[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abpacken von Dosen oder Tuben
gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 1. Es betrifft zudem eine Abpackmaschine zur
Durchführung des Verfahrens gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 7.
[0002] Anlagen zum Fertigen von Tuben oder Dosen sind äusserst kostspielig und müssen zu
ihrer Amortisation möglichst mit voller Kapazität und ohne kostspielige Stand- und
Umrüstzeiten betrieben werden. Eine Schlüsselstelle im Ablauf der Fertigung hin zum
versandfertigen Produkt ist die Verpackung der losen Dosen oder Tuben. Die zwei gebräuchlichen
Verpackungsarten für solche leere Gebinde sind die Verpackung in Schachteln und das
Umreifen mit Bändern. Beide Verfahren weisen unterschiedliche Vor- und Nachteile auf.
Die Umreifung ist dank des geringen Preises und Dank des geringen Volumens und Gewichtes
der verwendeten Bänder ökonomisch und ökologisch sehr interessant. Da die dünnen Umreifungsbänder
von Vorratsrollen kontinuierlich zugeführt und am Ort der Umreifung auf die passende
Länge geschnitten werden, lassen sich Umreifungseinheiten äusserst platzsparend in
den Abpackmaschinen integrieren. Andererseits schützt die Verpackung in Schachteln
die Dosen und Tuben gegen Beschädigung und Verschmutzung, was zum Beispiel im pharmazeutischen
und im Nahrungsmittelbereich von entscheidender Bedeutung ist.
[0003] Bisher stehen nur Abpackmaschinen zur Verfügung, die entweder zum Umreifen oder zum
Abpacken der Dosen oder Tuben in Schachteln benutzt werden können. Ein Wechsel von
der einen auf die andere Verpackungsart erfordert daher nicht nur zwei Maschinen sondern
bringt auch einen erheblichen logistischen Aufwand zum Umrüsten der Fertigungsanlage
im Verpackungsbereich, bzw. zum Transport der Dosen oder Tuben zu der jeweiligen Abpackeinheit
mit sich.
[0004] Bei den bekannten Anlagen zum Abpacken von Dosen oder Tuben in Schachteln stellt
die Zuführung der leeren Schachtel hohe räumliche und mechanische Anforderungen an
die Abpackvorrichtung, da die Schachteln oft waagrecht transportiert und zum Befüllen
in die Senkrechte gekippt werden müssen, oder die Schachteln schrittweise beladen
werden und dabei beweglich und exakt in verschiedene Lagen positioniert werden müssen.
Dabei erfolgt die Zubringung der Schachteln im allgemeinen über Transportbänder.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zu schaffen, die in derselben Maschine einen einfachen Wechsel der Verpackungsart
erlauben.
[0006] Diese Aufgabe löst ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 und eine
Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches 7.
[0007] Das erfindungsgemässe Verfahren verwendet eine Abpackmaschine mit auswechselbarem
Verpackungsmodul, das in einer Ausführungsform zum Umreifen der Dosen oder Tuben und
in einer weiteren Ausführungsform zum Abpacken der Dosen oder Tuben in Schachteln
verwendet werden kann. Durch das blosse Auswechseln des Verpackungsmoduls kann von
der Verpackungsart Umreifen auf die Verpackungsart Einfüllen in Schachteln, und umgekehrt,
umgestellt werden, ohne dass umfangreiche und damit zeitintensive Umbauten an der
Maschine vorgenommen werden müssen oder gar die gesamte Abpackmaschine ausgewechselt
werden muss. Dies wird insbesondere dadurch ermöglicht, dass die Schachtelzuführung
seitlich, das heisst senkrecht zur Abfüllrichtung der Dosen oder Tuben in die Schachtel,
erfolgt. Dadurch lassen sich die Elemente Verpackungslehre und Sauggreifer sowohl
für die Umreifung wie auch für die Schachtelabfüllung verwenden. Zudem lässt sich
das Verpackungsmodul sehr schmal ausbilden, da die minimale Breite durch die Tiefe
der zu füllenden Schachtel begrenzt wird.
[0008] Beim Wechsel der Verpackungsart genügt ein kurzer Unterbruch der Abpackmaschine,
während dem das Verpackungsmodul ausgewechselt wird. Je nach Ausführungsform werden
zudem geringe Anpassungen der Verpackungslehre und des Sauggreifers durchgeführt und
das Steuerprogramm wird abgeändert.
[0009] Da, bis auf die Wechselmodule, alle Komponenten der Abpackmaschine für beide Verpackungsarten
verwendet werden, kann eine Abpackmaschine um den Preis des Wechselmoduls, der im
Verhältnis zu den Anschaffungskosten einer solchen Maschine gering ist, um eine Verpackungsfunktion
erweitert werden. Die Konstruktion des Schachtelfüllmoduls ermöglicht es unter Ausnutzung
des modularen Aufbaus, dass alle zum Füllen einer Schachtel nötigen Dosen oder Tuben
in einem Schritt und in einer gewünschten dichten Packung in die Schachtel gefüllt
werden.
[0010] Ein weiterer Vorteil ist, dass die Verpackungsmodule auf verschiedenen Maschinen
eingesetzt und zwischen Maschinen ausgetauscht werden können.
[0011] In den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, anhand dessen das erfindungsgemässe Verfahren erläutert wird. Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Abpackmaschine von der Seite;
- Figur 2a
- eine schematische Darstellung einer Abpackmaschine von oben mit dem Transportweg der
Dosen;
- Figur 2b
- die Darstellung gemäss Figur a mit dem Transportweg der Schachtel;
- Figur 3
- eine Verpackungsstation von der Seite;
- Figur 4a
- die Verpackungsstation gemäss Figur 3 von oben mit dem Weg des Schachtelträgers;
- Figur 4b
- die Verpackungsstation gemäss Figur 4a mit dem Weg des Sauggreifers und
- Figur 5
- eine Detailansicht der Verpackungsstation mit einer Schutzplatte.
[0012] Im folgenden wird zum einfacheren Verständnis der Begriff Dosen verwendet, wobei
Dosen, Tuben und ähnliche Behältnisse damit gemeint sind. Ferner wird als örtlicher
Bezug die Lage der abgesenkten Verpackungslehre genommen, wobei jedoch die Verpackungslehre
nicht zu jedem beschriebenen Zeitpunkt zwingend abgesenkt sein muss.
[0013] Aus den Figuren 1, 2a und 2b ist der schematische Aufbau der erfindungsgemässen Abpackmaschine
ersichtlich. In einer Förderstation F wird jeweils eine Schicht Dosen D mittels eines
hier nicht dargestellten Schiebers in eine schrittweise absenkbare Verpackungslehre
2 geschoben. Die Form der Verpackungslehre 2 entspricht dabei der Form der zu erzielenden
Verpackung. Sollen die Dosen D mit einem Band umreift werden, weist die Verpackungslehre
bevorzugterweise eine hexagonale Form auf, wie in der Figur mit der Bezugszahl 2'
gekennzeichnet ist. Werden die Dosen D in Schachteln verpackt, entspricht die Verpackungslehre
2 der Oeffnung der Schachtel und ist, wie in der Figur 2a ersichtlich, bevozugterweise
rechteckig.
[0014] Die Verpackungslehre 2 wird von der Förderstation F zur Verpackungsstation V gefahren.
In diesem Beispiel wird sie hierzu abgesenkt. In der Verpackungsstation V werden die
Dosen D gemeinsam in Form einer dichten Packung aus der Verpackungslehre 2 entfernt,
um sie mit einer gemeinsamen Verpackung zu versehen. Die Weiterbeförderung erfolgt
mittels eines Sauggreifers 3, welcher eine ebene Saugfläche aufweist, die parallel
zur Verpackungslehre ausgerichtet ist. Der Sauggreifer 3 ist in Richtung der Dosenabgabe
aus der Verpackungslehre 2, der Abfüllrichtung, bewegbar und weist eine vordere Endposition
am Ort der Verpackung und eine hintere Endposition auf, an welcher die verpackten
Dosen D auf eine senkrecht zur Abfüllrichtung verschiebbare Transportplatte gelangen,
wo sie von einem von oben auf sie drückenden Pressarm festgehalten und mit dieser
Transportplatte an eine nächstfolgende Bearbeitungsstation B weitergegeben werden.
In diesem Fall handelt es sich bei der Bearbeitungsstation um eine Kontrollstation,
bei der die verpackten Dosen D auf ein Laufband in Augenhöhe angehoben und leicht
geneigt werden, so dass die Dosenböden zur Reinheitskontrolle erkennbar sind. Der
Transportweg der Dosen D ist in Figur 2a mit Pfeilen dargestellt, wobei symbolisch
eine einzige Dose dargestellt ist. Der Verlauf des Verpackungsmaterials ist für den
Fall der Schachtelverpackung in Figur 2b ersichtlich, wobei die Bewegungen a-g durchgeführt
werden; für den Fall der Umreifung entfallen die Bewegungen b und c.
[0015] Die Art der Verpackung ist wählbar zwischen Schachtelabfüllung und Umreifung. Deshalb
sind auswechselbare Verpackungsmodule 1,1' vorhanden, welche auf Rollen gelagert sind.
Jeweils ein Verpackungsmodul lässt sich in eine hierfür vorgesehene Bucht der Abpackmaschine,
genauer zwischen abgesenkter Verpackungslehre 2 und Sauggreifer 3, einschieben und
mittels Justierrollen oder Schienen exakt positionieren und arretieren. Jedes Verpackungsmodul
besteht aus einem Basalkörper, auf dem entweder eine Schachtel- oder eine Bandzuführung
angeordnet ist. Das Verpackungsmaterial, das heisst die Schachtel oder das Band, wird
dabei in einer Ebene, der Zubringebene, zur Verpackungsstation gebracht, welche senkrecht
zur Richtung der Abgabe der Dosen D aus der Verpackungslehre, der Abfüllrichtung,
liegt. Für beide Verpackungsarten werden die Verpackungslehre 2 und der Sauggreifer
3 benötigt. Sie können deshalb identisch sein oder jedoch entsprechend der Form der
gewünschten Verpackung beim Wechseln des Verpackungsmoduls ebenfalls ausgewechselt
werden.
Wesentlich ist jedoch, dass dieselben Halterungen und Verschiebungsmechanismen für
alle Arten von Verpackungslehren oder Sauggreifern verwendet werden.
[0016] Je nachdem, ob umreift oder in eine Schachtel abgefüllt wird, handelt es sich beim
Verpackungsmodul um ein Umreifungs- oder ein Schachtelabfüllmodul.
[0017] Das Umreifungsmodul besteht aus bekannten Elementen und ist deshalb hier nicht im
Detail dargestellt. Auf dem Umreifungsmodul sind eine Bandrolle und Mittel zur Umreifung
vorhanden. Die übrigen hier beschriebenen Elemente sind Teil der stationären Verpackungsmaschine.
Die abgesenkte, mit Dosen D gefüllte Verpackungslehre wird in horizontaler Richtung
auf das Umreifungsmodul gelenkt und das Band um die Dosen D geschlungen, abgeschnitten
und die Enden verschweisst. Ein Sauggreifer mit mehreren Saugöffnungen wird auf der
der Verpackungslehre abgewandten Seite zu den Dosen D hingeführt, wobei er mit Unterdruck
die Dosen D ansaugt. Dabei sind die Dosen D so ausgerichtet, dass die Dosenböden zum
Sauggreifer hingerichtet sind. Zugleich oder anschliessend wird die nun leere Verpackungslehre
horizontal zurückgefahren und wieder zur Förderstation F angehoben. Der Sauggreifer
wird in Laderichtung vom Ort der Verpackung zurückgefahren und führt dabei die umreiften
Dosen D mit. In der hinteren Endposition gelangt das umreifte Dosenpaket 9 auf die
senkrecht zur Laderichtung verschiebare Transportplatte, wird mit einem von oben auf
das Umreifungspaket drückenden Pressarm festgehalten und mit dieser Transportplatte
an die Bearbeitungsstation weitergegeben.
[0018] Das Schachtelabfüllmodul 1 ist in den Figuren 3, 4a und 4b dargestellt. Das Schachtelabfüllmodul
1 weist einen vertikal stehenden Schachtelträger 5 auf, welcher in der Zubringebene
von einer äusseren Endposition zu einer inneren, der Verpackungslehre benachbarten
Endposition bewegbar ist. In dieser Ausführungsform wird der Schachtelträger 5 durch
einen Wagen gebildet, welcher mittels eines Linearzylinders 11 in horizontaler Richtung
entlang eines Schlitzes 12 im Schachtelabfüllmodul 1 hin und her fahrbar ist. In einer
anderen Ausführungsform ist der Schachtelträger ein Schwenkarm, welcher in der Zubringebene
schwenkbar ist.
[0019] Der Schachtelträger 5 weist einen Tragarm 50 und mindestens einen, hier drei, daran
angeordnete, verstellbare Ausleger 51 auf. Er ist am besten in Figur 3 ersichtlich.
Eine zu füllende, offene Schachtel 8 wird in seitlicher Lage in der äusseren Endposition
auf den Schachtelträger 5 gestülpt. Dieser ist dank dem verstellbaren Ausleger 51
auf die Schachtelgrösse anpassbar. Tragarm und Ausleger sind so ausgebildet, dass
sich bei aufgesteckter Schachtel der Schachtelboden auf der der Verpackungslehre abgewandten
Seite befindet. Die Oeffnung der Schachtel befindet sich somit seitlich. Falls sich
der Schachtelträger horizontal bewegt, wird die Schachtel entsprechend der Ausrichtung
der Verpackungslehre auf den Schachtelträger gestülpt. Im Falle des schwenkbaren Schachtelträgers
wird die Schachtel um 90° gedreht angeordnet.
[0020] Nun fährt der Schachtelträger 5 mit der Schachtel 8 zur Verpackungsstation zwischen
die abgesenkte Verpackungslehre 2 und dem Sauggreifer 3 bis zu seiner inneren Endposition,
welche in der Figur 4a mit gestrichelten Linien dargestellt ist. Hier wird die Schachtel
8 vom Sauggreifer 3 übernommen, wobei der Sauggreifer 3 hierfür gleichzeitig oder
anschliessend horizontal in Richtung der abgesenkten Verpackungslehre geschoben wird,
bis er den Boden 80 der Schachtel 8 berührt. Er saugt sich am Schachtelboden 80 fest
und fährt mit der Schachtel vom Schachtelträger 5 weg. In einer bevorzugten Ausführungsform
weist der Sauggreifer 3 eine viereckige Saugplatte mit mindestens vier Saugnäpfen
30 auf, welche in den Ecken der Saugplatte angeordnet sind.
Der Schachtelträger 5 wird nun mindestens soweit fortbewegt, bis er die Oeffnung der
Schachtel vollständig freigibt. Bevorzugterweise wird er wieder in seine äussere Endposition
zurückgefahren, um eine neue Schachtel aufzunehmen. Der Sauggreifer 3 hingegen fährt
mit der Schachtel 8 zur abgesenkten Verpackungslehre 2, wie in Figur 4b mit gestrichelten
Linien dargestellt ist.
[0021] Handelt es sich um eine Kartonschachtel, so wird die Schachtel hier bevorzugterweise
von einem Schachtelhalter 6 aufgenommen. Dieser Schachtelhalter 6 ist stationär auf
dem Schachtelfüllmodul 1 angeordnet und besteht aus einem Schachtelhalterrahmen 60
und mehreren, hier vier, verschiebbaren Klemmelementen 61. Der Schachtelhalter 6 dient
der Fixierung der Seitenwände der Schachtel während deren Füllung. Die Klemmelemente
61 weisen hierfür jeweils eine Schrägplatte auf, welche in die Schachtelöffnung hineinragen
und durch Verschieben die Seitenwände leicht nach aussen pressen. Nun werden die Dosen
D von der Verpackungslehre 2 mittels eines hier nicht dargestellten Schiebers in die
Schachtel 8 geschoben, wobei die Schrägplatten als Führung dienen.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform wird nun eine Schutzplatte 7, welche mit dem
Bewegungsmechanismus des Sauggreifers 3 gekoppelt ist, mindestens teilweise über die
Oeffnung der nun gefüllten Schachtel geschwenkt und bevorzugterweise an diese angepresst,
damit die Dosen D in der Schachtel gehalten sind. Diese Bewegungsrichtungen sind in
der Figur 5 mit Pfeilen dargestellt. Es hat sich gezeigt, dass es ausreicht, wenn
die Schutzplatte die oberste oder mehrere der oberen Lagen der Dosen D überdeckt.
[0023] Der Sauggreifer 3 zieht die gefüllte Schachtel 8 von der Verpackungsstation in horizontaler
und senkrecht zur Zubringrichtung verlaufender Richtung zurück bis zur hinteren Endposition.
Die Schachtel gelangt somit ebenfalls auf die senkrecht zur Laderichtung verschiebbare
Transportplatte, wo sie vom Sauggreifer 3 durch Desaktivierung des Unterdruckes freigegeben,
von einem von oben auf sie drückenden Pressarm festgehalten und mit der Transportplatte
an die Bearbeitungsstation weitergegeben wird.
1. Verfahren zum Abpacken von Dosen oder Tuben, wobei von einer Förderstation (F) herkommende
Dosen (D) oder Tuben in eine Verpackungslehre (2,2') gebracht, in der Verpackungslehre
(2,2') zu einer Verpackungsstation (V) geführt und gemeinsam in Form einer dichten
Packung aus der Verpackungslehre (2,2') entfernt und mit einer gemeinsamen Verpackung
versehen werden, worauf sie an eine nächstfolgende Bearbeitungsstation (B) weitergegeben
werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dosen (D) oder Tuben mittels auswechselbaren Verpackungsmodulen (1,1') wahlweise
in eine Schachtel (8) gefüllt oder mit einer Umreifung versehen werden,
dass das Verpackungsmaterial in einer Ebene, der Zubringebene, zur Verpackungsstation
(V) gebracht wird, welche senkrecht zur Richtung der Abgabe der Dosen oder Tuben aus
der Verpackungslehre (2,2') liegt, wobei die zu füllende Schachtel (8) mittels eines
in der Zubringebene bewegbaren Schachtelträgers (5) zur Verpackungsstation (V) gebracht
und dort von einem bewegbaren Sauggreifer (3) übernommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu füllende Schachtel
(8) auf den Schachtelträger (5) gestülpt wird, dass, nachdem die Schachtel (8) mittels
des bewegbaren Sauggreifers (3) vom Schachtelträger (5) abgenommen wird, der Schachtelträger
(5) aus dem Bereich der Verpackungsstation (V) weggebracht wird und dass die Schachtel
(8) anschliessend mittels des Sauggreifers (3) zur Verpackungslehre (2) gebracht wird,
worauf die Dosen (D) oder Tuben aus der Verpackungslehre (2) in die Schachtel (8)
geschoben werden und die Schachtel (8) mittels des Sauggreifers (3) von der Verpackungsstation
(V) entfernt und an die nächstfolgende Bearbeitungsstation (B) weitergegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schachtelträger (5) ein
in horizontaler Richtung bewegter Wagen ist und dass die zu füllende Schachtel (8)
entsprechend der Ausrichtung der Verpackungslehre (2) auf den Schachtelträger (5)
gestülpt wird, wobei die Oeffnung der Schachtel sich auf der der Verpackungslehre
(2) zugewandten Seite befindet.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauggreifer (3) die Schachtel
(8) in paralleler Richtung zur Richtung der Abgabe der Dosen (D) oder Tuben in die
Schachtel (8) bewegt und dass er die Rückseite des Schachtelbodens (80) ansaugt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Seitenwände
der Schachtel (8), während diese mit den Dosen (D) oder Tuben gefüllt wird, mittels
eines Schachtelhaltes (6) in ihrer Lage fixiert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein bewegbarer Anpressarm
(4) auf die Schachtel gedrückt wird, der Unterdruck des Sauggreifers (3) desaktiviert
wird und die Schachtel mittels des Anpressarmes (4) an die nächstfolgende Bearbeitungsstation
(B) weitergeleitet wird.
7. Abpackmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer Verpackungslehre
(2,2') zur dichten Packung von Tuben oder Dosen (D), mit Verpackungsmodulen (1,1')
zur Umreifung oder Abpackung der Dosen oder Tuben in Schachteln (8) und einem bewegbaren
Sauggreifer (3) zur Weitergabe der verpackten Dosen oder Tuben an eine nächstfolgende
Bearbeitungsstation (B),
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei gegenseitig austauschbare Verpackungsmodule (1,1') vorhanden
sind, wobei jeweils ein Verpackungsmodul (1,1') zwischen Verpackungslehre (2,2') und
Sauggreifer (3) in die Maschine bringbar ist,
dass mindestens ein Verpackungsmodul ein Umreifungsmodul (1') und mindestens ein anderes
ein Schachtelfüllmodul (1) ist,
dass das Schachtelfüllmodul (1) einen Schachtelträger (5) aufweist, welcher in einer
Ebene, der Zubringebene, bewegbar ist, die senkrecht zur Richtung der Abgabe der Dosen
(D) oder Tuben aus der Verpackungslehre (2) liegt.
8. Abpackmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schachtelfüllmodul
(1) einen stationären Schachtelhalter (6) mit einem Schachtelhalterrahmen (60) und
mehreren am Schachtelhalterrahmen (60) angebrachten, verschiebbaren Klemmelementen
(61) zur Fixierung der Seitenwände der Schachtel (8) während deren Füllung aufweist.
9. Abpackmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schachtelträger (5)
auf die Schachtelgrösse anpassbar ist.
10. Abpackmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauggreifer (3) eine
ebene Saugfläche aufweist, welche parallel zur Zubringebene ausgerichtet ist und dass
der Sauggreifer (3) senkreckt zu dieser Ebene bewegbar ist.
11. Abpackmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine bewegbare Schutzplatte
(7) vorhanden ist, welche vor die Schachtelöffnung schwenkbar ist zur Halterung der
in die Schachtel (8) gefüllten Dosen (D) oder Tuben.