durchgriff des Griffes 18. Mit 21 schließlich sind
an den Seitenwänden 13 angebrachte Halterungen zum ggf. wiederentfernbaren Anschließen
eines nicht weiter dargestellten Tragegurtes bezeichnet.
[0018] Zur Erleichterung des Zugriffs in den Innenraum des Tragebehältnisses 10 ist dessen
Frontwand 14 unterteilt in einen unteren, feststehenden Frontwandteil 22 und einen
oberen, um eine horizontale Biegelinie 23 schwenkbaren Frontwandteil 24. Im übrigen
stellt der obere bewegliche Frontwandteil 24 die Verbindung zwischen dem feststehenden
Frontwandteil 22 und der innen liegenden Deckelklappe 15 her, wobei die Deckelklappe
15 und der Frontwandteil 24 (im rechten Winkel zueinander) starr oder aber - und zwar
bevorzugt wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel - über eine im geschlossenen
Zustand des Behältnisses kofferkantenbildende Biegelinie 26 beweglich miteinander
verbunden sein können.
[0019] Eine erste Besonderheit des in Fig. 1 dargestellten Koffers besteht darin, daß sämtliche
Wandteile, nämlich - in der Reihenfolge aufeinanderfolgenden Wandabschnitte - die
Überfall-Deckelklappe 17, die Rückwand 12, der Boden 11, die Seitenwand 14 mit den
Seitenwandteilen 22 und 24 sowie die innenliegende Deckelklappe aus einem einstückigen
Zuschnitt aus Plattenmaterial erzeugt sind. Dieses Plattenmaterial besteht beim Ausführungsbeispiel
vorzugsweise aus unter Druck verfestigtem Polyesterfaservlies, kann aber auch expandierender,
geschäumter Kunststoff sein wie z.B. EPP oder EPC, oder es können gepreßte Platten
unter Verwendung nachwachsender Rohstoffe aus Flachs-PP, Holzfaser-PP od. dgl. sein.
[0020] Bei den zuletzt genannten Materialien handelt es sich um Fasermaterial mit einem
Anteil von z.B. 80% an Naturfasern und 20% an Kunststofffasern, z.B. aus Polypropylen,
die miteinander vermischt sind und als Ausgangsprodukt eine relativ dicke, lockere
und vor allem sehr leichte Platte ausbilden. Unter Einwirkung von Hitze und Druck
wird dieses Ausgangsmaterial zu einer sehr steifen und stabilen dünnen Platte zusammengepreßt.
[0021] Bei diesem Zusammenpressen oder auch im Wege nachfolgender Arbeitsschritte können
die Kofferkanten bildenden Unterteilungslinien zwischen Wandabschnitten durch erhöhten
Druck noch dünner ausgebildet werden als die Plattenabschnitte selbst bis hin zur
Ausgestaltung als Filmscharnier. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel wird man die Kofferkanten
27 und 28, die bei der Benutzung des fertigen Koffers keine Biegelinien mehr sind,
so prägen, daß die beiden einander gegenüberliegenden Wände, die Rückwand 12 und die
Frontwand 14, zusammen mit dem Boden 11 in der Ansicht ein U ausbilden können. Hingegen
wird man die Kofferkanten 29 und 30 ebenso wie die Biegelinie zwischen dem unteren
festen Frontwandteil 22 und dem abklappbaren oberen Frontwandteil 24 im wesentlichen
nach Art von Filmscharnieren prägen, die auch beim fertigen Erzeugnis häufiges Verschwenken
der beiden an diese Linie angrenzenden Wandteile relativ zueinander gestatten.
[0022] Um aus diesem durch Präge- oder Rilllinien in einzelne Wandabschnitte zergliederten
einstückigen Zuschnitt einen funktionsfähigen Koffer zu formen, sind noch die beiden
Seitenwände 13 erforderlich. Diese bestehen jeweils aus identischen oder spiegelbildlich
symmetrischen Kunststoff-Spritzgießteilen, etwa in Form von Platten 32, deren Besonderheit
noch darin besteht, daß von ihrer Ansichtsseite 32a nach rückwärts abstehende, hakenartige
Steckrastorgane 33, vorzugsweise werkstoffeinheitlich-stoffschlüssig mit angeformt
sind.
[0023] Die Steckrastorgane 33 dienen zur - ggf. wiederlösbaren - Verankerung einer jeden
Seitenwand 13 an den an sie angrenzenden Partien von Wandabschnitten unter Verwendung
von Fügeleisten 34. Dies sind z.B. extrudierte oder spritzgegossene Leisten aus Kunststoff,
deren Material auf das Kunststoffmaterial des Plattenzuschnitts für die Koffer-Wandteile
derart abgestimmt ist, daß sich die Fügeleisten 34 lediglich durch Einwirkung von
Druck und vor allem Hitze mit dem Material der Platten, aus denen die Wandteile ausgebildet
sind, verschweißen lassen.
[0024] Entsprechend der Anordnung der Seitenwände 13 sind die Fügeleisten 34 an den Innenflächen
der Rückwand 12, des Bodens 11 und des vorderen feststehenden Seitenwandteils 22,
und zwar an jeder der beiden Schmalseite des Koffers, angebracht.
[0025] Ist der weiter oben beschriebene, sämtliche Wandabschnitte des Pilotenkoffers 10
umfassende Plattenzuschnitt zumindest hinsichtlich der Wandteile 22 und 12 sowie des
Bodens 11 zur U-Form aufgerichtet, brauchen dann lediglich die beiden Seitenwände
13 mit ihren Steckrastorganen 33 in die entsprechenden durchbrochenen Aufnahmen 35
der Fügeleisten 34 verrastend eingesteckt zu werden, um den Koffer 10 insgesamt zu
stabilisieren. Wie Fig. 4 veranschaulicht, bestehen die Steckrastorgane 33 aus zwei
hakenförmigen Zungen 33a und 33b, die die Ränder der Aufnahmen 35 hintergreifen. Durch
Zusammendrücken der Zungen 33a und 33b aufeinander zu kann die Verbindung daher auch
bei Bedarf wieder gelöst werden.
[0026] Zur Optimierung des Aussehens eines dergestalt zusammengesetzten Koffers 10 kann
die Außenfläche des Plattenzuschnitts mit einem geeigneten Material, z.B. textilem
Material, Leder oder Kunstleder kaschiert werden, das an den Seiten des Zuschnitts
derart übersteht, daß sich diese überstehenden Abschnitte in die Spalte zwischen der
Platte 32 der Seitenwand 13 in ansprechender Weise einstecken lassen. Ebenso kann
die Innenfläche des Plattenzuschnitts mit einem Innenauskleidungsmaterial versehen
sein.
1. Tragebehältnis wie Koffer, Tasche od. dgl., umfassend aus leichtem, durch Pressen
erzeugtem, plattenartigem Material bestehende Wandteile, mit den Wandteilen verbundene
Seitenteile und Verbindungselemente zum Verbinden der Wandteile mit den Seitenteilen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente von Fügeleisten (34) ausgebildet sind, die randnah der
Wandteile (11, 12, 22) an deren Innenflächen befestigt sind und Ausnehmungen (35)
und/oder Vorsprünge zum Eingriff von Steckrastorganen (33) aufweisen, welche an den
Seitenteilen (13) befindlich sind, die von Kunststoff-Formteilen ausgebildet sind.
2. Tragebehältnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Wandteile (11, 12,
15, 16, 22, 24) des Tragebehältnisses (10) insgesamt oder alle Wandteile eines Funktionsteils
wie Boden oder Deckel des Tragebehältnisses (10) aus einer einstückigen Leichtbauplatte
ausgebildet sind, bei der die einzelnen Wandabschnitte mittels besonders geprägter,
werkstoffschwächender Rilllinien bzw. filmscharnierartiger Falzlinien (27, 28, 29,
30, 31) voneinander abgegrenzt sind.
3. Tragebehältnis nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Fügeleisten
(34) im wesentlichen etwa der Länge des ihr zugehörigen Wandabschnitts entspricht.
4. Tragebehältnis nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff für
das Plattenmaterial einen Anteil hitzeschmelzbaren Kunststoffes enthält, der die Stabilisierung
der unter Hitzeeinfluß gepreßten Platten gewährleistet und an denen die Fügeleisten
(34) ebenfalls unter Druck und Einwirkung von Hitze anschweißbar sind.
5. Tragebehältnis nach Anspruch 1 oder einem der darauf folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß das Plattenmaterial aus einem unter Druck verfestigten Polyesterfaservlies oder
geschäumten Material wie expandierendem Polypropylen (EPP), expandierendem Polycarbonat
(EPC) od. dgl. besteht.
6. Tragebehältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Plattenmaterial
aus einem mit Kunststofffasern versetzten nachwachsenden Rohstoff wie Flachs-PP, Holzfaser-PP
od. dgl., besteht.
7. Tragebehältnis nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohmaterial in Form
von Faserwerkstoff vorliegt und das Verhältnis der natürlichen Faseranteile zu den
Kunststofffaseranteilen etwa 80/20 beträgt.
8. Tragebehältnis nach Anspruch 1 oder einem der darauf folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenteile (13) aus im wesentlichen plattenförmigen Spritzgießteilen aus
Kunststoff wie Polypropylen, Polycarbonat od. dgl. bestehen.
9. Tragebehältnis nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß
das Plattenmaterial auf der Innenseite mit einem Innenauskleidungsmaterial kaschiert
ist, welches zur Bildung eines Überzugs über die behälterinneren Übergangsbereiche
zwischen den Wandteilen und den Seitenteilen über die Randkanten des Plattenzuschnitts
übersteht.
10. Tragebehältnis nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß
das Plattenmaterial auf der Außenseite mit einem Außenbekleidungsmaterial kaschiert
ist, welches über die Randkanten übersteht, und daß diese Überstände in den Verbindungsbereich
der Seitenteile mit den Rändern der Wandteile einziehbar sind.
11. Tragehältnis nach einem der vorhergehenden Ansprüche nach Art eines Pilotenkoffers
mit einem Boden, einer Rückwand, einer Frontwand, einer innenliegenden Deckelklappe
und einem diese außen überfangenden Deckelteil sowie mit zwei einander gegenüberliegenden
Seitenwänden, dadurch gekennzeichnet, daß Boden (11), Rückwand (12), Frontwand (14),
innenliegende Deckelklappe (15) und überfangender Deckelteil (16) mittels Rill- und/oder
Falzlinien (27, 28, 29, 30, 31) voneinander abgegrenzte Abschnitte eines einstückigen
Plattenzuschnitts bilden und die beiden einander gegenüberliegenden Seitenwände (13)
jeweils einstückige Kunststoffspritzgießbauteile sind, an denen die Steckrastorgane
(33) werkstoffeinheitlich-stoffschlüssig angeformt sind.