(19)
(11) EP 0 837 007 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.04.1998  Patentblatt  1998/17

(21) Anmeldenummer: 97117012.1

(22) Anmeldetag:  01.10.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B65D 45/20, B65D 25/28
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 05.10.1996 DE 19641123

(71) Anmelder: Wolf, Hans-Joachim
D-75447 Sternenfels (DE)

(72) Erfinder:
  • Wolf, Hans-Joachim
    D-75447 Sternenfels (DE)

(74) Vertreter: Frank, Gerhard, Dipl.-Phys. et al
Patentanwälte Mayer, Frank, Reinhardt, Schwarzwaldstrasse 1A
75173 Pforzheim
75173 Pforzheim (DE)

   


(54) Behälterelement mit einem Funktionsteil zur Handhabung


(57) Ein Behälterelement weist ein Funktionsteil zur Handhabung oder zum Verschluß oder Transport des Behälters auf, sowie ein Funktionsteil, das mit dem Halteteil verbunden ist, wobei letzteres lösbar in Wandungsbereichen des Behälters festsetzbar ist. Das Funktionsteil beinhaltet einen Traggriff, dessen Schenkel in das Halteteil eingreifen, und das Halteteil ist in eine Vertiefung an der Seitenwandung des Behälters schubladenähnlich einschiebbar.
Mit der Austauschbarkeit der aus Funktionsteil und Halteteil bestehenden Baueinheit ergibt sich eine flexiblere Produktion und ggf. auch Umrüstung des Behälters für verschiedene Einsatzzwecke.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Behälterelement mit einem Funktionsteil zur Handhabung, insbesondere Verschluß oder Transport desselben.

[0002] Ein derartiges Behälterelement ist aus dem DE 295 13 986 U1 bekannt; es geht auch bei der vorliegenden Erfindung insbesondere um Isolierbehälter, die zur Aufbewahrung und zum Transport von Speisen verwendet werden, wobei eine geschlossene thermische Hülle von Bedeutung ist. Bei dem gattungsgemäßen Gebrauchsmuster werden Nachteile der Verletzung der Hülle durch nachträglich angebrachte Griffe dadurch vermieden, daß in einem speziellen Herstellungsverfahren die dort als Griff vorgesehenen stabförmigen Funktionsteile zunächst in die noch elastische Hülle eingesteckt werden und dann der Behälter wie gewohnt von innen ausgeschäumt wird. Dies bedeutet aber auch, daß diese Funktionsteile dann einfür allemal an ihrem Platz sind oder mit anderen Worten, daß bereits bei der Herstellung des Behälters festgelegt sein muß, welche Art von Funktionsteilen am Behälter angeordnet sein sollen, entsprechend der Funktion dieses Behälters.

[0003] Während der Nutzungsdauer derartiger Behälter kommt es dagegen vor, daß solche Funktionsteile entweder überflüssig werden, oder auch zusätzliche Funktionsteile nützlich wären; eine derartige Funktionsänderung ist bei der technischen Lehre des gattungsgemäßen Gebrauchsmusters aber nicht mehr vorzunehmen, da der Behälter mit seinen Funktionsteilen bereits bei der Herstellung unwiderruflich vorbestimmt und definiert ist.

[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, Behälterelemente so weiterzubilden, daß hinsichtlich solcher Funktionsteile eine größere Flexibilität bei Herstellung und Gebrauch der Behälter erreicht wird.

[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst.

[0006] Der Grundgedanke der Erfindung ist also darin zu sehen, daß das Funktionsteil, beispielsweise ein Verschlußteil oder ein Griff bestimmter Bauart, nicht ein- für allemal integraler Bestandteil des jeweiligen Behälters sein muß, sondern je nach Bedarf im Rahmen der Erstausrüstung aber auch im Rahmen einer Umrüstung des Behälters schnell und flexibel einsetzbar bzw. umrüstbar ist.

[0007] Zweckmäßigerweise beruht die Verbindung des Funktionsteils mit dem Behälter auf einem Halteteil, das über Formschlußelemente am Behälter, auf dessen Deckel oder auch im Boden einschnapp- oder einrastbar gehalten ist, so daß sich für das jeweilige Funktionsteil dieselben statischen und dynamischen Funktionsvoraussetzungen, beispielsweise eine ortsfeste Schwenkachse, ergeben wie bei einer von vornherein statischen Fixierung im Behälter selbst wie beim Stand der Technik.

[0008] Dies eröffnet insbesondere die Möglichkeit, eine geringe Anzahl von Behältertypen einer Vielzahl von Behälterelementen zuzuordnen, die hinsichtlich ihrer Funktion, ihres Designs (z.B. Farbgebung), und ihrer mechanisch-physikalischen Eigenschaften auf den jeweiligen Einsatzzweck des zugeordneten Behälters abstimmbar sind und aufs einfachste an dem zugeordneten Behälter anbringbar und auch wieder entfernbar sind. Diese Modulbauweise wiederum ermöglicht dem Hersteller ohne aufwendige Lagerhaltung schnell und flexibel auf Kundenanforderungen zu reagieren und komplette Behältertypen mit genau denjenigen Behälterelementen auszustatten, die den spezifischen Anforderungen des Kunden entsprechen.

[0009] Das Halteteil kann hierbei je nach Beanspruchsanforderung ein Kunststoffteil sein, jedoch auch als Metallprofil insbesondere mit rundem Querschnitt ausgeführt sein, da hierbei hohe mechanische Stabilität mit einfacher Herstellung verbindbar ist, und auch auf einfache Art Schwenk- und Drehachsen für die jeweiligen Funktionsteile definiert werden können.

[0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind weiteren Unteransprüchen entnehmbar.

[0011] Mehrere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Lösung werden nun anhand von Zeichnungen näher dargestellt, es zeigen:
Figur 1
Eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels des Behälterelementes mit einem Metallprofil als Halteteil und einem Kunststoffprofil als Funktionsteil für einen Verschluß,
Figur 2
das in Figur 1 dargestellte Behälterelement, im zugehörigen Behälter eingebaut in seiner Funktionsposition,
Figur 3
schematische Schnittdarstellungen des in den Fign. 1 und 2 dargestellten Behälterelementes in verschiedenen Positionen,
Figur 4
eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels des Behälterelementes mit einem Metallprofil als Halteteil und einem Kunststoffprofil als Kniehebelverschluß,
Figur 5
eine Schnittdarstellung des Kniehebelverschlusses der Figur 4 in verschiedenen Positionen,
Fig. 6A,6B
schematische Schnittdarstellungen zweier Varianten eines dritten Ausführungsbeispieles eines Behälterelementes, bei dem das Halteteil ebenfalls ein Metallprofil und das Funkrionsteil ein Handgriff ist,
Fig. 7A-D
Ansichten und Schnitte einer bevorzugten Variante des dritten Ausführungsbeispiels und
Figur 8
eine schematische Darstellung eines vierten Ausführungsbeispiels, bei dem das Funktionsteil eine Rolle oder ein Rad zur Bewegung des Behälters ist.


[0012] Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Behälterelements, das ein Halteteil zur Befestigung im Deckel des Behälters aufweist, das beim dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem U-förmig ausgebildeten Metallprofil 10 mit rundem Querschnitt besteht. Ein erster Teilabschnitt 10A ist in Kontakt mit der Wandung des Deckels, die Enden der beiden Schenkel des U-förmigen Metallprofils 10 sind so gegeneinander gerichtet, daß sie in einer Achse X-X miteinander fluchten, die die Schwenkachse für das hier als Verschlußbügel 20 ausgebildete Funktionsteil bilden. Diese Schwenkachse X-X liegt parallel und etwa auf gleicher Höhe mit dem rückwärtigen, angehobenen Teil des U-Bügels 10. Der Verschlußbügel 20 ist durch einen im wesentlichen H-förmiges Kunststoffteil gebildet, dessen obere H-Schenkel den zweiten Teilabschnitt 10B, die Enden des Metallprofils 10 durch elastisches Übergreifen mittels eines Schlitzes 20S (Detailansicht der Figur 1), umschließt, so daß der Verschlußbügel 20 um diese Achse schwenkbar gelagert ist. Die unteren beiden H-Schenkel sind nach innen abgebogen, so daß sie hier in Rasteingriff mit entsprechend korrespondierend ausgeformten Wandungsbereichen des Aufnahmeteils des Behälters kommen können.

[0013] Figur 2 zeigt dieses Behälterelement im eingebauten Zustand in einem aus Aufnahmeteil 30 und Deckel 40 gebildeten Behälter, wobei hier die Verschlußposition dargestellt ist, also diejenige Position, wo die unteren H-Enden 20A,20B entsprechende Ausformungen im Aufnahmeteil 30 übergreifen und somit dort einrasten. Das Metallprofil 10 ist in der in Figur 2 dargestellten Funktionsposition des Verschlußbügels 20 in bzw. zwischen den Wandbereichen A,B,C einer Vertiefung 41 im Deckel 40 eingerastet gehalten, so daß das gesamte Behälterelement als Verschluß zwischen Aufnahmeteil 30 und Deckel 40 bei den beim Öffnen und Schließen des Verschlusses üblicher Weise auftretenden Kraftbeanspruchungen auf keinen Fall aus der Vertiefung 41 herausgezogen werden kann. Bei dieser Ausführungsform besitzt der Verschlußbügel 20 eine ausreichende Eigenelastizität, daß durch entsprechende Kraftaufwendung der Verschluß aus der in Figur 2 dargestellten Verschlußposition nach vorne mit seinen beiden unteren H-Abschnitten 20A,20B aus dem Aufnahmeteil 30 ausgerastet werden kann und dann in Richtung der beiden Doppelpfeile zumindest soweit verschwenkt werden kann, daß der Deckel 40 vom Aufnahmeteil 30 abgenommen werden kann.

[0014] Figur 3 zeigt in einer schematisierten Darstellung nochmals die Handhabung des Verschlusses, in Position 3 befindet sich der Verschluß in der in Figur 2 dargestellten Verschlußposition, bei der Deckel 40 und Aufnahmeteil 30 fest aufeinander gehalten sind, in Figur 3B ist der Verschluß gelöst und in Figur 3C ist der Verschlußbügel 20 nach innen in die Vertiefung 41 eingeschwenkt, so daß er dort in einer Art Lagerposition im Deckel sich befindet, wo er die Handhabung des Deckels nicht behindert.

[0015] Figur 4 zeigt in einer ähnlichen perspektivischen Darstellung wie Figur 1 ein modifiziertes, zweites Ausführungsbeispiel eines Verschlußelementes, das im Prinzip gleichartig ausgeführt aber als Kniehebelverschluß konzipiert ist.

[0016] Das Metallprofil 10 ist hier zweiteilig ausgebildet, der erste, U-förmige Teilabschnitt 10A dient wiederum zur Halterung des Verschlusses in der Vertiefung 41 des Deckels 40, wo er zwischen den Seitenwandungen der Vertiefung 41 und Rastnoppen 43 in der Funktionsposition des Verschlusses ebenfalls sicher gehalten ist. Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel besteht der zweite Teilabschnitt 10B des Metallprofils ebenfalls aus einem flachen U-förmigen Teil, das in den Enden des ersten Teilabschnittes 10A schwenkbar gehalten ist und das an seinem Basisteil vom Verschlußbügel 20 übergriffen wird, so daß zusätzlich zur Schwenkachse X-X eine weitere, parallel hierzu verlaufende Schwenkachse Y-Y definiert wird. Im mittleren, parallel zur Bodenebene der Vertiefung 41 verlaufenden Teilabschnitt 10B ist zwischen den beiden Schenkeln 20C,20D ein Betätigungsteil 21 für den Kniehebelverschluß schwenkbar gehalten, das beim dargestellten Ausführungsbeispiel als U-förmiges Kunststoffteil ausgebildet ist, das am Übergangsbereich zwischen seinem Basisteil und dem längeren, als Bedienungsfläche dienenden Schenkel um die Achse X-X verschwenkbar ist.

[0017] Die perspektivische Darstellung der Figur 4 zeigt diesen Kniehebelverschluß während der Montage bzw. Demontage in der Vertiefung 41; man erkennt, daß der gesamte Kniehebelverschluß schubladenähnlich in Richtung des Doppelpfeils in den Deckel 40 eingeschoben und dort verrastet (Montage) bzw. durch entsprechende Kraftaufwendung aus den Rastvorrichtungen 43 auch wieder herausgezogen (Demontage) werden kann. Dieses Merkmal ist allen Ausführungsformen der Behälterelemente gemäß der Erfindung gemeinsam und stellt eine wesentliche Eigenschaft dieser Technik dar.

[0018] Figur 5 zeigt schließlich noch in drei Schnittdarstellungen die Funktionsweise des Kniehebelverschlusses:

[0019] Figur 5A zeigt den Verschluß in seiner Funktionsposition, also in der Halteposition, bei der Deckel 40 und Aufnahmeteil 30 des Behälters aufeinander gedrückt sind. Das Betätigungsteil 21 ist dabei so orientiert, daß sein unterer, kürzerer U-Schenkel auf dem Boden der Vertiefung 41 aufliegt und die beiden Schwenkachsen X-X und Y-Y in Richtung der Normalen zum Boden der Vertiefung 41 übereinanderliegen, also in einer Position, in der der Verschlußbügel 20 bzw. dessen unterer H-Schenkel 20A,20B die beiden Behälterteile 30,40 am stärksten gegeneinander zieht (Verschlußposition).

[0020] Figur 5B zeigt das Lösen des Verschlusses, in dem an der oberen Betätigungsfläche des Betätigungsteils 21 gezogen wird (Richtung des Pfeils PF); dadurch gibt der untere, kürzere U-Schenkel des Betätigungsteils 21 die beiden Schenkel 10C des zweiten Teilabschnittes 10B des Metallbügels 10 frei, so daß die obere Schwenkachse X-X, an der der Verschlußbügel 20 angelenkt ist, nach außen wegschwenken kann, wodurch die obere Schwenkachse X-X sich nach unten bewegt und dadurch das Verschlußteil 20 die korrespondierende Ausformung im Aufnahmeteil 30 des Behälters freigibt und nach außen weggeschwenkt werden kann.

[0021] Die Figuren 6A und B zeigen schematische Prinzip-Darstellungen eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Behälterelementes, hier bildet das Behälterelement eine Transporteinrichtung. Hier ist ebenfalls ein Metallbügel 10 in Verrastungen 42 in einer Vertiefung 31 des Aufnahmeteils 30 des Behälters verrastet. In Richtung des Doppelpfeiles kann die erste Variante (Fig. 6A) dieses Behälterelements, die gesamte Transporteinrichtung, durch Einschieben des Bügels 10 in diese Rastelemente einfach montiert bzw. durch Herausziehen demontiert werden. An der Schwenkachse Z-Z ist ein U-förmig ausgebildeter Tragegriff 50 angelenkt, der über einen dreiecksförmigen Fortsatz sich in der dargestellten Funktionsposition (Trageposition) am Metallbügel 10 oder auch dem Boden der Vertiefung 31 abstützt, ansonsten aber nach unten in die Vertiefung 31 einschwenkbar ist, wenn der Behälter nicht transportiert wird.

[0022] Alternativ zu dieser ersten Variante kann natürlich auch eine vereinfachte Variante vorgesehen sein (Fig. 6B), bei der das Metallprofil 10 und der Tragegriff 50 als einstückiges Bauteil oder starr verbundene Bauteile ausgebildet sind, das die in Figur 6A dargestellte Funktionsposition nach Verrastung permanent einnimmt.

[0023] Die Fign. 7A bis 7D zeigen in verschiedenen Darstellungen Aufbau und Montage eines als Griffhalteplatte 60 ausgebildeten Halteteils für einen Tragegriff 50. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform sind die einzelnen Elemente gemäß Fig. 7B lediglich durch Verklemmung und Verrastung bausatzähnlich ineinandersetzbar, Fig. 7C zeigt eine teilgeschnittene Darstellung der in eine Vertiefung 31 des Behälters 30 eingesetzten Griffhalteplatte 60, und die Fign. 7D zeigen die Sicherung der Griffhalteplatte 60, in der in Fig. 7C dargestellten Funktionsposition mittels speziell dafür vorgesehener Bauteile.

[0024] Zentrales Bauteil dieses Komponentensystems ist eine einstückig geformte, beispielsweise als Spritzgußteil, Griffhalteplatte 60, die beidseitig fluchtend mit der vorgesehenen Schwenkachse X-X eines Tragegriffs 50 zylindrische Ausnehmungen 62A, 63A aufweist. Der Tragegriff 50 besteht aus zwei U-förmigen Seitenteilen 55, 56 aus einem Rundprofil und einem Kunststoff-Trageteil 57, das ebenfalls stirnseitig zylindrische Bohrungen aufweist.

[0025] Die beiden parallel zueinander verlaufenden Schenkel der beiden Seitenteile 55, 56 werden nun in Richtung der Pfeile B1 in die Ausnehmungen 62A, 63A in der Griffhalteplatte 60 eingeführt und gleichzeitig in die entsprechenden zylindrischen Ausnehmungen in den Stirnseiten des Trageteils 57, so daß sich die in Fig. 7A in der Aufsicht gezeigte Gesamtstruktur des Behälterelements ergibt.

[0026] Um nach dem beschriebenen Zusammenbau die Position der Seitenteile 55 und 56 in der Griffhalteplatte 60 zu sichern, sind zylindrische Kunststoff-Sicherungshülsen 62, 63 vorgesehen, die den nach außen zeigenden verbleibenden Öffnungsbereich der zylindrischen Bohrungen 62A, 63A verschließen, wie dies insbesondere in der Darstellung der Fig. 7C entnehmbar ist. Die Außenkontur dieser Sicherungshülsen 62, 63 ist dabei an die Außenkontur der Griffhalteplatte 60 angepaßt.

[0027] Wird die derart gebildete Einheit in eine Ausnehmung 31 des Behälters 30 schubladenähnlich eingeführt, so ergibt sich durch die hinterschnittähnliche Gestaltung des Profils der Ausnehmung 31 ein Klemmeffekt bezüglich der Sicherungshülsen 32, 33, so daß diese in der Funktionsposition der Funktionseinheit in der Vertiefung 31 des Behälters 30 nicht mehr entnehmbar sind und folglich auch der Tragegriff 50 gesichert ist, ohne daß seine Verschwenkbarkeit um die Schwenkachse X-X beeinträchtigt ist.

[0028] Bei der dargestellten Ausführungsform weist die Ausnehmung 31 ebenfalls eine Stirnwandung auf, die als Anschlag für die Griffhalteplatte 60 dient und in dieser Position die Funktionsposition der Schwenkachse X-X und damit des Tragegriffs 50 vorgibt.

[0029] Um die Position der Gesamtbaueinheit in dieser Lage zu sichern, ist ein stempelähnliches Rastelement 61 (zweckmäßigerweise ebenfalls ein Kunststoff-Spritzgußteil) vorgesehen, das vor der Montage der Griffeinheit in der Ausnehmung 31 des Behälters 30 in die Rückseite der Griffhalteplatte 60 eingeführt wird und dort mit seinem schmaleren, zylindrischen Fortsatz in eine entsprechende Führungsbohrung 61A eintaucht, so daß die Stirnseite dieses verjüngten zylindrischen Teils aus einem erweiterten Frontabschnitt der Bohrung 61A herausragt.

[0030] Die Funktion dieser Verrriegelung wird anhand der Fign. 7D im einzelnen noch kurz erläutert, die Querschnitte in der Ebene A-B der Fig. 7C darstellen und einzelnen Funktionspositionen 1-3 zugeordnet sind:

[0031] Zunächst wird das Sicherungselement 61 in Richtung des Pfeils B2 in die Rückseite der Griffhalteplatte 60 bzw. in eine hierfür vorgeseheneformschlüssige Ausformung eingesteckt (Abb. 1) bis es die in Abb. 2 dargestellte Einsteckposition erreicht hat, wo der verjüngte zylindrisch ausgebildete Fortsatz aus der Vorderseite der Griffhalteplatte 60 herausragt. In diesem Bereich ist die Bohrung 61A aufgeweitet, so daß sich eine Ringnut 68A ausbildet, in die eine hülsenähnliche Kunststoffkappe 68 klemmend paßt.

[0032] Bei der in Abb. 3 der Fig. 7D dargestellten Endposition (Funktionsposition) der Griffhalteplatte 60 in der Vertiefung 31 erreicht das Sicherungselement 61 eine in dieser Position in die Vertiefung 31 eingebrachte Ausnehmung 35, in die das Sicherungselement 31 um einige Millimeter einschiebbar ist, so daß die Griffhalteplatte 60 in dieser Position nicht mehr verschiebbar ist. Diese Position wird dadurch gesichert, daß die hülsenartige Kappe 68 nunmehr auf das nach außen zeigende Ende des Sicherungselementes 61 bzw. in die Ringnut 68A eingedrückt und dort verklemmt wird. Damit ist die Montage des Tragegriffs 50 im Behälter 30 beendet.

[0033] Figur 8 schließlich zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel, hierbei ist in einer Vertiefung im Boden 35 des Aufnahmeteils 30 des Behälters ein Bügel 61 so gehalten, daß sein freies Ende als Achse eines Rades 60 dient, so daß hier auf ebenso einfache Art und Weise ein Behälter zum Transport ausgestattet werden kann.


Ansprüche

1. Behälterelement mit einem Funktionsteil zur Handhabung, insbesondere Verschluß oder Transport desselben, wobei das Funktionsteil mit einem Halteteil verbunden ist, das seinerseits lösbar mit Wandungsbereichen des Behälters verbindbar und dort derart festsetzbar ist, daß es in dieser Position die Funktionsposition des Funktionsteils definiert, dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionsteil einen Tragegriff (50) beinhaltet, dessen Schenkel (51,52) in das Halteteil eingreifen, und daß das Halteteil in eine Vertiefung (31) an der Seitenwandung des Behälters (30) schubladenähnlich einschiebbar und in der Funktionsposition des Tragegriffes (50) festsetzbar ist.
 
2. Behälterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil eine Griffhalteplatte (60) ist, in der ein Sicherungselement (61) derart verschiebbar gehalten ist, daß es in der Funktionsposition in eine korrespondierende Ausnehmung (35) in der Vertiefung (31) eingreift.
 
3. Behälterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffhalteplatte (60) in der Schwenkachse (X-X) miteinander fluchtende Sicherungshülsen (62,63) aufweist, die den eingesetzten Tragegriff (50) sichern.
 
4. Behälterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenkontur der Vertiefung (31) und die Außenkontur der Griffhaltepplatte (60) unter Einbeziehung der Sicherungshülsen (62, 63) in der Funktionsposition zumindest abschnittsweise einen Formschluß erzeugen.
 
5. Behälterelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragegriff (50) aus zwei U-förmigen Seitenteilen (55, 56) aus je einem Metallprofil und einem Trageteil (57) aus Kunststoff besteht, in dessen Stirnseiten die beiden Seitenteile (55, 56) einhängbar sind.
 
6. Behälterelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (61) mittels einer abnehmbaren Kappe (68) in der in die Vertiefung (31) eingreifenden Position gehalten ist.
 
7. Behälterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionsteil einen Verschlußbügel (20) beinhaltet, der im Halteteil (10) schwenkbar gehalten ist, und daß das Halteteil in eine Vertiefung (41) im Deckel (40) des Behälters (30) schubladenähnlich einschiebbar und in der Funktionsposition des Verschlußbügels (20) festsetzbar ist.
 
8. Behälterelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionsteil als Kniehebelverschluß ausgebildet ist, wobei sowohl der Verschlußbügel (20) als auch ein Betätigungsteil (21) die gemeinsame Schwenkachse (X-X) umgreifen, und die beiden Teilabschnitte (10A, 10B) um eine parallele Schwenkachse (Y-Y) gegeneinander verschwenkbar sind.
 
9. Behälterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung des Halteteils mit der Behälterwandung ausschließlich durch Formschluß in Nuten, Noppen oder Rasten der Behälterwandung in der Funktionsposition des Funktionsteils erfolgt.
 
10. Behälterelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel ein Metall- oder Kunststoffprofil (10) ist, dessen erster Teilabschnitt (10A) U-förmig ausgebildet ist, und dessen zweiter Teilabschnitt (10B) die Schwenkachse (X-X) bildet.
 
11. Behälterelement nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung Seitenwandungen (A, B) und eine Stirnwandung (C) aufweist, die zur Führung und/oder Positionierung des Bügels dienen.
 
12. Behälterelement nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine Vertiefung (31, 41) zur Aufnahme des Bügels eines Verschlußbügels (20) und des Kunststofformteils (60) eines Tragegriffs (50) den Behälter (30) und am Deckel (40) einander gegenüberliegend angeordnet sind.
 
13. Behälterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionsteil ein Rad (60), eine Rolle oder eine Kufe ist, dessen/deren zugeordneter Bügel (61) in einer Vertiefung im Boden (35) oder angrenzender Seiten des Behälters gehalten ist.
 
14. Behälterelement nach Anspruch 1, 7 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Vertiefung (31, 41) so gewählt ist, daß das zugeordnete Funktionsteil (Tragegriff, Kniehebelverschluß, Rolle, Kufe) in einer Ruheposition in diese Vertiefung so weit einschwenkbar ist, daß es nicht über die umgebenden Randbereiche des Aufnahmeteils/Deckels hinausragt.
 




Zeichnung