[0001] Die Erfindung betrifft einen Mischer zum kontinuierlichen Verarbeiten von fließfähigen
Materialien, mit einem Mischwerk und zumindest einer seitlich an dem Mischerangebrachten
Mühle als Mischerbeschleuniger, wobei das Mischwerk aus einer in einem Mischbehälter
konzentrisch umlaufenden Mischerwelle besteht, auf der scharenartige Mischwerkzeuge
über radial von der Mischerwelle abstehenden Mischarmen angeordnet sind.
[0002] Bei der Herstellung von homogenen Mischgütern in der Chemie-, Kunststoff-, Pharmazie-,
Kosmetik-, Elektrofotografie-, Nahrungsmittelindustrie und artverwandten Industriezweigen
werden derartige Mischer eingesetzt, zum Mischen und Dispergieren von leicht flüssigen
bis pastenförmigen Suspensionen, zum Granulieren feinkörniger Materialien, zum Benetzen
und Beschichten von pulverförmigen Materialien.
[0003] Hierzu sind beispielsweise aus der EP-0 645 179 A1 Mischer bekannt, die aus einer
Mischtrommel bestehen, in der zentrisch eine Welle angeordnet ist, auf der Mischwerkzeuge
befestigt sind. Diese Welle mit den Mischwerkzeugen wird über ein Antriebssystem aus
Elektromotor, Keilriementrieb und Untersetzungsgetrieben angetrieben. Durch die besondere
Formgebung der Mischwerkzeuge und deren Anordnung auf der Welle wird das Mischgut
intensiv durchwirbelt. Zur Verbesserung des Grades der Homogenisierung ist es bei
den Mischern üblich quer zu den achsial verlaufenden Mischwerkzeugen Mühlen anzuordnen,
denen die Mischkomponenten durch die Mischwerkzeuge zugeführt werden. Dabei werden
verschiedene Arten von Mühlen eingesetzt, wie beispielsweise Reibmühlen, Rotor-Stator-Mühlen,
Messermühlen oder Stiftmühlen, die einen ringförmigen Stator aufweisen, der mit parallel
zueinander angeordneten zylindrischen Stiften versehen ist. Innerhalb dieses Stators
ist ein Rotor in Form einer Scheibe angeordnet, an deren Umfang einige parallel zu
den Stator-Stiften angeordnete, zylindrische Stiffe angebracht sind, die unter Freilassung
eines kleinen Spaltes an den Stator-Stiften vorbeilaufen. Die einen Mahlspalt zu den
Stiften des Stators begrenzenden Elemente des Rotors sind durch etwa radial zu seiner
Achse verlaufende Flügel gebildet, deren radial äußere Enden eine Schneidkante aufweisen.
Die Stifte des Stators sind mit Kanten versehen, die den radial äußeren Enden der
Flügel zugeordnet sind. Der Rotor innerhalb des Stators ist im wesentlichen offen
ausgebildet, wie dies in der EP-A-0 200 003 beschrieben ist.
[0004] Aus der EP-A-0 474 102 ist eine Mühle mit mahlenden Elementen bekannt, die so an
dem Mischer angeordnet ist, daß die Mischwerkzeuge zwischen dem Behälter und den Mahlelementen
bewegt werden können. Die Mühle umfaßt zwei konzentrisch angeordnete Mahlelemente,
die gegeneinander frei beweglich sind. Mindestens eines dieser Mahlelemente erlaubt
eine Produktbewegung in axialer und radialer Richtung und, während das weitere Mahlelement
nur axial durchstörmbar ist. Das eine Mahlelement ist als Rotor und das andere Mahlelement
als Stator ausgebildet.
[0005] Bei den bekannten Mischern wird angestrebt, durch die besondere Formgebung der Mischelemente
und deren Anordnung auf der Mischwelle das Mischgut intensiver zu durchwirbeln. Rotor-Stator-Mühlen
bewirken eine Zwangszerkleinerung des Mahlgutes, indem die Komponenten zerteilt, zerfasert
und dispergiert werden. Dabei werden Rotor und Stator radial und axial durchströmt,
jedoch liefert insbesondere die radiale Durchströmung des Stators ungenügend Mischergebnisse.
[0006] Die Messermühlen basieren auf dem Wirkprinzip der Prallzerkleinerung, wobei die Komponenten
zerteilt, zerfasert, dispergiert und verdichtet werden. Bei Stiftmühlen sind u.a.
Schneidkanten an den Flügelenden angebracht, die zusammen mit den Stiften des Stators
die Scherwirkung im Mahlspalt erhöhen. Bei Reibmühlen wird beispielsweise die Reibfläche
kegelstumpfartig ausgebildet, um den Reib-, Misch- und Desagglomiereffekt zu vergrößern.
[0007] Den Mischern, die bekannte Mühlen einsetzen, ist gemeinsam, daß die Produktschüttdichte
von Granulaten unzureichend ist.
[0008] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen kontinuierlichen Mischer
der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern, daß ohne großen technischen Aufwand
im Vergleich zu bekannten Mischern die Schüttdichte erhöht werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mischerarme über die Länge
und den Umfang der Mischerwelle so verteilt sind, daß die Projektionen der Mischerarme
in eine Ebene senkrecht zur Mischerwelle untereinander verschiedene Winkel α
i im Bereich von 60° bis 195°, mit i ≥ 3, einschließen.
[0010] In Weitergestaltung der Erfindung liegen sich von zumindest zwei Mischerarmen die
Projektionen in die Ebene senkrecht zur Mischerwelle diametral gegenüber. Es gilt
dann, daß die übrigen Mischerarme so über den Umfang und über die Länge der Mischerwelle
verteilt sind, daß ihre Projektionen in die Ebene senkrecht zur Mischerwelle Winkel
α
i ungleich 180° miteinander einschließen.
[0011] Zweckmäßigerweise besitzen die Mischwerkzeuge die Geometrie von Pflugscharen, die
einen Hohlraum aufweisen, jedoch können ebenso die Mischwerkzeuge Schaufelgeometrie
haben, entsprechend der an und für sich bekannten Becker-Schaufel.
[0012] In Ausgestaltung der Erfindung sind Spitzen der Pflugscharen auf einer Wendelbahn
angeordnet und bewegen sich während der Drehung der Mischerwelle auf diese Wendelbahn
und ist der Abstand der Wendelbahn von der Mischerwelle konstant.
[0013] Die weitere Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich aus den Merkmalen der Patentansprüche
6 bis 12.
[0014] Gegenüber einer Ausgestaltung der Mischerwelle in der Weise, daß die Mischerarme
paarweise gegenüberliegen, wird mit der Erfindung der Vorteil erzielt, daß die Materialien
langsamer durch den Mischer hindurchgeführt werden und dadurch die erzielte Schüttdichte
höher ist.
[0015] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert:
- Fig. 1
- eine quasi-perspektivische Ansicht einer Mischerwelle mit über den Umfang verteilten
Mischwerkzeugen nach dem Stand der Technik,
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht der Mischerwelle mit acht Mischwerkzeugen nach Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Querschnittansicht eines Mischbehälters, in dem eine Mischerwelle mit 4er Teilung
der Mischerarme konzentrisch angeordnet ist und die Positionen der Projektionen der
Mischerarme in die Zeichenebene,
- Fig. 4
- eine Querschnittansicht ähnlich derjenigen von Fig. 3 , mit einer Mischerwelle mit
3er Teilung, und
- Fig. 5
- eine Querschnittansicht ähnlich derjenigen von Fig. 3, mit einer Mischerwelle mit
5er Teilung.
[0016] Über den Umfang und die Länge einer in Fig. 1 in perspektivischer Darstellung gezeigten
Mischerwelle 10 sind radial von der Mischerwelle abstehende Mischerarme 11 so verteilt,
daß sie paarweise gegenüberstehen. Die einzelnen Positionen der Mischerarme 11 sind
durch die Bezugszahlen 1 bis 8 markiert.
[0017] An jedem der Mischerarme 11 ist ein Mischwerkzeug 12 befestigt, bei dem es sich um
eine Pflugschar handelt, die einen Hohlraum 13 aufweist. Das Mischwerkzeug 12 kann
auch die Gestalt einer Schaufel haben. Die Mischwerkzeuge 12 bewegen sich auf einem
Umfangskreis im geringen Abstand von der Innenwand eines Mischbehälters 9, wie aus
den Fig. 3 bis 5 ersichtlich ist. Die Drehung der Mischerwelle 10 erfolgt im Uhrzeigersinn,
wobei sich die Spitzen 14 der Mischwerkzeuge 12 entlang einer Wendelbahn 15 bewegen.
[0018] In Fig. 2 ist die Verteilung der Mischwerkzeuge 12 entlang der Mischerwelle schematisch
dargestellt. In Fig. 2 erfolgt der Produkteinlauf beispielsweise nahe der Position
1 und der Produktauslauf nahe der Position 8 des jeweiligen Mischerarmes 11. Ebenso
kann der oder ein zusätzlicher Produkteinlauf nahe der Position 4 oder 5 des jeweiligen
Mischerarmes 11 angeordnet sein, bei unverändertem Produktauslauf.
[0019] In Fig. 3 ist der zylindrische Mischbehälter 9 im Querschnitt gezeigt. Die Spitzen
14 der Pflugscharen bzw. der Mischwerkzeuge 12 zeigen in Uhrzeiger-Drehrichtung der
Mischerwelle 10. Die Mischerarme 11 sind in Klemmen 16 eingesteckt und mit diesen
verschraubt oder verschweißt, wobei die Klemmen radial von der Mischerwelle 10 abstehen.
Die Klemmen 16 sind über die Länge und den Umfang der Mischerwelle 10 verstell- bzw.
verdrehbar. Sowohl in Fig. 3 als auch in den Fig. 4 und 5 sind die Positionen 1 bis
8 jeweils als Projektionen der Mischerarme in die Zeichenebene, die senkrecht zur
Mischerwelle liegt, eingezeichnet bzw. angedeutet. In Fig. 3 sind in den Positionen
1 und 8 die jeweiligen Mischerarme 11 und die daran befestigten Mischwerkzeuge 12
im Schnitt gezeigt. Wie erwähnt, dreht sich die Mischerwelle 10 im Uhrzeigersinn,
so daß die Positionen 1 bis 8 der Mischerarme 11 im Uhrzeigersinn - Blickrichtung
vom Ein- zum Auslauf - betrachtet werden, wobei die Winkelzählung über den Umfangskreis
in der Position 1 bei 0° beginnt, im Uhrzeigersinn über die Position 2, 3 usw. bis
zur Position 8 fortgesetzt wird. Die Winkeleinteilung des Umfangkreises geschieht
ebenfalls im Uhrzeigersinn. Der Mischerbehälter 9 ist mit einem Produkteinlauf 18
auf der Oberseite und mit einem Produktauslauf 19 auf der Unterseite ausgestattet.
[0020] Beginnend mit der Position 1 bei 0° folgen danach im Uhrzeigersinn betrachtet die
Positionen 2 bei 270°, die Position 3 bei 150° und die Position 4 bei 15° der Mischerarme
11, d.h. über den Umfangskreis sind vier Mischerarme 11 verteilt, die unterschiedliche
Winkel α
i untereinander einschließen. Unter Teilung ist die Anzahl der Mischerarme zu verstehen,
die über den einzelnen Umfangskreis einer Mischerwelle verteilt sind. Bei einer 3er
Teilung sind somit 3 Mischerarme über den Umfangskreis positioniert und räumlich gegeneinander
über die Länge bzw. Tiefe der Mischerwelle versetzt, d.h. die Mischerarme befinden
sich nicht in der gleichen Ebene.
[0021] In Fig. 3 sind beispielsweise 4 Mischerarme 11 über einen Umfangskreis der Mischerwelle
10 verteilt. Es liegt somit eine 4er Teilung vor. Zu der Teilung ist ganz allgemein
anzumerken, daß sich die Einteilung in 3er, 4er, 5er oder 7er Teilung im Prinzip jeweils
nur auf den ersten vollen Umfangskreis der Mischerwelle 10 bezieht.
[0022] Über den nächsten Umfangskreis sind die Mischerarme 11 in den Positionen 5 bei 210°
und 6 bei 60° verteilt. Auf dem letzten Umfangskreis liegen die Mischerarme 11 in
der Position 7 bei 300° und in der Position 8 bei 180°.
[0023] Die Mischwerkzeuge 12 sind bei der Ausführungsform nach Fig. 3 so ausgerichtet, daß
das Mischgut zugleich mit der Durchmischung vorwärts gefördert wird, d.h. in Richtung
Produktauslauf 19 transportiert wird.
[0024] Der in Fig. 4 gezeigte Mischbehälter 9 enthält eine Mischerwelle 10 in 3er Teilung
des ersten Umfangskreises der Mischerwelle, der die Positionen 8, 7 und 6 der Mischerarme
11 umfaßt. Der jeweilige Mischerarm 11 befindet sich in der Position 1 bei 0° und
in den Positionen 2 bis 8 bei 90°, 210°, 315°, 150°, 300°, 60° und 180°. Die Blickrichtung
ist vom Auslauf in Richtung Einlauf und es erfolgt eine Rückförderung des Mischgutes
in Richtung Einlauf, die eine Verdichtung des Mischgutes bewirkt.
[0025] Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch einen Mischerbehälter 9 mit einer Mischerwelle
10, die eine 5er Teilung aufweist und die Positionen 8, 7, 6, 5 und 4 der Mischerarme
11 umfaßt. Die Blickrichtung ist vom Auslauf in Richtung Einlauf. Der jeweilige Mischerarm
11 liegt in der Position 1 bei 0°, in der Position 2 bei 60°, in der Position 3 bei
135°, in der Position 4 bei 210° und in der Position 5 bei 285°. Die übrigen Mischerarme
in den Positionen 6, 7, und 8 liegen bei 30°, 90° und 180°. Hierbei sind die Mischwerkzeuge
ebenso wie bei der Ausführungsform nach Fig. 4 so eingestellt, daß sie eine Rückförderung
des Mischgutes bei der Durchmischung bewirken, d.h. das Mischgut zum größeren Teil
in Richtung Produkteingang 18 und nur zum kleineren Teil in Richtung Produktausgang
19 transportiert wird, d.h. es erfolgt wie bei der Ausführungsform nach Fig. 4 eine
Verdichtung des Mischgutes.
[0026] Bei den Mischerwellen 10 gemäß der Fig. 3 bis 5 liegen sich die Projektionen von
zumindest zwei Mischerarmen 11 in die Zeichenebene diametral gegenüber. Die übrigen
Mischerarme 11 sind dabei über den Umfang und über die Länge der Mischerwelle 10 in
einer Weise verteilt, daß ihre Projektionen in die Zeichenebene bzw. die Ebene senkrecht
zur Mischerwelle 10 Winkel α
i ungleich 180° miteinander einschließen. Die Mischwerkzeuge 12 sind parallel zu der
Mischerwelle 10 ausgerichtet und die Spitzen 14 der Mischwerkzeuge 12, bewegen sich
während der Drehung der Mischerwelle 10 auf einer Kreisbahn 15. Der Abstand der Kreisbahn
15 von der Mischerwelle 10 bzw. von der Innenwand des Mischerbehälters 9 ist konstant.
[0027] Durch die unterschiedlichen Teilungen der Umfangskreise der Mischerwelle durch die
Mischerarme wird das Mischgut zum größeren Teil entweder vorwärts- oder rückgefördert,
worunter zu verstehen ist, daß bei der Vorförderung das Mischgut größtenteils vom
Produkteinlaß 18 in Richtung Produktauslaß 19 transportiert wird, während bei der
Rückförderung das Mischgut größtenteils in Richtung Produkteinlaß 18 transportiert
wird. Durch die vorfördernde Einstellung wird der Mischerinhalt vermindert, durch
die rückfördernde Wirkung ergibt sich eine Erhöhung des Mischerinhalts.
[0028] In der Tabelle am Ende der Beschreibung sind für die Ausführungsformen des Mischerbehälters
und der Mischerwelle gemäß den Fig. 3 bis 5 die Winkel α
i zwischen den Mischerarmen 11 für die einzelnen Mischwerkzeuge 12 zusammengestellt.
[0029] In den Mischbehältern 9 werden beispielsweise TAED-CMC-Granulate für die Produktion
von Waschmitteln hergestellt. Bei CMC handelt es sich um den Rohstoff Carboxymethylcellulose
und bei TAED um den Aktivator Tetraacetylethylendiamin. Beide Komponenten sind Waschmittelrohstoffe.
CMC dient in diesem Fall zusätzlich als Bindemittel bei der TAED-Granulierung. Die
Korngrößen von TAED und CMC liegen vornehmlich in der Größenordnung von 75 bis 150
µm, während die Produktspezifikation Korngrößen von 500 bis 1700 µm vorsehen, die
durch das Granulieren erreicht werden müssen. Im Hinblick auf die in jüngerer Zeit
auf den Markt gekommenen Kompaktwaschmittel werden bei Korngrößen in diesem angegebenen
Bereich Schüttdichten von > 500 g/dm
3 angestrebt. Die Erhöhung der Produktschüttdichte gelingt bisher nur mit diskontinuierlichen
Mischern, die als Mischbeschleuniger zwei Messer- oder Stiftmühlen, die seitlich an
diesem Pflugscharenmischer angebracht sind, enthalten. Dabei sind bei dem Pflugscharenmischer
die Mischarme mit den Pflugscharen in äquidistanten Abständen und mit gleichen Winkeln
α
i zwischen den Mischerarmen auf der Mischerwelle angeordnet. Jedoch bleiben dabei die
Schüttdichten unter 500 g/dm
3. Die sich einstellende Schüttdichte ist dabei sowohl von der im Granulierschritt
zugegebenen Flüssigkeitsmenge, der eingestellten Mischerdrehzahl als auch von dem
Typ des verwendeten Mischbeschleunigers abhängig.
[0030] Durch die voranstehend beschriebene Anordnung der Mischerarme auf der Mischerwelle
erhöht sich der kompaktierende Einfluß des kontinuierlichen Pflugscharenmischers auf
das Granulierprodukt in größerem Maße und es werden Schüttdichten des TAED-CMC-Granulats
≥ 500 g/dm
3 erreicht, wie die nachstehenden zwei Beispiele zeigen.
Beispiel 1
[0031]
| Rückwärtsfördernde Einstellung (3er Teilung) (Pflugscharstellung Fig. 4) |
| Produktzusammensetzung: |
TAED 94 % |
| CMC 6 % |
| Wasserzugabe: |
16 % |
| Mischerdrehzahl: |
100 U/min |
| Mischbeschleuniger: |
2 Messermühlen 3000 U/min |
| ermittelte Schüttdichte: |
500 g/dm3 |
Beispiel 2
[0032]
| Rückwärtsfördernde Einstellung (5er Teilung) (Pflugscharstellung Fig. 5) |
| Produktzusammensetzung: |
TAED 94 % |
| CMC 6 % |
| Wasserzugabe: |
16 % |
| Mischerdrehzahl: |
100 U/min |
| Mischbeschleuniger: |
2 Messermühlen 3000 U/min |
| ermittelte Schüttdichte: |
515 g/dm3 |
Vergleichsbeispiel A
[0033]
| Ausgangszustand (Pflugscharstellung Fig. 1) |
| Produktzusammensetzung: |
TAED 94 % |
| CMC 6 % |
| Wasserzugabe: |
16 % |
| Mischerdrehzahl: |
100 U/min |
| Mischbeschleuniger: |
2 Messermühlen 3000 U/min |
| ermittelte Schüttdichte: |
470 g/dm3 |
Vergleichsbeispiel B
[0034]
| vorwärtsfördernde Einstellung (Pflugscharstellung Fig. 3) |
| Produktzusammensetzung: |
TAED 94 % |
| CMC 6 % |
| Wasserzugabe: |
16 % |
| Mischerdrehzahl: |
100 U/min |
| Mischbeschleuniger: |
2 Messermühlen 3000 U/min |
| ermittelte Schüttdichte: |
435 g/dm3 |
Tabelle
| Teilung |
Positionen der Mischerarme Winkel αi zwischen zwei aufeinandenfolgenden Positionen |
| |
1 2 |
2 3 |
3 4 |
4 5 |
5 6 |
6 7 |
7 8 |
| 4er Teilung (Fig. 3) |
90° |
120° |
135° |
165° |
150° |
120° |
120° |
| 3er Teilung (Fig. 4) |
90° |
120° |
105° |
195° |
150° |
120° |
120° |
| 5er Teilung (Fig. 5) |
60° |
75° |
75° |
75° |
105° |
60° |
90° |
[0035] Je nachdem wie hoch der vor- bzw. rückfördernde Anteil der Mischung beim Granulieren
sein soll, kann eine 3er, 4er oder 5er Teilung auf der Mischerwelle eingestellt werden.
Bei der 4er Teilung (Fig. 3) werden die Winkel α
i wegen der Blickrichtung vom Ein- zum Auslauf bzw. wegen der Vorwärtsförderung des
Mischgutes, im Gegenuhrzeigersinn gezählt, während bei der 3er und 5er Teilung (Fig.en
4 und 5) die Winkel α
i, wegen der Blickrichtung vom Aus- zum Einlauf bzw. wegen der Rückfröderung des Mischgutes
im Uhrzeigensinn gezählt werden.
1. Mischer zum kontinuierlichen Verarbeiten von fließfähigen Materialien mit einem Mischwerk
und zumindest einer seitlich an dem Mischer angebrachten Mühle als Mischbeschleuniger,
wobei das Mischwerk aus einer in einem Mischbehälter konzentrisch umlaufenden Mischerwelle
besteht auf der scharenartige Mischwerkzeuge über radial von der Mischerwelle abstehenden
Mischerarmen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischerarme (11) über
die Länge und den Umfang der Mischerwelle (10) so verteilt sind, daß die Projektionen
der Mischerarme in eine Ebene senkrecht zur Mischerwelle Winkel αi im Bereich von 60° bis 195° mit i ≥ 3 einschließen.
2. Mischer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von zumindest zwei Mischerarmen
(11) die Projektionen in die Ebene senkrecht zur Mischerwelle (10) sich diametral
gegenüberliegen.
3. Mischer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die übrigen Mischerarme (11)
so über den Umfang und über die Länge der Mischerwelle (10) verteilt sind, daß ihre
Projektionen in die Ebene senkrecht zur Mischerwelle (10) Winkel αi ungleich 180° miteinander einschließen.
4. Mischer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischwerkzeuge (12) die Geometrie
von Pflugscharen besitzen, die einen Hohlraum (13) aufweisen.
5. Mischer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Spitzen (14) der Pflugscharen
auf einer Kreisbahn (15) angeordnet sind und sich während der Drehung der Mischerwelle
(10) auf dieser Kreisbahn bewegen und daß der Abstand der Kreisbahn (15) von der Mischerwelle
(10) konstant ist.
6. Mischer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischwerkzeuge (12) parallel
zu der Mischerwelle (10) ausgerichtet sind.
7. Mischer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischerarme (11) in 3er bis
8er Teilung wendelförmig über den Umfang und die Länge der Mischerwelle (10) verteilt
sind.
8. Mischer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischerarme (11) in 3er,
4er oder 5er Teilung über den Umfang und die Länge der Mischerwelle (10) verteilt
sind.
9. Mischer nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer wendelförmigen
Anordnung der Mischwerkzeuge (12) auf der Mischerwelle (10) entgegen demUhrzeigersinn
und bei einer Drehrichtung der Mischerwelle (10) im Uhrzeigersinn das Mischgut schneller
durch den Mischer hindurchläuft.
10. Mischer nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer wendelförmigen
Anordnung der Mischwerkzeuge (12) auf der Mischerwelle (10) im Uhrzeigersinn und bei
einer Drehrichtung der Mischerwelle im Uhrzeigersinn das Mischgut langsamer durch
den Mischer hindurchläuft.
11. Mischer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wendelförmige Anordnung der
Mischerarme (11) auf der Mischerwelle (10) durch eine Klemmvorrichtung oder durch
eine feste Schweißverbindung erfolgt.
12. Mischer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung Klemmen
(16) aufweist, die radial von der Mischerwelle (10) abstehen, daß die Mischerarme
(11) in die Klemmen einsteckbar und mit diesen verschraubbar oder mit den Klemmen
verschweißbar sind und daß die Klemmen über die Länge und denUmfang der Mischerwelle
verstellbar bzw. verdrehbar sind.