[0001] Die Erfindung betrifft ein Behälterelement mit einem Funktionsteil zur Handhabung,
insbesondere Verschluß oder Transport desselben.
[0002] Ein derartiges Behälterelement ist aus dem DE 295 13 986 U1 bekannt; es geht auch
bei der vorliegenden Erfindung insbesondere um Isolierbehälter, die zur Aufbewahrung
und zum Transport von Speisen verwendet werden, wobei eine geschlossene thermische
Hülle von Bedeutung ist. Bei dem gattungsgemäßen Gebrauchsmuster werden Nachteile
der Verletzung der Hülle durch nachträglich angebrachte Griffe dadurch vermieden,
daß in einem speziellen Herstellungsverfahren die dort als Griff vorgesehenen stabförmigen
Funktionsteile zunächst in die noch elastische Hülle eingesteckt werden und dann der
Behälter wie gewohnt von innen ausgeschäumt wird. Dies bedeutet aber auch, daß diese
Funktionsteile dann einfür allemal an ihrem Platz sind oder mit anderen Worten, daß
bereits bei der Herstellung des Behälters festgelegt sein muß, welche Art von Funktionsteilen
am Behälter angeordnet sein sollen, entsprechend der Funktion dieses Behälters.
[0003] Während der Nutzungsdauer derartiger Behälter kommt es dagegen vor, daß solche Funktionsteile
entweder überflüssig werden, oder auch zusätzliche Funktionsteile nützlich wären;
eine derartige Funktionsänderung ist bei der technischen Lehre des gattungsgemäßen
Gebrauchsmusters aber nicht mehr vorzunehmen, da der Behälter mit seinen Funktionsteilen
bereits bei der Herstellung unwiderruflich vorbestimmt und definiert ist.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, Behälterelemente so weiterzubilden, daß hinsichtlich
solcher Funktionsteile eine größere Flexibilität bei Herstellung und Gebrauch der
Behälter erreicht wird.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0006] Der Grundgedanke der Erfindung ist also darin zu sehen, daß das Funktionsteil, beispielsweise
ein Verschlußteil oder ein Griff bestimmter Bauart, nicht ein- für allemal integraler
Bestandteil des jeweiligen Behälters sein muß, sondern je nach Bedarf im Rahmen der
Erstausrüstung aber auch im Rahmen einer Umrüstung des Behälters schnell und flexibel
einsetzbar bzw. umrüstbar ist.
[0007] Zweckmäßigerweise beruht die Verbindung des Funktionsteils mit dem Behälter auf einem
Halteteil, das über Formschlußelemente am Behälter, auf dessen Deckel oder auch im
Boden einschnapp- oder einrastbar gehalten ist, so daß sich für das jeweilige Funktionsteil
dieselben statischen und dynamischen Funktionsvoraussetzungen, beispielsweise eine
ortsfeste Schwenkachse, ergeben wie bei einer von vornherein statischen Fixierung
im Behälter selbst wie beim Stand der Technik.
[0008] Dies eröffnet insbesondere die Möglichkeit, eine geringe Anzahl von Behältertypen
einer Vielzahl von Behälterelementen zuzuordnen, die hinsichtlich ihrer Funktion,
ihres Designs (z.B. Farbgebung), und ihrer mechanisch-physikalischen Eigenschaften
auf den jeweiligen Einsatzzweck des zugeordneten Behälters abstimmbar sind und aufs
einfachste an dem zugeordneten Behälter anbringbar und auch wieder entfernbar sind.
Diese Modulbauweise wiederum ermöglicht dem Hersteller ohne aufwendige Lagerhaltung
schnell und flexibel auf Kundenanforderungen zu reagieren und komplette Behältertypen
mit genau denjenigen Behälterelementen auszustatten, die den spezifischen Anforderungen
des Kunden entsprechen.
[0009] Das Halteteil kann hierbei je nach Beanspruchsanforderung ein Kunststoffteil sein,
jedoch auch als Metallprofil insbesondere mit rundem Querschnitt ausgeführt sein,
da hierbei hohe mechanische Stabilität mit einfacher Herstellung verbindbar ist, und
auch auf einfache Art Schwenk- und Drehachsen für die jeweiligen Funktionsteile definiert
werden können.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind weiteren Unteransprüchen entnehmbar.
[0011] Mehrere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Lösung werden nun anhand von Zeichnungen
näher dargestellt, es zeigen:
- Figur 1
- Eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels des Behälterelementes
mit einem Metallprofil als Halteteil und einem Kunststoffprofil als Funktionsteil
für einen Verschluß,
- Figur 2
- das in Figur 1 dargestellte Behälterelement, im zugehörigen Behälter eingebaut in
seiner Funktionsposition,
- Figur 3
- schematische Schnittdarstellungen des in den Fign. 1 und 2 dargestellten Behälterelementes
in verschiedenen Positionen,
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels des Behälterelementes
mit einem Metallprofil als Halteteil und einem Kunststoffprofil als Kniehebelverschluß,
- Figur 5
- eine Schnittdarstellung des Kniehebelverschlusses der Figur 4 in verschiedenen Positionen,
- Fig. 6A,6B
- schematische Schnittdarstellungen zweier Varianten eines dritten Ausführungsbeispieles
eines Behälterelementes, bei dem das Halteteil ebenfalls ein Metallprofil und das
Funkrionsteil ein Handgriff ist,
- Fig. 7A-D
- Ansichten und Schnitte einer bevorzugten Variante des dritten Ausführungsbeispiels
und
- Figur 8
- eine schematische Darstellung eines vierten Ausführungsbeispiels, bei dem das Funktionsteil
eine Rolle oder ein Rad zur Bewegung des Behälters ist.
[0012] Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Behälterelements, das ein Halteteil
zur Befestigung im Deckel des Behälters aufweist, das beim dargestellten Ausführungsbeispiel
aus einem U-förmig ausgebildeten Metallprofil 10 mit rundem Querschnitt besteht. Ein
erster Teilabschnitt 10A ist in Kontakt mit der Wandung des Deckels, die Enden der
beiden Schenkel des U-förmigen Metallprofils 10 sind so gegeneinander gerichtet, daß
sie in einer Achse X-X miteinander fluchten, die die Schwenkachse für das hier als
Verschlußbügel 20 ausgebildete Funktionsteil bilden. Diese Schwenkachse X-X liegt
parallel und etwa auf gleicher Höhe mit dem rückwärtigen, angehobenen Teil des U-Bügels
10. Der Verschlußbügel 20 ist durch einen im wesentlichen H-förmiges Kunststoffteil
gebildet, dessen obere H-Schenkel den zweiten Teilabschnitt 10B, die Enden des Metallprofils
10 durch elastisches Übergreifen mittels eines Schlitzes 20S (Detailansicht der Figur
1), umschließt, so daß der Verschlußbügel 20 um diese Achse schwenkbar gelagert ist.
Die unteren beiden H-Schenkel sind nach innen abgebogen, so daß sie hier in Rasteingriff
mit entsprechend korrespondierend ausgeformten Wandungsbereichen des Aufnahmeteils
des Behälters kommen können.
[0013] Figur 2 zeigt dieses Behälterelement im eingebauten Zustand in einem aus Aufnahmeteil
30 und Deckel 40 gebildeten Behälter, wobei hier die Verschlußposition dargestellt
ist, also diejenige Position, wo die unteren H-Enden 20A,20B entsprechende Ausformungen
im Aufnahmeteil 30 übergreifen und somit dort einrasten. Das Metallprofil 10 ist in
der in Figur 2 dargestellten Funktionsposition des Verschlußbügels 20 in bzw. zwischen
den Wandbereichen A,B,C einer Vertiefung 41 im Deckel 40 eingerastet gehalten, so
daß das gesamte Behälterelement als Verschluß zwischen Aufnahmeteil 30 und Deckel
40 bei den beim Öffnen und Schließen des Verschlusses üblicher Weise auftretenden
Kraftbeanspruchungen auf keinen Fall aus der Vertiefung 41 herausgezogen werden kann.
Bei dieser Ausführungsform besitzt der Verschlußbügel 20 eine ausreichende Eigenelastizität,
daß durch entsprechende Kraftaufwendung der Verschluß aus der in Figur 2 dargestellten
Verschlußposition nach vorne mit seinen beiden unteren H-Abschnitten 20A,20B aus dem
Aufnahmeteil 30 ausgerastet werden kann und dann in Richtung der beiden Doppelpfeile
zumindest soweit verschwenkt werden kann, daß der Deckel 40 vom Aufnahmeteil 30 abgenommen
werden kann.
[0014] Figur 3 zeigt in einer schematisierten Darstellung nochmals die Handhabung des Verschlusses,
in Position 3 befindet sich der Verschluß in der in Figur 2 dargestellten Verschlußposition,
bei der Deckel 40 und Aufnahmeteil 30 fest aufeinander gehalten sind, in Figur 3B
ist der Verschluß gelöst und in Figur 3C ist der Verschlußbügel 20 nach innen in die
Vertiefung 41 eingeschwenkt, so daß er dort in einer Art Lagerposition im Deckel sich
befindet, wo er die Handhabung des Deckels nicht behindert.
[0015] Figur 4 zeigt in einer ähnlichen perspektivischen Darstellung wie Figur 1 ein modifiziertes,
zweites Ausführungsbeispiel eines Verschlußelementes, das im Prinzip gleichartig ausgeführt
aber als Kniehebelverschluß konzipiert ist.
[0016] Das Metallprofil 10 ist hier zweiteilig ausgebildet, der erste, U-förmige Teilabschnitt
10A dient wiederum zur Halterung des Verschlusses in der Vertiefung 41 des Deckels
40, wo er zwischen den Seitenwandungen der Vertiefung 41 und Rastnoppen 43 in der
Funktionsposition des Verschlusses ebenfalls sicher gehalten ist. Im Gegensatz zum
ersten Ausführungsbeispiel besteht der zweite Teilabschnitt 10B des Metallprofils
ebenfalls aus einem flachen U-förmigen Teil, das in den Enden des ersten Teilabschnittes
10A schwenkbar gehalten ist und das an seinem Basisteil vom Verschlußbügel 20 übergriffen
wird, so daß zusätzlich zur Schwenkachse X-X eine weitere, parallel hierzu verlaufende
Schwenkachse Y-Y definiert wird. Im mittleren, parallel zur Bodenebene der Vertiefung
41 verlaufenden Teilabschnitt 10B ist zwischen den beiden Schenkeln 20C,20D ein Betätigungsteil
21 für den Kniehebelverschluß schwenkbar gehalten, das beim dargestellten Ausführungsbeispiel
als U-förmiges Kunststoffteil ausgebildet ist, das am Übergangsbereich zwischen seinem
Basisteil und dem längeren, als Bedienungsfläche dienenden Schenkel um die Achse X-X
verschwenkbar ist.
[0017] Die perspektivische Darstellung der Figur 4 zeigt diesen Kniehebelverschluß während
der Montage bzw. Demontage in der Vertiefung 41; man erkennt, daß der gesamte Kniehebelverschluß
schubladenähnlich in Richtung des Doppelpfeils in den Deckel 40 eingeschoben und dort
verrastet (Montage) bzw. durch entsprechende Kraftaufwendung aus den Rastvorrichtungen
43 auch wieder herausgezogen (Demontage) werden kann. Dieses Merkmal ist allen Ausführungsformen
der Behälterelemente gemäß der Erfindung gemeinsam und stellt eine wesentliche Eigenschaft
dieser Technik dar.
[0018] Figur 5 zeigt schließlich noch in drei Schnittdarstellungen die Funktionsweise des
Kniehebelverschlusses:
[0019] Figur 5A zeigt den Verschluß in seiner Funktionsposition, also in der Halteposition,
bei der Deckel 40 und Aufnahmeteil 30 des Behälters aufeinander gedrückt sind. Das
Betätigungsteil 21 ist dabei so orientiert, daß sein unterer, kürzerer U-Schenkel
auf dem Boden der Vertiefung 41 aufliegt und die beiden Schwenkachsen X-X und Y-Y
in Richtung der Normalen zum Boden der Vertiefung 41 übereinanderliegen, also in einer
Position, in der der Verschlußbügel 20 bzw. dessen unterer H-Schenkel 20A,20B die
beiden Behälterteile 30,40 am stärksten gegeneinander zieht (Verschlußposition).
[0020] Figur 5B zeigt das Lösen des Verschlusses, in dem an der oberen Betätigungsfläche
des Betätigungsteils 21 gezogen wird (Richtung des Pfeils PF); dadurch gibt der untere,
kürzere U-Schenkel des Betätigungsteils 21 die beiden Schenkel 10C des zweiten Teilabschnittes
10B des Metallbügels 10 frei, so daß die obere Schwenkachse X-X, an der der Verschlußbügel
20 angelenkt ist, nach außen wegschwenken kann, wodurch die obere Schwenkachse X-X
sich nach unten bewegt und dadurch das Verschlußteil 20 die korrespondierende Ausformung
im Aufnahmeteil 30 des Behälters freigibt und nach außen weggeschwenkt werden kann.
[0021] Die Figuren 6A und B zeigen schematische Prinzip-Darstellungen eines dritten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Behälterelementes, hier bildet das Behälterelement eine Transporteinrichtung.
Hier ist ebenfalls ein Metallbügel 10 in Verrastungen 42 in einer Vertiefung 31 des
Aufnahmeteils 30 des Behälters verrastet. In Richtung des Doppelpfeiles kann die erste
Variante (Fig. 6A) dieses Behälterelements, die gesamte Transporteinrichtung, durch
Einschieben des Bügels 10 in diese Rastelemente einfach montiert bzw. durch Herausziehen
demontiert werden. An der Schwenkachse Z-Z ist ein U-förmig ausgebildeter Tragegriff
50 angelenkt, der über einen dreiecksförmigen Fortsatz sich in der dargestellten Funktionsposition
(Trageposition) am Metallbügel 10 oder auch dem Boden der Vertiefung 31 abstützt,
ansonsten aber nach unten in die Vertiefung 31 einschwenkbar ist, wenn der Behälter
nicht transportiert wird.
[0022] Alternativ zu dieser ersten Variante kann natürlich auch eine vereinfachte Variante
vorgesehen sein (Fig. 6B), bei der das Metallprofil 10 und der Tragegriff 50 als einstückiges
Bauteil oder starr verbundene Bauteile ausgebildet sind, das die in Figur 6A dargestellte
Funktionsposition nach Verrastung permanent einnimmt.
[0023] Die Fign. 7A bis 7D zeigen in verschiedenen Darstellungen Aufbau und Montage eines
als Griffhalteplatte 60 ausgebildeten Halteteils für einen Tragegriff 50. Bei dieser
bevorzugten Ausführungsform sind die einzelnen Elemente gemäß Fig. 7B lediglich durch
Verklemmung und Verrastung bausatzähnlich ineinandersetzbar, Fig. 7C zeigt eine teilgeschnittene
Darstellung der in eine Vertiefung 31 des Behälters 30 eingesetzten Griffhalteplatte
60, und die Fign. 7D zeigen die Sicherung der Griffhalteplatte 60, in der in Fig.
7C dargestellten Funktionsposition mittels speziell dafür vorgesehener Bauteile.
[0024] Zentrales Bauteil dieses Komponentensystems ist eine einstückig geformte, beispielsweise
als Spritzgußteil, Griffhalteplatte 60, die beidseitig fluchtend mit der vorgesehenen
Schwenkachse X-X eines Tragegriffs 50 zylindrische Ausnehmungen 62A, 63A aufweist.
Der Tragegriff 50 besteht aus zwei U-förmigen Seitenteilen 55, 56 aus einem Rundprofil
und einem Kunststoff-Trageteil 57, das ebenfalls stirnseitig zylindrische Bohrungen
aufweist.
[0025] Die beiden parallel zueinander verlaufenden Schenkel der beiden Seitenteile 55, 56
werden nun in Richtung der Pfeile B1 in die Ausnehmungen 62A, 63A in der Griffhalteplatte
60 eingeführt und gleichzeitig in die entsprechenden zylindrischen Ausnehmungen in
den Stirnseiten des Trageteils 57, so daß sich die in Fig. 7A in der Aufsicht gezeigte
Gesamtstruktur des Behälterelements ergibt.
[0026] Um nach dem beschriebenen Zusammenbau die Position der Seitenteile 55 und 56 in der
Griffhalteplatte 60 zu sichern, sind zylindrische Kunststoff-Sicherungshülsen 62,
63 vorgesehen, die den nach außen zeigenden verbleibenden Öffnungsbereich der zylindrischen
Bohrungen 62A, 63A verschließen, wie dies insbesondere in der Darstellung der Fig.
7C entnehmbar ist. Die Außenkontur dieser Sicherungshülsen 62, 63 ist dabei an die
Außenkontur der Griffhalteplatte 60 angepaßt.
[0027] Wird die derart gebildete Einheit in eine Ausnehmung 31 des Behälters 30 schubladenähnlich
eingeführt, so ergibt sich durch die hinterschnittähnliche Gestaltung des Profils
der Ausnehmung 31 ein Klemmeffekt bezüglich der Sicherungshülsen 32, 33, so daß diese
in der Funktionsposition der Funktionseinheit in der Vertiefung 31 des Behälters 30
nicht mehr entnehmbar sind und folglich auch der Tragegriff 50 gesichert ist, ohne
daß seine Verschwenkbarkeit um die Schwenkachse X-X beeinträchtigt ist.
[0028] Bei der dargestellten Ausführungsform weist die Ausnehmung 31 ebenfalls eine Stirnwandung
auf, die als Anschlag für die Griffhalteplatte 60 dient und in dieser Position die
Funktionsposition der Schwenkachse X-X und damit des Tragegriffs 50 vorgibt.
[0029] Um die Position der Gesamtbaueinheit in dieser Lage zu sichern, ist ein stempelähnliches
Rastelement 61 (zweckmäßigerweise ebenfalls ein Kunststoff-Spritzgußteil) vorgesehen,
das vor der Montage der Griffeinheit in der Ausnehmung 31 des Behälters 30 in die
Rückseite der Griffhalteplatte 60 eingeführt wird und dort mit seinem schmaleren,
zylindrischen Fortsatz in eine entsprechende Führungsbohrung 61A eintaucht, so daß
die Stirnseite dieses verjüngten zylindrischen Teils aus einem erweiterten Frontabschnitt
der Bohrung 61A herausragt.
[0030] Die Funktion dieser Verrriegelung wird anhand der Fign. 7D im einzelnen noch kurz
erläutert, die Querschnitte in der Ebene A-B der Fig. 7C darstellen und einzelnen
Funktionspositionen 1-3 zugeordnet sind:
[0031] Zunächst wird das Sicherungselement 61 in Richtung des Pfeils B2 in die Rückseite
der Griffhalteplatte 60 bzw. in eine hierfür vorgeseheneformschlüssige Ausformung
eingesteckt (Abb. 1) bis es die in Abb. 2 dargestellte Einsteckposition erreicht hat,
wo der verjüngte zylindrisch ausgebildete Fortsatz aus der Vorderseite der Griffhalteplatte
60 herausragt. In diesem Bereich ist die Bohrung 61A aufgeweitet, so daß sich eine
Ringnut 68A ausbildet, in die eine hülsenähnliche Kunststoffkappe 68 klemmend paßt.
[0032] Bei der in Abb. 3 der Fig. 7D dargestellten Endposition (Funktionsposition) der Griffhalteplatte
60 in der Vertiefung 31 erreicht das Sicherungselement 61 eine in dieser Position
in die Vertiefung 31 eingebrachte Ausnehmung 35, in die das Sicherungselement 31 um
einige Millimeter einschiebbar ist, so daß die Griffhalteplatte 60 in dieser Position
nicht mehr verschiebbar ist. Diese Position wird dadurch gesichert, daß die hülsenartige
Kappe 68 nunmehr auf das nach außen zeigende Ende des Sicherungselementes 61 bzw.
in die Ringnut 68A eingedrückt und dort verklemmt wird. Damit ist die Montage des
Tragegriffs 50 im Behälter 30 beendet.
[0033] Figur 8 schließlich zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel, hierbei ist in einer Vertiefung
im Boden 35 des Aufnahmeteils 30 des Behälters ein Bügel 61 so gehalten, daß sein
freies Ende als Achse eines Rades 60 dient, so daß hier auf ebenso einfache Art und
Weise ein Behälter zum Transport ausgestattet werden kann.
1. Behälterelement mit einem Funktionsteil zur Handhabung, insbesondere Verschluß oder
Transport desselben, wobei das Funktionsteil mit einem Halteteil verbunden ist, das
seinerseits lösbar mit Wandungsbereichen des Behälters verbindbar und dort derart
festsetzbar ist, daß es in dieser Position die Funktionsposition des Funktionsteils
definiert, dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionsteil einen Tragegriff (50) beinhaltet,
dessen Schenkel (51,52) in das Halteteil eingreifen, und daß das Halteteil in eine
Vertiefung (31) an der Seitenwandung des Behälters (30) schubladenähnlich einschiebbar
und in der Funktionsposition des Tragegriffes (50) festsetzbar ist.
2. Behälterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil eine Griffhalteplatte
(60) ist, in der ein Sicherungselement (61) derart verschiebbar gehalten ist, daß
es in der Funktionsposition in eine korrespondierende Ausnehmung (35) in der Vertiefung
(31) eingreift.
3. Behälterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffhalteplatte
(60) in der Schwenkachse (X-X) miteinander fluchtende Sicherungshülsen (62,63) aufweist,
die den eingesetzten Tragegriff (50) sichern.
4. Behälterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenkontur der Vertiefung
(31) und die Außenkontur der Griffhaltepplatte (60) unter Einbeziehung der Sicherungshülsen
(62, 63) in der Funktionsposition zumindest abschnittsweise einen Formschluß erzeugen.
5. Behälterelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragegriff (50)
aus zwei U-förmigen Seitenteilen (55, 56) aus je einem Metallprofil und einem Trageteil
(57) aus Kunststoff besteht, in dessen Stirnseiten die beiden Seitenteile (55, 56)
einhängbar sind.
6. Behälterelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement
(61) mittels einer abnehmbaren Kappe (68) in der in die Vertiefung (31) eingreifenden
Position gehalten ist.
7. Behälterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionsteil einen
Verschlußbügel (20) beinhaltet, der im Halteteil (10) schwenkbar gehalten ist, und
daß das Halteteil in eine Vertiefung (41) im Deckel (40) des Behälters (30) schubladenähnlich
einschiebbar und in der Funktionsposition des Verschlußbügels (20) festsetzbar ist.
8. Behälterelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionsteil als
Kniehebelverschluß ausgebildet ist, wobei sowohl der Verschlußbügel (20) als auch
ein Betätigungsteil (21) die gemeinsame Schwenkachse (X-X) umgreifen, und die beiden
Teilabschnitte (10A, 10B) um eine parallele Schwenkachse (Y-Y) gegeneinander verschwenkbar
sind.
9. Behälterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung des Halteteils
mit der Behälterwandung ausschließlich durch Formschluß in Nuten, Noppen oder Rasten
der Behälterwandung in der Funktionsposition des Funktionsteils erfolgt.
10. Behälterelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel ein Metall-
oder Kunststoffprofil (10) ist, dessen erster Teilabschnitt (10A) U-förmig ausgebildet
ist, und dessen zweiter Teilabschnitt (10B) die Schwenkachse (X-X) bildet.
11. Behälterelement nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung
Seitenwandungen (A, B) und eine Stirnwandung (C) aufweist, die zur Führung und/oder
Positionierung des Bügels dienen.
12. Behälterelement nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine Vertiefung
(31, 41) zur Aufnahme des Bügels eines Verschlußbügels (20) und des Kunststofformteils
(60) eines Tragegriffs (50) den Behälter (30) und am Deckel (40) einander gegenüberliegend
angeordnet sind.
13. Behälterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionsteil ein
Rad (60), eine Rolle oder eine Kufe ist, dessen/deren zugeordneter Bügel (61) in einer
Vertiefung im Boden (35) oder angrenzender Seiten des Behälters gehalten ist.
14. Behälterelement nach Anspruch 1, 7 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe
der Vertiefung (31, 41) so gewählt ist, daß das zugeordnete Funktionsteil (Tragegriff,
Kniehebelverschluß, Rolle, Kufe) in einer Ruheposition in diese Vertiefung so weit
einschwenkbar ist, daß es nicht über die umgebenden Randbereiche des Aufnahmeteils/Deckels
hinausragt.