[0001] Die Erfindung bezieht sich nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 auf die Ausgestaltung
eines Untergestells für Papierzerkleinerer, vor allem bei sog. Aktenvernichtern o.ä.
[0002] Bislang bekannte offene Untergestelle besitzen entweder keine, die Seitenteile verbindende
Grundplatte, Was zu Verschmutzungen des Bürobodens durch Schneidpartikel führen kann,
oder aber sie sind starre, kastenartige Gebilde unterschiedlichster Bauart, die nicht
nur viel Lager- und Transportraum benötigen, sondern zudem zumeist noch kompliziert
und damit kostenaufwendig herzustellen und/oder zu montieren sind.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb auch darin, ein einfach zu
fertigendes und zusammenzubauendes Untergestell der hier zur Rede stehenden Art zu
schaffen, das die zuvor aufgeführten Nachteile bekannter Ausführungen beseitigt.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe in überwiegender Weise durch die im Kennzeichen des Patentanspruches
1 angegebenen baulichen Mittel und Ausgestaltungsmaßnahmen. Die Unteransprüche zeigen
vorteilhafte Weiterbildungen und notwendige Ausgestaltungsmerkmale des erfinderischen
Grundgedankens auf, die zudem anhand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungen
dargestellt und anhand dieser im Detail nachfolgend noch näher erläutert sind. Es
zeigen im einzelnen:
- Fig. 1
- eine perspektivische "Explosionsdarstellung" des neuen Untergestells,
- Fig. 2
- das wesentlichste Einzelteil des neuen Gestelle in seiner Ausgangsform und
- Fig. 3
- einen ersten Montageschnitt des Bauteils nach Fig. 2.
[0005] Das in Fig. 1 dargestellte neue Untergestell besteht in seinem Grundaufbau aus zwei
parallel zueinander liegenden, formstabilen Seitenteilen 1 und 2 mitsamt diese verbindendem
Boden 3 und Rückwand 4 sowie dem auf letztere und die Seitenteile 1, 2 zur Komplettierung
lösbar aufgesetztem Schneidwerksgehäuse.
[0006] Das Neue und die Lösung der eingangs gestellten Aufgabe Ermöglichende besteht nun
darin, daß
- zum einen Rückwand 4 und Bodenfläche 3 aus einer in ihrer Ausgangsform (Fig. 2) einstückigen,
ebenflächigen Platte PL mit querverlaufender Biegenut BN zwischen Boden- und Rückwandbereich
3 und 4 besteht,
- wobei diese Platte PL beim Zusammenbau des Untergestells (Fig. 1) über aufsteckbare-Pfeile
P1 und P2,-entsprechend profilierte Seitenteile 1 und 2 in einer um 90° abgewinkelten Lage
(Fig. 3) gehalten ist und
- letztlich die Seitenteile 1 und 2 über ebenfalls steckbare, in mindestens zwei mit
gegenseitigem Vertikalabstand VA zueinander liegenden Ebenen VE1 und VE2 angeordnete Anschlußstellen 6 und 7 für das Schneidwerksgehäuse 5 mit letzterem ein
starres, kastenartiges Bauteil bilden.
[0007] Eine besonders vorteilhafte und einfache Fertigung, vornehmlich als Kunststoffspritzteil,
ist nun dadurch möglich, daß die in die Seitenteile 1 und 2 eingreifenden Steckelemente
3a, 3b und 4a, 4b von Boden- und Rückwandbereich 3 und 4 der Platte PL als ebenflächige
Stecklaschen 3a und 4a und/oder hakenförmige Schnappverschlüsse 3b und 4b ohne Hinterschneidungen
ausgebildet sind; die wechselweise fortlaufende Anordnung von Steck- und Schnappverbindern
3a, 3b und 4a, 4b an den den formstabilen Seitenteilen 1 und 2 zugewandeten Außenkanten
AK von Boden- und Rückwandplatte 3 und 4 ergibt eine feste und jederzeit betriebssichere
Verbindung der drei losen, ebenflächigen Ausgangsbauteile 1, 2 und PL.
[0008] Die absolute statische Stabilität im Fertigzustand wird für das neue Untergestell
zusätzlich noch dadurch erreicht, daß die Anschlußstellen 6, 7 sowie 8,9 für das Schneidwerksgehäuse
5 neben den vertikalen voneinander beabstandeten Bereichen VE
1 und VE
2 auch in horizontalter Ebene HE
1 und HE
2 je Seitenteil 1 und 2 versetzt HA zueinander liegen, wobei in spezieller Ausgestaltung
diese Anschlußstellen 6 bis 9 für das Schneidwerksgehäuse 5 als von oben steckbare
Aussparungen 6 und 7 an entsprechenden Rippen 1a, 1b und 2a, 2b der Seitenteile 1
und 2 und dazu formschlüssig korrespondierende Zapfen 8 und 9 beliebiger Querschnittsform
an der Schneidwerksunterseite 5b ausgebildet sind.
[0009] Sinnvoll ist letztlich noch ein zusätzliches kraftschlüssiges Sicherungselement 10
gegen Abheben zwischen Schneidwerksgehäuse 5 und jedem der Seitenteile 1 und 2, vorteilhafterweise
ebenfalls im Bereich der Rippen 1b und 2b angreifend.
[0010] In dieser Beschreibung nicht gesondert aufgeführte Zeichnungspositionen sind in der
Bezugszeichenliste definiert.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0011]
- 1
- Seitenteil
- 1a
- Rippe (Oberkante)
- 1b
- Rippe (Innenbereich)
- 2
- Seitenteil
- 2a
- Rippe (Oberkante)
- 2b
- Rippe (Innenbereich)
- 3
- Boden
- 3a
- Steckelement (Lasche)
- 3b
- Steckelement (Haken)
- 4
- Rückwand
- 4a
- Steckelement (Lasche)
- 4b
- Steckelement (Haken)
- 5
- Schneidwerksgehäuse
- 5a
- Gehäuseoberseite
- 5b
- Gehäuseunterseite
- 6
- Aussparung (in Pos. 1a und 2a)
- 7
- Aussparung (in Pos. 1b und 2b)
- 8
- Zapfen (an Pos. 5b)
- 9
- Zapfen (an Pos. 5b)
- 10
- Sicherungselement (kraftschlüssig)
- AK
- Außenkante der Platte (PL)
- BN
- Biegenut
- HA
- Horizontalabstand
- HE1
- Horizontalebene
- HE2
- Horizontalebene
- PL
- Platte
- P1
- Steckrichtung des Seitenteils 1
- P2
- Steckrichtung des Seitenteils 2
- S1
- Steckverbindung - Gegenstück
- S2
- Steckverbindung - Gegenstück
- SP
- Papiereinzugsspalt
- VA
- Vertikalabstand
- VE1
- Vertikalebene
- VE2
- Vertikalebene
1. Untergestell für Papierzerkleinerer o.ä. Geräte, bestehend aus zwei parallel zueinander
liegenden, formstabilen Seitenteile (1 und 2) mitsamt diese verbindendem Boden (3)
und Rückwand (4) sowie auf letztere (4) und die Seitenteile (1 und 2) lösbar aufgesetztem
Schneidwerksgehäuse (5)
dadurch gekennzeichnet,
daß Rückwand (4) und Bodenfläche (3) aus einer in ihrer Ausgangsform (Fig. 2) einstückigen,
ebenflächigen Platte (PL) mit querverlaufender Biegenut (BN) zwischen Boden- (3) und
Rückwandbereich (4) besteht,
daß diese Platte (PL) beim Zusammenbau des Untergestells (Fig. 1) über aufsteckbare
(Pfeile P1 und P2), entsprechend profilierte Seitenteile (1 und 2) in einer um 90° abgewinkelten Lage
(Fig. 3) gehalten ist, und
daß die Seitenteile (1 und 2) über ebenfalls steckbare, in mindestens zwei mit gegenseitigem
Vertikalabstand (VA) zueinander liegenden Ebenen (E1 und E2) angeordnete Anschlußstellen (6 und 7) für das Schneidwerksgehäuse (5) mit letzterem
ein starres, kastenartiges Bauteil bilden.
2. Untergestell für Papierzerkleinerer o.ä. Geräte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in die Seitenteile (1 und 2) eingreifenden Steckelemente (3a, 3b und 4a, 4b)
von Boden- (3) und Rückwandbereich (4) der Platte (PL) als ebenflächige Stecklaschen
(3a und 4a) und/oder hakenförmige Schnappverschlüsse (3b und 4b) ohne Hinterschneidungen
ausgebildet sind.
3. Untergestell für Papierzerkleinerer nach Anspruch 2,
gekennzeichnet durch
wechselweise fortlaufende Anordnung von Steck- (3a, 3b) und Schnappverbindern (4a,
4b) an den den formstabilen Seitenteilen (1 und 2) zugewandten Außenkanten (AK) von
Boden- (3) und Rückwandplatte (4).
4. Untergestell für Papierzerkleinerer nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußstellen (6,7 sowie 8,9) für das Schneidwerksgehäuse (5) neben den
vertikalen voneinander beabstandeten Bereichen (VE1 und VE2) auch in horizontal er Ebene (HE1 und HE2) je Seitenteil (1 und 2) versetzt (HA) zueinander liegen.
5. Untergestell für Papierzerkleinerer nach den Ansprüchen 1 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußstellen (6 bis 9) für das Schneidwerksgehäuse (5) als von oben steckbare
Aussparungen (6 und 7) an entsprechenden Rippen (1a, 1b und 2a, 2b) der Seitenteile
(1 und 2) und dazu formschlüssig korrespondierende Zapfen (8 und 9) beliebiger Querschnittsform
an der Schneidwerksunterseite (5b) ausgebildet sind.
6. Untergestell für Papierzerkleinerer nach den Ansprüchen 1, 4 und 5,
gekennzeichnet durch
ein zusätzliches kraftschlüssiges Sicherungselement (10) gegen Abheben zwischen Schneidwerksgehäuse
(5) und jedem der Seitenteile (1 und 2).